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Harry Potter FF~ gemeinsame Ferien

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1 Kapitel - 6.803 Wörter - Erstellt von: Liana.Wolfheart - Aktualisiert am: 2013-12-01 - Entwickelt am: - 13.410 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.5 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine Harry Potter Lovestory mit Draco Malfoy.
Meine erste FF, seid also bitte nicht zu streng ._.
Bitte bis zum Ende lesen. Viel Spaß ^-^

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    Harry Potter FF~ Gemeinsame Ferien

    Name: Selina Malvin
    Aussehen: Blonde, hüftlange Haare, hellblaue Augen,
    Charakter: romantisch, lustig

    Die Geschichte spielt in den Weihnachtsferien.

    ,, Wohin bringst du mich denn nun! Ich kann doch auch in Hogwarts bleiben!", sagte ich zu meiner Mutter, die mich jedoch am Arm packte und apparierte. Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, sah ich vor mir das Malfoy-Manor.,, Och nein, nicht der!" Meine Eltern fuhren die Ferien über weg, und ausgerechnet bei den Malfoys musste ich bleiben. Ich steckte meine Kopfhörer in die Ohren und machte ein Lied meiner Lieblingsband an. So lief ich mit meiner Mutter zur Tür und nickte Mr. Malfoy knapp zu, ehe ich in den Flur trat. Dort stockte ich, als ich die ganzen Koffer sah. Ich machte die Musik aus und sah nun dass Draco an der Wand lehnte und mich musterte.,, Haben dir deine Eltern etwa nicht gesagt, dass sie zusammen mit meinen Eltern wegfahren?" Oh nein, nicht ganze 3 Wochen alleine mit dem! Ich stöhnte kurz auf und ließ mir mein Zimmer zeigen, in dem schon meine Koffer standen. Dann verabschiedete ich meine Eltern und sah, wie sie zusammen mit den Malfoys apparierten. Ich setzte mich auf die Couch und nahm meinen Laptop. Meine Eltern hatten mir den ganzen Muggelkram gekauft und da ich Langeweile hatte, meldete ich mich bei einem Chat an und schrieb mit ein paar Muggelfreunden, die ich aus der Zeit vor Hogwarts noch kannte. Da ich dann nach einer Weile keine Lust zum schreiben mehr hatte, begannen wir einen Videochat. In der Chatgruppe waren meine früheren besten Freunde. Sie hießen Oliver, Colin, Marina und Charlotte.,, Hi! Du warst auch lange nicht on!", sagte Oliver und lächelte mich an. Dabei fielen seine schwarzen Haare leicht in sein Gesicht.,, Ja sorry. Ich hatte viel mit der Schule zu tun.", entschuldigte ich mich. Wir redeten über belanglose Sachen, als Marina und Charlotte plötzlich mit Pfeifen anfingen. Oliver und Colin blickten nur ungläubig auf einen Punkt hinter mir. Ich drehte mich um und sah dort Draco, nur in einer lockeren Grauen Jogginghose und ohne Oberteil herumlief.,, Wer ist denn das!", fragte mich Colin. Im Gegensatz zu Charlotte und Marina wirkte er überhaupt nicht erfreut. Diese kreischten nun:,, Kann der mit chatten? Komm ruf ihn doch mal her. Hey du da!",, Draco, meine Freunde würden dich mal sehen wollen.", sagte ich und als er seinen Namen hörte, kam er langsam zu mir und winkte dem Laptop zu.,, Hi." Charlotte, die inzwischen ganz hingerissen von ihm wirkte, sagte gleich:,, Hi. Wie heißt du? Hast du eine Freundin?",, Mein Name ist Draco Malfoy und nein, ich habe keine Freundin." Nachdem meine Freunde, Na ja eigentlich nur Charlotte und Marina, ihn weiter ausgequetscht hatten ließen sie ihn schließlich gehen.,, Ach, Selina, woher kennst du nur immer die heißen Typen?", fragte Marina, worauf Colin und Oliver nur mit den Augen rollten. Wir redeten noch eine Weile, bis ich mich verabschiedete und den Laptop ausschaltete. Dann machte ich etwas zu essen, da die Hauselfen mit meinen Eltern abgereist waren. Als ich das Rührei aß, setzte Draco zu mir und nahm sich eine Portion.,, Und,", fragte er mich:,, Wer war das vorhin?",, Ach bloß meine Mädels, und meine Süßen. Charlotte, Marina, Colin und Oliver.",, Warum bist du mit Muggeln befreundet?",, Sie sind wesentlich netter als manche Zauberer.", entgegnete ich und ging in mein Zimmer.

    Nächster Tag
    Als ich aufwachte, sah ich als erstes auf meine Uhr. Schon 10:38. Langsam ging ich Richtung Küche, wo Draco schon mit zerwuscheltem Haaren saß. So kannte ich ihn gar nicht. Sonst war er immer top gepflegt. Da ich einfach nicht widerstehen konnte, wuschelte ich durch seine Haare und lachte. Dies tat er nur mit einem Murren ab und ich nahm mir ein Brötchen, das ich dann langsam aß. Ich beschloss, heute einen Wellness Tag einzulegen und verschanzte mich in dem Bad, in welchem ich mir ein Bad einließ. Ich lies mich in das heiße Wasser sinken und schloss die Augen. Im Hintergrund ertönte meine Lieblingsmusik. Nachdem ich lange in dem Wasser lag, ging ich in mein Zimmer und machte mich fertig. Ich sah auf die Uhr, es war inzwischen 18:47.

