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Twilight-Werwolf Story- Schwäche

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1 Kapitel - 6.175 Wörter - Erstellt von: Emily - Aktualisiert am: 2014-02-15 - Entwickelt am: - 8.462 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hannah hat ein Geheimnis, bis jetzt konnte sie es vor jedem verbergen, doch schafft sie es auch vor Jared?

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    Hannahs Geschichte


    Montag, das hieß wieder Schule und wer mochte schon die Schule. Wenn jemand sagte, er mochte sie, dann meinte er nur den Ort wo auch seine Freunde waren, aber nicht die Schule selbst, aber nicht mal das traf bei mir zu.
    Aber warum beklagte ich mich überhaupt, ich hatte doch selbst schuld.
    Um achte Uhr klingelte die Schulglocke, eine Doppelstunde Gemeinschaftskunde kam auf mich zu. Ich setzte mich in die letzte Reihe, ganz außen. Dort wurde ich nie groß bemerkt, weder von den anderen noch von den Lehrern.
    „Na, das Wochenende gefeiert?“, natürlich konnte es Amely nicht lassen, einen blöden Spruch abzulassen. Ihre Anhängerinnen lachten hämisch. Sie wusste, dass ich das Wochenende wieder mal alleine verbracht hatte.
    Darüber gab es eine gespaltene Meinung. Während ich das nicht schlimm fand, weil ich aus einen bestimmten Grund keine Menschen an mich ran lassen wollte, dachte Amely, dass ich ein Loser war, mit dem keiner etwas zu tun haben wollte.
    Hätte ich keine Freunde gehabt, obwohl ich mich darum bemüht hätte, wäre das scheiße gewesen, aber ich wollte niemand an mich ran lassen. Daran hatte vor allem mein Dad Schuld, einen Teil auch meine ehemalige beste Freundin und natürlich auch ich. Die Schuld nur den anderen zu geben wäre zu einfach gewesen.
    Mein Dad hatte schuld, da er erst überhaupt mit dem trinken und schlagen angefangen hatte. Mum starb als ich acht war und dadurch verbesserte sich die Situation nicht sehr.
    Es gab so viele schlechte Erinnerungen, doch eine ist mir besonders im Kopf geblieben.

    Damals war ich vier. Mein Dad war arbeitslos, deshalb musste Mum arbeiten gehen. Ich spielte in meinem Kinderzimmer, während Dad im Wohnzimmer vor dem Fernseher mit seinem Bier in der Hand saß.
    Den Teddy mit dem ich unbedingt spielen wollte war ganz oben auf dem Regal, aber ich wollte ihn unbedingt haben. Als ich versuchte an ihn dran zukommen fiel das ganze Regal um. Ich fing an laut zu weinen, mein Dad kam rein, sah mich an, brüllte kurz rum, dass ich weniger Lärm machen sollte und ging dann wieder. Meine Narbe an der Schulter stammte von diesem Unfall, nur eine kleine, aber trotzdem gut sichtbar. Sie wird mich für immer an meine Vergangenheit erinnern.
    Natürlich hatte Dad nicht alleine die Schuld, wenn auch Größtenteils. Auch Delia, meine ehemalige beste Freundin hatte dazu ihren Beitrag geleistet. Wir waren damals beide vierzehn. Sie hatte das mit meinem Dad herausgefunden, wollte die Polizei informieren, aber das wollte ich nicht, ich schämte mich zu sehr und hatte Angst in ein Waisenahaus zu kommen. Kurz darauf hatte ich die Schule gewechselt. Seitdem hatte ich nie mehr etwas von ihr gehört, vielleicht hätte ich ihre Hilfe annehmen sollen.
    Zu guter Letzt bin ich selbst schuld oder vielmehr meine Einstellung. Ich schämte mich dafür, das ich geschlagen wurde, es war ein Zeichen von Schwäche und ich versuchte immer stark zu sein. Zwei Jahre später wurde mir bewusst, das es eine ziemlich absurde Einstellung war, doch trotzdem hielt ich daran fest, es hatte die letzten Jahre ja auch gut funktioniert.

    Miss Kendal kam rein, ein Junger Mann folgte ihr, er war bestimmt nicht älter als zwanzig. Vielleicht ein Aushilfslehrer. „Liebe Schüler, wir sind gerade bei dem Thema Scheidung, aber leider müssen wir dieses Thema für die nächsten drei Tage unterbrechen, denn eure Klasse wurde für ein Projekt ausgewählt. Dabei geht es um Gemeinschaft und Zusammenhalt untereinander. Da in eurer Klasse keiner der beiden Worte existieren, haben wir uns für euch entschieden.“
    „Wer daran wohl schuld ist!“, mit einem arroganten und selbstgefälligen Lächeln drehte sich Amely zu mir um, ohne etwas zu erwidern verdrehte ich die Augen.
    „Das ist Jared Cambera, er hat vor kurzem eine Ausbildung zum Jungendbetreuer gemacht und wird dieses Projekt leiten.“
    Jared nickte Miss Kendal als dank für diese Einleitung leicht zu. „Nennt mich einfach Jared. In den nächsten drei Tagen werden wir die Ursache herausfinden, warum ihr bis jetzt nicht zusammengehalten habt und was eure stärken und schwächen in einer Gemeinschaft sind, doch in den nächsten zwei Stunden lernen wir uns erst mal etwas besser kennen.“

