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Twilight-Werwolf-Missverständnis

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1 Kapitel - 4.219 Wörter - Erstellt von: Emily - Aktualisiert am: 2014-01-15 - Entwickelt am: - 5.444 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Marry liebt Seth, Seth jedoch weiß das nicht. Das Anfang einer verstrickten Geschichte.

    1
    „Hast du nicht schon genug Mayonnaise auf deiner Pizza, Leah?“ Wir saßen gemeinsam am Tisch, sie aß Pizza, ich einen Salat. „Nö.“ Sie grinste und drückte noch mehr Mayo raus. „Wie machst du das, sieh dich an. Eine Modellfigur und du ist das da.“ Ich deutete auf die Pizza. „Während ich Salat esse, und nicht mal halb so gut aussehe.“ Ich lebte schon fast ausschließlich von Salat und habe schon seit einer gefühlten Ewigkeit kein Fast Food mehr gegessen. „Ach komm Marry, du siehst gut aus und dick bist du ganz sicher auch nicht.“ Vielleicht hat sie ja Recht, dick bin ich wirklich nicht. „Wo sind denn heute die Jungs?“
    „Hat dir dein Bruder nichts gesagt, sie sind heute bei den Cullens.“ Verwundert sah ich sie an, normalerweise erzählt mir Jared alles, doch das hatte er gar nicht erwähnt. „Warum bist du nicht mit?“ Leah sah mich verwirrt an. „Du weißt, ich hasse die Cullens. Wenn es nicht unbedingt sein muss, will ich mit ihnen nichts zu tun haben. Dich interessiert doch nur, was mein Bruder gerade macht.“ Sie hatte so verdammt Recht, ich lief ganz Rot an. Ich wollte nicht, dass sie das weiß oder sonst jemand. „Sei nicht schüchtern, frag ihn doch einfach mal ob er etwas mit dir alleine unternimmt.“ Das konnte ich nicht, ich war wirklich zu schüchtern was Jungs anging, und ich hatte Angst, dass er mich abblitzen ließ. Außerdem bin ich zwei Jahre jünger als er, ich bin Fünfzehn er siebzehn, er behandelt mich wie seine kleine Schwester, nicht wie ein Mädchen das er mag.„Sag ihm nichts, sag niemand nichts bitte.“ Sie lächelte, ich kannte sie gut, sie wird niemand etwas erzählen.
    Zuhause brannte kein Licht. Keiner war zu Hause, nicht mal Dad. Vielleicht ist er bei Billy. Ich stellte mich darauf ein, den Abend alleine zu verbringen. Da ich mir dessen fast sicher war, wollte ich mir gerade meine zu weite Jogginghose und den weiten Pullover anzuziehen. In diesem Outfit sollte mich keiner sehen, hatte mich bis jetzt auch keiner, bis auf mein Bruder und mein Dad.
    Bevor ich aufstehen konnte hörte ich die Tür aufgehen. „Hey Kleine.“ Seth kam rein, gefolgt von den anderen, er wuschelte durch mein Haar und ließ sich neben mich fallen. „Wie war's bei den Cullens?“ Er sah mich verwirrt an. „Leah.“ Paul kam mit einer Chipstüte in das Wohnzimmer, Jacob und Jared mit einem Teller Spaghetti. „Haben sie euch dort verhungern lassen?“ Paul, Jared und Jacob merkten zuerst gar nicht, das ich sie meinte. „Alter“, wandte sich Seth an sie. „Was? Ich hab Hunger.“, sagte Paul grinsend. „Du hast immer Hunger“, verarschte ihn jetzt auch Embry. „Ich versteh nicht wie du so viel Zeit mit meiner Schwester verbringen kannst?“, fragte mich Seth. Leah war nicht so oft mit den Jungs zusammen, sie machte gern ihr eigenes Ding. „Sie versteht auch nicht wie ihr so viel Zeit mit den Cullen verbringen könnt.“ Damit hatte Seth nicht gerechnet.







