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Zwei Gesichter - Teil 42 (3. Staffel)

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2 Kapitel - 5.113 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-05-15 - Entwickelt am: - 2.050 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 41:

In diesem Moment verstand ich besser als je zuvor wie Kaya sich gefühlt haben musste.

Es tat mir so leid der jungen Frau diesen Schmerz zugefügt zu haben für den ich sie einst verachtete.

So schlug ich das Album zu und legte es zurück.

Ich würde es gutmachen was ich getan hatte.

Egal was geschehen würde. Niemals wieder würde Kaya wegen mir leiden und niemals mehr würde ich sie alleine lassen.

Davon würde ich mich nie wieder abbringen lassen.

1
Die Erkenntnis kommt mit dem Tod

"Er ist tot. Daran kann ich nichts ändern." sagte ich verbissen "Aber Jiraiya fehlt mir halt einfach so sehr." fügte ich hinzu.
Neko nickte stumm.
"Die letzten zwei Wochen waren hart. Es hat einige Tage gedauert bis Naruto und ich wussten damit umzugehen. Naruto ist nun bei irgendeinem Training was Kakashi etwas Luft gibt aber ich glaube das ist genau das falsche für ihn. Er wirkt ziemlich fertig." fuhr ich fort.
"Er hat auf mich einen starken Eindruck gemacht." stellte Neko verdattert fest.
Es schien ihr nicht zu gefallen Kakashi falsch eingeschätzt zu haben.
"Nein nein beruhige dich." entgegnete ich sofort.
"Er ist ein begnadigter Ninja dessen Ruf ihm voraus eilt aber er ist eben ein schwächlicher Mensch wie du so gern sagst. Kurenai hat mir oft genug erklärt wie schwer das Ganze auf der emotionalen Ebene für ihn sein muss. Er funktioniert momentan einfach nur noch ohne an sich selbst zu denken." erklärte ich genauer.
"Er verliert sich selbst. Ein fataler Fehler." stellte sie ernüchternd fest.
"Jetzt mal den Teufel nicht gleich an die Wand. Ich weiss halt nicht wie gerade ich ihm helfen soll. Kurenai meint ich solle einfach ehrlicher mit mir selber umgehen aber irgendwie verstehe ich beim besten Willen nicht was sie von mir will." seufzte ich schwer während ich mich enger an Neko kuschelte.
"Mama sie kommt." fauchte Isami auf einmal laut.
Neko hob ihren Kopf und knurrte tief.
"Habe ich ihr nicht deutlich genug gesagt was passiert sollte sie es wagen wiederzukommen." drohte sie.
Die große Kätzin schaute zum Höhleneingang.
"Kümmert euch darum." sprach sie leise nach draußen ehe sie ihren Kopf wieder senkte.
"Das kann nicht dein ernst sein Neko. Sie ist deine Tochter." schrie ich erschrocken.
"Das war sie die längste Zeit." fauchte Neko mich mit ihrer gewaltigen Erscheinung an.
"Sie hat es getan um mich zu retten. Und sagst du mir nicht immer, dass die Familie so wichtig sei?" bohrte ich nach.
Ich wusste, dass ich mit meinem Leben spielte wenn ich so mit Neko sprach und doch wollte ich nicht zulassen das man Sukiyo einfach tötete.
"Sie wird ihre Gründe haben herzukommen, lass sie sprechen." bat ich nun.
"Außerdem habe ich genug verloren." versuchte ich an Nekos kümmerliches Mitleidsgefühl zu appellieren.
Wild fauchend erhob sich die Schneeleopardin so dass ich von ihrer Pfote purzelte.
Nach einigem hin und her stand Sukiyo nun tatsächlich vor ihrer Mutter.
Sie verbeugte sich tief doch galt ihr Blick mir.
"Wie kannst du es wagen den Blick abzuwenden?" fauchte Neko und hob ihre riesige Pranke um sie auf eine ihrer jüngsten Töchter niedersausen zu lassen.
Hart prallte Sukiyo an der Felswand ab und erhob sich mühsam.
Sie war ausgemergelt und schwach, hatte tiefe Verletzungen und Narben davon getragen.
Ich schämte mich dafür das es ihr so ging.
Sie rettete mich auf ihre Art und Weise und wurde dafür so gestraft.
Und ich hatte mich nicht darum geschert. Seit ich in Konoha war hatte ich nicht einmal nach Sukiyo gesehen.
Wohl wissend dass es auch mich treffen könnte, rannte ich nun zu ihr.
"Oh Sukiyo es tut mir so leid. Was ist nur geschehen? Verzeih mir bitte." flehte ich mit Tränen in den Augen.
Mit glanzlosen Augen sah sie mich an.
"Er braucht dich." sprach sie mit gebrochener Stimme.
Ich strich ihr über den Kopf.
"Wer braucht mich?" fragte ich sie.
Sie fühlte sich heiß an, ihre Nase war trocken und ihre Augen matt.
"Er kämpft gegen ihn. Ich habe es gesehen aber ich war zu schwach um ihm zu helfen, oh bitte verzeih mir." sprach die junge Leopardin.
"Sukiyo ich flehe dich an, was ist denn passiert? Du kannst nichts für Itachis Tod, es ist alles gut." ängstlich tastete ich den Körper Sukiyos nach weiteren Verletzungen ab.
"Nicht Itachi. Kakashi." stöhnte sie, ehe sie bewusstlos zu Boden glitt.