    Jared war ein gute Laune Mensch, voller Lebensfreude, da er auch gut aussah hingen ihm die Mädels an den Lippen. Lächerlich so etwas, in solchen Momenten fehlten mir die Jungs in der Klasse.
    Wir hatten mit den Stühlen einen Kreis gebildet und mussten uns alle vorstellen und ein paar Worte zu uns sagen. Das einzige was mir einfiel, war dass ich Sport machte.
    „Entschuldigt mich, wenn ich ein paar Namen von euch verwechsle. Was würdet ihr sagen, ist euer größtes Problem in der Klasse?“
    „Die da.“ Lisa deutete mit einem gehässigen Blick auf mich. Jared tat so, als hätte er das nicht gesehen. „Warum glaubt ihr, dass Hannah daran Schuld hat?“
    „Weil sie sich immer selbst ausschließt.“ Ich hasste es, wenn über mich geredet wurde. Jared sah mich mit seinem Blick an, anscheinend wollte er, das ich mich dazu äußerte.
    „Ich bin lieber alleine, als mit denen abzuhängen, die mag ich nicht“, antwortete ich ihm und hatte das Wort die extra betont.
    „Warum magst du Amely, Lisa und die anderen nicht?“
    „Das hat etwas mit meiner Einstellung zu tun.“
    „Am Ende der drei Tage wird sich diese Einstellung geändert haben“, er sagte es mit einem optimistischen lächeln.
    Das wird er ganz bestimmt nicht schaffen, dessen war ich mir sicher. Er kam mir vor wie ein Siegertyp, er wird alles daran geben, um meine Einstellung zu ändern, doch ich konnte wie er ein Starrkopf sein und werde an meiner Einstellung sehr wohl festhalten.
    Die restliche Stunde unterhielten wir uns über unsere eigenen privaten Probleme, jede konnte erzählen, was Schlimmes in der Vergangenheit passiert war. Da jede der Mädchen seine volle Aufmerksamkeit wollte, gab es genug zu erzählen.
    „Hannah willst du uns auch etwas erzählen?“, wandte er sich an mich. Bestimmt wird er mich in den nächsten drei Tagen auch versuchen mit einzubeziehen. Ich dachte darüber nach, ob ich vielleicht blau machen sollte, doch das würde auch nicht viel helfen.
    „Tut mir leid, aber im Gegensatz zu meinen aufmerksamkeitsbedürftigen Mitschülerinnen hatte ich eine schöne Kindheit.“ Eine komplette Lüge, aber mit der Zeit konnte ich immer besser lügen und mich aus Situationen raus reden.
    Die Schulglocke klingelte und ich war die erste die bei der Tür raus war.






    „Guten Morgen. Wir beginnen gleich mit einer Übung um euch Gegenseitig besser kennenzulernen. Bildet dazu bitte Zweiergruppen!“
    Alle suchten sich jemand aus, war klar, das Amely und Lisa das zusammen machten. Wir waren dreizehn in der Klasse, da es mit den Zweiergruppen nie passend ausging war ich am Ende immer alleine.
    „Hannah, ich sehe das du alleine bist, deshalb werde ich gleich mit dir zusammen diese Übung machen. Ihr müsst euren Partner interviewen. Es hat den Zweck, das ihr mehr persönliche Dinge über ihn herausfindet.“
    Das Jared mit mir zusammen arbeitete passte den Mädchen gar nicht in den Kram. Jared kam zu mir uns setzte sich mir gegenüber. „Hannah, erzähl mir was über dich. Du hast gestern gesagt du machst Sport?“
    Genervt ließ ich mich in den Stuhl zurückfallen und verschränkte meine Hände, warum musste ich ausgerechnet mit ihm diese Sache machen.
    „Genau, ich klettere!“
    „Hannah, so funktioniert das nicht! Um das hier richtig zu machen musst du dich erst mal gerade hinsetzten, Arme öffnen und ein bisschen mehr lächeln. Wenn ich dich etwas frage antwortest du, und stellst eine Frage zu mir. Das gehört zum gegenseitigen Respekt und so zeigst du deinem gegenüber auch Interesse.“
    „Das weiß ich“, entgegnete ich ihm grinsen. Er sah mich verwirrt an.
    „Warum machst du es dann nicht?“ Ich rührte mich keinen Zentimeter, blieb in meiner Haltung.
    „Schon vergessen, meine Einstellung.“ Eigentlich dachte ich, das wird schlimm, aber es amüsiert mich, Jared etwas zu ärgern. Auch er musste jetzt grinsen.
    „Du wirst mir diese Einstellung zu Dingen nicht verraten.“
    Ich schüttelte den Kopf. „Das wäre zu einfach.“ Obwohl Jared eine Art Lehrer war, konnte ich trotzdem mit ihm herumalbern, das lag sicher daran, dass er noch so jung war.

    Den ganzen Tag machten wir solche ähnlichen Übungen. „Morgen werden wir Zeit im Wald verbringen, also bitte zieht auch festes Schuhwerk an.“ Kein wunder das er das sagte, die meisten Mädchen hatten High Heels an.