    „Wie wäre es, wenn du Seth eifersüchtig machst, mit einem anderen Typ?“ Leah saß neben mir am Strand. Die Jungs spielten Fußball. „Ich dachte, wir hätten das Thema abgehakt?“ Leah schüttelte den Kopf. „Alle Jungs haben einen Jagdinstinkt. Du musst ihn nur bei Steh wecken.“ Ich stöhnte. Es war süß wie sich um dieses Thema Gedanken machte und das schlimmste daran war, das sie immer Recht hatte.
    Die meisten von meiner Schule verbringen die Zeit am Strand. Auch Ashley. Sie hatte die Figur eines Zahnstochers, die Jungs flogen ihr nur so zu. Sie ist die beliebteste Schülerin auf unserer Schule. Jeder wollte etwas mit ihr zu tun haben, aber nicht ich. Ich fand ihr ganzes Getue oberflächlich.
    Ashley war heute auch am Strand. Sie kam etwas nach uns. Seth rannte auf sie zu und umarmte sie. Die beiden lachten, aber Seth ist ein freier Mensch er kann tun und lassen was er will. Ich sah ihnen etwa fünf Minuten zu, sie amüsierten sich bestens. Das halte ich nicht mehr aus. „Leah du hast Recht.“ Ich sah wie sie neben mir selbstzufrieden grinste. „Du hast bereits einen Plan oder?“, fragte ich sie.
    „Oh ja. Tim..“ Sie grinste. „Tim?“, hackte ich nach.
    „Genau. Er ist ein Freund vor mir, er ist siebzehn und sieht echt gut aus.“
    „Und ich soll mich mit ihm treffen?“
    „Du kommst vorher zu mir, da machen wir dich so richtig hübsch. Tim wird dich dann abholen, was Seth sieht und er daraufhin eifersüchtig wird.“





    „Seth ist deine Schwester hier?“ Leah hat mir gesagt, ich soll Seth gegenüber abweisend wirken, aber ich in den letzten fünf Tagen auch versucht, ist aber gar nicht so leicht. „Marry, komm rein.“ Hinter Seth tauchte schon seine Schwester auf.
    Leah und ich verbrachten eine ganze Stunde lang damit, mich zu schminken und mir die Haare zu glätten. Welches Outfit ich anziehen sollte, fragten wir uns beide. Leah war sich sicher ein Kleid, das viel zeigt, aber nicht billig wirkt, sondern sexy. Mit dem Kleid war ich mir nicht sicher, er war wirklich gewagt, aber es sah so hübsch aus.
    „Du bleibst jetzt hier, Seth darf dich erst sehen, sobald Tim kommt.“ Ich vertraute ihr, hoffentlich wusste sie, was sie tat. Es klingelte, das war bestimmt Tim.
    „Seth, bleib sitzen, ich mach das schon“, hörte ich Leah im Wohnzimmer. „Tim komm rein. Marry, dein Date ist hier.“ das war mein Stichwort. Wow. Das ist einfach...! Wow.“ Ich sah wie sich Seth auf dem Sofa zu mir umdrehte. Auch er schien beeindruckt.
    „Tim darf ich vorstellen Marry.“ Wir küssten und Wange an Wange. „Komm gehen wir.“ Er half mir meinen schwarzen Mantel anzuziehen. ER war mit dem Auto hier, ein schwarzer Volvo. Wie ein Gentleman öffnete er mir die Beifahrertür. Mir kommt vor, ich muss mehr mit den Leuten reden, denn ich hatte keine Ahnung was Leah Tim erzählt hatte. Wusste er, das es nur darum ging Seth eifersüchtig zu machen, oder hielt er es für ein richtiges Date. Sei wie sei, heute Abend wollte ich einfach Spaß haben. „Wohin gehen wir heute?“ Ich war neugierig. „Wir gehen ins Blue Oceans.“
    Blue Oceans, unfassbar. Es war eines der romantischsten und schönsten Restaurants in der Umgebung.

