Twilight-Werwolf Story-Verzweifelte Suche

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1 Kapitel - 4.140 Wörter - Erstellt von: Emily - Aktualisiert am: 2014-02-01 - Entwickelt am: - 4.477 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Lenas Dad ist verschwunden, von der Polizei als Tod erklärt, doch sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass er doch noch leben könnte. Die Suche nach ihm birgt mehr Gefahren als sie Anfangs dachte.

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    „Hier!“ Jared nahm den Brief in die Hand, den ich ihn auf den Tisch vor ihm gelegt hatte.

    „Was ist das?“ Er nahm ihn in die Hand und warf einen Blick darauf. Sein Blick richtete sich wieder auf mich. „In dem Brief geht es um ein Bankschließfach. Es hat anscheinend Dad gehört und vielleicht wurde es noch gar nicht aufgelöst.“ Jared seufzte.
    „Lena, begreife es endlich! Dad ist tot!“
    Seit dem Dad verschwunden war, waren bereits zehn Jahre vergangen, doch es kam mir viel länger vor. Die Polizei glaubte, er war abgehauen, da Mum und er sich davor gestritten hatten. Ein paar Tage später wurde sein Auto gefunden. Total schaden. Die Leiche im inneren war so stark verbrannt, das sie nicht mal mehr identifiziert werden konnte. Die Polizei war sich jedoch sicher, dass es dabei um Dad ging, weil sie seinen Hochzeitsring im Auto gefunden hatten.
    Von da an musste sich Mum alleine mit meinen Bruder und mir durchschlagen. Die Leute in La Push halfen ihr so gut es ging. Damals war ich sechs und mein Bruder zwölf. Acht Jahre später ist Mum bei einem Unfall gestorben. Sie wurde von so einem betrunkenen Typ angefahren.
    Seitdem lebte ich mit meinem Bruder allein. Seit dem Unfall hielten ich und mein Bruder noch mehr zusammen.
    „Die Leiche wurde nie identifiziert. Die Polizei konnte nie beweisen, das es sich um Dad handelte.“ Jared stand auf, während er durch den Raum ging hielt er eine Hand an seinen Kopf, die andere an seine Hüfte. Er schien verzweifelt und genervt. Wir hatten bereits so oft über Dads Tot geredet, er hatte keine Lust mehr auf diese Diskussionen. „Sein Ring wurde gefunden!“, erwiderte er.
    „Es war auch sein Auto, kein Beweis.“ Er schüttelte heftig den Kopf. „Gut, nehmen wir an, er lebt noch. Warum ist der dann nicht hier?“
    Vielleicht war das ja die Antwort auf die Frage, warum Jared nicht wahr haben wollte, das Dad noch möglicherweise am Leben war. Dad und er hatten so ein gutes Verhältnis, Dads verschwinden, sein „Tot“ war damals schrecklich für ihn. Er wollte nicht glauben, dass wenn Dad noch lebte, nicht bei ihm war, sondern irgendwo anderes glücklich war, vielleicht sogar mit einer neuen Familie.
    „Ich weiß nicht, aber ich werde es herausfinden.“
    Meine Entscheidung stand fest, keiner konnte mich aufhalten, mich auf den Weg nach Oregon zu machen. Ich wollte in mein Zimmer gehen, um meine Sachen zu packen, doch Jared zog an meiner Hand und ich wirbelte zu ihm herum. „Warte, ich komme mit. Vorher rede ich aber noch mit Embry.“ Ich nickte. Dann werde ich wohl noch einen Tag warten bis zum Aufbruch.

