Wasserbändiger

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12 Kapitel - 14.585 Wörter - Erstellt von: Kathara Tularn - Aktualisiert am: 2013-10-15 - Entwickelt am: - 1.329 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Einleitung

Besondere Ereignisse bringen der Wassernymphe Alexandra alles durcheinander. Als sie bei der Jagd mit ihrem Bruder Qujan auf einen Mentor trifft hat sie Klarheit:
Sie ist die neue, legendäre Wasserwächterin.
Sofort brechen sie, Qujan und die beste Jägerin Fenjha zu einem Abenteuer auf, denn Alexandra muss zum Schloss der Elemente. Doch über dieser Reise brauen sich dunkle Wolken zusammen...

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1. Kapitel
Mein Leben

Ich heiße Alexandra.
Ich bin eine Wassernymphe in einem verlassenen und verwilderten Wald. An einen großen, tiefblau schimmernden See lebte mein Stamm in vielen kleinen Hütten mit Strohdach. Ich lebte mit meiner Mum, meinem Bruder und meinem Haustier in einer Hütte am Rand des kleinen Dorfes. Meine Mum sagte immer, es sei ein unangemessenes Haustier. Eigentlich waren es zwei, ein Pegasus mit blauen Augen und silbernem Horn, und ein kleiner Drache. Seine schuppige Haut war rötlich mit einem zarten Muster von orange. Seine grünen Augen leuchteten in der Dunkelheit wie Sterne... Oder Scheinwerfer. Doch eines Morgens, ich war schon 13 Jahre alt, verschwand das Pegasus spurlos. Ich habe mir nächtelang meine Augen ausgeheult bis mein Bruder mir Tiran, seinen Drachen schenkte. Ich vermisste das Pegasus noch schmerzlich, ich hatte ihm den Namen Heridon gegeben, was so viel bedeutet wie Prachthengst und Herrscher. Heridon war wirklich prachtvoll gewesen. Sein weißes Fell hatte makellos in der Sonne geleuchtet. Abends hatte ich ihn immer auf der Weide beobachtet, mich versinken lassen in die Anmut von ihm, wie er sich so grazil und doch voller Kraft bewegte. Wie er seine lange, silberne Mähne in den Nacken warf und der Wind seinen Schweif kräuselte. Seine federnden Schwingen waren riesig und er konnte genauso gut fliegen wie stolzieren. Aber er war nicht arrogant, er war edel, tapfer, treu... Immer wenn ich ihm vor einem Ausflug in die unergründlichen blauen Augen sah spiegelte sich darin Gutmütigkeit und Ruhe. Tiran war ganz anders. Er war wild, spontan und immer für Streiche zu haben. Seine grünen Augen blitzten immer aufgeregt und schelmisch. Aber es war irgendwie gar nicht mal so unangenehm, mal etwas anderes zu fliegen.
Meine Mum erzog uns allein. Mich und meinen nervtötenden großen Bruder. Alle Seenymphen haben bläuliche Haut. (Meeresnymphen haben grünliche) Mein Bruder hat dunkelblaue Haut, aus der die wachen, hellgrünen Augen aufblitzten. Seine Haare waren kurz, aber noch lang genug, um sie hinter dem Kopf zu einem kleinen Pferdeschwanz zu binden. Wenn er es nicht tat vielen ihm fiese, meerblaue Strähnchen ins Gesicht. Meine Mum hatte eher blau-grünliche Haut und braune Augen, die sanfte Wärme ausstrahlten. Ihre sehr hellblauen Haare fielen ihr in hübschen Locken bis auf die Schultern. Sie waren immer offen. Tja, und jetzt geht es an mich. Ich habe himmelblaue Haut, die perfekt mit meinen meeresblauen Haaren harmoniert. Sie gehen mir bis unter die Schulterblätter. Einen Pferdeschwanz habe ich aber selten. Und meine Augen... Sie sind mittelblau mit wunderschönen apfelgrünen Tupfen drin. So sehe ich wohl aus (behauptet jedenfalls Mum)
Warum Dad nicht mehr ist, erkläre ich euch jetzt. Es ist eine tragische Geschichte. Eines Tages wollten die Männer aus unserem Dorf auf Jagd gehen. Ich war noch nicht geboren und mein Bruder war erst ein paar Monate alt. Mum musste also zuhause auf das Baby aufpassen, während Dad zur Volkssammlung aufbrach. Er war noch jung und naiv, so erzählte es mir meine Mum. Er schloss mit seinen engsten Freunden Lio und Samy eine Wette ab. Er würde die Gruppe anführen und es schaffen, dass sie einen Lotan erlegten. Ein Lotan ist die gefährlichste Drachenart, die hier überhaupt lebt. Dick gepanzert von Kopf bis Fuß, mit Stacheln bestückt und mit riesigen Fangzähnen im Maul. Abgesehen vom Gewicht und Größe, ist der mit Giftstacheln besetzte Schwanz das Gefährlichste an einem Lotan. Obwohl er Flügel besaß konnte das Monster nicht fliegen. Wozu auch? Und so ging die Gruppe in den verwilderten Wald hinein. Nach vielen Stunden und Tagen entdeckten sie einen Lotan auf einer steinigen Lichtung. Erst schossen sie Pfeile, die nur abprallten und das Monstrum auf sie aufmerksam machte. Dann griffen sie an. Mein Dad ganz vorne als Anführer. Ein paar Augenblicke hielten alle stand, doch dann zermalmte der Lotan ein paar Männer. Mein Dad rächte sie indem er versuchte, die Schulter des Lotans aufzuschlitzen. Die Schultern lagen hoch beim Rücken und waren schlecht gepanzert. Mein Dad schaffte es hinauf und bescherte dem Lotan eine klaffende Wunde. Der Drache brüllte und erschlug in seiner Zerstörungswut auch noch ein paar Männer. Dad sprang gerade vom Rücken des Untiers, als ihn ein Giftstachel in der Brust traf. Das Gift wirkte sofort. Lio und Samy versuchten ihn zu retten, kamen dabei aber auch um. Nur drei Männer kamen schwer verwundet zurück ins Dorf.
Wie gesagt sind wir Wasserwesen. Dieser Wald gehört nur Wasserwesen. Aber es gibt noch andere:
Grausame Feuervölker aus den Wüsten,
Intelligente Luftwesen in den Bergen und freundliche Erdvölker aus der Schlucht im Dschungel. Wir hatten eigentlich nichts miteinander zu tun. Nur manchmal verirrte sich ein anderes Wesen zu uns in den Wald oder ein Wassermensch in ein anderes Reich. Aber es gab Legenden von einem Schloss, dass genau dort lag, wo alle Reiche aneinander grenzten. In der Mitte der Welt die ich kannte. Dort sollen die Auserwählten Wächter des Elements trainiert werden. Aus jedem Stamm (Feuer, Wasser, Luft, Erde) wurde einer vom Schicksal erwählt und in das Schloss gebracht um trainiert zu werden, sein Element zu bewachen und sein Volk zu beschützen. Aber es war nur eine leise gemunkelte Legende und ich dachte sehr wenig daran.

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