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Seelentausch mit Fußballern

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1 Kapitel - 2.046 Wörter - Erstellt von: Bella-Chira - Aktualisiert am: 2013-06-15 - Entwickelt am: - 1.127 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier geht es um 3 Mädchen, die einen Seelentausch mit Fußballern erleben. Es geht um das EM - Spiel Italien - Deutschland.
Wenn ihr mehr erfahren wollt, müsst ihr die Geschichte lesen.
LG Bella: D

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    Seelentausch mit Fußballern

    Hi, ich bin Nicole. Ich muss euch mal was erzählen. Bis jetzt wissen nur Pauline, Yuki, meine besten Freundinnen, und ich davon. Wir waren bei einem EM- Spiel, LIVE. Und nicht, dass ihr denkt wir haben nur zugeschaut. Im Gegenteil! Wir haben mitgespielt. Besser ich erzähle es euch von Anfang an. Etwas kann ich euch sagen: kauft euch niemals eine Kette mit einem Schlüssel, der so groß ist wie ein normaler! Ihr erfahrt schon noch warum.

    Es war der Tag nach dem Halbfinal- Spiel Deutschland gegen Italien. Deutschland hat 1:2 verloren und Pauli und ich hatten uns darüber unterhalten, wie unfair das Spiel gestern war. „Die Italiener haben den Schiedsrichter doch garantiert bestochen“, sagte Pauli zu mir, als wir auf dem Fußballplatz ein paar Schüsse übten. „Ja, vor allem, weil er noch eine Minute Nachspielzeit dazu geben wollte. Nach 14 Sekunden war unsere DFB- Mannschaft bereit ein Tor zu schießen und da pfeift der einfach ab!“

    Wir unterhielten uns noch lange, bis der Ball an den Torpfosten knallte und ich ihn holen musste: „Hey, sieh mal!“ Pauline kam zu mir rüber. „Was denn? Was ist das?“ Sieh zeigte auf das Loch im Pfosten. Ich gab als Antwort: „Sieht aus, wie ein Schlüsselloch.“ „Und was für ein Schlüssel soll da rein?“ Als sie mir diese Frage stellte, wusste ich es: Meine Schlüsselkette. „Meiner“, sagte ich und Pauline schaute mich verwundert an. „Dein Hausschlüssel? Glaubst du echt?“ „Doch nicht mein Hausschlüssel. Der hier.“ Ich zeigte ihr den Schlüssel und steckte ihn in das Schlüsselloch und dann passierte es. Wir reisten durch die Zeit.

    Auf einmal war ich im DFB- Bus,... auf dem Weg zum Warschauer Stadion. Und, ihr werdet es nicht glauben, nur meine Seele war dort. Ich steckte im Körper von Thomas Müller. Ich wusste nur nicht, ob Pauline auch mit hier war. Aber als ich neben mich schaute, sah ich Klose, der ganz verwundert an sich herunter sah. Da wusste ich, dass sie es war. „Pauli, ich glaube wir stehen heute auf dem Platz“, flüsterte ich ihr zu. „Glaubst du echt?“
    „Klar.“ Das waren die letzten Worte, die wir im Bus gesprochen hatten. Trainer Joachim Löw hat noch ein paar Worte mit mir (Thomas Müller) und Pauline (Miroslav Klose) gewechselt. Als der Bus dann auch noch zum Stehen kam, war ich doch ein wenig nervös, denn wir hatten unsere, also nicht die von Klose und Müller, Stimmen. Das heißt, wir mussten unsere Stimmen verstellen. Am Anfang war Jogi Löw etwas misstrauisch, aber dank der Theater- AG hat er uns schlussendlich geglaubt, dass es uns gut geht. Wir haben uns die Kopfhörer geschnappt, aufgesetzt und sind ausgestiegen. Wir waren richtig nervös.

    Wir gingen in die Kabinen, stellten die Sachen ab und schauten uns im Stadion um. Ihr könnt mir glauben, wenn ich euch sage, dass das Deo, welches die Jungs benutzen, bestialisch stinkt! Uns ist richtig schlecht gewesen. Natürlich mussten wir es aushalten, denn Klose und Müller hatten dasselbe Deo im Gepäck. Wir konnten es kaum glauben: das erste, was wir vermissten, war unser Mädchendeo. Die anderen Spieler haben ihre Rituale vor jedem Spiel. Müller und Klose natürlich auch, aber wir kannten sie nicht. Also sagten wir den Anderen, dass wir mal etwas anderes machen wollten. Komischer Weise haben die uns das abgekauft. Wir jonglierten den Ball hin und her. Zum Glück hatten wir das schon, ich glaube, an die Millionen mal gemacht. Die Seele von Bernd Leno, der Torwart im italienischen Team war, wurde gegen die Seele von Yuki getauscht. Was gut für uns war, denn sie ist nicht besonders gut im Tor, sondern eher im Mittelfeld. Ach ja, hab ich schon gesagt, dass ich, wie Thomas Müller auch, rechte Mittelfeldspielerin war? Und Pauline immer vorne als Stürmerin dabei ist, genau wie Miroslav Klose? Naja, jetzt wisst ihr es.

