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Der Überfall

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4 Kapitel - 1.481 Wörter - Erstellt von: Temeraire - Aktualisiert am: 2013-10-15 - Entwickelt am: - 1.375 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Liana lebt in einem kleinen Dorf am Rande vom Elfen Wald Aurum, doch eines Tages geschieht etwas Schreckliches...

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    Der Überfall


    "die Sklavenhändler kommen, die Sklavenhändler kommen!" Die Dorfbewohner geraten in helle Panik. Jeder versucht, sich und seine Familie zu retten. Eltern suchen ihre Kinder und Kinder ihre Eltern. In Sekundenschnelle ist der Dorfplatz leer. Liana kauert sich verängstigt unter einen Marktstand, dunkle Wolken bedecken den Himmel. Als nichts geschieht und Liana schon aufatmen will, vibriert der Boden unter dem Gleichschritt vieler Söldner. Sie strömen auf den Marktplatz. Die Söldner sehen schrecklich aus: Ihre Rüstungen sind von Dellen und Löchern übersät, an manchen Stellen kleben sogar noch Blutflecken. Teilweise sind ganze Rüstungsteile verrostet, die Gesichter der Söldner haben überall Narben und Entstellungen. Manchen fehlen ganze Körperteile. Plötzlich kommt einer dieser Schreckensmaschinen auf Liana zu. Das ist zu viel für sie, sie schreit, wie sie noch nie in ihrem Leben geschrien hatte, doch es hilft ihr nicht. Im Gegenteil, der Söldner lacht nur und wirft sie sich wie einen Kartoffelsack über den Rücken. "Das wars", denkt Liana traurig und fängt leise zu weinen an. „Jetzt werde ich an irgendeinen reichen Kaufmann verkauft! Das ist jetzt schon die zweite Katastrophe in meinem Leben, nein, wenn ich es genau nehme schon die dritte. Die erste Katastrophe war, dass ihre Eltern sie im Elfenwald Aurum ausgesetzt hatten. Sie hatten ihr nur eine Kette, in der ein Stein mit den Farben lebendigen Feuers eingesetzt war, mitgegeben und eine Schriftrolle mit dem Lied Laetitia. Dort hatte sie die Kräuterfrau Elisa gefunden und sie wie eine Tochter geliebt und aufgezogen. Doch eines Tages, es war vor drei Jahren als Liana dreizehn Jahre alt war, und sie Elisa wie jeden Morgen das Frühstück bringen wollte, fand Liana sie schon steif und erkaltet auf ihrem Strohsack liegen." Als sie an diese Katastrophe durch geschüttelt vor drei Jahren denkt, bricht eine Welle der Traurigkeit über Liana zusammen. Plötzlich macht der Söldner, auf dessen Rücken sie liegt, halt. Sie sind am Hafen angekommen. Liana sieht ein riesiges Schiff vor Anker liegen. Die Ladeluke öffnet sich - sie kommt Liana wie ein Tor zur Hölle vor. Auf dem Rumpf liest sie den Namen Sturmwolke.

    Der Sklavenhändler

    Am Hafen sind auch die anderen Söldner zusammen gekommen. Die meisten haben ein oder sogar zwei Dorfbewohner auf dem Rücken. Der Rest der Söldner hat das Dorf, dessen Name übrigens Kinar war, geplündert. Jeder der Söldner lädt seinen Dorfbewohner ab. Dann treiben die Söldner die ehemaligen Dorfbewohner des Dorfes Kinar, so dass sie eingezwängt im Kreis stehen müssen wie Vieh. Auf einmal teilt sich die Söldner Menge und ein Mann mit majestätischer Ausstrahlung betritt den Platz. Alle richten ihre Augen auf ihn, als er mit befehlsgewohnter Stimme zu sprechen beginnt: "Sklaven, ihr seid nun mein Besitz. Ich kann mit euch tun, was ich will, also versucht nicht zu fliehen! Meine Soldaten werden euch schrecklich bestrafen. Auch jede andere Art von respektlosem Verhalten wird bestraft." In der Menge entstand ängstliches Gemurmel, das aber sogleich von den Söldnern nieder geschlagen wurde." gut da das nun geklärt ist werde ich euch gütiger weise unsere Reiseroute erklären manche von euch werden schon in den Städten Manak und Tera verkauft. Die übrigen, die schönsten Jungen und Mädchen, werden in der Hauptstadt Canberra und sogar im Palast des Sultans versteigert. Das ist eine große Ehre. eigentlich solltet ihr mir danken, ihr undankbares Pack! Naja, unterwegs wird euch Benehmen beigebracht, ich rate euch dem Unterricht gefügig zu folgen, sonst werdet ihr die Peitsche fühlen! Habt ihr mich verstanden?" Unterwürfig kam zustimmendes Gemurmel aus der Menge. Auch Liana ist eingeschüchtert von dem Mann der ihr soeben ihre Zukunft verkündet hat.

