Lovestory Sasuke Uchiha - 4. Teil <3

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2 Kapitel - 10.418 Wörter - Erstellt von: ^^naruto_verrückter<3 - Aktualisiert am: 2013-06-15 - Entwickelt am: - 8.774 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Dieser Teil ist sehr viel kürzer als die anderen drei. Er setzt genau da ein, wo der Letzte aufgehört hat... ich hoffe, es gefällt euch! Ich werde mir Mühe geben, den letzten Teil auch noch so schnell wie möglich fertig zu machen, auch wenn das grade mit der Schule etwas schwierig ist.^^
Und sollte jemanden langweilig sein, würden mich Rückmeldungen nicht stören!

1
Ein weltenveränderndes Geheimnis

Die ganze Mission ergab sich kein Gespräch mehr zwischen uns beiden, trotzdem wurde er mir immer mehr sympathisch. Er hatte diese eiskalte und unnahbare Ausstrahlung, aber nach diesen beiden Unterhaltungen erkannte ich, dass es eine Täuschung, eine Maske war. Leider brachte es mir nicht grade viel, das zu wissen, wenn ich keine Ahnung hatte, was sich dahinter verbarg.
Aber nicht grade viel war immer noch etwas. Zum Beispiel fand ich einige Charakterzüge, die mich extrem überraschten. Am meisten: Großzügigkeit. Ganz im Ernst, wer hätte das erwartet? Großzügigkeit und einen starken Gerechtigkeitssinn, was reine Ironie war. Wie konnte jemand seine ganze Familie ermorden, sein Dorf verraten, sich den Bösen anschließen und einen starken Gerechtigkeitssinn haben? Das war doch ein Widerspruch in sich!
Und doch war es so. Beispiel: die zweite Nacht verbrachten wir in einem Hotel, wo uns (danke beschissener Schnüretyp!) ein Zimmer hatten teilen mussten. Es gab zwei Betten und wer schlief auf dem Boden? Richtig, der Uchiha, obwohl ich als letzte das Zimmer betrat. Oder: Frühstück. Wir hatten nicht wirklich genug Geld dafür (ernsthaft, dieser Schnüretyp kotzte mich an!), für uns drei genug Essen zu besorgen. Ich hatte noch Hunger und wer schenkte mir seine Portion, obwohl er dann selber nichts mehr hatte? Richtig, der Uchiha, obwohl es eigentlich sein gutes Recht wäre, seine zu behalten. Das verbarg er selbstverständlich hinter einer gespielten Gleichgültigkeit, aber wie gesagt, GESPIELTE Gleichgültigkeit.
Es war merkwürdig. Diese Person konnte ich einfach nicht mit Sasukes Geschichte vereinbaren, ich lernte hier den Gegensatz kennen. War er so gewesen, bevor er seine Familie ermordet hatte? Hatte er Sasuke deshalb so wehgetan?
Ich wollte zu Sasuke flüchten und das alles hier vergessen. Die Entscheidung hier machte mich wahnsinnig: akzeptierte ich Itachi jetzt oder nicht? Sasuke würde mir diese Entscheidung mehr als abnehmen, er würde sie einfach aus dem Weg räumen. Mann, ich vermisste ihn so sehr… was er wohl grade dachte? Wo er wohl grade war?
Wieder im Quartier erstatteten wir erst dem Leader Bericht. Da Hidan und Kakuzu, ja, jetzt kannte ich schon den Namen von dem, den ich am liebsten töten würde, noch immer weg waren, würde meine nächste Mission wohl auf sich warten lassen. Direkt nach dem Bericht gab es Essen, wo es mich auch nicht mehr störte, neben Itachi zu sitzen. Deidara war begeistert, dass ich wieder da war und ich wurde das ganze Essen über zugelabert. Erstaunlicherweise nur von ihm, Tobi sah einfach nur in meine und Itachis Richtung, ich schätze, es hatte ihn irritiert, dass ich keine Angst mehr vor ihm hatte.
Nach dem Essen musste ich Deidara versprechen, Nachmittags mit ihm Feuerwerke zu machen. Davor wollte ich allerdings Duschen, endlich war ich wieder ‚zu Hause'. Verrückt, ich hatte das Akatsuki Hauptquartier jetzt schon zu meinem zu Hause gemacht.
Erleichtert schälte ich mich aus meinen dreckigen Sachen. Ich ließ mir Zeit, Entspannung konnte ich grade wirklich gut gebrauchen.
Ich war trotz allem irgendwann fertig, zog mich an und trat in mein Zimmer. Erst mal erschreckte ich mich saumäßig, weil da jemand auf meinem Bett saß. Alter! Wer war das, wie kam er dahin und wieso war er hier? Dann erkannte ich Tobi und alles war okay. „Tobi, es tut mir leid, ich kann nicht mit dir spielen, ich habe Deidara versprochen, mit ihm Feuerwerke zu machen. Vielleicht morgen?“, fragte ich vorsichtig, da er wie kleine Kinder dazu neigte, enttäuscht zu sein.
Seine orangene Maske drehte sich in meine Richtung und ich bekam langsam das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. „Weißt du es?“, fragte Tobi mit einer unbekannten tiefen Stimme.
Was zum…? War das da wirklich Tobi? „Was soll ich wissen?“, gab ich zurück. Dieser neue Tobi machte mir irgendwie Angst. „Itachis Geheimnis.“
Aha! Wusste ich es doch! Itachi verbarg etwas! Und offensichtlich war er nicht der einzige, Tobi ebenfalls. Ich sah in diese lächerliche Maske und nickte hochmütig. Dieser Typ war verdammt scary, ich durfte keine Schwäche zeigen. Und was Itachi anging - ich kannte immerhin schon einen Teil, den der Krankheit, vielleicht könnte ich Tobi dazu bringen, mir durch diese Übertreibung mehr zu erzählen.
Also, von meiner Antwort schien Tobi nicht sehr begeistert zu sein. Mit einem Mal leuchtete mir das Sharingan von unter seiner Maske entgegen und ich konnte ihn nur entsetzt anstarren. Wie… hatte Itachi nicht alle umgebracht? Wer zum Teufel war das da? Es gab keine Geister… oder? Wusste er deswegen von Itachis Geheimnis? Weil er tot war? Aber das würde keinen Sinn machen, ich war doch schon mehrmals von Tobi umarmt worden, er war definitiv lebendig. Aber was dann? Und wer war Tobi überhaupt in echt?
Ich Idiotin, irgendwie hätte ich ahnen müssen, dass niemand wirklich so beschränkt sein konnte.
