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Zwei Gesichter - Teil 45 (3. Staffel)

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2 Kapitel - 4.326 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-05-15 - Entwickelt am: - 1.621 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 44:

Errötend sah sie mich an.

"Du müsstest das doch am besten verstehen." sagte sie nun.

"Ach wirklich?" fragte ich sie ernsthaft überrascht.

"Ja aber natürlich. Wer sonst sollte sich so oft diese Gefühlsfragen gestellt haben die ich mir eine Zeitlang stellte? Wer sonst schwankt so sehr zwischen richtig und falsch wenn nicht du?" fragte sie.

Ich stöhnte.

"Das ist doch was ganz anderes." wollte ich ansetzen, schwieg dann aber doch.

Leider hatte Thama wie so oft Recht.

1
Ein Mensch hat immer zwei Chancen

Immer wieder ging mir der vergangene Kampf durch den Kopf.
Wäre ich nicht rechtzeitig da gewesen wäre Sakura nun tot.
Sasuke hätte sie ohne zu zögern mit einem Chidori getötet.
Mit einer Technik die ich ihm einst lehrte.
Es tat weh, zu sehen was aus Sasuke wurde.
Das sein Ehrgeiz und sein Hass das aus ihm machten.
Das er Naruto nicht als seinen Freund sondern immer mehr und mehr als Konkurrenten sah und so langsam von seinem Weg abkam.
Dann unser Kampf.
Ich wusste genau wie sich der Hokage der dritten Generation damals beim Kampf gegen Orochimaru gefühlt haben musste.
Es war ein beklemmendes Gefühl und ich fühlte mich wie ein Versager.
Es war meine Pflicht ihn aufzuhalten.
Warum nur hatte ich nicht erkannt was kommen würde?
Warum konnte ich es nicht verhindern?
Es war eine Schande.
Dann die Rettung durch Naruto und das Verschwinden Sasukes mit diesen Akatsuki Typen.
"Alles in Ordnung Sensei Kakashi?" riss Kiba mich aus meinen Gedanken.
Ich beeilte mich zu nicken.
"Wir müssten bald wieder im Dorf sein." sagte Sakura nun leise.
"Das stimmt. Wie weit sie wohl mit den Aufräumarbeiten sind?" fragte sich nun Yamato laut.
Mir wiederrum stellte sich nur die Frage wie es Kaya gehen mochte.
Als ich sie das letzte Mal sah stand sie auf diesem Hügel, war verschwunden ehe ich blinzeln konnte.
Wahrscheinlich war sie ziemlich wütend auf mich.
Mal wieder.
Dann sah ich auf das Mädchen welches bei Sasuke gewesen war und sich nun in unserem Gewahrsam befand.
Sie hieß Karin und war ein Teil von Sasukes Team.
Soviel hatten wir bereits gewusst.
Sie schien tiefliegender Gefühle für Sasuke zu empfinden doch schien sie diese langsam abzulegen.
Er hatte sie ohne mit der Wimper zu zucken töten wollen.
Genau wie es Kaya damals mit mir tun wollte.
Doch lies ich nicht von ihr ab.
Wir waren keine Kinder mehr, wir waren die erfahrenere Generation und sollten es doch eigentlich endlich schaffen uns auszusprechen.
Ich würde einiges gut zu machen haben und doch sollte Kaya reif genug sein mir diese Chance zu lassen oder mir eine klare Abfuhr zu erteilen.
Ich würde nun alles auf eine Karte setzen müssen.
Blieb zu hoffen das ich einmal auf den Ausgang meiner Bücher hoffen durfte.
"Woran denkst du?" fragte mich Yamato nun leise.
Überrascht sah ich zu ihm auf.
Jetzt erst bemerkte ich, dass ich etwas zurückgefallen war.
Ich schüttelte den Kopf und wollte einen Zahn zulegen als er mich zurück hielt.
"Tu mir den Gefallen und klärt das. Du bist schon lange nicht mehr ganz auf deiner eigentlichen Höhe. Schafft diese Ärgernisse aus dem Weg. Um euer beider Willen." schärfte mir Yamato ein.
"Kakashi du weisst ich bin dein Freund. Doch Kaya ist eine Frau mit einer unglaublichen Ausstrahlung und einem sehr eigenen Willen. Schau das du das Beste daraus machst sonst ist deine Chance endgültig vertan."
Ich seufzte schwer bei diesen Worten meines Freundes.
"Woher hast du denn plötzlich so viel Ahnung davon?" fragte ich ihn frech.
Mit einem seiner typisch gruseligen Blicke sah er mich beleidigt an.
Ich musste lachen.
"Du hast ja recht, darüber denke ich auch schon eine ganze Weile nach." gestand ich ihm nun.
Mir blieb damals nicht verborgen welches Interesse er an der jungen Frau zeigte.
Damals als ich noch blind war.
Er wäre sicherlich niemals soweit für die junge Frau gegangen doch hatte sie ihn sehr verzaubert.
Ich war ihm dankbar dafür, dass er mir nie Vorwürfe machte für die Entwicklung dieser ganzen Geschichte und war dankbar das sich an unserer Freundschaft nichts änderte.
"Sicherlich habe ich nicht die Ahnung wie sie andere haben. Doch bin ich nicht blind Kakashi. Mir würde ein Haufen Leute einfallen die Kaya sicherlich längst um ein Treffen gebeten hätten wärst du nicht ständig um sie herum. Sieh dich als gewarnt." sagte er nun versöhnlich.
Dankbar nickte ich ihm zu.
"Ich frage mich nur was ich ihr sagen soll." fragte ich eher mich selber als ihn.
"Die Wahrheit." erwiderte er nur und zog nun an mir vorbei, lies mich in meinen Gedanken zurück.
Ich würde mir noch früh genug Gedanken darum machen müssen.
Jetzt sollten wir uns beeilen in das Dorf zurückzukehren, allen mitzuteilen das Danzou durch Sasukes Hand gestorben war.
Hoffentlich war Tsunade wieder wach.
Am frühen Nachmittag erreichten wir dann endlich das Dorf.
Es war deutlich zu merken wieviel sich in der Zeit die wir nun abwesend waren verändert hatte.
Geröll und Schutt waren beinahe überall beiseite geschafft, der Boden vorbereitet und erste Häuser wurden schon wieder aufgebaut.
Es gab festere, erste Unterkünfte und insgesamt wirkte das Dorf wieder ordentlicher und strukturierter.
Dennoch war noch einiges zu tun.
Es würde eine Weile brauchen bis Konoha sich von diesem Schlag erholen würde.
"Ich klär das schon. Such sie." unterbrach Yamato mich einmal mehr in meinen Gedanken.
Fragend sah ich ihn an.
"Na du suchst doch bestimmt schon nach Kaya oder? Das ist das was ich meinte. Such sie und klärt das." schärfte er mir ein und ging.
Ich lies seinen Irrtum so stehen.
Das einzige was mich störte war, dass er zu oft dachte ich hing mit meinen Gedanken bei Kaya und sei somit in meiner Position als Jonin und Shinobi Konohas nicht voll und ganz da.
Oft genug war es so, dass musste ich mir in Gedanken gestehen.
Doch oft genug war es auch nicht so.
Ich zwang mich diese Gedanken beiseite zu schieben und mich nun tatsächlich auf den Weg zu Kaya zu machen.

