Eine Vampir Geschichte ( Wenn euch ein Buchtitel einfällt, bitte schreiben. Wäre sehr nett von euch!)

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2 Kapitel - 11.357 Wörter - Erstellt von: Amaya Kina - Aktualisiert am: 2013-01-15 - Entwickelt am: - 4.412 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 6 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

! HIER IST ENDLICH AUCH DAS ZWEITE KAPITEL VIEL SPAß!

An Laura: Wie mir scheint, gefallen dir die Kapitel sehr. Um auf deine Aufforderung zu Antworten: Ich bin schon mitten im dritten Kapitel.

Ich habe mal versucht ein Buch zu schreiben. Wen euch das erste Kapitel gefällt, dann schreibt mir einfach. Natürlich auch wenn es euch nicht gefällt. Tipps und Ratschläge finde ich immer toll.
Wenn euch ein Titel für das Buch einfällt, könnt ihr mir gerne Vorschläge schicken. Klickt einfach auch das blaue Amaya Kina, auf der rechten Seite ganz oben, also "Erstellt von: Amaya Kina" und dann könnt ihr mir eine Email schicken.
Danke

1
Erinnerung an die Vergangenheit

So wie jeder Tag, fing auch dieser damit an, dass ich morgens in meinem Bett aufwachte und verschlafen ins Bad taumelte. Dort wartete, wie auch jeden Morgen, meine beste Freundin Yui auf mich. Ich lebte schon seit acht Jahren bei meiner besten Freundin in einem kleinen Einfamilienhaus in Akayuki, weil meine Eltern ums Leben gekommen waren. Zuerst gab es Diskussionen, ob ich in ein Kinderheim käme oder nicht. Doch dann hat sich Yuis Mutter dazu bereit erklärt mich zu adoptieren. Yui hat ihren Vater und ihre große Schwester mit vier Jahren bei einem Autounfall verloren. Ihre Mutter ist darum auch so stolz, dass ich jetzt so was wie Yuis Schwester bin, um die sie sich kümmern kann und das tut sie auch. Manchmal denke ich, dass sie es übertreibt. Sie legt mir meine Schuluniform raus, macht mir mein Frühstück und mein Pausenbrot, schreib für mich in der Schule die Notizen mit, weil ich ja sowieso nie aufpasse und noch vieles mehr. Ich wusch mir gerade das Gesicht, als Yui mir anfing die Haare zu kämmen. Das tat sie jeden Morgen. Danach verließ sie das Bad für ein paar Minuten und kam mit meiner Schuluniform wieder und legte diese auf den Badewannenrand. Dann erst ging sie aus dem Raum. Ich putzte mir noch schnell die Zähne und stürmte dann die Treppe hinunter in die Küche. Dort nahm ich mir mein Frühstück und setzte mich an den Esstisch. Yui schien schon fertig zu sein, denn sie hatte ihren Teller schon weggeräumt und packte gerade mein Pausenbrot in meine Tasche. „Amaya, bist du fertig?“, fragte sie mich, „Wir müssen los. Die Schule fängt gleich an, oder möchtest du etwa schon wieder zu spät kommen?“ „Nein. Ich komm sofort.“, entgegnete ich ihr und brachte meinen Teller weg. Dann schnappte ich mir meine Schuhe und zog sie mir an. Yui gab mir meine Tasche und wir gingen aus dem Haus. Bevor Yui die Tür schloss rief sie noch ins Haus: „Wir sind dann mal weg, Mama!“ Als Antwort kam dann: „ Okay mein Schatz und pass auf dich und Amaya auf.“ „Ja!