    „Es war echt ein toller Abend.“ wir saßen im Auto vor Leah's Haus. „War es echt“, stimme ich ihm zu. Er legte eine Hand auf mein Knie, die andere an meinen Hals. Er beugte sich zu mir rüber. Bevor sich unsere Lippen berührten wich ich aus. „Geht es dir zu schnell?“ Das war es nicht, es war nur, dass er der falsche war. „Weißt du es gibt da jemanden.“ Er lächelte. „Der hat echt Glück.“ Wir gaben uns noch einen Abschiedskuss auf die Wange. Es war schon fast dumm von mir, so einen Jungen wie ihn gehen zu lassen, aber ich kann einfach mit keinen Jungen außer Seth zusammen zu sein.
    Leah saß im Wohnzimmer, sie war noch wach. „Erzähl mir alles.“ Kaum kam ich zur Tür rein stand Leah schon da und wollte alles wissen. Das gute bei ihr ist, dass sie alles wissen will, aber trotzdem nichts weiter erzählt.


    Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg nach Hause. Es war noch ein langer Abend, denn Leah wollte noch alles wissen. Was Seth jetzt wohl dachte, ob Leah's Plan geklappt hatte. Bestimmt wird sie ihren Bruder ausquetschen. Kaum kam ich zur Tür rein, hörte ich schon die Jungs. „Na Schwesterchen, war gestern wohl noch ein langer Abend“, rief mir mein Bruder aus dem Wohnzimmer zu. Ich ging zu ihm ins Wohnzimmer und beugte mich zu ihm runter aufs Sofa. „Oh ja, und Ausgegangen ist er auch ziemlich gut“, grinste ich. Auch die anderen saßen im Wohnzimmer. Jeder konnte sich jetzt denken, was er wollte. Ob Seth jetzt ein wenig eifersüchtig war und mich nicht mehr als seine kleine Schwester sah?
    „Marry, wir grillen heute Abend am Strand. Hast du Lust zu kommen?“, fragte mich Paul.
    „Klar.“
    „Ashley kommt auch“, fügte er hinzu.
    „Gott, was findet ihr nur alle an ihr?“ Ich war mir sicher, würde sie nicht so gut aussehen, wäre sie nicht so beliebt.
    „Sie ist heiß und ihr Body ist einfach der Hammer.“ Für diese Antwort gaben die Jungs Seth Five. Warum musste das ausgerechnet er sagen, die Jungs versuchten nicht mal keine Ärsche zu sein, ich bin davon überzeugt, das alle Jungs oberflächlich sind, aber natürlich will ich das als Mädchen nicht so offensichtlich bestätigt bekommen. Kompliziert aber war.
    Das Gespräch ließ ich so im Raum stehen. Im Zimmer suchte ich meine blauen Sportschuhe, sie waren nicht unter Bett, nicht im Schrank nirgends. Da sah ich sie mitten auf dem Bett zwischen meinen anderen Sachen. Ich zog das Kleid von gestern noch aus und zog mir meine Jogginghose und irgendein schlabberiges T-Shirt an. Schnappte mir meinen Mp3 Player vom Nachtkästchen und verließ das Haus.
    Jeden Tag ging ich laufen, eine Stunde durch den Wald. Davor machte ich noch ein paar Aufwärmübungen. Das Seth Ashley heiß fand, brachte mir heute noch mehr Power. Ich wollte Leah überzeugen, das sie mit mir zum Lagerfeuer ging, sie meidet die Jungs wie die Cullens, doch der unterschied war, das sie mit den Jungs Zeit verbringen musste. Warum sie Leah nicht sonderlich mochten, konnte ich noch nie verstehen. Natürlich war die Story mit Sam Auslöser für das alles. Sie liebte ihn, er liebte Emily. Vielleicht verstand sie genau aus dem Grund meine Situation so gut und wollte, dass es zumindest für mich ein Happy End gibt.


