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Warrior Cats Band 1 - Tatze des Unheils

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13 Kapitel - 3.772 Wörter - Erstellt von: Silberschwinge - Aktualisiert am: 2013-06-01 - Entwickelt am: - 1.659 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.33 von 5.0 - 15 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Sonnenschweif, eine junge Kätzin aus dem Silberclan, hat es nicht leicht. Ihre Rivalin Feuerkralle geht bis ans äußere, um sie vor dem ganzen Clan bloßzustellen. Die beiden Katzen wurden nach einer verzwickten Koplikation Freundinnen. Später schleppt sich dann Feuerkralle schwer verletzt zum Lager zurück. Als sie dann schließlich stirbt, schwor Sonnenschweif Rache für diesen sinnlosen Tod.

    1
    Hierarchie der Clans
    SilberClan

    Anführer: Froststern - weiße Kätzin mir eisblauen Augen
    Zw. Anführer: Donnerkeil - schwarzer Kater mit einem gelben Keil
    auf dem Rücken
    Heiler: Efeupelz - beigener Kater mit schlammgrünen Flecken auf
    der Flanke, Mentor von Eispfote
    Krieger: Feuerkralle - schildpattfarbene Kätzin mit roten Krallen
    und grünen Augen
    Sonnenschweif - cremebraune Kätzin mit gelben Augen,
    Mentorin von Nebelpfote
    Blauwolke - weiße Kätzin mit blassblauem Fleck auf dem
    Rücken und blauen Augen
    Schüler: Eispfote - weißer Kater mit orangenen Augen
    Nebelpfote - lilablassblaue Kätzin
    Älteste: Wolfsklaue - grauer Kater mit sehr langen Vorderkrallen
    Königinnen: Adlerherz - braun- beige gestreifte Kätzin

    2
    SturmClan
    Anführer: Habichtstern - brauner Kater mit bernsteinfarbenen
    Augen, Mentor von Glanzpfote
    Zw. Anführer: Tintenblüte - schwarze Kätzin mit blauen Augen
    Heiler: Wiesenschweif - cremebraune Kätzin, Mentorin von
    Blitzpfote
    Krieger: Schneesturm - weiße Kätzin
    Graufuß - brauner Tigerkater mit grauen Pfoten
    Dornenranke - hell gestreifter Kater
    Schüler: Glanzpfote - hell schimmernde, silberne Kätzin
    Blitzpfote - braun gescheckt, mit auffälligem weißen
    Strich auf seinem Rücken
    Älteste: Flickenpelz - schildpattfarbener Kater
    Königinnen: Aschenpelz - rauchgraue Kätzin

    3
    NachtClan
    Anführer: Schwarzstern - schwarzer Kater
    Zw. Anführer: Hellschweif - braune Tigerkätzin mit beigenem
    Schweif
    ...
    Mehr ist nicht vom NachtClan bekannt

    Katzen außerhalb der Clans
    Rusty - silberner Kater
    Krallentatze - schwarzer, verstoßener riesiger Kater mit
    Hundezähnen verstärkte Krallen

