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Auge der Seelen- Teil 1

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3 Kapitel - 11.321 Wörter - Erstellt von: Traumtänzerin - Aktualisiert am: 2013-08-15 - Entwickelt am: - 9.849 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.86 von 5.0 - 7 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hogwarts zur Zeit der Rumtreiber. Der erste Kampf gegen Voldemort und die Geschichte einer jungen Frau, die als Untote für das Leben ihrer Freunde eintritt. Sie nimmt Rache an einem Mann, der einst als Tom Riddle in ihr Leben trat und an dessen Macht sie sich selbst die Schuld gibt.
Lasst euch mitnehmen auf eine Reise durch die Zeit und nach Ägypten zu alten Zaubern und magischen Welten, die längst vergessen schienen.

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Ein Gefallen „Alira, Post für dich“, rief eine vertraute dunkle Stimme. Ich hinkte zur Tür und versuchte auf dem Weg dorthin die schwarze Katze
Ein Gefallen

„Alira, Post für dich“, rief eine vertraute dunkle Stimme.
Ich hinkte zur Tür und versuchte auf dem Weg dorthin die schwarze Katze von meinem Bein zu schütteln. Zu meinem Glück schaffte ich dies, bevor ich die Zimmertür schloss. Somit war ich für das kleine, pelzige Monster außer Reichweite.
In dem Raum in den ich getreten war, saß ein alter Mann mit weißen Haaren, der ein einem altmodischen Schaukelstuhl saß und in einer magischen Zeitung blätterte. Die Bilder bewegten sich und ab und zu sah man, wie sich die abgelichteten Personen angeregt unterhielten.
„Sie liegt auf dem Tisch dort drüben, die graue Eule, die sie gebracht hat, ist schon wieder weg“, raunte der Greis.
„Danke, Daniel“, erwiderte ich und griff nach dem gefalteten Stück Pergament.
Es war ein Brief aus Hogwarts, der britischen Schule für Hexerei und Zauberei. Verwirrt fragte ich mich, was das sollte. Ich hatte diese Institution bereits vor rund fünfhundert Jahren zum letzten Mal besucht. Einst lange vor dieser Zeit war ich in Durmstrang zur Schule gegangen, erst einige Jahre später hatte mich ein Vampir Namens Marius zu Seinesgleichen gemacht. Damals war ihm nicht bewusst gewesen, dass er es mit einer Hexe zu tun gehabt hatte, weshalb er mich kurz darauf verstieß. Ich gehöre nicht in die Welt der Vampire hatte er gesagt. Es war mein Geheimnis und da ich ein sterbliches Alter von 24 erreicht hatte bekam ich auch keine Post aus der Schule. Zwar hatte ich Hogwarts einmal zum Spaß einige Jahre besucht, doch dafür hatte ich mich stets selbst einschreiben müssen. Albus Dumbledore, der jetzige Schulleiter war einer der wenigen, der es zu wissen schien.
Ich hatte ihn in Godrics Hollow kennen gelernt zusammen mit seiner Familie und einem Schwarzmagier, der sich Grindelwald genannt hatte. Aberforth, Albus' Bruder, hatte mich mitgebracht und mich bei den Dumbledores versteckt. Ich war damals in einen Hinterhalt geraten und man hatte mich drei Jahre geflockt in einem Wald zurückgelassen. Zu schwach um mich selbst zu befreien und zu magisch um zu sterben lag ich dort und hoffte auf Hilfe. Vollkommen ausgehungert hatte mich Aberforth gefunden und befreit. Er hatte sofort gewusst, was er da vor sich hatte und doch hatte er keine Angst und hat mich niemals verraten. Albus hingegen war in dieser Zeit jung und hitzig. Mit seinem Freund Grindelwald war er auf der endlosen Suche nach Macht. Nach dem Tod ihrer Schwester Ariana verließ ich die Brüder, da ich dachte, dass sie nun besser alleine wären. Jedoch behielt ich Albus lange im Auge. Ich war nicht sicher, ob er seine Lektion gelernt hatte. Doch als ich hörte, er wäre Professor in Hogwarts ließ ich es gut sein und vertraute auf das Schicksal. Nun musste Aberforth sein Schweigen über mein Wesen gebrochen haben, welchen Grund sollte es sonst haben, dass Dumbledore mich sprechen wollte.
Immer noch grübelnd faltete ich das Blatt Papier auseinander. Es handelte sich definitiv um etwas Persönliches. Dumbeldore hatte mit seinem Vornamen und herzlichste Grüße an eine alte, teure Freundin unterschreiben.
Und wie befürchtet, in diesem Brief ging es um mich und um mein Geheimnis:



Liebe Alira,
wie du vielleicht erahnt hast, geht es diesem Brief nicht um eine Einschulung, die deiner Bildung dienen soll. Ich bin nicht sicher, ob du es verfolgtest, doch wie ich dich kenne, hast du dies sicher getan, doch ist aus Tom Riddle eine Gefahr geworden, die ich nie vermutet hätte. Er nennt sich nun Lord Voldemort und beginnt düstre Anhänger um sich zu scharen. Ich weiß, dass ich die Schule nicht verlassen kann, doch ich kann den Schutz der Schüler sichern, indem ich dich um Hilfe bitte. Ich will in diesem Brief über nichts Genaues sprechen, da er abgefangen werden könnte, doch du weißt, was ich meine. Es war eine Bitte ohne Umschweife und ich weiß, dass es schwer für dich wird, doch ich werde dafür sogen, dass dein Geheimnis eines bleibt. Mein Plan ist simpel und doch genial. Alles weitere würde ich dir gerne hier erzählen, bei einer schönen Tasse Ingwertee, wie du ihn früher mit uns zu trinken pflegtest. Ich hoffe sehr, dass du zu uns stößt, um der Schüler Willen. Du kanntest Tom, wie keine Zweite, du weißt, wie stark er ist.

In Hoffnung auf ein baldiges Treffen und mit herzlichsten Grüßen an eine alte, treue Freundin

