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Zwei Gesichter - Teil 33 (3. Staffel)

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2 Kapitel - 4.316 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-04-15 - Entwickelt am: - 2.087 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 32:

Seine Stimme klang hart und kalt.

Verdutzt schaute Kakashi auf der nicht zu verstehen schien.

"Geh. Ich werde bleiben." sagte Jiraiya weiter.

Dann sah er zu mir.

"Irgendwer muss ja ihr bestes wollen." fügte er hinzu.

Kakashi schien etwas sagen zu wollen, schwieg dann aber doch und ging,



"Ich denke du brauchst nicht wiederkommen."

Mit diesen Worten Jiraiyas verlies Kakashi das Zimmer ohne das geringste Zögern.

1
Besitzansprüche

"Jetzt versuchen sie bitte ihre Füße zu berühren."
Bei den Worten des Arztes beugte ich mich nach vorne und streckte meine Arme bis sie meine Füße berührten.
Ich war ein wenig steif aber Probleme machte diese Übung mir nicht.
"Sehr schön. Wirklich sehr schön." lobte er.
"Ich wüsste wirklich nichts mehr was einer Entlassung im Wege stünde. Ich werde mit dem Hokagen sprechen und die Entlassungspapiere vorbereiten lassen. Denken Sie nur bitte daran, dass Sie zunächst nur kurze Strecken gehen sollen und täglich ein wenig mehr. Anschließend können sie zu einem leichten Joggingtraining übergehen und muskelaufbauende Übungen versuchen. Immer schön langsam um einen dauerhaften Fortschritt zu erzielen:" mahnte er mich noch.
Dann ging er.
"Das klingt ja wunderbar." sagte Jiraiya der es sich nicht nehmen lassen wollte bei dieser letzten Untersuchung dabei zu sein.
Ich nickte knapp.
"Wenn du hier erstmal raus bist wird alles besser, pass nur auf." redete er mir gut zu.
Ich blickte ihn kühl an.
Jiriya war der einzige Mensch der zu mir hielt.
Er setzte bei Tsunade durch, dass ich getrost alleine in meinem Zimmer bleiben konnte und bot an mich nach der Entlassung bei sich aufzunehmen.
Zu meinem Leidwesen wurde Kakashi als Ersatzmann eingestellt.
Jiraiya hatte viel zu tun, bereitete sich auf etwas Großes vor. Ich würde zwar nachts bei ihm übernachten können doch würde ich die meisten Tage mit Kakashi verbringen.
Den hatte ich allerdings seit dem Tag an dem ich bei Tsunade war nicht mehr gesehen.
Das würden tolle Aussichten werden.
Kakashi war Profi genug um privates von so einer Art Mission zu trennen und doch fühlte ich mich unwohl dabei, ständig bei ihm zu sein.
Nicht einmal einkaufen durfte ich ohne einen der beiden.
Ich bat Tsunade daraufhin mir lieber einen Anbu an die Seite zu stellen statt ihm doch lies sie dies nicht durchgehen.
Es sei von Anfang an klar gewesen, dass Kakashi und Jiraiya sich meiner annehmen würden, außerdem würde ein Anbu an meiner Seite öffentlich davon zeugen, dass ich unter Bewachung stand. Dies würde eine Wiedereingliederung in das Dorf nicht gewährleisten können. Mit diesem Argument überzeugte sie auch Jiraiya und sämtlicher Protest war zwecklos.
Ich würde das Beste daraus machen müssen solange ich noch nicht einhundert Prozent wieder in alter Form war.
Doch es sollte ja nicht für immer sein.

