Zwei Gesichter - Teil 26 (2. Staffel)

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2 Kapitel - 2.798 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2013-04-01 - Entwickelt am: - 1.828 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 25:

Dann war Itachi Uchia verschwunden.

Ich konnte nicht anders als gegen den Baum neben mir zu schlagen, meinen Kopf dagegen zu legen.

Was bildete er sich ein?

Er tat Kaya bewusst weh wo sie dachte, dass er sie nicht so leiden lassen würde wie ich es getan hatte.

Sie opferte sich für ihn auf. Das hatte sie nicht verdient.

Alles drehte sich in mir.

Doch ich hatte nicht die Zeit mir darüber Gedanken zu machen, meine Gedanken zu sortieren.

Ich musste verschwinden.

Das tat ich dann auch.

1
Itachis stilles Leid

"WARUM HAST DU DAS GETAN?" ich konnte nicht anders als Itachi mit tränenerstickter Stimme anzuschreien.
Er wirkte gelassen wie immer, kühl und desinteressiert und doch sah man ihm förmlich an wie er litt, wie er nachdachte.
Ich sah sehr wohl Kisames besorgte Blicke, spürte wie er versuchte die Situation runter zu spielen.
"Wenn du nicht bald die Klappe hältst war es das mit dir." drohte Kakuzu mir nun genervt.
Ich schaute ihn an.
Wie konnte er mir drohen? Wie konnte auch er übergehen, dass Itachi unverletzt ohne jedes Anzeichen von einem Kampf zurück kam nachdem ein Konoha Ninja hier war?
Wie konnte er vergessen, dass Itachi nicht umsonst bei Thamaluna war.
Was sollte das Ganze?
Er hätte Kakashi so einfach selber töten können, hätte ihn mir überlassen können oder sonstiges.
Wieso war ich die einzige, der das alles hier suspekt vorkam?
Dieses neue Chakra in mir fühlte sich so bekannt und doch so fremd an, vom Weinen und schreien war ich erschöpft und die Situation mit Hidan nagte an mir.
Dann dieses auftauchen Kakashis.
Und alle taten so als würde ich mich grundlos aufregen.
"Wir müssen hier weg und zwar schnell bevor noch mehr von diesen Typen kommen." sagte Kakuzu nun.
>Er schien zufrieden das ich ihn lediglich mit großen Augen ansah und schwieg.
Was sollte ich auch noch sagen?
Kisame legte mir seinen Arm um die Schulter, zog mich tröstend an sich.
Doch ich wollte es nicht, fühlte mich verraten.
So schüttelte ich seinen Arm ab, ging in das Quartier und wollte meine Sachen packen.
Itachi folgte mir, kein Wunder, sein Zimmer lag neben dem meinen.
Doch anstatt an meiner Tür vorbei zu gehen, schaute er mir eine ganze Weile zu.
Ich wusste das er dort stand, kehrte ihm bewusst den Rücken.
Ich würde mich nicht damit auseinandersetzen, entweder kam er zu mir oder er lies es bleiben.
Ich würde mir meinen Reim daraus machen, würde schon noch dahinter kommen was das sollte.

Nachdem ich gepackt hatte, machte ich mich alleine auf den Weg.
Es gab mehrere Quartiere Akatsukis, es war also eigentlich egal wohin ich ging.
Es war mir egal ob ich bei den anderen war oder nicht.
>Die Enttäuschung und der Frust nagten an mir.
Ich hörte Kisames Rufe, hörte wie auch Deidara nach mir rief.
Doch ich ging alleine, wollte meine Ruhe.
Langsam stahlen sich Tränen in meine Augen, trübten meinen Blick.
Irgendwann floßen sie meine Wangen hinunter, rannen an meinem Kinn hinab in das hohe Gras.
Warum hast du das getan Kakashi? Wieso bist du hierhergekommen?
Ich dachte ich hätte dich vergessen, dachte du wärst mir egal.
Doch jetzt bin ich dankbar das Itachi schlimmeres verhindert hatte, du wahrscheinlich wohlauf in Konoha warst.
Ich dachte ich würde wieder bedingungslos lieben.
Itachi war gut zu mir, verzauberte mich täglich aufs neue und konnte mich beschützen.
Und dennoch schien ich mich ihm nicht bedingungslos hinzugeben.
Warum hast du mir das angetan Kakashi?
Wieso hast du ihn nur beschützt Itachi?