Albus

Oh ja ich kannte Tom. Ich hatte ihn beschütz, als seine Mutter starb. Sie war eine gute Freundin einer Verwandten gewesen und ich hatte beschlossen, über ihr Kind zu wachen. Anfangs hatte ich Toms Verhalten gut verstanden, doch im Alter von sechzehn Jahren hatte er seinen ersten Horkrux geschaffen. Da hatte ich mich ihm zum ersten Mal gezeigt. Ich hatte ihn dazu bringen wollen sich wieder von der schwarzen Magie abzuwenden. Tom hatte sich zwar schnell in meinen attraktiven Vampirkörper verliebt und auch wärme gezeigt, doch all das hatte er verloren, als er die Liebe zur Macht wieder und seine ersten Bewunderer fand. Es gab eine Zeit in der ich sagte, ich liebte ihn und das tat ich wirklich, doch wenn ich jetzt meine Gedanken an ihn richte, sah ich in seiner Seele nichts mehr, als eine große schwarze Leere. Er war bloß noch eine weiße gefühlskalte Hülle, war er doch einmal so warm gewesen. Ich hatte das Blut in seinen Adern rasen gehören und es beschleunigen lassen, wenn ich mich ihm nährte. Doch nun war es an der Zeit zu erkennen, dass mein Schützling zu einem Monster geworden war. Es gab keinen Tom mehr, den es zu retten galt. Das Kind, das ich beschützen sollte war gestorben, als er sich von mir abgewandt hatte.
Ich hatte ihm Liebe und Zuneigung gegeben, doch seine Kälte hatte irgendwann die Überhand in seiner zerrissenen Seele gewonnen. Ich musste meinen Fehler korrigieren, ich musste das schlangenartige Monster zerstören, an dessen Macht ich mir selbst die Schuld gab.
Immer noch in Gedanken zog ich ein weiteres Blatt aus dem Umschlag.
Es war eine Materialliste und ich musste schnell feststellen, dass sich diese in den letzten fünfhundert Jahren stark verändert hatte. Bücher über schwarze Magie, sowie über alte Sagen waren gestrichen worden. An ihre Stelle waren Bücher über Muggelkunde und Wahrsagen getreten.
Ich seufzte und schaute auf den Kalender an der Wand. In drei Tagen würde die Schule beginnen, bis dahin musste ich in die Winkelgasse, sowie in die Nokturngasse, da ich dort wahrscheinlich die neusten Informationen über meine neuen Slytherinmitschüler bekommen würde. Außerdem suchte ich noch etwas, dass mir dort vor Jahren abhandengekommen war. Jetzt, da ich zurück auf die Schule ging, würde ich es brauchen.
In meinem Kellergewölbe suchte ich meinen Kleiderschrank nach brauchbaren Umhängen und Abendkleidern ab. Ich kannte Albus' Schwäche für Schulbälle und wollte nicht noch vor Ort etwas kaufen müssen. Noch etwas Schmuck, alle meine Zauberutensilien, wie Zaubertrankzutaten oder Phiolen mit Pulvern unterschiedlichster Farben und Wirkungen. Meinen Zauberstab steckte ich in die Innentasche meines smaragdgrünen Reiseumhangs. Ich lächelte, eigentlich benötigte ich gar keinen Zauberstab. Da der Vampirvirus alle meine Sinne stärkte und meine körperlichen Kräfte anschwellen ließ, hatte er auch Wirkung auf meine magische Macht. Und zwar die Gleiche. Im Vergleich konnte ich als Mensch soeben einen großen Stapel Bücher tragen, so war ich jetzt in der Lage, ohne große Anstrengung ganze, gefüllte Bücherregale und sogar Autos und Busse in die Lüfte zu heben. Man kann sich vorstellen, was mit meiner Magie passiert ist.
Marius bereute seinen Fehler sehr schnell. Auch wenn er mich immer versuchte vor den Beschimpfungen der anderen zu schützen, musste er sich schließlich eingestehen, dass es besser für mich sei eigene Wege zu beschreiten. Damals hatte ich das nicht verstanden und war tief verletzt, doch nun wusste ich, es war die einzig richtige Entscheidung.
Niemand erschuf solch eine Kreatur, weil sie stärker war, als alles, was man bis dorthin kannte. Selbst die Hauselfen, waren meiner Magie nicht gewachsen. Doch war ich mir sicher, dass ich mehreren guten Zauberern, die wussten, wie man einen Vampir tötet, auch kein echtes Hindernis wäre. Zudem wusste ich nicht, was geschehen würde, wenn ich einem magisch begabten Werwolf begegnen würde. Werwölfe waren die einzigen natürlichen Feinde der Vampire.

