Zwei Gesichter - Teil 23 (2. Staffel)

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2 Kapitel - 2.296 Wörter - Erstellt von: Liamera - Aktualisiert am: 2012-12-15 - Entwickelt am: - 2.341 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Rückblick zu Teil 22:

Dann flüchtete ich.

Hidan wartete bereits und einige Sekunden später tauchte auch Itachi auf.

Ohne viele Worte zu wechseln liefen wir so schnell wir konnten zurück zum Hauptquartier.



Schade.

Hätte ich nicht gerade eine Mission gehabt, hätte ich gerne noch eine Weile in Suna verbracht - am liebsten mit Itachi.

1
Balsam für's Herz

"Ok ich bin dann weg, bis später." rief ich Deidara laut zu.
Dann drehte ich mich um, zupfte meine Kleidung zurecht und atmete tief durch.
Heute hatte ich einen Ausflug zu Neko geplant. Lange Zeit war ich schon nicht mehr bei ihr.
Sie würde wütend sein, dem war ich mir sicher.
Vorher durfte ich mir dann aber von Isami und Sukiyo anhören wie rar ich mich gemacht hätte.
Wenigstens hatte ich diesmal einen Fisch wie man ihn selten sah.
'Kisame hatte ihn mir am Vortag besorgt.
Ich hatte ihn kühl gehalten doch wie ich Neko kannte würde sie es als Beleidigung sehen, dass ich ihr einen Fisch brachte der älter als einen Tag war.
Aber es nützte nichts, da müsste ich nun durch.

So beschwor ich meine beiden Schwestern und prompt erschienen sie - zumindest eine.
"Isami." verdutzt schaute ich die Leopardin an ehe ich mich tief vor ihr verneigte, wie man es eben so tat.
Sie bedachte mich mit einem ganz knappen Kopf nicken und schaute mich schnippisch an.
"Sag - wo ist Sukiyo?" fragte ich sie sofort.
Isami fauchte.
"In letzter Zeit rufst du Sukiyo häufiger denn je, woher soll ich dann wissen wo sie ist?" schimpfte sie sofort.
Ich schaute sie verwirrt an.
"Sukiyo gerufen? Ich habe Sukiyo mindestens genauso lange nicht gesehen wie dich, was redest du da?" fragte ich verdutzt.
Isami schaute mich lange an. Dann begann sie zu schnurren.
Sie packte sich den riesigen Fisch an der Schwanzflosse und so verschwand ich mit ihr in die eisigen Weiten ihrer Welt
Ich schlang meinen Mantel enger um meinen Körper.
Ich war die eisige Kälte einfach nicht mehr gewöhnt.
Neko würde das wieder als die Schwäche der Menschen sehen der ich mich aussetzte.
Ich musste schwer seufzen.
Langsam ging ich mit Isami zu Nekos Bau.
Die Leopardin hatte schwer mit dem Fisch zu kämpfen, helfen lassen wollte sie sich aber auch nicht.
"Du Isami sag mal, was ist denn mit Sukiyo?" fragte ich sie auf den Weg zu Neko.
Durch die zusammengebissenen Zähne versuchte sie zu antworten.
"Die ischt kaum mehr hier, immer schagscht schie schie wäre bei dir."antwortete diese undeutlich.
Ich würde Neko gleich einfach fragen.
Es war nicht Sukiyos Art zu lügen.
Jetzt aber wusste Isami das ich von nichts wusste, decken konnte ich die junge Leopardin nicht mehr.
Es wunderte mich generell, dass Neko nicht bemerkte, dass ihre eigene Tochter sie anlog.

