Zwei Gesichter - Teil 38 (3. Staffel)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 6.871 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-04-15 - Entwickelt am: - 1.783 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 37:

Seit heute Morgen war sie zwar wieder gesprächiger aber doch ständig in Gedanken.

Die Situation schien sie hart getroffen zu haben.

Aber sie fing sich wieder, lies sich nicht unterkriegen.

Unsere Mission hatten wir erfolgreich und zu vollster Zufriedenheit des Kazekagen ausgeführt.

Er versöhnte sich sogar mit Kaya wenn man das so sehen wollte.

Diese war eine ganz andere Frau als jene, mit der wir nach Sunagakure aufgebrochen waren.

Ich würde es schaffen, einen Weg zu ihr zu finden.

Dem war ich mir sicherer denn je.

1
Zwei Frauen, ein Mann

So schlimm war es nicht.
Es war ein Versehen, ganz klar ein Versehen.
Außerdem trug er seine Maske. Kein Grund zur Panik.
Und doch konnte ich nicht einfach darüber hinweg blicken was geschehen war.
Fakt war, dass Kakashi mich küsste.
Egal unter welchen Bedingungen, egal wie ich es drehte und wendete.
So war es und nicht anders.
Itachi. Was würdest du davon halten?
Was wäre gewesen wäre so etwas zwischen uns geschehen?

Ich wusste, dass die aufkeimenden Gefühle zu Itachi mich schwach machen würden, dass ich wieder verwundbarer denn je war.
Doch war es nicht meine Aufgabe ihn in Erinnerung zu halten?
War es nicht richtig, zuzulassen das er weiterhin eine prägende Rolle in meinem Leben spielte?
Ich wusste es momentan einfach nicht.
Wie so oft glitten meine Finger an meinen Hals, spielten mit der Kette die sich dort befand.
Wie so oft sah ich Itachi dabei vor mir.
Wehende Haare, rote Augen, ein ermüdeter Blick und das wunderschönste Lächeln dieser Welt.
Dann lief ich gegen etwas festes.
Sofort erwachte ich aus meinem Tagtraum, sofort verschwand das Bild Itachis vor meinem geistigen Auge.
Nun schaute ich in ein einzelnes Auge. Schwarz wie die Nacht und doch leuchtend wie die Sonne. Statt schwarzer langer Haare wippten seine kurzen, schneeweißen Haare leicht im Wind.
Ein Lächeln erkannte man bei ihm nicht da eine Maske sein Gesicht verhüllte.
Er war das genaue Gegenteil Itachis. Kakashi.

Überraschung lag in dem Blick mit dem er mich ansah.
Den Moment der Entschuldigung verpasste ich und schwieg weiterhin.
Ich versuchte mich an den lodernden Hass zu erinnern, versuchte Kakashi spüren zu lassen, dass von mir eine weitaus größere Bedrohung ausging als er zu glauben schien.
Doch erschrak ich vor mir selbst als ich bemerken musste, dass das gar nicht mehr so einfach war wie vor einigen Wochen.
Mein Zorn war längst nicht erloschen, der Sturm in mir längst nicht vorbei. Doch ebbten diese Gefühle und Empfindungen langsam ab.
Begann ich Itachi zu vergessen? Begann ich Verrat an ihm und vor allem mir selber? Oder fand ich nun endlich meinen inneren Frieden so wie ich es auch von Itachi hoffte?
Hatten Kisames Worte wirklich so viel in mir ändern können?

Wieder dachte ich zurück, diesmal an mein letztes Zusammentreffen mit Kisame.
War es wirklich Itachis Wille das ich lernte zu verzeihen?
Wie so oft schaute ich in den Himmel, dachte an den Sternenhimmel der bald zu sehen sein würde, dachte an Itachi und seine letzten Worte an mich.
Es tat noch immer so entsetzlich weh daran zu denken, noch immer blutete mir das Herz bei den Gedanken an diesen schrecklichen Moment.
So viele Fragen beschäftigten mich. Wie sollte ich ein normales Leben führen wenn sie mich nicht losliesen?
Doch wieso konnte ich bei dem gemeinsamen Training mit Kakashi und den uns zugeteilten Shinobi beinahe schon unbeschwert leben?
Fehlte mir eine Aufgabe? War es das pure Verlangen nach Itachi? War es die unerfüllte Rache?
Alles drehte sich in mir bei diesen unzähligen Gedanken.

Ich hielt meinen Kopf und blinzelte einige Male, versuchte wieder in das hier und jetzt zu finden.
Jetzt erst bemerkte ich, wie Kakashi und die anderen längst ein Lager für die Nacht aufschlugen und sich sogar schon an das Essen machten.
Zögernd trat ich auf die kleine Gruppe zu. Ich lies mich schon wieder so entsetzlich gehen. Dabei hatte ich mir doch fest versprochen keine Schwäche zu zeigen.
"Alles in Ordnung Kaya?" fragte Kakashi sanft als ich näher an das kleine Feuer trat.
Ich sah ihn an. Sollte ich meinen Frieden mit ihm machen? War es das Itachi?
Ich nickte Kakashi kurz zu und sah mir die Umgebung näher an.
Wir rasteten am Eingang einer kleinen Höhle unweit von einem reißenden Fluß entfernt.
Das Getöse des Wassers kam ganz aus der Nähe.

