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Auge der Seelen- Teil 5

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4 Kapitel - 12.439 Wörter - Erstellt von: Traumtänzerin - Aktualisiert am: 2014-01-01 - Entwickelt am: - 6.518 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ich habe mich sehr über eure Rückmeldungen gefreut! bitte schreibt mir weiter!

Also wo war ich? ach ja Alira hat sich mit dem jungen Regulus auf die Suche nach einem magischen Amulett gemacht. es soll in der Lage sein Voldemorts Schicksal zu besiegeln. ihn zu verfluchen und letztendlich zu töten. Doch auch ihre Freunde in Hogwarts stehen vor großen Aufgaben. niemals würden Sirius, Remus, James und Lily sie im Stich lassen!

1
Das TagebuchHogwarts war noch immer in den morgendlichen Nebel gehüllt, als Lily bereits mit James, Remus und Sirius am Griffindortisch saß. „Mein
Das Tagebuch


Hogwarts war noch immer in den morgendlichen Nebel gehüllt, als Lily bereits mit James, Remus und Sirius am Griffindortisch saß.
„Meint ihr, dass es ihr gut geht?“
„Sie hat sich gemeldet, wie versprochen. Mach dir nicht so viele Sorgen, Lily“, sagte James und küsste sie sanft auf die Wange.
Es war bereits ein Monat vergangen, seit Alira die Schule verlassen hatte.
„Sie fehlt mir auch“, gestand Remus und Sirius nickte.
„Ich frage mich, ob sie mich mitgenommen hätte, wenn ich ihr gesagt hätte, was sie mir bedeutet.“
„Das wusste sie, Tatze.“
„Danke Moony, doch ich kann es nicht ertragen hier so untätig herumzusitzen.“
Die anderen nickten.
„Gut, dann lasst uns nicht nur herumsitzen!“
„Und was hast du vor, Lily?“
„Wir müssen trainieren. Lernen wie man kämpft. Ich meine richtig kämpfen. Alira wollte, dass wir hier die Stellung halten. Dass wir Hogwarts verteidigen.“
„Und wer soll uns unterrichten?“
„Entschuldigen Sie die Störung, aber was halten Sie von mir als Lehrer?“ Albus Dumbledore war hinter Sirius getreten und sah die vier nun über seine Halbmondbrille hinweg an.

Und so begannen sie zu üben. Ihre Gruppe wurde größer. Auch schulfremde Personen schlossen sich an. So unter anderem Molly und Arthur Weasley und die Longbottems.
Sie lernten im Raum der Wünsche. Dies war ein verborgener Raum in der Schule, der dem Suchenden stets das bot, was er benötigte. In ihrem Fall einen Duellierraum.
Eines Tages, Lily wollte gerade zusammen mit James den Raum als letzte verlassen, da erschien ein kleines Buch mitten auf dem Boden. Es war schlicht und seine Seiten waren vollkommen leer.
Dennoch verspürte Lily das Bedürfnis es mit sich zu nehmen.
„Hey Lil, James, kommt ihr?“
„Klar“, rief Lily und ließ sich hinter James her in den Griffindorturm ziehen.
„Das war heute der Wahnsinn! Habt ihr jemals schon einmal einen Patronus sprechen gehört?“
„Nein. Dumbledore sagte, es sei seine Erfindung. Das heißt von den Todessern kann das keiner“, rief Sirius und ließ sich in einen der Sessel fallen.
„Der Orden des Phönix, hättet ihr euch das je vorgestellt? Wir sind noch Schüler und schon Teil einer Geheimarmee“, Remus schüttelte den Kopf.
Lily hatte sich neben James niedergelassen und er zog ihre Beine auf seinen Schoß.
Ein Feuer knisterte im Kamin.
„Was hast du da Lil?“ erkundigte sich Peter und deutete auf das Buch.
„Es lag plötzlich im Raum der Wünsche.“
„Darf ich es mal sehn?“
„Klar“, gab die rothaarige Hexe zurück und reichte Sirius das schwarze Buch.
„Meint ihr es steht dort etwas Verborgenes geschrieben?“
„Vielleicht sollten wir damit zu Dumbledore gehen. Ich meine gewissermaßen hat es uns das Schloss gegeben.“
„Lily hat Recht“, murrte Peter, der absolut kein Fan von bösen Überraschungen war.
„Aber überlegt mal, was wenn damit nichts schlimmes ist? Wir würden den Professor nur unnötig beunruhigen“, sagte James und nahm Sirius das Buch ab.
Remus nickte.
„Dann los, lasst uns herausfinden, was es damit auf sich hat“, grinste Sirius und zückte seinen Zauberstab.
„Offenbare, was du verbirgst“, sagte er und öffnete der schwarzen Ledereinband.
Nichts geschah.
„Ich habe von einer Art verborgenen Tinte gehört. Man schreibt etwas und um es später wieder lesen zu können muss man die Seiten mit Tinte beschmieren“, meinte Lily und zog ihr Tintenfass aus der Umhangtasche.
„Bist du sicher? Vielleicht zerstören wir es so“, gab Remus zu bedenken.
„Na gut, dann probiere ich es mit nur einem Wort“, erwiderte Lily, die offenbar Blut geleckt hatte und tunkte ihre Feder in das Tintenfass, welches sie James in die Hand gedrückt hatte.
Es ist Freitagabend, schrieb sie auf die erste Seite.
Die Tinte verschwand. Kurz darauf erschien jedoch eine elegante Handschrift.
Welches Jahrhundert schreiben wir? Antwortete das Buch.
Begeistert sahen sich die Freunde an und beugten sich gespannt über das Buch, während Lily antwortete.
Wir leben im 20. Jahrhundert.
Wie ist Euer Name, werter Schreiber?
Fragend sah Lily in die Runde. Nach kurzem Zögern nickte James doch Sirius griff nach Lilys Hand.
„Nimm meinen Namen. Wer weiß, was das Ding mit dem Namen macht.“
Sirius Black und wie ist Euer Name?