Eine Weile geschah gar nichts, dann stützte Tobi seine Hände auf seine Beine und stand auf. „So. Das ändert einiges.“ Er schien angestrengt zu überlegen. „Dir ist schon klar, dass Sasuke es dir niemals glauben wird, oder?“
Ähm… was? Hä? Okay, stopp, über was redeten wir noch einmal?
Ach ja, Itachi… Sasuke? Scheiße, das Geheimnis schien etwas größer zu sein als erwartet. Mit aller Kraft unterdrückte ich meine Überraschung und behielt eine abschätzende Miene. „Wollen wir wetten?“, fragte ich und legte den Kopf schief. „Ich glaube, du unterschätzt meinen Einfluss auf Sasuke.“ Oh je, hoffentlich war das jetzt das Richtige gewesen. Aber einen Rückzieher könnte ich ja schlecht machen.
Tobi stand mit einem Mal hinter mir und hielt mir ein Kunai an die Kehle. Ach du heilige Scheiße, in was war ich da nur wieder geraten? Was war aus Tobi geworden? Hilfe! Ich wollte nicht sterben! Wieso musste ich nur so neugierig sein? „Unternimm erst gar keinen Versuch, ihm davon zu erzählen. Ich werde nicht zulassen, dass du meine Pläne zerstörst. Leider würde es auffallen, wenn ich dich jetzt einfach töten würde – aber sei dir bewusst, dass ich dich zu jeder Zeit genauestens beobachte“, flüsterte er mit kühler Stimme in mein Ohr und ich bekam eine Gänsehaut. Was für Pläne? Was durfte ich Sasuke denn jetzt eigentlich nicht sagen?
Ah, verdammter Mist. Es würde alles andere als einfach werden, Itachis Geheimnis, was offenbar eng mit Sasuke zusammenhing, herauszufinden, wenn ich auf Schritt und Tritt überwacht werden würde. Allerdings war die Tatsache, dass ich es Sasuke auf keinen Fall sagen durfte, so interessant, dass ich es auf jeden Fall herausfinden würde. Ich meine: Sasuke! Hallo! Hatte ich da überhaupt eine andere Wahl?
Okay, erstmal müsste ich Tobi loswerden. „Ich bin nicht blöd“, zischte ich ihm zu. „Ich weiß, wann ich besser zuhöre und wann nicht.“ Er ließ mich los und ich sah ihn kalt an. Arschloch, wie hatte ich ihn nur jemals in Ordnung finden können? Er machte Angst.
Schweigend verschwand er durch meine Tür und ich ließ mich aufs Bett fallen. Sorry Deidara, aber ich konnte jetzt grade keine Feuerwerke machen. Na toll, ich machte alles kaputt. Itachi passte seit dem einen Morgen genau auf, was er sagte, ich hatte Tobi zum Feind. Nichts gegen Kisame, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass er sich über mich Gedanken machte. Ich war eher so etwas wie eine kleine Ablenkung für ihn. Deidara würde ich jetzt zum zweiten Mal enttäuschen, das erste Mal war da, wo ich das Team gewechselt hatte.
Na, wer blieb da noch übrig? Mal sehen: die Pflanze, die mich nicht leiden konnte, da ich mich damals so extrem vor ihr erschreckt hatte. Der Leader, der wohl eher genervt von mir war. Konan, die hundertprozentig die Meinung des Leaders teilte. Tja und dann waren da noch der unheimliche und geizige Schnüretyp und natürlich mein herzallerliebster Freund Hidan. Tolle Sache.
Ich rollte mich zusammen, es ging mir beschissen. Mist, ich sollte aufhören, meine Nasen in Angelegenheiten zu stecken, die mich nichts angehen. Hierbei gab es nur ein Problem: dieses Mal ging es Sasuke, also doch mich etwas an. Maaaan, scheiße, ich hasste das Leben. Ich würde noch depressiv werden, ganz im Ernst.
„So eine verfluchte Scheiße, kaum bin ich wieder da, da muss ich schon wieder auf so eine beschissene Mission. Und das auch noch mit dieser verfickten Bitch, da hab ich ja mal so was von keinen Bock drauf! Jashin-sama, wieso nur!“ Das hörte ich schon durch die Tür. Wer war denn da zurück von seiner Mission? Na, jetzt war meine Laune wirklich am Tiefpunkt angekommen.
Sasuke, wo bist du? Geht es dir gut? Suchst du mich?
Mir stiegen Tränen in die Augen und ich verlor den Kampf, ohne dass er wirklich begonnen hatte. Ich war einfach nicht in der Lage, meine Trauer zu unterdrücken. Naja, eher weniger Trauer als Verzweiflung. Ach scheiße!
„Hör auf, rumzuheulen, Amaya. Das ist ja erbärmlich“, befahl ich mir selbst, aber es half rein gar nichts. Meine Tür wurde aufgestoßen und ich ahnte bereits, wer da stand. Trotzdem hörten meine Tränen nicht auf, na geil, da heulte ich doch eiskalt vor dem Sensemann rum. Ich spannte meine Kiefermuskeln an und sah verbittert den überraschten Hidan an. Er war so überrascht, dass er mich nur mit hochgezogenen Augenbrauen anstarrte. „Was?“, schrie ich ihn an. Meine Würde war sowieso nicht mehr existent, wollte er jetzt noch drauf rumhacken? „Na los! Wo bleiben deine Beleidigungen? Ich bin erbärmlich, sag es ruhig!“, schrie ich einfach weiter.
Der Sensemann reagierte immer noch nicht, also nahm ich mein Kissen und schmiss es zu ihm rüber. Es traf ihn Mitten ins Gesicht, aber er schrie nicht zurück. Er warf nicht einmal das Kissen zurück. Stattdessen plumste es auf den Boden und er kam zu mir rüber. „Bitch? Ich meine, Kleine? Was ist passiert?“, fragte er und ging vor mir in die Hocke.
Ich konnte nichts dagegen tun, dass ich ihn ungläubig anstarrte. Was zur Hölle ging denn hier ab? Wo war der Haken an der Sache? Wir redeten hier über den Sensemann, den Typen, der mit Gabeln nach mir geworfen hatte und der mich bei jeder Gelegenheit beleidigte.
Das interessierte ihn ernsthaft? Okay, es war nichts Richtiges passiert, ich heulte ohne wirklichen Grund, Tobis Drohung hatte mich nur ein bisschen aus dem Konzept gebracht. In Verbindung mit meiner unmöglichen Entscheidung und dem Verlust meiner Freunde und vor allem Sasuke und Schlafmangel heulte man da eben.