    Das Bankschließfach befand sich in Dallas. 325 Meilen entfernt, etwas mehr als fünf Stunden zu fahren. Koffer gepackt, ab ins Auto und los geht's. Hoffentlich wird es nicht eine all zu langweilige Reise, ein paar Abenteuer sollten schon dabei sein, aber lassen wir und mal überraschen. Ich setzte mich ins Auto. Jared startete es. „Ab nach hinten.“ Er deutete mit dem Daumen nach hinten. Er bemerkte meinen verwirrten Blick. „Embry kommt mit.“
    War klar das sein bester Freund mitkommt, die zwei sind nicht zu trennen. Ihn hielt hier nichts auf, er hatte keine Freundin und mit seiner Familie hatte er sich in letzter Zeit nur mehr gestritten. Sie wussten nicht, dass er ein Werwolf war, da er immer los musste zu Sam und er seinen Eltern nichts sagen durfte, gab es in letzter Zeit immer mehr Ärger. Seine Eltern meinten, er mache eine rebellische Phase durch.
    „Was sagen seine Eltern dazu?“
    „Mum wird heute Abend den Brief in meinem Zimmer finden“, Embry stieg vorne ein. „Willst du es ihr nicht persönlich sagen?“
    „Sie würde wütend werden oder auch anfangen zu weinen. So ist es leichter.“ Embry drehte sich zu mir um. „Es ist nicht leichter. Du hast nur Angst davor, es ihr selbst zu sagen!“
    „Was glaubst du, wirst du in dem Schließfach finden?“ Jared versuchte abzulenken, ich ließ mich darauf ein.
    „Ich hab keine Ahnung. Irgendein Hinweis, wo er jetzt ist. Vielleicht auch Briefe.“
    Das schlimmste wäre, wenn es das Schließfach gar nicht mehr gäbe. Dann müsste ich mit der Suche nach Dad wieder ganz von vorne anfangen. Jared glaubte, dass ich nichts finden werde. Er ist nur mitgekommen, um mich zu trösten, wenn ich enttäuscht werde.
    Mein Blick fiel auf den neu eingebauten Radio, ich beugte mich nach vorne, um ihn einzuschalten und um das Gespräch hier und jetzt zu beenden. Mein Bruder sollte mir meine Suche nicht schlecht reden.








    Ein stoß ans Knie, dann noch ein zweiter, beim Dritten öffnete ich verärgert die Augen. „Wir sind angekommen.“ Langsam streckte ich mich so gut es ging, auf dem Rücksitz und setzte mich langsam auf. Gestern Nacht hatte ich nicht so viel geschlafen, da ich so aufgeregt war, was mich heute in Dallas erwarten würde.
    „Wie spät ist es“, fragte ich Jared. Ob die Banken noch offen haben?
    „Embry ist gerade ins Motel, um uns ein Zimmer zu reservieren.“ Erst jetzt bemerkte ich, das der Beifahrersitz leer war.“
    „Warum bist du nicht mit?“
    Er sah mich skeptisch an. „Ich lass dich doch nicht hier in dieser Gegend alleine umherlaufen!“ Mein Blick fiel aus dem Fenster, es war dunkel. Ich öffnete die Tür, um ins Motel zu Embry zu gehen. Jared folgte mir. Er hatte Recht. Keine gute Gegend. Kaputte Zäune, umgeworfene Mülltonnen und ein paar unheimliche Typen auf der Straße.

    Es war schwer einzuschlafen, nicht nur weil ich im Auto bereits geschlafen hatte, sondern weil ich ein mulmiges Gefühl im Bauch hatte.
    Keiner der beiden Jungs schnarchte, ich hörte sie nur wie sie laut die Luft ein und ausatmeten. Embry lag auf der Couch, das Bett teilte ich mir mit Jared. Er brauchte fast das ganze Bett und die Couch war viel zu klein für Embry. Ich hatte sie gefragt, ob sich die Beiden das Bett teilen wollen, da kam von beiden ein schnelles Nein. Jungs halt eben.
    Nach langem hatte ich es endlich geschafft etwas einzunicken.