"Was hältst du davon, wenn wir nachher ein wenig durch die Stadt gehen und dir etwas Schönes kaufen? Ein gutes Buch. Ein neues Kleid. Na was ist?" fragte er gut gelaunt.
Um ihn nicht ganz zu ignorieren zuckte ich mit den Schultern.
"Dann ist es abgemacht." strahlte er.
Ich richtete mich auf und zog meine Ärmel richtig.
Ich trug die gleichen Sachen wie an jenem Tag, an dem ich Itachi verlor.
Die Risse durch den Kampf waren fein säuberlich genäht worden.
Jiraiya hatte dafür gesorgt, dass ich wenigstens etwas aus meinem alten Leben behielt.
Alles andere war ja noch im Quartier Akatsukis.
Ich wusste noch genau wie Deidara und auch Hidan schauten als ich mit Kisame nach meiner langen Trauerphase in die Küche trat um mich der Zukunft zu stellen.
Niemals würde ich vergessen wie Itachi dieses Kimonoähnliche Kleidungsstück erstmals über meine Schultern streifte an genau diesem Tag.

Doch wurde ich in diesen schönen und zugleich schmerzhaften Gedanken unterbrochen.
Die Tür wurde aufgeschlagen, herein spaziert kam Kakashi.
Wie immer konnte man sein Gesicht durch die Maske nicht sehen oder deuten und doch sah ich ihn überlegen grinsen als ich in sein graues Auge schaute.
Jiraiya schien etwas sagen zu wollen doch kam Kakashi ihm zuvor.
Mit zwei langen Schritten stand er direkt vor mir und sah mich an.
Ich wollte seinen Blick nicht deuten, es war mir gleichgültig was er auf den Herzen hatte und so zupfte ich meine Haare zurecht.
"Sie sind tot. Alle beide." sprach er nun.
"Wer?" fragte Jiraiya nun.
Mir war klar wen Kakashi meinte doch wollte ich es ihm nicht nehmen Jiraiya zu erklären wen er meinte.
"Asumas Mörder. Shikamarus Plan ist voll und ganz aufgegangen. Es war ein schwieriger Kampf aber wir haben gesiegt. Tsunade untersucht in diesem Moment die Überreste von diesem vermummten Kakuzu." erklärte Kakashi.
Er wirkte fast stolz.
Seinen Blick wandte er bei diesen Worten nicht von mir ab.
Ich begann mich zu fragen, was er erwartete.
Sollte ich ihm gratulieren? Dachte er, dass ich um die beiden weinen würde?
Kakuzu und Hidan waren wahnsinnige Kämpfer doch war Hidan nie eine große Herausforderung. Seine Unsterblichkeit erschwerte einen Kampf sicherlich aber unmöglich war es nicht. Oft genug hätte ich Hidan selber in tausende Stücke zerreißen wollen.
Da war der Jashinist also nun still.
Wer hätte das gedacht.
Um Kakuzu scherte ich mich genauso wenig. Nur verstand ich nicht, was der Hokage mit seinem Körper vorhatte.
Doch was ging es mich an.
Nach dem Bruch von Itachi und Kisame interessierte mich Akatsuki nicht mehr.
Kakashi beobachtete mich noch einen ganzen Moment ehe er zu begreifen schien, dass mir der Tod der beiden tatsächlich und ehrlich egal war.
Jiraiya nickte Kakashi kurz zu.
"Kakashi du hast doch sicherlich nichts dagegen Kaya durch die Stadt zu begleiten und später zu mir zu bringen oder? Ich würde dann gerne mit Tsunade sprechen." sagte er nun.
Entsetzt sah ich ihn an.
Kakashi nickte ernst.
Tsunade schien ihn in seine Aufgabe schon eingewiesen zu haben.
"Es ist nicht für lange." sagte Jiraiya an mich gewandt.
Dann drückte er Kakashi ein wenig Geld in die Hand.
"Lass mich nachher bloß sehen was du dir davon geholt hast." sagte Jiriya.
Böse sah ich ihn an.
Ich konnte es noch nie leiden Geld anderer anzunehmen.
Doch hatte ich selbst rein gar nichts. Alles war im Quartier geblieben.
Wieder ärgerte ich mich über Kakashi der Schuld daran trug.