    Leah hatte mich eiskalt im Stich gelassen, aber ich nahm es ihr nicht übel. Na gut, ein bisschen übel nahm ich es ihr schon, aber sie war ja sonst immer für mich da. Eigentlich wollte ich auch zu Hause bleiben, aber zu Hause alleine einen Samstag Abend verbringen war armselig.
    Jared war mit Kim da, Paul mit Rachel, Jacob mit Bella, Sam mit Emily. Quil hatte Claire nicht mitgenommen, das sie noch viel zu jung war. Embry hatte keine Freundin, Seth war auch alleine hier. Das Fleisch brutzelte auf dem Grill, doch ich hielt mich strikt an meinen Salat.
    Es wurde immer dunkler, das Feuer schimmerte und als ich bemerkte das Ashley noch gar nicht aufgetaucht war löste sich in mir ein Gefühl voller Glück, dadurch wurde ich wieder viel lebhafter und meine Laune verbesserte sich.
    „Rückt mal ein Stück!“ Die Beiden rückten ein bisschen auseinander damit ich mich zwischen ihnen setzten konnte. „Hast du dein Date heute nicht dabei?“
    „Vielleicht hat er sie ungeschminkt gesehen“, scherzte mein Bruder. Er war der einzige der mich so runter machte, weil ich nicht wusste was erwidern, wurde die Situation meist peinlich.
    Da war sie wieder, diese peinliche stille, doch sie wurde diesmal schnell unterbrochen. Von Seth, er freute sich, das Ashley doch gekommen war.
    Die Aufmerksam galt ab nun ihr. Ganz passiv saß ich dort vor dem Feuer.
    Von einem Moment in den anderen schien alles schief zu laufen. Mit einem schlechten Gefühl im Bauch stand ich auf und machte mich auf den Weg nach Hause. Etwas abseits auf meinem Nachhauseweg sah ich Seth mit Ashley, sie kamen sich nahe, sehr nahe. Das war zu viel.
    Mum war gar nicht zu Hause, vielleicht war sie bei Sue oder Billy. Aus dem Kühlschrank schnappte ich mir eine große Packung Eis, setzte mich vor dem Fernseher und stopfte mir das Eis rein. Scheiß auf Salat, scheiß auf alles. Im Fernseher lief irgendeine Dating Show.
    Den Abend verbrachte ich also damit mir Eis in den Mund zu löffeln und die Frauen im Fernseher anzuschreien. Das war noch armseliger.
    Aus Leah's Geschichte konnte ich vielleicht lernen, möglicherweise wäre es besser, mir andere neue Freunde zu suchen und wie sie den Jungs aus dem Weg zu gehen. Wir könnten beide neue Freunde gebrauchen. Seth wird mich so wie so nicht vermissen, er hat ja nur mehr Augen für Ashley.
    Mit dem Eis in der Hand habe ich es auf dem Sofa verschlafen, nach etwa einer Stunde wachte ich wieder auf. Mit dem Schokoladeneis in der Hand. In der Packung waren 500 g Eis drinnen, jetzt konnte man schon fast den Boden sehen. Meine Wut über Seth und Ashley war wie weggeschlafen. Jetzt kam es mir lächerlich vor, dass ich mich darüber so aufgeregt hatte und mir wurde bewusst, wie viele Kalorien ich deshalb in mich rein gestopft hatte. Die Wut war weg, aber die Eifersucht war immer noch da. Seth begehrte an ihr nur ihren Körper. Betrachtet man das aus einem logischen Standpunk, so würde er mich lieber um sich haben, wenn ich auch so eine Figur wie sie besaß.
    Anscheinend konnte ich das nicht nur durch Salat essen und Sport dieses Ziel erreichen, es gibt eine effizientere Methode.
    Jared war nicht hier, Mum war nicht hier. Keiner konnte mein Vorhaben hören und mich davon abhalten. Ich machte mich auf in das Badezimmer. Diese Methode war wirklich nicht besonders hygienisch. Mit angewidertem Blick beugte ich mich über die Toilette, den Zeigefinger in den Mund.
    Es war ein ekelhaftes Gefühl als ich spürte, wie das Eis die Speiseröhre wieder hoch kam, aber es schien mir die einzige Lösung.
    Nach dem erbrechen putzte ich mir die Zähne und legte mich schlafen.