    Blitzschnell öffnete ich meine Augen und wollte aufsitzen, doch mein Bruder legte sofort einen Arm über meine Schultern und drückte mich runter. „Was ist da draußen los?“, fragte ich Jared panisch. Mein Blick fiel rüber zum Fenster, von der Straße ertönten Schüsse.
    „Sch, Sch! Beruhige dich. Beruhige dich. Alles gut. Uns passiert nichts“, versuchte mich Jared zu beruhigen.
    Nach den Schüssen hörten wir ein paar Schreie. Nach mehreren Minuten war es wieder leise.
    Mir liefen Tränen über das Gesicht, ich war so geschockt. Ich setzte mich auf und Jared nahm mich in den Arm. Embry kam zu uns und tätschelte mir den Rücken.
    In dem Moment konnten wir das Motel nicht verlassen, wer weiß was da draußen noch los war. Wir mussten noch ein paar Stunden bis Sonnenaufgang warten.
    Bis jetzt war es einer der schlimmsten Tage in meinem Leben und beim Aufbruch wollte ich Abenteuer und keine Langeweile, aber ich hatte damit ganz sicher nicht das gemeint.
    Nochmal einschlafen konnte ich nicht, ich hatte zu große Angst. Embry schlief wieder, Jared tat nur so, er wollte nicht einschlafen, während ich noch wach war.





    „Gut, das ich mitgekommen bin und du nicht alleine nach Dallas bist“, wandte sich Jared an mich. „Was für eine Nacht“, grinste Embry.
    Wir saßen wieder im Auto, als er sich umdrehte und meine rot unterlaufenen Augen sah verschwand sein grinsen. Seine Finger strichen leicht über mein Knie. „Wo liegt die Bank?“
    „Westwood Straße 4.“
    Vor lauter Aufregung was wir dort finden werden, hüpfte die die ganze Zeit auf dem Sitz auf und ab.
    „Wenn wir jetzt dort reingehen und wir nichts herausfinden, sei nicht zu sehr enttäuscht, ja?“
    Wir stiegen aus und verwirrt sah ich Embry an. „Ich kann nicht mitkommen, ich bin kein Verwandter.“
    Wir sahen uns ähnlich, jemand der uns nicht kannte, könnte uns sicher glauben, wir seien Geschwister. Ob sie nach Ausweisen verlangen werden?



    „Guten Morgen, wir würden sehr gerne zum Schließfach von Mr. Cammeron.“
    „Darf ich zuerst Ihre Ausweise sehen?“ Doch besser das Embry nicht mitkam.
    „Wenn Sie beide mir folgen würden.“
    Hinter dem Glas in der Bank saß eine blonde Frau, sie lächelte, wirkte freundlich und keines Wegs Misstrauisch.
    Mit ihren High Heels ging sie voraus, der Laut von ihnen war in der ganzen Bank zu hören. Sie war elegant gekleidet, ein schwarzer Rock, der bis zu den Knien ging und eine rote Bluse. Jared konnte es nicht lassen und musste seinen männlichen Instinkten nachgehen und sie von hinten abchecken.

    Vor dem Aufzug stand ein Sicherheitsmann. Er taste uns beide ab, bevor wir in den unteren Stock fuhren. Wir standen vor einer großen dicken grauen Stahltür. Per Handabdruck öffnete sie diese. Die Tür führte in einen großen Raum, wieder grau und Wände aus Stahl.
    „Warten Sie bitte hier.“ Sie ging durch einen weitere Tür am Ende des Raumes. Mehrere Minuten vergingen.
    „Glaubst du Sie geht jemanden Bescheid sagen, dass wir hier sind? So wie in den Filmen?“ Jared lachte über meine Aussage.
    Mit einer grauen Stahlbox kam sie zurück und legte sie auf den Tisch vor uns. Sie war nicht größer als eine Mappe.
    „Ich werde Sie jetzt alleine lassen, sobald Sie fertig sind, drücken sie den roten Knopf neben der Tür.“ Sie verschwand und ließ uns alleine zurück.
    „Scheiße, ein Schloss! Ich hab kein Schlüssel!“ Verzweifelt griff ich mir mit den Händen an den Kopf.
    „Ich mach das schon.“ Jared nahm die Box, dort wo das Schloss war und riss daran. Ganz erstaunt sah ich ihn an als er die Box in zwei Teile riss. Ich war beeindruckt.
    „Ein Vorteil dass ich wegen des Genes so stark bin“, grinste er.
    Vielleicht eine etwas unkonventionelle Methode, aber praktisch.
    Der Inhalt der Box lag auf dem Boden. Es war ein Brief und eine Brosche. Als erstes schnappte ich mir den Brief.