    4
    Sonnenschweif hatte genug. Ihrer Rivalin Feuerkralle war es nun schon zum dritten Mal gelungen, sie vor dem ganzen Clan bloßzustellen. Es war ihr peinlich. "Feuerkralle, hör endlich auf!" Versuchte sie sich rauszureden. Feuerkralle grinste nur und ließ dann ein höhnisches Lachen von sich. Eigentlich war Sonnenschweif beliebter als ihre Rivalin. Trotzdem stand Eispfote, der Schüler des Heilers Efeupelz, hinter Feuerkralle. Sonnenschweif knurrte nun. Sie war eigentlich eine sehr ruhige und friedliebende Katze, aber wenn es eine einzige Sache gab, was sie auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann waren das Sticheleien. Sie hasste es, wenn jemand Witze auf Kosten anderer machte. So wie jetzt. Mit einem heftigen Satz stieß sie sich mit den Hinterbeinen vom Baumstamm, auf dem sie saß, ab und landete auf Feuerkralle. Mit aller Kraft versuchte diese, sich mit Tritten zu befreien. Doch wenn Sonnenschweif ihre Geduld verlor, dann konnte sie eine Ungeheuere Kraft ausüben. Sie hielt das Bein ihrer Rivalin fest gepackt, und biss nun immer stärker zu. Feuerkralle jaulte auf vor Schmerz. "Sonnenschweif, lass mich los! Du brichst mir mein Bein!" Sagte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen. Wieder schrie sie auf vor Schmerz. Eispfote taktierte mit seinen Krallen Sonnenschweifs Flanke. Diese schien ihn kaum zu bemerken. "Sonnenschweif, lass sie los!" Schrie Efeupelz. Endlich tat sie es. Feuerkralle humpelte zu ihm. Eine Blutspur hinter sich herziehend, schaute sie Sonnenschweif hasserfüllt an. "Sie hatte es verdient!" Meldete sich ihre beste Freundin Blauwolke zu Wort. "Du blutest." Sagte sie und leckte einen Kratzer über Sonnenschweifs Auge. In dieser Nacht konnte die cremebraune Kätzin kaum schlafen. Ihr Wutausbruch gegenüber Feuerkralle tat ihr jetzt irgendwie leid. Stundenlang grübelte sie, ob sie sich bei ihr ganz einfach entschuldigen sollte. Ja, sie würde es tun. Leise und vorsichtig schlich sie über den Boden der Lichtung und dann in den Heilerbau. "Feuerkralle, kann ich mit dir reden?" Fragte sie in die Dunkelheit hinein. "Was willst du denn hier?" Fragte Feuerkralle genervt. "Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Wegen dem Wutausbruch, das tut mir leid." "Weißt du was, Sonnenschweif, ich verzeihe dir. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, das du kommst und dich entschuldigst. Danke." Sonnenschweif schloss dankbar die Augen. "Okay, ich lasse dich jetzt besser schlafen." "Danke. Das vergesse ich dir nicht." Glücklich lief sie zurück in den Kriegerbau und schloss die Augen.

    5
    Am nächsten Morgen stieß eine starke Pfote Sonnenschweif an. Müde öffnete sie die Augen. "Wach auf, Sonnenschweif! Du sollst heute die Morgenpatrouille anführen." Sagte Donnerkeil. "Mhm, sollte ich... Gut, ich komm gleich." Antwortete sie verschlafen. Donnerkeil schnurrte belustigt. "Ja, aber Schlaf mir nicht mehr ein." Lachte er und lief aus dem Bau der Krieger. Sonnenschweif brauchte einen Moment um das zu verarbeiten, was letzte Nacht passiert war. "Feuerkralle ist ja eigentlich ganz nett, manchmal übertreibt sie nur ein bisschen." Dachte sie. Mit einem Ruck setzte sie sich auf. Dann schlurfte sie aus dem Bau. Da stand bereits die Patrouille und wartete auf ihren Führer. "Wartet, ich komm gleich, muss nur noch was erledigen." Sagte sie und lief schnell zum Heilerbau. Innen schlief Feuerkralle noch. Eispfote ging Sonnenschweif immer noch voll aus dem Weg. "Hey, wach auf, du Schlafmütze, ich habe gleich Patrouille, wollte nur sehen, wie es dir geht." "Bis jetzt gut, bis du mich aufgeweckt hast. Also, was gib's?" "Nichts. Okay, dir geht's gut, dann kann ich ja wieder gehen..." Damit lief sie zu ihrer Patrouille und verließ mit ihr das Lager.
    Später hatten sie eine beachtliche Menge Beute gefangen und
    erlegt. Dann liefen sie zurück zum Lager, wo die nächste Patrouille schon wartete. Sie war aus Donnerkeil, Nebelpfote und zu Sonnenschweifs Erstaunen auch Feuerkralle aufgebaut. "Was? Du bist ja wieder auf den Beinen!" Rief Sonnenschweif. "Ja, Efeupelz hat gesagt, Bewegung tut mir gut, sonst wird mein Bein steif. Möchtest du vielleicht mit?" "Nein, ich muss mich ausruhen, aber danke." Sie lief zum Beutehaufen, schnappte sich eine dicke Wühlmaus und trug sie zum Ginsterbusch, um sie dort zu essen. Blauwolke hatte sich zu ihr gesellt und sprach sie an. "Hey, Sonnenschweif, du scheinst dich ja mit Feuerkralle gut zu verstehen." Sagte sie. Dann erzählte Sonnenschweif ihr alles. "Komm, legen wir uns im Bau der Krieger ein bisschen hin, ich bin noch todmüde." Blauwolke willigte ein.

