Die Geisha und der Verräter - Kapitel 7: Ein Verrat

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1 Kapitel - 1.862 Wörter - Erstellt von: Takara - Aktualisiert am: 2013-02-01 - Entwickelt am: - 1.950 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Itachi hat das grausamste Verbrechen in der Geschichte Konohas begangen: Seine ganze Familie getötet.
Auf seiner Flucht begegnet er Haruka. Wie wird sie es auffassen, dass er ein Krimineller sein soll?

1
Wie jeden Abend hatte ich Tomomi-sama geholfen und habe nun am späten Abend Feierabend. Ich werfe einen Blick zu dem vollen Mond hoch und muss lächeln. Ich mag den Mond. Aus irgendeinem Grund lässt er mich immer wieder an Itachi denken.
Dann überkommt mich plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden. Ich richtige meinen Blick zur Seite und sehe Itachi mitten auf der Straße stehen, mit seiner ANBU-Ausrüstung gekleidet und blutüberströmt. Er ist erschreckend blass und Tränen laufen über seine Wangen. Tränen, die ich nie zuvor gesehen habe.
Ich gehe auf ihn zu, schaue ihn immer wieder vom Kopf bis zu den Zehen an. Woher kommt das ganze Blut? Ist es seines? Was für eine Mission hat er hinter sich?
„Itachi... dieses ganze Blut... was...“ Ich sehe ihm in die Augen, in der Hoffnung dort die Wahrheit zu lesen. „Bist du okay?“
Er lächelt traurig, schüttelt den Kopf kaum merklich und scheint weitere Tränen zu unterdrücken.
„Bitte geh nach Hause, Haruka. Es ist schon spät“, fordert er von mir, ohne auf meine Frage einzugehen. Es muss für ihn schrecklich gewesen sein, was er getan hat. Macht das Leben als Ninja ihn endgültig kaputt? Etwas in seinem Blick beunruhigt mich. Es ist sehe er mich an, schaue aber gleichzeitig in ein Nichts.
„Und wo wirst du nun hingehen?“, frage ich leise. Ich werde das Gewühl nicht los, dass ich Itachi so schnell nicht wieder sehen werde. Dass das hier in einem Abschied enden wird. Er bestätigt diese Vermutung als er seinen Blick zum Boden wendet. Er scheint mit sich zu ringen, unsicher zu sein. Was er tun will und was er tun muss scheinen absolute Gegensätze sein, zwischen denen er sich entscheiden muss - oder viel eher schon längst entschieden hat und es bereut.
„Du warst die ganzen letzten Tage sehr in dich gekehrt, hast niemanden an dich herangelassen“, erkläre ich meine Sorge. Mit einem Mal schaut Itachi auf und wirft einen Blick über die Schulter. Er wirkt wütend auf etwas, gleichzeitig überrascht.
„Lasst ihn nicht entkommen“, brüllt jemand.
Dann mustere ich Itachi noch einmal. Im Dorf, blutbesudelt, mit Tränen in den Augen. Seine Geistesabwesenheit in den letzten Tagen und seine innere Unruhe. Was hat er getan? Er würde nie etwas tun, was dem Dorf schadet.
„Itachi, was ist passiert?“, frage ich ihn leise. Es macht mir Angst. Nicht Itachi, sondern die Situation. Nicht zu wissen, was passiert ist. Warum es passiert ist. Was kann Itachi mir nicht sagen?
„Hier entlang“, wird in der Ferne gebrüllt. Itachi zuckt etwas zusammen und wird unruhig.
„Itachi...?“, starte ich einen weiteren, unsicheren Versuch, ihn zum Reden zu bekommen.
Plötzlich steht er vor mir. Erschrocken taumle ich zurück und werde unmittelbar von ihm in eine feste Umarmung gezogen. Wobei es weniger nur eine Umarmung ist, Itachi klammert sich förmlich an mich. Es ist, als würde er jede Sekunde auseinander brechen können und mit aller Kraft versuchen, stark zu bleiben, obwohl er am Ende seiner Kraft ist. Aber es ist auch eine Umarmung des Abschiedes. Das weiß er und das weiß nun auch ich. Er hat etwas getan, was er nicht hätte tun sollen. Etwas, für das Konoha ihn bestrafen muss, obwohl er es selbst nicht tun wollte.
„Geh nicht, Itachi“, murmle ich. „Bitte! Du bist kein Verbrecher.“ Eine Bitte, der er nicht nachkommen kann. Und trotzdem bitte ich ihn um das Unmögliche. Und ich schimpfe mich seine beste Freundin.