    Draco's Sicht:
    Seit dem Frühstück hatte ich Selina nicht mehr gesehen, da sie sich im Bad verschanzt hatte. Sogar das Mittagessen hatte sie ausgelassen. Da mein Vater nicht da war und mich befehligte, nutzte ich es voll aus und trug die meiste Zeit meine lockere, graue Jogginghose ohne Oberteil. Ich dachte an die Muggelfreunde von Selina, mit denen sie gestern geredet hatten. Die Mädchen waren hübsch, aber nicht mein Typ. Der Blick von den Jungs war einfach zum Lachen gewesen. Ich saß gerade vor dem Fernseher, als jemand klingelte. Ich machte den Fernseher aus und ging in den Flur. Als ich die Tür öffnete, sah ich dort einen zugegeben gut gebauten Jungen, der ungefähr in meinem Alter war. Er hatte schwarzes kurzes Haar und kam mir irgendwie bekannt vor. Ich musterte ihn misstrauisch und er tat es ebenso ehe er sagte:,,Äh hallo, ich bin Oliver. Und du bist...?" Er reichte mir die Hand und ich schüttelte sie zaghaft.,, Draco. Was willst du hier?",, Draco, lass ihn. Hi Oliver.", hörte ich Selina hinter mir. Als ich mich umdrehte, staunte ich nicht schlecht. Sie trug ein enges, kurzes schwarzes Kleid und dazu eine silberne Kette und passende silberne High Heels. Sie schien meinen Blick bemerkt zu haben, denn sie lächelte schüchtern und ging dann an mir vorbei, wo sie sich bei diesem Oliver einhakte.,, Du gehst?", fragte ich sie, da sie mir nichts dazu gesagt hatte.,, Keine Sorge, ich lass dich doch nicht allzu lange allein hier.", erwiderte sie und grinste. Dann ging sie zusammen mit diesem Muggel. Als sie weg waren, war ich wütend. Ich musste mich den ganzen Abend hier zu Tode langweilen, während sie diesem Muggel schöne Augen machte! Als ich hoch in mein Zimmer ging, hörte ich es aus ihrem Zimmer klingeln und trat ein. Ihr Laptop war noch an und zeigte etwas an: eingehender Anruf, Marina.
    Ich überlegte kurz und tippte dann auf 'annehmen'. Sofort tauchte ein rothaariges Mädchen auf dem Computer auf, das mich an die Schwester von Weasley erinnerte.,, Huch, Draco was machst du denn da? Ist Selina nicht da?",, Nein, sie geht mit diesem Oliver feiern.", knurrte ich.,, Du magst sie oder?", fragte sie mich plötzlich.,, Was!",, Ich hab doch gestern gesehen, wie du sie ansiehst. Außerdem bist du eifersüchtig auf Oliver." Sie grinste nun.,, Warum soll ich eifersüchtig auf diesen Muggel sein!",, Muggel?" Ups, da hatte ich wohl aus Versehen zu viel gesagt.,, Ach egal..." Ich konnte ihr nicht von Zauberern erzählen. Deswegen machte ich den Computer aus und sah mich in Selinas Zimmer um. Obwohl sie erst kurz hier war hatte sie es schon mit reichlichen persönlichen Dingen geschmückt. An dem großen Spiegel hingen jetzt Bilder. Nicht solche die sich bewegten, sondern normale, von ihr und den Muggelfreunden, von ihren Eltern und sogar ein Bild von uns beiden als Kleinkinder. Ich nahm das Bild in die Hand. Auf dem Bild waren wir beide breit grinsend den Arm jeweils um die Schulter des anderen. Das waren noch Zeiten... Ich setzte mich auf ihr Bett und dachte an unsere Kindheit, in der es kein Problem war, mich jemandem zu öffnen...Aber, ich durfte nicht so denken, mein Vater hatte es mir immer wieder eingetrichtert. Gefühle waren Schwäche, und doch konnte ich nicht verhindern, dass ich leise schluchzte. Ich legte das Bild auf ihr Bett und ging dann in mein Zimmer. Dort warf ich mich mit dem Gesicht nach unten auf mein Bett und spürte, wie mein Kissen nass wurde. Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen, denn über die Jahre, hatte sich so viel in mir angestaut. Nach einer Weile hörte ich die Haustür knallen und noch immer konnte ich nicht aufhören. Dann hörte ich, wie jemand meine Zimmertür öffnete und ich drückte mein Gesicht tiefer in das Kissen. Ich spürte wie sich jemand neben mir auf das Bett setzte und hörte Selinas Stimme:,, Draco, was ist denn los?",, Lass mich in Ruhe!", rief ich zurück.,, Nein ich lasse dich nicht in Ruhe." Als Antwort schwieg ich nur und sie streichelte mir über den Rücken. Dadurch versiegten meine Tränen und mein Atem wurde regelmäßiger und schließlich schlief ich ein.
    Am nächsten Morgen weckte mich der Geruch von Rührei und Speck. Ich kämmte mir die Haare und zog ein weißes T-Shirt über, ehe ich hinunter in die Küche ging. Dort stand Selina und füllte gerade einen Teller, den sie mir anschließend hinschob. Ich aß ein paar Bissen und wollte etwas sagen, doch sie unterbrach mich und sagte, wenn ich aufgegessen hatte, würden wir in die Stadt fahren und uns dort mit ihren Freunden treffen.,, Warum soll ich mitkommen?", fragte ich sie als ich aufgegessen hatte. Darauf antwortete sie lächelnd:,, Weil du erstens Ferien hast und zweitens sollst du nicht schon wieder alleine hier rumgammeln." Etwas in mir, sagte mir sie wollte nicht, dass so etwas wie gestern Abend wieder passierte. Ich ging hoch und zog mir ein schwarzes T-Shirt und eine Jeans an, ehe ich wieder nach unten lief. Dann gingen wir in Richtung Markt. Dort liefen wir erst eine Weile hin und her, ehe wir auf dem vollgeschneiten Platz ein paar Leute herumstehen sahen. Es waren die Leute, mit denen sie gechattet hatte