"Niemals." wütete Neko und war im Begriff mich anzugreifen.
"Ich erinnere dich an unseren Vertrag, ich erinnere dich an den Blutbund den wir eingingen und ich erinnere dich an unsere Pflichten." sprach ich erhaben zu Neko.
"Ich liebe dich und schätze dich doch solltest du mir das verweigern so breche ich mit dem Vertrag." sprach ich weiter. Mir war bewusst das ich hier mit meinem Leben spielte und doch war ich dazu gezwungen nun so zu handeln.
"Ich lasse mir von niemanden und auch nicht von dir sagen was ich mit Sukiyo zu tun habe." fauchte Nekoe böse während ihre Pfote auf den Boden schlug und ein leichtes Beben entstand.
"Du kannst sie töten wenn du es für nötig hältst aber erst wenn ich das geklärt habe, mehr will ich nicht. Ich diskutiere da auch nicht weiter drüber ich werde gehen." sagte ich bestimmt.
Ich wusste das ich Neko niemals davon überzeugen konnte Sukiyo nicht zu töten wenn sie es nicht selber so wollte also musste ich ihr entgegenkommen und zumindest Verständnis vortäuschen auch wenn sie dies sofort durchschaute.
Noch während Nekos Antwort verschwand ich wieder in die reale Welt.
Ich stand am Eingang Konohas und doch sah ich sofort, dass das Dorf sich verändert hatte.
Ganze Häuserblöcke waren zerstört, große Staubwolken wirbelten auf und ich hörte die Schreie im Dorf. Die Köpfe riesiger Bestien ragten hoch in den Himmel empor.
Ohne zu wissen was ich tat, rannte ich in das Dorf.
Mir kamen zwei Chunin entgegen die einige ältere Menschen aus dem Dorf evakuierten.
Um mir einen Überblick über die Lage zu verschaffen sprach ich die Kinder an.
"Was ist hier passiert?" fragte ich sie forsch.
Das Mädchen weinte, der Junge der bei ihr war erklärte mit stockender Stimme:
"Akatsuki hat Konoha angegriffen, alle sind sie gestorben vor unseren Augen." dann brach auch seine Stimme.
Ungläubig sah ich ihn und die ausgemergelten, verstörten Alten an.
"Bringt die Leute von hier fort." sagte ich während ich in das Dorf rannte und dort von den Eindrücken erschlagen wurde.