    6
    Plötzlich ertönte ein lautes Jaulen. Zu Sonnenschweifs Entsetzen trug ein geschockter Donnerkeil den leblosen Körper von Feuerkralle ins Lager und legte sie in der Mitte der Lichtung ab. "Schnell, wo ist Efeupelz?" Fragte er laut. Das fand Sonnenschweif so toll an ihm: egal wie brenzlig die Sache auch ist, er behält immer einen kühlen Kopf. Efeupelz eilte herbei und zog Feuerkralle in seinen Bau. Sonnenschweif traute sich nicht, zu fragen, was denn passiert sei. Zu groß war ihre Angst davor, etwas Schlimmes zu hören. Darum rannte sie aus dem Lager.
    Nachdem sie lange gerannt war, machte sie bei den Sturmfelsen halt. Sie waren die Grenze zum SturmClan- Territorium. Sie setzte sich auf den größten der Felsen und genoss den Windstoß, der um sie herumwehte. Einen Moment lang versank sie in Gedanken, doch dann machte sie eine Stimme hinter sich aus. Sie gehörte Feuerkralle. "Hey, mir ist doch nichts passiert! Mir geht es gut!" Rief sie. "Feuerkralle! Ich bin so froh, dich zu... Ja was zum...?" Als sie sich umdrehte, stand da niemand! Ihr Gewissen hatte ihr einen Streich gespielt. Dann kam Blauwolke. "Sonnenschweif. Feuerkralle will dich sprechen. Sie sagte, das es da etwas gibt, das du wissen musst. Kommst du?" Sagte sie. Im gehen sagte sie noch: "Es tut mir leid, aber Efeupelz sagt, dass sie sterben wird." "Oh nein! Ich habe es geahnt. Sie stirbt, und ich bin Schuld!" "Warum?" "Weil sie mich gefragt hat, ob ich mitkommen will. Aber ich habe nein gesagt! Wie ich das jetzt bereue!" "Warum? Du bist doch nicht Schuld!" "Doch, weil wenn ich dabei gewesen wäre, dann hätte einer mehr mitgekämpft. Und ich bin auch Schuld, weil ich ihr Bein zerbissen habe. Das war bestimmt der Grund!" "Nein, das wäre dann Efeupelz' Schuld gewesen, weil er sie hat gehen lassen!" Im Lager angekommen, stürzte Sonnenschweif auf den Heilerbau zu. Drinnen meldete sich eine ganz schwache Stimme zu Wort. Feuerkralle. "Oh Sonnenschweif, ich habe so gehofft, dass du kommst. Du weißt doch, es ist sehr wichtig, dass das letzte Gesicht, das du siehst, das Gesicht eines Freundes ist. Und da dachte ich an dich." Dieser Satz rührte Sonnenschweif fast zu Tränen. "Nein, ich bin nicht deine Freundin! Ich bin der Grund, warum du sterben musst!" " Nein, das stimmt nicht, Sonnenschweif, der Angreifer ist der Grund!" "Hör zu, meine Zeit ist knapp. Darum sage ich die jetzt, wie der Angreifer aussah. Er ist eine Schwarze Katze, aus keinem der Clans" Feuerkralle holte verzweifelt Luft. "Deine Schülerin ist verschwunden. Ich weiß nicht, wo sie ist. Bitte, ich habe dir viel leid gebracht. Verzeihst du mir ein letztes Mal?" "Ja, das tu ich." "Danke. Das werde ich dir nie vergessen..." Feuerkralle schloss die Augen. Sie war gestorben. Leise trauernd senkte Sonnenschweif den Kopf. Dann sagte sie mit überraschend energischer Stimme: "Ja, Feuerkralle, ich verzeihe dir, und ich verspreche dir, ich werde deinen Tod rächen, indem ich denjenigen zur Strecke bringe, der dir das angetan hat!"

