Zwei Gesichter - Teil 41 (3. Staffel)

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2 Kapitel - 4.405 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-05-15 - Entwickelt am: - 1.821 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 40:

"Fieber hast du keines. Du solltest schlafen, vielleicht war das doch zu viel Alkohol für dich." stellte er fest.

Empört sah ich ihn an.

"Ich bin nicht betrunken." keifte ich ihn an.

Dann lachte er.

"Warum fragst du mich dann sowas? Wir waren doch verabredet oder? Und eine bessere, hübschere und angenehmere Gesellschaft hätte ich mir nicht wünschen können. Jetzt lass uns gehen. Ich bring dich nach Hause immerhin muss ich morgen früh raus." sagte er nun.

Ich ignorierte, dass er sagte er habe frei und alle Zeit der Welt, ich ignorierte was damals alles passiert war. Ich rief mir nur immer und immer wieder diese Worte in Erinnerung.

So wie heute hätte es damals laufen müssen.

Wer weiss wie mein Leben dann verlaufen wäre.

1
Wenn man fällt, dann richtig! - Kakashi's Sicht


"Und was ist dann passiert?" fragte sie warm lächelnd.
Fragend sah ich sie an.
"Was soll passiert sein? An der Kreuzung haben wir uns getrennt." erklärte ich.
"Oh Kakashi." Kurenaischaute mich etwas erschrocken an, lächelte dann aber doch belustigt.
"Du hättest sie begleiten sollen." stellte sie fest.
"Hätte das einen Unterschied gemacht?" fragte ich sie.
"Aber selbstverständlich. Ihr hättet dort gestanden und sie hätte sich bei dir bedankt, dich vielleicht noch einmal rein gebeten. Das hätte euer Abend werden können." erklärte Kurenai mir verträumt. Dann schaute sie wehmütig zum Himmel empor.
"Was nicht ist kann ja noch werden." sagte sie bald versöhnlich.

Ich verstand nicht was es geändert hätte wenn ich Kaya im Haus abgesetzt hätte.
Auch so war es ein netter Abend gestern.
Nichts was ich jeden Abend erleben wollen würde, ich war meine Ruhe gewohnt. Und doch hatte ich gestern tatsächlich Spaß. Niemals hätte ich gedacht mich jemals so gut mit Kaya zu verstehen.
Wir waren gute Freunde geworden, genau wie Jiriya es mir prophezeit hatte.
Ich mochte ihre Gesellschaft sehr. Sie war nicht böse verspätete ich mich einmal, warf mir kein mangelndes Taktgefühl vor sondern schien genau zu wissen was ich meinte.
Kein Wunder, ihre Sinne und ihr Empfinden waren stärker ausgeprägt als bei anderen Menschen.
Ob sie wohl auch erkannte was in mir vorging wenn ich mit ihr zusammen war? Ob sie wusste welch beengtes Gefühl ich in ihrer Nähe fühlte?
Ich seufzte schwer. Wie so oft in letzter Zeit.
"Du erinnerst mich an einen ermüdeten Krieger." sprach Kurenai nun ruhig.
Sie ging langsam was mich nicht störte, ich hatte ihr ja nicht umsonst angeboten sie vom Krankenhaus nach Hause zu begleiten wenn ich nicht auf ein solches Gespräch aus war.
Wir kannten uns recht lange und sie war eine enge Freundin Kayas.
Wer weiss wo wir ohne sie stünden.
"Du hast sie gesucht und gesucht und dann all diese Probleme als sie hier war." Kurenai seufzte schwer. "Deine Arbeit, diese Wiedereingliederung und das alles. Ich glaube, dass du etwas kürzer treten solltest Kakashi." sprach sie nun ernst.
Ich schaute sie an.
"Versteh mich nicht falsch. Ich glaube, dass du es nicht besser machen könntest aber denk auch an dich. Wenn du nicht unterwegs bist bist du bei ihr, versuchst alles sie glücklich zu machen. Aber nimm dir auch Zeit für dich, erkenne für dich selber ob es das ist was du dir erhofft hast." riet sie mir.
"Komisch so etwas in der Art sagte Kaya gestern auch. Zumindest in diesem Ton." musste ich feststellen.
"Ach ja?" fragte sie.
"Ja. Sie fragte mich wieso ich nicht dageblieben war und schien mich da wirklich alleine lassen zu wollen." erklärte ich.
Kurenai begann zu lachen.
"Oh Kakashi." sagte sie nur und schüttelte sanft den Kopf.
Sie schien nicht weiter reden zu wollen und grinste mich lediglich an.
"Kakashi Hatake. Der Hokage verlangt nach dir und deinem Team." mit diesen Worten tauchte jemand aus dem Anbu-Trupp in einer Rauchwolke vor uns auf.



