Die Bahnfahrt ohne Ende

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1 Kapitel - 1.136 Wörter - Erstellt von: Dragia - Aktualisiert am: 2013-09-15 - Entwickelt am: - 8.128 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

Zwei Schülerinnen sind in der Bahn, doch es geschieht etwas unerwartetes, sie werden beobachtet...

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    Die Bahnfahrt ohne Ende "Ich bin berühmt", sagte er in die Gruppe von Schülerinnen hinein, die an der Tür in der Straßenbahn stand. Und
    Die Bahnfahrt ohne Ende



    "Ich bin berühmt", sagte er in die Gruppe von Schülerinnen hinein, die an der Tür in der Straßenbahn stand. Und keines von den Mädchen wusste, wen der Junge meinte, welches von ihnen er angesprochen hatte. An den Fenstern schlierten die Häuserreihen vorbei, schwüles, lichtnasses Gemäuer klatschte ans Glas. Der Junge aber war ihnen gleich beim Einsteigen aufgefallen. Sie hatten gelacht, herumgealbert, den Jungen mit keinem Wort erwähnt, aber allen war klar, daß er neben ihnen stand. Sie redeten laut, sie redeten über Lehrer Schippan, der beim Sprechen wieder gesprudelt und gespuckt hatte, so daß Andy in der ersten Reihe den Regenschirm aufgespannt hatte, aber eigentlich redeten sie über den Jungen, schielten in seine Richtung.
    Eine kurzatmige Frauenstimme schnitt aus den Lautsprechern in ihr Gespräch, verteilte sich in gleichmäßigen Abständen in der Bahn. Fahrgäste zogen sich von ihren Sitzplätzen, schaukelten auf die Tür zu. Für einen Moment, eine Woge von Gesichtern tänzelte hinter ihnen, verloren die Schülerinnen den Jungen aus dem Blick. Gefleckte Hemden; ein feuchter Geruch über den Schultern schwappte auf sie zu. Irgendwo dahinter war der Junge. Dann sprühten Bremsgeräusche unter ihnen, und eines der Mädchen verzog seinen Mund, bis die Bahn endlich hielt. Kleider wischten an ihnen vorbei, und das Mädchen, das seinen Mund verzogen hatte, klemmte die Daumen zwischen seinen Fingern ein. Die anderen schauten nach draußen auf die verkerbten Bänke der Haltestelle und nickten. Sie waren sich nicht sicher, was sie erwarteten, aber etwas würde passieren. Dann schloß sich die Tür wieder, und wie aus einem Leib lachten die Mädchen los. Der Junge war nicht ausgestiegen, hielt sich an der Metallstange neben der gegenüber liegenden Tür fest und sah zu ihnen herüber.
    "Meint ihr, es gibt gleich Regen?" sagte eine der Schülerinnen zu den anderen und lehnte ihre Wange ans Türglas, um nach oben sehen zu können.
    "Ich bin berühmt", wiederholte der Junge mit gebrochener, aber deutlicher Stimme. Die umstehenden Fahrgäste, die seinen Satz gehört hatten, schauten weg. Auch die Mädchen schwiegen erneut, blickten den Jungen von der Seite an, sahen zu Boden. Als die Bahn ruckartig anfuhr, spürten sie deutlich, daß sich etwas verändert hatte. Aber keine von ihnen hätte sagen können, was es war. Vereinzelt drifteten hellgraue Wolken über die Dächer; das Kitzeln im Hals, in den Kiefermuskeln, das sie zum Lachen gebracht hatte, war nicht mehr zu spüren. Durch die schmalen aufgeklappten Fensterluken streifte der Wind über ihre Gesichter. Die Luft tat gut und doch kam es ihnen vor, als seien diese Windstöße etwas zu kalt für diese Jahreszeit. Eine der Schülerinnen öffnete ihre Mappe und kramte darin herum, ohne etwas Bestimmtes zu suchen. Dann schloß sie sie wieder und sah an den Freundinnen vorbei auf einen Punkt weit hinten im Wagen. Auch die anderen Mädchen richteten ihre Augen auf Gegenstände zwischen den Sitzreihen, glitten über Taschen, zogen sich an Plastiktüten hoch. Das Kitzeln kam nicht wieder. Die Lippen einiger Fahrgäste öffneten sich, aber die Schülerinnen hörten nichts. Nur das Klingeln der Bahn drang einmal zu ihnen durch, gefolgt von einem erneuten Rucken.