Ja, ich geb's ja zu, eigentlich hatte ich keine verdammte Ahnung, warum ich heulte, es war eben ein beschissenes Gefühl und die hatte ich IMMER NOCH NICHT unter Kontrolle.
„Ich… ich weiß nicht…“, stotterte ich rum. Verfluchte Scheiße, es war der Sensemann. Wir waren natürliche und offiziell erklärte Feinde… und trotzdem schien er ernsthaftes Interesse zu haben.
Schön, dann würde ich es ihm eben sagen. Aber wie? Am besten ohne, dass ich dabei Sasuke, damit würde ich nämlich eine Erpressungsmöglichkeit liefern, oder Tobi, wer weiß, ob ich jemanden davon erzählen darf, erwähnte. Tatsache war nur, dass ohne diese beiden gar nichts passiert wäre.
Lilane Augen blinzelten mich verständnislos an. „Doch, verflucht sicher ist was passiert, sonst würdest du verdammt noch mal nicht weinen.“ Kurzes Schweigen, ich konnte nichts anderes machen, als ihn einfach nur verzweifelt anschauen und hoffen, dass er verstehen würde, dass ich es ihm nicht sagen konnte. Dabei ignorierte ich einfach mal seinen Intelligenzquotienten, der ihm das verbat. Und irgendwo in meinem Hinterkopf speicherte ich ab, dass er mich nicht beleidigt hatte.
„Wirklich, ich bin gar nicht so übel, Jashin-sama weiß das! Fuck, du kannst es mir sagen“, beharrte er und hielt mir sogar ein Taschentuch hin. Trotz meiner Verzweiflung musste ich irgendwie lachen. Ein besorgter Hidan, so etwas gab es auch. Und nicht einmal dann konnte er aufhören zu fluchen, war irgendwie zu erwarten gewesen. „Du hast mit einer Gabel nach mir geworfen“, gab ich zurück, nahm aber das Taschentuch, putzte meine Nase und wischte meine Tränen weg. Die Neuen entschieden sich dazu, einfach nur in meinen Augen rumzuschwimmen, wenigstens war ich dadurch nicht am Heulen.
Hidan blinzelte ein paar Mal, dann schlich sich diese typische Entrüstung auf sein Gesicht. „Du miese Schlampe hast mich ja auch beleidigt!“, beschuldigte er mich und mein Grinsen wurde tiefer, was nur dazu führte, dass die Tränen doch meine Wangen hinunterkullerten.
„Hey, hey, hey, nicht weinen!“, rief er wieder besorgt und fluchte dann. „Fuck, Scheiße, ich hatte nur ein Tuch… bin gleich wieder da, beweg dich nicht von dem verfluchten Bett!“ Dann lief er in mein Badezimmer und holte mir etwas Klopapier, worüber ich nur lächeln konnte. Der war ja wirklich gar nicht so übel. Vielleicht war die Welt ja doch nicht so schlecht wie erwartet. Wer hätte gedacht, dass der Sensemann mich aus meinen Depressionen ziehen würde? Es gab Überraschungen und Wunder auf der Welt.
Er kam zurück und hielt es mir hin. „Da Bi…“ Ich sah ihn böse an und er grinste verlegen. „Ich meine, Kleine!“ Mein Blick wurde noch finsterer, aber hey! Meine Tränen hörten auf! Stellt euch vor, dazu musste man mich nur beleidigen! „Ich habe dich beleidigt, weil du mich beleidigt hast. Und es ist NICHT schön, wegen seiner Größe aufgezogen zu werden“, verkündete ich und nahm das Klopapier. Hidan starrte mich nur verblüfft an, dann grinste er. „Bei Jashin, diese verfluchte Sch… äh, dieses Mädel überrascht mich immer wieder!“
Ich musste einfach anfangen zu lachen. Soso, immer wieder. Wir hatten ja auch so viele gemeinsame Situationen gehabt. Aber ich musste zugeben, diese Mission würde mich vielleicht ablenken. Oder eher Hidan würde mich ablenken, das lief aufs Selbe hinaus. Jedenfalls würde sie mir guttun…
Wenn da nicht das Problem wäre, dass ich Itachis Geheimnis so schnell wie möglich herausfinden musste. Wer weiß, um was es sich handelte, aber es hatte etwas mit Sasuke zu tun. Und wegen ihm musste ich mich beeilen.
Also, grade kam mir eine Idee. Keine Ahnung, ob die in Ordnung war, aber ich würde es versuchen. „Hidan?“ „Hm?“ Ich musste mich getäuscht haben, vielleicht hatte der Typ ja doch recht gehabt mit ‚Augen sind die Fenster zur Seele'. Dann wäre Hidan gar nicht so übel, Deidara auch nicht, Tobi undeutbar, da ich sein Auge nur einmal kurz mit Sharingan gesehen hatte, Pain… naja, da war irgendwas mit seinen Augen, ich wusste immer noch nicht, woher ich die kannte, Konans Augen waren auch schön, die Pflanze und der Schnüretyp wären gruselig und… äh, Kisame, keine Ahnung… er hatte halt Fischaugen. Bedeutete das, er war ein Fisch? Jedenfalls gab es dann noch Itachi, dessen Augen ich auch noch nie gesehen hatte, nur mit Sharingan eben. Und das wirkte wie eine Maske. Uh, irgendwie unheimlich, das stimmte alles. Ähm, außer Kisame.
„Es ist… wegen Tobi.“ Eine von Hidans Augenbrauen rutschte in die Höhe. Als ich das sah, musste ich grinsen, ich konnte das auch! Allerdings sah es bei ihm noch viel cooler aus, das musste man ihm lassen. „Guck nicht so! Tobi ist gruselig, er ist nicht der, den er immer spielt! Er hat mich bedroht und wird mich ab jetzt auf Schritt und Tritt überwachen!“
Seine Reaktion war ein vollkommener du-willst-mich-doch-verarschen-Blick. Verdammt, er musste mir glauben und Tobi ablenken. Das wäre perfekt für mich, vor allem abends, dann konnte ich mich irgendwie in Itachis Zimmer schleichen und ihn zur Rede stellen.