    7
    Der nächste Morgen war nass und kalt. Sonnenschweif bemühte sich, die Trauer um Feuerkralle herunterzuschlucken, doch es gelang ihr nicht so ganz. Immer noch plagte sie das Gefühl, am Tod ihrer Freundin schuldig zu sein. Zielstrebig lief sie aus dem Kriegerbau heraus und machte sich auf, ihre Schülerin zu suchen. Ein Spaziergang kam ihr auch gerade recht. Sie fand ihre Spur in der Nähe der Schlucht wieder, und konnte sie bis zur Finsternislichtung verfolgen. Doch dann wehte ihr ein anderer Geruch in die Nase. Es war der Geruch von Blut. Angeekelt rümpfte Sonnenschweif die Nase. Da war noch ein Geruch, von Krähenfraß und ungepflegtem Fell. Zusammen mit dem Blutgeruch vermischt roch es nach Tod. Es erinnerte sie an die schreckliche Schlacht mit dem Hunden, bei der sie viele gute Krieger verloren hatten. Es könnte wieder ein Hund sein, aber Feuerkralle hatte ja gesagt, es war eine Schwarze Katze. Ihr war es egal, ob Hund oder Katz, sie würde den Schuldigen schon noch zu seiner gerechten Strafe zuführen, und wenn's das letzte ist, was sie tut. Dann wurde ihr etwas klar. Bei dem Ort, wo sie jetzt stand, war die Schlacht gewesen. Sie stellte sich vor, wie das Monster die arme Feuerkralle angegriffen hatte. Genauso wie Donnerkeils verzweifelte versuche, sie zu befreien. Schnell schüttelte die Katze die Vision aus ihrem Gedanken. Sie war ja wegen Nebelpfote hier, fürs zur-Strecke-bringen brauchte sie ihre Freunde, aber das war ja als nächstes dran. Sonnenschweif konnte die Spur ihrer Schülerin bis zu den Sturmfelsen verfolgen, dann war sie weg. Da es schon spät war, suchte sie sich einen Unterschlupf. Sie fand einen Überhang. In der Nacht träumte sie ihre Vision. Mit einem Schrei wachte sie dann auf. Hoffnungsvoll setzte sich Sonnenschweif dann auf die Sturmfelsen und blickte zu den Sternen empor. Mit dem Wind im Gesicht und dem im Mondlicht Silber schimmernden Pelz sah sie umwerfend aus. (Alle Achtung, Jungs!) Sie hoffte inständig, dass der SternenClan über sie wachte. Sie saß die ganze Nacht dort.