“, rief Yui und schloss die Tür. Ich kam mir mal wieder vor wie ein Kleinkind. Also wirklich, als ob ich nicht auf mich selber aufpassen könnte. Unser Schulweg führte durch den schönsten Park der Stadt. Ich schlenderte gemütlich hinter Yui her, als diese plötzlich auf ihre Armbanduhr guckte und erschrak- wir hatten nur noch fünf Minuten. „Man, Amaya! Los Beeilung!“, sagte sie mir, packte mich am Arm und rannte los. Ich hatte große Mühe mit ihr Schritt zu halten. Als wir in der Klasse ankamen, saßen schon alle und schauten uns an- Wir waren also schon wieder zu spät. Ich hörte jemanden „Die sind ja schon wieder zu spät!“ und „Können die nicht auch mal pünktlich kommen?“ sagen. Dieser Ansicht war auch unser Mathelehrer: „Amaya! Yui! Da ihr schon wieder zu spät seid, müsst ihr Nachsitzen!“ „Nicht schon wieder.“, seufzte ich und setzte mich auf meinen Platz. Der Unterricht verlief ganz normal- Yui schrieb für mich die Notizen mit, die wir immer zum Unterricht schreiben müssen und ich passte mal wieder nicht auf und kritzelte Sprüche in mein Heft. Meine beiden Lieblingssprüche, was das Thema Schule betrifft waren: Kennst du einen Ort wo die Sonne nie lacht? Wo man aus Kindern Idioten macht, wo weder Ordnung herrscht noch Tugend… Das ist die Schule, das Grab der Jugend und Schule ist Zeit, Zeit ist Geld, Geld ist Luxus und Luxus kann ich mir nicht leisten. Ich war für meine Sprüche sehr berühmt in der Klasse, aber nicht nur für meine Sprüche, sondern auch dafür, dass ich immer zu spät kam. Ich glaube das ist sogar schon das 10-mal Nachsitzen in zehn Tagen Schule. Nach der Schule mussten Yui und ich fünfzehn Minuten lang nachsitzen. Außer uns waren noch drei Jungs aus der Nachbarklasse und zwei Jungs aus der Oberstufe da. Wir waren immer die einzigen Mädchen hier. Langweilig wurde uns nie. Denn wir schrieben immer Zettelchen mit den Jungs oder uns gegenseitig. Plötzlich schob mir Yui einen Zettel zu. Ich lass in Gedanken:
„ Amaya, könntest du mir bitte endlich erzählen warum du vor acht Jahren zu uns gekommen bist? Immer wenn ich meine Mutter darauf anspreche, wechselt sie das Thema oder sagt mir ich soll dich selbst fragen. Also erzähl es mir, bitte, bitte, bitte!“
„Oh man! Aber sie hat ja Rech. Sie hat das Recht es zu erfahren.“, dachte ich mir, riss einen Zettel aus meinem Block und fing an zu schreiben:
„ Okay, dann werde ich dir jetzt die ganze Geschichte erzählen: Meine Eltern sind vor neun Jahren ums Leben gekommen. So, mehr weiß ich auch nicht!“
Ich schob ihr denn Zettel zu und wusste genau das das eine große Lüge war, aber die Geschichte ist so verrückt, dass ich selbst so langsam beginne daran zu zweifeln. Sie schob mir wieder einen Zettel zu:
„ Ja is klar! Also weißt du nicht warum du damals bei Kiyoshi im Haus warst?“
Als ich wieder zu ihr guckte, schaute sie mich böse an und fing an in ihrem Block Rima aus Vampire Knight zu zeichnen. Zugegeben,- sie kann sehr gut zeichnen. Endlich entließ uns der Lehrer und wir gingen nach Hause. Yui redete immer noch kein Wort mit mir und das nur, weil ich ihr nichts von meiner Vergangenheit erzählen will. Im Nachhinein wäre es wohl doch besser gewesen, es ihr zu erzählen. Ich hoffte doch, sie glaubt mir. Ich blieb stehen und sprach zu ihr: „Hey, Yui! Jetzt warte doch mal“ Erst als sie sich umdrehte sprach ich weiter: „ Ich glaube, ich sollte es dir doch erzählen, was sich vor neun Jahren abgespielt hatte.“ Kaum hatte ich zu Ende gesprochen sagte sie: „ Na endlich!“ und riss mich mit sich. Sie zog mich ins Gebüsch und setzte sich auf einen Stein. Erwartungsvoll starrte sie mich an: „ Hier sind wir ungestört und du kannst mir in Ruhe alles erzählen.“ Ich setzte mich neben sie auf den Stein und begann zu erzählen:
„Also, hört mir jetzt genau zu.“ Okay, das war jetzt überflüssig. Natürlich hörte sie mir genau zu. (das wird jetzt so was wie eine Rückblende aus den Augen der fünfjährigen Amaya)
Ich saß gerade mit meinen Eltern am Esstisch und unterhielt mich mit ihnen über alles Mögliche, als mein Vater plötzlich wie erstarrt aus dem Fenster schaute. Er schaute meine Mutter mit Panik in den Augen an und diese nickte ihm zu. Er stand auf und verließ den Raum. Ich fragte meine Mama was los sei, doch sie bat mich in mein Zimmer zu gehen und alle Fenster und Türen zu verschließen. Ich tat das was meine Mama mir sagte und trottete schweigend in mein Zimmer. Ich holte meinen Hocker unterm Bett hervor, schob ihn vor die Tür und lief zu meinem Kleiderschrank. Ich öffnete die Schranktüren, hob ein paar T-Shirts hoch und holte den Schlüssel hervor. Dann rannte ich wieder zur Tür, stellte mich auf den Hocker und schloss die Tür ab. Nun steckte ich mir den Schlüssel in die Hosentasche und schob den Hocker vors Fenster. Ich stellte mich auf den Hocker und kletterte aufs Fensterbrett und machte das Fenster zu. Doch da hörte ich plötzlich meine Mutter schreien. Sie hatte mir zwar gesagt, dass ich in meinem Zimmer bleiben solle, aber ich wollte der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Also kletterte ich vom Fensterbrett herunter schob den Hocker wieder vor die Türe, holte den Schlüssel aus meiner Hosentasche und schloss die Tür wieder auf. Das Licht im Flur war aus und ich sah nur das Licht im Wohnzimmer brennen. Wieder hörte ich meine Mutter schreien und meinen Vater fluchen. So schnell mich meine zitternden Beine trugen, lief ich ins Wohnzimmer. Wie erstarrt blieb ich stehen. Überall war Blut. Mittendrin lag mein Vater tot auf dem Boden und ein großer Mann mit pechschwarzen Haaren hatte meiner Mutter seine Zähne in den Hals gebohrt. Ich starrte meine Eltern mit Tränen in den Augen an und schrie ganz laut: NEEEEEEEINNNN!“ Der Mann schaute auf und sah mich an. Seine Zähne blieben im Hals meiner Mutter. Meine Mutter schaute mich mit ihren großen traurigen Augen an. Sie hob ihre Hand und sagte zu mir: „Amaya, es tut mir leid, dass du es so erfahren musst, aber es gib Vampire und dein Vater war auch einer.“ Ich sah wie meine Mama immer blasser wurde. „Amaya! Lauf, lauf so schnell du kannst zu deiner Freundin Yui. Ihre Mutter weiß Bescheid. Lauf und komm nie wieder zurück. Ich liebe dich mein Schatz.