Mein Name, Mr. Black, soll nicht von Belang sein. Wesentlich wichtiger ist, dass ich eine eurer Freundinnen kenne. Alira Lestrange, ist sie noch am Leben?

Sie verließ uns bereits von einiger Zeit, schrieb Lily.
„Warum lügst du es an?“
„Sie sagte doch, dass es geheim bleiben muss, dass sie noch lebt. Wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben. Was ist, wenn das hier Voldemorts Tagebuch ist?“
die anderen nickten.

Dann braucht Hogwarts tatsächlich meine Hilfe.

Wie könnt Ihr uns denn helfen?

Bringt dieses Tagebuch dem schwärzesten Magier, zu dem ihr Zugang habt. Doch nehmt euch in Acht, dieses Tagebuch ist kein Freund für jenen, der es gebraucht. Also gebt es niemandem, der sich bei Euch bloß unbeliebt machte.

„Was soll das bedeuten?“
„Ist doch klar, ich werde das Tagebuch mitnehmen und es Yaxley unterschieben“, sagte Sirius.
„Meinst du, dass du das hinbekommst?“
„Klar. Immerhin sind diese Gauner ständig bei meinen Eltern.“
„Was ist, wenn Kreacher dich erwischt?“
„Ach mach dir nicht zu viele Sorgen, James, er weiß, was er tut“, versuchte Lily ihren Freund zu beruhigen.
„Fein, aber meint ihr es ist wirklich gut, dieses Buch einem Schwarzmagier zu überlassen?“
„Wir müssen es wagen, schätze ich.“

Gut, wir werden das Buch weiterreichen. Doch können wir Euch trauen?

Das werdet Ihr erst wissen, wenn dieses Buch seinen Zauber vollendet hat. Zwar könnte ich Euch hier und jetzt schwören, dass ich Euch nicht schaden will, doch ich bin sicher Ihr werdet mir nicht glauben, also lasse ich es.

Ihr habt Recht.

Gut, dann tut, worum ich Euch bat. Es ist wichtig!