"Hör auf zu weinen." vorwurfsvoll aber auch doch mitleidig schaute ich nun in das Gesicht von Naruto Uzumaki.
Als ich merkte, dass sein Blick mir galt fasste ich automatisch an meine Wange.
Als ich anschließend auf meine Hand sah, erkannte ich den salzigen Tropfen auf ihr, spürte die salzige Träne langsam trocknen.
Ich atmete tief durch. Ich musste lernen mich besser von diesen Gedanken loszureißen.
Automatisch schüttelte ich den Kopf ehe ich meine Reistasche abstellte und mich vom Lager entfernte.
"Wo willst du hin?" fragte nun Sakura hinter mir her.
Ich sah sie an. Nach wie vor konnte ich das Mädchen nicht leiden doch dann fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen.
Sie liebte Sasuke. Sie liebte ihn schon so lange und doch hatte sie ihn irgendwie verloren. Natürlich bestand bei ihr eine reelle Chance Sasuke doch irgendwann zu finden und zurückzuholen, doch hielt ich dies für unwahrscheinlich.
Sie musste ebenfalls leiden, all die Jahre über. Naruto versuchte alles ihr zu helfen auch wenn er es nicht schaffte Sasuke von seinem dunklen Weg abzuhalten.
War Naruto deswegen Schuld? Immerhin war es Sasuke der diesen Weg einschlug.

Ich übertrug die Situation auf mein Leben.
Itachi verloren. Kakashi derjenige der versuchte es zu richten.
War ich ein genauso schreckliches und unerträgliches Ding wie Sakura?
Heulte ich rum weil nicht alles nach meiner Nase ging?
Machte ich andere für das verantwortlich was ich nicht schaffte?
Sollte ich nicht über das glücklich sein was ich haben durfte?
Wieder stellten sich mir Fragen, wieder kamen neue hinzu.
Mein Kopf drohte ernsthaft zu zerspringen.
Wie so oft glitten meine Finger an Itachis - nein - meine Kette, als ich mich zwang in die Realität zurückzukehren.
Noch immer lag Sakuras Blick, mittlerweile ungeduldig, auf mir.
"Weg." war das einzige was ich sprach ehe ich mich so schnell ich konnte umdrehe und davon lief.
Ohne viel Mühe gelang es mir, die Gedanken weitestgehend abzuschütteln als ich mich im Gestaltwandeln versuchte.
Mit einer Schulterhöhe von gut 1,70 m und einem enormen Gewicht preschte ich durch das Unterholz der umliegenden Bäume, rannte auf das laute Rauschen des Flußes zu.
Dann spürte ich meine Verfolger.
Kakashi und Sai waren mir dicht auf den Fersen.
Hatten sie Angst ich würde türmen? Lag Gefahr in der Nähe?
Ich konzentrierte mich auf meine Umgebung.
Doch kein fremdes Chakra, keine weiteren menschlichen Gerüche fielen mir auf.
Also trauten sie mir noch immer nicht.
Innerlich musste ich grinsen.
Wollten wir doch mal sehen wer besser war.
Ich erweiterte meine Tritte, öffnete mein riesiges Maul um besser Luft zu bekommen und rannte wie ich noch nie zuvor gerannt war.
Sehr bald war der Abstand zwischen mir und meinen Verfolgern deutlich gewachsen.

Ich beschrieb einen riesigen Bogen und befand mich nun auf den Weg zurück ins Lager.
Mir war unglaublich heiß, meine Zunge reichte mittlerweile weit aus meinem Maul.
So trabte ich die letzten Meter zum Lager langsam und bedächtig, versuchte zu Atem zu kommen ehe ich mich zurückverwandelte.
Mit einigen Schweißperlen auf der Stirn trat ich nun aus den Schatten der Bäume hervor und setzte mich an das erlöschende Feuer.
Sakura und Naruto sahen mich überrascht an als ich mir etwas zu trinken aus meinem Rucksack suchte und mich anschließend in meinen Schlafsack legte.
Ich war beinahe eingeschlafen als ich spürte wie Kakashi und Sai sich schnell näherten.
Nach Atem ringend blieben beide bei Naruto und Sakura stehen die noch immer am Feuer saßen.
Dann hörte ich Schritte die auf mich zukamen.
"Nicht schlecht. Aber warn uns nächstes mal wenn du Spielchen spielen willst. Für sowas werde ich langsam zu alt." den letzten Satz sagte Kakashi leicht belustigt. Dennoch merkte man ihm an, dass ihm das Ganze nicht gefallen haben durfte.
Dann stand er auf und verlies die Höhle.
Zwei zu null für mich.

"Und alles lief ohne Probleme?" eindringlich schaute Tsuande abwechselnd zwischen uns allen hin und her.
Seltsamerweise erzählte niemand von den Zwischenfällen in Suna Gakure.
Dennoch wartete Tsunade auf etwas. Vielleicht hatte sie ja schon einen Bericht vom Kazekagen erhalten.
Doch war mir klar, dass das spätestens durch Sakura passieren würde kaum das ich den Raum verlassen hatte.
Also beschloß ich ihr zuvor zu kommen.
"Ach so viel war da eigentlich gar nicht." begann ich in einem beifälligen Ton während ich tat als würde ich überlegen.
"Der Kazekage hatte nur ein paar kleine Differenzen mit mir die wir schnell beseitigen konnten, ich habe einige meiner alten Sachen gebracht bekommen und habe allen klar und deutlich gemacht was ich von dem ganzen Scheiß hier halte. Das Training lief prima und bis auf Kakashis Kuss und der witzigen Hetzjagd über die Kakashi sich noch beschweren wird ist nichts Besonderes gewesen." sagte ich nun als sei das Ganze das normalste der Welt.
Kakashis stöhnen und Tsunades wütender Blick bestätigten mich darin, dass ich mal wieder wahnsinnig provokant gewesen sein musste.
In Gedanken sprach ich Hidan meinen Dank zu und entschuldigte mich bei Itachi für die spitze Zunge.