Nun stand ich also vor der riesigen Höhle Nekos und würde mir gleich etwas anhören dürfen.
Nekos raues Brummen verriet, dass sie bereit war uns zu empfangen.
Anders als beim letzten Mal legte diesmal Isami mein Geschenk vor ihr nieder und zog sich zurück.
Auch wenn Neko ihre Mutter war, war Neko eine Königin.
Dem war sie sich bewusst und so wollte sie auch behandelt werden.
Niemand außer ihren Kindern, zu denen sie mit der Zeit auch mich zählte, durfte ihr so nahe kommen ohne Gefahr zu laufen sie zu reizen.
Viele Kämpfe hatte ich mit Neko ausgetragen doch die Leopardin war alt.
Sie war lange nicht mehr so wendig, ihr Fell war nicht mehr so seidig und glatt sondern wurde langsam stumpf.
Wir durften aufblicken und jetzt erst fiel mir auf, das Neko um einiges gealtert war.
Ihr kluger Blick wirkte ein wenig glasig und auch ihre Standpauke wirkte schwach.
"Da sehe ich dich Ewigkeiten nicht, rieche diesen schlechten Fisch auf hunderte Kilometer Entfernung und dann bringst du mir deine Schwester nicht einmal mehr mit." schimpfte sie laut.
Für Nekos Verhältnisse waren das sehr freundliche Worte.
Ich wartete bis sie sämtliche Kommentare zu dem Thema losgeworden war ehe ich zu sprechen begann.
"Mama du weisst das es schwierig ist in der anderen Welt einen ordentlichen Fisch zu fangen, sei bitte gnädig. Was mit Sukiyo ist würde ich gerne von dir wissen. ich habe sie genauso lange nicht mehr gesehen wie ich dich und Isami nicht mehr sah, da tust du mir unrecht und während ich dir das sage wirst du wissen das ich dich nicht anlüge. Außerdem zählt es doch nur das ich jetzt hier bin oder?" begann ich.
Neko lies mich aussprechen doch spürte ich den aufsteigenden Groll in ihr.
"Ich weiss nicht was Sukiyo tut und es tut mir weh dir sagen zu müssen, dass ich sie so lange nicht sah. Egal wieso Sukiyo dies tut sie hat sicher ihren Grund dazu, sei bitte gnädig." flehte ich beinahe.
"Du klingst wie einer dieser weinerlichen Menschen, wieso macht ihr mir nur alle solche Schande?" schimpfte Neko.
Isami winselte leise. Nichts war für sie schlimmer als so etwas aus dem Mund ihrer Mutter zu hören.
"Warum bist du heute hier?" fragte Neko nun. Sie schien sich selber von dem Thema Sukiyo ablenken zu wollen.

"Mittlerweile ist Kisame wieder ganz fit und mein Training mit Itachi habe ich beendet. Ich denke, dass ich wirklich vieles dazu gelernt habe." schloß ich nach mehreren Stunden erzählen endlich die Geschichte der vergangenen zwei Jahre.
"Diesen Kisame würde ich zu gern einmal kosten." neckte Neko mich. "So einen Fisch gab es sicherlich noch nie bei uns." fügte sie vergnügt hinzu.
Ich lachte laut auf. "Der wäre dir viel zu zäh, glaube es mir." sagte ich.
Neko stupste mich mit ihrer riesigen Nase an.
"Und dieser Itachi scheint dir auch sehr gut zu tun." stellte sie nun fest.
Instinktiv senkte ich den Kopf als ich rot anlief.
"Dieses menschliche Verhalten beweist mir, dass ich recht haben muss." sagte sie nun.
Doch der Vorwurf in ihrer Stimme fehlte.
Mit wachsendem Alter schien Neko weich zu werden.
Mir wurde schmerzlich bewusst, dass Neko nicht weitere zehn Jahre schaffen würde.
"Na na na was denkst du mir denn da." schimpfte die Leopardin mit mir. "Bevor es so weit ist werde ich noch einmal in einem Kampf an deiner Seite kämpfen, dass haben wir uns geschworen." erinnerte sie mich.
Vor vielen Jahren wäre ich beinahe umgebracht worden. Isami und Sukyio waren noch kleine Kitten und schafften es kaum einander zu beschützen. Damals war Neko aufgetaucht und mit ihr zusammen hatte ich den Kampf gemeistert. Es kam nie vor, das Neko persönlich etwas tat.
Damals schworen wir uns, das ganze irgendwann zu wiederholen um allen zu beweisen wozu ein Ninja und sein vertrauter Geist fähig waren.
Es waren Kindheitsträume doch Neko hatte diesen scheinbar nie vergessen.
So nickte ich ihr zu.
Meine geliebte Neko. Was wäre nur ohne dich aus mir geworden.
"Ich weiss, dass du die Menschen für schwach hältst und du sicherlich auch an Itachi etwas zu mäkeln hättest. Aber es geht mir so gut wie lange nicht mehr. So viele Nächte sitze ich einfach bei ihm, sehe ihn an, rede mit ihm." schwärmte ich Neko vor.
"Damals hatte ich wirklich Sorge, dass du es nicht packen würdest was passiert ist. Dieser Mann belehrt mich eines besseren, ich verneige mich vor ihm."
Und da senkte Neko tatsächlich ihren riesigen Kopf.
"Oh Neko..." mehr konnte ich nicht sagen.
Ich packte mir ihren großen Kopf so gut ich es konnte, verbarg mein Gesicht in ihrem warmen, dichten Fell und kuschelte mich an sie.