Ich musste eben nur Hidan überzeugen. Im Ablenken war er gut genug. „Ich habe Angst. Er hat mir sogar ein Kunai an die Kehle gehalten, wirklich. Er meinte, es wäre zu auffällig, mich einfach so umzubringen, aber gilt das auch für Abends? Verdammt, Hidan, er hat irgendeinen einen Plan. Und ich bin ihm im Weg, da er durch ein Missverständnis glaubt, ich würde den Plan vereiteln wollen.“ Ich holte tief Luft, ich musste noch mehr labern. Einfach irgendetwas sagen, solange ‚viel' dafür spricht, wird Hidan schon drauf reinfallen. Es war eben Hidan. „Warum denkst du sonst, dass er hier aufgenommen wurde? So ein Feigling hätte hier nichts zu suchen. Verdammt, der ist intelligent, wenn er sich wie ein geistig Zurückgebliebener benimmt, wird ihn niemand verdächtigen, wenn er mich heute Abend umbringen wird.“ Ja, jetzt fädeln wir geschickt eine Lüge in die Wahrheit ein. „Mit Gift, dafür wäre Tobi, dieses bescheuerte Kind, doch viel zu dumm. Ich würde sterben! Bitte, er ist supermächtig, er müsste nicht einmal laufen, er kann sich teleportieren, er würde mich auch dann finden, wenn ich mit euch auf Mission gehen würde.“ Okay, noch ein bisschen mehr Drama… „Verstehst du das? Ich werde sterben! Und ich kann nichts dagegen tun, die Einzigen, die stark genug hier sind, um es mit ihm aufzunehmen, sind Itachi und Pain. Und Konan vielleicht auch, wer wei߅ er hat das Sharingan! Hidan, bitte, du musst ihn heue Nacht ablenken. Vielleicht kann ich den Leader überzeugen, dass ich zu ihm oder Itachi umziehen kann…“
Uff, das war jetzt eine Menge Text. Hidan wirkte etwas überrumpelt und ich nutzte das, um dem ganzen noch den Höhepunkt zu verleihen. „Pass auf. Kannst du dir Tobi mit Sharingen vorstellen?“ Trotz aller Überraschung schaffte Hidan es noch, den Kopf zu schütteln. Ich nickte und stand auf. „Ich konnte es ebenfalls nicht. Aber ich zeig es dir: durch mein KekkeiGenkai kann ich Illusionen erschaffen, die so aussehen, wie ich sie mir vorstelle und ich weiß ja jetzt ganz genau, wie er mit Sharingan aussieht. Hier.“ Dann aktivierte ich mein Erbe und setzte einen illusionären Tobi aufs Bett. Er saß da genauso, wie er es in Echt vor kurzem noch getan hatte und Hidan starrte entsetzt auf dieses Bild. „Das sieht verflucht beschissen echt aus!“, rief er und griff mit seiner Hand durch die Illusion. Ich verdrehte die Augen, ließ ihn aber machen. Das war meine einmalige Chance.
Er sah mit ernstem Gesicht zu mir herüber und ich ließ Tobi wieder verschwinden. Dann langsam begann er zu grinsen und stimmte am Ende begeistert zu, sodass ich mir gar nicht sicher war, ob er den Ernst der Lage erkannt hatte. Aber das war auch egal, er war schließlich unsterblich. Ich musste mir jetzt nur noch überlegen, wie zum Teufel ich das Geheimnis aus Itachi rausbekommen würde. Das würde unlustig werden.
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Ich stand vor der Tür und setzte alle meine Hoffnung in Hidan. Wenn Tobi das mitbekommen würde… uh, besser nicht drüber nachdenken.
Ich aktivierte mein KekkeiGenkai und klopfte an Itachis Tür. Es brauchte keine Sekunde, da kam auch schon ein „Was ist?“ aus dem Zimmer. Ich verbat mir darüber nachzudenken und ging einfach rein, in der Hoffnung, dass er wenigstens bekleidet war. Kaum drinnen erschuf ich mit meinem Erbe ein zweites ich, weinend, dass weiter auf ihn zuging. Ich selber schlich im Schatten hinter sein Bett.
„Amaya?“, fragte er und wollte grade aufstehen, da sprang ich auf ihn drauf und hielt ihm ein Kunai an die Kehle. Er war angezogen, Glück gehabt. Sonst käme das ein bisschen merkwürdig rüber… „Du erzählst mir jetzt dein Geheimnis. Sofort. Was hat Sasuke damit zu tun?“, zischte ich ihm ins Ohr und drückte das Kunai noch ein bisschen fester in die Haut.
Ja, ich weiß, das braucht ihr mir gar nicht erst zu sagen, ein absolut bescheuerter Plan. Gegen Itachi Uchiha = 0% Erfolgschancen. Aber, hey, irgendwelche andere Vorschläge? Sollte ich einfach lieb hingehen und ihn um eine Antwort bitten? Ziemlich dumme Idee, dabei würden meine Erfolgschancen sogar noch in den negativen Zahlenbereich sinken.
Ich hatte keine Zeit, irgendetwas anderes zu machen, da lag ich auch schon auf dem Rücken festgenagelt im Bett und mir wurde mein eigenes Kunai an den Hals gedrückt. Also, das war schonmal nach hinten losgegangen, fast so wie erwartet. Nur hatte ich eigentlich gedacht, dass ich wenigstens ausweichen würde können… Mist.
Itachis Sharingan leuchtete auf mich herab und ich fragte mich, ob ich hier sterben würde. Ganz im Ernst, das könnte ich mir sogar vorstellen.
„Amaya“, sagte Itachi nur, rührte sich aber nicht. Na toll, und was jetzt? „Hm-hm. Sorry.“ Ich hatte absolut keinen Plan, was ich dazu sagen sollte. Was würdet ihr sagen, wenn ihr ins Zimmer einer Person eindringt und sie dazu zwingen wollt, ein Geheimnis preiszugeben, indem ihr sie mit einem Kunai bedroht? Und dann das ganze nach hinten losgeht? Seine Augen wurden schmaler und ich bekam jetzt ernsthaft Angst. „Ich meine es Ernst. Ich wusste nur einfach keine andere Lösung, du würdest es mir doch sowieso nie sagen. Aber ich muss es wissen!“
Ganz langsam verschwand das Kunai von meiner Kehle und ich beeilte mich, auch noch den Rest zu erzählen. „Nach dem Essen hat Tobi mich aufgesucht und mich gefragt, ob ich dein Geheimnis wissen würde. Da ich dachte, er meinte die Krankheit, habe ich genickt. Aber dann hat er mir ein Kunai an den Hals gedrückt und mir gesagt, dass ich auf keinen Fall Sasuke davon erzählen dürfte. Er hätte mich umgebracht, wenn es nicht so auffällig gewesen wäre. Verdammt, er hat einen Plan und Sasuke gehört dazu und wenn Sasuke dein Geheimnis wissen würde, würde das alles kaputt machen. Er glaubt, ich würde gegen ihn sein… ich hatte praktisch keine andere Wahl, ich muss wissen, was Sasuke so sehr verändern würde, dass Tobi das auf keinen Fall will.“ Mit bangem Blick sah ich ihn an, bitte, hoffentlich glaubte er mir.