und noch ein weiterer Junge.,, Marina, Charlotte, Colin und Oliver kennst du ja schon. Und der neue ist Julian.", stellte Selina mir alle vor. Dann gingen wir alle durch die Stadt, bis wir uns schließlich in ein Restaurant setzten und alle sich etwas Warmes zu trinken bestellten.,, Und woher kennt ihr euch?", fragte Charlotte Selina und die antwortete:,, Nun, wir gehen zusammen in die Schule, außerdem kennen meine und Dracos Eltern sich von der Arbeit." Ich musste viele Fragen beantworten und schließlich verabschiedeten Selina und ich uns und gingen wieder zu meinem Haus. Dort genoss ich zuerst einmal die Stille, denn die ganze Zeit über war es laut gewesen.,, Und? So schrecklich war es doch nicht oder?", fragte Selina mich, während sie sich aus ihrem Mantel schälte.,, Na ja...", entgegnete ich und grinste sie an. Dann setzten wir uns vor den Fernseher und guckten irgendeinen Krimi. Plötzlich pickte eine graue Eule an das Fenster und Selina lies sie rein und las sich den Brief durch. Dann nahm sie sich einen Zettel und schrieb. Über ihre Schulter las ich die Worte:,, Nein ich kann nicht kommen, tut mir leid."
    Ich blickte sie fragend an und sie gab mir den Brief von der Eule.
    Selina,
    Kommst du mit in den Fuchsbau? Hermine und die anderen sind auch hier. Hab gehört deine Eltern sind weggefahren. Bist du alleine zu Hause? Schreib mir einfach zurück.
    Dein Harry
    Sie schrieb mit Potter! Was wollte sie denn von dem?,, Was antwortest du?", fragte ich, obwohl ich vorhin schon ein paar Zeilen gelesen hatte.,, Dass ich nicht kommen kann, und das ich nicht alleine bin." Sie war gerade dabei, das Fenster hinter der Eule zu schließen. Dann ging sie mit den Worten:,, Ich muss noch was üben." Nach oben in ihr Zimmer. Da der Film nun eh zu Ende war, machte ich den Fernseher aus und ging ebenfalls hoch. In meinem Zimmer angekommen, wollte ich gerade etwas lesen, als ich von Selinas Zimmer Musik hörte. Ich setzte mich auf mein Bett und hielt mein Ohr an die Wand. Die Musik bestand nur aus einer Gitarre und dann hörte ich eine hohe, wunderschöne Stimme singen:,, And when my heart was broken, You make that I forgot. But the world is not the place where you live." In dem Gesang steckte so viel Gefühl. Ich wollte weiter zuhören, doch der Gesang wurde plötzlich durch ein Schluchzen unterbrochen. Dann knallte etwas gegen die Wand. Erschrocken zuckte ich etwas zurück, da die dünne Wand bereits bebte. Dann hörte ich sie von der anderen Seite sagen:,, Rette mich, rette mich... Wo bist du bloß?" Was redete sie da? Und von WEM redete sie da? Ich beschloss, sie zu trösten, wie sie mich gestern Abend. Langsam schlich ich in den Flur und öffnete ihre Tür. Dort saß sie an der Wand und hatte ihr Gesicht in den Händen vergraben.,, Hey....", sagte ich leise und machte ein paar Schritte auf sie zu. Sie hob den Kopf und schaute mich unendlich traurig an. Ich hatte keine Ahnung wie man jemanden tröstet und so stand ich unschlüssig neben ihr, bis sie plötzlich aufstand und sich an mich drückte. Ich schloss meine Arme um sie und setzte mich mit ihr auf ihr Bett. Dort durchweichten Selinas Tränen den Stoff meines T-Shirts an meiner Schulter und ich streichelte ihr sanft über den Rücken. Als ihre Tränen langsam weniger wurden, schob sie sich von mir weg und flüsterte:,, Danke...",, Jetzt sind wir Quitt.", antwortete ich ihr um sie zum Lachen zu bringen. Doch sie seufzte nur und lehnte sich an mich.,, Kannst du die Nacht hier bleiben? Ich möchte nicht alleine sein." Sie blickte zu mir hoch und ich antwortete:,, Klar, ruf mich einfach wenn du dich fertig gemacht hast." Dann ging ich wieder rüber in mein Zimmer, bis sie mich rief. Dort setzte ich mich wieder auf ihr Bett und sie neben mich.,, Wer soll dich retten?" Sie blickte mich überrascht an und sagte dann:,, Hast du mich belauscht? Hast du etwa gehört wie ich gesungen habe!" Sofort wehrte ich ab:,, Ich hab dich von drüben gehört, Moment, DU hast vorhin gesungen?" Sie blickte auf den Boden und spielte mit ihren Haaren.,, Jetzt muss ich dir wohl alles erzählen... Also, ich hatte mal einen Bruder, er hieß Lucio. Er hat mich im Gegensatz zu meinen Eltern immer verstanden und bei ihm konnte ich mich ausweinen, wenn jemand mir wehgetan hat. Er hat mich beschützt. Wegen ihm spielt Musik auch eine so große Rolle in meinem Leben, denn er hat Musik geliebt. Das ist auch seine Gitarre, mit der ich vorhin gespielt habe. Er hat es mit beigebracht, seit ich 5 Jahre alt war. Vor 3 Jahren ist er plötzlich verschwunden... Er war mein Halt im Leben." Ich schaute zu Boden.,, Tut mir Leid. Wegen deinem Bruder." Sie legte sich auf ihr Bett und zog mich mit, so das ich neben ihr lag. Nach einer Weile wurde ihr Atem regelmäßiger und sie krallte sich immer mehr in mein T-Shirt.,, Bleib...hier...bei mir", murmelte sie im Schlaf und drückte ihren Kopf an meine Brust. Ich legte meinen Kopf auf ihren. Sie träumte bestimmt von ihrem Bruder.,, Draco....", hörte ich sie wieder murmeln. Träumte sie doch von...mir? Ich schloss die Augen und schlief nach einiger Zeit mit ihrem süßen Geruch in der Nase ein.