    Yuki kam zu uns und wünschte uns viel Glück. Sie verstellte ebenfalls ihre Stimme. Es war gut von ihr, einen Italienisch-Kurs gemacht zu haben. Die Italiener merkten nämlich nicht, dass sie Deutsche ist. Aber ich glaubte, sie wusste nicht, dass wir nicht Miroslav und Thomas, sondern Nicole und Pauline sind. Ich beschloss, es ihr zu sagen, sobald wir allein waren.

    Die letzten Minuten vor Spielbeginn waren am schlimmsten! Jeder von den italienischen Spielern wünschte uns Felicitá. Das heißt Glück auf italienisch. Die deutsche Nationalmannschaft wünschte ihnen das Selbe und dann nahmen wir Aufstellung. Ich war von Anfang an dabei. Als die deutsche Nationalhymne gespielt wurde, musste ich mir verkneifen mitzusingen. Sonst hätte ich zu hoch gesungen.

    Ungefähr zwei Minuten später kam der Anstoß. Anders als in der Zukunft oder Vergangenheit oder was auch immer, hatten wir ihn. Philipp Lahm schoss zu Klose ( Pauline). Ich nehme jetzt mal Pauline: Sie rannte nach vorn, passte den Ball an mich weiter und ich rannte weiter nach vorn. Kurz darauf bemerkte ich, Özil stand frei und ich schoss zu ihm. Das war ein richtig guter Pass. Er hat ihn gekriegt ohne irgendwelche Hindernisse. So schnell wie wir waren, kam die Abwehr der gegnerischen Mannschaft nicht hinterher. Özil passte, nicht im Abseits stehend, zu mir und ich schoss den Ball ins Tor. Doch der Hilfsschiedsrichter zeigte Abseits an und somit galt das Tor nicht. Die Zeitlupenaufnahme, die die Zuschauer sahen, zeigte, dass Mesut wirklich nicht im Abseits stand. Und ich auch nicht. Trotzdem gab es Freistoß für Italien. Doch Pirlo, der Spieler, der den Freistoß ausführte, hatte nicht mit mir gerechnet! Als er zu Balotelli spielte, schnappte ich mir den Ball, rannte auf das Tor zu, schoss ab und erlangte das erste Tor, in der sechsten Minute, für Deutschland. Alle deutschen Fans jubelten, pfiffen und riefen „Ja“. Özil kam angerannt und rief: „Endlich ist der alte Müller wieder da!“ Das freute mich riesig. Ihr müsst wissen, Müller ist mein Lieblingsspieler und hat in der ganzen EM noch kein Tor geschossen. Und jetzt hab ich „... das runde Ding auch noch ins Netz katapultiert“, wie Schweinsteiger sagte.

    In der Halbzeit stand es 1:0 für uns und wir hatten die Führung übernommen. Ich war dann doch ein wenig erschöpft und, auch wenn ich das erste Tor rein gemacht hab, sagte Jogi, er wechselt mich gegen Marco Reus aus. Ich war eigentlich recht zufrieden damit. Pauline aber nicht. Als wir allein waren, sagte sie zu mir: „Und wer spielt mir jetzt die tollen Bälle zu?“ „Mal überlegen. Özil, Khedira, Reus. Muss ich noch mehr nennen?“ „Nein.“

    Die zweite Halbzeit begann also damit, dass ich ging und Reus rein kam. Danach spielten wir noch offensiver. Joachim Löw hatte mich, trotz dass er sich auf das Spiel konzentrierte, immer unter Beobachtung. Ich glaubte schon, dass er etwas ahnte. Ich sagte ihm, ich müsse mich mal, unter vier Augen, mit ihm unterhalten. Er willigte ein. Ich erzählte es ihm also. Mit meiner eigenen Stimme begann ich: „Jogi, ich bin nicht derjenige, für den Sie mich halten. Ich bin nicht Thomas Müller, sondern Nicole Gambling. Ich kann es ihnen auch beweisen. Hier “, ich zeigte ihm den Schlüssel und er fragte: „Was ist das?“ „Das ist das Ding, welches mich und meine Freunde hierher geschickt hat. Ich weiß auch nicht wie, aber es ist einfach so.“ Ich erklärte ihm alles und auch wer die zwei Freunde sind und in welchem Körper sie drin stecken. Und, ist sicherlich verständlich, wo seine richtigen Spieler stecken. „Wir können vermutlich erst zurück, wenn wir dieses Spiel gewonnen haben“, erklärte ich noch im Anschluss. Joachim gab zurück: „Dann machen wir erstmal so weiter. Ich glaube, deiner Freundin Pauline macht das Spielen hier großen Spaß.“ Während er dies sagte, schaute er zu ihr. Naja, wenigstens wusste der Bundestrainer jetzt Bescheid. Und nach dem Spiel würde ich auch den Spielern sagen, was Sache ist. Das heißt, falls wir da noch da sind.