    Liebe Nicci,
    es tut mir Leid, das ich dich alleine gelassen habe mit den Kindern, aber ich konnte nicht anders. Es ist das Beste für euch und eure Sicherheit. Solltest du diese Zeilen hier jemals lesen, so bitte ich dich, ganz normal dein Leben weiterzuführen zu deinem eigenen Schutz. Bitte passe auf die Kinder auf und sag ihnen immer, dass ich sie liebe. Nicci ich liebe dich auch noch, das musst du wissen.
    In liebe dein Jeff.

    Nicci, so hieß unsere Mum und Jeff unser Dad.
    „Jetzt bin ich noch verwirrter.“ Ich reichte Jared den Brief und er mir die Brosche. Sie hatte die Form eines Vogels, mit blauen und grünen Steinchen. Ich hatte sie davor noch nie gesehen.
    „Mittlerweile glaube ich, du hast Recht und Dad lebt noch, aber was will er uns mit dem Brief sagen? Wenn er wollte, dass Mum ganz normal weiter leben soll, auch wenn sie diesen Brief findet, warum hat er ihn dann überhaupt geschrieben?“
    „Hoffnung.“
    „Was hoffen?“, fragte er mich verwirrend. Klar dass er das nicht versteht, dafür muss man ja auch emotional, weit denkend und ein Optimist sein.
    „Dad will nicht, dass wir das lesen, wegen unserer Sicherheit, doch ein kleiner Teil, der menschliche, egoistische Teil wünscht sich innerlich, wir würden ihn finden. Dad wusste, das Mum durch diesen Brief und die Brosche herausfinden konnte, wo er ist.“
    „Es ist unmöglich, dass wir durch diese zwei Dinge herausfinden wo er ist!“ Langsam schüttelte ich den Kopf, das darf nicht sein. Ich werde herausfinden, wo Dad ist. Ich packte den Brief und die Brosche und schob sie mir in die Tasche.



    „Was habt ihr herausgefunden?“ Wir saßen wieder mit Embry im Auto.
    „Wir wissen jetzt, das Dad noch am leben ist, aber wir haben keine Ahnung wo er ist. In dem Schließfach war nur ein verwirrender Brief und eine Brosche.“ Ich zeigte ihm den Brief und die Brosche, auch er sah verwirrt drein.
    „Wir können hier nichts mehr tun, die einzige die das Rätsel lösen könnte wäre Mum, aber sie ist tot. Am besten wir fahren wieder nach Hause.“
    Leider konnte ich ihm nicht widersprechen.










    Seit Tagen saß ich in meinem Zimmer und dachte immer noch über die ganze Sache mit Dad nach. Das ließ mir keine Ruhe, obwohl ich keinen Schritt weiterkam, doch ich konnte nicht aufhören. Seit Tagen hatte ich keinen Schritt mehr vor die Tür gemacht, Schule hatte ich zurzeit keine.