    Am nächsten Tag gingen wir bereits früh morgens in den Wald. Wir machten so eine Übung mit einem Spagat der um zwei Bäume gewickelt wurde, es sah aus wie ein Spinnennetz. Mit Hilfe von den Anderen mussten wir durch die Löcher.
    „Das habt ihr recht gut gemacht. Jetzt machen wir eine andere Übung. Zweier Arbeit. Einer von euch bekommt die Augen verbunden, der andere führt ihn.“ Wie immer bildeten sich die gleichen Pärchen.
    „Los dreh dich um.“ Jared stand vor mir. Gestern war es witzig mit, hoffentlich heute auch wieder, ich tat was er sagte, er band mir ein schwarzes Tuch um die Augen. „Bereit?“ Er legte die Hand auf meine Schulter und führte mich vorwärts.
    Etwa fünf Minuten marschierten wir auf diese Art durch den Wald. „Partnerwechsel!“, rief er zu den anderen und zog mir das Tuch von den Augen.
    Schwungvoll drehte ich mich zu ihm um, dabei stolperte ich über eine Baumwurzel und fiel zusammen mit Jared zu Boden. „Nicht so stürmisch“, grinste er. Ich lag in seinen Armen. Es war der passende Augenblick um ihn zu küssen, die Anderen hätten es nicht mal gesehen, trotzdem konnte ich ihn trotzdem nicht küssen, seit dem Vorfall mit Delia, wollte ich niemand mehr so nahe an mich ran lassen, auch keine Jungs. Ich hatte Angst, dass mir das gleiche mit ihm passierte wie mit ihr doch leider mochte ich ihn zu sehr.





    Nach der Schule schlich ich mich durchs Fenster in mein Zimmer, ich wollte nur schnell meine Kletterausrüstung holen, dabei wollte ich mich nicht von Dad erwischen lassen. Er lag bestimmt wieder betrunken vor dem Fernseher. Ob er überhaupt jemals ganz nüchtern ist.
    Fast täglich gehe ich nicht nach Hause aus Angst. Meistens gehe ich klettern, wandern oder hänge am Strand ab.
    Es war kein offizieller Klettersteig, es handelte sich um eine hohe Klippe etwas abseits vom Strand. Die Hacken musste ich erst selbst einschlagen um mich zu sichern. Früher bin ich auf Bäume geklettert, danach kleine Steilwände hinauf und langsam stellte ich mir immer größere Herausforderungen. Mein Ziel wäre Free Climbing, klettern ohne Seil oder Sicherung.

    Am letzten Tag des Projektes haben wir wieder Spiele gemacht und geredet. Jared hatte es nicht geschafft meine Einstellung zu ändern. Das erfreute und amüsierte mich, er hatte es wirklich versucht. Er hat mich auch am letzten Tag immer mit einbezogen, eigentlich fand ich das ganz schön, aber leider musste ich mir ja immer selbst im Weg stehen.
    Ob ich Jared wieder sehen werde, vielleicht habe ich meine Chance vertan, ich weiß nicht mal woher er kommt.










    Seit über einer Woche habe ich Jared nicht mehr gesehen, er ist wohl wirklich weg. Draußen war ein perfektes Wetter, doch ich war erst gestern klettern, leider musste ich heute noch nach Hause, um am Laptop eine Präsentation vorzubereiten.
    „Jared!“ Mir einem lächeln sprang ich auf ihn zu und umarmte ihn. Er stand vor meiner Haustür, erfreut erwiderte er meine Umarmung.
    „Wow, mit so viel Freude hatte ich gar nicht gerechnet“, grinste er.
    Mit einer Hand schlug ich ihm leicht scherzhaft auf die Brust. „Was machst du hier?“
    „Ich wollte sehen wies dir geht.“ Ob er dachte, es hatte im Wald zwischen uns gefunkt? Warum sollte er sonst einfach mal vorbeischauen.
    „Mir geht's gut, in der Klasse läufts gleich wie vorher.“ Das schien im zum Nachdenken zu bringen. „Ach komm, du hast dein bestes gegeben“, versuchte ich ihn aufzumuntern. „Lust an den Strand zu gehen?“ Er nickte.

