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Herr der Ringe - Pashas Story

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3 Kapitel - 3.129 Wörter - Erstellt von: Meadowsweet - Aktualisiert am: 2013-02-15 - Entwickelt am: - 5.640 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

In meiner Fassung von ' Der Herr der Ringe ' geht es um eine junge Frau namens Pasha. Sie kann sich in einen Wolf verwandeln, wie in ' Twilight ' und mit Tieren sprechen, wobei das alles in der Geschichte näher erklärt wird. Meine FanFiktion ist, glaube ich, etwas lang und seltsam, aber seht selbst. Das hier sind nur die ersten drei Kapitel, aber habt viel Spaß mit meiner verdrehten, kranken Fantasie ;D

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Sie stand auf einem kleinen, grünen Hügel und starrte in den kühlen Sonnenaufgang. Das letzte Mondlicht schimmerte auf den seltsamen Malen in ihrem Gesicht, nun spielte ein leichtes Lächeln auf ihren dunklen Lippen. Das große, in der roten Morgendämmerung grau gesprenkelte Pferd hinter ihr stupste sie auffordernd an. „Ich weiß, ich weiß. Ich habe ja nur gewartet, bis du dich wieder ausgeruht hast.“ Das schöne Tier schnaubte empört und warf den prächtigen Kopf in den Nacken. Die geheimnisvolle junge Frau brach in leises kehliges, fast leicht Bellendes, Lachen aus. „Na dann, komm mit!“ sprach sie in ihrer eigenen, mysteriös klingenden Sprache. Die beiden liefen los; nach kurzer Zeit galoppierte der Rotbraune an, er war schnell wie ein Falke und wirkte dabei anmutig, wie es nur die Mearas aus Rohan konnten. Die Frau war verschwunden, neben dem Hengst stürmte nur ein riesiger Wolf her. Er wagte es nicht, ihn anzugreifen. Aber wer hätte sich so etwas auch getraut, oder auch nur versucht ein so wundervoll schönes Wesen anzufallen und ihm den wilden Glanz aus den dunklen Augen zu nehmen? Stundenlang rannten die beiden Tiere nebeneinander her, über die weite Fläche zwischen dem Düsterwald und Lothlorien, doch langsam wurde das Pferd langsamer; begann zu schäumen und zu schwitzen. Nach einer geschätzten halben Stunde erreichten sie den Anduin. Der Hengst kam erschöpft und mir den Vorderbeinen im seichten Uferwasser zum Stehen und blickte über die rechte Schulter hinweg zu der jungen Frau zurück, die das schnell fließende Wasser misstrauisch beäugte. „Berrí, ich glaube, wir sollten warten, bis wir eine Brücke gefunden haben… Das Tier wieherte belustigt auf; es klang wie ein schallendes Lachen. Welche Zauberei hier wohl am Werk war? Das fragte sich auch eine der Elbenwachen Loriens, der dem merkwürdigen Duo bis zu ihrem Standpunkt nachgesehen hatte. Das Pferd der Mearas stieg; richtete sich zu seiner vollen Größe auf. Eine warme Herbstbrise wehte im durch die pechschwarze Mähne und er schien sich seines Lebens und des Misstrauen seiner Gefährtin zu erfreuen. Er warf seinen mächtigen Körper einfach hinein in die tosenden Fluten: das Wasser schien vor ihm zurück zu weichen. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, so beeindruckend, dass es dem Wächter sogar für Lothlorien würdig schien. „Haldir! Was starrst du so hinaus auf die Ebenen?“ drang der Ruf eines Anderen an sein Ohr. „Sie dir das an, Bruder! Sieh dir dieses Tier an, Rúmil!“ schrie er zurück. Ein anderer Elb trat an seine Seite. Er beobachtete, wie das schöne Pferd, gefolgt von einem wilden Wolf durch die stürmenden Fluten des Anduin preschten. Sie folgten ihnen mit ihren Blicken, bis auch ihre weitsichtigen Augen die zwei Gestalten nur noch als zwei schwarze Punkte am Horizont erkennen konnten. Noch lange sollte dieser Anblick einer solch merkwürdigen Zweisamkeit in ihrem Gedächtnis verweilen.