Ach du Scheiße, ich war so ein Idiot! Mit so einer Taktik gegen Itachi Uchiha anzukommen… meine Fresse, hallo Psychiatrie, ich war selbstmordgefährdet.
Endlich gab Itachi auch den Rest von mir frei und ich kroch ganz in die Ecke vom Bett. Ein Angsthase war ich trotzdem, irgendwie steckte ich voller Widersprüche. Verrückt.
Itachis Augen musterten mich genau und ich kam mir ein bisschen dämlich vor. Er hatte keinerlei Anstalten gemacht, mich umzubringen. Oh je, ich war einfach nicht mehr zu retten. Seufzend setzte ich mich in den Schneidersitz und wartete geduldig auf seine Antwort. ^Idiotin… Intelligenzfreie… Schwachkopf… Hirnlose… Volldepp…^ lauter Wörter dieser Art wiederholten sich dabei wie eine endlose Schlaufe. Ehrlich, Itachi brauchte gar nichts mehr zu machen, ich machte mich schon selber fertig.
„Was meinst du mit ‚er hat einen Plan'?“, wollte Itachi von mir wissen und ich konnte Beunruhigung erkennen. Woher soll ich denn das wissen!, hätte ich in am liebsten angeschrien. Das tat ich dann aber doch nicht, er hatte alles Recht der Welt, das zu fragen. „Ähm, naja, er sagte, wortwörtlich: ‚Unternimm erst gar keinen Versuch, ihm davon zu erzählen. Ich werde nicht zulassen, dass du meine Pläne zerstörst. Leider würde es auffallen, wenn ich dich jetzt einfach töten würde - aber sei dir bewusst, dass ich dich zu jeder Zeit genauestens beobachte.'“ Irgendwie machte mich Itachis Beunruhigung nervös, verdammt, ich hatte ihn noch nie anders als beherrscht und ruhig erlebt. Er schien immer bereits alles Mögliche in Erwägung gezogen zu haben.
Allerdings war die Tatsache mit dem Plan anscheinend nicht das, was er erwartet hatte. Das konnte kein gutes Zeichen sein.
Ein rettender Plan kam mir in den Kopf. Wenn alles gut ging, dann würde ich das schaffen. Wenn alles gut ging, er beruhte mal wieder auf Gewalt.
„Wir sollten das draußen besprechen“, flüsterte ich und sah nervös von einem Schatten zum nächsten. Wie erwartet stimmte er zu und wir verschwanden durchs Fenster, das war einfach unauffälliger. Draußen aktivierte ich mal wieder mein Erbe und wir setzten uns einander gegenüber. Ich erschuf direkt vor mir ein zweites Ich, jetzt würde er denken, dass dieses Ich redete. Ich legte meine Hände in meinen Schoß, sodass sie vom Rücken der Illusion verdeckt wurden. Diese Illusion war nur dazu gedacht, dass er meine Hände nicht sah. Deshalb schwebte sie auch keinen Zentimeter vor meinen Knien, nah genug dran, dass er mich dahinter nicht ausmachen konnte und weit weg genug, dass ich noch ohne Probleme Fingerzeichen formen konnte.
Ich konzentrierte mich stark und begann. Itachi schwieg, vermutlich dachte er nach, was er jetzt tun sollte. Als ich etwa in der Hälfte war, sah er mich an. Und zwar mich direkt, nicht die Illusion.
Aber – das war unmöglich! Ich meine, die Illusion war doch vor mir und…
Ach nein. Nicht schon wieder. Ich war so eine verfluchte IDIOTIN! Ich konnte auch nie dazulernen! Das Sharingan konnte Chakra sehen. Mist, Mist, MIST!
„Was genau tust du da?“, wollte er wissen und deutete auf meine Finger. ^Ich versuche, Knoten in meine Finger zu machen, weißt du!^ Genervt von meiner eigenen Dummheit ließ ich die Illusion verschwinden, hörte aber nicht auf, das Jutsu zu vollenden. Bevor das aber geschehen konnte, wurde einer meiner Ärmel von mehreren Shuriken am Boden festgenagelt. Arsch, ich musste es einfach erfahren! Ich konnte nicht zulassen, das Tobi Sasuke mal eben wie eine Marionette in seine Pläne miteinbezog.
Verbittert zog ich die Shuriken aus meinem Ärmel und warf sie Itachi vor die Füße. Er ließ sie da stecken und sah mich einfach nur an. „Was?“, fragte ich gereizt. Wieso konnte er es mir nicht sagen? „Ich habe dir eine Frage gestellt“, erinnerte er mich. „Und ich dir eine Forderung“, erwiderte ich sarkastisch. Ach man, das Leben war zu kompliziert für mich.
Itachi musterte mich. Mal wieder, eigentlich müsste er doch so ziemlich genau wissen, wie ich aussah. „Ich kann es dir nicht sagen“, antwortete er schließlich. Was sollte das denn jetzt wieder heißen? Trotzdem versuchte ich eine andere Taktik. „Und zwar weil…?“, fragte ich so behutsam wie möglich. Er sah mich scharf an, antwortete aber trotzdem darauf. „Weil es dann umsonst werden würde. Niemand darf es erfahren.“
Toll! Verdammt, langsam machte er mich aggressiv. Ich wusste doch schon, dass er ein Geheimnis hatte. Das allein sollte doch ausreichen, um mir die Wahrheit zu sagen, oder?
NEIN, natürlich nicht, es handelte sich immerhin um Itachi Uchiha! Okay, beruhigen… puh, tief einatmen, Pause, ausatmen… „Aber ich weiß doch schon die Hälfte. Ich weiß von deiner Krankheit und davon, dass du ein Geheimnis hast. Das hat mit Sasuke zu tun… und wenn ich mich an das Gespräch aus der Höhle erinnere, empfindest du immer noch so etwas wie Zuneigung für deinen Bruder. Weshalb solltest du ihn also verletzen? Lass mich mal überlegen… what doesn't kill you makes you stronger, right? Ist es das? Aber meinst du nicht auch, dass es ein bisschen übertrieben war, gleich die ganze Familie umzubringen?“
Wow, diese Schlussfolgerungen zog ich erst jetzt! Aber ich fand, sie klangen ziemlich logisch. Er war anders, er war einfach nicht die Person, die ich aus Sasukes Erzählungen kennen gelernt hatte.