Leicht verwirrt reichte Lily Sirius das Buch.
„Dann auf nach Hogsmeade. Von dort kann ich disapperieren.“

Am nächsten Tag stand das Quidditchspiel gegen Slytherin an. Eigentlich hätten die Griffindors nicht noch einmal gegen die Schlangen spielen müssen, doch da sie Punktgleich standen gab es ein finales Spiel. Alle hatten sie diesem Tag entgegengefiebert. Doch irgendwie wollte James sich nicht richtig freuen.
„He Krone, was hast du?“
„Ach, es ist irgendwie nicht das Selbe. Wir werden gewinnen, doch nur weil sie nicht dabei ist“, murrte James und lächelte seinen besten Freund traurig an.
„Sirius, wie hältst du das nur aus? Keiner weiß, ob sie noch lebt, oder wie es ihr geht“, Lily hatte zusammen mit Remus zu den beiden aufgeschlossen.
„Ich halte mich an ihre Worte. Ich gebe nicht auf.“

„He Regulus, warte!“
Wir durchsuchten schon seit Wochen eine Pyramide nach der anderen, doch hatten wir bis jetzt nicht einen Zauber gefunden, der mit unserem Amulett in Verbindung stand. Zu unserem großen Glück hatten wir auch sonst keine schwarze Magie gefunden. Ich hatte nur zweimal in meinem Leben einem echten ägyptischen Magier gegenübergestanden und einem Wüstengeist war ich bis jetzt immer erfolgreich aus dem Weg gegangen. Ich hatte keine Ahnung, wie sie auf mich reagieren würden.
„Hast du was gefunden?“
Der junge Mann trat näher an mich heran und erleuchtete mit seinem Zauberstab die Felswand vor uns.
„Hier geht es um einen großen Magier. Er kontrollierte die Zukunft. Zwar steht hier nichts von einem Amulett, doch es klingt ganz nach unserem Auge“, murmelte ich und versuchte die Hieroglyphen noch exakter zu übersetzen.
Beide waren wir vollkommen verdreckt und mit Wüstenstaub bedeckt. Regulus hatte kaum geschlafen und gegessen, zudem hatte er sich nicht rasiert und wirkte noch älter. Er sah wirklich schrecklich aus. Dennoch bestand er darauf mich bei jedem meiner Schritte zu begleiten.
„Wir sind ein Team, Alira“, sagte er jedes Mal, wenn ich versuchte ihn nicht in Gefahr zu bringen.
„Psst, da kommt jemand“, zischte Regulus und versteckte seinen Zauberstab, sodass bloß noch meine Fackel die Dunkelheit erhellte.
„Wow, so was hab ich noch nie gesehen! Das ist ja fast wie Magie“, vernahmen wir eine begeisterte Kinderstimme.
„Ja, nicht? Ich wünschte es gäbe Zauberei wirklich“, seufzte eine weitere Kinderstimme.
„Hört auf zu träumen, das hier wurde alles von hart arbeitenden Menschen geschaffen“, folgte nun eine tiefe Männerstimme.
„Muggel“, zischte Regulus.
Ich nickte und wir sahen rasch an uns herunter. Alles in allem wirkten wir verwahrlost, aber nichts deutete auf Magie hin.
„Oh Sehen Sie nur Professor, was meinen Sie, aus welcher Zeit diese Schrift stammt?“
Ich warf Regulus einen anerkennenden Blick zu. ohne Führung war der Aufenthalt in den Pyramiden nämlich verboten.
„Nun, ganz sicher bin ich nicht, doch ich schätze sie ist aus der Zeit des Ramses.“
Wichtigtuerisch traten wir noch dichter vor die Wand.
Im nächsten Augenblick trat eine Touristenhorde in den Pyramidengang und kam schnatternd auf uns zu.
Ein mittelmäßig begeisterter Fremdenführer leierte mechanisch seinen Text herunter, antwortete jedoch auf keine der Fragen.
„Dieser Gang führt leider zu keiner der Grabkammern im Innern der Pyramide, leider haben unsere Forscher noch keinen Weg dorthin gefunden. Aber wie Sie sehen können forschen wir fleißig“, nuschelte er und deutete lustlos auf Regulus und mich. Es blieb uns also nichts anderes übrig als kurz zu den Muggeln aufzusehen.
„Der Sage nach befinden sich in der Grabkammer nicht nur die Überreste eines Pharaos und dessen Schätze, sondern auch eine Schrift über ein Amulett mit dem sich die Zukunft beherrschen lässt“, fuhr der Touristenführer monoton fort.
Regulus sah mich an und grinste.
„Wer hätte gedacht, dass uns ein Muggel mal hilft“, flüsterte er.
„Ja, zwar werden wir dort das Amulett nicht finden, doch schließlich müssen wir auch genau wissen, wie es zu gebrauchen ist. In jedem Fall sollten wir dieser Spur folgen, ehe wir etwas besseres finden.“
„Und wo ist das Amulett“, erkundigte sich eine Muggelfrau.