    Langsam öffnete ich die Augen und mein erster Blick fiel auf Embry der neben mir in einem Sessel saß. „Siehst du mir schon lange beim Schlafen zu?“ Ich reckte mich und konnte mir kein Gähnen unterdrücken.
    „Seit einer Weile. Emily, wir machen uns alle Sorgen um dich. Du solltest diese ganze Geschichte mal vergessen und wieder anfangen zu Leben. Spaß zu haben.“
    Das sie sich Sorgen machte konnte ich verstehen, aber sobald die Schule in drei Wochen wieder anfängt wird alles wieder ganz normal. Da muss ich wieder vor die Tür.

    „Morgen gibt Amanda eine Party. Wie wär‘s, wenn wir beide dort hingehen und wieder mal ein bisschen Spaß haben?“
    Embry hatte Recht, ich brauche wieder Ablenkung.



    „Hier für dich“, Embry kam mit einem Becher in der Hand auf mich zu.
    „Bier?“
    „Basoa Ananas. Ich weiß ja, das du kein Bier magst.“ Verwundert sah ich ihn an, dass er das wusste. Er bemerkte meinen Blick.
    „Kleine, du bist die Schwester von meinem besten Freund und ich kenne dich schon eine halbe Ewigkeit und dem Meister entgeht nichts“, grinste er.
    „Dem Meister?“, schaute ich ihn belustigt an.
    „Weiß alles, kann alles und ist immer für dich da.“ Er sah mir tief in die Augen,
    „Das musst du mir erst mal beweisen“, flirtete ich zurück.
    Es schien für ihn eine Aufforderung zu sein, denn er nahm mich bei der Hand und zog mich auf die Terrasse.
    „Siehst du den Stern da?“, er deutete mit der Hand in den Himmel. „Das ist die Venus. Sie ist immer der erste Stern, der am Himmel aufleuchtet.“
    Sternenhimmel, Terrasse und Musik, es war total romantisch, bis auf den kleinen Hacken, das die Musik nicht passte.
    Langsam beugte ich mich zu ihm und er beugte sich auch zu mir runter.
    „Warte!“
    Mit der Hand drückte er mich weg. „Klar, versteh schon. Bin nur die dusselige kleine Schwester.“ Mit enttäuschter Mine ging ich wieder ins Haus, wo die Party weiterging. Embry kam mir nach. „Das ist nicht das Problem. Es ist nur, ich bin bereits dreiundzwanzig und du erst sechzehn.“
    „Sechzehn ein-halb“, scherzte ich. Er versuchte sich ein Lachen zu unterdrücken.
    „Es sind sechs Jah...“
    Auf Zehenspitzen stehen küsste ich ihn. Meine Hände vergruben sich in seinen Haaren und ich drückte seinen Kopf leicht runter, da er sonst immer noch zu groß war. Zuerst wollte er den Kuss nicht erwähnen, doch dann hatte ich es doch noch geschafft ihn zu verführen.











    „Hör auf“, befahl ich Embry lachend. Wir lagen auf dem Sofa. Seine Hände lagen auf meinen Bauch, er kitzelte mich. „Komm her meine Schnecke“, lachend drückte er mich an sich.
    „Klar, mein Vogel“, erwiderte ich ihm grinsend. Passend dazu fing er an zu pfeifen, oder vielmehr versuchte er es. „Du kannst nicht pfeifen.“
    „Klar kann ich pfeifen.“
    „Ich hatte einen Vogel, der konnte so schön pfeifen und singen.“
    „Wie wär‘s wenn ich‘s mal mit singen versuche. Oh Fiagro, fiagaro, fiagro.“
    „Das ist ja noch schlimmer als pfeifen“, mit den Händen hielt ich ihm den Mund zu. Er versuchte sich zu befreien, vor lauter Lachen viel ich vom Sofa.
    Das ist die Antwort, die Lösung die ich seit Wochen suchte. Auf einmal schien alles so klar.
    „Hast du dir wehgetan?“
    Embry nahm mich bei den Händen und hob mich mit einem lächeln zurück aufs Sofa, doch als er mein Gesicht sah, verschwand auch sein lachen.
    „Schatz alles in Ordnung?“ Er war plötzlich so ernst.
    „Ja, ich muss sofort Jared anrufen!“
    „Er ist bei Sam. Wir können zu ihnen fahren.“ Langsam nickte ich, ich war total in meinen Gedanken und bemerkte nicht mehr richtig was um uns geschah.
    „Schatz, ich mach mir Sorgen um dich, ist wirklich alles in Ordnung?“
    Wir saßen im Auto, wieder ein einfaches langsames nicken.
    Bei Sam angekommen, stieg Embry aus, er kam auf meine Fahrerseite und half mir beim Aussteigen. „Warte hier, ich gehe Jared holen.“ Ich tat was er sagte und wartete auf der Terrasse.

