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Sonne & Regen TEIL 2

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7 Kapitel - 7.466 Wörter - Erstellt von: Laramaus69 - Aktualisiert am: 2012-11-15 - Entwickelt am: - 5.956 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Lest selbst ;)

    1
    Was bisher geschah:Madeline Michelle Blanchard ist die ehemalige Leiterin der Abteilung für magische Strafverfolgung. Doch der Alltagstrott nervt sie
    Was bisher geschah:

    Madeline Michelle Blanchard ist die ehemalige Leiterin der Abteilung für magische Strafverfolgung. Doch der Alltagstrott nervt sie, also nimmt sie die Stelle als Lehrerin für magische Rechte in Hogwarts an. Sie kommt sogar mit ihrem Ex-Freund Severus Snape wieder zusammen! Aber leider besucht sie Albus Dumbledor zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie sieht mitan wie er ermordet wird, besser gesagt: Sie sieht zu viel! Und muss nun schmerzlich erkennen, dass Severus ein Todesser ist. Damit sie nichts ausplaudert wird sie verschleppt und soll Lord Voldemort die Treue schwören…

    2
    Gefesselt, Geknebelt, Gefangen! Als ich meinen Job gekündigt habe, hätte ich nicht gedacht dass ich irgendwann einmal in einem der vielen Kerkerzimm
    Gefesselt, Geknebelt, Gefangen!


    Als ich meinen Job gekündigt habe, hätte ich nicht gedacht dass ich irgendwann einmal in einem der vielen Kerkerzimmern von Malfoy Manor lande. Ich hätte eigentlich nicht gedacht dass ich irgendwo bei einem Todesser lande! Auch wenn ich Lucius schon oft im Ministerium getroffen hatte (Natürlich rein obligatorisch!), muss ich mir eingestehen, dass ich mehr als überrascht war, als er aus Askaban flüchtete.
    Die Tür knarrt leicht als jemand sie aufmacht, ich zucke zusammen. Schon fast hätte ich meinen Kopf an der Wand angeschlagen. Ein kreischen bildet sich im meinem Mund. Mit Fesseln an den Handgelenken und an den Fußknöcheln, dazu noch mit einem geknebelten Mund, fällt es mir nicht gerade leicht zu fliehen. „Wie ich sehe, bist du wach!“ bemerkt Lucius Malfoy. Ich schaue nur auf den Boden. „Hast du Hunger, Durst?“ Nickend sehe ich zu ihm auf. Ich habe große Angst von Lucius, habe ich schon immer gehabt. Ich finde er hat was Gespenstisches an sich. Und ihm nun so hilflos ausgeliefert zu sein macht es auch nicht gerade besser. „Gut, ich werde dir jetzt die Fesseln abnehmen, wenn du wegläufst, werde ich gezwungen sein dich zu töten“ warnt er mich schon fast gelangweilt, ob er sowas öfter sagt? Wieder nicke ich. Eine Möglichkeit zur Flucht würde sich schon bieten, doch “es ist klüger abzuwarten“: Der erste Merksatz in der Aurorenausbildung. Ohne Widerstand also, lasse ich mich die Marmortreppe raufführen und nehme am Küchentisch Platz. Vorgesetzt bekomme ich einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce und ein Glas Orangensaft. Zuerst traue ich mich nicht zu essen, finde es aus irgendeinem Grund als äußerst unhöflich. Aber als Lucius das gleiche aus der Küche holt und sich auch an den Tisch setzt, fange ich unverfroren an. „Andante“ bemerkt Lucius „Schmecken sie dir?“ Was sollte ich darauf jetzt bitte antworten? „Sie sind… Anders!“ sage ich und wickele noch eine Portion Spaghetti auf meine Gabel. Sie waren total versalzen! „Wie überaus… Edel von dir meine Kochkünste nicht zu beleidigen“ Er schenkt sich noch ein Glas Orangensaft ein.


    „Lassen sie mich raten: Sie sollen dafür sorgen dass ich am Donnerstag schön still bin, zu ihrer Marionette werde und vor allem Voldemort nicht die Augen auskratze, habe ich da etwa Recht, Mr. Malfoy?“
    „Du sagst seinen Namen, mutig… Aber ja, es stimmt. Und? Wirst du kooperieren?“

    „Ganz sicher nicht. Ich werde, wenn sie es genau wissen wollen, am Donnerstag so austicken, dass sie froh sein können, wenn sie lebend rauskommen!“

    „Wie überaus einfallsreich, was ja nicht überraschend ist, bei so einer schlauen, schönen Frau“

    „War das jetzt gerade ein billiger Anmachspruch von ihnen, oder einfach nur eine Bemerkung um mich zu reizen?“

    „Wer weiß... Aber da wir schon bei dem Thema sind: Wir wären eigentlich, ich meine theoretisch ein tolles Paar!“

    „Erstens: Liebe ich sie nicht, Mr. Malfoy! Zweitens: Sie sind verheiratet, wenn ich mich nicht täusche! Drittens: Bin ich schon mit jemandem zusammen, falls es ihnen entfallen ist!“
    „Mit wem?“
    „Den… Kennen sie gar nicht Mr. Malfoy, und ich glaube, mein Liebesleben geht sie nichts an!“ Ich halte es für klüger wenn er es nicht weiß. Ich klinge schon fast hysterisch.
    „Warum bist du immer so störrisch? Wir wären doch wirklich ein tolles Paar!“
    „Erwarten sie jetzt dass ich zustimme, ihnen um den Hals falle und sie mit küssen übersähe?“
    „Wäre eine gute Idee! Themawechsel: Ich liebe diese Situation, weißt du, ich liebe es wenn hohe Personen, oder ehemalige hohe Personen in deinem Fall, plötzlich so hilflos sind“
    „Glauben sie im Ernst, ich könnte es ohne Zauberstab nicht mit ihnen aufnehmen? Der einzige Grund warum ich sie nicht schon längst überwältigt habe, ist der, dass sich dann etwa 15 Todesser auf mich stürzen und mich bis morgen genau im Auge haben würden, mal abgesehen davon, dass ich nicht erfreut wäre, ihre Schwägerin wieder zu sehen!“
    „Zu schade, denn sie wird heute Abend mit uns essen“
    „Wo ist Narzissa?“

    „Auf einer Kreuzfahrt“

    „Soll sie denn nicht auch dort sein?“

    „Sie ist keine Todesserin…“

    Das überrascht mich zwar, ich lasse mir aber nichts anmerken.