    „Dort drüben klettere ich immer“, mit der Hand deutete ich auf den Klettersteig, wir saßen gegenüber davon am Strand. „Hast du denn keine Angst, dass etwas passiert?“
    „Es ist eine Herausforderung, bis jetzt ist noch nie etwas passiert. Du kannst ja gern mal mitkommen. Da fällt mir ein, woher kommst du überhaupt?“
    „Aus La Push, etwa eine Stunde entfährt von hier, aber für dich fahre ich gern diesen weiten Weg“, er ist süß.
    „Du kommst wohl bei den Mädchen gut an?“
    „Ja bei den meisten und wie komme ich bei dir an?“ Er grinste und steckt mich damit an, ich beugte mich langsam zu ihm rüber, legte meine Hände auf seine Schultern. Er wusste genau was ich vor hatte und öffnete leicht seine Lippen. Ich kam ihm immer näher, schließlich berührten sich unsere Lippen, ganz zärtlich und voller Leidenschaft küssten wir uns. Jared ließ sich langsam auf den Strand zurückfallen. Ganz sanft nahm er meine Unterlippe zwischen seine Zähne. Seine Hände wanderten über meinen Rücke zum Hals. In seinen Armen kam ich mir zerbrechlich vor. Als wir uns wieder voneinander lösten blickte er mich verwirrt an.
    „Tut mir Leid.“ Ich hatte ihn überrumpelt, es war dumm zu denken, er wolle was von mir, ich stand auf und wollte gehen. „Warte!“ Er setzte sich auf und bevor ich gehen konnte, zog er an meiner Hand, ich wirbelte herum und fiel in seine Arme. Diesmal ging der Kuss von ihm aus.
    Jared saß neben mir und legte mir seine Hand um die Schulter. „Was machst du außer dem klettern sonst noch?“ Ich überlegt kurz. „Nichts, und was ist mit dir? Ich weiß fast gar nichts über dich, erzähl mal.“
    „Ich surfe und das übliche, hänge mit meinen Kumpels ab, wohne noch zu Hause bei Mum, höre hauptsächlich Rap.“
    „Voll der Gangster“, scherzte ich, setzte mir die Kapuze auf und machte mit den Händen eine Ganstergeste. Er konnte sich kein Lachen unterdrücken.
    „Mit dir zusammen ist es witzig, aber ich will dich kennen lernen, dein wahres ich, nicht das Mädchen das ständig herumalbert.“ Sicher hat seine Ausbildung zum Jugendbetreuer ihn etwas verändert, mir fiel das bei seiner Ausdrucksweise auf und auch bei seinem Verhalten. Er wollte etwas tiefsinniges hören. „Meine Mum ist gestoben als ich acht war, seitdem lebe ich mit meinem Dad alleine. Später möchte ich mal reisen, unabhängig sein. Tut mit Leid, ich bin nicht gut darin tiefsinnige Gespräche zu führen.“
    Jared schmunzelte. „Tiefsinnigkeit fängt schon bei Gefühlen an. Was ist zum Beispiel deine größte Angst?“ Ich war dabei Jared an mich ran zu lassen, meine Gefühle und Gedanken mit ihm zu teilen, schon lange hatte es keiner mehr so nahe an mich ran geschafft.
    „Schwäche. Ich habe Angst schwach zu sein, versuche immer stark zu sein, niemand an mich ran zu lassen. Was ist mit dir?“
    „Warum hast du so eine Angst davor? Jeder ist mal schwach und muss Hilfe von den Anderen annehmen, das ist nichts schlimmes, es macht dich menschlich.“ Er ignorierte meine Frage. „Schwache Menschen sind einfach fertig zu machen. Solange ich stark bin, keine Gefühle zeige und niemand an mich ran lasse kann mir keiner was.“
    „Ach kleine.“ Jared drückte mich an sich und gab mir einen Kuss auf die Stirn. In diesem Moment fühlte ich mich schwach.
    „Komm ich bring dich nach Hause.“ Es fing an dunkel zu werden, händchenhaltend machten wir uns auf den Weg.
    „Sehen wir uns morgen wieder?“ Jared brachte mich bis zur Haustür, weiter würde er wohl nie kommen, solang Dad im Wohnzimmer mit seinem Bier saß.
    „Unbedingt, ich komm dich abholen!“ Zum Abschied gab er mir noch einen flüchtigen Kuss.



    Um Punkt drei Uhr klingelte es an der Tür. „Verdammt noch mal wer ist das?“ Dad brüllte durchs ganze Haus, schnell lief ich zur Tür, dass er zuerst bei der Tür angelangte machte ich mir keine Sorgen, er verließ sein Sofa nur für drei Sachen, zum Schlafen, sich ein neues Bier zu holen oder etwas zu essen und pinkeln zu gehen.
    Vor der Tür stand Jared. Es hatte angefangen in Strömen zu regnen, er war schon ganz nass. „Hey kleine, darf ich reinkommen?“
    „Nein!“, schoss es aus mir raus. Er konnte auf keinen Fall reinkommen. „Komm, ich zeig dir was.“ Ich griff mir einen Regenschirm und nahm Jared bei der Hand und zog ihn mit mir. Er sah mich etwas verwirrt an, aber folgte mir ohne sich zu äußern.
    Der Weg führte durch den Wald, nach etwa fünf Minuten waren wir angekommen. Zuerst kletterte ich den Baum hoch ins Baumhaus und wartete bis Jared mir folgte. „Hast du das gebaut?“ Stolz nickt ich, mit elf hatte ich das ganz alleine gebaut, eine Art Versteck vor Dad.
    „Erlaubt dir dein Dad keinen Freund?“ Bei seiner Frage musste ich kurz lachen.“Wie kommst du denn darauf?“
    „Deine Lehrer haben gesagt, du bist eine Einser Schülerin und vorher wolltest du mich gar nicht ins Haus lassen. Vielleicht darfst du ja keinen Freund haben, weil er dich vom lernen abhalten würde.“
    Seine Theorie war amüsant, aber stimmte natürlich nicht.
    „Nein, so ist es nicht.“
    „Hm, er will als auf seine kleine Prinzessin aufpassen, damit böse Jungs wie ich ihr nichts anhaben“, scherzte er.
    „Tiefsinnige Gespräche“, entgegnete ich ihm belustigt. Gestern durfte ich nicht herumalbern, jetzt neckte ich ihn damit.
    „Aber das ist nicht der Grund“, es wäre schön, wenn er das gewesen wäre, doch das würde in tausend Jahren nicht passieren. Er würde mich nie seine kleine Prinzessin nennen oder mir sagen, dass er mich lieb hat.
    „Was ist dann der Grund?“ Jared konnte es einfach nicht lassen, er wollte immer alles wissen, wäre die Situation anders, würde mir das auch nichts ausmachen, es gehört zu ihm, eine Charaktereigenschaft, so wie jeder seine eigene hat.
    Mir wurde klar, dass es in Zukunft so weiter gehen würde und irgendwann würde er es wie Delia herausfinden, bei ihm würde das sicher schneller gehen, aufgrund seines Berufes, außerdem ist er ein nachdenklicher Typ und kann eins und eins zusammen zählen. Dieses mal werde ich es jedoch nicht zulassen.
    „Jared du bist zwanzig und lebst noch bei deiner Mum, hat sie dir nicht beigebracht, dich nicht immer überall einzumischen. Vom ersten Tag an, seitdem wir uns kennen hast du versucht mich zu ändern, aber ich bin halt nun mal kein 0815 Mädchen. Geh doch zu einer der anderen Bitches, die dir an den Lippen hängen!“ Die einzige Möglichkeit ihn von mir fernzuhalten war ihn weh zu tun. Es war schwer, aber was sollte ich machen!
    „Hannah das ist nur eine Schutzfunktion, weil du schon lange keinen so nahe an dich ran gelassen hast, aber ich werde dir nicht wehtun!“
    „Könntest du mal bitte mit diesem Psycho Gelaber aufhören!“
    Jared folgte mir den Baum hinunter. Es tat weh, diese Sachen zu ihm zu sagen. Er kam zu mir rüber und drehte mich so zu ihm, dass ich ihn ansehen musste. „Was ist los, sags mir!“ Seine stimmte war so sanft und einfühlsam, trotz das ich ihn beleidigt hatte.
    „Du willst wirklich wissen was los ist! Ich ertrage es einfach nicht mehr, die Gefühle, das tiefsinnige, die Story über deine Schwester! Ja, ich weiß es ist traurig das sie sich umgebracht hat, aber viele Menschen bringen sich um!“
    Jared sah mich geschockt an, ließ mich los und taumelte ein paar Schritte zurück. Das, was ich gerade gesagt hatte war tiefstes Niveau, tiefer konnte ich nicht sinken, doch es war die einzige Möglichkeit ihn von mir fernzuhalten.
    Die Geschichte über seine Schwester hatte er mir gestern anvertraut, als wir „tiefsinnige Gespräche“ geführt hatten.
    Seine Schwester war etwas dick, sie wurde in der Schule gemobbt und ausgeschlossen. Vor zwei Jahren, mit fünfzehn, brachte sie sich um. Jared und seine Schwester hatten ein sehr enges Verhältnis, er gab sich die Schuld und machte sich verantwortlich, da er nicht besser auf seine Schwester aufgepasst hatte und nicht merkte wie es ihr tatsächlich ging. Ein Jahr lang ging er zum Psychologen, danach machte er die Ausbildung zum Jugendbetreuer, wollte Jugendlichen bei ihren Problemen helfen, deshalb hat er auch immer versucht mich mit einzubeziehen, aus Befürchtung das mir das gleiche drohte wie seiner Schwester.
    Eiskalt ließ ich ihn im Wald stehen.



