Wettbewerb - Mein Tag am Strand - The day that reminds me of you - Yuu-chan

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1 Kapitel - 1.607 Wörter - Erstellt von: Yuu-chan - Aktualisiert am: 2013-08-01 - Entwickelt am: - 1.292 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Voilà mein Beitrag zum Wettbewerb. Es ist eine FanFiktion über One Piece mit einem selbst erdachten Hauptcharakter. Viel Spaß beim Lesen und fleißig abstimmen!:)

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    Müde kuschelte sich die Braunhaarige in die weichen, federweißen Decken und reckte sich der wärmespendenden Quelle entgegen. Zufrieden lauschte sie den Wellen, die sich am Rumpf des Bootes brachen und etwas so Beruhigendes an sich hatten, dass es sie dösig machte und langsam wieder einschlummern lies...
    Doch an Schlaf war nur für eine kurze Zeit zu denken, als sich etwas wenige Minuten später neben ihr regte und sie von zwei starken Armen umschlungen und gegen einen sich gleichmäßig hebenden und senkenden Oberkörper gedrückt wurde. Warmer Atem drang an ihre Ohren, unter dem sich ihre feinen Nackenhärchen aufstellten. Der Braunhaarigen entrang ein genervtes Grummeln. Widerwillig öffnete sie ihre Augen und reckte den Kopf ein wenig zur Seite, um den fordernden Kuss ihres unliebsamen Weckers zu erwidern.
    „Guten Morgen!“ Sein Grinsen war wie immer ansteckend, ob es ihre aktuelle Stimmungslage nun zu lies oder nicht. „Du hättest mich ruhig noch ein wenig schlafen lassen können!“, grummelte sie mürrisch und verzog das Gesicht zu einer beleidigten Grimasse.
    Die Lippen des Anderen zuckten amüsiert. „Ich wollte noch trainieren, bevor wir anlegen.“ Damit schenkte er ihr erneut einen langen, innigen Kuss, wohl wissend, dass er damit das Thema beendet hatte. Und so entrang der Braunhaarigen nur ein leises Seufzen, als sie sich von ihm löste und aus dem Bett kroch. „Wir sehen uns später, ja?“ Sie nickte und sah ihm noch dabei zu, wie er seine Schwerter nahm und aus der Kajüte verschwand. Dann machte auch sie sich auf den Weg ins Bad, wo sie ausgiebig duschte, in frische Shorts und ein Top schlüpfte und sich danach, dem Gefühl ihres Magens folgend, in die geräumige Küche des Schiffes begab.
    „Guten Morgen, Rai, mein Sonnenschein! Hast du gut geschlafen? Was soll ich denn heute für dich zaubern? Pasta mit Heringsfilet, oder vielleicht doch lieber Garnelen in Zitronensoße?“...
    Sanji sprang um sie herum, wie ein aufgeregter kleiner Junge, was Chopper und Lysop, die ebenfalls gerade beim Frühstück, mit einem mageren Stück Brot, waren, explodieren lies. „Du verdammter Verräter! Uns wirfst du diesen Fraß vor und bei ihr kann es nicht genug sein!“ Lysops Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, was Sanji jedoch nicht im Mindesten interessierte. „Wenn du was richtiges essen willst, dann iss den Notproviant, Langnase!“ Damit blickte er, genüsslich an seiner Zigarette ziehend, herausfordernd zu Chopper. Das kleine Rentier erschrak sichtlich und seine Augen füllten sich augenblicklich mit Tränen. „Jungs! Hört sofort auf damit!“ Rais energischer Unterton lies die Streitenden innehalten. Etwas freundlicher gestimmt fuhr sie an den Koch gewandt fort: „Vielen Dank Sanji, aber ich will keine extra Behandlung. Das würde Zorro nicht gefallen.“ Mit einem vielsagenden Augenzwinkern schnitt sie sich eine Scheibe Brot ab und biss herzhaft hinein.
    Nach dem Essen ging Rai mit Chopper an Deck. Das kleine Rentier hatte sich mittlerweile wieder beruhigt und plapperte munter und unaufhörlich über all die Dinge, die er einkaufen wollte, wenn sie endlich die Insel erreicht hatten, um ihre Vorräte aufzufüllen. Die Braunhaarige hörte ihm interessiert zu. Sie mochte Chopper unheimlich gerne. Nachdenklich blickte sie sich um, aber von Zorro war weit und breit keine Spur zu sehen. Dafür trat aber Nami mit einer Karte in der Hand aus dem Steuerraum. „Leute, wir haben die Insel gleich erreicht! Wo steckt Ruffy schon wieder?“
    „Ich bin hier!“ Mampfend trat Ruffy aus dem Bootsinnern. „Du sollst nicht immer alles aufessen, du Vollidiot! Wehe du hilfst nachher nicht, wenn wir das ganze Essen an Bord schaffen müssen!“, schrie Nami wütend, aber Ruffy hörte ihr erst gar nicht zu, sondern nahm stattdessen seinen gewohnten Platz auf dem Kopf der Gallionsfigur ein. „Da ist die Insel, ich kann sie sehen!“, rief der Kapitän vergnügt und deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger nach vorne. „Das habe ich doch gerade gesagt!“, blaffte Nami laut und verschwand fluchend wieder im Steuerraum.
    10 Minuten später hatte das Schiff am Strand angelegt nachdem die zu erledigenden Aufgaben verteilt worden waren, machten sich die Crewmitglieder auf den Weg.
    Weil Zorro an Bord Wache hielt, begleitete Rai Chopper bei seinen Einkäufen in die Stadt. Er hatte sich eine Liste angefertigt, mit allen Medikamenten und Utensilien, die dringend benötigt wurden. Und da Chopper bestens organisiert war, dauerte es auch gar nicht lange, bis sie die Liste abgearbeitet hatten.
    Sie waren gerade auf dem Weg, entlang des fast weißen Sandstrandes, zurück zum Schiff, als das kleine Rentier stehen blieb. „Rai, lass uns eine Pause machen, ja? Es ist bestimmt noch niemand zurück an Bord und der Strand hier ist wirklich schön, oder?“ Die Braunhaarige lächelte ihn fröhlich an und nickte zustimmend. Sie stellte die Einkaufstüten bei Seite und setzte sich im Schneidersitz in den Sand. Chopper sah sie nachdenklich an. „Weißt du, dass es jetzt genau ein Jahr her ist, seit du bei uns bist?“ Rais Miene wurde ausdruckslos. „Ja“, antwortete sie knapp. „Ich weiß“. „Oh...T-t-tut mir leid, ich wollte nicht...“ Chopper räusperte sich, während er nach Worten suchte. „...Ist es immer noch so schlimm?“ Rai seufzte. „Es geht...“ Und das entsprach der Wahrheit. Durch Zorro hatte sie zwar gelernt, besser mit ihrer Vergangenheit umzugehen, aber es war leichter gesagt als getan, wenn man die Resultate für den Rest seines Lebens im Spiegel sah. Vorsichtig berührte sie die große Narbe, die sich über ihren Hals zog und verzog leicht das Gesicht. Nie würde sie vergessen, wer ihr diese und die unzähligen anderen auf ihrem Körper verpasst hatte:

    Blut! Überall Blut! Verzweifelt blickte die Braunhaarige an sich herab. Ihr ganzer Körper war mit Wunden übersät. Sie schnitten sich in ihr Fleisch und verursachten einen so entsetzlichen Schmerz, dass sie Probleme hatte, sich aufrecht zu halten. Sie war am Rande des Bewusstseins, ihr Blick verschwamm immer mehr, während sie wie ein Tier durch den nicht enden wollenden Wald hetzte. Ängstlich blickte sie hinter sich. Er war noch da! Sie konnte seine Stimme hören, roch den widerlichen Gestank, der von ihm ausging und den sie viel zu lange hatte ertragen müssen! Wenn sie jetzt aufgab, war alles umsonst! Er würde weitermachen und es würde noch viel schlimmer werden, als das was er bisher mit ihr angestellt hatte! Sie musste sich zusammenreißen, musste das letzte bisschen Kraft nutzen, das sie aufbringen konnte. Sie wollte noch nicht sterben! Nicht so! Panisch jagte sie weiter, stürzte über herumliegende Äste und Steine, schürfte sich das letzte bisschen Haut auf, das noch nicht Blut verschmiert war. Es war so schwer sich zu konzentrieren. Hatte sie die Orientierung verloren? Wahrscheinlich. Aber sie musste weiter laufen, vielleicht fand sie irgendjemanden der ihr helfen konnte.
    Blind vor Schmerz lief die Braunhaarige weiter und stolperte erneut, als sie endlich das Ende des Waldes erreicht hatte. Mühevoll rappelte sie sich wieder auf und taumelte den Sandstrand entlang. Da! Da war etwas! Sie kniff die Augen zusammen, versuchte sich zu konzentrieren und betete, dass ihr Körper noch ein bisschen aushielt. Ja, da war wirklich etwas! Ein Schiff! Ein Schiff war wenige hundert Meter vor ihr vor Anker gegangen. Bitte lass jemanden an Bord sein! Mit zitternden Fingern drückte sie gegen die riesige klaffende Wunde an ihrem Hals. Es brannte höllisch und das Blut wollte einfach nicht aufhören zu fließen! Verzweifelt versuchte sie ihre Lungen mit Luft zu füllen. Sie musste auf sich aufmerksam machen, bevor er sie gefunden hatte!...

    Rais Blick wurde gläsern. Sie wusste bis heute nicht, wie sie es geschafft hatte, aber es war ihr tatsächlich gelungen zu schreien, bevor der Menschenhändler bei ihr war. Dann war sie zusammengebrochen und erst wieder an Deck der Strohhutpiratenbande aufgewacht. Chopper hatte ihre Wunden versorgt. Und wie sie später erfahren hatte, verdankte sie ihre Leben nur Zorros Trainingseifer. Er hatte damals ihren Hilferuf gehört, weil er mitten in der Nacht beschlossen hatte, an Deck zu trainieren. Ohne ihn wäre sie mit Sicherheit gestorben...
    Es war immer noch schwer, die Erinnerungen zuzulassen, aber durch Zorro konnte sie es ihrer Seele zumuten, ohne von Alpträume geplagt zu werden. Nicht zuletzt, weil ihr der Schwertkämpfer beigebracht hatte, zu kämpfen, um sich im Ernstfall richtig verteidigen zu können...
    Rai sah Chopper eindringlich an. Das kleine Rentier schien zu ahnen, was in ihr vorging. Seit Minuten hatte er keinen Laut von sich gegeben. Sie bemühte sich, ihm ein aufmunterndes Lächeln zu schenken und es gelang ihr. „Weißt du Chopper, ich bin unheimlich froh, dass ich so eine tolle Familie wie euch gefunden habe.“ „Und ich bin unheimlich froh, dass du mich gefunden hast, Zorro“, fügte sie innerlich hinzu, während sie den Blick zur Thousand Sunny hob, die in der Ferne friedlich in den Wellen schaukelte.

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