    „Der Schein trügt nicht wahr? Der Mann, der Sohn, die Schwester… Sie wollte einfach nicht, aber da er unser Haus meistens braucht, war es für ihn nicht von Belang“
    Ich habe jetzt aufgegessen und will den Teller in die Küche stellen. „Nein“ er hält meinen Unterarm fest. „Das kann eine Hauselfe machen, diese Mistviecher sind doch eh zu nichts anderes zu gebrauchen…“ „Haben sie eigentlich komplett den Verstand verloren?“ endlich habe ich mich befreit. „Diese, “Mistviecher“ wie sie sie nennen haben auch Gefühle, und wenn sie noch einmal so mit ihnen oder über sie reden, werde ich die gesamte Abteilung für Pflege magischer Geschöpfe auf sie hetzen, Mr. Malfoy!“ Natürlich ist das nicht wahr. Ich bluffe nur. Fast jeder Zauberer behandelt seine Hauselfen so. Meine Hände umklammern den Teller noch fester, schließlich stelle ich ihn auf die niedrige Abwaschplatte. Plötzlich wird mir schwindlig: Immer und immer mehr. Ruckartig drehe ich mich um Lucius streckt den Zauberstab zu mir empor. „W-Was machen sie mit mir?“ frage ich, kann mich kaum auf den Beinen halten. „Ich entferne dein Adrenalin, ein alter Zauberspruch aber immer noch sinnvoll“ erklärt er amüsiert. Das ist mir plausibel. Warum tat er das? Wollte er das schon vorher oder war er dank mir einfach nur sehr verärgert? „Bitte…“ murmle ich nun, meine Angst steigert sich. „Hören sie bitte auf damit. Bitte, Mr. Malfoy, bitte. B-Bitte!“ meine Stimme wird immer schwächer. Meine letzte Wort sind: „Bitte Mr. Malfoy! Lucius! Bitte hören sie auf damit!“ Dann kann ich mich nicht mehr auf den Beinen halten. Konzentriert versuche ich, meine Augen aufzubehalten. Ich fühle, wie er mich hochhebt. Ein leises stöhnen tritt aus mir raus. Ich merke, wie er mich noch ins Bett legt, dann fallen mir die Augen zu.

    3
    Ein etwas anderes Abendessen...Ich wache unter einem brennenden Schmerz auf. Bei diesem Schmerz schreie ich auf. Es fühlt sich so an, als würden tau
    Ein etwas anderes Abendessen...

    Ich wache unter einem brennenden Schmerz auf. Bei diesem Schmerz schreie ich auf. Es fühlt sich so an, als würden tausend Messer auf mich einstechen. Doch der Schmerz hört auf. Immer noch hechle ich, hab mich aufgerichtet, nein, ich bin aufgesprungen. Lucius zählt nicht gerade zu den Gesichtern, die ich gerne sehen würde, wenn ich aufwache „Ich hätte dir das Adrenalin auch nur stückweise zuführen können, aber es hätte länger gedauert!“ grinst er.` Was für kranke, sadistische Schweine gibt es eigentlich?` Frage ich mich „Komm, mach dich bitte wenigstens Salonfähig! Du siehst ja furchtbar aus!“ bemerkt er nur. Trotzdem ziehe ich eines von drei Kleidern an, die Lucius mir bereitgelegt hat. putze mir die Zähne, kämme mich ordentlich, schminke mich dezent und ziehe mir noch die Kette von Severus, die er mir geschenkt hatte, an. Sie bestand aus einem Herzen mit einem kleinen Edelstein innen. Sofort will ich aus der Türe gehen, aber sie ist verschlossen. „Alohomora“ flüsterte ich leise. Er hatte die Tür nicht Durch einen Zauber versiegelt – Idiot! Eigentlich wollte ich sofort gehen, aber doch überfallen mich Zweifel: Was würden sie dann Severus antun? Auch wenn er nichts davon gesagt hatte, dass er ein Todesser ist, hat er mir das Leben gerettet, denn ich glaube Bellatrix hätte mich nicht verschont. Schließlich bleibe ich einfach vor der Tür stehen und rufe nach Lucius. Der kommt sofort und schaut mich verwundert an. „Madeline, wie hast du-“

    „Ich habe ihnen doch gesagt, dass ich keinen Zauberstab brauche, es ist lediglich anstrengender… Also, gehen wir“ sage ich taff. Er führt mich die Treppe runter.
    Ich nahm am (wirklich sehr) reichgedeckten Tisch platz: Fisch, Rind, Kartoffeln… Man hatte an alles gebracht. Bellatrix hockte schon auf ihrem Stuhl. „Müssen wir das wirklich tun?“ sie seufzt. Überkreuzt ihre Beine und lehnt sich zurück. „Es freut mich auch sie wieder zu sehen, Mrs. Lestrange“ gebe ich selbstzufrieden zurück. So versuchte ich, die Situation zu entschärfen. „Woher kennt ihr euch eigentlich?“ fragt er selbstgefällig, anscheinend war er neugierig geworden. „Sie hat mich in diese Klappsmühle von Askaban geschickt“ erklärt Bellatrix und nimmt sich einen Grillspiess. „Oh…“ Lucius ist anscheinend verlegen. „Mr. Malfoy“ fange ich an. „Sie glauben doch nicht im Ernst dass wir uns nach diesem Essen mehr verstehen werden, oder?“ „Spätestens als Todesserin wirst du mit ihr auskommen müssen, und hör bitte mit diesem siezen auf, das macht mich total nervös!“ „Ich sieze und duze wen ich will, Mr. Malfoy und außerdem: Ich werde keine Todesserin! Diese Schande will ich meine Familie nicht tragen lassen!“ reizte ich sie beide. Das muss ich einfach, es gibt mir die Genugtuung die ich so dringend brauche. Lucius schaut mich schuldbewusst an. Wusste er etwa wovon ich sprach? „Lucius, weißt du was ich mich frage? Wird der dunkle Lord sie, wenn sie sich weigert sofort umbringen, oder sie solange foltern bis sie einwilligt?“ versucht sie mich zu verunsichern. „Sehr witzig… Es interessiert mich nicht was Voldemort mit mir macht… Noch nicht…“ „Du wagst es seinen Namen auszusprechen, du Miststück!“ Schon spüre ich den Fluch auf meiner Haut: Ich bin überall mit blutenden Wunden übersät. Diesen Ausraster habe ich nicht vorhergesehen, aufgrund eines Namens! Der Sectus Sempra Fluch hat mich mit voller Wucht getroffen. Lucius eilt sofort zu mir „Hast du den Verstand verloren? Verdammt Bella! Sie ist doch nur ein dummes, naives Mädchen!“ Er drückt wie hypnotisiert auf mein Kleid auf meine blutende Wunde, was den Schmerz noch verstärkt. Ich winsle jämmerlich, hechle, versuche nicht loszuschreien vor lauter Schmerz. Mein Ganzer Körper zittert. „Hol verblutet!“ Severus? Er war hier? Warum? Warum im Kerker? Bellatrix hat sich wieder beruhigt, Lucius noch lange nicht. Schnell verschwindet sie aus dem Raum „D-Das wollte ich nicht, Madeline, glaub mir! Verdammt!“ er Severus aus dem Kerker, es ist sein Zauberspruch, er muss einen Heilzauberspruch wissen, schnell, verdammt sie beruhigt sich wirklich nicht mehr. Ich nicke verständnisvoll, was wahrscheinlich nur an den Schmerzen liegt. Okay, ich glaube ihm. Severus kommt in den Raum: „Severus“ ich winsle und stottere gleichzeitig. „Oh mein Gott! Aus dem Weg!“ Er stößt Lucius unverfroren weg, was er jetzt dachte, konnte ich mir schon denken „Er hat nichts getan“ hätte ich nichts getan, aber ich kann nur einen erstickenden Schrei ausstoßen. Er versucht mich heilen, es gelingt ihm aber nicht. Schnell sieht er zu Lucius, er wirkt hektisch.