Langsame Schritte näherten sich mir von hinten.
Ohne mich umzudrehen wusste ich, wer mir folgte.
"Was wollt ihr?" fragte ich meinen besten Freund und Itachi.
Ich drehte mich nicht um, wollte nicht das sie mich so sahen in diesem Moment.
Dann schritt Itachi an mir vorbei.
Er ging einfach davon.
Ich blickte auf, sah ihm hinterher.
Die Angst überkam mich. Es war beinahe so, als würde er für immer gehen.
Erneut stiegen mir die Tränen in die Augen, ich war außer Stande etwas zu tun.
Dann drehte er sich um, schaute mich mit einem schmerzerfüllten Blick an doch lag ein Lächeln auf seinen Lippen.
Dann verschwand er im Schutz der Bäume des Waldes.
"Lass uns doch ein Stück zusammen gehen." sagte Kisame nun, trat an meine Seite und legte seinen Arm um meine Schulter. Er schaute mich nicht an, sein altbekanntes Lächeln lag auf seinem Gesicht.
Dennoch war er anders, wärmer.
Stumm folgte ich ihm, stumm lies ich meinen Tränen freien Lauf.
"Du weisst ich bin in sowas nicht gut." fing Kisame nach einer ganzen Weile an.
"Ich glaube das dieser Konoha-Ninja alles für dich war, dass du ihm dein Herz bedenkenlos geschenkt hast. Er hat es zerbrochen und Itachi hat sich von innen dort durchgekämpft. Doch dieser Kakashi wird immer als Hülle vorhanden sein, mach dich deswegen nicht verrückt."
Ich konnte nicht anders als laut zu schnauben.
Total verheult und immer noch leicht nach Atem ringend vom vielen schluchzen lachte ich Kisame nun an.
"Ich weiss nicht welche Schnulze du gelesen hast und woher du den Spruch hast, ich gehe mal davon aus, dass er ganz anders heißen sollte als du ihn mir gerade vorträgst. Aber lass sowas einfach, wenn du so etwas sagst hört es sich nämlich richtig bescheuert an." lachte ich laut.
Kisame schaute mich zunächst bestürzt, dann belustigt und dann böse an.
"Beschwer du dich noch einmal das mir das nötige Gefühl für etwas fehlt." grinste nun auch er.
Das Eis war gebrochen.
"Du Kisame?" fragte ich nach einiger Zeit.
Er schaute zu mir.
"Hat Itachi gewusst, dass Kakashi mir so wichtig war? Hat er ihn deswegen gehen lassen? Ich hätte Kakashi in dem Moment wirklich getötet. Erst im Nachhinein...naja du weisst schon." druckste ich rum.
"Frag ihn das selber, ich hab davon doch keine Ahnung." sagte er locker.
Ich verstand den Wink. Es schien etwas tiefgründigeres zu sein, etwas das ich mit Itachi zu klären hätte.
Ich nickte stumm.
So gingen wir noch eine ganze Weile in Ruhe weiter ehe wir anfingen uns zu beeilen um am späten Abend das neue Hauptquartier zu erreichen.

"Kommst du Kaya?" rief Kisame mir zu.
Ich wandte meinen Blick vom Himmel ab, zwang mich ihn anzusehen und den Kopf zu schütteln.
Vor dem Quartier war ein riesiger Stein auf der offenen Lichtung.
Ich wollte mich dort hinsetzen, die Sterne beobachten die in dieser Nacht hell am Himmelszelt funkelten.
Kisame zuckte die Schultern und verschwand in dem unterirdischen Versteck.

Das Gras tanzte im Wind und der Mond stand hoch am Himmel als Itachi neben mir auftauchte.
Er schwang sich leichtfüßig neben mich auf den hohen Stein, lehnte sich zurück und schaute in den Himmel.
Früh hatten wir die Gemeinsamkeit entdeckt, dass wir nachts oft die Lösung in den Sternen suchten. Schweigend sahen wir also zum Sternenzelt, sogen die klare Nachtluft ein, lauschten den umliegenden Geräuschen.
Die Worte brannten mir auf den Lippen, mein Wunsch mit Itachi zu reden verstärkte sich mehr denn je doch wollte und konnte ich jetzt kein Gespräch mit ihm führen.
Zu verwirrt war ich selber, als dass ich nun mit ihm darüber reden konnte was geschehen war.