Ich war nun eine gute Weile wieder im Dorf, hatte Kaya bisher aber nicht gefunden.
Doch war das nicht mehr nötig.
Das sie sich näherte war nicht zu überhören.
"Ich glaub das nicht, dass kann doch echt nicht sein oh wie ich ihn hasse, hasse, hasse, hasse." rief sie wütend mit schriller Stimme.
Im Gegensatz zu ihr glich die andere Stimme eher einem Flüstern.
"Beruhige dich doch bitte du kannst es doch jetzt eh nicht ändern." versuchte diese Kaya zu beruhigen.
"Jetzt noch nicht aber pass mal auf das ändert sich sobald ich ihn zwischen den Fingern hab. Gnade ihm Gott wenn ich ihn erwische. Da ist es mir egal wer er ist und alles." wütete Kaya weiter.
"Wenn es sein muss lege ich auch Naruto um das ist mir sowas von scheiß egal." schimpfte sie weiter und lies einige Beleidigungen vom Stapel für die ich heute noch Hausarrest bekommen würde.
Dann stand sie vor mir, wutgeladen und in ihrer vollen Montur aufgebaut.
Auch wenn sie längst nicht mehr so zierlich wie damals wirkte, war dies ein seltsames Bild.
Es passte einfach nicht zu ihr, zu zart wirkte sie als das sie wirklich gefährlich wirken konnte.
Doch das sollte meine geringste Sorge sein.
Mit zornfunkelnden Augen sah sie mich an, die Hände an die Hüfte gestemmt.
Gefolgt von einer etwas größeren Frau mit dunklem Haar und ausdrucksstarken Augen.
Doch zwang ich mich meinen Blick abzuwenden, ich dürfte Kaya nicht verärgern jetzt wo sie noch so wütend war.
Es tat mir leid sie mit diesen Gefühlen zurückgelassen zu haben.
Es tat mir leid was ich ihr sagte.
Und doch war es wahrscheinlich wichtig das ich es tat.
Langsam hob ich die Hand zum Gruß, überlegte mir was ich nun sagen wollte.
"Kakashi." ernsthafte Überraschung lag in ihrer Stimme.
"Oh." kam es nur von ihrer mir unbekannten Begleiterin die mich nun ausgiebig zu mustern schien.
Dann herrschte Stille.
Erst die fremde Frau unterbrach diese.
"Schau mal nun ist er zumindest wieder da." begann diese langsam.
Dann platze Kaya endgültig der Kragen.
"Aber Sasuke lebt. Ich schwöre es dir Thama der Kerl wird noch sehen was er davon hat. Erst tötet er Itachi, dann macht er nichts als Ärger und dann bringt er Kakashi auch noch beinahe um." fauchte diese ihre Freundin nun an zu der sie sich wieder gewandt hatte.
Sofern ich mich richtig erinnerte hatte ich hier eine großartige Heilerin vor mir.
Und zugleich eine von Kayas ältesten Freundinnen.
"Du weisst das Itachi." begann Thamaluna oder Thama wie Kaya sie nannte nun zu sprechen.
"Und dennoch." flüsterte Kaya nur.
Dann atmete sie tief durch und sah mich an.
Es stahl sich sogar tatsächlich ein ehrliches Lächeln auf ihre Lippen.
Sie sah kurz zu ihrer Freundin die kaum merklich nickte, dann kam Kaya zögernd auf mich zu.
Die ersten Schritte machte sie langsam, drehte sich noch einmal zu Thamaluna um.
Dann hoppste sie beinahe schon auf mich zu und umarmte mich zärtlich.
Sie schlang ihre Arme vorsichtig um meinen Nacken, stellte sich auf Zehenspitzen und legte ihren Kopf auf meine Schulter.
"Ich hab dich vermisst." sagte sie nun warm und herzlich.
War das wirklich wahr?
"Du bist nicht sauer?" fragte ich sie beinahe reflexartig.
"Sauer?" fragte sie und lies von mir ab um mich überrascht anzusehen.
Hätte ich doch einfach die Klappe gehalten.
Zu schnell endete diese Begrüßung, zu unglaublich war das Gefühl ihre Wärme so zu spüren.
"Ach so." fiel es ihr dann plötzlich ein. "Nein ich bin nicht sauer. Ich war eher ziemlich traurig und dachte du wärst mir böse." sprach sie nun mit gesenktem Kopf.
Einmal mehr schien ich sie zu enttäuschen.
Doch sah sie mich plötzlich mit ernstem Blick wieder an.
"Ich wollte sowieso gerne mit dir sprechen." begann sie nun unheilvoll.
Ich nickte.
Was auch immer sie wollte. Ich würde ihr sagen was ich zu sagen hatte.
Doch das musste für diesen Moment warten als man nach mir verlangte.