    Ihre Sicht:
    Als ich langsam die Augen öffnete, löste ich zuerst meine Finger aus Draco's T-Shirt, da diese ziemlich verkrampf waren. Warte, warum hatte ich meine Finger in seinem T-Shirt vergraben? Ich wurde rot, als ich mich an meinen Traum erinnerte. Ich hatte von Draco geträumt, immer wieder war er darin aufgetaucht. Ich setzte mich hoch und sah ihn an. Draco wirkte so friedlich wenn er schlief, als würden alle Sorgen ihn verlassen. Ich hob meine Hand und strich ihm eine der hellblonden Strähnen aus dem Gesicht. Ich hielt meine Hand an seiner Wange und betrachtete ihn. Plötzlich hob er seine Hand ebenfalls und legte sie auf meine. Dann verschränkte er seine Finger mit meinen. Ich legte mich wieder neben ihn und bettete meinen Kopf wieder an seiner Schulter. Dabei war ich wohl nicht so sanft wie ich dachte, denn er öffnete langsam die Augen und blickte mich an.,, Morgen", sagte ich zu ihm und lächelte. Er erwiderte verschlafen:,, Morgen." Dann blickte er auf unsere verschränkten Hände und lies sie ruckartig los.,, Tschuldigung.", murmelte er und stand auf, öffnete die Tür meines Zimmers und trat in den Flur. Was war das gerade? Wofür hatte er sich entschuldigt? Mit den Fragen im Kopf stand ich auf und kämmte mir die Haare. Anschließend ging ich in die Küche, wo Draco bereits ein Brötchen aß. Ich blickte ihn an, in der Hoffnung, dass er mir von alleine die Entschuldigung erklären wollte, doch anscheinend war der Marmortisch für ihn auf einmal ziemlich spannend. Ich goss mir nur ein Glas Orangensaft ein und studierte die Titelseite des Tagespropheten. Mal wieder schrieben sie über Potter, deshalb überflog ich die Seite nur und stockte, als ich das Datum sah. 20.12. in vier Tagen war Weihnachten! Ich musste auf alle Fälle noch etwas kaufen. Da kam mir eine Idee, wie wäre es, wenn ich für Draco etwas zu Weihnachten kaufen würde? Doch was hatte ein Malfoy noch nicht... Ein mir sehr wohl bekanntes Geräusch riss mich aus meinen Gedanken. Draußen verstummte ein Motor und es klopfte an der Tür. Da Draco immer noch aß, ging ich zur Tür und öffnete diese.,, Hey Lina.", begrüßte mich Oliver und trat in den Flur.,, Ich muss mit dir reden.",, Schieß los.", antwortete ich einfach, da ich es nicht mochte, wenn man mich lange auf die Folter spannte.,, Nun, es ist so.... Ich habe mich in dich verliebt!", platzte er schließlich heraus und schaute mich erwartungsvoll an. Ich schluckte, und hinter mir hörte ich jemanden scharf die Luft einatmen. Draco trat hinter mich und ich spürte, wie er sich immer mehr anspannte.,, Ich denke du solltest gehen, Oliver.", sagte ich dann schließlich nachdem ich lange geschwiegen hatte. Dieser nickte nur und warf in der Tür noch einen letzten Blick auf mich. Ich stand immer noch wie erstarrt im Flur, bis Draco schließlich sagte:,, Liebst du ihn denn nicht?" Ich antwortete nur monoton:,, Nein." Und drehte mich dann um, damit ich Draco in die Augen blicken konnte.,, Nein, ich liebe ihn nicht. Er ist...war mein bester Freund." Dann fragte ich ihn:,, Was war das heute Morgen?",, Was meinst du?" Aha, er stellte sich also dumm. Ich fragte ihn einfach ein andermal.,, Ach egal..." Dann ging ich hoch in das Bad, und stellte mich unter die Dusche, wo ich das heiße Wasser auf meinen Nacken prasseln ließ. Ich verteilte gerade mein Honig-Kokos-Öl auf meinen Beinen, als die Tür aufschwang. Ich verdeckte schnell das nötigste und kreischte dann:,, RAUS! HIER!" Draco drehte sich zu mir, wurde rot und verschwand dann schnell aus den Bad. Oh mein Gott! Hatte der etwa das Wasser nicht rauschen hören! Schnell spülte ich mich ab, stieg aus der Dusche und trocknete meine Haare ab. Dann zog ich mir meinen Türkisen Seidenbademantel an und ging wieder runter, um mir etwas zu trinken zu holen, als auf einmal jemand von hinten meine Haare zur Seite schob und seinen Kopf auf meine Schulter legte.,, Du riechst so wunderbar...", flüsterte er mir ins Ohr.,, Draco?" Es war unerwartet, dass er so mit mir umging. Er hatte das offenbar auch gemerkt, denn er schüttelte den Kopf und entfernte sich von mir.,, Entschuldigung, ich...egal.", sagte er noch und ging dann wieder die Treppe hoch. So langsam gab er mir immer mehr Rätsel auf. Warum entschuldigte er sich immer wenn er mir nahe kam? Gedankenverloren machte ich mir etwas Reis mit Tomatensoße und aß anschließend die Hälfte davon. Als ich dann wieder hoch ging, öffnete ich kurz die Tür von Draco's Zimmer um ihm zu sagen, dass das Mittagessen unten steht und das ich dann mal kurz weg muss.,, Wo gehst du denn hin?", fragte er mich, doch ich antwortete nur:,, Tja..." Und ging grinsend in mein Zimmer. Dort zog ich mir eine Jeans und einen grünen, engen Pulli an und hängte mir meine passende grüne Tasche um.,, Bin dann mal weg.", rief ich Draco noch zu und machte mich dann Richtung Markt, um ein Weihnachtsgeschenk für ihn zu besorgen.