Doch wurden wir gestört.
Neko knurrte, sie schien böse.
Herein spaziert kam Sukiyo, den Kopf tief gesenkt.
Sie musste gerochen haben, dass ich in der Nähe war und ihre Lüge aufgeflogen war.
Scheu, ängstlich und bedrückt kam sie zu uns.
Neko wartete ab, grüßte sie nicht einmal und sagte nichts.
Ich sah die junge Leopardin sorgenvoll an.
"Wo warst du?" fragte Neko nun eisig kalt.
Scheu und ängstlich blickte Sukiyo auf, sah ihrer Mutter dabei aber tief in die Augen.
"Weg." antwortete sie knapp.
"Wo warst du?" fragte Neko noch einmal.
"In der Menschenwelt." antwortete Sukiyo nun.
"Wer hat dich gerufen?" fragte Neko weiter. Ihre Stimme war immer noch schneidend kalt.
"Niemand." gab Sukiyo zurück.
"Und wieso gehst du dann?" fragte Neko nun wieder.
"Weil ich es für wichtig und richtig hielt mit einem Menschen zu sprechen. Es hat lange gedauert bis ich ihn fand aber nun habe ich meine Aufgabe erledigt."
"Es geht nicht darum was für dich wichtig oder richtig ist. Du bist mit Kaya den Vertrag eingegangen und mit niemandem sonst. Wenn du dir diesen Fehltritt noch einmal erlaubst war es der letzte in deinem kurzen Leben." fauchte Neko nun mit einer ungebrochenen Autorität.
Hoch erhobenen Hauptes neigte Sukiyo ihren Kopf und verließ die Höhle.
Ihr war anzusehen, dass sie dies viel Überwindung kostete, die Angst war ihr ins Gesicht geschrieben.
"Wenn Sukiyo so reagiert wird sie sicher ihren Grund gehabt haben." versuchte ich Neko zu beruhigen.
Diese schnaufte verächtlich.
Neko war scheinbar schwer enttäuscht.
Ich würde ihr nun ihre Ruhe lassen, sie sollte sich nicht aufregen.
So verschwand ich recht bald wieder.