“ Das waren ihre letzten Worte bevor sie zu Boden fiel. Der Mann hatte sie fallen lassen und kam nun auf mich zu. Ich hatte fürchterliche Angst. Ich wollte wegrennen, doch meine Beine wollten nicht so, wie ich wollte. Der Mann, der sowie meine Mama sagte, ein Vampir war, kam auf mich zu und wollte mich gerade anfassen, als er plötzlich zur Seite geschleudert wurde. Auf einmal sah ich meinen Papa. Aber irgendetwas war anders an ihm, seine Augen… Seine Augen leuchteten blutrot und er strahlte eine so komische Aura aus. Er kam auf den Mann zu und schrie ihn immer wieder an, dass er die Hände von mir lassen solle. Doch der Mann antwortete im immer, dass ich meinem Schicksal nicht entkommen würde. Meinen Papa drehte sich zu mir um und sagte zu mir: „ Tu das was deine Mutter dir befohlen hat, lauf so schnell du kannst zu deiner Freundin Yui und komm nie wieder. Hast du mich verstanden?“ Aus den Augenwinkeln nahm ich wahr, dass der Vampir sich erhob und von hinten auf meinen Papa zu schlich. Ich wollte ihn warnen, doch der Vampir riss ihm den Kopf ab und mein Papa zerfiel vor meinen eigenen Augen zu Staub. Vor lauter Schreck fing ich an zu laufen. Ich lief aus dem Haus und rannte in den Wald. Der Wald war eine Abkürzung zum Haus meiner besten Freundin Yui. Ich hörte den Vampir mir noch hinterher rufen: „ Lauf nur, du kannst mir nicht entkommen!“ Doch ich rannte weiter. Tausend Gedanken schwirrten mir im Kopf herum. Wer war dieser Vampir? Warum hatte er meine Eltern und mich angegriffen? Warum ist mein Papa zu Staub zerfallen und meine Mama nicht? Gibt es denn etwa noch mehr Vampire außer ihm? Ist mein Papa wirklich ein Vampir gewesen? Ich war so in Gedanken versunken gewesen, dass ich die Wurzel nicht bemerkte und zu Boden fiel. Ich landete unsanft auf meinem Bauch. Es tat furchtbar weh. Schnell stand ich auf, doch da bemerkte ich etwas hinter mir. Es war der Vampir. Er kam auf mich zu und lächelte mich hämisch an. Ich bekam wieder furchtbare Angst. War das das Ende? Müsste ich jetzt sterben? Der Mann packte mich und plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Hals. Ich hörte wie er mein Blut trank. Am Anfang hatte ich mich versucht zu wehren, doch ich erkannte schnell, dass es keinen Sinn ergab. Er war viel starker und größer als ich. So langsam wurde alles schwarz um mich herum. Schließlich verschwand mein Bewusstsein.
Ich wurde von zärtlichen Berührungen geweckt. Ich wurde sanft am Kopf und an den Armen gestreichelt. So langsam öffnete ich die Augen und sah in große freundliche braune Augen und in ein ebenso freundliches Gesicht. Es war ein Junge. Er schien älter zu sein als ich. Vielleicht so um die zehn elf. Ich schaute ihn erschrocken an und als er meinen erschreckenden Blick bemerkte sagte er sanft: „ Hab keine Angst. Hier bist du in Sicherheit.“ Er lächelte mich freundlich an. „Wo bin ich hier?“, fragte ich ihn schüchtern. „ Du bist hier bei mir Zuhause.“ „Und wo genau bin ich hier?“ Doch bevor er mir antworten konnte kamen zwei Mädchen herein. Die eine hatte hellblaue Augen und lange gewellte goldblonde Haare, die andere sah ihr sehr ähnlich, man könnte meinen sie seien Zwillingsschwestern. „Ach, da seid ihr ja.“, begrüßte der Junge die beiden Mädchen. Er forderte die beiden dazu auf sich hinzusetzen. Die beiden schienen genauso alt zu sein wie er. Er wandte sich wieder mir zu: „ Wie heißt du eigentlich und wie alt bist du?“ „I-Ich bin Amaya Kina und ich bin fünf Jahre alt!“, antwortete ich ihm immer noch ein wenig schüchtern. „ Dafür das du noch so jung bist, bist du aber ziemlich mutig, so einfach alleine draußen rum zulaufen.