„Es wurde gestohlen“, meinte nun ein Mann mit schwarzen Haaren und stechendem Blick. Er konnte noch nicht lange bei der Gruppe sein.
„Das ist kein Muggel. Wie lange steht er schon dort?“
Regulus lag vollkommen richtig. Dieser Mann dort war ein Zauberer.
„Ich weiß es nicht, doch ich denke nicht, dass er Tourist ist.“
„Oh ein kundiger der Legende“, sagte der Fremdenführer offenbar glücklich die Geschichte nicht selbst erzählen zu müssen, „dann erzählen Sie doch mal.“
„Nun vor vielen Jahrhunderten brachen Menschen in die Pyramide ein und stahlen das Amulett. Nur das Amulett. Sie wussten sofort, was sie da vor sich hatten und somit verlor alles andere in der Grabkammer an Wert. Die Beschreibung, wie es zu gebrauchen war ließen sie dort und schützten sie mit neuen Fallen. Es sollte niemand außer ihnen wissen, wie es wirklich und zuverlässig zu benutzen sei“, erzählte der Magier und die Touristen lauschten ihm gebannt.
„Wir haben es also mit Zauberbannen zu tun. Das macht die Sache nicht einfacher“, seufzte ich.
„Wer die Grabkammer zu finden gedenkt, der sollte den Katzen folgen, so die Legende“, murmelte der Zauberer und sah mir direkt in die Augen. Ich war mir ganz sicher, dass es Absicht war. Wollte dieser Mann uns tatsächlich helfen? Welchen Grund sollte er haben.
Dann jedoch fiel mir der Anhänger an seiner Kette auf.
„Das ist Gellert Grindelwald“, zischte ich Regulus zu.
„Was?“
„Ja, es ist nicht sein Körper, doch es ist seine Kette. Eine Kette, die ich ihm einst schenkte. Sie gestattet einem für eine sehr Kurze Zeit den Körper eines anderen zu gebrauchen, um durch ihn zu sprechen.“
„Aber warum sollte Grindelwald uns helfen?“
„Wir waren einst Freunde und ich besuchte ihn in Nurmengrad und schenkte ihm die Kette. Zwar hatte er unsagbar Grausames getan, doch waren wir einst Freunde gewesen. Vermutlich ist er deshalb noch nicht verrückt geworden.“
Der Körper den Gellert gebrauchte hatte ich auch schon einmal gesehen. Vielleicht war er einer der Gefängniswärter. Ich wusste, wie überzeugend Grindelwald sein konnte, es musste ihm ein Leichtes gewesen sein den Mann davon zu überzeugen das Schmuckstück anzulegen.
„Ich muss mit ihm alleine sprechen“, flüsterte ich.
Regulus nickte.
„Nun Meine Damen und Herren, falls es Ihnen nichts ausmacht“, er sah kurz den Fremdenführer an, „so würde ich Ihnen gerne ein paar dieser Malereien erklären.“
Augenblicklich scharten sich die Muggel um Regulus. Nur der Zauberer stand etwas abseits.
„Gellert?“
„Alira.“
„Was machst du hier?“
„Ich habe das Amulett gesehen!“
„Wo?“
„In einem Tempel des Gotte Re. Es war auch oft in Europa, ich weiß, doch es fand seinen Weg nach Hause. Doch du brauchst diese Schrift. Es kann fürchterlich schief gehen, wenn man nicht weiß, wie es zu gebrauchen ist. Ich habe die Hexen und Zauberer gesehen, die sich daran versuchten.“
„Woher weißt du, wo die Schrift ist?“
„Ich fragte danach und das war der Rat, den mir einer der alten Zauberer hier gab. Doch ich war auf der Suche nach den Heiligtümern. Ich war nicht an dem Amulett interessiert. Doch sei vorsichtig. Ich war zu dieser Zeit schon im Besitz des Elderstabs, die Zauberer hier waren ihm nicht gewachsen. Doch sie werden es euch schwer machen, wenn sie erfahren, was ihr plant.“
„Danke.“
„Dir habe ich diesen Freigang zu verdanken. Die Zelle lässt mich wahnsinnig werden.“
„Woher wusstest du, dass ich hier bin?“
„Slytherin sah die Kette um den Hals des Körpers und sprach zu mir.“
„Das hätte ich mir denken können.“
„Er macht sich ehrlich Sorgen um dich.“
„Er ist mein treuster Freund.“
„Und vermutlich der einzige Mann, dem du aufrichtig traust“, lächelte der Zauberer verschlagen.
Unwillkürlich musste ich lachen. Er hatte Recht Slytherin und mich verband so viel. Und das mit einem Gemälde.
„Oh ich spüre, wie der Zauber nachlässt. Ich muss gehen. Bitte komm mich noch einmal besuchen.“
„Versprochen.“
Im nächsten Augenblick wurden die schwarzen Augen grün und ein verwirrter Zauberer sah mich an.
„Wo bin ich? Wer sind Sie?“
„Ganz ruhig. Gehen sie zurück nach Nurmengrad“, flüsterte ich und legte ihm die Hand auf die Schulter.