Dann küsst er mich plötzlich. Unvorstellbar sanft und zärtlich, als hätten wir alle Zeit der Welt. Ich kralle meine Hände in seine Weste, erwidere den Kuss und versuche nicht daran zu denken, dass er mir mein Herz in wenigen Sekunden brechen wird. Er wird Konoha verlassen. Es ist uns unmöglich, zusammen zu sein. Aber warum küsst er mich dann? Warum macht er mir Hoffnung, obwohl es hoffnungslos ist?
Er löst den Kuss, behält aber mein Gesicht in seinen Händen. Seine Augen sprechen Bände. Er würde mir gerne noch so viel sagen und alles erklären. Er verrät wie wichtig ich ihm bin und wie sehr er seine Entscheidung und somit sich selbst hasst.
„Verzeih mir!“, bittet er mich kaum hörbar und haucht mir einen Kuss auf die Stirn. „Bitte werde glücklich, Haruka.“
Im selben Moment ist er verschwunden. Es fühlt sich merkwürdig kalt an, hier plötzlich so alleine und verlassen zu stehen. Tränen suchen sich ihren Weg über meine Wangen.
Itachi ist gegangen. Er hat Konoha verlassen. Aber warum? Er würde sich doch nie gegen Konoha wenden. Er liebt seinen Bruder zu sehr, als dass er ihn allein zurücklassen würde. Warum muss er dann gehen?
Meine Beine geben nach und ich falle auf meine Knie. Sämtliche Kraft ist meinem Körper entwichen.
„Wir brauchen hier einen Arzt“, ruft jemand neben mir. Dann wird eine Hand auf meine Schulter gelegt und jemand fordert meine Aufmerksamkeit ein.
„Bist du verletzt?“, fragt ein ANBU. Wahrscheinlich mustert er mich hinter seiner Maske. Eine Maske, die ich schon einmal gesehen habe.
„Sie hatten Itachi zum Hokage bestellt“, murmle ich. Beim Aussprechen seines Namens zieht sich in mir alles zusammen.
„Es tut mir Leid“, antwortet der ANBU. In seiner Stimme höre ich, dass er es auch wirklich so meint. „Ich wünschte, er hätte dieses Verbrechen nicht begangen.“
„Was für ein Verbrechen?“, frage ich.
„Itachi hat...“ Er zögert kurz, atmet dann tief durch und setzt seine Erklärung fort. „Er hat seinen gesamten Clan getötet. Nur seinen Bruder konnten wir noch retten.“ Er macht eine Pause, wahrscheinlich um meine Reaktion zu beurteilen. „Hat er dir auch etwas angetan oder war er im Begriff, dich zu verletzen?“
Entsetzt sehe durch die Löcher der Maske in die Augen des ANBU. „Was? Nein, Itachi würde nie... Das muss ein Irrtum sein. Man muss ihn ausgetrickst haben“, protestiere ich.
„Ich kümmere mich um sie“, meint plötzlich ein Sanitäter ruhig, hockt sich zu mir und schickt den ANBU davon. „Mein Name ist Houshou. Ich werde dich nun ins Krankenhaus bringen, Tomomi informieren und mich um dich kümmern. Du musst keine Angst haben, Miyu. Alles wird wieder gut werden.“ Ich habe ihn schon einige Male im Teehaus gesehen und ihm oft Gesellschaft geleistet. Dennoch wissen wir beide, das nichts wieder gut werden kann. Itachi ist gegangen, daran können weder Houshou-san noch ich etwas ändern.

Die Tage vergehen, in denen ich im Krankenhaus bleibe. Die Ärzte meinen, ich sei psychisch labil, weshalb sie mich nicht entlassen wollen. Mutter und Tomomi besuchen mich jeden Tag und verbringen hier viele Stunden, obwohl wir kaum ein Wort wechseln. Auch Houshou-san ist ab und an hier, um mir Gesellschaft zu leisten.
Auch heute ist er wieder da, sitzt an dem kleinen Tisch am Fenster und erzählt mir etwas aus der Medizin. Dass ich ihm kaum Beachtung schenke, scheint ihn nicht weiter zu stören.
„Miyu?“ Mein Ruf meines Namens zieht meine Aufmerksamkeit zur Tür, die Houshou-san geöffnet hat. Tomomi kommt herein, gefolgt von einem großen, dunkel gekleideten Mann. „Das ist Morino Ibiki. Er möchte dir ein paar Fragen stellen.“ Seine kurzen Haare stehen ab. Er sähe ganz normal aus, wenn da nicht die zwei Narben wären, die seinem Gesicht etwas hartes, gnadenloses geben.
„Tomomi-san, bist du dir sicher, dass sie so weit ist?“, fragt Houshou-san.