Als ich alle Sachen, die ich gebrauchen konnte in meinem Koffer verstaut hatte verabschiedete ich mich von meinem..... er war wohl ein entfernter Neffe von mir... und verließ das kleine Haus im Herzen Londons.
Die Sonne stand hell am Himmel und ich musste meine Augen mit einem Zauber vor ihrem Licht schützen, doch anders, als man es in vielen Vampirmythen lesen konnte war Sonnenlicht weder schädlich, noch unangenehm für Vampire. Das einzige Problem war die Helligkeit, für die unsere Augen nicht gemacht waren, deswegen hielten sich die meisten meiner Art lieber im Dunkeln auf. Doch mit Hilfe der Magie hatte ich nie ein Problem damit gehabt.
Im „Tropfenden Kessel“, der Kneipe in dessen Hinterhof sich das Portal zwischen der Muggelwelt und der Winkelgasse befand, herrschte bereits reges Treiben. Lehrer, Schüler und auch Muggel, die ihre magischbegabten Kinder begleiteten drängelten sich an der Theke. Ich hatte die lange Kapuze meines Umhangs tief ins Gesicht gezogen. Wenn mich hier jemand erkannte, flog der ganze Plan sofort auf. Ich hatte zwar versucht mit etwas Vielsafttrank mein Aussehen zu verändern, doch leider wirkte er bei Vampiren nicht mal ansatzweise so gut, wie bei Menschen. Meine sonst blonden Haare hatten einen braunen Stich und meine fast Schwarzen Augen leuchteten in einem ungewöhnlichen Grün.
„Ah, Ms Lestrange“, rief eine freudige Männerstimme von einem Tisch in einer dunklen Ecke.
Es war das Gemälde von Salazar Slytherin, das neben dem Von Helga Huffelpuff hing.
Ich hatte Slytherin in meiner Schulzeit kennen gelernt. Zwar war der echt Slytherin zu dieser Zeit bereits lange tot gewesen, doch Bilder von ihm ließen sich in dem Gebäude trotzdem zu Hauf finden.
Anfangs war das Gemälde, wie zu allen anderen immer sehr arrogant gewesen, doch mit der Zeit hatte er Gefallen an mir gefunden, vor allem da er zu spüren schien, dass ich den Virus in mir trug. Ich hatte eines seiner Gemälde aus dem Ministerium gestohlen, nachdem ich meinen Abschluss hatte und es in meinem Wohnzimmer aufgehängt.
Auch wenn er von den meisten als herablassend und rassistisch bezeichnet wurde, kannte ich seine innere Seite. Es war schon seltsam, doch meine liebsten Gespräche führte ich mit einem Gemälde.
Ich ging zu dem Tisch hinüber und setzte mich vor das Abbild des noch jungen Slytherin. Er war in seiner Jugend wirklich ein attraktiver Mann gewesen, überlegte ich.
„Seid mir gegrüßt Salazar“, meinte ich.
„Du dachtest wohl, du könntest dich einfach so hierdurch stehlen, ohne ein Wort des Grußes“, lachte er spottend.
„Ich bin hier um einige Besorgungen zu tätigen. Außerdem versuche ich weitgehend unerkannt zu bleiben. Es kann gut sein, dass mich jemand kennt.“
„Meine Liebe, wie lange kennen wir uns bereits? Du bist meine treuste Freundin und ich sage dir, dass du endlich aufhören sollst dich zu verstecken.“
„Ich kenne deine Meinung dazu, auch zu meinen Blutkonserven.“
„Ja, ich werde es nie verstehen, doch du weißt sicher auch, dass ich immer zu dir stehen werde, auch wenn du dich deiner Gabe kaum würdig erweist.“
Ich musste schmunzeln, ich wusste, dass solche Worte aus seinem Munde mehr wert waren, als ein unbrechbarer Schwur. Salazar verachtete alle Magier, die verweichlichten, oder sich mit Muggeln einließen. Doch schien er mich zu mögen, er war ganz anders, als ich es in meiner Schulzeit gelernt hatte. Eine Seele, die nie jemanden an seiner Seite gehabt hatte. Ich hatte Gefühle für ihn, auch wenn er lange tot war, doch er war einer meiner engsten Freunde, einer der fast alles über mich wusste.
„Das bedeutet mir viel. Ich schätze dich und deine Meinung. Und dass seit fast fünfhundert Jahren.“