Dann ging Jiraiya und ich stand mit Kakashi alleine da.
Ohne ihn zu beachten schritt ich stolz aus dem Zimmer und verließ das Krankenhaus.
Er folgte mir auf dem Fuße.
Vor dem Krankenhaus war ich unsicher wo ich hin wollte.
Ich könnte die kleine Bücherei suchen und mir ein schönes Buch kaufen.
Die Idee gefiel mir.
Dann aber kam mir der Gedanke Kakashi den Tag mit endlosem Shopping zu vermiesen.
Doch dazu reichte das Geld das Jiraiya ihm gab nicht.
Blieb also nur die Bücherei.
So machte ich mich zielsicher auf den Weg.
Kakashi folgte mir ohne ein Wort zu sagen.
Meine Zielsicherheit sollte allerdings recht bald enden.
Genauso wie damals hatte ich mich total verlaufen.
Nichts kam mir mehr bekannt vor, meine Beine schmerzten von dem langen Marsch und der still schweigende Kakashi machte mich durch seine bloße Anwesenheit tierisch wütend.
Dabei ärgerte ich mich nur über mich selbst.
Ich konnte ihn sicherlich fragen doch diese Blöße wollte ich mir im Leben nicht geben.
So schloß ich meine Augen und versuchte mich daran zu erinnern wo genau ich denn damals lang ging, versuchte mir alle Details aufzurufen.
Leider waren da nicht mehr allzu viele Erinnerungen.
Gekonnt hatte ich diese in den letzten Jahren verdrängt.
Also lief ich weiter ziellos durch die Straßen Konohas ehe ich auf einer Bank vor einem Haus zusammensackte.
Ich war fix und fertig.
Meine Beine und Hüfte schmerzten von dem langen Marsch, ich hatte ungeheuren Durst und ich wusste gar nicht mehr wo ich war.
Dann sah ich zu Kakashi der sich etwas abseits befand. Er schaute scheinbar durch die Gegend und doch ging sein Blick immer eine kleine Seitengasse entlang.
Neugierig stand ich auf, wollte wissen wer dort war, dass er die ganze Zeit interessiert dort hinsah statt mich nicht aus dem Auge zu lassen.
Dann sah ich durch die Gasse.
Am anderen Ende erkannte ich ein helles Haus mit weißen Blumenkästen unter den Fensterbänken. Durch die Jahreszeit blühten darin zwar keine Blumen und doch erinnerte ich mich daran.
Dies war der richtige Weg!
Erleichtert ihn gefunden zu haben beeilte ich mich durch die Gasse zu gehen.
Bald darauf erreichte ich die Bücherei.
Sie wirkte noch älter, kleiner und kümmerlicher als damals und doch war sie genauso faszinierend wie das erste Mal als ich sie sah.
Ich wollte die Tür gerade öffnen da fiel mir Kakashis Blick auf.
Er schien äußerst zufrieden.
War es etwa Absicht das er meine Aufmerksamkeit auf diesen Weg lenkte?
Ich dachte gerade darüber nach als ich eines besseren belehrt wurde.
Die Tür war verschlossen.
Ich schaute gen Himmel empor, die Sonne stand recht tief.
Es durfte gegen vier Uhr sein.
Wenn man nicht ständig eine solche präsent hatte wusste man recht bald die Sonne zu ihren unterschiedlichen Jahreszeiten zu deuten.
Ich schaute auf das kleine Schild welches von innen an die Tür angebracht war.
"Geöffnet von 08:00 bis 16:00" hieß es dort.
Ja es war Absicht das Kakashi mir den Wink gab.
Nur damit ich vor verschlossener Tür stand.
Zornfunkelnd sah ich ihn an und stellte mich vor ihn.
Ich war ein wenig kleiner als er obwohl ich mich in voller Statue vor ihm aufbaute, mich sogar ein wenig auf die Zehen stellte.
Ich war ihm einen Blick zu der ihm meine Meinung geigen sollte, würde ich anderes tun lief ich Gefahr wieder eingesperrt zu werden.
Es war offensichtlich, dass Kakashi einen Kampf auf andere Weise gegen mich austragen wollte.