Ich sollte tatsächlich der neue Hokage werden.
Was sollte ich davon halten?
Einen Helfer sollte ich mir suchen. Wer das sein würde war mir klar und doch wusste ich nicht, ob ich das richtige tat.
Hokage in dieser schweren Zeit zu sein wäre eine große Ehre und zugleich eine starke Belastung.
Wie würde Naruto das ganze auffassen? Wie würde Kaya dazu stehen?
In meiner neuen Position könnte ich sie schützen und doch musste ich ein gesundes Misstrauen ihr gegenüber aufbauen.
Das konnte nichts Gutes bedeuten und ich wusste nicht einmal ob ich das konnte.
Es war doch einmal mehr einfach zum verrückt werden.
Das Gai bereits nach mir suchte hatte ich gehört doch wollte ich zunächst mit Kaya sprechen ehe ich mit ihm sprach.
Ihre Meinung als Freundin war mir mindestens genauso wichtig wie die Gais.
Unabhängig von den Gefühlen die ich zu ihr hegte.
Sie hatte eine bedeutendere Rolle in meinem Leben eingenommen als ich es je erwartet hätte.
Ihre Reaktion als sie mich sah lies aber darauf schließen, dass es ihr nicht anders ging.
So suchte ich die junge Frau.
Glücklicherweise fand ich sie recht bald.
"Ich weiss nicht Thama." hörte ich sie nachdenklich sagen.
"Das ist eine unglaubliche Chance Kaya. Das kannst du nicht entscheiden." erwiderte die ruhige Stimme ihrer Freundin.
Dann trat ich vor die beiden.
Zunächst sahen mich beide freundlich an doch wandelte Kayas Blick sich recht bald in eine seltsame Art von Trauer wenn man das so sagen konnte.
Sie seufzte schwer ehe sie wieder zu sprechen begann.
"Ich kann nicht entscheiden was er tut und doch kann ich für mich entscheiden was das Beste sein wird." sagte sie nun und schaute mich dabei fest an.
Dann stand sie auf und kam die wenigen Schritte zu mir.
Warm und doch bedrückt sah sie mich an, richtete sich dann aber auf um mir während einer kurzen Verbeugung zu gratulieren.
"Herzlichen Glückwunsch." dann richtete sie sich wieder auf und sah mich an.
"Wie geht es dir damit?" fragte sie.
"Ich weiss es nicht." musste ich zugeben.
Doch Kaya lächelte nur.
"In dieser neuen Funktion könnte ich mir einige Sachen problematisch vorstellen." begann sie nun.
"Kaya lass es gut sein du siehst doch das." unterbrach sie Thamaluna vorsichtig und doch barsch.
Doch Kaya winkte ab und sprach weiter.
"Ich gratuliere dir von ganzem Herzen und freue mich sehr für dich. Niemand besseres hätten sie für diese Aufgabe wählen können" lobte sie mich.
"Doch hast du als Hokage gewisse Pflichten. Du kannst nicht mit einem ehemaligen Akatsuki Mitglied durch die Straßen laufen, dich betrinken oder dich gar anschnauzen lassen." lachte sie nun.
Doch war ihr deutlich anzumerken das dieses Lachen nicht echt war.
"Ich wünsche dir alles erdenklich gute Kakashi." sagte sie nur noch einmal als sie mir langsam einen Kuss auf die Wange gab.
"Danke dir." sagte sie nun.
"Für alles." fügte sie leise hinzu.
Dann drehte sie sich zu ihrer Freundin die sie plötzlich mitleidig ansah.
Ich war außer Stande etwas zu sagen, zu sehr erinnerte mich dies an einen Abschied.
Mit gesenktem Kopf stand sie mit dem Rücken zu mir gewandt.
Dann blickte sie auf in Thamalunas Richtung die sich langsam aufrichtete und auf mich zukam.
Noch während sie sich mir vorstellte ging Kaya.
Mein schmerzerfüllter Blick folgte ihr.