„Das du es so lange mit diesem arroganten Schwarzmagier aushältst ist mir ein Rätsel“, mischte sich Griffindor ein. Ich sah aus dem Augenwinkel Huffelpuff und die hübsche Ravenclaw nicken.
„Nun ja, er versteht meine dunkle Seite besser als ihr“, bemerkte ich.
Vor allem Godric hatte immer die Nase gerümpft, wenn ich an seinem Gemälde in der Hogwarts vorbei ging. Ich war ein genauso schlimmes Monster, wie ein Basilisk in seinen Augen. Herzlos und Gefühlskalt. Slytherin hatte von Anfang an verstanden, dass ich einsam zwischen zwei Welten stand, zu der einen ich nie wieder gehören konnte und zu der anderen ich niemals gehören wollte.
„Wollen sie nicht lieber einen Gesprächspartner aus Fleisch und Blut? Und nicht so ein Gemälde dessen Vorlage so viel Unrechtes dachte und tat“, sagte eine junge Frau mit rotgelockten Haaren und einer Schürze um der Hüfte, während sie Slytherin skeptisch ansah.
„Hier sind so viele junge Männer, die viel um ein Gespräch mit einer so hübschen jungen Frau geben würden“, meinte sie fröhlich, ohne meine Antwort abzuwarten, „und wenn sie das nicht wollen, kann ich ihnen dann vielleicht etwas von unserer Karte anbieten?“
„Hm, bringen sie mir doch bitte ein Butterbier und ermutigen sie diese jungen Männer keinesfalls sich zu mir zu setzten“, lächelte ich gequält.
„Was tust du eigentlich hier? Ich dachte, du würdest es vorziehen in entlegenen Städten einzukaufen?“ fragte Slytherin.
„Ja tu ich auch, aber ich werde nach Hogwarts gehen.“
„Wie bitte? Ich glaube ich habe mich verhört. Was willst du denn dort?“
„Ich soll die Schüler vor dem schützen, was aus Tom geworden ist“, seufzte ich.
„Hm, waren du und dieser Riddle nicht einmal so was, wie ein Paar“, erkundigte sich Rovena Ravenclaw.
„Ja, doch es hat sich viel verändert, falls es dir nicht entgangen ist.“
„Nie hätte ich gedacht, dass er einmal so wird“, meinte Salazar etwas kleinlaut.
„Da siehst du mal was du angerichtet hast. Der Erbe Slytherins nannte er sich, als er deine Kammer geöffnet hat und das Monster auf die Schüler losließ“, meinte Godric vorwurfsvoll.
In diesem Augenblick kam die junge Bedienung mit meinem Butterbier und ich reichte ihr einen Sickel.
„Stimmt so“, meinte ich und wandte mich wieder an die Gemälde.
„Also als was bist du dann da? Willst du dir das Schülersein wirklich noch einmal antun?“ fragte Slytherin irritiert.
„Ich habe keine Ahnung, Dumbeldore hat sich das alles ausgedacht“, seufzte ich.
„Na dann viel Spaß“, lächelte Rovena.
„Hm, die Schüler in der Abschlussklasse sind nicht so dein Stil, denke ich. Doch wenn du immer noch so auf die Bösen stehst gefällt dir vielleicht dieser Lucius Malfoy, er ist genauso überheblich wie dein Lieblingsgemälde“, höhnte Godric Griffindor.
„Moment mal, dieser Taugenichts, hat im Gegensatz zu mir keinerlei Führungsqualität und ist ein erbärmlicher Schleimer, außerdem hat er die Schule bereits vor drei Jahren verlassen. Das er in meinem Haus war, hat nur mit seinem Blut zu tun“, gab Slytherin zurück.
„Ich frage mich, wie ihr es mit einander aushaltet. Ihr hängt fast überall zusammen“, lachte ich und merkte, wie auch die vier Gesichter auf den Ölleinwänden grinsten.
„Irgendwie haben wir uns halt doch alle gern“, murmelte Huffelpuff und ein glasiger Ausdruck trat in ihre Augen.
„Wenn wir ständig nur immer lieb zueinander wären, würde es doch schnell langweilig werden“, gluckste Godric und die anderen nickten.
Ich hatte unterdessen mein Butterbier ausgetrunken und erhob mich.
„So, ich muss nun los, wenn ich noch alles erledigen möchte. Nur eine Bitte habe ich noch: Ihr dürft mich auf keinen Fall in Hogwarts grüßen, wenn andere dabei sind.“
„Verstanden“, kam die Antwort im Chor.
„Pass auf dich auf, junge Freundin“, meinte Slytherin, bevor er sein Gemälde verließ und wie die anderen drei vor ihm nur einen leeren Rahmen hinterließ.