Dann wandte er sich von mir ab und ging voran.
Ich aber blieb stehen.
Er drehte sich um und schaute zu mir.
Doch lief ich ihm noch immer nicht hinterher.
"Jetzt komm." sagte er endlich.
Genervt ihm nun folgen zu müssen ging ich schleppend hinter ihm her.
Ich ging extra langsam, trödelte so gut ich nur konnte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit standen wir nun vor einem der Trainingsgelände Konohas.
Wir betraten das weitläufige Gelände und gingen stur geradeaus.
Irgendwann erreichten wir eine kleine Senke.
Dort standen zwei Personen.
Die eine ordnete ich als Yamato ein, die andere kam mir sehr bekannt vor und doch war ich zunächst unsicher.
Dann blieb Kakashi abrupt stehen.
Von einigen Bäumen verdeckt sahen wir die beiden Gestalten nur von weitem.
Wenige Meter von uns entfernt raschelte es nun und eine junge Frau trat aus den Schatten der Bäume hervor.
"Sakura." grüßend hob Kakashi die Hand.
"Sensei Kakashi." grüßte ihn seine Schülerin und schaute mich interessiert an.
"Kaya." sagte sie nur. Sie schien überrascht. Dann lächelte sie.
"Geht es dir wieder besser? Tsunade erzählte mir bereits das du das Krankenhaus endlich verlassen durftest."
Freundlich sah sie mich an.
So wirkte Kakashi damals auch. Er war ein verlogener und egoistischer Mensch, boshaft und schlecht. Wahrscheinlich hatte er ihr genau das weitergegeben
Ich schaute sie von oben bis unten an, musterte sie mit angewidertem Blick.
Zunächst schien sie etwas verwirrt, dann verlegen und dann beleidigt.
"Alles in Ordnung?" frug sie noch einmal unter dem größten Aufgebot ihrer letzten Freundlichkeit.
"Was fragst du mich wie es mir geht wenn Tsunade es dir doch schon erzählt hat?" fragte ich möglichst schnippisch.
Welch eine dumme Frage das einfach wieder war.
"Es reicht Kaya." das kam von Kakashi.
Hochnäsig sah ich ihn an.
"Egal was wir tun, egal was wir sagen es ist falsch. Wenn es dir hier nicht passt dann halt wenigstens deinen Mund." er sagte das im ruhigen Ton und doch war es offensichtlich wie ungeduldig und genervt er sein musste.
Er wollte Machtspiele spielen. Das war definitiv gewiss.
Doch nicht mit mir!
Ich drehte mich um und ging zurück von wo wir kamen.
"Bleib stehen." sagte Kakashi.
Ich ging weiter.
"Wenn du nicht sofort stehen bleibst bringe ich dich dazu." drohte er nun eine Spur deutlicher.
Immer weiter entfernte ich mich von ihm.
Dann stand er mit ernstem Blick vor mir und packte mich am grob am Handgelenk.
Er wollte mir dieses sicherlich nicht brechen doch hielt er es in einem unangenehmen Winkel.
Bei dem Versuch mich aus seinem Griff zu befreien knackten meine Gelenke.
Ein kurzer Schmerz durchfuhr mich.
Kakashis Griff wurde noch fester.
"Lass mich sofort los." sagte ich nun.
Es kostete mich viel Mühe ihm nicht sofort die Kehle durchzuschneiden.
Er schaute mich noch immer ernst an, machte keine Anstalten mich los zu lassen.
Gerade holte ich mit meiner freien Hand aus, bereit ihn gewaltsam von mir abzuhalten.
Da wurde mein Arm gepackt an dem Kakashis Hand lag und Jiraiya stand neben uns.
Er nahm meine Hand vorsichtig zu sich, Kakashi lies mich daraufhin los.
Von Kakashis festem Griff war mein Handgelenk rot geworden und sogar leicht angeschwollen.
Bei so etwas war ich schon immer recht anfällig.
Dadurch sah es dann aber schlimmer aus als es war.
Ich nahm meine gesunde Hand und legte sie um mein Handgelenk. Dann versuchte ich mithilfe eines kleinen Eisjutsus die Stelle zu kühlen. Dadurch würde sie im Handumdrehen abschwellen.
Doch waren meine Kraftreserven aufgebraucht für heute, ich konnte nicht das kleinste Stück Eis gefrieren.
Erschrocken schaute ich mir das Schauspiel an.
Kakashi und Jiraiya schienen dies aber falsch zu verstehen.
"Tut es so weh?" fragte Jiraiya ernst.
Ich schüttelte verwirrt den Kopf.
"Das war nicht meine Absicht." begann Kakashi nun doch gebot Jiraiya ihm zu schweigen.
"Komm wir gehen heim." sagte Jiriya nun zu mir und ging vor.
Langsam schritt ich hinterher, ich war einfach nur müde.
Besorgt sah er mich an.
"Ist alles in Ordnung mit dir Kaya? Soll ich dich zu Tsunade bringen?" bot er an.
Dann platze mir der Kragen.
"Nein Jiraiya es ist alles bestens. Ich bin stundenlang durch die Straßen geirrt, dann zeigt Kakashi mir wo dieser Laden ist und das natürlich in der Sekunde in der er schließt. Dann will er noch diesen Kilometermarsch hierher zurücklegen nur um mich anzuschnauzen und mir weh zu tun. Es ist wirklich alles wunderbar. Besser könnte es doch nicht sein."
Damit machte ich meinem Ärger Luft.
Ohne viele Worte nahm Jiraiya mich an seine Seite umso in aller schnelle zu seinem nicht allzu weit entferntem Haus zu gehen.
Kakashi folgte zunächst still, begann aber dann sich zu rechtfertigen und aus seiner Sicht zu erzählen nachdem er bemerkte, dass Jiraiya ernsthaft sauer war.
"Ich hatte es nur gut gemeint, woher sollte ich wissen wann da zugemacht wird? Und so mit Sakura zu reden war wirklich unnötig sie meinte es nur gut. Und verletzen wollte ich dich schon mal gar nicht." erklärte er sichtlich genervt.
"Darüber können wir später reden, Kaya wird sich nun erstmal erholen. Der Arzt hat klare Anweisungen gegeben Kakashi daran hättest du denken müssen." erwiderte Jiraiya nur kurz angebunden.
Nun schien Kakashi der Kragen zu platzen.
"Es wäre wohl besser gewesen wenn sie mit ihm verreckt wäre." mit diesen Worten blieb er stehen und schien gehen zu wollen.
Auch Jiriya hielt einen Moment inne.
Der Blick den er Kakashi dann zuwar war unglaublich.
Ich wusste nicht was es war doch war es beängstigend.
Selbst ich kam mir wie eine Kitte vor die die Autorität eines Wolfes zu spüren bekam. Es war furchteinflößend und das obwohl der Blick nicht mir sondern Kakashi gegolten hatte.
Jiraiya beeilte sich mich zu sich zu bringen. Kakashi folgte nun doch wieder.