"Das klingt ja wunderbar." mit einem lauten Pufflaut tauchte Jiraiya auf.
Freudig wurde er von Naruto begrüßt und auch ich warf ihm ein ehrlich freundliches Lächeln zu.
"Gut seht ihr aus." damit musterte er uns beide.
"Gerade recht zum großen Abend nicht wahr?" fragte er nun an mich gewandt.
Fragend sah ich ihn an.
"Na sag bloß dir sind nicht die vielen Arbeiter aufgefallen die Holzbalken durch die Gegend tragen. In zwei Tagen ist das große Frühlingsfest. Irgendwer muss mich doch dahin begleiten." zwinkerte er mir zu.
"Darüber reden wir noch." polterte Tsunade nun los.
Jiraiya zwinkerte mir verschmitzt zu.


"Ne sowas zieh ich nicht an." entsetzt sah ich den Fetzen Stoff an den Jiraiya in den Händen hielt.
Sowas trugen sie in Filmen, wie sie sich bei ihm Zuhause stapelten doch kam mir sowas nicht in den Schrank.
Bald darauf verliesen wir den Laden und machten uns auf ein anderes Geschäft aufzusuchen, welches allerhand Kleidung für festliche Anlässe verkaufte.
Jiraiya hatte sich einmal mehr Tsunade gegenüber durchgesetzt.
Dank dem Geld für die abgeschlossene Mission welches Tsuande mir aushändigte konnte ich eine kurze Weile gut leben. Da Jiraiya darauf bestand, dass ich kostenlos bei ihm lebte nachdem ich soviel in seinem Haushalt arbeitete, kochte und sämtliche Besorgungen machte konnte ich das Geld für mich verprassen.
Das traf sich ganz gut. Immerhin war ich mit nichts nach Konoha gekommen und hatte somit noch immer nichts außer zwei Büchern und einer Jacke für mich allein. Und auch das war nur Jiraiyas Überfürsorge zu verdanken.
"Du Jiraiya ich möchte nicht so ein Ding von der Stange und einen Schneider kann ich mir nicht leisten. Lass uns bitte gehen." sagte ich ihm nun.
Es war lieb das er mit mir ein Kleid für das Frühlingsfest aussuchen wollte aber war ich auch nicht ganz in Shoppinglaune.
So schlenderten wir ein wenig durch die Straßen und ich besorgte mir einige notwenige Sachen.
Bald darauf saßen wir bei Jiraiya daheim.
"Du wirst das Haus demnächst eine Weile für dich haben." erzählte er mir beim Abendessen.
"Und wer wird es rund um die Uhr bewachen?" fragte ich direkt gereizt.
"Niemand." sagte er zufrieden
Skeptisch sah ich ihn an.
"Ich habe eine Mission vor mir die eine Weile dauern kann. Solange ich nicht da bin wird Kakashi dein einziger Ansprechpartner sein. In den nächsten Tagen wird er dich zu Tsunade begleiten. Ich habe ausgiebig mit ihr gesprochen, alles weitere werdet ihr klären."
Ich schnaubte verächtlich. Das Tsunade nicht allzu viel von mir hielt war ja nichts neues.
"Du wirst zufrieden sein, glaub mir." kam Jiraiya mir zuvor als ich gerade etwas sagen wollte.
"Anfangs wird Kakashi bei dir bleiben aber später bist du selbstständig für dich allein verantwortlich." erklärte er weiter.
"Wo willst du hin Jiraiya? Das klingt ja beinahe so als kommst du nicht mehr wieder." lachte ich nun los.
Er stimmte in mein Lachen ein.
"Nein nein so schnell werdet ihr mich nicht los. Ich möchte dich nur einmal mehr daran erinnern wie wichtig es ist, dass du wieder auf deinen eigenen Beinen stehst. Ich denke das ist auch in deinem eigenen Interesse. Halte Kakashi nur noch eine kurze Weile aus anschließend könnt ihr eure eigenen Wege gehen."
Ich nickte ein wenig erleichtert aber auch ein wenig genervt.
Immer sollte ich mich zusammenreißen. Das mich Shikamaru damals angriff und Kakashi mich durch die Stadt rennen lies als ich kaum laufen konnte schienen alle irgendwie erfolgreich zu verdrängen.
"Ich habe von der Sache in Suna und deinem Fangspiel mit Kakashi und Sai gehört." er blickte mich ernst an bei diesen Worten.
"Ich bin wirklich stolz darauf, dass du wieder auf einem vernünftigen Pfad wandelst."
Bei diesen Worten stand er auf und stand mit offenen Armen neben meinem Stuhl.
"Du wirst wirklich alt mein Freund, so sentimental kenn ich dich ja gar nicht." grinste ich als ich ebenfalls aufstand und mich umarmen lies.
"Was hältst du von einem Spaziergang?" fragte Jiraiya dann plötzlich.
Ich willigte ein und so gingen wir langsam durch die Straßen Konohas.
Wir plauderten über alte Tage, über meinen Verlust Itachis und darüber, dass Tsunade mich verstehen könnte aber in ihrer Position als Hokage einfach vorsichtig war. Die Ältesten machten ihr mir bezüglich die Hölle heiß und Tsuande bürgte vor ihnen für mich.
Auch sprachen wir über das was ich während meiner Zeit bei Akatsuki verpasste.
Stolz erzählte Jiraiya von Narutos Fortschritten aber auch von Team sieben nach welchem er sich hin und wieder erkundigte. Er hatte nicht vergessen, dass ich sie eine Weile betreute.
"Na sowas ist das da vorne nicht Kakashi?" fragte Jiraiya auf einmal laut.
Ich folgte seinem Blick in eine dunkle Nebenstraße und erkannte sofort den maskierten Kopierninja Konohas.
Allerdings war er nicht allein.
Eine Frau schien bei ihm zu sein.
War etwas passiert?
Ich wollte mich beeilen zu den beiden zu gehen als Jiraiya mich mit festem Griff am Arm packte.
"Kaya würdest du gehen wenn ich dich darum bitte?" fragte er mich vorsichtig und leise.
Verwirrt schaute ich zu ihm.
"Diese Frau dürfte gar nicht hier sein wenn ich nicht irre. Ich will sehen was dort los ist. Geh bevor du nachher wieder in irgendeinen Ärger gerätst." warnte er mich.
Ich nickte vorsichtig und verschwand.