Ich stand mit Sakura, Sai, Naruto und Kaya in Tsunades Büro.
Wir alle schauten auf Fukasaku.
Dann geschah gleichzeitig so viel.
Fukasaku unterrichtete uns über den Tod Jiraiyas. Er erzählte von einem Kampf, einer Prophezeiung und einer letzten Botschaft.
All das bekam ich nur am Rande mit.
Erst Narutos wütender Schrei zu Tsunade und Kayas Zusammenbruch holten mich zurück in das hier und jetzt.
"Wäre Jiraiya Hokage gewesen hätte er niemals zugelassen das du auf eine solche Mission gehst." schrie der blonde Junge den Hokagen an.
Tsunade war von diesen Worten sichtlich getroffen.
Sakura wollte Naruto gerade wieder Vorwürfe machen doch verlies dieser den Raum ohne einen von uns eines weiteren Blickes zu würdigen.
Einen Moment lang blieb sein Blick auf Kaya gerichtete die ihn mit großen, tränennassen Augen ansah. Dann verzog sich auch Narutos Gesicht und sein Schmerz blieb uns nicht länger verborgen.
Ich wusste es wäre meine Aufgabe gewesen Naruto jetzt im Blick zu behalten und doch wollte ich nicht gehen.
Sakura entschuldigte sich für Narutos Verhalten was Tsunade resignierte.
Fukasaku erklärte wie wichtig Naruto und Kaya seinem lieben Jiraiya gewesen waren und Sai sah sich das ganze aufmerksam an.
Die ganze Situation schien so unwirklich.
Es war, als sei in mir alles taub gewesen, als würde mein Körper einfach nur funktionieren.
Ich nahm Kaya die zusammengekauert am Boden saß und hemmungslos weinte.
Sie sträubte sich nicht als ich sie hochob, gab sich keinerlei Mühe ihre Tränen und ihren Schmerz zu verstecken.
Schlaff hing sie in meinen Armen.
Ich musste irgendetwas gesagt haben da Tsunade mir kurz zunickte und Sakura uns besorgt ansah.
Dann brachte ich Kaya von hier fort.