Doch hingegen meiner Erwartung, fing nun Itachi an zu sprechen.
"Ich hoffe du verstehst nun, weswegen ich so gehandelt habe." begann er.
Ich schwieg, wusste nicht was ich darauf sagen sollte.
Ich wollte Itachi und doch kreiste etwas in mir nach wie vor um den Kopierninja aus Konoha.
Wie sollte ich das erklären? Diese Tatsache würde alles zerstören was ich zu Itachi aufgebaut hatte. Ich musste schwer seufzen, doch endete das seufzen in einem kleinen Schluchzer.
"Ich hätte ihn getötet. Dann wäre diese Situation nicht so wie sie jetzt ist." gab ich gepresst von mir.
"Aber du wärst nicht glücklich." erwiderte Itachi nun.
Ich zuckte mit den Schultern, lies es zu das eine Träne sich leise über meine Wange stahl und sah zum Himmel empor.
"Wer weiss." sagte ich nur.
So verging wieder eine ganze Weile ohne dass auch nur einer ein Wort sprach.
Mittlerweile war es bitter kalt, doch machte das ganze mir weniger aus als Itachi.
Es wunderte mich, dass er so lange bewegungslos in der vorwinterlichen Kälte ausharren konnte.
"Hast du den Draht zu deinem Chakra nun endlich gefunden?" fragte Itachi dann plötzlich.
Erst jetzt machte auch mir Gedanken über das, was mit mir geschehen war.
"Hm ich denke schon." gab ich von mir.
"Es war gar nicht so schlimm, ich war noch ganz ich. Naja gut, meine Zahnbürste hätte für die Beisserchen nicht ganz gereicht aber an sich war es wirklich kaum anders als sonst." versuchte ich zu spaßen.
Ich wollte mich nicht dem Ernst der vergangenen Situation stellen, nicht dem Grund für diese Veränderung.
"Hast du schonmal probiert das Jutsu ohne den Einfluss deiner Gefühle zu nutzen?" fragte Itachi nun.
Ich schüttelte den Kopf und verneinte.
Es war mir unangenehm wieder daran erinnert zu werden, dass Kakashis auftauchen der Auslöser dafür war, war mir unangenehm gerade von Itachi daran erinnert zu werden.
Dieser schwieg nun abermals.
Und so vergingen weitere Minuten und Stunden in denen ich Itachis Atem lauschte, meinen Gedanken nachhing und verschiedene Szenarien im Kopf durchspielte.
Doch dann unterbrach Itachi ein weiteres Mal die Stille.