    „Jared, ich mach mir Sorgen um deine Schwester, etwas scheint nicht mit ihr zu stimmen“, hörte ich Embry durchs Fenster.
    „Was ist passiert?“, sofort wurde Jared ernst.
    „Wir waren zu Hause, haben herumgealbert, sie ist vom Sofa gefallen und dann war sie plötzlich so komisch. Sie wartet draußen, sie wollte unbedingt mit dir reden.“
    Meine Hände zitterten, ich konnte sie nicht ruhig halten.
    Die Tür öffnete sich, Jared kam sofort auf mich zu, er sah meine Hände und nahm sie in seine.
    „Jared, ich hab die Lösung. Das Rätsel, ich hab es herausgefunden.“ Verwundert sah er mich an, als wäre ich verrückt geworden.
    „Bankschließfach. Brosche in Form als Vogel. Strandhaus. Wir müssen sofort da hin fahren.“
    Jared schien nicht zu verstehen.
    „Im Strandhaus hatten wir immer diesen einen Sommer einen Vogel, den wir auf der Straße gefunden haben und gesund gepflegt hatten. Er hatte blau grüne Federn, die Brosche sieht genau gleich aus und hat die Steinchen haben die gleichen Farben.“
    Er brauchte erst mal einen Moment, aber dann schien er zu Verstehen.
    „Aber das Standhaus ist abgebrannt!“
    „Wir glauben, dass es abgebrannt ist, aber wir dachten ja auch, das Dad tot ist.“ Jared wusste, dass ich Recht hatte.
    „Beruhige dich erst mal, heute ist Mittwoch, ich muss arbeiten und kann hier jetzt nicht einfach so weg“
    Er legte seine Hände auf meine Schultern und sah mir in die Augen, doch ich schüttelte nur den Kopf, er dachte nach und ging ein paar Schritte auf der Terrasse hin und her.
    „Wir können am Samstag dort hin fahren“, antwortete er mir, als er sah, dass ich mich keines Wegs beruhigte.














    „Hast du einen Schlüssel?“ Jared, Embry und ich standen am Strandhaus in Eastside vor verschlossener Tür. „Nein, wir waren ja seit Dad nie mehr hier.“
    Jared hob den Teppich hoch, Nichts. Er sah auch unter ein paar Steine. Schließlich entschied er sich für eine etwas pragmatischere Lösung. Mit einem einzelnen lauten Tritt trat er die Tür ein. Sonnenlicht strahlte durch das Wohnzimmer. Auf den ersten Blick sahen wir, dass hier jemand wohnte.
    „Wir haben ihn gefunden. Wir haben ihn. Endlich!“ Vor Freude hüpfte ich den Jungs in die Arme. Embry ging voran um die Räume zu erkunden.
    Überglücklich folgte ich ihm, ein lauter Knall ertönte und ein paar Schritt vor mir fiel er zu Boden.
    „Embry!“
    Geschockt lief ich zu ihm und kniete mich neben ihm. Aus seiner Brust lief Blut, viel zu viel Blut. Tränen liefen mir über die Augen. Er war kaum noch bei Bewusstsein. Seine rechte Hand griff nach meiner, fest packte ich sie, er sollte spüren, dass ich da war, dass ich ihn liebte.
    Es war keine Minute vergangen. Jared zog mich von Embry weg, meine Hand löste sich von seiner, es liefen noch mehr Tränen über mein Gesicht. Mein ganzer Körper zitterte. Mit dem Rücken stand ich an Jared, er hatte mich mit beiden Händen um meinen Bauch umschlungen. Mit aller Macht versuchte ich mich zu lösen, doch er war einfach zu stark. Ich wollte zu Embry, ich hatte Angst ihn zu verlieren.
    „Beruhige dich!“
    Das hörte ich in letzter Zeit von Jared öfter, doch in diesem Moment hörte ich ihm gar nicht zu, meine Gedanken waren alle bei meinem Freund.
    „Halt ihren rechten Arm fest!“ Von der Seite tauchte ein Mann auf, doch es war nicht irgendein Mann, es war Dad. Er hatte eine Spritze in der Hand und packte meinen Arm, ich konnte spüren wie sich die Spritze unter meine Haut schob. Bevor ich etwas sagen oder fragen konnte, sank ich auch schon in Jareds Arme, es war eine Beruhigungsspritze.

