Der Engel der mich liebte.

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4 Kapitel - 16.664 Wörter - Erstellt von: Whiteangel - Aktualisiert am: 2012-10-15 - Entwickelt am: - 9.961 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 9 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wie reagiert Frau darauf, dass ein super süßer Engel durch ihr Fenster fliegt? Und das auch noch mitten in der Nacht? Das wirst du hier erfahren. Genauso den Grund warum mein Vater mir einen Mord zutraut und mein Bruder zu viele Pillen schluckt^^.
Ich hoffe die Story gefällt euch und ich würde mich über Feedback freuen!
Für alle die auf eine Fortsetzungen warten: ich setzte die Fortsetzungen immer hinten dran, gekennzeichnet durch einen riesen Absatz.
Viel Spaß!

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    -klirr- Ich schreckte aus dem Bett. Was war das? Mein Fenster war in tausende Teile gesprungen. Ich schlug die Decke zurück und sprang aus meinem Bet
    -klirr-
    Ich schreckte aus dem Bett. Was war das? Mein Fenster war in tausende Teile gesprungen. Ich schlug die Decke zurück und sprang aus meinem Bett. Gerade bereute ich es keine Socken angezogen habe, es war sehr kalt, da bemerkte ich das ich auf etwas weichem stand. Ich schaute nach unten.
    „Oh mein Gott!“ Ich sprang wieder auf mein Bett. Da waren Federn und noch mehr Federn. Die gehörten wohl zu dem Flügel des Typen, der durch mein Fenster gesprungen kam. Moment. Flügel?
    „Oh mein Gott!“ fluchte ich schon das zweite Mal innerhalb einer Minute. Ein Engel, da lag ein Engel auf meinem Boden. Mama wird ausrasten! Sie hatte gerade ihren gesamten freien Tag damit verbracht die Wohnung zu putzen. Blut, da war Blut. Woher kam das denn? Hatte ich meine Tage? Schnell nachgerechnet, nein das kann nicht sein. Und wie ist es auf dem Boden gekommen?
    „Oh mein Gott!“ der Engel blutete! Und was mache ich schlaues Ding? Genau das was jeder Teenager in meinem Alter tun würde wenn plötzlich ein Fremder durch dein Fenster schneit, alles voll blutete und zu allem Überfluss auch noch Flügel hatte.
    „Mamiiiiiii!“ ich wunderte mich schon warum sie nicht schon nach meiner zweiten Gottesanbetung angerannt war, da stand sie auch schon in der Tür.
    „Was zum..? Oh mein Gott!“
    „Sag ich doch.“ ich hockte noch immer auf meinem Bett und versuchte mein Bettzeug frei von Blut zu halten. Meine Mutter tat genau das was jede vernünftige Frau ihres Alters tun würde.
    „Daveeeeeeeeee“ Da kam auch schon mein Dad angesaust und stieß sich erst mal den Fuß an meinem Türrahmen.
    „Autsch!“ eigentlich sollte man meinen mir wäre nicht nach Lachen zumute, aber ich konnte mir ein Kichern nicht verkneifen. Mein Vater schaute auf den Flügelmann und dann zu mir.
    „Warst du das?“ fragte er ernstgemeint. Mir fiel die Kinnlade runter.
    „Sag mal was traust du mir denn alles zu? Klar hab ich den Engel vom Himmel geschossen! Tickst du noch richtig? Das ist ein ENGEL!“
    „Stimmt das wäre selbst für dich zu viel.“ Ich starrte ihn an während er sich hinunter beugte und nach den Puls tastete.
    „Er lebt noch“, stellte er fest. „Was sollen wir machen? Krankenwagen? Polizei? Seuchenschutz? Unter welche Kategorie fällt das denn?“ rief meine Mutter panisch und lief vor meinem Zimmer auf und ab. Mittlerweile hatten wir es geschafft meinen Bruder zu wecken. Er kam an getorkelt, starrte Mama an, dann den Engel, dann noch einmal Mama und wieder den Engel.