    Die nächsten Wochen verliefen alle gleich von Tag zu Tag. Viel Sport, täglich erbrechen und mit den Jungs verbrachte ich nicht mehr so viel Zeit, mehr mit Leah. Mein Bruder hat gemerkt das ich abgenommen habe, er machte seither nicht mehr so viele Witze auf meine Kosten und von den Jungs aus meiner Schule bekam ich auch andauernd Komplimente zu meiner Figur.
    Es war Mittwoch, Jared war bei Sam, Mum auf der Arbeit, ich war mir sicher, dass keiner kam, deshalb sperrte ich die Tür des Badezimmers nicht ab.
    „Wie lange geht das schon?“ Erschrocken drehte ich mich um, mein Bruder stand hinter mir. „Wie lange stehst du da schon?“ Ich ging zum Waschbecken und wusch mir die Hände und putzte mir die Zähne. „Lange genug um zu sehen, wie du wirklich abgenommen hast.“ Er ging ins Wohnzimmer. Als ich mit den Zähneputzen fertig war, folgte ich ihm. „Jared, bitte sag es niemand. Ich hör damit auf, versprochen.“
    Sein Blick war ernst. „Du weißt genau, dass das nicht so einfach geht. Du hast Bulimie Sucht, damit kannst du nicht von heute auf morgen aufhören!“
    „Bitte Jared, ich verspreche es dir. Nie wieder.“
    Ich flehte ihn fast an. Er wollte gerade etwas erwidern, da kam Seth rein. „Hey Jared, Sam braucht dich, es geht um die Cullens.“ Jared wechselte noch einen Blick mit mir und verließ dann das Haus.
    Seth folgte ihm nicht, er setzte sich auf das Sofa, als wäre es das selbstverständlichste. War es auch fast, er verbrachte in den letzten Wochen fast gleich viel Zeit wie ich hier und doch wechselte ich in den letzten Wochen kaum ein Wort mit ihm.
    Hoffentlich hatte er nichts von dem Gespräch zwischen Jared und mir nicht mitbekommen und hoffentlich sagt Jared niemanden etwas.
    Natürlich werde ich damit nicht aufhören, jetzt wo es so gut lief und ich ständig Komplimente bekam. Ich darf mich nur nicht mehr dabei erwischen lassen.


    Den Sportunterricht in der Schule mochte ich. Wir liefen viel, manchmal durch den Wald, doch heute mussten wir zwanzig Runden um den Sportplatz laufen, das entsprach Zwei Kilometern. Die Strecke war kein Problem für mich, ich war bestens in Form.
    „Marry geht's dir gut?“ Amanda lief neben hier. Mir war etwas schwindelig, aber es ging schon. „Alles bestens.“
    Nach kurzer Zeit schien alles wieder in Ordnung, doch mir wurde innerhalb eines kurzen Momentes schwarz vor den Augen und ich bemerkte nur noch, wie ich zu Boden fiel.