    „Verdammt! Wir müssen sie ins St. Mungo bringen, ihre Verletzungen sind viel zu groß! Aus welcher nähe wurde der Fluch abgefeuert?“
    „Keine Ahnung, 20 Zentimeter?“
    „Das ist nicht gut! Oh mein Gott, ich bring sie hin! Morgen sind wir wieder zurück!“
    „Nein, Severus! Sie geht nirgendwo hin!“
    „Ich gebe dir mein Wort! Willst du dass sie verblutet, verdammt?“ Ich hoffte nur, dass Lucius nichts von unserer Beziehung ahnte.
    Lucius schüttelt den Kopf. „Geht durch das Flohnetzwerk, wenn ihr appariert könnte sie zersplittern!“ Er führt uns noch zum Kamin, gibt uns das grüne Pulver. „Wach bleiben, Madeline!“ schrie er immer wieder. Ich versuchte es.
    Im St. Mungo angekommen, sahen uns alle an. „Notfall! Oh verdammt! Ist das Madeline?“ fragt Oberschwester Lindsay Lesley schockiert (Was hatten alle in letzter Zeit mit diesem Wort). Severus nickt, er trägt mich in die Trage, er will weggehen, mit letzter Kraft halte ich ihn fest „B-Bitte geh nicht“. Ich hatte im St. Mungo 2 Jahre lang freiwilligen Ambulantsdienst gemeistert. Ob mich noch andere erkannten? Als Ministeriumsangestellte vielleicht? Oder als Hogwartslehrerin? Madeline, du stirbst wahrscheinlich und machst dir Gedanken darüber, ob dich jemand erkennt? Hör auf damit! Ermahne ich mich. „Was ist passiert?“ fragt Lindsay erneut, ein Blick von mir, und Severus wusste, dass er lügen sollte. „Keine Ahnung, ich habe sie so gefunden, schafft sie es?“ er schluckt „Dr. Manson! Wir brauen eine Not OP!“ Dann verliere ich das Bewusstsein endgültig

    4
    Malfoy ManorAls ich aufwache, kann ich kein klares Bild fassen. Alles ist so “flashig“ (Es fühlt sich so an wie `ne Flasche Tequila und einen Sch
    Malfoy Manor

    Als ich aufwache, kann ich kein klares Bild fassen. Alles ist so “flashig“ (Es fühlt sich so an wie `ne Flasche Tequila und einen Schlag in die Fresse, würde der Typ aus Avatar jetzt sagen). Aber langsam komme ich wieder ganz zu mir. Zuerst muss ich mich noch einmal daran erinnern, was passiert ist. Die Details jedoch, sind verschwommen. Mein erster Gedanke: Wo ist Severus? Mein Blick wandert automatisch nach links, wo meistens die Besucherstühle sind, Tatsache! Da sitzt er, zusammengekauert und gleichzeitig mit ernstem Blick (außerdem noch mit ein paar Sorgenfalten die er aber zu verbergen versucht). „Madeline!“ Er steht auf und umarmt mich leicht. Dabei reist er fast ein Bluttransfusionskabel raus. Das einzige, wie ich sehe. Meiner Meinung nach ist es völlig unnötig. Es dient nur dazu dass mir nicht schwindelig wird. „Severus! Geht es dir gut?“ frage ich. „Ob es mir gut geht? Maddy, du wärst fast gestorben und fragst ob es mir gut geht? Du bist schon sonderbar!“ „War ich doch schon immer…“ Meine Hand legt sich auf seine, er ist eiskalt! „Ich will ehrlich zu dir sein: Wir werden nicht lange bleiben können. Ich hab Lucius mein Wort gegeben dass wir heute zurück sind, und ich stehe zu meinem Wort“ Ich nicke, auch wenn er nicht immer zu seinem Wort steht. „Und wie willst du das anstellen, mein Lieber? Ich bin noch nicht stabil genug zum apparieren und ans Flohnetzwerk kommen nur Mitarbeiter“ frage ich ihn und fahre kaum merklich über seine Hände. Er legt meine behutsam unter die Decke und sagt wie folgt: „Darum habe ich mich schon gekümmert. Wir werden in kleinen Schritten apparieren, machen zwischendurch halt, einverstanden?“ Wieder nicke ich. Wir nehmen uns an den Händen und sind schon weg.