    „Ich hätte die Kopfschmerztablette nicht mit Cola unterspülen sollen“, drehte sich um und ging wieder in sein Zimmer. Ich fragte mich grade, ob ich wie eine Fata Morgana aussah als sich Papa den Engel auf die Schulter hievte und ihn ins Wohnzimmer brachte, meine Mutter immer noch brabbelnd hinter her. Ich stieg vorsichtig aus dem Bett und versuchte nicht ins Blut zu treten. Sollte ich es wegwischen? Bekommt man getrocknetes Blut von Parkett runter? Ach was soll's, meine Neugier siegte.
    Im Wohnzimmer war heilloses Chaos ausgebrochen. Mama versuchte alle Handtücher, die wir besaßen gleichzeitig auf das Sofa zulegen, damit der Engel ja nicht die Couch voll blutete, und Papa stand da und versuchte jedes Mal wenn Mama sich weit genug entfernte, den Engel hinzulegen. Diese Szene schrie geradezu nach einem Foto, doch ich konnte mich beherrschen. Papa hatte es endlich geschafft ihn hinzulegen als Mama an mir vorbei rannte und ich sie an den Schultern packte. „Mama, wir brauchen die Handtücher für später. Hol das Verbandszeug.“ Sie wuselte an mir vorbei. Ich setzte mich auf den Sofarand und beugte mich über ihn und strich ihm die schwarzen Haare aus dem Gesicht. Es war unverletzt und keine Pickel, keine Verfärbungen und keine Sommersprossen waren zusehen. Es war einfach wunderschön. Mir kam sofort das Wort „Rein“ in den Sinn. Tja, er war ja auch ein Engel. Apropos! Ich strich die Flügel entlang zu seinem Rücken. Ja sie waren echt angewachsen, und sein Rücken war ziemlich muskulös. Ich strich noch einmal über den Flügel. Knochen, Sehnen und auch wieder eine Menge Muskeln. Ich stand auf und holte eine Schere aus der Schublade. Als ich wieder saß, schnitt ich sein T-Shirt auf.
    „Was machst du da?“ fragte Papa ungläubig.
    „Ich schaue nach Verletzungen“, meine Hintergedanken verschwieg ich. Mein Vater muss nicht unbedingt wissen, dass ich fast alles getan hätte um zu wissen, ob dieser Engel ein Sixpack hat oder nicht. Heilige Mutter Gottes, heute kam ich dem Himmel irgendwie immer näher. Er hatte eins! Genau wie sein Gesicht war sein Bauch makellos und rein. Bevor ich noch anfing zu sabbern zog ich ihm die Hose und die Schuhe aus. Die Boxershorts ließ ich ihm an, ich glaube mein Vater wäre sonst ausgetickt. Der Rest seines Körpers was genauso, Entschuldigung wegen der Ausdrucksweise, geil wie sein Bauch. Durchtrainiert und wunderschön. Okay Mel! Bleib professionell! Oh man, ich fing doch langsam an zu sabbern!
    „Ich geh meinen Boden schrubben“, sagte ich zu meinem Vater und torkelte an ihm vorbei.

    Nach zehn Minuten intensiver Befreiungs-Meditation, die hauptsächlich aus Bildern von Katzenbabys bestand, brachte ich es doch fertig den Eimer mit Wasser und Putzmittel zufüllen, ohne dass ich wieder alles verschüttete. Plötzlich kam mir ein Gedanke und ich rannte wieder ins Wohnzimmer. Als ich ihn sah setzte mein Gehirn wieder aus und ich musste überlegen was ich eigentlich hier wollte, außer in anzustarren. Ach ja!
    „Hat er irgendwelche Verletzungen?“ fragte ich meine Mutter die jetzt an seiner Seite saß und seine Stirn mit einem Tuch die Stirn abtupfte. „Nein, wieso fragst du?“ Mein Vater kam wieder in die Wohnung. Er war im Keller und suchte irgendetwas womit man mein Fenster abdichten könnte.