Bald darauf hörte ich Stimmen vor Jiraiyas Haus.
Er schien sich von jemanden zu verabschieden und kam herein.
Sofort setzte ich ihm einen Tee vor die Nase als er sich an den Tisch setzte und wartete begierig darauf zu erfahren was passiert war.
Er sah mich lange an ehe er schwer seufzte.
"Alles kein Drama" begann er beschwichtigend.
"Sie war eine Bekannte Kakashis. Damals gab es einen kleinen Zwischenfall, ich wusste doch das ich das Gesicht schon einmal gesehen hatte. Im Rahmen des Frühlingsfestes ist sie als Gast in Konoha." erklärte er.
"Ach so." sagte ich enttäuscht. Ich hatte mir irgendwie mehr erhofft.
Ich stand auf und sammelte die Teetassen ein.
"Das war allerdings noch nicht alles." sagte Jiraiya kurz darauf.
"Ach nicht?" fragte ich ihn überrascht.
Es war nicht seine Art lange um den heißen Brei herumzureden.
"Du erfährst es ja doch." seufzte er schwer ehe er erneut zu sprechen begann.
"Die Frau heißt Hanare. Sie hatte damals einen Spionageauftrag. Da Kakashi ihr zu Kindheitstagen wohl einmal behilflich war kannte sie ihn. Er wurde daraufhin darum gebeten etwas Zeit mit ihr zu verbringen." erklärte er sachlich.
"Bei einer Geiselübergabe wurde Hanare im Tausch gegen einen Ninja Konohas ausgehändigt. Dabei kam es zum Kampf. Hanare entkam." sprach er weiter.
Unbeeindruckt davon trocknete ich gerade die erste Tasse ab und stellte sie zurück in den Schrank. Sie war ihm entkommen. Naja deswegen könnte ich eine welle schlagen, könnte es aber genauso gut bleiben lassen.
"Allerdings haben sich zwischen ihr und Kakashi wohl privatere Dinge abgespielt." fügte er nun hinzu.
"Privatere Dinge?" fragte ich vorsichtig.
"Hanare will nur das Frühlingsfest über in Konoha bleiben und das Treffen mit Kakashi war rein zufälliger Natur." beeilte er sich hinzuzufügen.
Ich drehte mich erbost um.
"Jiraiya was geht es mich an mit wem Kakashi was hatte, hat oder haben wird?" fragte ich ihn ungläubig. "Das Ganze ist vorbei." sprach ich nachdrücklich.
Mit klugen Augen sah Jiraiya mich an und nickte. Dann stand er auf, klatschte in die Hände und wechselte fix das Thema.


Heute war das große Fest.
Im gesamten Park Konohas würden heute Abend Lampions leuchten, Stände aufgebaut sein und diverse Showeinlagen vorgeführt werden.
Und ich würde nicht dabei sein.
Ich weigerte mich beharrlich auch nur einen Fuß auf die Festwiese zu setzen.
Seit Jiraiya mir vor zwei Tagen die Geschichte mit Hanare und Kakashi erzählte ging ich kaum mehr raus, schlief schlecht und war zunehmend gereizt.
Als Kakashi kurzfristig absagte mich zu Tsuande zu begleiten da er mit seinem Team eine Mission zu erledigen hätte platze mir sogar der Kragen und ich war den ganzen Tag bockig.
Oftmals sah Jiraiya mich besorgt dann aber wieder belustigt an.
Häufiger denn je betonte er auf welch tollem Weg der Besserung ich sei und wie sehr er sich für mich freute.
Mehr denn je behaarte er darauf das ich mitging.
"Jiraiya wenn du willst das ich dahin gehe wirst du die gesamte Anbu Truppe brauchen. Ich gehe da nicht hin." erklärte ich ihm gerade entnervt.
"Und warum?" fragte er.
"Weil ich nicht will." sagte ich.
"Du hast es versprochen und ich erinnere dich daran, dass man Wort zu halten hat. Nun zieh dich um." behaarte er.
"Geht nicht, ich habe nichts anzuziehen." erwiderte ich nun auf der Suche nach Ausreden.
"Dann lässt du das an. Schlecht sieht es ja nicht aus nachdem die Sachen mal professionell bearbeitet wurden." damit musterte er mich.
Meine weiße Hose war nicht mehr zu retten gewesen aber ich hatte eine beinahe identische gefunden.
Mein blaues, kimonoähnliches kurzes Kleid wurde allerdings mit viel Arbeit und Mühe komplett in seine alte Form zurechtgeschneidert.
Die letzten dunklen Blutflecken des verhängnisvollsten Tages meines Lebens waren restlos entfernt, die Nähte geöffnet und neu zugenäht so dass sie nicht einmal mehr zu vermuten waren.
Die Farbe leuchtete wieder und da ich wieder einige Kilo durch das dauernde Training verloren hatte, passte ich auch wieder wie zu meiner besten Zeit in das Kleid.
"Mach dir eine hübsche Frisur und dann gehen wir los." bestimmte er nun.
"Meine Güte was nervst du." stöhnte ich ehe ich mich wiederwillig auf den Weg nach oben machte.
Kurz darauf verliesen wir das Haus.