„Und, was hat er gesagt?“ wollte Regulus wissen, sobald wir wieder unter uns waren.
„Dass wir den Katzen folgen müssen“, grinste ich und deutete auf eine der Wände.
Dort saß eine ägyptische Katze und starrte stur in einen dunkeln Gang.
„Dann los.“
Je tiefer wir in die Pyramide vordrangen, desto schmäler wurden die Gänge. Als Regulus begann seitlich zu laufen, da seine Schultern zu breit für den Gang waren, stimmte ich eine leise, alte ägyptische Weise an.
„Seltsamer Zeitpunkt, um zu singen, oder?“
„Das ist ein Zauber, Regulus. Er sucht nach verborgenen magischen Fallen. Ich schätze wir werden auf welche stoßen. Außerdem warnt er auch vor mechanischen Fallen, die in jedem Fall todbringend wären. Diese Magie ist ebenso alt, wie dieses Bauwerk, daher hoffe ich, dass es funktioniert.“
Er nickte und wir gingen weiter. An jeder Kreuzung ließen wir ein kleines magisches Zeichen zurück, welches uns den Rückweg sichern sollte, falls die Grabkammer gegen das Disapperieren gesichert war.
„Weißt du, welcher Wochentag ist?“
„Sonntag schätze ich, warum?“
„Dann müssen wir heute Kontakt zu den anderen aufnehmen.“
Ich schluckte. Jedes Mal, wenn ich die Stimme einer der Freunde hörte, wurde mir ganz schlecht vor Sorge. Vor allem Lilys Stimme machte mich traurig. Die Freundin versuchte jedes Mal unbesorgt und lebensfroh zu klingen, doch ich wusste, dass sie nicht glücklich war. Zwar war sie jetzt mit James zusammen und die Jungs gaben ihr Kraft, doch ich wusste, dass sie Angst vor der Zukunft hatte.
Ihr Widerstand war bewundernswert. Alle lernten sie sich zu verteidigen und auch den Angriff gegen die Todesser. Sie hatten zusammen mit Dumbledore den Orden des Phönix gegründet und waren einander ein Licht in der immer finsterer werdenden Welt. Sirius hatte erzählt, dass viele Läden in der Winkelgasse geschlossen hätten und dass ständig Leute spurlos verschwanden. Selbst das Ministerium war nicht mehr stark genug. Man rechnete jeden Tag damit, dass es fiel.
Doch plötzlich zog ein Schimmer am Ende des Ganges meine Aufmerksamkeit auf sich. Es war nichts Lebendiges vor uns. Sachte atmete ich ein, doch ein wenig lauter, als gewöhnlich. Augenblicklich blieb Regulus stehen und sah mich an.
In all der Zeit, da wir zusammen reisten, hatten wir gelernt auf die geringsten Gesten des anderen zu reagieren.
Ich nickte in Richtung des Lichts und er nickte.
Mit gezückten Zauberstäben gingen wir weiter.
Der Schein wurde heller und schließlich konnte ich in ihm eine Scheme erkennen.
„Ein Geist.“
„Ja, aber kein Wüstengeist“, gab ich zurück.
„Wer begehrt Zutritt zu meiner Ruhestätte“, begann der Schein zu sprechen.
Ich hatte von diesen Grabgeistern gehört. Meist waren es verblichene Zauberer, die sich mit ihrem Pharao hatten begraben lassen, um diesen vor Grabschändung zu schützen.
Zwar war ein einfaches Gespenst für uns ungefährlich, doch sollte er sich Hilfe holen sah das schon anders aus.
Poltergeister oder Wüstengeister waren ein ganz anderes Kaliber. Poltergeister waren eigene Wesen und Wüstengeister waren ein verfluchtes Wüstenvolk. Somit waren sie beide in der Lage Gegenstände in unserer Welt zu bewegen und auch Angreifer zu töten.
„Wir sind Reisende auf der Suche nach Wissen“, gab Regulus ruhig zurück. Zu Beginn unserer Reise hatte oft ich gesprochen, doch mit der Zeit hatte ich gelernt, dass der junge Black sehr wohl in der Lage war sich gewählt und vor allem höchst manipulierend auszudrücken.
„Oh Wissen ist sehr kostbar. Seid ihr denn bereit dafür zu zahlen?“
„Selbstverständlich“, antwortete nun ich und biss mir in die Hand. Rubinrote Tropfen fielen auf einen gemalten Kelch am Boden.
In vielen Pyramiden hatten wir Blutzoll zahlen müssen. Das hatte stets ich übernommen, da ich sicher war, dass mein Blut als wertvoller geachtet werden würde. Das hatte Regulus nach kurzem Protest eingesehen.