    „Ich mach mich mal an die Arbeit.“ rief er. Ich schüttelte den Kopf um wieder klar denken zu können. Haha guter Witz.
    „Woher kommt denn das ganze Blut, wenn er unverletzt ist?“, meine Mutter schaute sich den Engel genauer an. „Keine Ahnung, Schatz. Aber ich meine du solltest lieber dein Zimmer auf Vordermann bringen und nicht diesen armen jungen Man anstarren.“ Ich löste meinen verklärten Blick und klappte meinen Mund wieder zu.
    „Ich starre ihn gar nicht an und Papa wäre ich jetzt nur im Weg“, in Gedanken danke ich Papa, dass er grade jetzt mein Fenster reparierte.
    „Na schön dann kann du mir helfen zu überlegen was wir jetzt machen.“
    „Keine Ahnung. Polizei ist zu übertrieben, Krankenwagen brauchen wir nicht. Hat er eine Brieftasche oder ein Handy in seiner Tasche?“ meine Mutter hob die Hose auf und schaute in den Taschen nach. Anscheinend hatte sie ein Handy gefunden und streckte es mir entgegen. Sie kann nicht so gut mit neuster Technik.
    „Schau mal ob du eine Nummer findest.“ ich tippte mich durch die Kontakte und blieb an dem Namen „Sire“. Ich zuckte mit den Schultern und drückte auf den grünen Hörer. Es piepte ein paar Mal dann ging jemand ran.
    „Wo zum Teufel steckst du?“ kam die unfreundliche Frage.
    „Ähm... Ist es politisch korrekt vor einem Engel den Teufel zu erwähnen?“
    „Wer ist da? Wo ist Michael? Was haben sie mit ihm gemacht?“ ich beugte mich zu Mama runter.
    „Er heißt Michael.“ Wieder an den mysteriösen Mann am anderen Ende der Leitung gewandt. „Und wer sind sie? Sind sie ein Freund von ihm?“
    „Wieso fragen Sie?“ „Naja ich weiß ja nicht ob sie ihn vielleicht etwas antuhen wollen.“ Schweigen...
    „Es geht Sie nichts an wie ich zu ihm stehe, sagen sie mir wo er ist.“
    „Ist ja gut, ist ja gut!“ meine Mutter sprang vom Sofa auf und schrie, ich erschreckte mich und schrie ebenfalls. „Was ist?“ keuchte ich.
    „Er hat sich bewegt!“ rief sie.
    „Was ist passiert?“ fragte der komische Typ.
    „Nichts, warten Sie einen Moment. Mama, ganz ruhig versuch mal ob du ihn wach kriegst.“ ich drehte mich um und lief den Flur entlang. „Ihr, wie hieß er noch einmal? Michael? Er ist mitten in der Nacht durch mein Fenster gefallen, hat meinen ganzen Boden voll geblutet und keine einzige Verletzung. Wie funktioniert das bitte?“ Er murmelte irgendetwas.
    „Schnelle Selbstheilung. Wo sind sie?“
    „Nein! Sie sagen mir erst ihren Namen, wo sie sind und für wen Sie arbeiten.“
    „Das geht sie nichts an, Mensch!“
    „Ach... Ich bin also ein Mensch, ja? Gut und was sind Sie?“
    „Was ist denn los?“ fragte Mama, die plötzlich neben mir stand.
    „Ich telefonier grade mit einem großkotzigen, aufgeblasenen Nichtmenschen, den es mehr interessiert wo wir wohnen als sein Kollege, der durch mein Fenster im dritten Stock fiel und meinen Boden rot färbt.“ ich versuchte erst gar nicht meine Stimme zu senken. Das Ergebnis war ein leises knurren seinerseits.
    „Mama? Kannst du dich um den Kerl kümmern? Ich versuch den Engel wach zu kriegen.“ ich drückte ihr das Handy in die Hand und nahm ihr den feuchten Lappen aus der Hand.