    Das wars jetzt, Jared wird sich nie wieder bei mir melden. Das hätte ich nicht zu ihm sagen dürfen, aber ich hatte keine andere Wahl, es geschah mir ganz recht, das ich mich deshalb schrecklich fühlte und mich Schuldgefühle plagten. Es war einfacherer ihm aus den Weg zu gehen, da er nicht von hier kam, doch da hatte ich mich getäuscht. Als ich am nächsten Tag nach Hause kam, lehnte er ganz lässig an der Tür. Verblüffend sah ich ihn an, dass er jetzt noch nach der Aktion von Gestern herkommt.
    „Ich habe lange nachgedacht. Anfangs wollte ich dich nie wieder sehen, du hast mitten ins Herz getroffen, besser hättest du es nicht machen könne, aber ein paar Stunden später hatte ich mich beruhigt und mit kühlen Kopf darüber nachgedacht. Du bist nicht so, ohne Grund würdest du das nicht sagen. Irgendwas versuchst du vor mir zu verbergen, aber so leicht werde ich es dir nicht machen.“
    Mit strengen Blick ging ich an ihm vorbei, direkt ins Haus und schloss die Tür hinter mir. Er klopfte an die Tür und versuchte durch sie mit mir zu reden, ich gab ihm keine Antwort. Nach etwa einer Stunde ging er.

    Die Nacht fand ich keinen Schlaf, die Sache mit Jared machte mir zu schaffen. Der Morgen war auch nicht viel besser. „Hol mir ein Bier!“, schrie Dad zu mir in die Küche als ich mir gerade Frühstück machte. Ohne Wiederwort brachte ich ihm sein Bier. Im Wohnzimmer auf dem Boden lag viel Müll rum, Fast food Verpackungen und leere Flaschen, über einer Dieser stolperte ich und schüttete das Bier auf Dads Hemd. Geschockt sah ich ihn an, ich hatte Angst was in dem nächsten Moment passieren wird.
    „Was fällt dir ein!“ Seine Hand holte zu einem Schwung aus und bevor ich reagieren konnte, verpasste er mir einen Schlag ins Gesicht. Dad war viel stärker als ich, der Schlag schleuderte mich zu Boden. Er stand auf um mir noch ein paar Tritte zu verpassen. „Na, fühlst du dich jetzt besser, wenn du deine eigene Tochter schlägst!“
    Für diese Bemerkung kassierte ich ein paar weitere Tritte. Etwas warmes ran an meinem Kopf herunter, ich griff danach und sah das es Blut war. Dad ging ins Zimmer um sich ein neues Hemd anzuziehen, bevor er das Zimmer verließ spuckte er mir noch zu den Füßen.
    Langsam rappelte ich mich auf und ließ mich auf mein Bett fallen. Mit den Händen umfasste ich mein Bauch, die Schmerzen waren groß, aber mit der Zeit hatte ich gelernt damit umzugehen. Heute bin ich nicht mehr in die Schule gegangen, das blaue Auge hätte auch ein paar Fragen aufgeworfen. Am nächsten Tag entschied ich mich klettern zu gehen, es half mir immer meinen Kopf frei zu bekommen.