„Albus, ich muss euch sehen! Schütte bitte Wasser in eine Flache Schüssel. Du kennst den Zauberspruch“, der Patronus klang gehetzt und sofort war Dumbledore aufgesprungen und tat wie ihm geheißen.
Es dauerte nicht lange, da erschienen in der klaren Wasseroberfläche zwei Gesichter. Beide wirkten unglaublich mitgenommen und waren von Schein vieler Fackeln erhellt.
Lily schlug sich die Hände vors Gesicht, als sie Regulus' eingefallene Wangen sah. Doch strahlten seine Augen aus den dunklen Augenhöhlen heraus. Auch Alira lächelte erschöpft, aber glücklich.
„Wir haben Fortschritte gemacht“, flüsterte Regulus, als würden ihn selbst diese Worte viel Kraft kosten.
„Das klingt fantastisch! Was habt ihr?“ Remus versuchte stets das Positive in ihrer Lage zu sehen. So auch dieses Mal.
„Wir haben eine Grabkammer gefunden. Ein Geist brachte uns her. Wir haben die Anleitung zum Gebrauch des Amuletts“, erklang Aliras Stimme, leise, aber klar.
„Seid ihr noch dort?“
„Ja, Sirius, wir werden wohl noch die Nacht hier verbringen. Regulus muss sich ausruhen und hier werden wir wohl kaum Besuch bekommen.“
Lily brach in Tränen aus. Sofort schloss sie James in die Arme.
„Ich vermiss euch so sehr! Beeilt euch und kommt ganz schnell wieder, ja?“
„Ganz ruhig, Lily. Wir haben schon ein neues Ziel. Ich glaube wir haben endlich eine echte Spur. Doch zuvor müssen wir unsere Kräfte sammeln. Wir haben noch Vorräte für knapp drei Tage. Diese Zeit werden wir nutzen, um unsere Kräfte zu sammeln.“
„Gibt es bei euch irgendetwas neues?“ wollte Regulus wissen.
„Nun Severus wendet sich immer mehr der Dunklen Lord zu, aber sonst scheinen wenig Schüler wirkliches Interesse an schwarzer Magie zu haben“, begann Remus.
„Aber noch was anderes, kannst du dich noch an die Sucherin aus Hufflepuff erinnern?“
„Klar, James, was ist mit ihr?“
so begann ein furchtbar junges Gespräch und nach einer knappen halben Stunde entschuldigten sich alle, bis auf die vier Rumtreiber und Lily.
„Also, was habt ihr noch, was Albus nicht wissen soll“, forderte Alira, als sie alleine waren.
Regulus sah sie fragend an und Lily musste grinsen.
„Meinst du etwa, dass wir immer solche Tratscherei betreiben, Bruderherz?“
„Ich dachte mir, vielleicht erleichtert euch das die Zeit“, zwang sich Regulus zu einem Lächeln.
„Nein, passt auf. Wir haben ein Tagebuch gefunden. Es sprach zu uns und hat uns gebeten es einem wirklich bösen Menschen zuzuschieben. Sirius hat es bei der Familie Yaxley untergebracht“, setzte Peter begeistert an.
„Was?“ Aliras Augen hatten sich geweitet.
„Ja, wir waren uns zu Anfang auch nicht sicher, ob es eine gute Idee war, doch es sagte, es könne helfen.“
„Wem gehörte das Tagebuch“, Alira wirkte sichtlich bestürzt.
„Das wissen wir nicht.“
„Wie sah das Buch aus?“
„Schwarzer Ledereinband, nichts Besonderes, wieso? Was ist los Alira? Kennst du das Buch?“
„Stand dort kein Name?“
„Nein, kein Name. Sag, was stimmt damit nicht?“
