Eine blutige Angelegenheit

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1 Kapitel - 1.075 Wörter - Erstellt von: Kioko - Aktualisiert am: 2013-10-01 - Entwickelt am: - 995 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.6 von 5.0 - 10 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der Auftakt zu einer spannenden Kriminalfolge!

1
Mit entschlossenem Schritte bahnte ein Mädchen sich durch die Menge, direkt auf mich zu. Immer noch verwirrt hielt ich ein blutverschmiertes Messer in der Hand, vor mir, auf den Pflastersteinen lag ein toter Mann. Ihm wurde anscheinend ein Messer in den Bauch gestoßen und wieder herausgezogen.
Das Mädchen blieb vor mir stehen, musterte mich von Kopf bis Fuß und sagte dann schließlich: „Sie ist nicht der Mörder!“. Die anderen Leute, die alle um mich, dem Toten und dem Mädchen standen, widersprachen ihr alle. Selbst ich glaubte daran, dass ich wohl diesen Mann umgebracht haben müsste...Wieso kann ich mich nicht mehr erinnern?
„Ihr glaubt mir nicht?“, riss das Mädchen mich aus meinen Gedanken, „Na, dann passt mal auf!“, sagte sie in einem angeberisch, besserwisserischem Tonfall. Sie machte eine kurze Pause und redete dann weiter: „Erstens, wenn dieses Mädchen hier“, sie zeigte mit einem Finger auf mich, „diesen Mann ermordet hätte, während doch riesige Blutspritzer auf ihrer Kleidung und an ihren Händen. Wie ihr seht, ist nur die Klinge des Messers mit Blut verschmiert und dieses Blut ist schon seit Stunden trocken. Der Mann ist aber erst seit 5 Minuten tot, oder?“. Die Menschenmenge stimmte ihr staunend zu, selbst ich war total sprachlos. Alles was sie da erzählte, klang so überzeugend, dass man es einfach glauben musste! „Zweitens,“, sagte sie, „Schaut euch die Wunde des Opfers an und vergleicht sie mit der Breite des Messers...“. Sie nahm das Messer schnell aus meiner Hand und führte es dann in die Wunde des Opfers. Sie bewegte das Messer in der Wunde hin und her, ohne dabei mehr Fleisch oder Anderes zu verletzen. „Das ist der entscheidende Beweis!“, sagte sie. Die Menschenansammlung war so hin und weg, dass alle sogar mit Klatschen anfingen, Das Mädchen verbeugte sich demonstrativ vor den anderen; Da fiel mir zum ersten Mal auf, wie übertrieben lang ihre Haare doch waren. Sie reichten ihr bis kurz unter den Po, meine waren nicht mal halb so lang.
Jetzt waren auch Polizeisirenen zu hören, jemand von den Leuten muss sie wohl benachrichtigt haben.
„Hey!“, sagte das Mädchen und drehte sich zu mir um, „lass uns abhauen!“.
„Wieso das denn?“, fragte ich erstaunt nach.
„Wegen der Polizei, die wird mir nicht glauben.“
„Wieso das denn?“, fragte ich verwundert, denn nach dem, was gerade passiert war, war ich davon überzeugt, dass wirklich jeder Mensch auf der Erde, bei allem, was sie sagt, ihr sofort glauben würde.
„Für die ist das Offensichtliche die Wahrheit. Und nach ihnen müsstest du hinter Gittern kommen, weil sie dich für den Mörder halten werden.“.
Ich schaute ihr tief in die Augen und sah, dass es keine Lüge sein musste; Ihre Augen waren tiefblau und sehr, sehr ehrlich.
Ohne zu zögern rannte sie los und ich ihr hinterher. Von diesem Augenblick an wusste ich, dass mein Leben sich ändern würde.
„Dein Name?“, fragte ich das Mädchen hechelnd, während wir immer noch rannten. Ich hatte keine Ahnung wohin wir genau rannten, ich vertraute ihr einfach. „Wie heißt du?“, fragte ich erneut.
„Mia.“ antwortete sie scharf, „Mia MacCrowfield.“. Im Gegensatz zu mir schien sie noch gar nicht außer Atem zu sein.
„Und ich bin Janine Blackington, wohin rennen wir?“
Nach hundert Metern blieben wir stehen. „Hier her!“, sagte sie noch immer nicht außer Atem.
Wir befanden uns vor einem Haus in der Regent Street Haus Nummer 175A .
„Meine Wohnung.“, sagte sie, „Ich lade dich zu einem echten englischen Tee ein, hättest du Lust?“. Sie schaute mich fragend an.
„Kein Problem.“ sagte ich einfach, und wir gingen gemeinsam in das Haus hinein, in den 2.Stock.
Ich setzte mich gegenüber einem Fenster auf einen Stuhl, während Mia in der Küche einen Tee aufbrühte. Das Zimmer, indem ich saß, war vermutlich das Wohnzimmer. An der einen Wand stand ein Kamin, davor ein Sessel und ein kleiner Tisch, auf dem Notenblätter lagen. Im Zimmer fand sich noch ein Notenständer, aber weit und breit kein Instrument, ich war mir also nicht sicher, ob Mia überhaupt Instrument spielt, oder eine zweite Person ihr lebte. Das würde bedeuten, dass diese Person das Instrument mitgenommen haben muss.
Mia kam aus der Küche und gab mir meinen Tee, danach setzte sie sich in den Sessel, vor den Kamin. Ich hätte gedacht, dass es ein elektrischer Kamin gewesen wäre, aber als Mia das Holz darin mit einem Streichholz anzündete, erwies sich das Gegenteil. Erst jetzt merkte ich, wie kalt es im Winter draußen war.
Ich trank aus der Tasse.
„Wie schmeckt er?“, fragte Mia mich.
Für einen kurzen Moment stutze ich. Er hatte so einen außergewöhnlichen guten Geschmack. „Sehr lecker.“, antwortete ich.
„Sag Mal, hättest du Lust mit mir in einer WG zu wohnen?“, fragte Mia.
Sie überraschte mich. „WG? Wir kennen uns gerade mal 'ne viertel Stunde!“, sagte ich.
„Bitte! Ich suche dringend jemanden. Allein zu leben ist viel zu langweilig...“
Sie schaute mir in die Augen. Dieser Blick... Dem konnte man überhaupt nicht widersprechen!
„Ich wäre schon dafür, aber warum ich?“, ich setzte die Tasse mit dem Tee auf dem Tisch ab, „Warum gerade ich?“
Einen Moment schien sie zu überlegen und sagte dann: „Weil du mir einfach anders als die anderen erscheinst und bis jetzt hat jeder, den ich fragte, 'Nein' gesagt.“
Als Antwort hätte ich etwas total anderes erwartet, schon deshalb stimmte ich zu. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mein Leben bei ihr in der Nähe nicht mehr so geradlinig und langweilig verlaufen würde, wie bisher.
Abends rief ich meine Familie an, damit sie auch ja wissen, dass ich umziehen werden würde. Jetzt brauchte ich nur noch meine wichtigsten Sachen aus meiner alten Wohnung in diese bringen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Ami ( 30.26 )
Abgeschickt vor 192 Tagen
Interessante Geschichte,gefällt mir,
Muss nur weiter geschrieben werden:)
Bitte schreib weiter