    Langsam öffnete ich die Augen, Seth saß auf einen Stuhl neben mir. Mein Blick schweifte durch den Raum, ich war bei der Krankenschwester. „Du hast uns einen Riesen Schreck eingejagt Marry.“ An seiner Stimme und an seiner Mimik merkte ich, dass er sich wirklich Sorgen machte.
    „Du solltest mehr essen“, riet er mir.
    „Ich habe zur Pause ein Sandwich gegessen.“ Er schnaubte und ließ sich in den Stuhl zurückfallen. „Genau, das du dann wieder ausgekotzt hast.“
    Das Gespräch. Er hatte doch mitbekommen, was ich mit Jared besprochen hatte. Ich tat so als wüsste ich nicht, was er meinte.
    „Jetzt tu nicht so.“
    „Ich hab damit aufgehört.“ Er verdrehte die Augen und stand auf. „Das kannst du Jared weiß machen, der deinen Lügen glaubt, aber nicht mir.“ Der gut gelaunte Seth war auf einmal nicht mehr gut gelaunt, diese Seite kannte ich gar nicht von ihm. Er war ernst, wütend und schrie mich an. Er meinte es nur gut mit mir.
    „Wirst du es jemand sagen?“
    „Selbst wenn ich das nicht würde, jeder weiß was los ist. Du hast in den letzten Wochen abgenommen und brichst einfach mal beim Sport zusammen. Man braucht nur eins und eins zusammen zählen. Die Krankenschwester wird das auch deiner Mum sagen.“
    Game Over. Das war's jetzt wohl.
    „Du hast dich in den letzten Wochen so extrem Verändert. Du meidest sogar mich. Deinen ehemaligen besten Freund.“
    „Hast du mal darüber nachgedacht warum? Du warst immer mit Ashley zusammen, sie ist super schlank. Mich betrachtest du nur als Kumpel. Lieber wollte ich dir aus den Weg gehen, als zu sehen wie du mit ihr rummachst. Du siehst gar nicht, wie sehr es mich schmerzt euch beiden so glücklich zu sehen, wie sehr ich dich liebe.“ Meine Stimme war zitternd und weinerlich, gleichzeitig wütend.
    Seth schien sich gar nicht darüber bewusst zu sein, wie viel ich für ihn empfand.
    Bevor er etwas erwidern konnte kam die Krankenschwester rein.
    „Seth, würdest du uns bitte alleine lassen.“
    Mit einem nachdenklichen Blick verließ er langsam das Krankenzimmer.

    Die Krankenschwester setzte sich zu mir. Eine Halbe Ewigkeit erklärte sie mir alles über Mager-und Bulimie Sucht. Sie wollte mich schon in eine Klinik stecken, zum Glück konnte ich sie überreden, das doch nicht zu tun, solange ich mich an ihre Regeln hielt. Sie zwang mich innerhalb der nächsten vier Wochen fünf Kg zuzunehmen, mein Idealgewicht von Achtundfünfzig Kilo zu erreichen. Das fand ich schlimm, ich wollte nicht wieder zu nehmen, doch es blieb mir nichts anderes übrig.