„Nun sagen wir, diese Tagebücher sind Gegenstände, in denen Zauberer vergangener Tage einen Teil ihrer Seele aufzubewahren gedachten. Wer zu lange mit einem solchen Tagebuch schreibt, gibt dem Seelenstück darin seine eigene Lebensenergie. Das bedeutet, dass der Zauberer, dem das Buch gehörte wieder aufersteht, während der Schreiber stirbt. Es gibt viele solcher Bücher. Wir müssen also hoffen, dass der Besitzer dieses Buches uns wohl gesonnen ist.“
„Was haben wir getan“, schluchzte Lily.
„Sch, keine Sorge. Ich glaube, dass das Buch zu einem bösen Zauberer wollte, bedeutet, dass es keinen Unschuldigen töten will. Das ist ein gutes Zeichen“, versuchte die blonde Vampirdame ihre Freundin zu beruhigen. Dennoch war ihr Blick beunruhigt.
„Wann werdet ihr wieder hier sein?“
„Wenn alles glatt geht in zwei Wochen.“
„Gut, was können wir vorbereiten?“
„Ich muss euch um etwas bitten, dass nicht einfach wird. Wisst ihr was eine Acromantula ist?“
„Eine Riesenspinne“, gab Lily zurück und wischte sich eine letzte Träne weg.
„Ja. Wir brauch ihr Gift“, sagte Regulus knapp.
„Alles klar, dann holen wir es uns“, meinte Remus, wie selbstverständlich.
„Das Problem ist, dass es nur sehr schwer zu bekommen ist. Das meiste, das auf dem Schwarzmarkt verkauft wird ist verunreinigt, oder eine Fälschung. Allerdings lebt im Verbotenen Wald ein Vertreter dieser Gattung. Der Wildhüter Hagrid wird euch helfen können.“
„Du kannst dich auf uns verlassen, Alira.“
„Danke, James.“
Die Fünf nahmen einander in die Arme, als die Wasseroberfläche wieder bläulich schimmerte.
„Wir werden sie wiedersehen“, sagte Remus und seine Stimme klang fest und voller Zuversicht.
„Ja, sie haben endlich etwas gefunden, was uns weiterbringt.“
„Und jetzt los! Wir haben schließlich nur noch zwei Wochen, um es mit einer Riesenspinne aufzunehmen“, grinste Sirius.
„Ja ich würde vorschlagen du holst das Gift und wir machen schon mal Feuer“, scherzte James und über Peters Gesicht huschte ein mattes Lächeln.
Der Anblick der Freundin hatte ihnen allen zugesetzt. Sie war unsterblich und sah so fürchterlich mitgenommen aus. Sie wollten sich nicht ausmalen, wie es den beiden in der Ferne erging. Hatte sie richtig jagen können, oder war das zu gefährlich gewesen? Würde sie so kämpfen können? Was wenn sie angegriffen wurden? All diese Fragen hallten durch die Köpfe der Freunde.
Doch ihre neue Aufgabe hielt sie auf Trapp. Wenn sie etwas zu tun hatten, dachten sie seltener an Alira. Vielleicht war das der Grund, weshalb sie in der letzten Zeit viel gelernt hatten, oder sogar Lily versucht hatte Quidditch zu lernen.
article
1388498871
Auge der Seelen- Teil 5
Auge der Seelen- Teil 5
Ich habe mich sehr über eure Rückmeldungen gefreut! bitte schreibt mir weiter! Also wo war ich? ach ja Alira hat sich mit dem jungen Regulus auf die Suche nach einem magischen Amulett gemacht. es soll in der Lage sein Voldemorts Schicksal zu besiegeln....
http://www.testedich.de/quiz32/quiz/1388498871/Auge-der-Seelen-Teil-5
http://www.testedich.de/quiz32/picture/pic_1388498871_1.jpg
2013-12-31
402D
Harry Potter