Da Itachi nicht reagierte, nahm ich an, dass ich auf der richtigen Spur war. Ha, okay, wenn er es mir nicht sagen wollte, dann würde ich es eben erraten! „…Oder hatte das etwa einen anderen Grund? Welchen? Du hast einen starken Gerechtigkeitssinn, also vermute ich einfach mal, dass eine Ungerechtigkeit dabei war. Hm, aber welche? Was für eine Ungerechtigkeit könnte so stark sein, dass ein ganzer Clan getötet werden musste?“ Egal wie ich es drehte und wendete, diese Reaktion kam mir immer noch ein bisschen übertrieben vor. Außer…
„Ohohoh, wow, okay, warte. Ich weiß ganz genau, dass die politische Stabilität vor ein paar Jahren praktisch nicht existent war. Wurde denen etwa Geld angeboten und sie hatten vor, mit einem anderen Land zusammen Konoha anzugreifen?“ Ja, es klang etwas weit hergeholt, aber es lag immer noch im Bereich des Möglichen.
So gesehen… Itachi hätte Sasuke nie etwas davon erzählt und der hätte seine Familie immer in guter Erinnerung gehabt. Und dann – diese Krankheit, er würde sowieso bald sterben, wenn er seinen kleinen Bruder wirklich liebte, dann würde er einfach den Kampf verlieren und tata! Die Ehre des Uchihaclans wäre wiederhergestellt und Sasuke wäre stark und könnte ein glückliches Leben in einem noch existierenden Dorf leben.
Meine Augen weiteten sich, das war doch völlig unmöglich. Ich schüttelte ganz langsam den Kopf, konnte das sein? Ich meine… wieder befand ich mich in Gedanken in der Nacht, wo Sasuke mir von seiner Vergangenheit erzählt hatte. Aber meine Version würde viel besser zu der Person passen, die ich hier kennen gelernt hatte. Das war doch zum Verrücktwerden!
Itachis Augen trafen meine und mit einem Mal aktivierte er das Mangekyou Sharingan. Wah, Scheiße! Nein, nein, nein, ich wollte nicht sterben! Bitte! In allerletzter Sekunde schaffte ich es noch, mein KekkeiGenkai zu aktivieren, da befand ich mich plötzlich in einer extrem merkwürdigen Welt. Sie sah ein wenig wie das negativ der normalen Welt aus… nur existierte die Farbe Rot trotzdem.
Itachi stand vor mir und sah mich böse an. „Du bist schon viel zu nah an der Wahrheit“, verkündete er und ich konnte ihn nur überrascht anstarren. „Na dann… kannst du mir doch gleich die ganze Geschichte erzählen!“, schlug ich vor, das war doch hervorragend! Und offensichtlich hatte er keine Ahnung, dass ich im Moment gegen Genjutsus immun war, das würde ich schon noch zu nutzen wissen. Aber für's erste zog ich es vor, in dieser anderen Welt zu bleiben.
Er schüttelte den Kopf und sah mich wenig begeistert an. Ich konnte nur genauso zurückstarren, was wollte er jetzt schon wieder von mir? „Ach, komm! Hier bin ich im Nachteil, ich hab ja nicht einmal eine Ahnung, was hier ist. Du hast die absolute Kontrolle, jetzt kannst du es mir ruhig sagen“, versuchte ich es weiter. Nicht aufgeben, stur bleiben, ich kann das.
Itachi schien zu überlegen. Yes! Habe ich schonmal erwähnt, dass ich ein absolutes Genie war? Plötzlich legte er den Kopf schief. Aber anstatt, dass er etwas sagte, tauchte mit einem Mal ein Bild vor mir auf. Nicht nur eins, mehrere.
Ich zuckte heftig zusammen. Was ich sah, wollte ich garantiert nicht sehen. Es waren grauenhafte Erinnerungen, Schreie, Blut, Tod überall. Trauer und Schmerz, ich konnte kaum mehr klar denken. Was zum Teufel war das?
Grade, als ich mich entschloss, dieses Genjutsu nicht mehr zu sehen, verblassten die Bilder. „Das“, flüsterte Itachi, „ist der Krieg. Ich war vier.“ Ich konnte nur heftig schlucken und versuchen, diese grauenhaften Bilder zu vergessen.
Mit einem Mal stand ich auf der Straße. Ein junger Itachi kam vorbeigelaufen und ich lief ihm hinterher. Nur wenig später sprang mit einem Mal ein kleiner Schatten um die Ecke und umarmte Itachi. „Nii-san! Da bist du ja! Kannst du mir bei den Hausaufgaben helfen?“
Sasuke! Oh Gott, der war aber niedlich! Ich spürte, wie eine Welle der Zuneigung mich überrollte, keine Ahnung ob das zum Genjutsu gehörte oder nicht.
Danach kamen mehrere Szenen mit den beiden. Jedes Mal waren sie anders alt und jedes Mal spürte ich diese Zuneigung, was vermuten ließ, dass es unter anderem auch Itachis Gefühle waren. „Das ist Sasuke für mich“, hörte ich Itachis Stimme und ich konnte nichts anderes tun, als zu lächeln. Die beiden waren füreinander gemacht, das sah man auf den ersten Blick.
Plötzlich wechselte die Szene. Itachi saß vor seinen Eltern auf dem Boden, den Blick nach unten gerichtet, als würde eine riesige Last auf seinen Schultern liegen. „Das verstehst du doch, oder?“ Ich spürte, wie Hass und Verzweiflung über Itachi kamen. Anscheinend keine schöne Erinnerung.
Nur wenig später verstand ich auch, warum: ich stand in einem Besprechungsraum, wo Itachi grade praktisch verhört würde. Informationen über Konohas Regierung, Ihre Ninjas und alles Mögliche. Zunächst hatte ich keine Ahnung, was das sollte, bis irgendeiner sagte: „Bald ist es so weit. Du hast gute Arbeit geleistet, Itachi. Bald können wir endlich das haben, was uns zusteht!“ und ein anderer rief: „Konoha gehört uns!“ Ich konnte nur geschockt auf die ganzen Uchihas starren, die anscheinend irgendwie beschränkt waren. Itachis Verzweiflung war so intensiv, dass ich mich fragte, warum die keiner bemerkte.