    Insgesamt 5 Mal stoppen wir. Einmal noch in London, wo ich mir Kleider kaufe, die nicht voll Blut und Dreck sind. Dann, beim sechsten Mal, kommen wir endlich in Malfoy Manor an. Vor der Hecke stehen wir, vor dem Tor. Severus will schon voranschreiten, aber ich bleibe stehen. Erneut will er mich vom Fleck ziehen. Immer noch stehe ich da. Alle Farbe verblasst aus meinem Gesicht, mein Atem wird hektischer. „Komm“ Er nimmt meine Hand, stellt sich mir gegenüber. Auch meine andere Hand hält er. „Ich werde dich beschützen.“ Ich schüttle den Kopf, versuche die Tränen nicht auf meiner Haut landen zu lassen, sie in meinem Auge zu behalten. „Ich will nicht sterben!“ Die Tränen kann ich jetzt nicht mehr zurückhalten. „Schsch!“ Severus zieht mich näher an sich. Meine Tränen tränken seinen Umhang, besser gesagt verschwinden so schnell im schwarzen Umhang, dass sie nicht bemerkbar sind. „Ich werde dich beschützen“ wiederholt er wieder. „Nein“ flüstere ich, „NEIN!“ diesmal schreie ich. Ich stoße ihn weg und verschränke die Arme. „Du kannst mich nicht beschützen, nein. Du wirst mich nicht beschützen! Dann stirbst du und damit kann ich nicht leben!“ „Wenn ich dich nicht beschütze wirst du auch nicht mehr leben!“ jetzt wird auch Severus hysterisch. „Und wenn du jetzt nicht sofort kommst bringt er uns beide um!“ Irritiert schaue ich ihn an. „Madeline, du bist immer noch Aurorin, ok? Sogar noch eine der Wichtigsten. Er wird dich nicht töten! Jedenfalls nicht sofort“ auch wenn ich mir sicher bin, dass es als Aufmunterung gilt, zieht es mich noch mehr runter. Ich nicke.
    Meine Füße bewegen sich fort. Wie hypnotisiert gehe ich durch das Tor und stoße die Tür auf. Mein T-Shirt flattert leicht in dieser Sommerbrise, im Nachhinein weiß ich dass es nicht klug ist in so einer Situation “Muggelkleidung“ zu tragen. Wieder nimmt Severus meine Hand und wir gehen die Marmortreppe gemeinsam hoch. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto gleichgültiger wird sein Gesichtsausdruck. Vor der Türe dann, verschwinden seine Emotionen ganz. „Sag nur etwas, wenn du gefragt wirst“ belehrt er mich noch. Dann gehen wir rein.
    „Severus“ Abrupt bleibe ich stehen. Die Gestalt, die am Kamin sitzt, der allein den Raum erleuchtet, sehe ich nicht ganz da meine Augen sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt haben, aber ich kann mir schon denken wer das ist. „Du bist sehr spät dran, wir dachten schon du würdest nicht kommen.“ Seine kratzige Stimme lässt mich schaudern. Früher hab ich sehr viele Bücher gelesen (später hatte ich einfach nicht mehr die Zeit dazu), ich habe davon gelesen vor Angst gelähmt zu sein und vor Angst zu zittern. Immer und immer wieder habe ich mich gefragt was meine Art wäre. Jetzt weiß ich es, denn ich kann mich nicht bewegen (geschweige denn einen Laut von mir geben). Meine Beine sind nicht wie Pudding, sondern wie steife Bretter. Ich sehe fast wie eine Statue aus. „Und wie ich sehe hast du uns auch noch jemanden mitgebracht“ Er blickt mich direkt und ich weiß nicht was ich machen soll. Einfach zurückstarren? Nein, so etwas würde ich nicht können. Schließlich starre ich an die Wand, so dass alle denken ich würde sie ansehen. „Ihre Kleidung lässt zu wünschen übrig“ bemerkt er. Automatisch blicke ich meine dunkelbraunen Winterstiefel, meine Jeans und mein schwarzes T-Shirt an. Dass ihm das nicht entfällt, ist für mich kein Wunder. Außer mir haben alle schwarze Umhänge an. „Hat sie wenigstens einen akzeptablen Stammbaum?“ „Sicher“ jetzt meldet sich auch Lucius. „A-Alles Reinblüter, Herr!“ diese Unterwürfigkeit lässt mich fast erbrechen! „Sie ist ein hohes Tier im Ministerium: Ehemalige Leiterin der Abteilung für magische Strafverfolgung und immer noch Aurorin und hat auch einen sehr prominenten Freundeskreis. Wenn ich mich nicht täusche ist sie die beste Freundin des Ministers und geht jeden Dienstag mit Elfrieda Clagg, Leiterin des magischen Rates, einen Kaffee trinken.“ „Nach ihrem Berufsleben oder Freundeskreis habe ich nicht gefragt Lucius!“ zischt er herrisch. Wieder mustert er mich eingängig. „Aber ich muss gestehen, dass man aus ihr schon was machen könnte…“ Ausdruckslos blicke ich auf den Boden. Wieder aus hellem Marmor. Severus, der inzwischen platzgenommen hat, wird wahrscheinlich zu mir starren aber ich habe keinen Mut mich aufzurichten um das zu überprüfen. Er steht auf, ich höre den Stuhl klirren.

    5
    Voldemort und seine Pläne... „Sieh` mich an“ befielt er mir. Den Befehl führe ich nicht aus. Ich würde am liebsten im Boden versinken. Nicht we
    Voldemort und seine Pläne...

    „Sieh` mich an“ befielt er mir. Den Befehl führe ich nicht aus. Ich würde am liebsten im Boden versinken. Nicht weil mir etwas peinlich ist, sondern weil ich es hasse so als Opfer dargestellt zu werden. Konzentriert starre ich weiter auf den Boden. Dass ich diesen Tag überlebe kann ich nur beten. Meine Gedanken ordnen sich. Ich muss mich immer und immer wieder daran erinnern wie ernst die Lage ist. Was würde ich nur tun um jetzt an einem anderen Ort zu sein?
    „DU SOLLST MICH ANSEHEN!“ Voldemort reißt mich aus meinen Gedanken. Langsam und unsicher hebt sich mein Kopf. Jetzt fange ich auch noch an wie wild zu zittern. „Was-wollen-sie-von-mir?“ stottere ich. Diesmal blicke ich direkt in seine Augen. „Informationen und wenn wir es noch einrichten könnten… deine Treue. Nimm es mir nicht übel aber jeder der etwas gesehen hat, das er nicht sehen sollte muss er uns beitreten oder sterben, du verstehst“ lacht er. Er macht mich vor allen lächerlich! „Du scheinst ein bisschen über Harry zu wissen, nur schon weil du ein Ordensmitglied bist. Ich will wissen wo er hingebracht wird, wann er hingebracht wird und was man sonst noch mit ihm vorhat, Severus haben sie leider nicht vertraut“ Spöttisch blickt er zu Severus, was mich noch wütender macht. „Und- Und wenn ich mich weigere?“ frage ich in einem zuerst unsicheren aber dann doppelt so schroffen Ton. Und ehe ich mich versehe, finde ich überall Schmerzen. Mein Körper liegt automatisch auf dem Boden und krümmt sich.
    Ich schreie nicht auf, diesen Triumph will ich ihm nicht überlassen. Die Schmerzen werden immer intensiver. Ich stöhne leise auf. Nach 20 Minuten am Stück krümme ich mich nicht mehr. Mein Körper hat sich an die Schmerzen gewöhnt. Nur meine Mimik ist quälend.
    Während ich gefoltert werde, erzählt er irgendwas von einem anderen Zauberstab den er bräuchte um Harry zu erledigen. „Finite“ flüstere ich. Warum war mir das nicht schon früher eingefallen? Der Schmerz hört (endlich) auf. Ich richte mich (so gut es geht) auf. JETZT sind meine Beine Pudding. Anscheinend hat niemand gemerkt, dass ich aufgestanden bin, also ergreife ich schleichend die Flucht. Ich bin schon an der Treppe, da stolpere ich, falle die Stufen runter. Schließlich lande ich in der Marmorecke. Natürlich haben das jetzt alle bemerkt. Ich komme gar nicht dazu vor Scham rot anzulaufen denn ich werde bewusstlos, jedenfalls für 5 Minuten. Als ich aufwache, liege ich nicht mehr auf der Treppe sondern sitze auf einem Stuhl. Ich weiß nicht, ob ich die Augen aufmachen soll, also beschließ ich, einfach mal zu lauschen. „Darf ich vorstellen? Das ist Mrs. Charety Burbage, kürzlich Lehrerin von Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei!“ Ich schaudere. Charety ist eine Freundin von mir. Sie und ich verbinden gemeinsame Ansichten…