"Wollen wir da drüben etwas essen?" fragte Jiraiya
Ich schüttelte den Kopf.
"Noch nicht, lass uns erst da drüben lang gehen da waren wir noch nicht." erwiderte ich.
Wir gingen in die letzte, von uns noch unentdeckte, Ecke der Festwiese und sofort packten mich zwei Showeinlagen.
Auf einer kleinen Art Bühne spielten zwei junge Männer und ein alter Greis auf verschiedenen Instrumenten während eine Frau dazu sang.
Eine ganze Traube Menschen hatte sich vor dieser Bühne versammelt und klatschte begeistert Beifall.
"Sie ist gut." sagte ich anerkennend als auch Jiraiya und ich uns einen Weg durch die Menge bahnen konnten.
Wir lauschten noch zwei weiteren Liedern die die Gruppe zum besten gab ehe wir uns langsam zurückdrängen liesen.
Die Traube Menschen neben uns erweckte nun unsere Aufmerksamkeit.
"Ja was ein Wahnsinn." staunte ich nicht schlecht.
Wir standen an einem langläufigen Zaun der ein großes quadratisches Stück Land absteckte.
In der Mitte war mithilfe von Holzplanken ein etwas kleineres Quadrat abgetrennt.
In diesem Quadrat standen zwei Shinobi die einander bekämpften.
Etwas abseits stand ein weiterer Shinobi der den Kampf genau beobachtete und mithilfe eines Mikrofons durchgab was gerade passierte.
Das Tempo des Kampfes lag mittlerweile nämlich auf einem Level, dem einige Leute nicht mehr folgen konnten.
Eine ganze Weile schaute ich mir das Spektakel an bis der Sieger letztendlich feststand.
"So wer wird sein Glück als nächstes versuchen?" fragte der Kommentator in die Menge hinein.
"Keine falsche Scheu. Für den nächsten Sieger gibt es einen Gutschein für zwei bei Ichirakus Nudelsuppenrestaurant." lockte er weiter.
"Echt es gibt Preise?" fragte ich überrascht.
jiraiya nickte.
"Ja. Das ganze wurde von langer Hand geplant da es so etwas bisher noch nie gab. Aber die Resonanz ist wirklich gut." erklärte er mir.
Ich nickte still.
Bald darauf stand eine junge Frau im Quadrat und es wurde weiter nach einem Gegner für sie gesucht.
"Wenn ich gewinne gehst du mit mir zu Ichirakus Sakura?" hörte ich eine laute Jungenstimme.
"Nur wenn du aufhörst endlich so rumzuschreien und mich hier nicht weiter blamierst." entgegnete Sakuras bekannte, nervige Stimme.
Naruto grinste breit.
"Bist du denn überhaupt fit für einen Kampf Naruto? Ich dachte eure Mission sei ziemlich stressig gewesen?" fragte ein junges, blondes Mädchen.
Ich hatte sie damals im Krankenhaus gesehen wenn ich nicht irrte.
"Ich bin topfit, echt jetzt." entgegnete Naruto.
Kurz darauf stand er der jungen Frau gegenüber.
Damit wandte ich mich zum gehen.
"Wo solls hingehen?" fragte Jiraiya mich.
Mir war klar, dass er den Kampf seines Schülers natürlich gern sehen würde.
"Ich hole uns nur eben was zu essen, bin gleich wieder da." erklärte ich und wandte mich ab.
Dann schlenderte ich zurück zu all den Ständen und besorgte Kushidango.
Auf dem Weg zurück zu dieser Art Arena machte ich dann allerdings eine unliebsame Entdeckung.