„Ich war dreizehn“, vernahm ich Itachis erwachsene Stimme. Dann tauchte eine neue Situation auf: Itachi als ANBU vorm Hokagen. „Du verstehst, was dann passiert, nicht?“, fragte dieser grade, dabei sah er aus dem Fenster. Jetzt spürte ich Zerrissenheit und noch mehr Verzweiflung. Wieso? Wie konnte man das einem Kind antun? „Ich verstehe“, antwortete Itachi. „Krieg.“ Der erwachsene Itachi hinter mir lieferte mir die fehlenden Informationen: die anderen Länder würden einen Bürgerkrieg in Konoha, der zwingend auftreten würde, wenn die Uchihas eine gewaltsame Machtübernahme planten, nutzen, um Konoha selber zu übernehmen oder zu zerstören.
Grausam. Mehr gab es da nicht zu sagen.
Wieder eine Situation beim Hokagen. Er bekam eine Schriftrolle…
Nein. Warte, halt. Haaaalt, Pause, Auszeit.
Es war eine Mission gewesen?
Eine Mission! Das war… das war… eh, das war unglaublich!
Dann wechselte es schon wieder und ich stand Itachi und einem anderen Typen gegenüber. Bedingungen wurden gestellt und der andere ging darauf ein. Er würde weder Konoha noch Sasuke anrühren, dafür bekam er Rache am Uchihaclan.
Ich starrte einfach nur auf diese Bilder und versuchte, sie zu verarbeiten. Nicht einfach, wirklich nicht. Aber es war die Wahrheit, das spürte ich irgendwie. Vielleicht weil es viel zu weit hergeholt war, um eine Lüge zu sein. Und diese Gefühle konnte man nicht vortäuschen.
Ich spürte die Schwere der Entscheidung, die der dreizehn Jahre alte Junge vor mir treffen musste. Er saß da in seinem Zimmer und starrte geistesabwesend auf einen Zettel. Die Mutter kam und brachte Essen vorbei und ihm fiel ein, dass es das letzte Mal sein würde.
Ich spürte alles. Den ganzen Schmerz, die ganze Verzweiflung, die ganze Zerrissenheit, die ganze Tragweite. Alter, scheiße, ich wollte ihn umarmen und ihm die Entscheidung abnehmen.
Was für eine Wahl hätte ich getroffen? Krieg, nach diesen schrecklichen Erinnerungen von Anfang, die zu einem zerstörten zu Hause und möglicherweise zum Tod von nahestehenden Personen führen würde oder Tod der eigenen Familie? Hätte ich das geschafft, hätte ich Yukiko umbringen können, um Frieden zu bewahren und mein Dorf, also alle anderen Kinder, zu beschützen? Und zwar gleich zwei Mal beschützen, einmal vor dem Krieg, also vor dem Tod von unschuldigen Personen, und einmal vor der Zerstörung von diesem anderen Typen.
Obwohl – nicht Yukiko. Mist, ich hatte nur eine wichtige Person, Yukiko wäre eher wie Sasuke gewesen. Ach du Scheiße, ich hätte dasselbe gemacht. Wenn ich dabei nicht zusammengebrochen wäre.
Er nahm sich seine Ausrüstung und den Tod bekam ich nur nebensächlich mit. Der Fokus lag auf Sasuke, der Itachi hasste und Itachi, der seinen kleinen Bruder quälte. Verdammt! Scheiße, aber ich hätte wieder ganz genau dasselbe gemacht, wenn das der einzige Weg war, ihn vor dem Typen und der Regierung zu schützen. Er sollte auf keinen Fall so benutzt werden, wie Itachi es wurde.
Oh Gott, oh Gott, er weinte sogar, als er das Dorf verließ und Sasuke allein zurückließ. Verdammt, wieso! Er hätte ein glückliches Leben führen können! Er hatte das nicht verdient, ihr Arschlöcher! Wo bleibt die Gerechtigkeit! Er war einer der besten Menschen, von denen ich je gehört hatte!
Aber es war noch nicht zu Ende. Er stattete dem Hokagen einen Besuch ab und ließ sich das Versprechen geben, dass Sasuke davon niemals erfahren würde und beschützt werden würde. Dann noch eine Drohung an Danzo, der sollte Sasuke bloß nicht anrühren, er hatte wertvolle Informationen während seiner Zeit als ANBU gesammelt, die er jederzeit weitergeben konnte.
Oh Gott, Itachi, wäre ich nicht unsterblich und unauflöslich in Sasuke verknallt, hätte ich mich bestimmt in dich verliebt. Finde mal eine zweite Person, die bereit ist, so etwas auf sich zu nehmen, um das Dorf und seinen kleinen Bruder zu beschützen.
Und immer noch war es nicht zu Ende: nein, er trat sogar noch Akatsuki bei, um diese gefährliche Organisation im Auge zu behalten. Und die Krankheit… es war genauso, wie ich es geraten hatte, er würde sich von Sasuke töten lassen. Aber da kam noch ein kleines Extra, er würde ihm noch alle seine Doujutsus übertragen, sodass er dadurch noch stärker wurde.
Alter, Hilfe! Zu viele Informationen! Zu viel Ungerechtigkeit und zu viel Liebe! Ich hatte bereits akzeptiert, dass Itachi der beste Mensch der Welt war, jetzt musste ich mir nur noch überlegen, wie ich das Sasuke beibringen würde. Denn das ich nicht zulassen konnte, dass dieser Mensch Selbstmord beging, das war selbstverständlich.
Mit einem Mal stand ich wieder vor Itachi, der mich genau musterte. „Jetzt weißt du alles. Und es tut mir leid, aber ich kann dich damit nicht gehen lassen.“ Und dann hing ich gefesselt an einem Kreuz und Itachi begann, mit tausenden von Schwertern auf mich einzustechen. Hilfe!
Nachdem ich den ersten Schmerz spürte, beschloss ich, dass Genjutsu zu ignorieren. Weil es so mächtig war, gelang es mir nicht ganz, aber immerhin spürte ich nichts mehr. Ich schwebte wie ein Geist über meinem Körper und sah einfach nur, wie mir immer mehr Schwerter in den Leib gerammt wurden.
Nach ca. vier Stunden wurde mir langweilig. Wie lange ich hier noch bleiben würde? Meine eigenen Schreie zu hören, war für mich inzwischen normal und ich fragte mich einfach, wie ich wohl reagieren würde, wenn ich tatsächlich da unten am Kreuz hängen würde. Ich meine, wenn das Jutsu aufgelöst werden würde.
24 Stunden später beschloss ich, dass ich traumatisiert spielen würde. Nach 48 Stunden sah ich ein, dass traumatisiert wohl nicht reichen würde und ich wohl eher in Ohnmacht fallen würde. Aber er hörte immer noch nicht auf, mich zu quälen! Ja, okay, ich hab's kapiert, du willst mich psychisch am Ende haben, sodass ich danach fünf Wochen lang im Koma liegen würde. Dann könnte ich ihn auch nicht mehr aufhalten.