    Für mich war der Schultag heute schon fertig. Ich spazierte etwas am Strand entlang, dachte über alles nach. Möglicherweise war der Moment gekommen, an dem ich mit dem Erbrechen aufhören musste.
    Gegen drei Uhr machte ich mich auf den Weg nach Hause, dort lümmelte ich mich auf dem Sofa und schaute TV.
    Leah hatte einen Teilzeit Job, sie musste am Nachmittag arbeiten und hatte keine Zeit zum reden. „Da bist du ja.“ Seth kam bei zur Tür rein. Es sagte es als wäre er überrascht mich hier anzutreffen. „Ich wohne hier.“
    „Worauf wartest du, zieh dich an!“ Erst in dem Augenblick bemerkte ich, das er einen schwarzen Anzug trug. Er hatte ihn vorne offen und das weiße Hemd darunter fiel lässig über die Hose. „Was hast du vor?“
    „Du und ich. Essen gehen. Zieh dir was Schönes an.“ Der gut gelaunte Seth war wieder da. Die Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen. Nach einer halben Stunde war ich fertig. Es verschlug ihm die Sprache. Mein türkisblaues Kleid betonte die Talie, setzt das Dekolletee' in Szene, floss sanft die Hüfte hinab bis etwas oberhalb der Knie. Die schwarzen High Heels passten perfekt dazu und machten mich ein paar Zentimeter größer.
    „Marry, du siehst so wunderschön aus.“ Ein Kompliment von Seth, das brachte mich zum lächeln. Seth hatte selbst kein Auto, nur eine Kross. Hoffentlich will er mich nicht damit ausführen, könnte etwas ungeschickt werden. .
    Vor dem Haus stand Jacobs Auto. Seth ging raus und öffnete mir die Tür. Er half mir einzusteigen. „Wohin geht die Reise?“
    „Angels.“ Angels, es war ein Restaurant für Pärchen, sehr schick.
    Wie ein Gentleman zog er mir meinen Mantel aus und schob den Stuhl zurecht, als ich mich setzte. „Seth, was soll das? Machst du das, weil du Schuldgefühle hast?“ Er hob seinen Blick von der Speisekarte und sah mich an.
    „Nein, natürlich nicht. Ich wollte wieder mal Zeit mit dir verbringen. Haben wir in den letzten Wochen ja kaum. Es sei denn, dein Tim hat etwas dagegen.“
    „Was?“ Er sah mich ganz perplex an.
    „Du und Tim, ihr seit doch zusammen.“
    „Nein, aber du bist doch mit Ashley zusammen.“
    Er lachte. „Niemals, Ashley ist heiß, aber ich würde doch nie etwas mit ihr anfangen. “Also war er doch nicht so oberflächlich wie ich dachte.
    „Nachdem ich dich mit Tim gesehen hatte, dachte ich mir, ich hab sowieso keine Chance bei einem so tollen Girl wie dir.“
    „Oh Seth.“
    Alles, alles in den letzten Wochen war nur wegen ein paar Missverständnissen passiert. Hätte ich mit Seth geredet und mich getraut im die Wahrheit zu sagen über meine Gefühle für ihn, hätte er sie vielleicht erwidert. Ich wäre nicht eifersüchtig auf Ashley geworden und hätte mich nicht erbrochen.
    Im Nachhinein wirkte das alles so albern.
    „Es ist süß wie du rot wirst“, schnell griff ich mit meiner Hand an die Wange, sie war tatsächlich etwas warm. Der Blick fiel schüchtern zu Boden.
    Seth griff nach meiner Hand, spielend umschlungen seine Finger meine. „Du hast so zarte Finger, ich will sie nie wieder los lassen.“
    „Du kannst es gern versuchen, aber ich werde ganz sicher nicht mit dir von diesen Klippen springen“, antwortete ich ihm grinsend. Das machte er am liebsten, ihn reizte der Kick beim Klippenspringen.
    „Gut, ich will nämlich nicht, dass meiner kleinen etwas passiert.“ Mir fiel auf, dass er mich immer so nannte, es war sein Kosename für mich.
    Der Rest des Abends verlief noch so schön. Seth fuhr zu ihm nach Hause, er hielt nicht bei mir, aber anstatt nervig nachzufragen ließ ich mich überraschen.
    Seth stieg aus, ich wollte es ihm gleichtun, doch da räusperte er sich und schüttelte den Kopf. Er kam auf meine Seite des Autos und öffnete mir die Tür.
    „Wenn ich dich ausführe, dann schon mit allem drum und dran.“
    „Die Blumen hast du vergessen“, scherzte ich. Er setzte einen schuldbewussten Blick auf. „Das werde ich dann wohl beim nächsten Mal nachholen müssen.
    Komm her Kleine.“
    Er legte eine Hand um meine Hüfte und zog mich zu sich ran. Vor der Tür blieben wir stehen. Wir sahen uns tief in die Augen, eine Hand an meiner Hüfte die andere an meiner Wange. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und beugte sich zu mir runter. Er war ein leidenschaftlicher Küsser. Meine Hände vergruben sich in seinen wuscheligen Haaren. Während wir uns küssten, versucht er den Schlüssel aus seiner Hose zu ziehen. Ohne sich von mir zu lösen sperrte er die Tür auf.
    Leichtfüßig hob er mich hoch und trug mich in sein Zimmer. Wo wir dann wieder weitermachten beim Küssen.
    Eine Hand schob sich leicht unter mein Kleid, es war so verführerisch. Der Tag hatte schlecht begonnen, aber wunderschön geendet.