    Voldemorts Rede verrät mir, dass er sie wahrscheinlich umbringen wird. Ich höre sie betteln, sie bettelt zu Severus, er solle doch was machen! Aber er hilft ihr nicht. Niemand hilft ihr! „Aufhören!“ Blitzschnell schlage ich die Augen auf. Meine Muskeln spannen sich an, und als ich aufstehe breche ich vor Erschöpfung fast wieder zusammen. „Madeline!“ haucht sie überglücklich als hätte ich sie schon gerettet. „Lassen sie sie in Ruhe!“ Geschickt nehme ich mir den Zauberstab von Narzissa und strecke ihn Voldemort entgegen. „Willst du mich etwa aufhalten?“ lacht er. „Jetzt weiß ich was du an ihr hast, Severus! So eine Naivität sieht man nur selten!“ Eins musste man Severus wirklich lassen: Seine Selbstbeherrschung ist enorm! Ich würde ausrasten wenn man so über ihn reden würde, aber seine Mimik bleibt eisig. `Vielleicht bin ich ihm auch einfach auch nur egal…` ziehe ich kurz in Erwägung. Aber dann weiß ich wie absurd dieser Gedanke ist. Kläglich beiße ich mir auf die Unterlippe. Hatte der Typ sie nicht mehr alle? „Expelliamus!“ schreit Severus. Verwundert drehe ich mich um und starre abwechselnd zu Narzissas Zauberstab, der jetzt 3 Meter entfernt von mir am Boden liegt, und Severus, der seinen Zauberstab wieder einsteckt. „AVADA KENDAVRA!“ Zuerst denke ich, jemand hat mich verfehlt, aber so war es nicht: Charity liegt jetzt auf dem Tisch, schwebt nicht mehr. Eine letzte Träne sickert noch runter. Mein Mund öffnet sich automatisch: Charity ist tot, Charity ist tot! Das sind meine ersten Gedanken. Ich sinke auf die Knie und meine Augen werden immer grösser, auch mein Mund öffnet sich immer mehr. Und Severus hat nichts getan! Erinnere ich mich noch selber.
    Apropos Severus: Er springt automatisch auf, packt mich fest am Oberarm und zieht mich zu sich rauf „Schsch!“ flüstert er und umarmt mich. „Schsch! Ist schon okay! Es ist alles okay, Madeline! Schsch!“ Er lässt mir fast keine Luft zum Atmen! „Wie sie sehen, Mrs. Blanchard habe ich viele Strategien um Leute zum Reden zu bringen, und wenn sie nicht aufpassen landen sie vielleicht auch mal auf diesem Tisch!“ bedroht Voldemort mich. Ich will noch etwas erwidern, mache zumindest den Mund auf, aber Severus ist schneller „Sie wird kooperieren, my Lord, dafür werde ich sorgen!“ versichert Severus ihm. Unglaubwürdig schaue ich ihn an. „Trotzdem wird sie noch einen Tag auf Malfoy Manor verbringen, nur um ihr noch den nötigen Respekt einzuhauchen, du hast doch sicher noch ein Zimmer frei, oder Lucius? Und Frau und Sohn sind weg also wird sie sicher niemanden stören!“ Lucius` Grinsen ist wirklich nicht zu übersehen, ich weiß dass er sich darauf freut. „Das könnt ihr doch nicht tun, my Lord!“ Severus weiß anscheinend wie ich, das auch nur ein Tag mit Lucius das schlimmste ist, was ich mich je zu träumen wage. Meistens ist Severus bei seinen Wutausbrüchen gleichgültig, redet aber mit fester Stimme, das macht mir ja gerade so Angst, aber diesmal ist es nicht so: Dieses Mal schreit er durch den Raum, er fängt sich dann aber wieder. „Wie mir scheint, braucht nicht nur Mrs. Blanchard eine Zurechtweisung in Sachen Respekt, sondern auch du, Severus!“ meinte er und drehte sich rasch in Severus` Richtung. „Tuen sie ihm bitte nichts!“ flehe ich. „Nein! Ich werde ihm nichts tun, aber er wird dir was tun!“ Verwirrt schaue ich zu ihm. „Severus, sie gehört ganz dir. Dolohow, Avery: Haltet sie fest!“ befielt er. „Was?“ ich habe es immer noch nicht kapiert. Aber an Severus` Blick sehe ich an, dass es nichts Gutes verheißt. Verzweifelt versuche ich mich daher zu befreien. Vergebens. Je näher Severus kommt, desto mulmiger wird mir schließlich. Severus schreitet wie hypnotisiert voran und zuckt seinen Zauberstab. Automatisch mache ich die Augen zu. Dass er mir etwas antun wird, muss, weiß ich schon. Ich will es nicht wahr haben, aber ich weiß es. „Bitte, my Lord…“ „TUE ES!“ befielt er noch einmal.
    „C-Crucio!“ sagt er zögerlich. Ich beiße mir auf die Unterlippe. Nein, ich würde mich jetzt nicht bewegen, mich krümmen, stöhnen, weinen… Ich würde nichts davon machen, nicht wenn Severus dafür verantwortlich wäre. Ich spüre wie meine Zähne sich langsam in meine Lippe einbohren. Natürlich denke ich, dass Voldemort Severus bald sagt, dass es jetzt genug wäre. Aber er sagt nichts. `Na klar, er wartet wahrscheinlich darauf, dass ich aufschreie!` Jetzt fange ich unregelmäßig an zu atmen. Um den Schmerz nicht durch mein Gesicht preiszugeben, schließe ich die Augen, was die Wirkung des Fluchs aber noch unterstreicht. Irgendwann stosse ich unbeabsichtigt einen erstickenden Schrei aus. „Sie hat genug“ bestätigt Voldemort dann. Sofort lässt Severus den Zauberstab senken. Für ihn ist das sicher noch schlimmer als für mich. Wenn ich mir vorstelle dass ich ihn foltern müsste… Beide Todesser lassen mich gleichzeitig los und ich falle wieder zu Boden. Schnell stütze ich mich an den Händen ab und stehe blitzschnell auf. „Maddy, ich wollte nicht…“ „Ich weiß!“ unterbreche ich ihn. „Ist schon gut!“ „Wie rührend… Lucius, ich will dass du bis morgen Mrs. Blanchard ein bisschen Manieren beibringst. Wenn sie das nächste Mal bei uns zu Gast ist, soll sie den Respekt, den sie so dringend braucht, erlernt haben“ verlangt er. „Aber Herr, ich werde sie sicher nicht überzeugen können, uns beizuwohnen. Sie ist viel zu stur!“ erklärt Lucius geschockt. „Habe ich das verlangt? NEIN. Sie soll nur etwas höflicher sein!“ Lucius nickt beiläufig. Dann gehen alle raus. Auch Severus, der, wie mir scheint, auch bald die Fassung verliert.