    Seine Sicht:
    Was war bloß mit mir los! Sonst konnte ich meine Gefühle einfach ausschalten. Doch vorhin, als sie in dem knappen Bademantel und nach Kokos duftend in der Küche saß, konnte ich mich, wenn auch nur eine kurze Zeit, nicht beherrschen.,, Bin dann mal weg." hörte ich Selina sagen, und dann knallte auch schon die Haustür. Wohin ging sie bloß? Traf sie sich wieder mit Oliver? Oder jemand anderem? Und warum war mir das nicht egal? Von den ganzen Fragen bekam ich noch Kopfschmerzen. Ich warf mich auf mein Bett und dachte nach. Schließlich kam alles auf dasselbe heraus: ich liebte sie. Es war inzwischen dunkel geworden und mir fielen die Augen langsam zu. Mein letzter Gedanke bevor ich einschlief war schließlich Selina.

    Ihre Sicht:
    Ich hatte, obwohl ich lange gesucht hatte, kein Geschenk für ihn gefunden. Und hatte dann nach fast vier Stunden schließlich aufgegeben. Ich hängte gerade meinen Mantel auf und ging Richtung Zimmer.,, Draco, bist du noch wach?", sagte ich und öffnete seine Zimmertür einen Spalt. Da lag er wieder, friedlich und ich muss zugeben, ziemlich süß war er. Ich ging noch einmal in mein Zimmer um mich umzuziehen, doch da ich keine Lust hatte, alleine zu schlafen, ging ich wieder in sein Zimmer und legte mich neben ihn. Ich würde gerne mal seine Bauchmuskeln anfassen... Sollte ich? Langsam schob ich sein T-Shirt etwas hoch. Dann fühlte ich über seine harten Muskeln, die sich unter der seidigen Haut abzeichneten. Als ich ihm wieder ins Gesicht blickte, zeichnete sich ein sanftes Lächeln auf seinem Gesicht. Ich legte mein Gesicht daneben und schloss die Augen. Genoss die Nähe und nach einiger Zeit übermannte mich die Müdigkeit.
    Schweißgebadet und schnell atmend wachte ich mitten in der Nacht auf. Der Traum war so realistisch gewesen, ich hatte meinen Bruder gefunden, tot auf der Straße liegend. Die Tränen strömten mir über das Gesicht und mein Herz klopfte dreifach so schnell wie normal.,, Sch... Ganz ruhig.", hörte ich Draco sagen und er streichelte mir über die Haare. Ich schaute ihm in die Augen die mich mitfühlend, nicht kalt wie sonst anblickten. Dann lehnte ich mich an ihn und wischte die Tränen mit meinen Händen weg. Er nahm mich in den Arm und legte sich mit mir wieder auf das Bett und drückte mich an ihn. Ich vergrub mein Gesicht an seiner Brust.,, Schlaf wieder ein, alles ist gut.", hörte ich ihn sagen, ehe mich der Schlaf erneut übermannte.
    Wenige Stunden später wachte ich auf, da sich neben mir etwas bewegte. Ich öffnete die Augen und sah, wie Draco aufstand und mit ein paar Anziehsachen in Richtung Bad ging. Ich blieb liegen und kuschelte mich in die schwarz-grüne Decke. Sie roch so wunderbar nach Draco... Ich atmete seinen Geruch ein und spürte, wie sich ein starker Arm um mich legte und mir jemand zuflüsterte:,, Los, Aufwachen." Ich blieb jedoch liegen und zerrte ihn mit zu mir auf das Bett. Dort sahen wir uns tief in die Augen. Er kam mir immer näher doch, kurz bevor unsere Lippen sich trafen, schwang die Zimmertür auf und eine mir bekannte Stimme sagte:,, Ach Draaacooo! Ich bin hiiieer!" Wir fuhren schnell auseinander und während ich mit meinen Finger spielte, funkelte Draco Pansy, die gerade hereingekommen war, böse an.,, Was machst du denn hier!", sagte er zu ihr.,, Meine Eltern wollten mit deinem Vater über etwas reden. Und ich bin mitgekommen!" Sie strahlte über beide Ohren und bemerkte mich gar nicht. Dann zerrte sie Draco runter ins Wohnzimmer. Um unten nichts zu verpassen, zog ich mir schnell eine Bluse und Rock an und ging anschließend die Treppe herunter, wo Draco weiter von Pansy betatscht wurde. Ich schubste sie unsanft zur Seite und stellte mich neben ihn.,, Oh, Selina. Wir wussten überhaupt nicht, dass du auch hier bei den Malfoys bist.", fragte mich Mr Parkinson und ich antwortete mit einem Seitenblick auf Pansy:,, Meine Eltern sind zusammen mit ihnen im Urlaub, deshalb verbringe ich die Ferien hier bei Draco.",, Also sind deine Eltern nicht da.", sagte nun Mrs Parkinson,,, wir wollten nämlich fragen, ob Pansy heute Nachmittag hier bleiben könnte. Wir haben ein Geschäftstreffen und würden sie ca. Um 20:00 Uhr wieder abholen." Draco und ich schauten uns an, und ich konnte schwören, das wir beide dasselbe dachten:, Nein! Warum kann sie nicht alleine Zuhause bleiben!' Dann räusperte Draco sich und sagte langsam:,, Nun ja... Wir hatten für heute Abend eigentlich etwas geplant...",, Und was, wenn ich fragen darf? Wissen ihre Eltern denn davon?", reagierte Mr Parkinson scharf, als Draco ihm klarzumachen versuchte, dass wir sie nicht hier haben wollten. Aber, wir konnten uns nicht herausreden und schließlich winkten wir Pansys Eltern zu, als sie apparierten. Sofort fiel Pansy Draco wieder um den Hals und sagte:,, Hach Draco, ich hab dich so vermisst. Endlich sind wir wieder zusammen." Ich beobachtete die beiden nur mit einer hochgezogenen Augenbraue und ging die Treppe hoch.,, Warte, du kannst mich doch nicht mit dieser Irren hier allein lassen.", flüsterte mir Draco zu und ich grinste ihn an:,, Wenn's zu schlimm wird dann schrei. Ich chatte oben mit Charlotte." Als ich mich wieder von ihm weg drehte, packte er mich am Handgelenk.,, Komm schon." Ergeben seufzte ich und folgte ihm wieder ins Wohnzimmer, wo Pansy mich böse anfunkelte, doch ich blieb immer dicht bei Draco. Er beruhigte mich auf seine Weise und das brauchte ich, sonst hätte ich Pansy garantiert eine gepfeffert.,, Also... Was machen wir jetzt?", fragte ich dann schließlich.,,Ähm... keine Ahnung. Obwohl, in der Nähe ist ein Club. Könnten etwas tanzen gehen oder so." Diese Idee gefiel mir sofort.,, Suppi Draci-poo, aber ich hab nichts zum anziehen.", sagte Pansy und zog eine Schnute. Da ich nicht wollte, dass sie die ganze Zeit meckerte, bot ich an, ihr eins meiner Kleider zu leihen.