Haha, ich hatte ihn aber ganz schön verarscht!
Nach 72 Stunden befand ich mich mit einem Mal wieder in meinem Körper und ließ mich sofort zusammensacken. ^Bewusstlos tun, tu so, als seist du tot^, rief ich mir immer wieder in Erinnerung. Itachi nahm mich hoch und trug mich doch tatsächlich in mein Zimmer, nett von ihm, aber wahrscheinlich hatte er einfach nur Schuldgefühle. Kaum lag ich, verschwand er auch schon wieder. Ich sprang auf und packte sofort meine Sachen zusammen, ich durfte keine Zeit verlieren.
Ich musste zu Sasuke.

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SilentPain ( 14458 )
Abgeschickt vor 340 Tagen
Diese Geschichte war einfach genial,als ich in der Bahn saß
müsste ich mich so zusammenreißen das ich kein Lachanfall
bekamm...
Also ich würde mich freuen wenn du noch ein Teil zu dieser
Geschichte machen würdest=°_°=
Smiley Pixar 12 ( 22036 )
Abgeschickt vor 346 Tagen
Sie war sooooo süß einfach oberhammergeilo aber am Ende hätte sie etwas romantischer sein können aber einfach oberhammergeilo : )
Line-Chan ( 29892 )
Abgeschickt vor 448 Tagen
Die stoey war soooooo süß und das ende war sooooo schön *Heul* *Schlurz* 😍😭😢😢😢😢😢❤
Akisa-chan ( 24733 )
Abgeschickt vor 608 Tagen
OMFG ich bin so derbe bei dieser story durch gedreht ich komm einfach nicht darauf klar😍
nanami ( 74971 )
Abgeschickt vor 652 Tagen
OMG!!! Die Story ist so geil!!! Total gut!!! Ich finde dich cool!!! Tnx für die Story!!!
Lara-chan ( 25236 )
Abgeschickt vor 653 Tagen
Also...ich habe sie gelesen und durchgeheult....enterder vor lachen,trauer oder freude :) du hast einen wunderwunderwunderschööööööönen schreibstyle der mir wunderwunderwundergut (ich weiß das das gutes deutsch ist) gefält. ich danke vielmals für die Geschichte....deine Lara-chan :)
Lara-chan ( 01895 )
Abgeschickt vor 654 Tagen
Halllo.... ich bin froh das du der gleichen meinung bist wie ich! Die Uchiha Brüder müssen sich wieder vereinen. Ich hab grad erst den anfang von der 1 gelesen aber ich schreibe nochmal wenn ich fertig mit allen bin...Liebe grüße von deiner Lara-chen :))
Anithing Silver ( 19621 )
Abgeschickt vor 684 Tagen
Sorry, hat den Rest verschluckt:
Geile Story, das stellt meine einfach in den Schatten...naja, ich denke du bist auch wesentlich älter als ich, denn ich bin erst 12. Und du?
Anithing Silver ( 19621 )
Abgeschickt vor 684 Tagen
@Natsumi Uchiha :Ach und meine ist plötzlich nur noch mittelmäßig? Nennst du dich dann Amaya Uchiha?
@^^naruto_verrückter
Natsumi Uchiha ( 76889 )
Abgeschickt vor 691 Tagen
DIE BESTE GESCHICHTE ÜBERHAUPT !!!!!
Quizzer &#128151; ( 82866 )
Abgeschickt vor 719 Tagen
Ich liebe deine Geschichte und musste oft lachen , auch wenn mich meine Schwester für verrückt erklärt hat als ich ohne einen , für sie , unverkennbaren Grund plötzlich einen Lachflash hatte und ich mich fast nicht mehr beruhigen konnte 😂😉 Du hast echt toll geschrieben , außerdem hast du auch Gefühle gut wiedergegeben und deshalb konnte ich mich Super in die Figuren reinversetzen , mach weiter so 😁😁
Yui chan ( 29541 )
Abgeschickt vor 740 Tagen
Das ist so toll von dir geschrieben dass ich zum heulen angefangen hab ..
ciara-chan ( 36357 )
Abgeschickt vor 768 Tagen
Super Geschichte;-) ich kann mich sehr gut in amaya reinversetzen außerdem hat die Story sehr viel Humor
anja ( 17779 )
Abgeschickt vor 772 Tagen
schreib weiter es war götlich das zu lesen
Ayumi ( 31638 )
Abgeschickt vor 782 Tagen
Kannst du bitte weiter schreiben o.o
Amaya ( 63280 )
Abgeschickt vor 807 Tagen
Ich habe schon ein Paar Narutolovestorys kommentiert, aber hauptsächlich One Piece. Ich habe noch nie eine so mege gute Lovestory gelesen, schreib bitte noch mal so was...ach übrigends, gute Auswahl beim Namen! ;)
Amy03 ( 73493 )
Abgeschickt vor 821 Tagen
Ich lese die geschichte schon zum 4 mal aber ich muss sie immer und immer wieder lesen ich musste fast weinen als das mit itachi war und ich bin sonst kein itachi fan (ich mag mehr sasuke *-*,hihi) Du hast es so schon geschrieben so herztzerreisend mach noch ein geschichte bitte bitte bitte ^-^
Julien ( 47990 )
Abgeschickt vor 826 Tagen
Deine Story hat mir den schlaf geraubt ich war von 22.12 bis 23.12 wach sie war so geil ich habe nicht mal was gegessen mein magen knurrt die ganze zeit aber ich schaffte es nicht mein Samsung aus der hand zu legen ein fach nur grosse klasse und schreib mehr bitte ( knurrend )
Love - Naruto - Ever ( 53452 )
Abgeschickt vor 831 Tagen
ICH HABE AM ENDE FAST GEHEULT
DAS WAR EINFACH BLOS
GROSSE KLASSE !!!!
BIN STOLZ AUF DICH !!!
( GERÜHRT SEI ) 😭😆😋☺ᥧ 9;
Love - Naruto - Ever ( 53452 )
Abgeschickt vor 831 Tagen
DAS WAR DIE GEILSTE GESCHICHTE
DIE ICH JE GELESEN HABE !!!
GLAUB MIR ICH HAB SO EINIGES
GELESEN NICHT MAL DAS WAREN BESTIMMT
100!!! DOCH DEINES WAR EINFACH NUR
" WOOOOW !!! "