“ Er sprach genauso wie meine Mutter. Meine Mutter? Sofort kamen die Erinnerungen zurück. An den Vampir der meine Eltern umgebracht hatte und an meine Eltern. Was war aus dem Vampir geworden? „Wo ist der Vampir hin?“, fragte ich ihn. Die beiden Mädchen starrten mich verwirrt an. „Woher weiß sie, dass es Vampire gibt?“, fragte das etwas kleinere Mädchen von den beiden. „ Ich habe sie vor so etwa drei Stunden vor einem Vampir gerettet. Er hätte ihr beinahe das ganze Blut ausgesaugt.“ „Ach, darum ist sie so voller Blut.“, stellte die größere fest. Als ich zu der kleineren schaute bekam ich einen großen schrecken- ihre Augen waren plötzlich blutrot und sie starrte mich so gierig an. Als der Junge das bemerkte beugte er sich schützend über mich und legte seine Hände behutsam über meinen Kopf. Das größere der beiden Kindern nahm die kleinere am Arm und führte sie nach draußen. Ich schaute den Jungen ängstlich an. „ Was ist mit dem Mädchen?“, fragte ich ihn. „ Sie ist ein Vampir! Genauso wie ihre Schwester und ich auch.“ Bei diesen Worten kam mir ein Schauder über den Rücken und ich bekam wieder schreckliche Angst. „Du musst keine Angst haben, wir tun dir nichts. Wir sind gute Vampire, wenn man das so nennen darf. Sie hatte nur heute noch nichts zum Essen gehabt und darum Hunger bekommen, als sie deinen blutigen Hals gesehen hat. Komm gehen wir dir erst einmal den Hals abwaschen.“ Er nahm mich vorsichtig auf seinen Arm und trug mich ins Badezimmer. Dort ließ er mich runter, holte einen Waschlappen heraus, machte ihn nass und wartete bis ich mir mein T-Shirt ausgezogen hatte. Aus irgendeinem Grund war mir es gar nicht peinlich mich vor einem Jungen auszuziehen. Mir war das nämlich sonst immer sehr peinlich. Er kam auf mich zu und wusch mir den Hals vorsichtig mit warmem Wasser ab. Er schaute sich die Bisswunde an und holte ein Pflaster heraus. „So, dass sollte erst einmal reichen.“ „ Wie heißt denn du eigentlich und wie alt bist du? Ich schätze dich so zehn elf.“ Schon wieder lächelte er mich so freundlich an: „ Ich bin Kiyoshi Kato und bin neun Jahre alt.“ Da hab ich mich wohl um ein Jahr verschätzt, aber er ist noch ziemlich jung. „ Wer sind denn die anderen beiden?“, wollte ich noch von ihm wissen. „ Das waren Kazumi und Kumiko Ito. Die beiden sind Zwillingsschwestern und sind sieben Jahre alt.“ „ Dass sie Zwillinge sind sieht man ihnen an.“ Ich betrachtete den hübschen braunhaarigen Jungen vor mir und wunderte mich warum er so hübsch war. Wenn ich genauer darüber nachdenke, die beiden Mädchen sahen auch ziemlich hübsch aus. Ich wurde von einem klopfen an der Tür aus meinen Gedanken gerissen. Eine wunderschöne zierliche Frau kam ins Badezimmer herein und als sie mich sah kam sie besorgt auf mich zu. „Hallo meine kleine! Hast du gut geschlafen? Tut deine Wunde noch weh?“, fragte sie mich besorgt. „ Nein sie tut nicht mehr weh, aber wo bin ich denn hier eigentlich genau?“ Die schwarzhaarige Frau nahm mein T-Shirt und ging aus dem Zimmer. „Wo geht sie denn hin und warum will mir niemand sagen wo ich hier bin.