"Auch ich möchte meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen." lenkte mich nun Thamaluna ab.
Ich nickte ihr kurz zum Dank zu.
"Wir hatten bisher noch nicht die Gelegenheit uns kennenzulernen." fuhr sie nun mit ruhiger Stimme fort.
Noch immer sah ich Kaya nach die bereits verschwunden war.
Ich sollte hinter ihr her, sollte sie versuchen aufzuhalten.
"Sie wird nicht gehen." mischte sich Thamaluna nun in meinen Gedankengang ein und lächelte warm und sanft.
Wusste sie was ich dachte?
"Ich kann keine Gedanken lesen wenn du das meinst. Ich würde einfach sagen ich bin eine gute Beobachterin." stellte sie nun fest während sie mich fest ansah.
"Ihr seid euch so ähnlich." stellte sie nun leise lachend fest.
Während sie das sagte kamen mir tausend Fragen in den Sinn.
Sie kannte Kaya schon so lange, wusste um alles was geschehen war.
Wem wenn nicht ihr würde Kaya sich anvertraut haben?
Doch blieb es fraglich ob sie gerade mit mir darüber sprechen würde.
"Ich hätte Lust auf einen Spaziergang." begann Thamaluna nun beiläufig und schaute mich freundlich an.
"Ob es wohl jemanden gibt der mir zeigen würde wie Kaya bisher eigentlich so gelebt hat?" fragte sie nun.
Ich nickte ihr kurz zu und so gingen wir langsam los.
Das Dorf war groß. Doch ob es weitläufig genug war um sie all das zu fragen was mir auf dem Herzen brannte?