Kein Tee der Welt wäre stark genug gewesen um das Häufchen Elend zu beruhigen welches sich auf dem Sofa schüttelte.
Ich hatte Kaya zu Jiriyas Haus bringen wollen doch alleine auf den Weg dorthin weinte sie nur noch heftiger. So blieb mir nichts anderes übrig als Kaya mit zu mir zu nehmen.
Sie nahm die Unordnung im Wohnzimmer nicht wahr, beschwerte sich nicht als ich sie alleine lies und bedachte mich keines Blickes als ich ihr gut zuredete.
Also schwieg ich nach einiger Zeit.
Ich lies Kaya einfach alleine dort sitzen und stellte mich ans Fenster.
Sie schüttelte sich noch immer heftig doch schienen all ihre Tränen vergossen.
Sie atmete kurz und heftig, ihre Nasenflügel bebten immer wieder und immer wieder wippte sie leicht von einer Seite zur anderen.
Dann zog sie urplötzlich ihre Knie an ihr Gesicht und begann von neuem zu weinen.
Irgendwann beruhigte sie sich aber wieder und saß einfach nur noch da.
So verstrichen die Stunden weiter bis sie mich irgendwann ansah.
Ihr Gesicht war blass, ihre Augen glänzten erneut vor Tränen und die bereits vergossenen Tränen zeichneten eine deutliche Spur über ihre Wangen.
Sie sah mich einfach nur an.
Sie wollte etwas sagen, doch schien sie es nicht zu schaffen, sofort trübten weitere Tränen ihren Blick.
Ich senkte meinen Blick.
Sah ich ihr so ins Gesicht wurde auch mir schmerzlich bewusst das es stimmen musste.
Das Jiraiya tatsächlich von uns gegangen war.
Warum? Er hatte ihr versprochen wiederzukommen. Er wusste sie würde keinen weiteren Verlust verkraften.
Ich konnte ihr Leid nur allzu gut verstehen.
Erst lies ich sie im Stich, dann starb Itachi, sie verlor Kisame, durfte einfach nicht bei ihm bleiben und nun ging Jiraiya hinfort.
Sie musste entsetzlich leiden.
Diese sonst so starke und selbstbewusste Frau war momentan nichts weiter als ein hilfloses Mädchen.
Auch Kurenai hatte lange gebraucht um sich von Asumas Tod zu erholen. Auch heute weinte sie noch oft um ihn. Ich war mir nicht sicher ob Kaya das packen würde.
Auch an Naruto musste ich denken.
Diesen hatte ich vor einer Weile durch die Straße gehen sehen. Auch er schien geweint zu haben und wirkte starr.
Ich konnte nur darauf hoffen das andere ihn stützten.
Kaya hatte niemanden mehr und so war es meine Pflicht bei ihr zu sein.
Ich blickte auf und sah zu ihr.
Noch immer unbeweglich war ihr Blick auf mich geheftet.
So machte ich mich vorsichtig auf den Weg zu ihr. Ich ging leise und andächtig als ob sie ein wildes Tier sei welches ich nicht verschrecken wollte.
Aufmerksam folgte sie meinen Bewegungen bis ich vor ihr stand.
Ihr Blick wirkte nun flehend und erschöpft.
Ohne zu wissen ob ich das richtige tat, setzte ich mich neben sie.
"Wir können es nicht ändern. Wir können nur noch die Erinnerungen an ihn wahren und ihm die letzte Ehre erweisen." erklärte ich ihr.
Genau das hatte man ihr damals auch bezüglich Itachi gesagt. Doch fielen mir keine anderen Worte ein. Sie nickte vorsichtig während eine neue Flut Tränen sich über ihre Wangen ergoss.
Dann lies sie sich fallen bis sie ihren Kopf in meinem Schoß verbarg und mich mit festem Griff an Weste und Hosenbein packte.
Es dauerte nicht lange bis die Nässe ihrer Tränen den Stoff durchdrang und ich ihren ungleichmäßigen Atem spüren konnte.
Die Sonne ging bereits unter als Kayas Atem sich wieder einpendelte und ihr Griff sich löste.
Sie war eingeschlafen.

Behutsam stand ich auf und legte ihr ein Kissen unter den Kopf.
Dann suchte ich nach einer Decke für sie.
Doch lies sich einfach keine saubere Decke finden.
Ich hätte längst wieder waschen müssen.
Ich seufzte schwer und überlegte was ich tun sollte.
Dann beschloß ich nach Kurenai zu suchen.