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    Jetzt bereute Sonnenschweif es, nicht geschlafen zu haben. Sie war unkonzentriert beim Spurensuchen und achtete nicht darauf, wohin sie ging. Einmal stieß sie sich heftig die Pfote und wünschte, sie hätte Efeupelz oder wenigstens Eispfote dabei. Über Mittag kam die Sonne ein bisschen raus. Die Katze beschloss, sich unter einem Baum auszuruhen. Sie zwang sich zur Ruhe, aber nichts war ihr wichtiger, als ihre Schülerin wieder zu finden. Sonst wäre Froststern sehr enttäuscht von ihr und würde ihr nie wieder einen Schüler anvertrauen. Später wurde es sehr warm, aber Sonnenschweif konnte ja nicht den ganzen Tag unter dem Baum sitzen, so schön es auch wäre. So gegen Nachmittag verließ sie dann das SilberClanterritorium und lief in Unbekanntes Land. Die brennende Sonne auf dem Pelz, lief Sonnenschweif in eine schattige Höhle. Schon am Anfang war sie ihr unheimlich, aber sie würde vor nichts zurückschrecken, um ihre Schülerin wieder zu finden. Als die Katze tiefer in die Höhle hineinlief, fiel ihr auf, das ihr irgendwas folgte. Oder besser gesagt, irgendWER. An den Wänden der Höhle huschte hin und wieder ein dunkler Schatten vorbei, das sah man nicht nur, das hörte man auch. Als sich Sonnenschweif endlich traute, "Hallo" zu rufen, kam nicht nur ein Echo zurück. Auch eine Antwort. "Aha, noch eine Mieze." Sonnenschweif stand nun einer ECHTEN Gefahr gegenüber.

    9
    Sonnenschweifs gegenüber war eine Schwarze Katze. Sie hatte leuchtende gelbe Augen und der Atem des Tieres roch gewaltig nach Krähenfraß. Der gesamte Körperbau glich eher einen Hund als einer Katze. "Du hast meine Freundin umgebracht!" Schrie Sonnenschweif die Katze mutig an. "Och, das tut mir jetzt aber leid!" Sagte die Katze ironisch. Schneller als das Tier sehen konnte, hatte Sonnenschweif ihm bereits die Krallen über die Nase gezogen. Damit war Schluss mit lustig. Ein einziger Hieb des Monsters brachte Sonnenschweif zu Fall und schleuderte sie weg. Einen Augenblick lang war sie überwältigt von der Kraft der Katze. "Wer bist du überhaupt?" Fragte Sonnenschweif. "Ich bin Krallentatze!" Erwiderte die Katze. Sonnenschweifs einziger Vorteil war die Geschwindigkeit. Die Katze war zwar größer und viel stärker als Sonnenschweif, aber etwas unbeholfen. Ihre Angriffe waren schnell, die des Feindes nicht. So konnte sie ihm Ausweichen und ihn gleichseitig Kratzen oder beißen. So ging das eine Weile, bis Sonnenschweif unvorsichtig wurde und einen Hieb übersah. Es tat höllisch weh, als die mit Hundezähnen bewehrten Krallen zuschlugen. Die cremebraune Katze wurde gegen die Wand geschleudert und blieb bewusstlos liegen. Langsam kam Krallentatze näher. Groß und bedrohlich ragte er über ihr auf gerade noch rechtzeitig konnte Sonnenschweif seiner Pfote ausweichen und zur Seite Rollen. Es sah nicht gut aus für die cremebraune Kätzin, denn sie atmete schwer und eine ihrer Flanken war aufgerissen und blutete. "Oh bitte Feuerkralle, bitte steh mir bei! Wenn du wirklich meine Freundin bist, dann hilf mir!" Betete Sonnenschweif verzweifelt. Tief in ihrem inneren wusste sie, dass sie verlieren würde. Ihre Flanke blutete zu stark. Sie war nicht mehr schnell genug, Krallentatzes Angriffen auszuweichen. Ein schwerer Hieb nach dem Anderen explodierte in ihrem Kopf. Sie sah ihre letzte Chance in der Flucht, doch würde sie es schaffen? Jedenfalls versuchte sie es. Sie hätte es geschafft, doch die feindliche Katze packte sie am Hinterbein und schleuderte sie mit voller Wucht gegen die Felswand, das letzte, was Sonnenschweif sah, war die riesige Pfote mit den verstärkten Krallen. Dann wurde es dunkel um sie.