Der Hinterausgang des „Tropfenden Kessel“ führte in einen kleinen Hof. Ich tippte mit dem Finger leicht gegen die steinerne Mauer. Augenblicklich begannen sich die Seine neu zu sortieren. Dann stand ich plötzlich vor dem Torbogen, hinter dem die Winkelgasse lag. Hier waren allerlei Geschäfte, die die kuriosesten Dinge anboten. Mein erster Weg führte mich zu „Madam Malkins“, schließlich brauchte ich eine aktuelle Schuluniform.
Ich kaufte ohne lange zu überlegen einige weiße Blusen, graue und dunkelblaue Einheitspullover, sowie Westen, dunkelblaue ebenso wie graue Röcke und weiße Krawatten und Schals. Alle Kleidungsstücke würden ihre endgültige Farbwahl mit der Häuserwahl annehmen. Die Stickerei auf Pullovern und Westen und die weißen Kleidungsstücke würden sich augenblicklich einfärben. Als Letztes schnappte ich mir noch vier Umhänge, jeweils zwei Sommer- und zwei Winterstoffe.
Als ich mit einer gewaltigen Tüte unter dem Arm das Geschäft verließ, machte ich mich erst einmal daran die Sachen in meine Verzauberte Handtasche zu stecken. Sie war so präpariert, dass sie einen unendlich scheinenden Stauraum bot, allerdings nicht größer war als eine gewöhnliche Damenhandtasche.
Meinen Koffer hatte ich in eine alte Leiter verwandelt, um ihn so im Hinterhof des „Tropfenden Kessels“ abstellen zu können.
Jetzt schlenderte ich zu „Flourish und Blotts“, der Bücherei.
Hier erhielt ich alle Schulbücher, die ich brauchte. Ich kaufte mit Absicht gebrauchte Bücher, da ich nicht wollte, dass jeder sofort meinen Wohlstand erkannte, der sich in den letzten knapp fünf Jahrhunderten in „Gringotts“, der Zaubererbank, angehäuft hatte. Danach musste ich mich nur noch um eine geeignete Postversorgung kümmern. Da ich die letzten Jahre nur Katzen gehalten hatte, musste ich mir noch einen neuen geflügelten Kameraden zulegen. Ich wusste, dass ich keine Eule wollte, also suchte ich „Magische Menagerie“ auf. Dort bekam man magische Tiere aller Art und ich hoffte zu finden, was ich suchte.
Doch beim Betreten des Ladens wurde ich enttäuscht. Man verkaufte zwar Raben und kleine rosafarbene Vögel, die wie zu groß geratene Kanarienvögel aussahen, aber mehr boten sie nicht. Auch als ich die Verkäuferin fragte, wurde ich enttäuscht, doch sie riet mir, ich könne einmal im Eulenhaus, oder wenn ich mich traute auch mal im Tierladen, der Nokturngasse versuchen.
In „Eeylops Eulenkaufhaus“ wurde ich auch nicht fündig, wie auch die hatte ja nur Eulen. Vielleicht hatte ich mir bei meinen Schulsachen nicht den allerneusten Schrei gekauft, doch mein Tier musste ebenso einzigartig sein, wie ich.
Nach dieser Flaute machte ich mich auf den Weg in die finstere und meist von Schwarzmagiern aufgesuchte Nokturngasse.
Die Straßen waren, ganz im Gegenteil zu Winkelgasse, eng, schäbig und voller Gesindel. Hier erwachte meine dunkle Seite zum Leben. Gebieterisch und selbstsicher schritt ich meines Weges. Ich war nicht sicher, ob sie es spürten, doch die Leute wichen mir instinktiv aus. Wenn ich meine Vampirsignale aussandte schien ein uralter Erhaltungswunsch in den finstersten Gestallten zu erwachen und sie trollten sich in meiner Nähe. Natürlich genoss ich diese Macht, doch ich spielte nicht damit, wie einige meiner „Verwandten“.
Ich ließ „Borgin & Burke's“ rechts hinter mir und erblickte bald darauf zu meiner Linken einen heruntergekommenen Laden, auf dessen Schild „Bestia Nigra“ in verblichenen Lettern prangte. Hier war ich richtig, das spürte ich, schon bevor ich das Geschäft betrat.
„Was kann ich für sie tun?“ krächtste eine alte Hexe hinter dem dunklen Tresen, auf dem allerlei Getier stand, das man in Freiheit besser mied.
„Ich suche einen außergewöhnlichen fliegenden Postboten“, entgegnete ich.