"Kaya wo warst du, ich habe dich gesucht." rief Kisame schon von weitem.
"Ich war bei Neko." antwortete ich fröhlich.
Ich schritt auf meinen besten Freund zu und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange.
"Alles ok, mach dir keine Sorgen." beruhigte ich ihn.
Er schien zufrieden und grinste.
"Wo ist Itachi?" fragte ich nun.
"Der müsste drin sein. In letzter Zeit hat er sein Mangekyo wieder zu oft benutzt, ich denke er wird sich ausruhen." antwortete Kisame auf meine Frage.
Ich nickte ihm dankend zu und verschwand im inneren des Hauptquartiers.
Zielstrebig ging ich in die Küche und kochte einen Tee.
Dann setzte ich eine Karottensuppe auf.
Meine wahre Mutter hatte mir damals immer gesagt, dass ich davon mindestens so gute Augen wie Neko bekäme.
Und sie hatte recht behalten. Ob es an den Karotten lag sei dahingestellt gewesen aber schaden konnte es nicht.
Nachdem ich nun mit ein wenig Suppe, einem Wurzeltee und einigen Pillen auf einem Tablett vor Itachis Zimmer stand wurde mir zunächst ganz mulmig doch ich wollte den Plan durchziehen.
Leise öffnete ich die Tür zum Zimmer des Uchia.
Automatisch aktivierte sich meine Augen.
Itachi lag auf dem Rücken in seinem Bett, sein Kopf war der Tür zugewandt und meine blauen Augen trafen auf die seinen roten.
"Itachi ich bin es nur, bitte hör auch mich mit dem Sharingan anzuschauen." bat ich.
Es dauerte einen Moment bis er meiner Bitte nachkam und sich entspannte.
Ich stellte das Tablett vorsichtig auf seinem Schreibtisch ab und stellte meine Mitbringsels darauf ab.
Dann reichte ich ihm den Teller Suppe.
Trotz der Dunkelheit erkannte ich, dass er sie langsam und bedächtig aß und keine Miene verzog.
Auch die Pillen um deren bitteren Geschmack ich wusste, nahm er ohne jede Diskussion.
"Du solltest es langsamer angehen." warnte ich den jungen Mann.
Ich hatte vorgehabt, ihn wirklich zu ermahnen, ihm ins Gewissen zu reden das er sich damit nur schadete doch fielen mir Thamas Worte wieder ein.
Er selber wusste wohl am besten was er tun konnte und was nicht.
Dennoch beschloß ich, ein Auge auf ihn zu werfen.
Immerhin hatte er mich beschützt, hatte mich bewacht.
Nun war ich dran ihm ein bisschen dieser Fürsorge zu geben.
Und das tat ich gerne.
Itachi tat mir unheimlich gut.
Ich würde alles daran setzen ihm wenigstens ein wenig davon zurückzugeben.

Kommentare Seite 1 von 1
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Otakugirl ( 94141 )
Abgeschickt vor 430 Tagen
Omfg ich bin bei teil 14 und denke mir nur so: giga facepalm!!!! Wie kann kakashi nur so abgrundtief bescheuert sein aber sooo o eine geile Story ich hänge an den Zeilen
Hiko Nanashi ( 08807 )
Abgeschickt vor 666 Tagen
Diese Geschichte war einfach wundervoll. (Wundervoll ist maßlos untertrieben aber egal...) Ich konnte nicht aufhören zu lesen und meine Mutter musste mir das Handy gewaltsam aus der Hand reißen damit ich zum essen komme...Großes Lob und viel Erfolg beim erstellenweiterer ffs. Weiter so! :D
Scatty-chan ( 33960 )
Abgeschickt vor 804 Tagen
Ich liebe diese Geschichte! Vielen Dank fürs schreiben! :D ^^
Tanja ( 59062 )
Abgeschickt vor 951 Tagen
Die letzten 3 Kapitel hab Ich nicht gelesen. Ich trauere Immernoch um Hidan Und sogar um itachi obwohl Er Mir egal war bevor Ich zu lesen begonnen Habe. Selbst Auf shikamaru hab Ich einen leichten hass. Einfach wunderbar traurig. Bitte bitte mach Auch eine Geschichte wo Die haupperson Auf Hidan steht.
LuniiStar ( 31516 )
Abgeschickt vor 987 Tagen
Bitte weiter schreiben! Ich lese sooo gerne deine FF
Anime-Fan ( 25325 )
Abgeschickt vor 1052 Tagen
Bitte schreib weiter ich halte es sonst nicht mehr aus! ★
Nightcoregirl ( 99671 )
Abgeschickt vor 1161 Tagen
Die Geschichte ist so schön. Ich muss weinen. ★
Laura ( 07743 )
Abgeschickt vor 1189 Tagen
Wie spannend mach unbedingt weiter!!!!!!
lea ( 53167 )
Abgeschickt vor 1205 Tagen
das ist eine sehr tolle geschichten und ich glaub das war die erste geschichte wo ich weinen musste. ich fande das das ein würdiges Ende ist aber ich fände es besser wenn du die geschichte weiterschreiben würdest
eleanor ( 66147 )
Abgeschickt vor 1215 Tagen
höre bitte nicht auf