"Es muss schrecklich gewesen sein was hier passiert ist." stellte Thamaluna nun erschrocken fest. Ich nickte ernst.
Wir waren eine Weile gegangen, unterhielten uns über die unterschiedlichsten allgemeinen Themen. Über Kaya war noch kein Wort gefallen.
Wieder einmal mehr schien Thamaluna zu wissen was mir in diesem Moment durch den Kopf ging.
"Kaya hatte große Angst um dich. Sukiyo und Isami erzählten mir was passiert war. Sie hätte ihr Leben für dich gegeben." lächelte sie warm.
Ich nickte abermals.
Ich hatte erzählt bekommen wie Kaya alles daran setze mich wieder zu den lebenden zu holen, dass sie gemeinsam mit Neko einen unglaublichen Kampf ausgetragen hatte.
Naruto wurde als Held des Dorfes gefeiert, hatte unglaubliches geleistet.
Doch stand Kaya wohl Pains schwierigstem Körper gegenüber. Es war unglaublich was sie und Neko geleistet hatten.
"Es ist nicht schwierig Kaya von sich zu überzeugen. Sie ist eine Einzelgängerin aber doch kontaktfreudig. Die Kunst liegt darin sie als Freundin zu gewinnen." fuhr Thamaluna nun fort.
"Ich glaube das ist dir geglückt." sagte sie während sie mich warm ansah.
"Es war ein schwerer Weg." erwiderte ich während ich zurückdachte.
Leise lachte Thamaluna auf.
"Das glaube ich gern. Ich habe Kaya sehr gern aber ich weiss das sie manchmal ziemlich anstrengend sein kann." lachte sie nun.
Erschrocken sah ich sie an. Spricht so etwa eine beste Freundin?
"Doch so anstrengend und stur sie manchmal ist, niemand ist ehrlicher und treuer als sie es ist. Ich denke das hat sie von Neko übernommen." fuhr sie nun nachdenklich fort.
Wenn man so darüber nachdachte konnte das sogar tatsächlich stimmen.
All dieses rebellieren, dieser oft so überzogene Stolz und das Bewusstsein um ihre Auftritte und Kräfte.
Sie war nicht minder erhaben als es ihre vertrauten Geister waren.
"So habe ich das noch nie gesehen." musste ich verblüfft feststellen.
Thamaluna grinste breit.
"Das sagt sie auch immer." stellte sie fest.
"Wirklich?" fragte ich sie ungläubig.
"Ja wirklich." lachte Thamaluna nun leise.
"Weisst du ich finde es überraschend wie ähnlich ihr euch seid. Kaya hat viel durchgemacht in ihrer Jugend doch ist eine wunderbare, erwachsene Person geworden. All das Geschehene lässt sie einfühlend sein und verstehen. Auch du scheinst mir von ruhiger Natur und verständnisvoll zu sein. Wie sonst könntest du heute noch an ihr festhalten?" fragte sie.
Ich schluckte schwer ehe ich zu einer Antwort ansetzte.
"Auch ich habe sie aufgegeben." sprach ich nun.
"Und doch würde sie für dich sterben, denkt an dich und erzählt ununterbrochen von dir." sagte Thamaluna nun.
"Tut sie das?" fragte ich nun.
Thamaluna nickte.
"Wenn ich all ihren Erzählungen glauben schenken würde, müsste ich wohl fürchten ebenfalls von dir zu schwärmen." sagte sie nun warm lächelnd.
Mir wurde warm ums Gesicht.
"Weisst du es war schon eine Kunst das du sie nach Konoha geholt hast. Über die Jahre zog sie sich immer mehr zurück. Sie war unbekümmert trotz allem was ihr wiederfuhr. Durch dich lernte sie das Leben kennen welchem sie in der Einsamkeit entkam. Es war absehbar das das nicht gut gehen konnte." erklärte sie nun.
Auch das war eine interessante Ansichtssache, eine ganz andere als ich oder sonst wer sie je hatte.
"Wenn man so darüber nachdenkt" begann ich.
"dann habe ich recht." lachte Thamaluna nun melodisch.
Dann schüttelte sie lachend den Kopf.
"Das hätte Kaya jetzt gesagt?" fragte ich sie nun ebenfalls lachend und Thamaluna beeilte sich zu nicken.
"Genau so." bestätigte sie mich.
So lockerte sich die Stimmung. Wir redeten und lachten viel und überrascht sahen uns einige Leute hinterher.
Bei Thamaluna konnte ich sein wie ich war. Ich fühlte mich bei ihr mit meinen Sorgen sicher.
Noch lange rollten wir den Teppich der Vergangenheit auf und beleuchteten einige Stellen anders.
"Sie könnte sich als Verräterin fühlen oder ihn vergessen. Doch beides tut sie nicht. Sie wahrt die Erinnerungen die ihr niemand nehmen kann. Doch Kaya weiss das es vergangenes ist. Sie lebt im hier und jetzt. Ein Wunsch den Itachi für sie zuletzt äußerte. Du bist ihr hier und jetzt und sie freut sich einfach seinem letzten Willen nachgekommen zu sein." erklärte mir Thamaluna gerade als ich ihr über all die Gespräche Kayas mit dem verstorbenen Itachi berichtete.
"Sei lieber froh das sie mit ihm reden kann und danach dennoch glückselig in deine Arme fällt. Du machst sie glücklich, sie gibt sich dir hin. Was erwartest du mehr?" fragte sie nun.
"Eigentlich ja nichts." musste ich wieder einmal mehr feststellen.
Es war beinahe schon beängstigend wie dumm man sich neben Thamaluna in einem Gespräch vorkam.
"Ihr macht es euch wirklich so unglaublich kompliziert." sprach sie nun vorsichtig und musterte mich dabei genau.
Ich seufzte schwer.
"Wie ich gehört habe seid ihr mittlerweile so gut wie unzertrennlich. Ihr trefft euch regelmäßig und eine Weile habt ihr sogar zusammengewohnt." begann Thamaluna nun.
Erschrocken sah ich sie an.
Woher wusste sie das alles? Hatte Kaya ihr etwa wirklich alles erzählt?
"Kurenai. Eine nette Person." sagte Thamaluna beiläufig und ich verstand.
"Kaya lernt das richtige leben hier erst kennen und hat ihren Weg nun gefunden. Ich denke der Zeitpunkt ist gekommen um sich auszusprechen." sprach die junge Frau nun eindringlich.
"Ich weiss nicht wie und was." begann ich nun, wusste nicht ob ich mich Thamaluna wirklich so anvertrauen wollte.
"Zunächst einmal warten wir ab und du gehst am besten zu dem Mann dort hinten in grün." sagte sie und schaute suspekt gen Süden.
Dort stand Gai, durch sein breites Grinsen unfehlbar.
"Ich fühle mich die ganze Zeit schon so verfolgt. Es war nett mit dir gesprochen zu haben. Viel Glück." waren Thamalunas letzte Worte ehe sie verschwand.