    Draco's Sicht:
    Nachdem ich mir ein schwarzes Hemd angezogen hatte, wartete ich im Flur auf die anderen beiden. Als erstes kam Pansy, in einem dunkel lilanen Kleid, das ihr bis kurz über die Knie ging. Es war zwar schön geschnitten, stand ihr jedoch überhaupt nicht. Ich blickte sie abschätzig an und schaute zur Treppe, wo nun Selina auftauchte. Sie trug ein trägerloses, enges dunkelgrünes Kleid. Es ging ihr nur knapp über den Po und dazu hatte sie einen Pferdeschwanz gebunden, eine zarte silberne Kette und ein Armband in Form einer Schlange umgelegt.,, Wow...du siehst toll aus.", sagte ich und erntete damit einen bösen Blick von Pansy. Selina lächelte mir nur zu und ich half erst ihr und dann Pansy in den Mantel. Da wir noch nicht volljährig waren und somit außerhalb von Hogwarts nicht zaubern durften, liefen wir zu dem Club. Dort holten wir uns etwas zu trinken, als jemand mir bekanntes auf mich zu kam.,, Hey Malfoy, Selina! Ihr hier?", rief Blaise Zabini uns zu klopfte mir auf die Schulter. Nachdem Selina ihn auch begrüßt hatte, setzte er sich zu uns an den Tisch. Wir unterhielten uns und lachten fast ununterbrochen, bis ein großer, braun gebrannter Junge auf uns zukam und Selina zum tanzen bittete. Verblüfft schaute ich zu, wie sie nickte und mit ihm auf der Tanzfläche verschwand. Ich stürzte meinen Drink hinunter und folgte ihr unauffällig.

    Selina's Sicht:
    Wild tanzte ich mit Markus, so hieß der Typ, der mich zum Tanz aufgefordert hatte, und immer wieder begegnete ich bewundernden Blicken der anderen. Plötzlich zog Markus mich zu sich und tanzte nun eng an mich geschmiegt im Rhythmus der schnellen Beats. Sein Geruch nebelte mich ein und ich schloss die Augen. Plötzlich riss ich meine Augen weit auf. Soeben hatte er angefangen, seine Hand unter mein Kleid zu schieben.,, Hör auf damit!", schrei ich ihn an, doch die Musik übertönte mich. Verzweifelt versuchte ich mich von ihm zu lösen, doch er war zu stark und zerquetschte mir fast den Arm, an dem er mich gepackt hielt. Ich strampelte immer wilder um mich, doch es nützte nichts, außer das ich immer müder wurde.,, Sie will nicht das du weitermachst!" Hörte ich jemanden hinter mir sagen.,, Draco!" Er ging nun auf Markus zu und drohte ihm mit der Faust:,, Hör zu, wenn du sie noch einmal anfässt, wird selbst deine Mutter nicht erkennen was von dir übrig bleibt!" Da Markus von Draco abgelenkt war, schaffte ich es, mich loszureißen und hinter Draco zu stellen.,, Und was willst du mir antun, du Würstchen?" Markus lachte hämisch nachdem er das gesagt hatte und schlug Draco in das Gesicht.,, Draco!", rief ich und stützte ihn, während er sich die Nase hielt. Seine Hand war blutüberströmt. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Markus sich ein anderes Mädel schnappte. Meine Aufmerksamkeit ging jedoch direkt wieder zu dem Jungen, den ich stützte, denn er versuchte gerade Markus hinterherzulaufen.,, Nein Draco, du bleibst jetzt hier.", sagte ich zu ihm doch er nahm meinen Arm von seiner Schulter und sagte:,, Ein Malfoy verliert nie!" Er klang fest entschlossen, doch ich entgegnete unbeugsam:,, Mensch Draco, vergiss doch einfach mal diesen ganzen Malfoy-Quatsch! Du bist verletzt und kommst jetzt mit nach Hause!",, Aber er hat dich betatscht!",, Draco! 1. ich kann auf mich selbst aufpassen und 2. wie schon gesagt: du bist verletzt." Dann zog ich ihn mit mir mit, sagte kurz Blaise bescheid, er solle Pansy später nachschicken sollte und führte ihn dann so schnell wie möglich nach Hause, wo ich ihn auf sein Bett legte und das Blut von seinem Gesicht wischte. Als seine Nase dann nicht mehr blutete und ich die Lappen ausgewaschen hatte, setzte ich mich neben ihn auf sein Bett und sagte dann mit einem Lächeln auf dem Gesicht:,, Übrigens, das du mich vorhin so verteidigt hast war total süß von dir.",, Ein Malfoy ist aber nicht süß.", murrte er nur.,, Ich habe dir vorhin schon gesagt du sollst diesen Malfoy-Quatsch einmal vergessen.", erwiderte ich und nahm ihn in den Arm.,, Nur einen Abend lang.", flüsterte ich noch.,, Ich soll also heute Abend mal kein Malfoy sein?", sagte er dann und sah mir in die Augen. Ich nickte, und bevor ich begreifen konnte was er vorhat, beugte er sich zu mir und küsste mich zärtlich. Ich zuckte kurz zurück, doch als ich merkte das er von mir ablassen wollte, krallte ich meine Finger in sein Haar und zog ihn wieder an mich, wo ich ihn leidenschaftlich küsste. Er stieß mit seiner Zunge leicht gegen meine Lippen und ich gab ihr sofort Einlass. Man konnte der Küssen! Nicht so wie manch andere Jungs, die einfach nur stur die Lippen aufeinander drückten. Was mich auch freute, war das als er mich am Anfang geküsst hatte, dieser Kuss überhaupt nicht zu einem Malfoy passte, er war so zart und ein wenig zurückhaltend. Draco war meiner Bitte also nachgegangen und war heute Abend mal kein Malfoy, sondern Draco, mein Draco. Als wir uns wieder voneinander lösten, strahlten seine Augen. So glücklich hatte ich ihn noch nie erlebt. Ich lehnte mich an ihn und schloss die Augen. Sein Geruch umhüllte mich und ich fühlte mich nirgendwo wohler als in seiner Nähe.

