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Mondfinsternis

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1 Kapitel - 548 Wörter - Erstellt von: Wulfi09 - Aktualisiert am: 2013-04-01 - Entwickelt am: - 919 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine dunkle, unheimliche Nacht in den Straßen Londons. Eigentlich wollte Monika nur ein Paar Fotos machen...

Der Anfang einer längeren Geschichte von mir, die erst noch Gestalt annehmen muss.

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    Mehr als ein Schatten
    Monika ging eine schlecht beleuchtete Straße entlang, die von dunklen Büschen gesäumt war. Das einzige Licht kam von einer flackernden Straßenlaterne, die den Weg nur notdürftig erhellte. In der Ferne schrie eine Eule und die schmale Mondsichel am Himmel sah aus wie eine Kralle.
    Monika schauderte und beschleunigte ihre Schritte. Sie mochte diese Gegend Londons nicht. Überall dunkle Straßen, verlassene Häuser und Wälder, die man lieber nicht betrat. Aber sie brauchte Fotos für ihren Artikel über den schlechten Zustand dieser Gegend. Als Journalistin der London Times hatte sie die Verantwortung dafür, dass die Bilder einfach grandios wurden. Und welche Tageszeit bot sich für solche Fotos besser als eine dunkle, unheimliche Nacht?
    Monika zuckte zusammen als plötzlich ein Vogel mit einem gellendem Schrei vor ihr über den Weg flog und in einem dichten Brombeergebüsch verschwand. Nun holte sie ihren Fotoapparat aus der Tasche und wollte gerade ein Bild von einem verfallenem Haus machen als sie Laterne ein letztes Mal aufflackerte und dann vollends erlosch.
    Na super, dachte Monika bei sich, als sie hinter sich ein jaulen hörte, das ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Sie drehte sich langsam um.
    Hinter ihr stand eine dunkle, gekrümmte Gestalt, deren Arme fast auf dem Boden schleiften. Orange glühende Augen starten sie an.
    Monikas Beine waren auf einmal wie aus Gummi. Sie wollte zurückweichen aber bewegte sich keinen Cm vom Fleck. Das Wesen stieß erneut einen markerschütternden Schrei aus, der ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dann kam es langsam auf sie zu und im Mondlicht konnte man weiß aufblitzende Reißzähne und messerscharfe Klauen sehen.
    Auf einmal ging ein Ruck durch Monika und sie stolperte rückwärts. Doch bevor sie sich umdrehen und flüchten konnte, spürte sie einen stechenden, unerträglichen Schmerz in ihre linken Schulter und sie wusste das sich gleich dolchartige Zähne in ihren Hals bohren würden. Ein heißer, stinkender Atem schlug ihr entgegen und Monika schloss die Augen.
    Doch auf einmal hörte sie ein wütendes Fauchen und das Monster wurde von ihr gerissen. Sie fiel auf den harten Asphalt und schmeckte Blut als ein Schuss ertönte. Sie zwang sich noch ein letztes Mal die Augen zu öffnen. Ein paar Meter weiter lag das Wesen auf der Straße in einer Lache aus Blut, das aus seiner Brust lief. Über ihm gebeugt stand eine kleine Gestalt die sich nun langsam umdrehte.
    Das letzte, was Monika sah, waren ein paar grün glänzende Katzenaugen, die sie anfunkelten. Dann fiel sie in ein tiefes schwarzes Loch.

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