    Jareds Geschichte
    Was war mit dem Mädchen los, ich konnte sie einfach nicht verstehen. Anfangs war sie schon ablehnend, aber als ich mich mit ihr am Strand getroffen hatte war sie viel offener und wir verstanden uns gut. Am nächsten Tag als ich nach ihren Eltern gefragt hatte, hat sie wieder total zu gemacht. Irgendwas stimmt da nicht, vielleicht steckte sie in einer schweren Phase und braucht Hilfe, auch wenn sie das nie zugeben würde.
    Gegen fünf Uhr stand ich wieder vor ihrer Tür, über eine Stunde, doch keiner kam, ging oder öffnete mir die Tür. Am nächsten Tag wieder nichts. Es schien mir merkwürdig, deshalb fragte ich ein paar ihrer Mitschüler, ob sie überhaupt in der Schule war. Hannah fehlte heute den zweiten Tag, aber wenn sie nicht zu Hause war, wo war sie dann?
    Zuerst machte ich mich auf den Weg zu ihren Baumhaus, nichts. Vielleicht ist sie am Klettersteig? Dort angekommen sah ich sie bewusstlos am Boden liegen, sie hatte keinen Klettergurt an, von einem Kletterseil war auch keine Spur. Sie hatte Free Climbing versucht. Blut klebte an ihrer Stirn, sie trug nicht mal einen Helm und ein blaues Auge hatte sie auch. Das verwunderte mich, denn vom klettern bekommt man doch kein blaues Auge.
    „Hannah, hörst du mich?“ Ich setzte mich hinter sie und legte ihren Kopf auf meinen Schoß. Leicht tätschelte ich ihr auf die Wange, es half, langsam öffnete sie die Augen, da war es wieder, ihr grinsen. Wie konnte sie in diesem Augenblick nur grinsen. „Hast du schmerzen?“
    „Alles super, das zieht mich nicht runter, ich werds noch einmal versuchen!“ Ihre Antwort brachte mich zum lächeln, wirklich nichts konnte sie einschüchtern. „Das nächste mal komme ich mit, um auf dich aufzupassen, aber jetzt kommst du erst mal ins Krankenhaus.“
    „Nein, ich gehe nicht ins Krankenhaus! Ein Pflaster und alles ist wieder gut.“ Heftig schüttelte sie den Kopf und versuchte sich rasch aufzusetzen, doch ich drückte sie sanft wieder hinunter. „Der Krankenwagen müsste gleich hier sein.“ Sie erwiderte nichts, ein Blick auf ihr und ich sah, dass sie dabei war einzuschlafen. „Hey, wach bleiben!“ Wieder tätschelte ich sie, doch es half nichts, ihr Puls war noch da. Kurz darauf kam zum Glück der Krankenwagen.


    Die Warterei im Krankenhaus ist der blanke Horror, keiner wollte mir sagen, was mit ihr los war. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie in ein Zimmer und ich durfte endlich zu ihr. Hannah schlief, sie trug einen Verband um den Kopf und eine Schiene am Fußgelenk. Ich setzte mich zu ihr aufs Bett und nahm ihre Hand in meine. Sie so zu sehen war ein ungutes Gefühl. Die Tür öffnete sich, doch nicht ihr Dad kam rein, sondern ein Arzt. Würde ich im Krankenhaus liegen, wäre meine Mum sofort zur Stelle. „Jared Cambera richtig?“ Ich stand auf und ging ein paar Schritte auf ihn zu. „Bist du ihr Freund?“
    „Nein, ich bin Jugendbetreuer und habe vor etwa einer Woche mit ihrer Klasse ein Projekt zum Thema Gemeinschaft und Zusammenhalt gemacht.“
    „Das ist sehr gut, bestimmt kannst du mir am besten weiterhelfen.“ Er sah erfreut drein, auf mich wirkte er nett, nicht wie einer der Ärzte in Großstädten, die nur das notwendigste für ihre Patienten machen.
    „Hat sich Hannah etwas seltsam benommen?“ Das meinte er also, ich konnte ihm das am besten sagen, da ich ständig mit Jugendlichen zusammenarbeitete.
    „Sie schließt sich selbst aus und zeigt kaum Gefühle oder Schwächen, meinen Sie das damit.“
    „Das verstärkt meine Vermutung“, murmelte er vor sich hin. „Hannah hat am ganzen Körper blaue Flecken und eine gebrochene Rippe, meine Vermutung ist, dass sie von ihrem Dad geschlagen wird.“
    Die Aussage vom Arzt schockte mich nicht wirklich, unbewusst dachte ich mir schon etwas in diese Richtung, vielleicht wollte ich es nur nicht wahr haben.
    „Es ist ausgeschlossenen das die Verletzungen vom klettern kommen?“
    „Solche Verletzungen kann sie nur durch Gewalteinflüsse bekommen.“ Das hätte ich viel früher merken müssen, die Anzeichen waren da. Jemand schließt sich nicht einfach ohne Grund aus. Schon als sie nicht weiter über ihre Eltern reden wollte, hätte ich es merken müssen. Ihr blaues Veilchen ist frisch, nicht älter als ein paar Tage, hätte ich meine Arbeit richtig gemacht, wäre es gar nicht dazu gekommen.
    „Gib dir keine Schuld daran, selbst ihre Lehrer haben nichts gemerkt.“ Er sah das ich mir Gedanken darum machte. Es war mein Job, dafür wurde ich ausgebildet, das konnte ich nicht einfach so hinnehmen.
    „Wir können ihr erst helfen, wenn sie es zugibt und sich helfen lässt.“ Der Arzt hatte Recht, doch er kannte sie nicht so gut wie ich. „Sie wird das nie zugeben, helfen wird sie sich auch nicht lassen. Hannah lässt keine Schwäche zu.“ Er schien darüber nicht überrascht zu sein. „Deshalb wollte ich das du mitkommst, sie vertraut dir.“
    Der Arzt spritze ihr etwas in den Arm, kurz darauf wachte sie auf. „Wie geht's dir?“
    „Prima“, antwortet sie ihm mit einem lächeln. Verschlafen sah sie süß aus.
    „Ich bin Doktor Blum. Ist es in Ordnung, wenn ich dir ein paar Fragen stelle?“ Ihr Lächeln verschwand und ersetzte es durch einen ernsten Blick.