    Draco's Sicht:
    Ich konnte es nicht glauben, sie hatte meinen Kuss erwidert. Und das nicht zu wenig. Sie lehnte gerade an meiner Schulter und ich legte meine Arme um sie. Selina öffnete wieder ihre Augen, als wir von unten hörten:,, Dracooooo, ich bin wieder da!" Ich küsste Selina noch einmal kurz und ging dann die Treppe hinunter zu Pansy. Auf dem Weg sah ich auf die Uhr, die zu meinem Bedauern anzeigte, dass Pansy erst in einer knappen Stunde abgeholt werden sollte.,, Draci, geht es wieder mit deiner Nase? Du warst ja soo mutig. Du hättest ihn bestimmt fertig gemacht, hätte diese Zicke dich nicht weggeschleppt.", schnurrte sie und hängte sich an meinen Arm.,, Meiner Nase geht es gut, dank Selina.", antwortete ich in einem scharfen Ton, worauf sie einen Schmollmund zog und sage:,, Hör doch mal auf ständig von ihr zu reden, man könnte noch denken du magst sie mehr als mich." Ich mag sie mehr als dich! Und zwar deutlich! Plötzlich zog sie sich an mich und drückte unsanft unsere Münder aufeinander. Ich versuchte mich zu wehren, doch es war zu spät. Hinter mir schrie Selina:,, Du knutschst wohl mit jedem! Und ich dachte du magst mich vielleicht, wie dumm konnte ich nur sein..." Den letzten Satz hatte sie geflüstert und war anschließend weinend zur Haustür heraus gerannt.,, Selina warte!" Ich schubste Pansy von mir weg und strafte sie mit einem bösen Blick.

    Selina's Sicht:
    Wie konnte er mir so was nur antun? Weinend rannte ich aus dem Haus und apparierte. Mir war es egal, ob wir außerhalb von Hogwarts nun zaubern durften oder nicht. Immernoch schluchzend setzte ich mich auf einen Stein, der am Ufer eines Sees stand. Die Tränen brannten auf meiner Haut, da es eiskalt war und als ich sie wegwischte, erkannte ich den Ort wieder. Früher war ich mit meiner Mutter oft hier gewesen. Ich blickte nach rechts und lief durch den Wald, bis zu einem heruntergekommenen kleinen Backsteinhaus, das fast vollständig mit Efeu bewachsen war. Ich öffnete die Tür, die laut knarzte und setzte mich auf das Sofa, dessen rote Farbe über und über mit Staub bedeckt war. Wieder rannen die Tränen über mein Gesicht. Wie konnte ich auch nur einen Moment glauben, ein Malfoy war dazu im Stande lieben zu können. Fast musste ich schon über meine Dummheit lachen. Aber eben nur fast. Eines war klar, ich wollte ihn nicht mehr sehen, solange wie möglich.

    Mehrere Tage lebte ich nun schon in dem kleinen Backsteinhaus, in dessen Mauern einige Löcher waren, so dass der Wind kalt hindurch pfiff. Wenn ich mich nicht täuschte, musste heute Weihnachten sein. Schon komisch, dachte ich mir, dass ich gerade genau den Menschen neben mir haben will, der mich am meisten von allen verletzt hat. Und wieder fragte ich mich, warum Draco hast du das getan...? Genau in dem Moment klopfte es plötzlich an der Tür. Konnte es, tatsächlich Draco sein? Fragte ich mich hoffnungsvoll und ging zur Tür, die ich zaghaft öffnete. Sofort klappte mir der Mund auf. Vor mir stand ein großer Mann mit dunkelbraunen Haaren, der mich anlächelte. Seine Augen, die exakt dieselbe Farbe hatten wie meine, strahlten förmlich als er sagte:,, Frohe Weihnachten, kleines." Sofort warf ich mich ihm an den Hals und schluchzte:,, Wo warst du nur so lange? Ich hab dich so vermisst, Lucio!",, Ich dich doch auch, kleine. Tut mir leid, dass ich weg war.", er legte die Arme um mich und drückte mich fest an sich. Als wir uns wieder voneinander trennten gingen wir hinein und setzten uns auf das Sofa.,, Nun musst du mir aber mal erzählen was du die letzten Jahre so gemacht hast.", sagte ich und hörte begierig zu als er erzählte:,, Also, an dem Abend an dem ich verschwand, wollte ich gerade einen kleinen Spaziergang machen, als mich plötzlich jemand packte und mir einen petrifikus-totalus auf den Hals hetzte. Sie sperrten mich in einen Keller und folterten mich jeden Tag, weil sie dachten, ich hätte du-weißt-schon-wen verraten. Nach ein paar Jahren konnte ich mich schließlich befreien und wanderte alleine durch die Gegend. Falls du dich fragst, warum ich damals nicht schon wieder gekommen bin, die Entführer hatten mich so lange gequält, dass ich mich an kaum etwas erinnern konnte. Ich wanderte also ziellos umher, als plötzlich ein Werwolf auftauchte. Er zog mich mit sich zum Orden des Phönix, wo er sich mehrfach entschuldigte und ich dem Orden beitrat. Vor so ca. einem halben Jahr hat dann einer der anderen Ordensmitglieder einen Trank gefunden, der mir mein Gedächtnis wiedergab. Da hab ich sofort angefangen euch zu suchen, doch zu Hause wart ihr nicht. Dann kam mir die Idee von dem kleinen Haus hier, wo wir früher immer mit Mom waren. Und zack, bin ich hier! Aber eine Frage hab ich noch an dich: wo sind Mom und Dad und warum bist du hier an Weihnachten so alleine?",, Mom und Dad sind mit den Malfoys, einer anderen Zauberfamilie, in den Urlaub. Und ich bin hier alleine weil Dra..." Weiter kam ich nicht, weil es wieder an der Tür klopfte. Ich stand auf und ging in Richtung Tür, hinge mir hörte ich die Schritte von Lucio. Langsam öffnete ich die Tür und ich schwöre ich wäre umgekippt, hätte Lucio mich von hinten nicht gestützt. Vor mir stand im Schneesturm Draco, mit einem riesigen Strauß aus roten Rosen.,, Frohe Weihnachten, Selina.", sagte er.,, Draco!", ich warf ihm den Rosenstrauß aus den Händen und schloss ihn in die Arme. Als ich ihn nun endlich wieder sah, war alles davor wie vergessen. Dann räusperte Lucio sich hinter mir und ich löste mich von Draco und sammelte die verstreuten Rosen wieder auf. Als wir alle drinnen waren, legte ich die Rosen auf den Glastisch und sagte danach schnell, da Lucio und Draco sich misstrauisch beäugten und Lucio mich immer weiter hinter sich schob:,,Ähm, Lucio das ist Draco, und Draco, das ist Lucio mein Bruder." Sofort entspannten sich Dracos Gesichtszüge und er nahm meine Hand in seine während er sagte:,, Hör zu, dass mit Pansy ist nichts. Sie hat mich einfach zu sich gezogen. Ich schwöre dir, ich bin dir sofort hinterher gerannt, doch dann bist du appariert. Ich liebe dich doch Selina und würde dich niemals betrügen." Mir waren die Tränen in die Augen gestiegen und ich flüsterte:,, Ich liebe dich doch auch Draco." Dann zog er mich an sich und küsste mich, noch schöner als beim ersten mal.
    ___________________
    So das wars! Vielleicht gibt es ja bald einen 2. Teil.
    Hier noch mal die Danksagung:
    Ein riesengroßes Danke an meine Lilli, die in letzter Zeit so viel durchmachen musste und außerdem an Sally, die mir so geduldig beim Vorlesen zugehört hat. ^-^