    Jogi Löw und ich setzten uns wieder zu den Anderen und jubelten als, in der 60. Minute, das zweite Tor fiel. Und ratet mal wer das Tor geschossen hat. Genau! Miroslav Klose, der, eigentlich, meine Freundin Pauline war. Somit war klar, jetzt mussten wir entweder noch ein Tor schießen, was, wie ich denke, das Beste wäre, oder mehr in die Defensive gehen.
    So wie ich es mir gedacht hatte, schoss Sami Khedira das Tor zum 3:0 für Deutschland. Wohl bemerkt in der 64. Minute. Somit konnte uns die italienische Mannschaft nicht mehr einholen.

    Zu früh gefreut. Denn Mats Hummels schaffte es tatsächlich, eine Rote Karte, durch ein Foul mit nachfolgender Verletzung, zu kassieren. Es hieß deshalb Elf- Meter für Italien. Jetzt war Manuel Neuer auf sich gestellt.
    Noch 15 Minuten dann würde abgepfiffen. Das doofe war nur: Pirlo Machte den Elf- Meter und traf. Nun mussten die Deutschen wirklich in die Defensive gehen, um das Spiel zu gewinnen.

    Anstatt nach den 15 Minuten den Schlusspfiff zu geben, gab der Schiedsrichter noch fünf Minuten Nachspielzeit hinzu. Das ist so was von nicht nötig. Egal ob Italien jetzt noch ein Tor geschossen hätte, wir hatten eh schon gewonnen.

    Nach den fünf Minuten kam der Pfiff und die Fans rasteten aus. Wir freuten uns alle riesig, doch... Jetzt mussten Pauline, Yuki und ich den anderen Spielern ( natürlich nur den deutschen Spielern) die Wahrheit sagen. „Wir drei müssen euch etwas gestehen“, begann ich, „Wir sind nicht Thomas Müller, Miroslav Klose und Bernd Leno!“ „Nein, heute garantiert nicht. Sonst wärt ihr nicht so gut gewesen“, sagte Lukas Podolski. „So meinte ich das nicht“, gab ich mit gereizter Stimme zurück, „Ich meinte, dass wir jemand Anderes sind. Wir Sind Yuki Thorne, Pauline Hansen und ich bin Nicole Gambling. Durch diesen Schlüssel gelangten wir hierher. Zumindest unser Geist. Und Bernd Leno, Miroslav Klose und Thomas Müller sind jetzt in unseren Körpern. Wir sind, sozusagen, in diesen Körpern gefangen. Ich weiß leider nicht, wie lange noch.“ „Heißt das, dass ihr zwei, du und Pauline, die ersten beiden Tore geschossen habt?“ „Ja, das haben wir.“ Die Mannschaft sah so aus, als ob es ihnen ganz recht war, Spieler wie uns heute hier zu haben.

    Eine Stunde hatte es noch gedauert, bis wir in unseren Körpern und Müller, Klose und Leno in ihren Körpern waren. Das Verrückte kommt jetzt erst: wir, Pauline, Yuki und ich, waren noch in Warschau. Ehrlich! Das Bescheuerte an der Sache war, ich musste die Situation zum dritten Mal erklären. Naja, immerhin haben wir unsere Idole kennen gelernt. Und sie uns. Wir haben dann noch ein Spielchen gespielt. Wir hatten Manuel Neuer als Torwart und hatten gegen Müller, Klose und Podolski gespielt. Sie hatten Ron- Robert Zieler als Torwart. Ich sag nur 4:3 für, Trommelwirbel bitte,... für uns.
    Aber wir wissen, sie haben nicht so wie bei richtigen Spielen gespielt.

    Ich entdeckte ein Schlüsselloch im Torpfosten, steckte den Schlüssel hinein und Yuki, Pauli und ich waren zurück in unserer Zeit. Wir haben bei mir gleich den Fernseher angemacht und in den Nachrichten gehört, dass Deutschland im EM- Finale steht. Deshalb waren wir in die Vergangenheit gereist. Wir haben uns, für das Bestechen des Schiedsrichters, gerächt.

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