Nur mit größter Mühe schaffte ich es diesem riesigen vogelähnlichen Tier mit all den Metallstäben auszuweichen. Mir war klar, dass es Pain sein musste der das Dorf angriff.
Nur leider nützte mir das nicht viel da ich seine Kräfte nicht ansatzweise kannte oder gar verstand was ich auch Tsunade nach Jiraiyas Tod erklärte.
Dennoch stand für mich fest, dass ich Pain um jeden Preis aufhalten müsste.
Er lag mir nicht am Herzen, er hatte mir Jiraiya genommen und war jetzt im Begriff meine Heimat zu zerstören, dass würde ich nicht zulassen.
Ich rannte an Leichen vorbei, rannte an den Trümmern einst prächtiger Häuser vorbei immer auf der Suche nach einem Menschen - Kakashi.
Überall wurde Hilfe gebraucht doch wollte ich nur noch zu ihm.
"Halt durch, bitte halt durch." redet ich die ganze Zeit vor mir her.
Sukiyos Worten nach musste Kakashi schwer zu schaffen haben.
Ich konnte nur beten das der talentierte Ninja bis jetzt durchhielt.
Und endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich ihn gefunden.
Von weitem sah ich den dicken Jungen Chouji und einen Mann der sein Vater zu sein schien.
Bei ihnen Kakashi.
Dieser sackte auf den Boden und schien Blut zu spucken.
Sein Körper schüttelte sich heftig und Chouji schien ihm etwas zuzurufen.
Dann sah ich wie Pain, allerdings in ganz anderer Optik als sonst, etwas auf den Jungen schoß.
War es ein Pfeil? Eine Rakete? Ich konnte es nicht erkennen und so rannte ich wie ich noch nie zuvor gerannt war.
Dann verschwand das Objekt plötzlich.
Mittlerweile war ich nah genug um Kakashi, den Jungen und Pain erkennen zu können.
Ich spürte ihre Chakren und kam abrupt vor Kakashi zum stehen.
Dieser steckte tief im Boden, sichtlich schwer verletzt.
"Kakashi ich bin da. Ich bin da hörst du mich?" fragte ich den Kopierninja panisch.
Seine Augen drehten sich einen Moment zu mir, er schien etwas sagen zu wollen doch tropfte Blut durch den Stoff seiner Maske.
Dann schlossen sich seine Augen und seine Chakrapräsenz verschwand.

"Es tut mir so leid, es tut mir so leid Sensei Kaya." hörte ich Chouji immer und immer wieder sagen. "Hätte er mich nicht gerettet, oh Sensei Kakashi." ich hörte dem Jungen nicht zu wie er dort weinte.
Ich sah den leblosen Körper vor mir an.
Ich schüttelte ihn, betastete ihn behutsam und versuchte ihn aus dem Boden zu ziehen.
Nichts regte sich.
Schlaff hing Kakashis Kopf auf seiner Schulter.
"Lass mich nicht allein, nicht auch noch du. Du hast es mir versprochen." begann ich nun hilflos zu weinen.
Doch Kakashi regte sich noch immer nicht.
Dann hörte ich einen Aufschrei und einen dumpfen Aufprall.
Nur langsam drehte ich mich um.
Dort stand wieder ein Pain, wieder sah er anders aus als der den ich kannte.
Teilnahmelos sah er mich an.
Wut staute sich in mir, mein Körper bebte.
Sein Blick lag auf Kakashi und zeigte keinerlei Regung.
"Vorsichtig er kann Angriffe." hörte ich den Dicken schreien doch übertönte der Wind der an meinen Ohren entlangschoss weitere Worte.
Ich griff mit zwei riesigen Eisdrachen an, in beiden Händen meine tödlichen Waffen.
Doch dann passierte etwas Seltsames.
Um Pains Körper herum bildete sich eine Art Blase.
Ich fühlte mich regelrecht wie ausgesaugt.
Meine Drachen schienen hinter einer unsichtbaren Barriere zu verschwinden.
Auch meine Schwerter lösten sich auf.
Dabei schwand ein guter Teil meines Chakras.
Immer und immer wieder griff ich an und immer wieder wurden meine Jutsus einfach von dieser Blase aufgesaugt.
Pain brauchte gar nicht zum Gegenschlag ansetzen, würde ich so weitermachen würde ich bald sämtliches Chakra verbraucht haben.
Dann wurde ich plötzlich von einer enormen Druckwelle weggeschlagen.
Ich flog vorbei an Kakashis leblosem Körper und landete neben dem Leichnam eines weiteren Ninjas Konohas.
Kakashis Kopf war mittlerweile tief in seinen Nacken gelegt.
Sein Hals war weit nach hinten gestreckt, seine wirren Strähne fielen nach hinten.
Ich konnte nicht zulassen das seinem Körper etwas geschah.
Wie konnte es nur passieren das Kakashi dort besiegt lag? Wie konnte es sein das das Dorf solch einer Verwüstung ausgesetzt wurde. Wo war der Hokage? Sollte nicht jetzt der Moment gekommen sein in dem sie ihr Dorf mit ihrem Leben verteidigt?
Wieder sah ich auf Kakashis leblosen Körper.
Doch zwang ich mich Pain anzusehen.