„Mal sehn... was halten sie von einer Harpyie?“
„Ich möchte die Post, nicht den Tod, der mich Umgebenden“, meinte ich sarkastisch und stellte mir eine wütende Harpyie in Hogwarts' Großer Halle vor. Oder in der Eulerei, dann würde es wohl für den Rest des Schuljahres verweinte Kindergesichter geben, die ihre toten Eulen bedauerten.
„Und ein Phönix?“
Ich schüttelte den Kopf. Da ich wusste, dass Albus einen besaß, hielt ich es für nicht angemessen mir ebenfalls ein solches Tier zuzulegen.
„Ich habe nur noch ein Tier, dass den Phönix an Eleganz und Schönheit übertrifft“, raunte die Alte und humpelte in einen Hinterraum. Als sie zurückkehrte trug sie einen gigantischen Käfig in der rechten Hand, den sie unsanft auf einen Tisch fallen ließ.
Das Tier in seinem Innern gab einen hellen Schrei von sich.
„Ich habe sie schon seit bestimmt zehn Jahren in diesem Käfig, ich bin nicht sicher, ob sie das Fliegen noch beherrscht“, nuschelte sie und zog mit einem Ruck den staubigen Vorhang von den Gitterstäben.
Was ich nun sah, verschlug mir die Sprache. Ein weißblau schimmernder Paradiesvogel kam zum Vorschein. Er war groß wie ein Kondor und seine Schwanzfedern mussten mindestens einen Meter lang sein. Der edle Vogel hatte einen silbrigen Glanz doch seine Augen glichen geschliffenen Saphiren, die mich traurig ansahen. Das Tier war von solch erhabener Schönheit, dass ich es kaum wagte zu atmen.
„Sie hat eine Flügelspannweite von mehr als zwei Metern und vom Schnabel bis zur Schwanzfeder dürften ebenfalls so sein“, informierte mich die Hexe.
„Ich nehme sie“, brachte ich noch zu Stande. Dieses wundervolle Geschöpf hatte mich in seinen Bann gezogen, ich konnte sie unmöglich weiterhin hier ihrem tragischen Schicksal überlassen. Auch wenn ich wusste, dass Dumbeldore ein solches Haustier nicht guthieß, würde er mich sicher gewähren lassen.
Ich würde sie Ephona nennen, nach meiner jüngsten Schwester. Sie war so rein und unschuldig gewesen, als sie drei Jahre nach meiner Verwandlung ermordete wurde. Vielleicht war das auch ein weiterer Grund, der mich mit Dumbeldore verband. Wir gaben uns beide die Schuld am Tode einer geliebten Schwester.
„Dann bekomme ich vier Galeonen“, grinste die Hexe, sichtlich in der Hoffnung es seie mir zu teuer. Ich musste sie enttäuschen. Ohne Zögern legte ich fünf goldene Münzen auf den Tisch.
„Bei dem Preis ist der Käfig dann sicher dabei“, stellte ich fest.
Die Alte nickte eifrig. Sie hatte anscheinend noch nie gesehen, dass jemand eine ganze Galeone mehr bezahlte, nur um den Käfig dazu zukaufen.
Ich schnippte beiläufig und das goldene Gefängnis hob vom Tisch ab und schwebte mitsamt des Vogels hinter mir her zur Tür hinaus.
Mit meinem neuen Haustier machte ich mich zurück auf den Weg zum „Tropfenden Kessel“. Dort verwandelte ich die Leiter wieder in meinen Koffer und verließ die Magierkneipe, nachdem ich noch einen kurzen Blick auf die immer noch leeren Rahmen an der Wand geworfen hatte.
Die Straßen Londons waren eher ruhig, als ich mich auf den Weg zum Kings Cross Bahnhof machte. Mein Zug ging zwar erst übermorgen, doch ich liebte es in einem Hotel zu übernachten. Außerdem hoffte ich in einem alten Bahnhofscafé einen Bekannten zu treffen.
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1375899711
Auge der Seelen- Teil 1
Auge der Seelen- Teil 1
Hogwarts zur Zeit der Rumtreiber. Der erste Kampf gegen Voldemort und die Geschichte einer jungen Frau, die als Untote für das Leben ihrer Freunde eintritt. Sie nimmt Rache an einem Mann, der einst als Tom Riddle in ihr Leben trat und an dessen Macht si...
http://www.testedich.de/quiz32/quiz/1375899711/Auge-der-Seelen-Teil-1
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2013-08-07
402D
Harry Potter