Kommentare (34)

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MiaPotter (13140)
vor 30 Tagen
Oh der Text ist echt guuuttttt ❤️😍
Mach bitte einen zweiten ❤️
Rose Malfoy (74643)
vor 88 Tagen
Ich fand den Test echt gut👌🏻 Du musst weiter schreiben😍! Aber ich habe da eine Frage:Ich finde es komisch dass die Familie Malfoy einen Fernseher hat. Die hassen Muggelstämmige und ihre Ideen. Oder dass Draco nicht gefragt hat was ein Videochat ist oder ein Computer. Aber jeder macht einmal einen kleinen Fehler😉
Ich würde mich freuen (😁) wenn du weiter schreiben würdest!
Lg Rose Malfoy
Lilly Kawaii Riddle ( von: Lilly Kawaii Riddle)
vor 205 Tagen
Und ich heiß Lilly 😂❤❤❤
Lilly Kawaii Riddle ( von: Lilly Kawaii Riddle)
vor 260 Tagen
SCHREIB UNBEDINGT WEITER!!!
Juli (47901)
vor 297 Tagen
Und du musst JETZT SOFORT weiterschreiben!!!
Juli (47901)
vor 297 Tagen
Die Geschichte war einfach SOO TOLL und ich FLEHE DICH AN, schreib WEITER, aber eine Frage: WIE zur Hölle konnte Draco wissen, dass Selina in dem Haus war?!
Mrs. Hogwarts (48594)
vor 317 Tagen
Super cool👍!!!Bitte schreib weiter😙❤
Himmelsfeder (90077)
vor 615 Tagen
Bei der Stelle wo Draco weint, hätte ich gesagt:"Nö,
Ich geh nicht. Und jetzt hält deinen Mund und lass
Dich von mir trösten."
mojo (19105)
vor 712 Tagen
Kannst du mir bitte einen Link vom Zweiten Teil schicken?
MiaMaria (66793)
vor 773 Tagen
Cool ! Mach bitteeee einen 2ten Teil! Du schreibst nämlich hammermässig gut!
Big Mamma (46618)
vor 976 Tagen
BITTE BITTE Mach nen 2 teil
draco loverin223 (68324)
vor 1003 Tagen
Die Idee ist mega gut Laura sm
Ich wurde nur sagen er verlässt sie aus Angst weil er ein todesser ist
Und er die beiden nicht gefährden will
Und das er pansy nicht verscheucht sondern ihr seine Meinung sagt
Und sie ihn von da an ignoriert er sagt das ihr richtig krass sie bricht zsm
Ich finde das mit Drama auch super wer gut wenn du das so schreiben könntest
Laura sm (68324)
vor 1003 Tagen
Erstmal super Geschichte und schreib bitte weiter!
Meine Ideen zum 2.teil
-In Hogwarts wird sie Schwanger draco verlässt sie weil er Angst
Er könne jzt noch kein guter Vater sein
-sie weint sich bei ihrem Bruder aus
-sie wird ständig von pansy gemoppt
-draco verscheucht pansy beachtet selina aber immer noch nicht
-sie wird wie draco ein todesser-
Jzt will draco selina beschützen
-dann hat sie einen Unfall und verliert das Kind zB wegen pansy oder so
- draco entschuldigt sich bei ihr sie nimmt an
-sie über stehen die Schlacht
- und ziehen zsm in ein Haus wo er ihr ein Antrag macht
-drei Jahre später bekommen sie einen Sohn namens scorpios
-scorpius kommt wie seine Eltern nach slytherin und das wars
Ich Funde das wäre ein schöner zweiter teil er besteht zwar aus viel drama
Aber ist wird ja alles gut😜
draco loverin233 (68324)
vor 1003 Tagen
ja 345 draco hat recht diese Geschichte ist wunderschön bitte schreib eine Fortsetzung oder einen weiteren Teil mit draco danke❤
345draco (68324)
vor 1003 Tagen
Schreib bitte weiter❤
dracolover (83797)
vor 1017 Tagen
Die story war mega schön...
emma malfoy (24761)
vor 1029 Tagen
super Geschichte! ich stimme labello und sona 14 zu! echt tolle Geschichte, großes lob!
labello (39898)
vor 1066 Tagen
Total süße Geschichte! Man hat sich richtig so gefühlt als würde man diese Geschichte tatsächlich mitkriegen.
Good job
Snaka (76444)
vor 1101 Tagen
Wie wärs wenn du das Ende etwas umformst und Lucio dann erkennt, dass Draco ihn immer aus dem Keller geholt hatte um ihn zu foltern?
Sona14 (51284)
vor 1112 Tagen
Super Story!
Ich finde es super, das sie am Ende(Achtung:Spoiler) ihren Bruder wieder hat!
Tolle Idee!