Leise schloß ich die Tür und beeilte mich sie schnell zu erreichen.
Ich hatte kaum geklopft als sie öffnete.
"Oh Kakashi ich habe es schon gehört es tut mir ja so leid. Für euch beide." begann sie sofort.
Ich nickte ihr dankend zu.
"Wie geht es dir?" fragte sie mit sorgenvollem Gesicht.
"Ich habe sie zu mir gebracht, es wäre unverantwortlich gewesen sie in sein Haus zu bringen." begann ich.
Sie nickte verständnisvoll.
"Wie geht es dir?" fragt Kurenai noch einmal.
Ich schüttelte den Kopf.
"Ich weiss es nicht. Ich denke das es mich nicht ganz so schlimm wie Kaya oder Naruto getroffen hat aber doch bin ich entsetzt darüber. Natürlich mache ich mir auch Sorgen darum was Naruto nun tun wird. Da es ein Akatsui-Mitglied war habe ich Angst um ihn, Angst um das Dorf und Angst davor was er oder auch Kaya tun könnten." erklärte ich ihr.
Sie nickte ein weiteres Mal verständnisvoll.
"Geh ein wenig an die frische Luft." riet mir Kurenai nun.
"Such nach Naruto oder geh einfach etwas spazieren. Aber gewinn Abstand von Kaya. Es ist nicht gut wenn du immer bei ihr bist." riet sie mir nun.
Ich schüttelte den Kopf.
"Ich lasse sie nicht allein." sagte ich fest.
Diesen Schwur hatte ich mir selber gegeben und dazu stand ich.
"Kakashi ich bitte dich inständig. Du brauchst Abstand, du brauchst Zeit für dich sonst gehst du zugrunde. Kaya ist stark genug um dich um Hilfe zu bitten wenn sie dich braucht. Lass sie in Ruhe." redete mir Kurenai ein.
"Weisst du was du da verlangst?" fragte ich die schwangere Frau.
Diese nickte.
"Was passiert ist, ist schrecklich. Werde selber damit fertig bevor du versuchst anderen zu helfen. Ich habe vorhin Iruka gesehen wie er sich mit Naruto unterhalten hatte, um ihn brauchst du dich nicht sorgen er ist ein starker Junge geworden." redete sie mir gut zu.
Mir war unwohl bei dem Gedanken doch verlies ich bald darauf Kurenais Wohnung um ein wenig durch die Gegend zu gehen.
Bald darauf stand ich vor meinem Haus.
Sollte ich Kaya ein Bad einlassen? Würde es sie entspannen?
Sollte ich nach Gai suchen? Ich hatte das Bedürfnis mit ihm zu sprechen, brauchte jemanden zum Reden.
Doch entschied ich mich dafür durch die Straßen zu gehen, durch den Park zu spazieren und nachzudenken.
So vieles ging mir durch den Kopf doch schaffte ich es nicht mich damit auseinanderzusetzen.
Ich hatte ein ungutes Gefühl was Kaya betraf und do lief ich zurück.


Ich klingelte Sturm bei Kurenai.
Es war spät in der Nacht und ich kam um vor Sorge um Kaya.
Wo war sie nur hin?
Dann wurde die Tür geöffnet. Kurenai stand in Morgenmantel vor mir, schien aber keineswegs überrascht mich zu sehen.
"Du weckst sie ja noch." schimpfte sie sachte noch bevor ich etwas sagen konnte.
Erleichtert atmete ich auf.
Dann drehte Kurenai sich verwundert um.
Sie öffnete die Tür etwas weiter und ich sah Kaya.
Mit traurigen Augen sah sie mich an.
Sie stand kerzengerade, stolz und unantastbar wie sie es schon damals war.
Doch ihre Augen verrieten Bände.
Wortlos nahm sie ihre Schuhe und ging an Kurenai vorbei.
Langsam zog sie ihre Schuhe an und umarmte Kurenai sanft und vorsichtig.
"Dankeschön." sagte sie leise ehe sie sich umdrehte und ging.
Sie schaute über das ganze Dorf und seufzte schwer.
Wo würde sie hingehen?
Und da war es wieder. Dieses Gefühl.
Alles in mir schien wie leer, ich hatte nur noch das Bedürfnis Kaya an mich zu zerren.
"Kaya warte." sprach ich härter als ich es wollte.
Erschrocken sah sie mich an, blieb aber wie angewurzelt stehen, schlang ihre rechte Hand um ihren linken Ellenbogen und senkte den Kopf seitlich.
Ich konnte ihr Gesicht in der Dunkelheit nun icht mehr erkennen.
Dann sah ich Kurenai an.
Auch sie wirkte erschrocken.
"Ist alles in Ordnung?" fragte sie mich leise.
Ich nickte.
"Mach dir nicht solche Sorgen" mahnte sie mich.
Wieder nickte ich, wusste das ich hier wahrscheinlich übertrieb und doch war es mir wichtig das Kaya bei mir war. Ich wollte für sie da sein.
"Koch ihr einen guten Tee und hol ihr ein paar ihrer Sachen. Mehr brauchst du nicht tun in Ordnung?" schärfte sie mir ein.
Ich nickte ihr zu ehe ich mich umdrehte und auf Kaya zugehen wollte.
Doch besann ich mich eines Besseren. Ich sollte sie nicht unterschätzen waren Jiraiyas letzten Worte. Und ich vertraute ihm.
"Willst du mitkommen?" fragte ich die junge Frau somit nur.
Langsam nickte sie ehe sie schwer atmete und mich mit gefestigtem Blick ansah.
Ihre Haltung hatte sich gefestigt und auch ihr Blick wirkte standhafter als zuvor.