“, fragte ich den Jungen, der so weit ich mich noch an seinen Namen erinnern konnte, Kiyoshi hieß. Er zuckte mit den Schultern und erklärte mir, dass seine Mutter ihm verboten habe es dir zu erzählen. Warum wüsste er auch nicht. Er gab mir ein T-Shirt, das ihm gehörte und half mir es anzuziehen. Das T-Shirt war mir ein bisschen zu groß. Dann nahm er meine Hand und führte mich aus dem Badezimmer in sein Zimmer. Wir gingen einen langen weißen Flur entlang. Überall standen weiße Kerzen und rote Rosen. Er führte mich eine Holztreppe hinauf, die bei jedem Schritt knarrte. Oben angekommen ließ er meine Hand los und rannte auf einen kleinen schwarzen Fellball zu. Doch plötzlich bewegte sich der Fellball und ich erkannte eine kleine schwarze Katze mit weißen Pfoten und einem Glöckchen um den Hals. Sie rieb ihren Kopf an seinem Bein und schnurrte dabei. „ Das ist meine Katze Tomoya.“, erklärte Kiyoshi mir, „Möchtest du ihn mal streicheln?“ Ich nickte, kniete mich zu der Katze herunter und streckte ihr meine Hand entgegen. Er schnupperte kurz daran und schmiegte nun auch seinen Kopf an meine Hand und ließ sich von mir streicheln. Vor lauter Freude musste ich die ganze Zeit lachen. Ich liebte Katzen einfach über alles. Nach einiger Zeit nahm Kiyoshi mich dann wieder an die Hand und zeigte mir sein Zimmer. Es war ein sehr großes und schönes Zimmer. Es hatte Parkett und rote Wände. Sein Zimmer war sehr aufgeräumt und er hatte sehr viele Bücher. Als ich genauer hinschaute erkannte ich, dass es nur für Kinder schwer zu verstehende Sachbücher waren. Ich fragte mich wie er so etwas nur lesen konnte. Doch bevor ich ihn fragen konnte zog er mich aufs Bett und sagte: „Amaya, warte hier kurz auf mich. Ich bin sofort wieder da.“ Und schon war er weg. Ich schaute auf die Uhr an der Wand und stellte fest, dass es schon 23:47 Uhr war. Hatte ich nicht noch vor wenigen Stunden mit meinen Eltern gefrühstückt? Bei den Gedanken an meine Eltern musste ich wieder weinen. So wartete ich unzählige Minuten auf Kiyoshi, doch er kam nicht. Schließlich legte ich mich hin und schlief ein.
Verschlafen öffnete ich die Augen. Ich schaute mich im Zimmer um. Es war Kiyoshis Zimmer. Das heißt, dass das gestern also kein Traum war. Meine Eltern wurden von einem Vampir umgebracht und ich war bei Fremden untergekommen. Ich stand auf und schaute auf die Uhr. Es war 7:34 Uhr. Ich tapste aus dem Zimmer und trottete den langen Flur entlang. Auf einmal sah ich Tomoya. Er kam auf mich zu und ließ sich von mir streicheln. Da hörte ich plötzlich eine mir sehr vertraute Stimme meinen Namen rufen: „AMAYA! AMAYA?“ Ich erkannte die Stimme sofort. Du warst das. Ich ging langsam die Treppe hinunter. Unten sah ich Kiyoshi, seine Mutter, dich und deine Mutter. „ Psst! Sonst weckst du noch Amaya.“, hörte ich Kiyoshi sagen. Hinter mir maunzte plötzlich Tomoya und alle schauten zur Treppe. „ Ah! Da bist du ja endlich. Wir haben schon auf dich gewatet.“, sagte Kiyoshi. „Hallo, Amaya!“, riefst du mir entgegen und ranntest auf mich zu. Du umarmtest mich stürmisch und ich war im ersten Moment etwas verwirrt. Wieso waren sie hier? Woher wussten sie, dass ich hier war? Du nahmst mich an die Hand und zogst mich die Treppe hinunter zu deiner Mutter. „ Geht es dir wirklich gut?