    Hannas Geschichte

    „Wie ist dein Verhältnis zu deinem Dad?“ Mein blaues Auge, da ich nur klettern gehen wollte, dachte ich nicht daran es mit Make up zu bedecken, nie hätte ich geglaubt, dass ich am selben Tag noch im Krankenhaus landen würde, doch ich machte ein auf Unwissend.
    „Tut mir Leid, ich verstehe die Frage nicht ganz, unser Verhältnis ist gut.“ Es werden noch viele Fragen auf mich zu kommen, sicherlich hatte er meine blauen Flecken am Körper gesehen. Es wird nicht leicht, mich aus der ganzen Sache raus zureden. Jared stand neben meinem Bett, auch er wird eins und eins zusammenzählen.
    „Schlägt er dich?“, mischte sich Jared ein.
    „Was! Nein natürlich nicht, er ist mein Dad.“ Mit den Jahren konnte ich immer besser Lügen und meine Mimik und Gestik kontrollieren. „Die Flecken kommen daher, dass ich viel Extremsport mache.“ Er wird mir das niemals glauben, aber mir fiel nichts Besseres ein.
    „Gut! Das wäre dann mal fürs erste geklärt.“ Das war zu einfach, er ließ zu schnell locker, es wird noch einiges auf mich zukommen.

    Jareds Geschichte:

    Doktor Blum verabschiedete sich und verließ das Zimmer, schleunigst folgte ich ihm. „Wars das? Lassen wir sie gehen und unternehmen nichts weiter?“, richtete ich mich aufgebracht an ihn. „Nein, wir werden momentan gar nichts machen“, er betonte das wir. „Sagen wir, ihr Dad sollte ihr bald einen unangekündigten Besuch abstatten. Du sagst ihr nichts, ich will sehen wie sie auf ihn reagiert.“ Er hatte einen guten Plan, doch ich hielt nicht daran fest. Hannah hatte sich sehr gut im griff.



    Hannahs Geschichte.

    Kein Besuch, kein Arzt und auch keine Krankenschwester kamen um nach mir zu sehen. Erst Nachmittag öffnete sich wieder die Tür, ich hatte stark mit Jared gerechnet, er enttäuschte mich nicht, ihm folgte jedoch jemand sehr unerwartetes. Dad! Mit ihm hätte ich hier nie gerechnet. Mein Blick drückte mehrere Gefühle gleichzeitig aus, geschockt und beängstigt, ein paar Sekunden drauf wechsele ich zu einem lächeln. Es war ein Trick, Doktor Blum beobachtete mich ins kleinste Detail, Jared ließ ebenso nicht den Blick von mir. „Dad, was willst du denn hier?“
    „Weil du so dämlich warst und du dich unbedingt verletzten musstest.“ Jeder bemerkte sofort das er betrunken war, er taumelte leicht. Ganz dumm war ich nicht, in diesem Zustand würde ich nicht zu ihm ins Auto steigen.
    „Mr. Lex wir würden ihre Tochter lieber noch zwei Tage zur Beobachtung hier lassen“, wandte sich Doktor Blum an ihn. „Das haben Sie mir nicht schon am Telefon sagen können? Warum bin ich überhaupt hergefahren!“ Ohne ein weiteres Wort verließ er das Zimmer. Mein Lächeln hielt ich aufrecht, meine Augen wollten aber etwas ganz anderes sagen. Dad war zum Schämen.
    „Ein sehr gutes Verhältnis habt ihr! Fährt betrunken hierher um seine Tochter abzuholen und beschimpft sie als dämlich!“ Jared klang wütend, mit verschränkten Armen stand er in der Ecke des Zimmers, er regte sich darüber mehr auf als ich. Sein Dad war immer für ihn da, natürlich konnte er sich nicht in meine Lage versetzten, mich überraschte das Verhalten von Dad nicht.

    Jared löste seine Haltung, setzte sich zu mir ans Bett und nahm meine Hände in seine. In Moment wäre ich überall lieber gewesen als hier. Mich überkam wieder das Gefühl schwach zu sein. „Hannah bitte sag uns die Wahrheit! Wir können dir helfen, dein Dad kann dir dann gar nichts mehr.“ Seine Stimme war einfühlsam und besorgt. Vor zwei Jahren hatte ich die Hilfe von Delia nicht angenommen, möglicherweise war nun der Augenblick gekommen die Hilfe von Jared anzunehmen, doch wie konnte ich ihm das sagen ohne gleich erbärmlich zu wirken. „Geschlagen hatte er mich schon immer, aber in den letzten Wochen ist es schlimmer geworden, gestern war er besonders schlecht drauf.“ Er merkte, dass es mir schwer fiel ihm das zu sagen. Während ich ihm das sagte lag mein Blick auf den Fingern, mit denen ich spielte. „Komm her kleine.“ Ganz fest nahm er mich in seine Arme und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Das war Jared, immer wenn ich traurig war oder mich etwas belastete küsste er mich dorthin. Seine Umarmung half, Tränen rannen mir aus den Augen. „Schon gut.“ Mit seiner Hand wischte er sie mir weg.
    „Du musst zuhause ausziehen, dein Dad wird nicht aufhören, dich zu schlagen“, wir hatten ganz vergessen, dass Doktor Blum auch noch im Zimmer war.