    6
    Ein Plan bleibt ein Plan! „Ich hole dir mal was Besseres zum Anziehen, deine Kleidung ist ja eine Schande für die Zauberwelt!“„Dankeschön“ g
    Ein Plan bleibt ein Plan!


    „Ich hole dir mal was Besseres zum Anziehen, deine Kleidung ist ja eine Schande für die Zauberwelt!“
    „Dankeschön“ gebe ich sarkastisch zurück und setze mich auf den Stuhl. Wie sollte ich das bitteschön auch nur einen Tag aushalten? Zurück kommt Lucius mit einer weißen Bluse, dazu noch einem schwarzen Rock und einer dunkelbraunen Weste zurück, dazu hatte er noch High heels dabei. „Soll ich jetzt als Anwältin rumlaufen oder was?“ „Nein, als eine angemessene Hexe!“ korrigiert er. „Wir haben hier eine typische Rollenverteilung, anders gesagt: Du tust alles was ich sage und wiedersprichst nicht: Kapiert?“ Unglaubwürdig schaue ich ihn an. „Na klar! Träum weiter!“ Ich verschränke meine Arme. „Wenn du mir widersprichst, schläfst du heute Nacht im Kerker!“ Inzwischen hat auch Lucius platzgenommen. „Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, bringt dich Severus eigenhändig um!“ antworte ich gekonnt. „Ja, man hat ja unweigerlich gesehen, zu was er alles fähig ist“ Machte ihm die Tatsache, dass Severus mich gefoltert hatte, so einen grossen Spass? „ „Wo kann ich mich umziehen?“ frage ich genervt, während ich die Klamotten aufhebe.
    Auch wenn ich es nicht zugeben will, diese Weste ist so weich wie Seide (Ich kann nur erraten, woran das nur liegt) „Der Raum ist groß genug, wie mir scheint“ grinst er. Meinte er das wirklich ernst? – Wahrscheinlich schon… „Dann ziehe ich mich eben nicht um!“ schlage ich vor und hebe meinen Kopf. „Dann schläfst du eben heute im Kerker!“ meint Lucius im selben Ton. Mühsam verdrehe ich die Augen und drehe mich um. Ich brauche 1 Minute um mich umzuziehen, und es wäre mir lieber gewesen, wenn es noch schneller gegangen wär.
    „Bist du jetzt zufrieden?“
    „Sehr, es ist spät, gehen wir zu Bett“
    „Und dafür habe ich mich angezogen? Um alles 30 Sekunden später auszuziehen?“

    Er nickt vergnügt, Arschloch. „Ich schlafe in Dracos Zimmer, falls dir das genehm ist!“ erkläre ich überhöflich, Lucius sieht mich an, als hätte ich einen Witz erzählt und die Pointe vergessen. „Draco hat kein Bett mehr hier, sein neues kommt erst in einer Woche“ „Dann schlafe ich auf der Couch!“ beschließe ich. „Hast du bei mir schon je eine Couch gesehen? Wie es aussieht musst du dir bedauerlicherweise ein Bett mit mir teilen!“ trällert er. Er hat Recht: Die Malfoys besitzen wirklich keine Couch. Dass aber geht mir erst nachher durch den Kopf. Stattdessen seufze ich einfach und lege mich MIT IHM ins Bett, dabei wandert mein Körper bis an den Rand, sodass es aussieht als würde ich gleich runter fliegen. Ich nehme auch nur ein Stück von Lucius Decke an. Kälte durchströmt meinen Körper: Es sind -7° und ich habe einen Fetzen Wolldecke um mich zu wärmen, na toll!
    Als ich aufwache, habe ich mich an Lucius gekuschelt und sehe, nebenbei bemerkt, nicht unzufrieden aus. Ich habe mir angewöhnt mich, wenn ich kalt habe, an Severus zu kuscheln. Kein Wunder also, dass ich in derselben Position aufwache, wie sonst auch. Trotzdem erschrecke ich. Blitzschnell richte ich mich auf. „Wie Schade dass du aufwachen musstest, du siehst so süß aus, wenn du schläfst!“ „Sehr witzig! Spars dir einfach, ok? Sonst schicke ich dich vielleicht in den ewigen Schlaf“ schlage ich vor. Ich richte mich auf und stolpere ungewollt über die Pantoffel, die Lucius mir gestern noch zusteckte. „Es ist saukalt!“ hatte er noch gesagt. Dann war er im Badezimmer verschwunden. Ich richte mich auf und gehe weiter als wäre nichts gewesen. Meine Klamotten nehme ich einfach mit und mache mich fertig.
    „Madeline, wir müssen reden, wegen heute Abend…“
    „Ich werde weder eine Todesserin noch werde ich mein eigenes Patenkind ausspionieren, noch werde ich höflich zu diesem Dreckskerl sein, Lucius!“
    „Du willst also gerne den Tod von 4 Menschen, ok, mit dir sogar fünf, verantworten?“

    „Wie meinst du das?“ mein Blick wird ratloser. Er legt meine Hand sanft in seine und erklärt:
    „Wenn du ihm heute nicht “gefällst“ bin ich gescheitert. Er wird mich töten, und Narzissa, und Draco, wahrscheinlich sogar Severus, weil er dir keine “Manieren“ beigebracht hat. Bitte, spiel mit!“ Sein Blick sieht nicht mehr hochnäsig, stolz aus. Nein, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass er mich anbettelt. Ich nicke schwach. Was er sagte, war größtenteils nachvollziehbar. Und an so vielen Toden wollte ich nun wirklich nicht schuld sein. „Gut, was soll ich tun?“ frage ich, als ich mich wieder eingekriegt habe. Mein Blick beschränkt sich jetzt nur noch auf Lucius. Ich kann ihn nicht durchschauen: Zuerst ist er gemein zu mir, und dann will er mir wieder helfen (wenn er kein Mann wäre, würde ich wetten, dass er schwanger ist). „Versuche deine Angst vor ihm, und ich weiß dass du sie hast, jeder hat sie, nicht zu verstecken. Rede nur wenn du gefragt wirst, und wenn: Antworte dann immer nur kurz und knapp. Ach und versuche deine Verletzungen zu verstecken“ „Verletzungen?“ Mein Körper ist unversehrt. Mein Kopf dreht sich leicht nach links, zum Fenster aus dem man ein Vogelnest beobachten konnte. „Da haben wir aber noch ein Problem:“ meint Lucius besorgt, wohlwissend dass ich geschockt sein würde. „Du brauchst Hämatome, Folterspuren…. Was weiß ich! Der dunkle Lord wird uns niemals abnehmen, dass ich dich nur mit Worten überzeugt habe, und wird denken, dass wir ihn hintergehen.“ „Und? Willst du mich jetzt verstümmeln, oder was?“ Irritiert schaue ich ihn an. Natürlich kann ich ihm soweit folgen, aber ich bin trotzdem äußerst geschockt. „Nein, mein Vorschlag wäre, dass ich dir einen Schlaftrunk verabreiche, und dann ein Schmerzmittel, damit die Schmerzen erst 10 Minuten später anfangen, was meinst du?“ Wieder nicke ich. Was man nicht alles für jemanden tut, den man liebt (Und damit meine ich ganz sicher NICHT Lucius)! „Wann werde ich aufwachen?“ „ Etwa 15 Minuten vorher…“ „Gut fangen wir an, schmeckt der Trank wenigstens erträglich?“ „Sicher“ Auch wenn ich weiss, dass er lügt, entlocke ich mir ein leichtes Lächeln.
    Tatsächlich schmeckte er alles andere als lecker (Ich glaube eine Mischung aus “ungewaschene Socken“ und “Nasser Hund“). Aber nach etwa einer Minute schlafe ich sowieso ein, also: WAS SOLLS?
    Im Schlaf mache ich mir riesige Vorwürfe: Hatte ich gerade meinem größtem Feind vertraut? Ihm zugestimmt? Waren wir überhaupt noch Feinde?
    „Madeline, aufwachen!“ unterbricht mich Lucius beim träumen „Tut mir leid, aber es sind bald alle da! Wir müssen dich erst mal kleiden, und vergiss die Punkte nicht!“