„Was sein muss, muss sein“, schimpft Mutter, die plötzlich ins das Zimmer gestürmt kommt. „Wir können sie nicht ewig verhätscheln. Du musst wieder arbeiten gehen, Miyu. Ich verstehe sowieso nicht, was sie zu den Ermittlungen beitragen könnte.“
Morino-san lässt sich von all dem nicht beirren, zieht in aller Ruhe einen Stuhl an mein Bett und mustert mich kurz. „Wie geht es dir, Miyu?“
„Gut“, lüge ich. Dabei drehen sich meine Gedanken nur um Itachi. Wo er ist. Wie es ihm geht. Ob er einsam ist. Was er...
„Man hat mir erzählt, dass du Uchiha Itachi kanntest“, behauptet Morino-san und reißt mich somit wieder aus meinen Gedanken. Er scheint auf eine Antwort zu warten, weshalb ich leicht nicke. „Wart ihr befreundet?“
Ich sehe zur Decke herunter. Waren wir Freunde? Ich dachte es immer. Aber ich mag Itachi auch sehr gerne. Ich frage mich, was ihm der Kuss bedeutet hat. Dasselbe wie mir? Oder war es nur seine Art von mir Abschied zu nehmen.
„Miyu? Warst du mit Itachi befreundet?“, wiederholt Morino-san seine Frage. Wieder nicke ich etwas. „Hat er...“
„Er war das nicht“, murmle ich. „Itachi ist kein Verbrecher. Er tut nichts Unrechtes.“
„Aber er hat den Uchiha-Clan ausgerottet. Sein Bruder hat ihn gesehen, er ist geflohen“, erklärt Morino-san ruhig. „Du hast dich anscheinend in ihm getäuscht.“
Tränen laufen mir über die Wange. Das kann nicht wahr sein. Ich weiß, dass Itachi kein Verbrecher ist. Selbst wenn er seinen Clan umgebracht hat, er hat es nicht freiwillig getan. Man hat ihn gezwungen, davon bin ich überzeugt.
„Er war die letzten Tage in sich gekehrt und nachdenklich. Als müsste er eine Entscheidung treffen. Gleichzeitig hatte ich oft den Eindruck, dass er es bewusst verdrängte. Vor allem...“ Ich halte inne. Darf ich von Itachis Gespräch mit dem Hokage erzählen. Auch wenn ich nichts über den Inhalt weiß, so hat sich Itachi danach so komisch verhalten. Um was war es in diesem Gespräch gegangen? Ob es mit dieser Tat im Zusammenhang steht? Aber warum hätte der Hokage das anordnen sollen? Und warum hätte er das von Itachi verlangen sollen?
„Vor allem was, Miyu?“
„Shisui habe ich schon lange nicht gesehen. Itachi hat ihn auch schon seit knapp zwei Wochen nicht mehr erwähnt. Vielleicht hängt sein komisches Verhalten damit zusammen“, lüge ich. Ich muss unbedingt mit dem Hokage sprechen. Hat das Dorf... Nein, das kann nicht sein. Die dritte Generation würde sich nie... Oder doch?
Hat Itachi den Auftrag bekommen, seine Familie umzubringen? Aber warum musste er dann das Dorf verlassen? Warum wird er als Verräter bezeichnet?
Was ist passiert, Itachi?

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Arya Stark ( 92589 )
Abgeschickt vor 89 Tagen
Schade dass du abgebrochen hast ,hätt ich echt nicht von dir gedacht...
TG (Traurige Grüße)
Arya
Sayuri Daikichi ( 44159 )
Abgeschickt vor 719 Tagen
Wunderschön!!!
Nora Fants ( 89906 )
Abgeschickt vor 950 Tagen
hi OMG das war das beste was ich mit Misaki-Meisterin der Luft je gelesen habe ich habe voll geheuelt und muss sagen das eine welt für mich zu sammen bricht wenn du keine geschichten mehr schreibst ich kann nicht mehr ohne deine geschichten bitte bitte höhr damit nicht auf das währ nett und wie währe es wenn du mal eine geschichte mit Neji das währe toll super mega ;-) danke sehr.
sasura ( 51151 )
Abgeschickt vor 1011 Tagen
Mach weiter xDD ich möchte genauso wie FUfuknuddelipups wissen wie es weiter geht! :c Mach bitte schneeeelll weiter!
Fufuknuddelipups ( 72108 )
Abgeschickt vor 1129 Tagen
Bist du behindert? Ich hab den ganzen [BEEP]n Tag diese extrem geile Storry gelesen und getzt hast du noch krin Ende?! Jetzt aber mal zack zack weiter schreiben. Sonst werd ich noch wahnsinnig. Dass man auch jedem in den [BEEP] treten muss -.-