Kommentare (67)

autorenew

Tatze (21853)
vor 134 Tagen
Schreib weitet bittttte
Hündchen ( von: DaDa Star)
vor 167 Tagen
So was tolless habe ich nich nie gelesen!
♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡

LG Hündchen
JoyEggli ( von: JoyEggli)
vor 387 Tagen
Bitte schreib weiter! Nice!

Ps: Es wäre voooll lieb, wenn ihr mal hier
vorbei schauen würdet. Thx...

http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1473280183/Sirius-Black-und-ich
Fiona Granger (41543)
vor 404 Tagen
Bitte schreib schnell weiter! 🙏🏻
Forever Here (91543)
vor 501 Tagen
Biiiiiiittttttteeeee schreib weiter!
Ich finde diese Fan Fiktion sehr cool und auch berührend !!!
Annabeth de Villiers (77587)
vor 525 Tagen
Bitte schreib weiter ich finde es super ich habe noch nie so etwas schönes und bewegendes gelesen und habe echt heulen müssen obwohl ich eigentlich nicht so der Gefühls Typ bin.
sarana (31112)
vor 529 Tagen
Schreib weiter!!!! Biiiiittteeeeee....
LilyPotter (39077)
vor 583 Tagen
Es ist gerade soooooooo spannend!!!!
Bitte schreib weiter.
Glg LilyPotter
Laila Malfoy (78872)
vor 633 Tagen
Ich habe noch niieee so ne gute Geschichte gelesen 😍!
Kleiner Tipp: Werde Autorin!!!!!😍😍😍
Wann kommt die nächste 😍!
Jasi (75550)
vor 634 Tagen
Meiner Meinung nach solltest du mal über eine Kariere als Autor nachdenken!!
Du hast aufjedenfall das zeug dazu :-*
Jasi (69199)
vor 635 Tagen
Du hast echt einen coolen Schribstil der sehr angenehm ist
Die Geschichte ist auch Wunderschön
Schreib bitte weiter

Lg. Jasi
Cool (53068)
vor 673 Tagen
OMG, das ist sooooooooooooooooooooo... Schön. Du musst unbedingt weiterschreiben.
GLG.
Cool
Traumtänzerin (71681)
vor 704 Tagen
Vielen lieben Dank für eure Kommentare! Die Geschichte ist tatsächlich schon in Arbeit und sollte bis Ostern komplett fertig sein, dann gibt es alles auf einmal 😊
Liebe Grüße und bleibt wach
Eure Traumtänzerin
Meni (81808)
vor 716 Tagen
Wie cool du musst unbedingt weiterschreiben du hast es total drauf und das Zeug zur Autorin deine Geschichten sind einfach Hammer Traumtänzerin;):);-)

WOW
Cat x (11686)
vor 722 Tagen
Liebe Traumtänzerin! Ich finde dein Geachichten WUNDERVOLL und bitte dich, weiterzuschreiben.achbittr weiter!
PS: tut .ir Leid das ich mich so ausdrücke, aber wir haben seit einem halben Jahr Briefe verfassen in Deutsch:'(
Miss Phantasia (83090)
vor 755 Tagen
Genial !!!!!
Deine Ideen sind wirklich großartig und als sie den Schülern ihre Geschichte mit dem Tod von ihrem Geliebten erzählt hat hab ich total geheult !
Du musst umbedingt weiter solche Geschichten schreiben !
Dracoretta malfoy (00662)
vor 756 Tagen
du hast das Zeug zur Autorin toll wann geht die Geschichte endlich weiter
Die verrückte XD (39705)
vor 792 Tagen
Wow hab die ff zu ende gelesen und ich kann nur eins sagen DER WAHNSINN du hast so ultra talent und glaub mir ich spreche aus erfahrung bin ein rieeesssseeeeeennnnnnn fan!!! Freu mich riesig auf die nächsten teiek hoffe die kommen bald!!!
Bis irgendwann dann eure verrückte XD
CeCePc (68174)
vor 884 Tagen
Wow du schteibst echt gut ! Kommt noch ein näster Teil ? Ich finde die Ideen echt gut ;)
LG deine CeCePc
sirius fan (37282)
vor 937 Tagen
Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiil!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!