Kakashi ging mit dieser Frau in aller Seelenruhe in einigen Metern Abstand vor mir entlang.
Sie schienen sich zu unterhalten und unentwegt lächelte ihn die Frau warm an.
Ihre braunen Augen leuchteten hell und doch schien sie bestürzt zu sein.
Wer weiss über was die beiden dort sprachen.
In mir verzog sich alles, ich wurde wütend und wäre ihr am liebsten an die Gurgel gegangen.
Gut das Kakashi auf Mission war schien zu stimmen doch statt sich dennoch für die Absage zu entschuldigen ging er lieber mit dieser Pute zum Fest.
Ich spuckte verächtlich auf den Boden.
Als ich mich dann umdrehen wollte um nicht entdeckt zu werden traf der Blick der Fremden auf den meinen.
Sie blieb abrupt stehen und schaute mich fragend und musternd an.
Kakashi folgte bald darauf ihrem Blick und sah mich überrascht an.
Ich straffte meine Schultern, musterte ihn abfällig von oben bis unten als er seine Hand zum Gruß hob und stolzierte hoch erhobenen Hauptes in einigem Abstand an den beiden vorbei.
Gerne hätte ich gewusst, was sie nun sprachen, hätte gerne gewusst was Kakashi ihr wohl von mir erzählte.
Doch innerlich sträubte sich mir alles bei dem Gedanken.
Es war wohl besser es nicht zu wissen.
Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen mich kurz umzudrehen.
Kakashi hatte sich abgewandt doch der Blick Hanares lag weiterhin auf mir.
So beeilte ich mich meinen Blick abzuwenden und schnellen Schrittes zurück zu Jiraiya zu gehen.
Doch war das Glück mir im Leben noch nie gut gesonnen.
Nach nur wenigen Minuten kamen einige bekannte Stimmen näher.

"Naruto hat gut gekämpft aber mal wieder viel zu planlos." stöhnte Kakashi als Naruto zwar als Sieger hervorging, doch schwer gezeichnet war.
Dennoch strahlte er über das ganze Gesicht und hielt stolz die beiden Gutscheine hoch.
"Wer traut sich als nächstes? Los Leute nicht so schüchtern wir wollen was sehen" sprach der Kommentator nun.
Diesmal musste er nicht lange auf neue Kontrahenten warten.
Guy der sich Kakashi und Hanare angeschlossene haben musste ging bereitwillig in das quadratische Kampffeld und rief laut nach Kakashi.
"Zu gewinnen gibt es diesmal einen Eisbecher für zwei bei..." weiter kam der Kommentator nicht da Guy sich das Mikrofon schnappte.
"Kakashi los. Der Verlierer hüpft morgen den ganzen Tag durch das Dorf." grinste er und schaute Kakashi erwartungsvoll an, welcher der den Kopf senkte und schwer stöhnte.
"Guy ich hab zu sowas wirklich keine Zeit." rief er seinem Freund zu.
"Das geht doch nicht das du immer alle Frauen bekommst. Los jetzt." schrie er regelrecht ins das Mikrofon so das uns allen die Ohren schmerzten.
Kakashi bat bei Hanare um Entschuldigung und schlenderte an uns vorbei.
"Da bin ich mal gespannt." sagte Jiraiya und konzentrierte sich auf Kakashi und Guy.
"Ich auch" murmelte ich vor mir her und wünschte das ich dort oben kämpfen dürfte. Ich würde Kakashi blamieren und fertig machen.
Doch das war nun Guys Aufgabe.
Schnell entfachte ein wilder Kampf.
Beide machten ernst waren aber natürlich vorsichtig keine übermächtigen Jutsus anzuwenden die einander ernsthaft verletzen könnten oder aber das Kampffeld verwüsten würden.
So bekamen wir einige sensationelle Jutsus, knappe Ausweichmanöver und mehr zu sehen.
Der Kommentator unterrichtete uns über alles was geschah, machte den Kampf noch spannender als er es schon beim bloßen zusehen war.
Am Ende siegte Kakashi knapp.
Der Kommentator packte Kakakishis Arm und hob ihn hoch empor als er ihn als Sieger anpries.
Dann schaute der Kommentator zu uns rüber.
"Na wenn der Sieger da nicht einen kleinen Kuss verdient hat?" rief er laut mit Blick auf Hanare.
Diese errötete als sie dazu gedrängt wurde näher zu treten.
Mir wurde währenddessen speiübel.
Mit einem kurzen "Kurz Klo." verschwand ich aus der Menge.
Erst als der laute Applaus vorüber war und der Kommentator eine kurze Pause ankündigte ging ich wieder zurück.
Was interessierte es mich was da war? Kakashi war nichts im Gegensatz zu Itachi.
Was sollte also dieses Theater darum.
Wahrscheinlich störte es mich wie Hanare sich in den Vordergrund drängte und Kakashis übliche Unzuverlässigkeit. Genau, das musste es gewesen sein.


"Da bist du ja endlich." empfing Jiraiya mich ein wenig vorwurfsvoll als ich mich wieder zu ihm gesellte.
Leider diskutierte er nebenbei mit Kakashi weswegen dieser und Hanare weiterhin bei uns standen.
Da ich den Sinn des Gespräches nicht verstand und beide recht geheimnisvoll redeten, schaute ich planlos durch die Gegend.
Doch Hanares stechender Blick lag die ganze Zeit auf mir.
Irgendwann konnte ich ihn nicht mehr ignorieren und sah sie fest an.
Es war unnötig und doch konnte ich es mir nicht verkneifen es darauf anzulegen das meine Augen sich blau verfärbten und ich sie mit bösem Blick ansah.
Einen kurzen Moment schien sie erschrocken dann schaute sie fragend und anschließend lächelte sie mich auf eine merkwürdige Weise an.
"Ah es geht weiter" unterbrach Jiraiya meinen Gedankengang.
Es wurde ein Gutschein für einen Eisbecher für zwei angeboten.
Als der Kommentator den Namen des kleinen Ladens nannte, musste ich schwer schlucken.
Es war das Café in dem ich damals mit Kakashi saß nachdem ich ihn durch endlos viele Geschäfte schleifte.
"Na wenn das nichts für uns wäre oder Kaya?" fragte Jiraiya lachend als er mich drängte es doch mal zu versuchen.
Die Idee reizte mich sehr doch war ich unsicher ob ich das ganze wirklich wollte.
Dann schnappte ich einige Fetzen der Unterhaltung von Kakashi und Hanare auf.
"Ist das da wo wir vorhin waren?" fragte sie Kakashi gerade.
Dieser entgegnete ein kurzes "Ja."
"Wir könnten ja noch einmal hingehen nicht wahr?" fragte sie ihn dann mit ihrer ruhigen Stimme.
Kakashi lies das ganze unkommentiert stehen.
"Ist es dir egal oder machst du dir etwa Sorgen?" fragte sie belustigt.
Kakashi seufzte.
"Ich weiss das du gut bist." begann er, schien aber rumzudrucksen.
Er fühlte sich nicht wohl, er schien überfordert.
So zumindest mein Empfinden.
Sie sollte also gut sein? Sie sollte also zusammen mit ihm dorthin wo ich es verdient hätte, dass er die Zeit mit mir verbrachte nachdem er mich versetzte.
Dass es sich dabei um einen Termin bei Tsuande handelte überging ich in Gedanken diskret.