“, wurde ich besorgt von deiner Mutter gefragt. „Ja, mir geht es sehr gut.“ Ich sah wie Kiyoshi mich freundlich anlächelte. „Ich habe sie angerufen, damit sie dich abholen kommen.“, sprach er mich freundlich an. „Woher weißt du dass ich sie kenne und woher kennst du ihre Nummer?“, fragte ich ihn verwirrt. Er antwortete mir ruhig: „ Sie sind gute Bekannte von meiner Familie und du hast im Schlaf immer wieder „Ich muss zu Yui“ und „ Wo bist du Yui. Ich brauch dich“ gesagt.“ Ich spürte wie ich leicht rot im Gesicht wurde. Ich hoffte doch sehr, dass ich nicht noch mehr gesagt hatte. „Also, Amaya. Kommst du dann mit uns?“, fragte mich deine Mutter Nana. Ich nickte kurz. Nana und du verließen das Haus. Ich wollte gerade nach draußen gehen, als ich plötzlich am Arm gepackt wurde. Ich drehte mich panisch um und hinter mir standen die beiden Zwillinge von gestern. Wie hießen sie noch gleich? „ Oh! Hallo Kumiko! Hallo Kazumi!“, begrüßte Kiyoshi die beiden. „ Los Kazumi! Du wolltest ihr doch etwas geben.“, forderte die größere die kleinere auf. „Ja!“, bejahte diese und holte etwas aus ihrer Hosentasche hervor. Dann kam sie auf mich zu und legte mir etwas um den Hals. Es war eine silberne Kette mit einem silbernen Katzenkopf. Meine Augen weiteten sich und ich strahlte übers ganze Gesicht. Vor lauter Freude umarmte ich sie. Sie starrte mich mit großen Augen an und sagte: „ Es war schön, dass du hier warst. Du hast uns gezeigt, dass es auch gute Menschen gibt.“ Ach ja! Sie waren ja alle Vampire. Das hatte ich total vergessen. Ich ließ sie los und rannte zur Tür. Dort drehte ich mich noch einmal um und winkte ihnen zum Abschied noch einmal zu. Dann rannte ich aus dem Haus zu dem roten Auto, wo ihr schon auf mich gewartet habt, stieg ein und fuhr mit euch nach Hause. Nach einem Jahr und vielen Diskussionen adoptiertet ihr mich und seit dem lebte ich bei euch.
(Zurück in der Gegenwart, bei der 14-jährigen Amaya)
„So, dass ist alles woran ich mich erinnern kann. Ich hoffe doch du glaubst mir auch das mit den Vampire.“, sagte ich ihr. „Du, ich glaub ich muss dir da etwas gestehen. Ich weiß nämlich schon lange, das es Vampire gibt.“, gestand sie mir. „WAS? Und warum hast du mir nie etwas davon erzählt.“ „Na du hast mir ja auch nie etwas über deine Vergangenheit erzählt.“ Plötzlich mussten wir beide anfangen zu lachen. „ Deine Mutter hat meiner Mutter in das Geheimnis deines Vaters eingeweiht. Sie sagte außerdem noch, dass wenn du eines Tages alleine vor unser Tür stehen solltest und irgendetwas von Vampiren erzählen solltest, dass wir dich dann aufnehmen sollen. Na ja, warum weiß ich auch nicht. Vielleicht weiß meine Mutter ja mehr, sollen wir sie fragen gehen?“ „Nein, lieber nicht. Es wird wohl einen Grund geben, warum ich nicht erfahren sollte, dass es Vampire gibt.“ „Wenn du meinst, aber wir sollten langsam mal nach Hause gehen. Es wird schon Dunkel draußen.“, meinte Yui zu mir und wir gingen nach Hause. Ich war so glücklich endlich meine Vergangenheitsgeschichte bei Jemand losgeworden zu sein, der mir dazu auch noch glaubt, aber es beunruhigt mich, was der Vampir, der meine Eltern getötet hat, zu mir gesagt hat. Ich würde meinem Schicksal nicht entkommen. Also wir zu Hause ankamen, brannte im ganzen Haus Licht. Kaum hatte Yui die Tür geöffnet, kam uns Yuis Mutter Nana wütend entgegen: „Wo wart ihr? Wie oft habe ich euch schon gesagt, dass ihr nachts nicht alleine raus gehen sollt?