Hilflos stand Kaya in der Küche.
Aufmerksam sah sich um, lies ihre Finger sanft über die Ablage gleiten und schaute überrascht auf den Topf mit den kleinen, roten Blumen auf dem Fensterbrett.
"Gibt es irgendwas was ich für dich tun kann?" fragte ich Kaya nun.
Ich wollte mich ihr nicht aufdrängen aber schien sie sich unwohl zu fühlen.
Wenigstens dieses Gefühl wollte ich ihr nehmen.
Sie schien zu überlegen, setze mehrfach zum Sprechen an und schwieg dann doch.
"Ich werde dir einige Sachen holen. Willst du dir in der Zeit ein Bad einlassen?" fragte ich sie so.
Ich wusste das sie eine Wasserratte war und hoffte so sie ablenken zu können.
Sie errötete und schien mit sich zu ringen.
"Das Feuerholz liegt auf der Rückseite." sagte ich nur und machte mich auf den Weg.

Ich beeilte mich nicht.
Kaya würde eine Weile brauchen um das Feuer zu entfachen und das Wasser so zu erwärmen.
Dann würde sie sicherlich eine Weile im Wasser bleiben.
Gegen ein Bad würde auch ich nichts sagen und doch wusste ich das sie diese Entspannung gänzlich nutzen würde.
Nach kurzer Zeit erreichte ich mein Ziel.
Ich öffnete die Tür und fand mich direkt in der Wohnstube wieder.
Ich zog meine Schuhe aus und rückte die Stühl zurecht, spülte eine Teetasse ab und schloß die Fenster.
Dann betrat ich das Zimmer in welchem Kaya zu schlafen schien.
Ich öffnete den Schrank.
Sie hatte nicht viele Sachen und so schaffte ich es beinahe alles in eine Tasche zu packen.
Ich wollte das Zimmer gerade verlassen als mir die Röte ins Gesicht stieg.
Langsam drehte ich mich um und sah auf die vielen Schubladen des Schrankes und der Kommode. Ich schluckte schwer.
Das könnte ich nicht tun. Das ging nicht.