Ich wandte mich wieder Jiraiya zu.
"Weisst du. Ist ja nicht so das ich nicht ein wenig geübt hätte während ich weg war. Spätestens bei meinen größeren Jutsus wird Tsunade schon aufmerksam werden, immerhin rennt sie als Hokage hier mit Sicherheit auch rum. Warum also nicht beweisen das ich nach wie vor gut genug bin und dennoch artig bin oder?" fragte ich.
Er wirkte ein wenig besorgt, nickte dann aber.
"Ich nehme dich dann auch gern mit." fügte ich lachend hinzu.
"Das ist lieb von dir, das machen wir sobald ich wieder zurück bin." nickte er lächelnd.
Damit nickte ich ihm ernst zu und löste die Spange aus meinen Haaren.
Während ich kämpfte würde ich sie nur verlieren.
Ich schüttelte meine Haare und machte mich zielstrebig auf in dieses kleine Quadrat.

Ich erntete allerlei Beifall, viele Pfiffe bewundernde Blicke.
Wie immer wusste ich, wie ich möglichst wirksam aufzutreten hatte.
Mein Selbstbewusstsein und meinen Stolz konnte mir niemand nehmen.
So ging ich hoch erhobenen Hauptes zum Kommentator.
"Welch Augenweide haben wir da?" fragte er.
Ich setzte ein verlegenes Lächeln auf und nannte ihm meinen Namen.
Nachdem er sich einige Scherze mit mir erlaubte ob ich denn kämpfen könnte und allerlei in der Art suchte er nach einem Kontrahenten.
Ich hoffte sehr, das Hanare tatsächlich meine Gegnerin würde.
Und diesmal sollte das Glück auf meiner Seite stehen.
Auch sie wurde von einigen Frauen neidisch, von anderen Männern begierig angesehen.
Auch bei ihr sprang der Kommentator auf ihr atemberaubendes Äußeres an.
"Nun wollen wir hoffen das die beiden Ladys sich nicht allzu böse weh tun:" lachte er und ging leichten Schrittes an den Rand.

Damit war der Kampf eröffnet.
Doch standen Hanare und ich unbeweglich auf dem Feld.
Ich überlegte.
Sollte ich sie kurz und schnell erledigen um sie zu erniedrigen oder lieber eine Welle an Jutsus vorführen um meine Techniken zu präsentieren.
Ich entschied mich innerlich für zweiteres als Hanare plötzlich angriff.
Sie war schnell und doch kam sie nicht an mein Tempo heran.
So konnte ich ohne viel Mühe ihren Angriff parieren und mich mit einem weiten Sprung von ihr entfernen.
Dann formte ich Fingerzeichen und versuchte, all das Wasser der Umgebung auf einen Punkt zu konzentrieren.
Durch den letzten Schnee der erst kürzlich getaut war hatte ich die Möglichkeit auf möglichst viel Wasser aus der Natur zurückzugreifen.
Das würde Chakra sparen.
Auch die Temperaturen waren auf meiner Seite.
Abends wurde es noch immer sehr kühl, auch das würde mir im Kampf zugutekommen.
Ich konzentrierte mich.
Ich wollte eine einmalige Show liefern aber Hanare auch klar untergraben.
Etwas Mühe geben müsste ich mir also schon.