    Im Dunkeln

    Auf dem Schiff ist es schrecklich. Ständig schaukelt es, und nie gelangt ein Sonnenstrahl durch die von Dreck verkrusteten Bullaugen. Es stinkt bestialisch, da keiner der Sklaven die Kraft hat sich zu waschen. Liana und die andern sind zwar nicht körperlich gefesselt, doch die angedrohten Strafen wirken besser als jede andere materielle Fessel. Nach ein paar Tagen, vielleicht waren es auch Wochen, kommt einer der Söldner zu ihnen. Alle dachten, er bringe wie immer das wenige Brot und Wasser, was ihnen am Tage vergönnt ist. Deshalb Strecken alle bittend und flehend ihren von Dreck und Kot verkrusteten Händen entgegen. Doch er verzog nur vor ekel das Gesicht und begann zu sprechen: "Ruhe, Sklaven, oder wollt ihr die Peitsche fühlen!" Sofort wurde es still. "Unser Ausguck hat drei Piratenschiffe gesichtet. Ihr werdet euch deshalb nun so still verhalten, dass wir oben an Deck nichts hören werden! Habt ihr mich verstanden?" Er wartete die Antwort gar nicht erst ab "Gut! du "Er zeigte auf Nadja. Sie hatte Liana ab und zu im Haushalt geholfen. Sie sind Freundinnen, oder jedenfalls waren sie das, bevor dieser schreckliche, in schwarz gekleidete Mann sie auf dieses schreckliche Schiff geschleppt hatte. "Und du" Liana erschrak, denn der Finger zeigte auf sie" ihr kommt mit mir, wenn wir angegriffen werden, und Wasser nehmen, werdet ihr schöpfen!" zuerst hat Liana Angst, doch dann siegt die Freude, endlich wieder ans Tageslicht zu kommen. Daher murmelte sie einer völlig verängstigten Nadja zu, als sie sich auf den Weg an Deck machen,:" kein Sorge wir werden das schon schaffen" Nadja schaut sie dankbar an und antwortet:" ich hab nicht so viel Angst vorm schöpfen, sondern eher davor was die Piraten mit uns machen werden, wenn sie gewinnen." Liana schaudert, denn beide wissen was die Piraten ihnen in Falle eines Sieges antun würden. Liana ist sehr schön, denn sie hat hohe Wangenknochen und Kristallklare blaue Augen, die leicht schräg stehen. Und ihr dabei ein geheimnisvolles und edles aussehen geben. Ihr Haar ist wie flüssiges Gold, es fällt ihr in leichten Wellen über den Rücken. Ihre Finger sind feingliedrig. Im Dorf hatten schon viele Männer versucht sich ihr anzüglich zu nähren, doch sie hat jeden abgewehrt und immer wenn sie sich einsam in ihrer kleinen Hütte am Waldrand fühlte sang sie das Lied Laetitia. Dieses Lied singt sie nun auch Nadja vor:"

    Der morgen kam, es scheuchten seine Tritte
    Den leisen Schlaf der mich gelind umfing
    Das ich erwacht aus meiner stillen Hütte
    Den Berg hinauf mit frischer Seele ging
    Ich freute mich bei jedem Schritte
    Der neuen Blume die voller Tropfen hing
    Der junge Tag erhob sich mit Entzücken
    Und alles war erquickt, mich zu erquicken

    Als Liana geendet hat, umarmt Nadja ihre Freundin: "Oh danke Liana! es ist Wunderschön" " Elisia meinte es sei ein altes Lied der Elfen, auch wenn ich das nicht so recht glauben kann." meint Liana entschuldigend. Plötzlich fällt gleißendes Sonnenlicht auf die beiden Gesichter. Sie sind an Deck angekommen die Schlacht beginnt.

    Die Schlacht

    Schwerter klirren und Männer schreien. Liana schaudert, als direkt neben ihr ein Pirat mit gespaltenem Schädel ins knöchelhohe Wasser fällt. Es ist erschreckend, mitten in einer Schlacht zu stehen und Wasser zu schöpfen ohne eine Waffe zur Verteidigung. Der einzige Trost ist, dass Nadja bei ihr ist. Zum Glück wurden sie bisher nicht angegriffen. "Was geht schon für eine Gefahr von zwei in Lumpen gekleidete wehrlosen Mädchen aus?"denkt Liana mit Galgenhumor," ja, in Lumpen gekleidet sind sie. Die Soldaten des Sklavenhändlers haben ihnen alle mit liebe genähten Kleider und Gewänder weg- genommen. Stattdessen haben sie ihnen zerrissene und stinkende Lumpen vor die Füße geworfen. Wahrscheinlich dient das alles dazu, ihnen Gehorsam beibringen, der von Sklaven erwartet wurde." Das alles ging Liana durch den Kopf, während sie das inzwischen blutverfärbte Wasser schöpft.

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    Das war meine Geschichte (wenigstens der erste Teil ich hoffe sie hat euch gefallen.( damit ihr euch nicht wundert es kommen noch 2 Kapitel wo nichts steht)

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    D

    4
    Dort

Kommentare (2)

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Temeraire (21371)
vor 1210 Tagen
Danke schön
Vielleicht schreib ich noch mehr mal sehen ;D
Lila (22464)
vor 1237 Tagen
XD die war echt cool die Geschichte hoffe du schreibst noch mehr freu mich drauf