Kommentare (66)

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Hündchen ( von: DaDa Star)
vor 26 Tagen
So was tolless habe ich nich nie gelesen!
♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡

LG Hündchen
JoyEggli ( von: JoyEggli)
vor 245 Tagen
Bitte schreib weiter! Nice!

Ps: Es wäre voooll lieb, wenn ihr mal hier
vorbei schauen würdet. Thx...

http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1473280183/Sirius-Black-und-ich
Fiona Granger (41543)
vor 263 Tagen
Bitte schreib schnell weiter! 🙏🏻
Forever Here (91543)
vor 360 Tagen
Biiiiiiittttttteeeee schreib weiter!
Ich finde diese Fan Fiktion sehr cool und auch berührend !!!
Annabeth de Villiers (77587)
vor 384 Tagen
Bitte schreib weiter ich finde es super ich habe noch nie so etwas schönes und bewegendes gelesen und habe echt heulen müssen obwohl ich eigentlich nicht so der Gefühls Typ bin.
sarana (31112)
vor 387 Tagen
Schreib weiter!!!! Biiiiittteeeeee....
LilyPotter (39077)
vor 442 Tagen
Es ist gerade soooooooo spannend!!!!
Bitte schreib weiter.
Glg LilyPotter
Laila Malfoy (78872)
vor 492 Tagen
Ich habe noch niieee so ne gute Geschichte gelesen 😍!
Kleiner Tipp: Werde Autorin!!!!!😍😍😍
Wann kommt die nächste 😍!
Jasi (75550)
vor 493 Tagen
Meiner Meinung nach solltest du mal über eine Kariere als Autor nachdenken!!
Du hast aufjedenfall das zeug dazu :-*
Jasi (69199)
vor 494 Tagen
Du hast echt einen coolen Schribstil der sehr angenehm ist
Die Geschichte ist auch Wunderschön
Schreib bitte weiter

Lg. Jasi
Cool (53068)
vor 532 Tagen
OMG, das ist sooooooooooooooooooooo... Schön. Du musst unbedingt weiterschreiben.
GLG.
Cool
Traumtänzerin (71681)
vor 562 Tagen
Vielen lieben Dank für eure Kommentare! Die Geschichte ist tatsächlich schon in Arbeit und sollte bis Ostern komplett fertig sein, dann gibt es alles auf einmal 😊
Liebe Grüße und bleibt wach
Eure Traumtänzerin
Meni (81808)
vor 575 Tagen
Wie cool du musst unbedingt weiterschreiben du hast es total drauf und das Zeug zur Autorin deine Geschichten sind einfach Hammer Traumtänzerin;):);-)

WOW
Cat x (11686)
vor 581 Tagen
Liebe Traumtänzerin! Ich finde dein Geachichten WUNDERVOLL und bitte dich, weiterzuschreiben.achbittr weiter!
PS: tut .ir Leid das ich mich so ausdrücke, aber wir haben seit einem halben Jahr Briefe verfassen in Deutsch:'(
Miss Phantasia (83090)
vor 613 Tagen
Genial !!!!!
Deine Ideen sind wirklich großartig und als sie den Schülern ihre Geschichte mit dem Tod von ihrem Geliebten erzählt hat hab ich total geheult !
Du musst umbedingt weiter solche Geschichten schreiben !
Dracoretta malfoy (00662)
vor 614 Tagen
du hast das Zeug zur Autorin toll wann geht die Geschichte endlich weiter
Die verrückte XD (39705)
vor 650 Tagen
Wow hab die ff zu ende gelesen und ich kann nur eins sagen DER WAHNSINN du hast so ultra talent und glaub mir ich spreche aus erfahrung bin ein rieeesssseeeeeennnnnnn fan!!! Freu mich riesig auf die nächsten teiek hoffe die kommen bald!!!
Bis irgendwann dann eure verrückte XD
CeCePc (68174)
vor 742 Tagen
Wow du schteibst echt gut ! Kommt noch ein näster Teil ? Ich finde die Ideen echt gut ;)
LG deine CeCePc
sirius fan (37282)
vor 796 Tagen
Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiil!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!
Mirja11 (22383)
vor 803 Tagen
Wow, wow, wow!
Mehr kann man dazu einfach nicht sagen!
Einfach nur WOW!!!