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Die Schwarze Hand

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1 Kapitel - 1.033 Wörter - Erstellt von: Computer Nerd - Aktualisiert am: 2013-05-15 - Entwickelt am: - 1.300 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Selena, ein junge Frau aus Carvahall. Mutter zweier Söhne, Geliebte zwei Drachenreiter und die Schwarze Hand.

    1
    Der neue Gärtner

    Selena atmete die frische Frühlingsluft ein und wünschte sich wieder einmal weit weg von diesem Ort.
    Irgendwohin wo es besser war als hier, zusammen mit Murtagh.
    Sie hatte ihren fünf jährigen Sohn eben gerade erst wieder der Obhut der Amme gegeben.
    Die alte, wortkarge und herrische Frau hatte das weinende und schreiende Kind aus dem Zimmer tragen müssen.
    Während Selena stumm die Tränen über die Wangen gelaufen waren.
    Wie tief war sie nur gesunken das sie so etwas mit ansah und nichts unternahm.
    Nein falsch nichts unternehmen konnte auch wenn sie wollte.
    Sie musste überhaupt froh sein das sie ihren Sohn einmal im Monat sehen durfte.
    Wenn es um Morzan gegangen wäre, hätte sie das Kind nur alle drei oder vier vielleicht auch nur fünf Monate gesehen.
    Doch so, Selena hatte in einen seiner schwachen Momente, die er für ihren Geschmack viel zu selten hatte, das Versprechen abgenommen das sie ihren Sohn einmal im Monat sehen durfte.
    Mit der Hilfe der alten Sprache hatte sie es Morzan bestätigen lassen.
    Am nächsten Tag als er erfahren hatte was sie, seine Dienerin getan hatte.
    War sein Zorn über sie herein gebrochen.
    Doch er konnte sich seinem Versprechen nicht entziehen.
    Die alte Sprache band ihn.
    Und wieder einmal war Selena froh das er sie unterwiesen hatte.
    Zu mindestens in diesen kleinen Momenten war sie Morzan dankbar, auch wenn sie ihn über alle Maßen hasste.
    Sie mochte damals als er sie mit freundlichen Worten, sanften Blicken und verführerischen Berührungen ein gesponnen hatte wie eine Spinne, nicht gewusst haben was sich hinter der Maske des gut aussehenden Mannes verbarg.
    Doch jetzt wusste sie es, sie hatte hinter diese Maske geblickt und war zurück geschreckt.
    Dieser Mann, war ein Monster durch und durch.
    Er war vielleicht nicht so schlimm wie Galbatorix aber er kam nahe an ihn heran.
    Selena strich sich den langen, schwarzen Rock glatt und blickte hinauf in den strahlend blauen, wolkenlosen Himmel.
    Es war so ein schöner Tag, und doch fühlte die junge Frau eine unendliche Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit in sich aufkeimen das sie am liebsten in Tränen ausgebrochen wehre.
    Doch das würde sie nicht.
    Sie würde Morzan diese Genugtuung nicht geben, nicht jetzt, nicht heute.
    Sie konnte heute Abend still und leise in ihren Gemächern weinen, aber nicht öffentlich und nicht wenn die halbe, vielleicht sogar die gesamte Dienerschaft dabei zusah.
    Sie wand den Blick vom Himmel ab und lies ihn über den Garten wandern.
    Morzan mochte zwar ein Monster sein aber wenn es um Blumen und Pflanzen ging, wurde er ganz anders.
    Er liebte Blumen und auch Pflanzen, doch er war sich zu fein selbst in der Erde zu wühlen und den Garten so auf Vordermann zu halten.
    So mussten das Gärtner tun.
    Selenas Blick blieb auf einem Mann hängen der sich vor einem kleinen Rosenstrauch gekniet hatte.
    Neben ihm auf dem Sandweg lag ein Messer, eine kleine Schaufel und in der Hand hielt er eine Schere.
    Sie hatte von Morzan vor fast einem Jahr erfahren das er einen neuen Gärtner eingestellt hatte.
    ,, Einen Trottel, einen Tagträumer“ hatte er geknurrt und sich dann wieder seinem Weinkelch zu gewandt.
    Sie konnte aus dieser Entfernung sein Gesicht nicht sehen und das machte sie neugierig.
    Normaler weise hielt sie sich von der Dienerschaft fern.
    Morzan hatte Angst das seine kostbare Dienerin, seine kostbare schwarze Hand durch das Wesen der einfachen Dienerschaft beeinflusst wurde.
    Das sich ihr wahrer Name ändern würde, doch Selena wusste das hatte er schön längst.
    Schon lange war sie nicht mehr die, die sie gewesen war als sie mit Morzan aus Carvahall fort gegangen war.
    Das viele Töten und Rauben in seinem Namen hatte Spuren hinterlassen, nicht nur in ihrem Geiste und ihrer Seele sondern auch in ihrem Charakter.
    Und dann war das geschehen das ihre vielleicht hin und wieder aufkeimende Liebe für Morzan endgültig erstickt hatte.
    Murtagh hatte nur seinen Vater sehen wollen, Selena hatte den kleinen Jungen noch davon abhalten wollen, doch es war zu spät gewesen.
    Der kleine Junge war in die Halle gelaufen und die Tür war hinter ihm laut polternd ins Schloss gefallen.
    Dieses Geräusch hatte den so wie so schon aggressiven Morzan den Rest gegeben.
    Morzan hatte in seinem Wutanfall nach seinem Schwert Zar'roc gegriffen und es nach seinem Sohn geworfen.
    Blut hatte den hellen Hallenboden dunkel gefärbt, das Schwert seines Vaters hatte ihm den halben Rücken aufgeschlitzt.
    Morzan hatte ihr erlaubt, das sie Murtagh zu einer Heilerin bringen durfte.
    Nur dank ihr war Murtagh noch am Leben.
    Sie seufzte leise und strich mit den Fingerspitzen über die lange Narbe an ihrem rechten Unterarm.
    So viele Narben zierten ihren Körper, fein und weiß zogen sie sich über ihren Körper wie ein Spinnennetz.
    Selena wusste das die Dienerschaft in der alten Sprache Schwüre ablegen musste wenn sie hier, auf Morzans Burg arbeiten wollte.
    Traf das auch auf diesen Mann zu?
    Oder war Morzan bei einem einfachen Diener nicht so streng mit seinen Vorschriften und Richtlinien.
    Doch eines wusste sie jetzt schon dieser Mann der sich dort so lieb voll um diese einfachen Rosen kümmerte, wahr garantiert kein schlechter Mensch.
    Das Bild zauberte auf ihre Traurigen Züge ein schmales Lächeln.

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