"Wer hätte gedacht das wir uns hier wiedersehen?" begann ich nun das Gespräch.
Ich wollte Zeit schinden, überlegen was nun zu tun wäre.
"Du wusstest das es irgendwann so kommen würde. Doch zögere ich jetzt keinen Moment auch dich umzubringen." erwiderte er ruhig und kalt wie immer.
"Tu dir keinen Zwang an." entgegnete ich nur während ich auf Kakashis leblosen Körper blickte.
Welchen Sinn hatte es jetzt weiterzumachen?
Ich würde wieder allein sein, würde zu Neko oder Kisame oder auch zu Thamaluna gehen. Doch Neko war alt, Kisame ein gefürchteter und gejagter Mann. Thama würde mich stützen doch würde ich diesen Fluch des Todes auch mit zu ihr bringen. Es hatte einfach keinen Sinn mehr zu leben.
Doch hatte ich es versprochen und würde ich nicht gehen ohne zumindest Kakashis Tod zu rächen.

Ich verstand noch immer nicht ganz was es mit Pains Kräften auf sich hatte doch wusste ich mir nur eine Lösung. "Bitte steh mir bei, Streit kann ich gerade nicht gebrauchen." sagte ich zu mir selbst als ich mein Jutu des vertrauten Geistes wirkte.
"Neko ich brauche dich, lass mich bitte nicht im Stich." flehte ich.
Es kam mir vor als hätte ich das Jutsu noch gar nicht richtig gewirkt als die riesige Leopardin höchstpersönlich in den Trümmern des Dorfes stand.
"Es scheint der Tag gekommen zu sein an dem wir noch einmal kämpfen" sprach sie erhaben als sie zu mir hinuntersah.
Dankend nickte ich ihr zu.
Bald darauf entfachte ein wilder Kampf.

Ich hatte mich zunächst aus Nekos Kampf herausgehalten, beobachtete was Pain gegen ihre Angriffe tat. Nekos eisiger Atem wurde wieder von dieser Blase aufgesaugt doch ihre direkten Angriffe konnte er nur per Druckwelle abwehren die anschließend für einen kurzen Moment nicht zu funktionieren schien.
Neko griff oft und schnell an. Doch nach jeder dieser Wellen wich er nur knapp aus statt sie erneut einzusetzen.
Das war die einzige Schwachstelle die ich finden konnte wenn ich mir auch nicht sicher sein konnte.

Ich schaute noch einmal auf Kakashi.
"Ich weiss nicht ob ich das überlebe. Ich weiss nicht was hier jetzt passieren wird. Doch bitte ich dich zu warten. Geh nicht ohne mich." flüsterte ich leise ehe ich meine ganze Konzentration Pain zuwandte.
Ich richtete mich auf uns sah ihn an.
Dann schaute ich zu Neko.
Ich formte verschiedene Fingerzeichen, murmelte verschiedene Worte und verlies mich auf Nekos Schutz während ich allerhand Jutsus zugleich versuchte auszuführen.
Ein riesiger Eispalast errichtete sich um Kakashis leblosen Körper. Erst mit meinem Tod würde er nachgeben.
Zwei riesige Abbilder Nekos aus festem Eis standen hinter mir.
Mein letztes Chakra lies ein großes Gebiet um uns herum vor Eis glänzen.
Die dadurch entstehende Kälte würde unsere Angriffe verstärken.
Schwer keuchend und schon jetzt beinahe am Ende all meiner Kräfte verwandelte ich mich und stellte mich neben Neko.
Ich war deutlich kleiner aber auch wendiger.
Meine Erschöpfung schien tief in mir begraben worden zu sein.
Mehr denn je fühlte ich mich als Katze statt als Mensch.
Es war als würde mein menschliches sein Bewusstsein verlieren.