So beeilte ich mich in das Badezimmer zu kommen. Hier lagen Bürsten, Cremes und allerhand anderer Kram herum. Viele Gefäße und feine Flakons aus Glas waren im Regal aufgestellt.
Was davon würde Kaya brauchen?
Zunächst nahm ich zwei Bürsten und die Zahnbürste und packte sie vorsichtig in einen kleinen Beutel der am Regal hing. Dann nahm ich die verschiedenen Flakons.
Nicht alle schienen von Kaya zu sein, zu herb rochen sie.
Ich öffnete verschiedene Dosen und prüfte sie auf ihren Inhalt, roch an allerlei Fläschchen und Cremes.
Am Ende hatte ich zwei gläserne Flakons mit duftenden Flüssigkeiten, einen kleinen Pott mit Creme und eine große Flasche mit etwas undefinierbarem eingepackt. Alle Dinge wurden schon benutzt, Kaya würde sie also sicherlich häufiger nutzen.
Sollte etwas fehlen würde sie es sich nachkaufen müssen.
Dann stand mir der schwierigste Gang bevor.
Noch einmal ging in Kayas Schlafreich und öffnete den Schrank.
Langsam hing ich alle Sachen zurück in den Schrank und schaute genau was ich mitnehmen wollte.
Eine lange, hellgraue Hose würde ich einpacken.
Sollte es kälter werden würde Kaya auch etwas wärmere Sachen brauchen.
Dann fand ich ein Kleid in einem Cremeton.
Es hatte die gleiche Farbe wie ihre Haare. Sie musste bezaubernd darin aussehen.
Vieleicht würde sie es ja einmal tragen.
So packte ich es ein.
Ich wusste das es nicht in Ordnung war so durch ihre Sachen zu sehen und doch beruhigte ich mich damit das ich es ja müsse.
Dann griff ich an seltsamen Stoff.
Er war nicht so weich wie all das andere was hier hang.
Erst bei genauem hinsehen erkannte ich den schwarzen Mantel mit roten Wolken darauf.
Schwer schluckte ich bei den aufkommenden Gedanken und Erinnerungen und beeilte mich ihn beiseite zu schieben.
Am Ende hatte ich noch einen blauen, Rock, ein rosa färbendes, längeres Kleid und eines in schwarz-weiß eingepackt. Auch eine dunkelblaue, kurze Hose mit Hosenträgern packte ich ein.
Es waren die sommerlichsten Sachen die ich fand.
Doch dann schluckte ich schwer.
In meinen Händen lag ein mir nur allzu bekanntes Kleidungsstück.
Fast freie Schultern, dunkelblau und weite Ärmel die spitz zum Ellenbogen reichten.
Der Stoff lief mittig, schien etwas Kimonoähnlich angezogen zu werden.
Doch dann reichte der Stoff seitlich an den Oberschenkeln entlang.
Damals trug Kaya eine weiße Leggins dazu.
Sie trug es damals besonders oft.
Aber sie trug es auch als sie zu Akatsuki ging.
Sie sah so wunderschön darin aus, doch steckte mir ein Kloß im Hals bei all den Gedanken um dieses Kleidungsstück.
So lies ich es hängen.
Nun würde es hart werden.
Ich hatte allerlei Hosen, Röcke und mehr. In einer der Schubladen würden also nun Shirts und Pullis liegen.
Wahrscheinlich in der großen Kommode.

So öffnete ich alle drei Fächer.
Im oberen befanden sich warme Pullover von denen ich einen besonders wärmenden, dunkelbraunen mit hohem Kragen einpackte.
Mehr würde sie bei diesen Temperaturen nicht brauchen, es war ja nur für den Fall das es mal abkühlte.
Darunter waren verschiedene leichte Oberteile.
Einiges mit Kettchen und Bändern, anderes einfach. Manche Sachen waren sehr gewagt, andere einfach und normal.
So packte ich allerlei ein ohne genau hinzuschauen.
Nur ein einfaches schwarzes Shirt fiel mir auf welches ich nun einpackte.
In der untersten Schublade lagen verbände, Kunais und allerlei sonstiges Zubehör.
Da Kaya niemals etwas davon nutzte packte auch ich nichts davon ein.