    „Bereit für einen neuen Abschnitt in deinem Leben?“ Jared setzte sich zu mir ins Auto, wir machten uns auf den Weg zu meiner neuen Pflegefamilie. „Klar.“ In Wahrheit war ich ganz und gar nicht bereit dafür, mir bereitete es noch mehr sorgen, dass ich nichts über diese Familie wusste.
    Die Straße war umgeben von Bäumen, nach einer Stunde bogen wir in eine abgelegenere Straße ein. Das Haus war groß mit einem wunderschönen Garten, umgeben vom Wald. „Willkommen!“ Es dauerte einen Moment bis ich verstand. Mit seinen Händen umfasste er meine Hüfte, und zog mich ganz nahe an sich ran.













    Schon lange war ich nicht mehr so glücklich wie mit Jared zusammen, schon seit über einen Monat lebten wir zusammen und es klappte gut. Er animierte mich immer wieder über meine Gefühle zu reden und mit der Zeit fiel mir das gar nicht mehr schwer. Seine Mum war eine Herz und eine Seele, sie war so lieb. Auch mit seinen Kumpels verstand ich mich gut. Dad hatte ich seit dem Krankenhausaufenthalt nicht mehr gesehen, er hatte sich auch nicht gemeldet. Seit dem Unfall machte sich Jared jedes Mal Sorgen sobald ich klettern ging, aber ich versprach ihm nur ohne Seil zu klettern, wenn er mit dabei war. Er ist die Liebe meines Lebens.

Kommentare (21)

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Neumann35 (46637)
vor 50 Tagen
Ich fand diese Geschichte einfach cool mach weiter so.
Twilight lover Jacob and Seth (85083)
vor 62 Tagen
Wunderschön❤😍
l... (74248)
vor 410 Tagen
Echt richtig tolle Geschichte! Einfach zum mitfiebern 😍
name (63356)
vor 685 Tagen
War echt cool, mach bittteeeee mehr Lovestorysmit Seth !!!!!!!!
Valley mm (41834)
vor 766 Tagen
Du hast Talent du solltest mehr solcher Geschichten schreiben
Mouna (39831)
vor 766 Tagen
Omg einfach Perfekt😍 du hast so ein Talent❤schreib mehr Storys 💕 z.b mit Paul oder Jacob💞love your Storys💘👌
Jess (06851)
vor 796 Tagen
Das ist eine der besten Geschichten die ich je gelesen hab ich schreibe selbst Geschichten aber an deine komm ich nicht ran
Mrs Clearwater (99515)
vor 797 Tagen
ich liebe diese Geschichte 😍❤️ Kompliment du hast echt Talent würde mich freuen wenn du noch weitere Geschichten schreibst 😘
storywritter (03786)
vor 804 Tagen
Ich fand die story auch sehr gut doch ich muss sagen das seth eigentlich offener und "verspielter ist
Rika Nara Weasley (52180)
vor 949 Tagen
Coole Geschichte! Mach unbedingt weiter, du hast
ECHT Talent! ;-)
xXSandraXx (69069)
vor 994 Tagen
die Geschichte ist ech suuuuuupi
Tina2002 (25873)
vor 1010 Tagen
Tolle Geschichte mit Seth. Ich liebe Seth!! Er ist so süß:)
..........?¿ (64504)
vor 1018 Tagen
Schöne geschichte 👍
????????? (17543)
vor 1037 Tagen
Welcher teil ist das und welcher ist der 1. 2. Usw.
Tina2002 (14124)
vor 1072 Tagen
Coole Geschichte die Idee mit der Brosche fand ich übrigens supi^^ :}
annalena (54142)
vor 1104 Tagen
Eine schönerw Geschichte als deine habe ich noch nie gelesen. Danke. Kannst du nochmal eine mit Emmett machen?♡♥
Leila (02445)
vor 1377 Tagen
Ja... ich finde die geschichte voll tol... und die andere auch... aber du müsstest mal was abentteuerlustiges schreiben.... finde ich.. weil die geschichten so auf gut deutsch "Hammer mestig geil sind", das da auch was abenteuerlustiges reinkann... naja.. bloß ein vorschlag von mir.. das is jtz so art thema.. könntest du das für mich mal umsetzten zu einer geschichte?? Were echt cool.. naja..
Lg Leila
Leila (68775)
vor 1327 Tagen
okee.. weiss bescheit... noch mal ein lob.. du schreibst voll coole geschichten.. ich versinke immer und höre dann niemanden mehr.. daumen hooch..
LG Leil
emy (04401)
vor 1333 Tagen
hey danke leila, ich arbeite grad an der nächsten :)
Leila (33052)
vor 1347 Tagen
Naaaa.. ich bins wieder... ich finde die geschichte so cool.. genau wie die anderen 3.. voll cool.. ich liebe sie... daumen hoch und wieter so...
lg leila