“ „Entschuldigung Mama, aber Amaya hat mir endlich etwas über ihre Vergangenheit erzählt.“, versuchte Yui ihrer Mutter zu erklären. Oh man! Wie sie „endlich“ betonte. Nana wandte sich zu mir: „ Du hast ihr deine ganze Vergangenheitsgeschichte erzählt?“ „Ja, das habe ich!“, gab ich ihr zu Antwort. Plötzlich umarmte sie mich und meinte wie schön es doch sei, dass ich endlich mit Yui darüber gesprochen habe. Nach dem Abendessen machten Yui und ich uns Bett fertig und legten uns in unsere Betten. Kurz bevor ich einschlafen konnte, kam Nana in unser Zimmer. „Hört mal, ihr zwei. Ich habe deiner Mutter, Amaya, versprochen, dass ich dich, wenn du dich bereit fühlst, auf das Internat Kato schicke.“ „ Ist das nicht das Internat, das den Katos gehört?“, wollte Yui von ihrer Mutter wissen. Kato? Woher kam mir dieser Name nur bekannt vor. Ach ja! Kiyoshi Kato! Der Junge, der mich laut seiner Aussage vor dem bösen Vampir gerettet hatte. Aber warum erst, wenn ich mich bereit fühle? „Nana? Warum meintest du eben, erst wenn ich mich bereit fühlen sollte, darf ich auf das Internat? Was ist denn damit?“ „Genau, Mama. Was meinst du damit?“, wollte auch Yui wissen. „ In diesem Internat wir Amaya im Laufe der Zeit alles über ihre Vergangenheit, ihre Aufgaben und über ihr Schicksal erfahren.“ „Darf ich denn mitkommen? Jetzt wo Amaya mir endlich alles über ihre Vergangenheit erzählt hat, darf ich sie doch nicht alleine mit ihren Problemen lassen.“ „Wenn Amaya damit einverstanden ist. Amaya?“ Ich wollte etwas sagen, doch ich konnte nicht. Was würde mich wohl auf diesem Internat alles erwarten. Nach einigen Minuten konnte ich wieder reden. „Natürlich darf Yui mit. Nein, sie darf nicht sie muss. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht verstand, fingen die beiden an zu lachen. Nachdem Nana gegangen war, legten Yui und ich uns schlafen. Morgen war der große Tag. Wir würden morgen Mittag zum Internat Kato fahren. Nana hatte uns dort schon angemeldet. Da sie sich so gut mit den Katos verstand, war das kein sonderlich großes Problem gewesen. Es dauerte gefühlte Stunden, bis ich endlich einschlafen konnte.

Kommentare Seite 1 von 1
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Idra ( 8.150 )
Abgeschickt vor 182 Tagen
Die Story ist super. Man merkt das du Mangas und/oder
Animes gern hast . Die Geschichte ist logisch nachvollziehbar und mal etwas komplett anderes . Ich empfehle dir Autor für solche Bücher zu werden , denn du hast wirklich Talent . Bin gespannt wie es weiter geht mit Amaya (und Katsumi :)) Viel Erfolg!!!!!
sabsen 15.18 ( 98.27 )
Abgeschickt vor 812 Tagen
Schreib bitte die Geschichte weiter.
Jojo ( 48.28 )
Abgeschickt vor 872 Tagen
Schreib bitte weiter!!!!! Ich find die geschichte super. Schreib aufjedenfall weiter!!!!bittttttttteeeeee
Dark Angel ( 36.71 )
Abgeschickt vor 1002 Tagen
WEITER!!!! SCHREIBEN!!!!
WEITER SCHREIBEN!!
BBBIIITTTTEEE !!!
jenny ( 14.24 )
Abgeschickt vor 1025 Tagen
Schreib bitte weiter