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Der Junge

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1 Kapitel - 468 Wörter - Erstellt von: LB - Aktualisiert am: 2013-06-15 - Entwickelt am: - 903 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der Junge

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    Es gab mal einen Jungen, der noch nie in Urlaub gefahren war. Zu wenig Geld. Er lebte in einer kleinen Wohnung, in einer Hochhaussiedlung, und er besaß nicht viel. Seine Eltern waren Freundliche Leute und doch waren sie nicht sehr angesehen.
    Eines Tages saß der Junge am Fenster und schaute auf die Straße. Ein Mädchen saß dort auf dem Bordstein und streichelte einen Hund. Dem Jungen fiel auf, dass sie weinte. Er ging hinunter zu ihr, und wusste nicht richtig was er sagen sollte. "Bist du schon einmal in Urlaub gefahren?", fragte der Junge schüchtern. "Nein", sagte das Mädchen. "Noch nie. Wir könnten zusammen wegfahren, weißt du? Weg von zu Hause." Dem Jungen gefiel die Idee und sie machten sich auf den Weg zum Haus des Mädchens, welches sehr groß und prächtig anzusehen war. Als sie das Haus betraten, konnte der Junge nicht fassen, wie prachtvoll es war. Es gab alles, was er sich immer gewünscht hatte. Er verstand nicht, warum das Mädchen so traurig war. "Wo sind deine Eltern?", fragte der Junge. "Denen ist egal was mit mir ist", sagte das Mädchen und packte ein paar Sachen. Schließlich liefen sie zu seiner Wohnung. Dem Jungen war das sehr peinlich. Wie musste sein Haus vor ihr wirken? Doch als das Mädchen die Wohnung betrat und auf den Tisch schaute, wo viele Familienfotos standen, da sagte sie sehnsüchtig: "Du musst sehr glücklich sein" Der Junge konnte das nicht verstehen.
    Sie packten ein paar Sachen von ihm und gingen zum Hafen. Dort lag nur ein kleines Ruderboot, und sie stiegen auf. Sie ruderten mehrere Tage, bis sie an eine kleine Insel kamen.
    Hier blieben sie ein paar Tage lang, doch bald, obwohl es dem Jungen hier gefiel, bekam er Heimweh. "Dann fahren wir heim", sagte das Mädchen, das ihn verstehen wollte. Sie wollte nicht nach Hause, sie hatte strenge Eltern, die sich nicht für sie interessierten. Doch sie stieg mit ihm ins Boot, und sie ruderten nach Hause. Dort angekommen, war der Junge sehr glücklich. Glücklich, über die kleine Wohnung, glücklich über seine netten Eltern, glücklich über seinen wenigen Besitz. Und da wurde ihm klar, warum das Mädchen so traurig war. Und dass er schon immer so glücklich gewesen war ohne es zu wissen.

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