Damit erreichten wir sein Haus.
Bald darauf lag ich im Schlafzimmer auf dem Bett, etwas zu trinken auf dem Tisch und eine Zeitschrift über Bikinimode für Frauen auf meinem Schoß.
Es war eindeutig, dass dies Jiraiyas Haus war.
Ich lehnte mich gerade in die Kissen, wollte mich erholen und einfach entspannen nach dem langen Marsch als ich etwas poltern hörte.
Dann hörte ich Jiraiya wütend schimpfen.
Es dauerte lange bis man ihn soweit bekam.
"Wie kannst du so etwas sagen. Du selber hast es soweit getrieben und beschwerst dich. Was erwartest du denn?" schimpfte er laut los.
Es schien als würde Kakashi sich nun etwas anhören dürfen.
Ich war zufrieden.
Diese Runde ging an mich lieber Kakashi.
Die alte Boshaftigkeit hatte mich wieder und mir fiel das richtige ein um dem Ganzen die Krönung zu verleihen.
Ich rieb mir die Augen ein wenig, gewurschtelte meine Haare und tapste schwerfällig die wenigen Stufen ins Wohnzimmer hinab.
Dort stand Jiraiya auf der einen, Kakashi auf der anderen Seite des Tisches.
Ich versuchte möglichst glaubwürdig ein wenig zu hinken.
Wenig aber doch genug damit es bemerkt wurde.
Mit meiner Hand stützte ich das angeschlagene Handgelenk welches längst nicht mehr schmerzte.
Dann sah ich Jiraiya mit meinen rot geriebenen Augen möglichst mitleiderregend an.
Ich tat ein wenig unbeholfen und tat als würde ich mit mir ringen ehe ich mit gesenktem Kopf leise fragte.
"Hast du wohl etwas kaltes Wasser oder so für mich."
Dann wartete ich auf eine Reaktion.
Jiraiya saß da wie vom Donner gerührt.
Kakashi sah mich erschrocken an.
Ich musste das ganze unglaublich authentisch rüber gebracht haben.
Jiraiya machte sich auf in die Küche und gab mir bald darauf einen kalten Umschlag den er vorsichtig um meine Hand legte.
"Dann werde ich mich jetzt etwas hinlegen wenn ich das darf." sagte ich nun und nickte dankend für den Umschlag.
"Natürlich darfst du das, wieso auch nicht." sprach Jiraiya fürsorglich.
Das war meine Chance ein weiteres Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen zu setzen.
Ich versuchte verlegen und traurig zu wirken als ich weiter sprach.
"Ach ihr schont mich alle so sehr, da ist es kein Wunder das ich so schwach bin. Kakashi weiss das sicherlich und meinte es nur gut als ich alleine durch die Stadt lief. Ich bin einfach viel zu weich mittlerweile. Entschuldige bitte."
Möglichst beschämt sah ich ihn an.
Jiraiya schien sprachlos und deutete mit seiner Hand nur, dass ich ruhig gehen sollte.
Das tat ich dann auch und warf mich glückselig ins Bett.
Ich war einfach grandios genial.
Daraus würde Kakashi sich niemals retten können.
Ich rechnete fest damit, dass ich ihn zukünftig nie wieder an meiner Seite haben würde.