    Grade als ich mich setzte schlug der Engel die Augen auf und im Bruchteil einer Sekunde hielt er mich an der Gurgel und die Sofa lehne gepresst. Ich starrte ihn mit vor Angst geweiteten Augen an. Ich wusste das ich kurz davor war über den Jordan zuwandern doch ich konnte an nichts anderes denken als daran wie wunderschön seine Augen waren. Sie waren hell grün und erinnerten mich an frisch gemähtes Gras und sie wurden nach außen hin immer dunkler. Er drückte mir die Luft ab.
    „Wer sind sie?“ „Immer dieselben Fragen.“ versuchte ich einen Witz zu reißen.
    Ich sah förmlich das Fragezeichen in seinem Gesicht.
    „Och... Ich bin das Mädchen durch dessen Fenster sie geflogen sind und dessen Boden voll von ihrem Blut ist.“
    „Das war nicht meine Schuld.“
    „Ich glaub's nicht! Warum sind denn alle Männer nur sie eingebildet?“ ich stieß seine Hand weg, sprang auf.
    „Was ist denn hier los?“ fragte Mama, die grade rein kam.
    „Ich hab die Nase voll von Männern!“ und mit einem Blick über die Schulter auf den immer noch verdutzten Engel fügte ich hinzu: „Ich geh meinen Boden schrubben!“ „Das wird deinem Vater nicht gefallen.“ warf sie ein.
    „Ist mir egal!“ als ich ging höre ich ein gemurmeltes „Es tut mir leid...“
    „Davon kann ich mir auch nichts kaufen.“ sagte ich leise aber ich war mir sicher das er es hörte.
    Im Bad griff ich mir den Eimer und füllte ihn mit heiße Wasser und Putzmittel, schon wieder. Als ich mich auf meinen Boden kniete und das fast getrocknete Blut versuchte aufzuwischen fragte mich mein Vater genervt: „Muss das jetzt sein?“
    „Ja!“ schnauzte ich ihn an. Dann ließ er mich in Ruhe. Ich schrubbte den Boden fast eine Stunde. Dann kippte ich das Wasser weg und schrie: „Gute Nacht!“ durch die Wohnung. Ich hatte definitiv keine Lust auf gar nichts mehr.

    Zum Glück waren Ferien und ich konnte ausschlafen. Ich hatte einen sehr komischen Traum gehabt. Irgendetwas über Engel. Ich drehte mich und schaute aus dem Fenster. Oh Shit! Es war kein Traum. Prompt bekam ich Kopfschmerzen. Ich stöhnte, stand auf und ging in die Küche und schluckte eine Schmerztablette. Ich war neugierig und schlich ins Wohnzimmer. Da lag er und schlief. Komisch, beim Schlafen sah er ganz friedlich aus.
    „Danke. Das beruhigt mich sehr.“ ich wurde schlagartig rot.
    „Ha... hab ich das grade laut gesagt?“ stotterte ich.
    Er lächelte. „Ja, aber ich finde es sehr schön, dass du trotz all der Schwierigkeiten, die ich dir bereitet habe, nett zu mir bist.“ und er schaute auf. „Seit wann sind wir beim Du?“ lächelte ich.
    „Du kannst ja lächeln!“ bleib ruhig Mädchen, er ist ein Engel! Natürlich ist er charmant!
    „Willst du mit frühstücken?“ die Frage schien ihn ernsthaft zu erstaunen.
    „Was?“
    „Willst du nicht?“
    „Doch, doch. Natürlich! Danke.“ bevor ich mich umdrehte musste ich noch eines wissen.
    „Geht es dir besser?“ schon wieder riss er die Augen genauso auf wie ein kleiner Hund der begreift, dass man mit ihm spielen will.
    „Ich fühle mich wie neugeboren.“ aus irgendeinen Grund wurde ich wieder rot und verschwand schnell in die Küche um das Frühstück vorzubereiten.