    "Da schläft wieder jemand auf den Schienen", sagte eines der Mädchen hastig, aber keine der Freundinnen lachte oder antwortete ihr. Draußen schwammen noch immer dieselben Wolken.
    "Da!" sagte die, die ihren Mund verzogen hatte und schüttelte den Kopf. Aber niemand wusste, ob sie die Regenwolken meinte oder den Jungen, der sich nun nicht mehr festhielt, sondern breitbeinig in der Bahn direkt vor ihnen stand. Er sah noch immer in ihre Mitte. Wen schaut er an, dachten sie und spürten, dass der Luftzug, der schwächer wurde, ihnen eine Gänsehaut um die nackten Arme legte. Zwei von ihnen drehten dem Jungen demonstrativ den Rücken zu, stellten sich an die Tür.
    Es herrschte massive Ruhe, doch der Junge behielt seinen Blick auf den Schülerinnen und sagte wiederum:,, Ich bin berühmt".
    Das Mädchen zerrte an einer Metalstange um etwas an einem Platz aufzuheben, eine Zeitung.
    Fassungslos sahen sich beide an und Verstanden das Problem des Jungen, wollte er aber etwas von ihnen oder nicht.
    ,, Wenn du ein Problem mit uns hast, steig aus...", des Mädchens Worte klangen bedrohend. Die Wolken verzogen sich, und es fing an zu regnen. Dunkle blaue Tränen vielen vom Himmel:,, Hey, der Himmel.....
    er weint...", der eisige Wind wurde nun noch einmals stärker.
    Die Glasfenster schienen zu zersplittern, viele kleine Tropfen stürzte auf die durchsichtige Scheibe. Die Mädchen wurden unruhig....., es war noch ein langer Weg bis nach Hause und der Junge war immernoch nicht ausgestiegen. Er sah mit hängendem Kopf nach unten und rührte sich nicht, man sah sein Gesicht nicht, seine Hand streckte er nach oben um sich festzuhalten. Eine schwarze Jacke bedeckte seinen Körper und eine Person nach der anderen stieg aus. Die Schülerin, welche im inneren ängstlicher wurde, kramte wieder in ihrer Tasche rum, ein bestimmtes Ziel hatte sie nicht, aber es wurde leer in der Tasche.,, Es wird dunkel und der Regen wird schlimmer", sagte das eine Mädchen, aber eine Antwort bekam sie nicht. Entsetzt sah die andere auf den Jungen, sie sah ihn kaum nicht mehr aber schwache umrisse waren zu sehen, sie bewegten sich.....
    ,, Ich bin berühmt", sagte er.
    ,, Aber noch bin ich Arm"
    Die Lichter der Bahn wurden dunkler, der eisige Wind Strich ihnen wiederholend entgegen. Keine einzige Menschenseele saß in der Bahn, sie waren nun allein.....
    Mit einem Donnern gingen die Lichter aus.
    Plötzlich griff die Schülerin ihre Freundin am Arm und drückte sie fest zu sich.,, Schnell....", begann sie ihr ins Ohr zu flüstern.
    ,, Drück den Knopf bevor es zu spät ist..."
    ,, Er ist es..., hab ich recht?", lächelte sie.
    ,, Der Mörder aus der Zeitung", sie drückte den Knopf.

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1378309236
Die Bahnfahrt ohne Ende
Die Bahnfahrt ohne Ende
Zwei Schülerinnen sind in der Bahn, doch es geschieht etwas unerwartetes, sie werden beobachtet...
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2013-09-04
40J0
Horror, Krimi

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