Schützend warf Neko sich vor mich als Pain erneut angriff.
Mit den leisen Schritten einer Raubkatze trat ich an Nekos Seite.
Ich hatte in dem Kampf nicht viel ausrichten können da sämtliche meiner Nin-Jutsus einfach aufgesaugt wurden. Mit bloßen Tai-Jutsu und meinen mickrigen Gen-Jutsu verbrauchte ich nur unnötig Chakra.
So stand ich also vierbeinig und pelzig an Nekos Seite. Noch standen meine Eiskatzen doch würde Pain sie bald zerstört haben.
Die alte Leopardin atmete schwer nachdem sie mehrfach von Pains Druckwelle getroffen worden war.
Mittlerweile hatte ich all meine Menschlichkeit verloren.
Ich dachte nicht mehr nach.
Ich tat was mir in den Sinn kam, sprang wie es mein Instinkt sagte, kämpfte wie es mir gerade in den Sinn kam.
Ich schaute nicht voraus, schmiedete keinen Plan.
Ich wollte einfach nur noch töten.

Dann entbrannte ein Kampf zwischen Neko und Gakidō die sich ihm nun näherte. Seine Druckwelle tarf soeben mich und er hatte größere Mühe als vorher Nekos riesigen Fangzähnen auszuweichen.
Wäre sie noch etwas jünger wäre er jetzt erledigt gewesen.
Doch Neko war nunmal alt. Ich sollte froh sein sie zu haben denn ohne sie wäre ich schon jetzt erledigt.
Ich wusste nun das es nicht Pain war, dass es nur einer von vielen Körpern war.
Da keine weiteren Körper in der Nähe waren war dies tatsächlich mein einziger Gegner
Aber dieser reichte mir schon.
Neko kämpfte hart.
Nach zahlreichen Stürzen und Verletzungen hatte sie es aber tatsächlich geschafft einen Treffer zu erzielen. Sie streifte ihren Gegner zwar nur und doch hatte sie ihm dabei einen Teil des linken Arms weggerissen. Nekos gewaltige Kräfte zeigten Wirkung.
Erschöpft aber sichtlich zufrieden lies sie sich nun neben mir nieder und atmete schwer.
"Jetzt bist du wohl dran." sprach sie mit schwerer Stimme.
"Ich habe kaum noch Cakra." sprach ich nun.
Ich wollte Kakashi als Mensch rächen. Als die Person die ihn liebte, als die Gestalt die er kannte.
Neko fauchte leicht.
"Wirst du ihn beschützen?" fragte ich.
"Mit meinem Leben." antwortete sie knapp.
Dann löste ich meine Jutsus auf. Meine letzte, schwer angeschlagene Eiskatze verschwand, Kakashis Schutz und auch die Kälte um uns herum.
Es war nicht viel Chakra was ich dadurch sparte doch müsste es reichen.
Ich schaute ein letztes Mal zu Neko und Kakashi. Griff ein letztes Mal zu meiner Kette und gedachte Itachi. Egal was nun passieren würde, würde ich wirklich alles geben würde auch ich sterben.

Dann legte Neko einen Teil ihres Kopfes vorsichtig auf den von Kakashi und sprach einige seltsame Worte.
Ich verstand diese Worte nicht und doch wusste ich, dass es ihr Totensegen war.
Sie gedachte Kakashi und erwies ihm so die letzte Ehre.
Dieses Verfahren wurde nur der Familie zuteil und dankend sah ich sie an.
"Irgendwie gehörte er ja doch dazu." sagte sie versöhnlich.
Ich hatte das letzte verloren das mir noch etwas bedeutete.
Ich hatte Kakashi verloren, ich war zu spät.