    Fünf Minuten später verfluchte ich die Gene meiner Mutter da ich ihre Größe geerbt habe. Ich kam nicht an diese blöden Teller ran. Plötzlich spürte ich Wärme hinter mir und ein muskulöser Arm nahm die Teller und hielt sie mir hin. Ich drehte mich um, nahm ihm die Teller ab, sah ihm in die Augen und sagte „Danke.“
    „Gern geschehen.“ sagte er und sah mir in die Augen. Ich weiß nicht wie lange wir dort standen bis mir siedend heiß einfiel, dass die Brötchen anbrannten.
    „Oh mein Gott!“ schrie ich und er zuckte zurück. „Die Brötchen!“ ich griff mir einen Topflappen und machte die Ofenklappe auf. Ich nahm jedes einzelne fast angekokelte Brötchen heraus, sprang von einem Fuß auf den anderen und sang.
    „Heiß, heiß, heiß, heiß!“ Der Engel stand mit verschränkten Armen an den Türrahmen gelehnt und beobachtete mich mit wachsamen Augen. Ich beschloss ihn zu ignorieren und versuchte ihn nicht zu berühren wenn ich Marmeladen und Aufschnitt in das Wohnzimmer brachte.
    Endlich war alles fertig, meine Eltern kamen und setzten sich und mein verschlafener Bruder kam herein. Er setzte sich und sah sich um. Nach zwei Minuten fiel ihm auf das uns gegenüber ein Kerl mit Flügeln saß.
    „Aha, Schwesterherz. Hast du einen neuen Freund?“ ich wurde rot. Doch als seine Augen sich weiteten und er sagte: „Ich habe von dir geträumt.“ hielt mich nichts mehr und ich musste so heftig lachen das ich keine Luft bekam. Ich warf mich immer wieder vor und zurück und brachte meine Eltern nur noch mehr zum Lachen. Mein Bruder und der Engel sahen nicht sehr begeistert aus. Nachdem ich mich beruhigt hatte beugte sich Tony zu mir.
    „Ich hab letzte Nacht nicht geträumt, oder?“
    „Nein, Tony, hast du nicht.“ brachte ich außer Atem hervor. Der drehte sich wieder zu dem Engel und entschuldigte sich, der Typ nickte nur.
    „Sag mal wie heißt du eigentlich?“ ich schaute zu dem Engel. Gott, bin ich verblödet! Wieso komme ich nicht auf die Idee den Kerl, der auf unserem Sofa schläft, zu fragen wie er heißt.
    „Mein Name ist Michael.“ sagte er mit einer nicht mehr so ganz jugendfreien Stimme und schaute mir dabei in die Augen. Mir wurde heiß und kalt. Mein Vater ergriff die Chance.
    „Mein Name ist Dave, das ist meine Frau Mary, mein Sohn Antony und meine Tochter Melody. Wo kommen sie eigentlich her?“ ich bildete mir ein, dass seine Augen aufblitzten als er meinen Namen hörte.
    „Ich komme aus New York.“ er sah mich dabei immer noch an. Mein Vater schien das auch zu bemerken, denn er haute gleich den nächsten Spruch raus.
    „Das ist doch in den USA? Da ist man doch erst mit einundzwanzig volljährig, oder? Tja das ist ja meine Melody bei ihnen noch minderjährig.“ dabei grinste er die ganze Zeit. Doch Michael machte ihn einen Strich durch die Rechnung.
    „Das kann man so oder so sehen...“ ich verschluckte mich an meinem Brötchen. Das hatte er jetzt nicht wirklich gesagt! Gott hatte der Kerl Todessehnsucht?
    Meine Mutter versuchte die Situation zu retten.
    „Wie lange wollen sie denn bleiben?“ da horchte ich auf. DAS interessierte mich aber sehr.
    „Mit ihrer Erlaubnis würde ich gern noch etwas länger bleiben. Ich fühle mich noch nicht ganz wieder hergestellt. Ich rufe bei meinem Chef an und sage das sie mich abholen sollen, das kann allerdings noch einige Tage dauern. Wenn sie möchten gehe ich in ein Hotel.“ Nein! Das kommt nicht in Frage.
    „Er kann doch bei Tony schlafen.“ sagte ich so neutral wie mir nur möglich. Ich stieß Tony mit meinem Ellenbogen in die Rippen.