So führte mich der Weg zurück zum Schrank.
Mein Herz klopfte mir bis zum Hals und ich schaute mich sicherheitshalber schon nach Taschentüchern oder ähnlichem um.
Dann atmete ich tief durch und öffnete die Schubladen.
Knallige Farben, dezente Farben, Rüschen und viel zu wenig Stoff lagen dort drin.
Sofort fiel es auf, dass die Farben sich in den beiden oberen Schubladen wiederholten.
Das eine für oben das andere für unten.
Mit schwitzigen Händen und Herzklopfen bis zu beiden Ohren suchte ich nun die passende Unterwäsche zusammen.
Doch als ich schon den ersten Büstenhalter in der Hand hielt und nach dem passenden Gegenstück suchen wollte wurde mir ganz anders.
So packte ich den leichten pink-schwarzen Stoff und all die anderen Sachen aus den Schubladen in die Seitentaschen des Rucksacks den ich mitgebracht hatte.
In den unteren Schubladen waren dann Badesachen und Socken.
Ich packte von beiden wahllos etwas ein und wollte nur noch hier raus.
Dann fiel mir etwas auf.
Unter den Badesachen Kayas schien etwas zu liegen.
Es war ein Album.
In schwarzes Leder gebunden, glänzend.
Es war nicht richtig und ich wusste nicht wie ich Kaya nun in die Augen sehen sollte als ich es öffnete.

Es waren unzählige fein sortierte Bilder.
"Mission Konoha" stand unter dem ersten Bild.
Es war ein Bild meines neuen Teams. Sai, Naruto, Sakura und ich waren darauf.
Woher hatte Kaya das Bild?
Ich blätterte weiter.
Ein Bild von ihr und Kurenai und ein Bild von ihr mit einigen anderen jungen Leuten Konohas in einer Karaoke-Bar.
Ein Foto von Jiraiya mit Kaya und eines von Jiraiya und Naruto.
Alle Bilder waren unterhalb mit persönlichen Kommentaren von Kaya beschrieben.
Auch ein Bild von Kaya, Asuma, Kurenai und mir befand sie darin.
Es wurde eher zufällig aufgenommen.
Der Fotograf hatte Fotos einer Feier gemacht und auch uns dabei fotografiert. Kurenai wollte das Bild unbedingt haben doch auch Kaya schien es gekauft zu haben.
"Ein wundervoller Abend." stand unter dem Bild.
Dann blätterte ich weiter und musste schwer schlucken.
"Wie ich es als Kind schon immer sagte: Irgendwann werde ich eine Prinzessin sein und mit meinem Traumprinz tanzen." hieß es als Kommentar.
Darüber war ein Bild von Kaya und mir.
Es war ebenfalls am Tag dieser Feierlichkeit gemacht worden und es war auch kein Tanz dem ich ihr dort schenkte.
Auf dem Bild sah man wie Kaya meine Hand hielt und sich um ihre eigene Achse zu drehen schien, ihre Haare wehten kreisförmig um sie herum.
Ich selber hatte nicht allzu viel Haltung und schaute sie einfach nur an, schien kerzengerade zu stehen.
Dann schlug ich eine Seite weiter und fand ein Bild von Sukiyo, Isami und Kaya.
Ihre Augen funkelten mit Sukiyos um die Wette und auch Isami schaute nicht so grimmig wie sie es sonst immer tat.
"Familie." war das einzige was darunter stand.
Es folgten viele weitere Bilder.
Und unter jedem Foto auf welchem auch ich zusehen war standen die schönsten Kommentare.
In diesem Moment verstand ich besser als je zuvor wie Kaya sich gefühlt haben musste.
Es tat mir so leid der jungen Frau diesen Schmerz zugefügt zu haben für den ich sie einst verachtete.
So schlug ich das Album zu und legte es zurück.
Ich würde es gutmachen was ich getan hatte.
Egal was geschehen würde. Niemals wieder würde Kaya wegen mir leiden und niemals mehr würde ich sie alleine lassen.
Davon würde ich mich nie wieder abbringen lassen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Otakugirl ( 94141 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi ( 08807 )
Abgeschickt vor 667 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan ( 33960 )
Abgeschickt vor 805 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja ( 59062 )
Abgeschickt vor 952 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar ( 31516 )
Abgeschickt vor 988 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan ( 25325 )
Abgeschickt vor 1053 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl ( 99671 )
Abgeschickt vor 1162 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura ( 07743 )
Abgeschickt vor 1190 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea ( 53167 )
Abgeschickt vor 1206 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor ( 66147 )
Abgeschickt vor 1216 Tagen
höre bitte nicht auf