Dann schloß ich die Augen.
Doch war mein Gehör nach wie vor besser ausgeprägt als das anderer.
Durch meinen Triumph beflügelt hatte ich die Türe nämlich nur angelehnt statt ganz geschlossen.
So drangen die Stimmen der beiden Männer nun gedämpft aber klar verständlich zu mir als ich mich darauf konzentrierte.
"Das war gerade nicht echt oder?" fragte Kakashi leicht panisch.
"Es war vielleicht ein wenig überzogen aber scheinbar wahr. Sie muss sehr müde sein." erwiderte Jiriya erschöpft.
Dann holte er scheinbar tief Luft.
"Kakashi was soll das werden? Du hast sie hierher gebracht und wolltest ihr helfen. Doch bei jeder Gelegenheit lehnst du sie gegen dich auf. Konntest du nicht einfach etwas normales mit ihr machen? Einen Kaffee trinken oder ihr ein neues Kleid kaufen?" fragte er Kakashi.
Seine Stimme klang ein wenig gebrochen.
"Ich wollte ihr nichts vorschreiben. Egal was ich tue, sie denkt nur das schlechteste." antwortete Kakashi ruhig.
"Es war von Anfang an klar dass es schwer werden würde." sprach Jiraiya nun. So wie er das sagte, war es nicht das erste Mal.
"Da war mir aber nicht klar, dass sie mich Tod sehen will." sagte Kakashi nun.
Er wirkte deprimiert und verletzt.
"Das meinte sie bestimmt nicht so." sagte Jiraiya nun ein wenig tröstend.
"Sie mag dir die Schuld an Itachis Tod geben doch wäre ich genauso schuldig daran wenn sie Recht hätte. Sie wird wissen das es nicht dein Fehler war." fügte er noch hinzu.
"Jiraiya sie meinte es ernst. Daran gibt es nichts zu rütteln. Vorhin in der Stadt, als du aufgetaucht bist. Es hätte nicht viel gefehlt." sagte Kakashi nun.
Es folgten ein knarren, ein dumpfer Aufprall und zwei härtere Aufpralle. Dann hörte man Kakashi nur noch undeutlich.
"Manchmal frage ich mich ob es nicht besser wäre wenn sie es täte. Vielleicht würde sie dann glücklich werden." sagte er.
Er musste sich an den Tisch gesetzt haben und den Kopf in seinen Armen vergraben oder so etwas.
Ich war ungeheuer neugierig doch war es zu riskant nun aufzustehen.
"Sag so etwas nicht." mahnte Jiraiya den Ninja nun.
"Ich will nichts anderes als sie wieder glücklich zu sehen genauso wie damals. Es ist mir egal welchen Preis ich dafür zahlen muss aber ich ertrage es nicht wie sie mich ansieht, ertrage es nicht wie sie über ihn redet." sagte er nun.
Kakashi schien nahe einem Nervenzusammenbruch.
Er wirkte erschöpft, müde und gebrochen.
Ich hatte den Kampf scheinbar jetzt schon gewonnen ohne erst richtig begonnen zu haben.
Doch trotz allem bekam ich ein ungutes Gefühl im Bauch.
Das war wohl mein Gewissen welches ich die ganze Zeit ganz gut untergraben hatte.
"Gib ihr Zeit Kakashi." versuchte Jiraiya ihm zuzureden.
"Geh nach Hause und ruh dich aus. Wann hast du das letzte Mal geschlafen?" fragte er Kakashi nun besorgt.
Dieser antwortete nicht.
Dann sprach Jiriya weiter.
"Siehst du. Es bringt dir nichts und auch ihr nichts wenn du jede Nacht gegenüber ihrem Zimmer sitzt. Gewinne etwas Abstand zu ihr. Sie wird es dir danken da bin ich mir sicher." sagte Jiraiya nun.