    Sanft strich mir jemand die Haare aus dem Gesicht, ich konnte mir kein lächeln unterdrücken. Das hat Embry so oft gemacht. Immer wenn ich schlief und er bereits wach neben mir lag. Es war immer so schön neben ihm aufzuwachen.
    Embry! Jetzt viel mir alles wieder ein. Er wurde angeschossen. Schwungvoll öffnete ich die Augen und schreckte hoch, doch jemand drückte mich bei den Schultern hinunter.
    „Embry, du lebst!“ Ich blickte in Embrys schokoladenbraunen Augen ober mir, ich lag auf seinen Schoß. Wir waren immer noch am Strandhaus. Ich fiel ihm um den Hals.
    Mit meinen Händen fuhr ich über seine Brust, dort wo eigentlich seine Schusswunde war. Ich versuchte noch einmal mich aufzusetzen, diesmal ließ er es zu. Zärtlich küsste ich ihn.
    „Ich hab solche Sorgen um dich gemacht, dich so leiden zu sehen, als du dachtest, ich bin fast Tod war schrecklich. Du hast vergessen, ich bin ein Werwolf, wegen einer Kugel sterbe ich nicht“, sagte er grinsend als er sich von mir löste.
    Aus den Augenwinkeln sah ich Jared und Dad auf dem Sofa gegenüber sitzen, ich war so konzentriert auf Embry, dass ich sie gar nicht bemerkt hatte.
    „Dad hast du auf ihn geschossen?“, fragt ich ihn vorwurfsvoll.
    „Schätzchen, es tut mir leid, aber weißt du, als ich noch in deinem Alter war, hatte ich viel mit Drogen Deal zu tun, so hatte ich unsere kleine Familie ernährt, doch als du sechs warst, wollte ich aufhören, für euch, für meine Familie. Mein Boss ließ das aber nicht zu, damit euch nichts passiert, musste ich gehen. Hättet ihr an der Tür geklingelt, anstatt sie einfach einzutreten, wäre das alles nicht passiert.“ Bei diesem Satz musste er lächeln.
    Meine Befürchtung war, das ihr Drogenbosse seit die mich gefunden haben und umbringen wollen.“
    „Kommst du wieder mit nach Hause?“ Er nickte und ich fiel ihm vor Freude um den Hals. Wir konnten wieder eine richtige Familie sein.




    Das mit Mum wusste Dad bereits, er hatte die ganze Zeit auf uns aufgepasst, mithilfe von Seths Vater, er hatte ihn aufgetragen, auf uns aufzupassen und ihm Bericht zu erstatten.
    Jetzt waren wir wieder eine glückliche Familie, Jared und Kim, Dad und Laura, eine alte Freundin aus La Push, und Embry und ich.

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