"Es tut weh dich nicht unbekümmert reden und Lachen zu hören." sprach er.
"Wie bitte?" brachte ich ihm entgegen.
Ich war mir wirklich nicht sicher ob er, gerade er, so etwas gesagt hatte nachdem er ewig schwieg.
Er drehte seinen Kopf zu mir und wie so oft, verrieten seine Augen soviel und gleichzeitig doch so wenig.
Ich kam nicht drum herum mich abermals zu fragen was er wohl dachte und fühlte.
"Warum ich?" frug er nun.
Abermals war ich zu perplex um zu verstehen was er da von mir wollte.
"Ich würde dich niemals glücklich machen können." sprach er weiter.
Fast wie automatisch sprudelten die Worte nun aus mir heraus:
"Aber das tust du doch schon die ganze Zeit."
Ich sah ihn an, wusste nicht worauf dieses Gespräch hinauslaufen würde, ob ich bereit war dieses klärende, möglicherweise schlimme, Gespräch jetzt zu führen.
Wie so selten verzog sich ein Mundwinkel Itachis nach oben, ein sanftes Lächeln lag auf seinem Gesicht welches mir noch immer zugewandt war.
In kaum einen anderen Augenblick wurde mir so klar, wie sehr ich diesen Mann mittlerweile liebte, wieviel er mir bedeutete.
"Unter anderen Umständen vielleicht. Aber du weisst, dass ich ein Ziel habe von welchem auch du mich nicht abbringen kannst." sprach er nun.
"Dein Bruder." flüsterte ich mehr zu mir selbst als zu ihm.
Itachi nickte, wandte sich nun wieder dem Mond zu der sich dem Erdboden neigte.
Es würde nicht lange dauern bis sein silberner Schimmer verschwand und die Sonne sich über uns erstrecken würde.
"Ich werde den Kampf gegen meinen Bruder nicht überleben." sagte er nun.
Seine Stimme verriet keine Gefühlsregung, nichts in ihm zuckte bei dem Gedanken zusammen, dass er sterben würde.
"Das stimmt nicht." sagte ich ruhig. Itachi musste nicht ganz beisammen sein. Wieso sollte sein Bruder ihn umbringen?
Itachi beherrschte unglaubliche Jutsus, war ein erstklassiger Ninja.
Zuletzt schonte er sich und sein Sharingan natürlich sehr doch insgesamt war er so aufgeblüht.
Wieso sollte er sterben? Wieso sollte er sich damit abfinden?
Unwillkürlich musste ich den Kopf schütteln, wollte das Gehörte vergessen.
"Es muss passieren Kaya und das wird es auch." er klang, als wolle er das Thema damit ruhen lassen.
"Ich werde nicht zulassen, dass du dich töten lässt." sprach ich nun, Unruhe machte sich in mir breit.
Mir wurde langsam klar, dass Itachi ernst meinte was er da sagte.
"Niemand wird mich davon abhalten. Auch du nicht. Mein ganzes Dasein habe ich dem Schutz meines Bruders gewidmet und nun ist es an der Zeit." sprach er.
Er war dabei so ruhig wie immer doch er klang sich sicher. Fast schon bestimmend.
Ich schüttelte mechanisch den Kopf, fühlte mich wie in Trance.
Wieder drehte Itachi sich mir zu, wieder schaute er mich so durchdringend an als würde er in mein innerstes schauen. Schmerz lag in seinen Augen. Angst jedoch nicht.
"Warum?" ich bekam diese Worte nur leise geflüstert heraus, war unfähig lauter zu sprechen.
Alles fühlte sich so merkwürdig und fremd in mir an.
"Wenn nicht er es tun würde so würde es meine Krankheit tun. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich kann nicht länger warten." sagte er nun, erstmals niedergeschlagen wie mir schien.
Doch das alles fiel mir nur am Rande auf.
Ich konzentrierte mich so sehr darauf nicht überstürzt zu handeln, ruhig und besonnen zu bleiben. Hätte ich nicht all meine Stärke darauf gesetzt, würde ich wahrscheinlich jeden Moment anfangen auf Itachi einzuprügeln bis er von dieser dummen Idee ablies.
"Aber Thama hat doch. Sie hat doch. Sie hat dich." ich brachte es nicht fertig auch nur einen Satz zuende zu sprechen.
Abermals lächelte Itachi. Ich liebte es wenn er das tat, doch dieses Mal verzerrte mein Herz sich immer mehr bei diesem Anblick.
"Thamaluna hat mir wertvolle Zeit geschenkt, Zeit in der ich dich kennenlernen durfte und in der aus mir jemand anders wurde. Dafür danke ich ihr sehr doch der Zeitpunkt ist nun endgültig gekommen. Ich werde bald mit Kisame losziehen und würde mir wünschen, dass du mich gehen lässt."
Er sagte diese Worte so voller Wärme, dass mir bei jedem Wort, bei jedem seiner Atemzüge die Kehle immer enger wurde, ich kaum mehr Luft bekam.
Langsam, trotz aller Anstrengung dies zu unterdrücken, begann ich leise zu weinen.
Eine Träne nach der anderen lief mir über die Wange.
Unaufhörlich hing Itachis Blick an mir, wirkte beklemmt und doch so entschlossen.
Er streckte seine Hand zu mir, wollte sie an meine Wange legen doch automatisch zuckte ich zurück.
Mit klugen Augen sah er mich an, lies seine Hand langsam sinken.
Noch bevor sie wieder auf dem kalten Stein lag, war ich vom Felsen verschwunden und erstickte meine Tränen bald darauf im Kissen meines Bettes.

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