    10
    Langsam öffnete Sonnenschweif die Augen. Sie befand sich noch immer bei Krallentatze, also in der Höhle. Aber von der großen Katze war nichts zu sehen. Also stahl sich die cremebraune Katze vorsichtig weg. Die beunruhigende Stille in der Höhle machte Sonnenschweif nervös. Ständig hatte sie das Gefühl, Krallentatze könnte hinter jeder Ecke lauern und sie anspringen. Doch dann sah sie den Ausgang der Höhle. So schwach Sonnenschweif auch war, ihre Freude hatte sie nicht verloren. Hinter einem kleinen Buschwald fand sie eine flache Sandkuhle, überwachsen mit Efeuranken. Hier würde Krallentatze sie bestimmt nicht suchen - falls er es überhaupt tat. Jetzt konnte sich die cremefarbene endlich ausruhen. Sie war selbst entsetzt, wie entstellt sie war, an ihrer linken Flanke war Büschelweise Fell ausgerissen worden. An ihrer Schulter zogen sich tiefe Krallenfurchen, und in ihrem Gesicht spürte sie einen Kratzer. Dann spührte sie Hunger, aber sie konnte nicht jagen! Doch dann roch sie einen Vertrauten Geruch. "Ist das Nebelpfote, oder spielt mir mein Gewissen wieder einen Streich? Vorsichtig linste Sonnenschweif aus der Sandkuhle. Sie sah nur verschwommen, ihr war schwindelig. Doch sie konnte ein lilablassblaues Fell ausmachen, war das Nebelpfote oder doch Blauwolke? Vielleicht sogar Katzen aus einem Fremden Clan? Die Katze sah Nebelpfote zum verwechseln ähnlich, aber sie war es doch nicht. "Hallo? Wer ist da?" Wimmerte Sonnenschweif. Die Katze schreckte auf und rannte weg. Später kam sie mit einer ganzen Patrouille zurück. Sonnenschweif wusste, dass sie auf fremden Territorium war, zog sich aber doch aus der Sandkuhle. "Da liegt ja wer!" Rief die Katze, die Sonnenschweif gesehen hatte. Zwei starke Krieger, ein brauner und ein weißer kamen näher. "Hey, Habichtstern," sagte der weiße zum braunen Kater, "diese Katze ist übel verletzt!" Na wunderbar. Eine Patrouille von SturmClanKatzen hatte sie gefunden.

    11
    "Hallo, ich bin Sonnenschweif aus dem SilberClan, ich würde von dem Vieh da drinnen in Stücke gerissen...." Stotterte die cremefarbene Kätzin ängstlich. "Ja, ich sehe schon, du bist stark verletzt, am besten, wir bringen dich erst mal zu uns ins Lager." Sagte Habichtstern. Auf diese freundliche Geste war Sonnenschweif nicht vorbereitet. Zitternd humpelte sie den Kriegern hinterher. Auf dem Weg zum SturmClanlager fragte Sonnenschweif die Katze, der sie vorhin begegnet war, nach ihrem Namen. "Ich bin Glanzpfote." Sagte sie Kätzin. "Danke, du hast mir das Leben gerettet!" Antwortete die cremebraune Katze aus dem SilberClan. Im Lager brachte man sie sofort zum Heilerbau, wo eine hübsche, cremefarbene Kätzin stand. "Hallo, ich bin Wiesenschweif!" Sagte sie freundlich. Innen durfte sich Sonnenschweif auf weichem Moos ausruhen. Vorsichtig tröpfelte Wiesenschweif Ringelblumensaft auf ihre Wunden. Es brannte, allerdings war das nichts zum Vergleich zu vorher. "Wiesenschweif, kann ich später einmal mit Habichtstern reden?" Fragte die SilberClankatze die Heilerin. "Natürlich." Antwortete diese. Habichtstern saß mitten auf der Lichtung im Lager. "Habichtstern, haben deine Krieger irgendwann einmal Silberclangeruch auf eurem Territorium bemerkt?" Fragte Sonnenschweif. "Ja, eine sehr junge Kätzin mit Fell wie Nebel ist letzte Woche Vorbeigekommen. Sie sah ziemlich geschockt aus." "Gut, das ist auch schon alles. Ich bin auf der Suche nach ihr. Sie ist meine Schülerin, und ist in einem Kampf verwickelt gewesen, bei dem eine unserer Krieger ums Leben gekommen ist." "Oh, das tut mir leid, ich hoffe, der Verlust ist nicht ganz so schlimm für den ganzen Clan." "Nun ja, uns allen fehlt sie schrecklich. Aber wir vermuten, dass die riesige Katze in der höhle etwas damit zutun hat." Habichtstern war bedrückt, ihm tat es wirklich Leid. "In welche Richtung ist Nebelpfote gelaufen?" Fragte Sonnenschweif. "Nach Norden!" Antwortete der Anführer. Sobald Sonnenschweifs Wunden geheilt sind, würde sie wieder aufbrechen.