    „Na klar kann er das. Ich wollte schon immer mal einen Zimmergenossen haben.“ ich verdrehte die Augen. Etwas Besseres ist ihm wohl nicht eingefallen.
    „Na ja solange er nicht bei dem Gestank umkommt ist es mir recht.“sagte meine Mama. Ich sah meinen Vater an. Der schaute in die Runde, seufzte und sagte: „Meinet wegen.“ Wow, ich liebe meinen Vater!
    „Das würde mich sehr freuen und ich weiß ihre Gastfreundschaft zu schätzen. Und Melody...“ er schaute mir in die Augen. „Dein Fenster werde ich natürlich bezahlen.“
    „Danke... äh.“
    „Nein, dass ist das Mindeste das ist tun kann.“

    Nachdem wir abgeräumt hatten machte ich mich fertig. Ich ging ins Wohnzimmer um mich zu verabschieden. Mir fiel die Kinnlade runter. Tony versuchte grade Michael Rommé bei zubringen.
    „Ähm... Ich bin dann mal weg.“ Michael starrte mich an aber nicht auf eine nette Weise. Es sah misstrauisch aus.
    „Okay, bis nachher, Schatz.“ sagte meine Mutter. Ich wollte mich grade umdrehen, da stand Michael plötzlich zwei Zentimeter vor mir und starrte zu mir herunter.
    „Wohin?“ Nur ein Wort. In diesem Wort war soviel Besitzanspruch und Dominanz aber komischerweise auch Sorge. Ich räusperte mich.
    „Z...zur Arbeit.“
    „Was für eine Arbeit?“ keine Stimmung, einfach nur monoton.
    „Ich helfe in einem Heim für misshandelte, besondere Tiere aus.“ aus der Eckte sagte meine Mama ganz stolz.
    „Ja, und das alles macht sie ehrenamtlich!“ ich beugte mich zur Seite um sie ansehen zu können und sagte mit geschlossenen Zähnen.: „Danke, Mama!“ Als ich wieder zu ihm aufblickte war er sogar noch ein Stück näher gekommen oder bildete ich mir das nur ein?
    „Kann dir da etwas passieren?“ das reichte. Ich liebe meinen Job und ich lasse mich nicht von diesem Möchtegern Raphael sagen was ich tun darf und was nicht!
    „Nein ist er nicht und selbst wenn, würde es dich überhaupt nichts angehen!“ an meine Familie gewandt sagte ich: „Ich geh dann jetzt.“ und zu dem Engel nur: „Tschüss!“ und ich ging. Um meine Wut ihn aus zu lassen knallte ich die Haustür erst einmal richtig zu und rannte fast zum Bus.

    „Igitt!“ murmelte ich während ich die Treppen hoch lief. Ich versuchte mich nicht zu viel zu bewegen, denn ich war voller, mit Wasser verdünntem, Vogelmist.
    „Na? Schlechten Tag gehabt?“ fragte meine Mutter scheinheilig, als ich zur Tür rein kam.
    „Nein, mir geht es super!“ meine Stimme troff nur so vor Sarkasmus. Als ich mich umdrehte stand auch schon Michael vor mir und sah an mir herab.
    „Was ist passiert?“ fragte er todernst.
    „Ich war heute bei Rudi, der war aber sehr schlecht gelaunt und hat es auch an mir ausgelassen. Und danach fand es Shanty ganz lustig mich mit Wasser voll zu spritzen! Ich bin mit den Nerven am Ende.“
    „Wer ist Rudi?“ ich stöhnte.
    „Rudi ist ein alter Waldkauz für den ich zuständig bin und Shanty ist eine Indische Elefantendame.“
    „Du arbeitest mit Tieren?“
    „Ja was hast du denn gedacht? Terroristen? Dieser Job ist so ungefährlich wie ein Babypups!“
    „Babypups?“ fragte er erstaunt. Sein Gesicht blieb immer noch unbeweglich und er sah mich immer noch an. Ich sah zu Boden und schlängelte mich an ihm vorbei. Ich schmiss meine Tasche in mein Zimmer, schnappte mir mein Top und meine Lieblingsjogginghose und ging ins Bad. Grade wollte ich die Tür schließen, da stand Michael in der Tür.