Nun war der Zeitpunkt der Rache gekommen.
Schneller als ich je gelaufen war, härter als ich je zugeschlagen hatte und verbissener als ich je gekämpft hatte versuchte ich nun Pains Körper unschädlich zu machen.
Ich hörte wie Katsuyu mir beistehen wollte und doch rannte ich noch bevor sie mich erreichen konnte. Sie sollte sich um Kakashi kümmern so unmöglich es auch war das sie ihn wiederholen konnte. Ich würde das alleine durchstehen.

Einmal mehr in meinem Leben sollten es meine Doppelklingenschwerter sein die mir den Sieg bringen sollten.
Langsam schritt ich ein letztes Mal auf Pains Körper zu, wusste das er mit einer starken Druckwelle irgendwann kontern würde.
Und ich würde sie nicht abwehren können.
Nur diesen einen Treffer musste ich überstehen, nur diesen einen verdammten Schlag.
Wer wusste was Kakashi überstehen musste.
Ich musste es einfach schaffen, ich durfte ihn nicht enttäuschen.
Und dann traf sie mich.
Pfeifende Geräusche drangen an mein Ohr als ich davon flog und mein Gegner immer kleiner wurde.
Dann reagierte ich.
In Gedanken zählte ich die Sekunden.
Eins.
Meine Klingen bohrten sich in den Boden und verlangsamten meinen Sturz.
Meine Füße spürten festen Boden unter sich und ich stütze mich ab um schnellen Schrittes voran zu preschen.
Zwei.
Pains Körper wich meinem Angriff aus und blockte meine rechte Hand.
Mit der linken versuchte ich nun mein Schwert in seinen Körper zu bohren.
Drei.
Jeden Moment würde er wieder sein Jutsu wirken.
So blieb mir keine andere Wahl.
Während sein Blick noch auf meiner linken Hand lag drehte ich meine Rechte in der seinen.
Das knacken meines Handgelenks war nicht zu überhören und doch schien der Schmerz nicht vorhanden.
Mit letzter Kraft rammte ich meine Waffe von hinten in seinen Rücken.
Durch die fehlende Kraft durch den Bruch meiner Hand war er noch nicht besiegt aber doch abgelenkt um nicht sofort sein Jutsu zu wirken.
Als er begriff was ich vor hatte war es zu spät.
Mein linker Arm war frei und so konnte ich ihm meine Waffe durch den Leib bohren.

Dann sackten wir beide zu Boden.
Ich hörte Nekos fauchen, hörte ihr brüllen und doch wirkte alles so leise.
Dann wurde alles schwarz.

Ein prickeln durchfuhr meine rechte Hand als ich langsam wieder aufwachte.
Ich sah die Anspannung von Nekos Gesicht weichen.
Sie war noch immer schwer verletzt und doch drängte sie Katsuyu dazu sich um mich zu kümmern.
"Du hast es geschafft." lobte Katsuyu mich erleichtert.
Doch stimmte es nicht. Ich hatte es nicht geschafft Kakashi zu retten.
Ich sah mich um und fand mich zu seiner rechten wieder.
Mühsam versuchte ich mich aufzurichten.
Ich stützte mich ab und spürte deutlich den Schmerz in meiner Hand.
"Mehr kann ich nicht tun." sagte Katsuyu entschuldigend als ich meine Hand mit schmerzerfülltem Gesicht entlastete.
"Du hast mehr als genug getan Katsuyu. Kümmere dich bitte um Nekos schlimmsten Verletzungen und sieh dann nach Tsuande. Wir sollten ihr Chakra nicht vollends verbrauchen." sagte ich nun mechanisch während ich zu Kakashi kroch.
Ich war zu schwach aufzustehen, zu schwach mich auf meine eigenen Beine zu stellen.