    Angst zeigen
    Nur kurz antworten
    Nur was sagen wenn man gefragt wird
    Verletzungen verbergen

    Erinnere ich mich noch selber. Dann ziehe ich mich an, kurz darauf hilft das Schmerzmittel nicht mehr. Ich darf also jede einzelne Verletzung an meinem Körper spüren (und das sind nicht wenige!). „Es musste doch realistisch aussehen“ rechtfertigt sich Lucius. „Oh und Madeline: Du weißt, dass wenn wir den Raum betreten, ich nicht mehr so angenehm sein werde?“ „Natürlich weiß ich das, Lucius“ grinse ich, es sieht fast so aus, als würde ich mich darauf freuen. „Oh, und falle doch ein paar Mal zu Boden, sieht realistisch aus!“ „Gut, aber was ist mit Severus, er wird dich umbringen wenn er mich so sieht!“ „Mit dem werde ich schon fertig!“ versichert Lucius lässig, er hatte seinen Zauberstab in einem praktischen Behälter verstaut. Einen Moment, aber auch nur einen Moment lang verspüre ich den Drang ihm seinen Zauberstab zu entnehmen, ihn somit zu entwaffnen und einfach abzuhauen. Aber die Tatsache dass Severus dann etwas passieren würde, weißt mich in meine Schranken. Lucius packte meine Schultern, natürlich. „Auf drei?“ „Auf drei!“

    7
    Täuschungsmanöver..... Blitzschnell schlug Lucius die Türe auf. Mich warf er förmlich in den Raum. Es war dunkel. Wieder schimmerte nur der Kamin
    Täuschungsmanöver.....


    Blitzschnell schlug Lucius die Türe auf. Mich warf er förmlich in den Raum. Es war dunkel. Wieder schimmerte nur der Kamin ganz hinten. Mein Pferdeschwanz, den ich mir vorher zusammengebunden hatte, fliegt leicht nach vorne. Mein Kleid, das rot ist nur Spaghettiträger hat, verrutscht ein bisschen, was mir aber nichts ausmacht. Mühsam versuche ich mich aufzurichten, vergebens. Sooft ich es auch versuche, es geht nicht! „Steh auf! Wir sind hier nicht im Schmierentheater!“ Lucius hilft mir unsanft auf und schupst mich auf einen Stuhl zwischen ihm und Dolohow. Mein Blick wird leerer, mein Mund öffnet sich leicht, aber nicht sehr. „Tut mir Leid, Herr. Sie ist heute ein wenig unbeholfen. Es wird nicht wieder vorkommen.“
    „Ah, Mrs. Blanchard! Wie schön dass sie es einrichten konnten!“ „G-Guten Abend, Sir.“ Stottere ich, blicke eingeschüchtert zu Lucius und nehme Platz Auf das Sir war ich besonders stolz. Damit der Plan auch wirklich aufgeht, haben ich und Lucius noch diskutiert wie ich ihn begrüßen sollte. „Lass dir was sehr höfliches einfallen!“ hatte er mir geraten. Gesagt, getan. „Sir?“ er denkt im Ernst, er hat sich verhört hat. „Egal was du mit ihr gemacht hast, Lucius. Es hat anscheinend Wunder bewirkt! Was hast du mit ihr gemacht?“ wollte er wissen. „Sie ein bisschen in ihre Schranken gewiesen!“ grinst er und streichelt leicht meine Wange. Aber da wir das so abgesprochen haben, bleibe ich kühl. „Ein Imperiusfluch?“ – „Nein, sicher nicht. Aber wenn ihr es überprüfen wollt:“ Er zeigt mit einer Geste zu mir. „Finite Incantatem!“ Nichts passiert. „Haben sie gut geschlafen, Mrs. Blanchard?“ „Ich… Ähm… I-Ich…“ „Ja?“ fragt Voldemort neugierig. „Sie hat gar nicht geschlafen, my Lord. Wir haben die ganze Nacht an ihrem… Respekt gearbeitet!“ lügt Lucius und grinst zu Severus. Diese Situation konnte er auch schamlos ausnutzen! Sei`s drum!
    „Wie schön! Vielleicht kannst du mir auch ein paar Fragen beantworten!“ Dass er mich jetzt duzt irritiert mich zwar, aber ich lasse mir nichts anmerken. „Sicher, Sir.“ Und so fangen die Fragen an.



    „Fangen wir doch mal einfach an: In welcher Beziehung stehen sie zu Severus Snape?“

    „Wir sind zusammen“

    „Gut, weiter, weiter: In welcher Beziehung stehen sie zu Harry Potter?“
    „Er ist mein Patenkind“
    „Ist das nicht Sirius Black?“

    „Wir beide sind es.“
    „Gut. Wissen sie irgendetwas über den Transport von Harry Potter?“
    „Nein, Sir.“

    „Warum nicht? Ordensmitglieder wissen dies doch, nehme ich an“

    „Nicht alle“
    „Ich glaube dir nicht, Madeline! Aber vielleicht kann Lucius dir noch ein bisschen Wahrheit entlocken…“

    „Bitte nicht!“ Ich schreie sofort los, als Lucius mir näherkommt, das ich künstlich weinen kann, stellt sich jetzt als überaus hilfreich heraus. Ich kreische, als wollte der Tod selbst mich berühren.
    „Er wird am 1.Juli ausgeflogen“ Voldemort lächelt „Crucio!“ Wieder schelle ich zu Boden. „Lügnerin! Man hat mir schon alles gesagt, du dummes Mädchen! Severus hat ihr Vertrauen doch noch gewonnen! Severus, du hast eine gute Lügnerin als Freundin, ich hätte ihr fast geglaubt! Nur was machen wir jetzt mit ihr? Severus, ich überlasse dir die Wahl“ „Ein Amnesiezauber? „Netter Versuch, nein, zu einfach. Respekt hat sie sicher teilweise erlernt. Toll, Lucius! Wir werden das das nächste Mal besprechen, STUPOR!“ Ich krache wieder zusammen. Déjà-vu!