Es war tiefste Nacht. Die Augen leuchteten in der Schwärze und Geifer tropfte von ihren Kiefern. Warum mussten solche Dinge nur ihr passieren? Der Größte unter ihnen knurrte laut und er fing an, in seiner widerlichen Sprache zu sprechen. Und schon gingen sie auf die junge Frau los. Es waren zwar ungefähr nur ein halbes Dutzend; nicht viel für eine die Rasse der dunklen Frau, aber sie war geschwächt und der Anführer war einen mächtigen Warg. Was nun? Ihr blieb ja nichts anderes übrig als zu kämpfen. Sie stürzte sich als erstes auf das den Anführer. Würden sie sie in Ruhe lassen, wenn er tot war? Es fing ihren kräftigen Hieb mühelos ab, schleuderte sie in die Luft, fing sie wieder auf und schmetterte sie wie einen Sack voll Mehl auf den steinernen Boden. Die glühenden Augen der Feinde bohrten sich in ihr Blickfeld. Sie spürte nichts mehr, keinen Herzschlag, keinen Schmerz; nur noch tiefste, verzweifelte Angst. „Ich werde sterben“ Allein diese Erkenntnis schoss ihr durch den Kopf. Und alles in ihr wurde schwarz.
Als sie die zweifarbigen Augen wieder aufschlug war es bereits Mittag. Sie erinnerte sich nur schemenhaft an das schreckliche Ereignis letzte Nacht. Sie hatte ja nur jagen wollen. Aber genug davon. Wo war ihr Rudel? Ihre Familie? Lebten sie noch? Warum spürte sie keinen Schmerz? War sie tot? Waren sie tot? Die Frau roch Blut, war es ihr eigenes? Nein, er führte von hier weg, hinweg, in Richtung ihrer Behausung. Sie rannte; spürte nichts; Angst, Schmerz… Was war nur passiert? Sie hatte die dunkle Höhle erreicht. Und dort lagen sie. Ihre gesamte Familie. „Da seid ihr ja. Warum schlaft ihr? Steht auf! Wir wurden angegriffen…“ Sie wartete. Aber die elf schemenhaften Gestalten standen nicht auf. Das würden sie nie wieder tun.
Ich schlug die Augen auf. Ich wünschte es wäre nur ein Traum gewesen. Die Erinnerung schmerzte mich immernoch und meine Wunde wollte auch nicht heilen, was das Vergessen auch nicht leichter machte. Doch Bruchtal war nur noch einen Tagesmarsch entfernt und es wurde sowieso schon wieder Nacht. Am nächsten Morgen werde ich Elronds Haus erreichen, setzte ich mir mein Ziel. Gemeinsam mit dem Hengst machte ich mich auf den restlichen Weg.

Kommentare (6)

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SchattendesTodes (02533)
vor 660 Tagen
WOW das war eine der besten Geschichten die ich bis jetzt gelesen hatte. Ich wünsch dir alles Gute und ich hoffe das noch mehr dieser Geschichten kommen werden. Weiter so ;)
lara (14796)
vor 1116 Tagen
Es war wunder wunder schön. So eine tolle Geschichte habe ich noch nie gelesen. Es war perfekt..

Du hast es super toll gemacht.
Orphera (10951)
vor 1175 Tagen
Perfekt👍👌
Shila (11431)
vor 1235 Tagen
Der Test ist total gut gelungen. Ich habe alle hinter einander gemacht
und finde besonders schön, dass sie am Schluss mit Legolas nach
Valinor segelt.
Cali (11431)
vor 1236 Tagen
Das war super, wo kann ich den nächsten Teil finden ?
Alexa (10685)
vor 1299 Tagen
Du solltest ein Buch schreiben. Das war fantastisch !