Herr der Ringe - Pashas Story Part 3

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4 Kapitel - 4.166 Wörter - Erstellt von: Meadowsweet - Aktualisiert am: 2013-03-01 - Entwickelt am: - 4.183 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 6 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Und wieder geht's weiter

1
Ich würde Gandalf nie wiedersehen. Das wurde mir nur zu schmerzlich bewusst. Ich schloss die Augen, holte tief Luft und heulte meinen Schmerz in den klaren Himmel hinaus. Die Berge schienen es zu wiederholen und weit weg hörte ich meine Rudelgefährten mit mir weinen. Sie hatten es also auch schon mit bekommen. „Komm schon.“ Pippin und Merry zogen mir leicht am Nackenfell.

Als wir endlich über eine weite, grüne Wiese rannten, fing ich an mein Bein wieder zu spüren. Lag es an dem mystischen Wald Lothloriens oder einfach so? Wir traten wieder in das Dunkel der Bäume ein. Ich war in Gedanken noch voll kommen in Moria. Gandalf. Warum nur Gandalf! Plötzlich hörte ich ein Knacken im Gehölz. „Aragorn!“ stieß ich aus. Wir blieben stehen und er kam zu mir hinter. „Elben!“ flüsterte ich. „Legolas!“ rief Aragorn ihn. „Halte Ausschau nach ein Paar Elben hier. Siehst du etwas?“ Er schüttelte den Kopf leicht, hielt aber die Augen immer auf die Bäume über uns gerichtet und wir gingen weiter. Warum verließen wir dieses seltsame Nest nicht einfach wieder? Stundenlang liefen wir so weiter und langsam schienen sie die Elben über uns zu vergessen; nur mir blieb der Verfolgungswahn. Und konzentrieren konnte ich mich immer noch nicht. Dann: wieder ein Knacken, gefolgt von einem durchdringenden, sich nähernden Geruch und einem knarzen einer Bogensehne. Ich knurrte die blonden Elben bedrohlich an. Mein Nackenfell stand ungefähr zwanzig Zentimeter senkrecht in die Luft, zumindestens kam mir das so vor. „Die Herrin Loriens erwartet euch schon.“ Sprach der Anführer der Truppe. Ich rührte mich nicht von der Stelle. „Auf was wartet es noch? Sogar eurer Haustier wird in Lothlorien gut versorgt werden!“ meine der Elb spöttisch. Ich hätte nicht gedacht, dass mir jemand von Anfang an unsympathischer sein könnte als Boromir. Da hatte ich mich wohl geirrt. „Ihr solltet besser aufpassen, was ihr zu Ihr sagt oder wie Ihr sie nennt.“ Meine Legolas ebenso spöttisch. Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut. „Das könnte hässlich enden.“ Mit einer Handbewegung und einem warnenden Blick bedeutete er mir, endlich zu folgen.

Lothlorien war eine verdammt große Stadt. Haldir, er hatte sich doch noch vorgestellt, hatte uns direkt über die langen Treppen zu seiner Herrin Galadhriel und Herrn Celeborn gebracht, welche nun würdevoll eine weitere Treppe hinab stiegen. Herr Celeborn sprach zu uns allen; erkundigte sich, was mit Gandalf geschehen war, doch die Elbenfrau lenkte mich von allem ab. Sie sprach zu mir, ohne ihre Lippen zu bewegen: „Diejenige, um die du trauerst, werden nicht zurück kehren. Einer der Männer wird dir verfallen sein, hüte diesen vor seinem Schicksal vor der weißen Stadt! Höre auf, um deine Liebsten zu trauern, sie wachen über dich. Schließe damit ab.“ Sie wandte ihren wissenden Blick weiter zu Boromir, der daraufhin anfing zu weinen und davon lief. Mir selbst standen die Tränen auch in den Augen, also machte ich mich schnell auf, mit der Entschuldigung, mich frisch machen zu müssen.
Als ich irgendwann später in einem schlichten hellrosa Kleid zurückkam, sahen sie mich mit großen Augen an. Ich sah an mir hinunter. War es wirklich so ungewöhnlich, dass ich ein Kleid trug? Ich meine, in Bruchtal hatte ich ja auch eins getragen. Oder vielleicht, weil ich mir das weiße Band, dass ich mir normalerweise um mein taillenlanges Haar gewickelt hatte, aufgebunden hatte? Egal. Was hatten Galadhriels Worte nur zu bedeuten? Mit dem Gedanken daran, wer mir wohl ‚verfallen‘ war, schlief ich schließlich ein. In meinem Traum tauchten abwechselnd immer wieder das Bild von verschiedenen Männern auf. Ein paar davon kannte ich nicht, die anderen waren Legolas und Boromir… Verdammt, so eine Lovestory konnte ich mir doch jetzt nicht leisten! Dann wechselten meine Träumereien wieder in meinen üblichen Albtraum. Wie immer spürte ich die Klauen des Wargs über meine Flanke ziehen, sah das Blut spritzen und mir die Sicht nehmen. Dann wie ich die geschändeten Körper vor mir liegen sah und meinen schmerzerfüllten Schrei hörte. Doch diesmal wachte ich davon nicht auf. Stattdessen sah ich einen Speer neben drei Pfeilen durch die Luft fliegen. Dann tauchten wieder die Bilder der seltsamen Männer auf. Und die beiden, mir bekannten, verschwanden. Was sollte das denn bedeuten!
„Trinkt das.“ Herr Celeborn stand über mir. „Davon werden Eure Wunden heilen.“ Er hielt mir einen silbernen Trank vor die Nase, den ich tatsächlich annahm und trank. In dem spiegelnden Wasser unter mir konnte ich erkennen wie der dünne Kratzer über meinem Nasenrücken sich langsam in sich zusammen zu ziehen schien. Und auch mein Oberschenkel tat nicht mehr ganz so weh. „Danke…“ sagte ich. Er nickte nur, blieb aber neben mir stehen und sah über den breiten Fluss hinweg. Der Mond schien hell über den Wald auf der anderen Seite; es sah wunderschön aus, so märchenhaft… „Wenn sie schlafen, dann werden sie dich nicht hören, das versichere ich Euch.“ Ich sah den Elb fragend an. Er wieß mit der Hand zum Mond hinauf. Woher wusste er nur, dass ich ein Wolf war? Aber tatsächlich hatte ich das dringende Bedürfnis dazu… Ich erinnerte mich an Gandalf, wie er gefallen war, an mein armes Rudel. In weiter Ferne konnte ich ein paar Freunde den Mond anheulen hören, also warum nicht auch ich? Voller Trauer ‚sang‘ ich die ganze Nacht hindurch. Celeborn war schon lange wieder gegangen, als die Sonne wieder aufging.

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