Ich hatte es also tatsächlich geschafft.
Kakashi würde sich von mir fernhalten. Meine Mittel waren zwar gemein aber scheinbar sehr wirksam.
Doch Kakashi vereitelte mir diesen Sieg.
"Alles was Recht ist Jiaraiya aber das kann ich nicht. Nie wieder will ich sie gehen sehen. Es mag falsch sein was ich tue aber ich kann mich nicht von ihr fernhalten nach allem was damals passiert ist."
"Sie gehört dir nicht." redete Jiraiya ihm nun ein.
"Das stimmt." sagte Kakashi nun und schwieg einen Moment. Dann schien er sich vom Tisch zu erheben und Richtung Haustür zu gehen.
Seine letzten Worte verstand ich so nur sehr leise aber dennoch deutlich.
"Doch gehöre ich ihr."

Kommentare (11)

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Harry Potter fan forever (78975)
vor 8 Tagen
Ich hab etz alle teile durch gelesen und ich kann nur eins zu sagen wow einfach nur wow dein schreibstil einfach nur geil du steckst so viele gefühle in deine Geschichten des kann man gar nichbin worte Fassen!!!!ich kinnte mich EINFACH nich losreisen....so was hab ich noch nie gelesen richtig großes lob

Lg Harry Potter fan forever❤🙈
Otakugirl (94141)
vor 638 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi (08807)
vor 874 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan (33960)
vor 1012 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja (59062)
vor 1159 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar (31516)
vor 1195 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan (25325)
vor 1260 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl (99671)
vor 1369 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura (07743)
vor 1397 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea (53167)
vor 1413 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor (66147)
vor 1423 Tagen
höre bitte nicht auf