    12
    Eine Woche war vergangen. Sonnenschweif wollte an diesem Tag aufbrechen, sie bedankte sich ausgiebig für die Gastfreundschaft und ging. Richtung Norden begann das Territorium des NachtClans, allerdings war dieser nicht besonders groß. Vielleicht sollte die SilberClankätzin auch den NachtClan fragen, ob er fremden Geruch ausgemacht hatte. Sonnenschweif lief in Richtung des Lagers, aber auch sie roch nun ihre Schülerin Nebelpfote. Der Geruch war noch nicht einmal schal, sie musste vor kurzem erst hier gewesen sein. "Nebelpfote!" Rief Sonnenschweif. Aus der Ferne kam eine Antwort. "Sonnenschweif, bist du das?" "Ja, Nebelpfote!" Schon bald kam besagte Kätzin mit einen Affenzahn angerannt. "Nebelpfote, bin ich froh, dich zu sehen!" Sagte Sonnenschweif und leckte ihrer Schülerin überglücklich über die Ohren. "Sonnenschweif, ich hatte so Angst! Wo warst du? Ich hatte mich verlaufen, habe den Weg zurück nicht mehr gefunden..." Flüsterte Nebelpfote weinend. "Ist ja gut, ich bin ja jetzt da!" Tröstete Sonnenschweif ihre Schülerin. Jetzt war ihr Rache nicht mehr wichtig. Sie war so glücklich, ihre Schülerin wieder zu haben. Sie liefen zusammen nach Hause. Lange liefen die beiden Katzen über Gras und Farn, es dauerte sehr lange, bis sie das SturmClanterritorium erreichten. "Sonnenschweif, ich habe so Hunger! Können wir nicht etwas jagen?" "Nein. Wir sind auf fremden Gebiet! Aber ich bin mir sicher, dass uns der SturmClan etwas überlässt."
    Im Lager des SturmClans angekommen, freute sich Habichtstern sehr, dass sie Nebelpfote wieder Gefunden hatte. Die drei Katzen aßen zusammen, dann machten sich die SilberClankatzen auf zu ihrem eigenen Clan.

    13
    Infos:
    Ich schätze mal, sobald man das erste Kapitel liest, merkt man, dass ich ein Fan der Warrior Cats bin, ich sage mal, die Hälfte ist ausgedacht, und die andere abgeschaut. Ich hoffe, das fällt nicht so auf! Bitte bewertet die Geschichte! Wenn die Bewertung über 4anhalb Sterne fällt, schreibe ich noch ein Quiz dazu. Natürlich schreibe ich noch einen Teil! Könntet ihr mir auch eine Mail schicken und mir sagen, wie ihr es findet?
    Ach ja, bevor ich's vergesse, ich gehe Samstags immer ins Forum!
    Eure Silberschwinge

Kommentare (3)

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**Zimtbl�te** (79532)
vor 539 Tagen
Super Geschichte. Von wo hast du das abgeschrieben??
Mir gefällts jedenfalls voll gut
Leopardenstern (90505)
vor 1036 Tagen
Toll geschrieben!! Ich habe gar nicht gemerkt, dass die Hälfte abgeschaut ist
Mondwind (62535)
vor 1095 Tagen
Ich hab nicht mal bemerkt dass das zur hälfte abgeschaut ist.Tolle Arbeit!