    Seth hatte bis jetzt die anderen mit seiner guten Laune genervt, jetzt nervte er sie damit, dass er sich auf mich geprägt hatte. Wir waren ein tolles Paar. Die Bulimie Sucht hatte ich überwunden, dank seiner Unterstützung.

Kommentare (19)

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l... (74248)
vor 318 Tagen
Echt richtig tolle Geschichte! Einfach zum mitfiebern 😍
name (63356)
vor 593 Tagen
War echt cool, mach bittteeeee mehr Lovestorysmit Seth !!!!!!!!
Valley mm (41834)
vor 674 Tagen
Du hast Talent du solltest mehr solcher Geschichten schreiben
Mouna (39831)
vor 674 Tagen
Omg einfach Perfekt😍 du hast so ein Talent❤schreib mehr Storys 💕 z.b mit Paul oder Jacob💞love your Storys💘👌
Jess (06851)
vor 704 Tagen
Das ist eine der besten Geschichten die ich je gelesen hab ich schreibe selbst Geschichten aber an deine komm ich nicht ran
Mrs Clearwater (99515)
vor 705 Tagen
ich liebe diese Geschichte 😍❤️ Kompliment du hast echt Talent würde mich freuen wenn du noch weitere Geschichten schreibst 😘
storywritter (03786)
vor 713 Tagen
Ich fand die story auch sehr gut doch ich muss sagen das seth eigentlich offener und "verspielter ist
Rika Nara Weasley (52180)
vor 857 Tagen
Coole Geschichte! Mach unbedingt weiter, du hast
ECHT Talent! ;-)
xXSandraXx (69069)
vor 902 Tagen
die Geschichte ist ech suuuuuupi
Tina2002 (25873)
vor 918 Tagen
Tolle Geschichte mit Seth. Ich liebe Seth!! Er ist so süß:)
..........?¿ (64504)
vor 927 Tagen
Schöne geschichte 👍
????????? (17543)
vor 946 Tagen
Welcher teil ist das und welcher ist der 1. 2. Usw.
Tina2002 (14124)
vor 981 Tagen
Coole Geschichte die Idee mit der Brosche fand ich übrigens supi^^ :}
annalena (54142)
vor 1012 Tagen
Eine schönerw Geschichte als deine habe ich noch nie gelesen. Danke. Kannst du nochmal eine mit Emmett machen?♡♥
Leila (02445)
vor 1286 Tagen
Ja... ich finde die geschichte voll tol... und die andere auch... aber du müsstest mal was abentteuerlustiges schreiben.... finde ich.. weil die geschichten so auf gut deutsch "Hammer mestig geil sind", das da auch was abenteuerlustiges reinkann... naja.. bloß ein vorschlag von mir.. das is jtz so art thema.. könntest du das für mich mal umsetzten zu einer geschichte?? Were echt cool.. naja..
Lg Leila
Leila (68775)
vor 1236 Tagen
okee.. weiss bescheit... noch mal ein lob.. du schreibst voll coole geschichten.. ich versinke immer und höre dann niemanden mehr.. daumen hooch..
LG Leil
emy (04401)
vor 1241 Tagen
hey danke leila, ich arbeite grad an der nächsten :)
Leila (33052)
vor 1256 Tagen
Naaaa.. ich bins wieder... ich finde die geschichte so cool.. genau wie die anderen 3.. voll cool.. ich liebe sie... daumen hoch und wieter so...
lg leila
anna:) (38222)
vor 1264 Tagen
hey also mir gefällt die geschichte gut, sie wirkt so persönlich :)