Zum wiederholten Mal versuchte ich ihm etwas von meinem mickrigem Rest Chakra zu geben doch hatte es keinerlei Effekt. Sein Herz schlug nicht mehr, sei Atem stand still.
Er war tot - eine unausweichliche Tatsache.
Ich hörte die Kampfgeräusche um mich herum, wusste das es meine Pflicht war aufzustehen und weiterzumachen bis in den Tod hinein, auch nahm ich Naruto in Gestalt des Bijou-Gesites mit acht Schwänzen in weiter Ferne wahr.
Doch kümmerte mich das alles nicht.
Ich hockte einfach nur noch neben Kakashi.
Ich wusste nicht wie lange ich dort hockte, wusste nicht wie viel Zeit verging.
Katsuyu hatte Neko nun so gut wie vollständig wiederhergestellt. Wahrscheinlich war es besser so. Auch kleine Verletzungen konnten der alten Katze zusetzen.
Alles schien ruhig, die Kampfgeräusche waren verklungen.
Hatten wir gesiegt? Waren alle tot? Ich wusste es nicht und interessierte es mich auch nicht.
Kakashi war tot.
Erst meine Eltern, dann Itachi, Jiraiya und nun Kakashi.
Warum nur wurde ich so gestraft?
Ich sah auf den leblosen Körper Kakahis. Wie er dort in all den Trümmern steckte.
Dann begann ich mechanisch aufzustehen und die schweren Steine und den Schutt beiseite zu schaffen. Immer wieder sackte ich ein, immer wieder schürfte ich mir meine Beine an dem Geröll auf wenn ich darauf schlug. Immer wieder musste ich nach Luft ringen ehe ich mich wieder aufrichtete.
Wortlos sah Neko mir dabei zu und hielt ihre Totenwache.
"Wir werden ihn begraben." erklärte ich Neko als sie mich aufmerksam ansah.
Sie erwiderte nichts, machte keinerlei Anstalten mir zu helfen oder mir Vorschriften zu machen. Sie lies mich einfach gewähren.
"Kaya hör auf damit das ist Wahnsinn du hast doch selber kaum Chakra mehr sei dankbar das du noch lebst." versuchte Tsuandes Schnecke Katsuyu mir nun einzureden.
Doch überging ich ihre Worte.
Nach und nach schaffte ich das Geröll beiseite und konnte Kakashis Körper bergen.
Er musste einen schweren Kampf gehabt haben.
Ich fühlte mich schwach und leer als ich auf seinen, auf den Boden gebetteten, Körper sah.
Keine einzige Träne schlich sich in meine Augen, nichts regte sich in mir.
Alles war wie betäubt, wie verschwunden.
"Und dabei wollte ich doch für dich kochen." fiel es mir ein als ich auf ihn hinabsah.
Dann war es um mich geschehen.
Mir wurde schwindelig und schlecht, ich sackte ein und lies mich über Kakashis Leichnam niederfallen. Immer wieder sackte ich weg, immer wieder wurde mir schwarz vor Augen.
In meinem inneren tobte der Kampf zwischen Leben und Tod.
Mit schwachem Griff packte ich an seine Weste, versuchte ein letztes Mal ihn wachzurütteln ehe ich meinen Kopf auf ihm vergrub und den Tränen freien Lauf lies.
Ich nahm nicht war wie Neko plötzlich knurrte, nahm nicht wahr wie sich alles und doch nichts veränderte.
Ich spürte nicht wie Kakashi zu atmen begann, zu heftig schüttelte sich mein eigener Körper unter den Tränen, zu oft verlor ich kurzzeitig das Bewusstsein.
Ich bekam nicht mit wie sich überall das Chakra verbreitete. Zu sehr war ich damit beschäftigt um den Kopierninja zu trauern.
Auch als Neko meinen Namen rief, spürbar erschrocken, beinahe schon verängstigt wie ein kleines Kätzchen sah ich nicht auf.
Ich bekam nicht mit wie sich ein seltsamer, funkelnder Zauber über dem Dorf ergoss und die Menschen sich wie Blumen zum Licht reckten. Ich begriff nicht, dass Naruto gesiegt haben musste, begriff nicht welch gewaltiges Jutsu hier wirkte.
Das einzige was ich spürte, war die Leere in mir.
Ich hörte nicht die Rufe Choujis, seines Vaters und Katsuyus die hier herumkroch.
All das ging spurlos an mir vorbei, wirkte irreal.
Erst als mein Kopf brutal beiseite flog wachte ich aus dieser inneren Starre auf.