"Sensei Kakashi hat gewonnen". stellte Lee nun fest.
Schwer atmend standen Gai und ich hinter der Ziellinie.
Das Rennen hatte unglaublichen Spaß gemacht.
Doch als auch Gai sentimental wurde und zu reden begann wusste ich, dass ich das nicht wollte.
Wir würden ewige Rivalen bleiben.
Genauso würde ich Kaya nicht deswegen aufgeben.
Man wählte mich obwohl man um meine Beziehung um sie wusste.
Man würde es akzeptieren müssen.
Mit diesen Gedanken begab ich mich also zur Versammlung bei der mich der Daimyou des Feuer-Reiches zum Hokagen ernennen würde.
Kaya würde während dieser Versammlung nicht anwesend sein dürfen.
Doch das erste was ich als Hokage tun wollte war sie zu suchen. Erst danach würde ich mich dem Dorf stellen.
Dann begann der Daimyou seine Verkündung zu verlesen.
Nur wenige Augenblicke würde es dauern bis ich tatsächlich der Hokade der sechsten Generation werden würde.
Blieb nur zu hoffen das ich es länger schaffte als meine beiden Vorgänger wenn ich den Posten auch nicht unbedingt haben wollte.
Als ob es höhere Mächte geben würde, als ob man mich erhört hätte wurde plötzlich die Tür zum Versammlungsraum aufgeschlagen und Gai betrat den Raum.
Dann verkündete er die erlösende Nachricht, dass Tsunade soeben aufgewacht sei.

Kommentare (10)

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Otakugirl (94141)
vor 550 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi (08807)
vor 786 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan (33960)
vor 924 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja (59062)
vor 1071 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar (31516)
vor 1107 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan (25325)
vor 1172 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl (99671)
vor 1281 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura (07743)
vor 1309 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea (53167)
vor 1325 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor (66147)
vor 1335 Tagen
höre bitte nicht auf