Dann formte ich wieder Fingerzeichen und wirkte mein Eisdrachenjutsu.
Gerade in diesem Moment schoß Hanare auf mich zu.
Doch sie traf nur auf den gigantischen, schlangenähnlichen Drachen der sich schützend um mich rollte.
Dann lies ich den Drachen empor steigen, direkt auf sie zu.
Damit würde sie eine Weile zu tun haben.
Einen weiteren, überdimensionalen Drachen lies ich entstehen und damit griff ich Hanare regelmäßig an.
Allerdings waren meine schweren Eisskulpturen zu schwer um ihr ernsthaft zu nah kommen zu können.
Nachdem ich die Drachen einige Kunststücke vorführen lies, lies ich sie in tausende und abertausende Kristalle zerspringen und blickte Hanare mit eisblauen Augen an.
Sie schien vorsichtig, wartete nur darauf was ich tat.
Es wirkte beinahe so, als würde sie in meinen Verstand blicken aber das war Unsinn.
Außerdem war ich schon immer recht spontan, selbst wenn sie wusste was ich plante - sie würde es zu spät bemerken.
Dann passierte etwas Unvorhergesehenes.
Ein Doppelgänger glitt von hinten auf mich zu, ein Kunai in der Hand.
Noch während ich mich umdrehte spürte ich wie Hanare von vorne auf mich zuschoß.
Um ein Jutsu zu formen würde ich zu lange brauchen.
Dann überschlugen sich die Gedanken in mir.
Ich sah an Hanares Doppelgänger vorbei auf Kakshi der zunehmend erschrocken schien.
Gleichzeitig glänzte das Metall meiner Kette im umliegenden Licht auf.
Und dann traf Hanare mich hart mit ihrem Kunai.
Unbeweglich blieb ich - für den nächsten Moment - stehen.
Sie sah schockiert aus als das Blut meinen Körper hinunterfloss.
Meine Augen leuchteten nun stärker, liesen mich in einem gleißenden blauen Licht erscheinen als ich mich nach und nach auflöste und in Form eisiger Krähen auseinanderflog.

Dies war mein Andenken an Itachi. Etwas, dass mir niemand nehmen konnte.
Aus meinem Versteck sah ich die Blicke einiger Leute die wohl Bekanntschaft mit diesem Jutsu gemacht hatten, oder die Itachis Krähen kannten.
Andere Leute bewunderten dieses Spektakel bis die Krähen sich in glänzende Kristalle auflösten und wieder andere suchten nach mir.
Darunter auch Hanare die das Kampffeld vorsichtig überblickte.

Verstecken war nie meine Art und so tauchte ich graziös wieder auf, diesmal mit zwei langen Doppelklingenschwertern in der Hand.
Dann begann der Nahkampf.
In diesem war Hanare definitiv ziemlich gut was es schwer für mich machte sie wirklich zu treffen.
Sie blockte gut und was sie nicht blocken konnte vereitelte sie mir mit einem Gegenangriff.
Bald darauf standen wir beide, leicht nach Luft japsend, einander gegenüber.
Sie lächelte.
"Ich hatte nicht vor den Kampf zu verlieren." sagte sie.
Ihr Ton war provozierend, warum auch immer.
Schlimm war nur, dass ich darauf ansprang.
"Wenn du ein Date haben willst bitte. Zahl selber, der Gutschein gehört mir." wetterte ich.
Um uns herum war alles still, jeder konnte die Unterhaltung also mitbekommen.
Das muntere Gedrängel und Geplauder aus den Straßen war zu weit entfernt als das es unser Gespräch, welches von einer Ecke der Arena zur anderen reichte, hätte übertönen können.
"Aber du hast doch eh niemanden mit dem du hingehen könntest wen ich nicht irre." sprach sie nun ruhig.
Dann sah ich rot.
In mir pulsierte alles, ich zitterte am ganzen Körper und eine unsagbare Wut stieg in mir auf.
Ich versuchte mich zu beherrschen. Würde ich die Kontrolle verlieren würde ich sie wahrscheinlich umbringen.
ich atmete tief durch, spürte das Unbehagen in der Menge um mich herum.
"Na hats dir die Sprache verschlagen?" fragte meine Gegnerin nun freundlich und ruhig.
Ich knurrte sie an.
Sie sah zunächst erschrocken aus, lachte dann aber leise los.
"Na bei jemanden der sich so benimmt." begann sie gerade als ich mich nicht mehr zurückhalten konnte.
Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen lies ich ihre nächsten Worte untergehen und rannte auf sie zu.
Ich wollte nur noch diese riesigen Reißzähne in sie hineinbohren, ihr nur noch das vorlaute Mundwerk stopfen.
Ich war selten so unkontrolliert.
Diese fehlende Kontrolle lies sie noch entkommen doch streifte ich sie an der Schulter.
Durch das Tempo welches wir nun hielten, wurde sie von der Wucht zu Boden geworfen.
Mit einem gewaltigen Satz sprang ich genau auf sie zu.

Dann sah ich in Kakashis beide, so unterschiedlichen, Augen.
Er hockte vor ihr, einen Arm ausgestreckt um sie zu schützen.
Sofort verpuffte meine Wut und noch im Sprung verwandelte ich mich zurück.
Leise landete ich auf meinen eigenen Beinen und stand mit ausgestreckter Klinge vor den beiden.
Meine Waffen waren lang genug um über Kakashis Schulter hinweg an Hanares Kehle zu reichen.
Verächtlich sah ich die beiden an.
"Gewonnen." damit drehte ich mich um.
Noch immer war alles still. Erst langsam erwachten die Leute aus ihrer Starre, murmelten und applaudierten anschließend eine ganze Weile.

Kommentare Seite 1 von 1
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.

Neuer Kommentar da? / Seite neu laden

Otakugirl ( 94141 )
Abgeschickt vor 425 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi ( 08807 )
Abgeschickt vor 661 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan ( 33960 )
Abgeschickt vor 799 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja ( 59062 )
Abgeschickt vor 946 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar ( 31516 )
Abgeschickt vor 982 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan ( 25325 )
Abgeschickt vor 1047 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl ( 99671 )
Abgeschickt vor 1156 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura ( 07743 )
Abgeschickt vor 1184 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea ( 53167 )
Abgeschickt vor 1200 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor ( 66147 )
Abgeschickt vor 1210 Tagen
höre bitte nicht auf