"Danke lieber Gott. Ich bin so glücklich Sensei Kakashi." weinte der dicke Junge der neben mir hockte und mich dabei so heftig zur Seite drängte das ich kurzzeitig das Bewusstsein verlor.
"Ich werde dir alles erklären." hörte ich Katsuyu nun in weiter Ferne.
Dann hörte ich ein stöhnen.
Jetzt erst begriff ich, dass es Kakashi gewesen sein musste, dass er lebte.
Wie auch immer das möglich war, was auch immer geschehen war. Kakashi lebte.
Ich zwang mich aus der Bewusstlosigkeit und sah zu ihm.
Er atmete, schaute sich verwirrt um und hielt seine Hand an einer Kopfverletzung.
Unmöglich zu sprechen versuchte ich mich aufzurichten.
Ich hatte keinen Funken Kraft mehr in mir, es war pure Willenskraft die mich zu dieser Leistung befähigte.
Kakashi tat es mir nach einer Weile gleich und nachdem er den Worten der anderen gelauscht hatte sah er besorgt zu mir.
"Ist alles in Ordnung bei dir?" fragte er vorsichtig und langsam.
Ich war außer stande zu sprechen, schüttelte mechanisch den Kopf.
Besorgt sah er zu Neko.
"Uns ist nichts passiert." erklärte sie kurz und amüsiert sah aber dennoch besorgt auf mich.
Sie wollte nie Schwäche zeigen aber doch schien mein Körper sich noch nicht vollends für das Leben entschieden zu haben.
Kakashi nickte ihr dankend zu und doch wirkte er besorgt als er mich einfach nur ansah.
Dann kam er einige Schritte auf mich zu doch taumelte ich nach hinten.
Er bewegte sich tatsächlich, er sprach, er war wieder da.
Verwirrt, müde und traurig sah er mich an.
"Kaya es wird alles gut, ich bin da." diese Worte lösten sämtliche unsichtbaren Fesseln um mich herum. Langsam ging ich nun auf ihn zu.
Dann hallte es laut nachdem ich ihm mit letzter Kraft eine schallende Ohrfeige verpasste.
Noch ehe jemand etwas sagen konnte warf ich mich an seinen Hals und presste meine Lippen fest auf die seinen. Von seiner Maske nahm ich keinerlei Notiz.
Den rostigen Geschmack seines Blutes auf meinen Lippen nahm ich nicht wahr.
Er fühlte sich warm an, sein muskulöser Nacken in den ich mich beinahe schon krallte spannte sich an als ich ihn fester an mich zog.
Keuchend lies ich von ihm ab.
"Jag mir nie wieder einen solchen Schrecken ein." sagte ich nun versöhnlich.
Sein verwirrter, irritierter Blick wirkte beinahe belustigend als ich von ihm ablies und laut lachend aber auch zitternd glücklich in Nekos Gesicht sah.
Kakashi lebte!
Das war alles was zählte.
Dann war es um mich geschehen und ich versank endgültig in der Dunkelheit.

Kommentare (11)

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Harry Potter fan forever (78975)
vor 60 Tagen
Ich hab etz alle teile durch gelesen und ich kann nur eins zu sagen wow einfach nur wow dein schreibstil einfach nur geil du steckst so viele gefühle in deine Geschichten des kann man gar nichbin worte Fassen!!!!ich kinnte mich EINFACH nich losreisen....so was hab ich noch nie gelesen richtig großes lob

Lg Harry Potter fan forever❤🙈
Otakugirl (94141)
vor 690 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi (08807)
vor 926 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan (33960)
vor 1064 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja (59062)
vor 1211 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar (31516)
vor 1247 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan (25325)
vor 1312 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl (99671)
vor 1421 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura (07743)
vor 1449 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea (53167)
vor 1465 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor (66147)
vor 1475 Tagen
höre bitte nicht auf