    Als ich aufwache, liege ich nicht in Lucius Bett wie am Vortag. Ich liege wimmernd im Kerker von Malfoy Manor. Mein Arm schmerzt noch, doch das war kein Vergleich zu meinem linken Bein! Dann bemerke ich, dass Lucius auch da liegt. Fragend sehe ich ihn an. Ich bin angekettet, er nicht, was mir aber erst später auffällt. „L-Lucius?“ „Madeline“ meint er mit fester Stimme. Mit seinen viel zu kalten Fingerspitzen ertastet er meine Wange und lässt seine Hand dort Ruhen. Dann schlägt er mit voller Wucht zu! „W-Was?“ „Dank dir bin ich eine Lachnummer vor allen gewesen, gewimmert habe ich am Boden, während du bewusstlos warst!“ „Wenn ich nicht so getan hätte, hättest du jetzt ganz andere Probleme!“ kontere ich gekonnt. Dabei kann ich es nicht unterdrücken zu grinsen. „FINDEST DU DAS ETWA WITZIG?“ Er drückt mich so fest an die Wand, dass ich denke, dass meine Handgelenke bald zersplittern würden.

    „Lass den Quatsch Lucius! DU – TUST – MIR – WEH!“
    „Ich weiß!“ Er lächelte und schmiss seinen Körper näher an mich. Ich seufze. „Was willst du tun, Lucius? Mich küssen? Vergewaltigen? Schlagen? Foltern? Oder doch alles zusammen? Sag es mir, ich muss doch schließlich wissen was mir blüht…“ der schroffe Ton in meiner Stimme, der meine Angst überschatten soll, lässt ihn schaudern. „Klappe, Blanchard!“ „Reden wir uns jetzt wirklich schon mit Familiennamen an, Malfoy?“ frage ich ihn vorwurfsvoll. Er grinst nur. „Ich habe nun endlich einen klaren Kopf gefasst, ich war ein Weichei die letzten Wochen lang. Doch nun ist Schluss damit!“ Seine Mundwinkel zuckten verräterisch, er wäre sicher in der Verfassung dazu. „Trotz meines Stolzes werde ich dir einen Tipp geben“ „Und der wäre?“ grinse ich ebenso wie er vorhin. Dabei wende ich mich vor ihm ab, stehe auf und Blickte hinaus zum Fenster. Natürlich kein echtes, lediglich ein Aussichtszauber, aber die Landschaft beruhigt mich ungemein.
    „Drehe deinem Feind nie den Rücken zu, Madeline!“ Alles in mir erstarrt, als ich Lucius` Stimme hinter mir höre. Wie war er dort hingekommen? War ich wirklich so unaufmerksam gewesen?
    Mit klopfendem Herzen drehe ich mich um und spüre im nächsten Moment auch schon seine heißen Lippen auf meinen. Es ist kein fordernder, harter Kuss, sondern ein zärtlicher, sanfter Kuss, der mich bis in die Grundfesten meines Bewusstseins erschüttert.
    Ich bin zu verwirrt um zu reagieren, doch das hole ich nach, als Lucius sich mit einem siegessicheren Lächeln wieder von mir löst. Eine unbändige Wut erfasst mich, sowohl auf mich, als auch auf ihn. Ich hole weit aus und mit einem lauten Klatschen trifft meine Hand seine Wange.
    Tränen bahnen sich ihren Weg in meine himmelblauen Augen.
    „Du verdammter, arroganter, selbstverliebter Mistkerl!“, schreie ich ihm ins Gesicht, während ich ihm wieder eine klatschen will. Er aber, hält mich eisern fest. „Mach sowas noch ein einziges Mal und ich werde dir das Leben zur Hölle machen!“ zischt er mir zu. Ich schniefe. „Ich schwöre bei Gott, dass es dir noch leidtun wird, Lucius Malfoy! Und wenn ich dich in jedes Einzelteil zerlegen muss, du Dreckskerl!“ „Oh, Madeline!“ er haucht meinen Namen so leise, dass ich die Worte fast nicht verstehe. „Glaub mir, wenn er mit dir fertig ist, wirst du um den Tod betteln, und glaub mir noch was: So gnädig wird der dunkle Lord nicht sein. Vielleicht könnte ich dann dafür sorgen, dass es schnell vorbeigeht und das Severus auch nur den einen Fluch abbekommt.. Oder ich könnte mit ein bisschen Glück sogar das verhindern, das heisst wenn du ein bisschen netter zu mir bist“ WAS FÜR EIN UNMORALISCHES ANGEBOT! Wieder tritt er näher zu mir. „ODER ich sterbe zusammen mit Severus, was ich ungemein vorziehen würde!“ verteidige ich mich. Wieder wird mir schwindelig: „Sehr witzig, Lucius!“ „Was denn?“ „Hör auf damit verdammt!“ „MIT WAS?“ Plötzlich wird mir klar dass er wirklich nichts tut. Aber wer dann? Wer wohl? Bellatrix Lestrange, die Lucius bestialisch ansieht. Hatte sie den Kuss etwa mitbekommen? Auch wenn ich Lucius über alles hasse, habe ich Mitleid mit ihm. Denn ich glaube, Bellatrix versteht mit niemandem Spaß der ihre Schwester betrügt!

    ACH DU SCHEISSE!

    Wenn ihr Wissen wollt wies weiter geht, wartet auf Teil 3, der deutlich länger sein wird ;)

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1352239331
Sonne & Regen TEIL 2
Sonne & Regen TEIL 2
Lest selbst ;)
http://www.testedich.de/quiz31/quiz/1352239331/Sonne-Regen-TEIL-2
http://www.testedich.de/quiz31/picture/pic_1352239331_1.jpg
2012-11-06
402D
Harry Potter

Kommentare (7)

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g SV (26635)
vor 766 Tagen
Mach weiter einfach cool
Bosna Braut (24107)
vor 805 Tagen
Ja schreib weiter wer echt toll
take_.it._easy (27332)
vor 950 Tagen
Wann kommt der dritte Teil?
dracheneule (23571)
vor 1000 Tagen
bitte bitte bitte schreib schnell weiter die Geschichte ist toll!
Tapsi (20366)
vor 1232 Tagen
Wann schreibst du weiter ?
Linsy (75474)
vor 1266 Tagen
Bitte ,bitte, bitte schnell weiter schreiben ♥ ♥ ♥
Rebekah_200599 (39286)
vor 1393 Tagen
spannende Geschichte *o* weiter lesen will :D