    „Was wird denn das?“ fragte ich. Er starte mich nur an.
    „Oh nein! Du bleibst schön draußen oder ich muss harte Maßnahmen ergreifen.“
    „Zum Beispiel?“ fragte er mit einer verruchten Stimme. Mir wurde heiß und ich bekam, ganz typisch, einen Hustenanfall.
    „Ich müsste meinen Vater rufen.“ sagte ich leise.
    „Würdest du das wirklich?“ er trat näher. Ich schaute auf den Boden.
    „Bitte...“ mehr bekam ich nicht heraus. Er blieb noch ein paar Minuten stehen dann machte er einen Schritt zurück. Ich machte die Tür zu und ließ mich dagegen fallen. Ich rutschte auf den Boden und seufzte. Was war das denn? Wenn ich mich so benehme nimmt mich doch keiner mehr ernst. Wahnsinn! Ich stand auf und ging erst einmal kalt duschen.

    Gott, war ich fertig! Ich kam aus dem Bad und ging erst mal in die Küche. Da lag ein kleiner Zettel

    Sind auf dem Camping. Kann länger dauern. Kümmert euch um unseren Gast.
    Haben euch lieb.
    Mama und Papa

    Ich atmete aus und ließ die Schultern kreisen. Na gut, auf in den Krieg. Zuerst stürmte ich das Zimmer von Tony.
    „ESSEN?“ schrie ich über die laute Musik hinweg.
    „WAS?“ schrie er zurück.
    „ESSEN?“ ich machte die übliche Essgeste.
    „JA“
    „OKAY!“ mit schmerzenden Hals und dröhnendem Kopf schloss ich die Zimmertür und versuchte das Piepen aus meinem Ohr zu bekommen. Also zu Michael. Ich suchte ihn überall. Natürlich stand er auf dem Balkon. Es war nicht mehr so warm draußen und ich hatte, mal wieder, keine Socken an und meine Haare waren nass. Ach sch**ß drauf! Ich öffnete die Tür und bekam sofort Gänsehaut. Ich stellt mich neben ihn. Er sah einfach in den Himmel. Wir schwiegen eine gefühlte Ewigkeit. Ich brach das Schweigen.
    „Willst du mit essen?“ ich schaute weiter auf die Bäume auf der anderen Seite der Straße. Plötzlich spürte ich seine starken Arme, die sich um meine Taille schlangen. Ich blickte zu ihm auf.
    „Dir ist kalt.“ das reichte als Erklärung und er hatte recht. Mir war Sau kalt. Ich kuschelte mich noch weiter in seine Umarmung hinein, am liebsten hätte ich mich noch in seine Schuhe geschummelt. Als könnte er meine Gedanken lesen hob er mich hoch und stellte mich, als würde ich nichts wiegen, auf seine Füße.
    „Besser?“ flüsterte er in mein Ohr.
    „Ja, danke.“ nuschelte ich.

    „Wie war die Frage noch mal?“ damit riss er mich aus meinen Tagträumen.
    „Hm..?“
    „Deine Frage von vorhin.“
    „Oh... ähm. Willst du mit essen?“
    „Was gibt es denn?“ er legte sein Kinn auf meine Schulter.
    „Tief kühl Pizza.“
    „Hab ich noch nie gegessen.“
    „Ernst jetzt?“ Ich schaute zu ihm hoch
    „Ja, aber ich würde es gerne probieren.“
    „Ist not...“ mitten im Wort kam auf einmal ein heftiger Windstoß. Meine Harre flogen nur so und selbst Michaels Wärme konnte meine Gänsehaut nicht verhindert. Da schloss er die Flügel vor mir und schloss uns praktisch von der Außenwelt ab. Ich starrte auf seine Flügel.
    „Die haben ja blaue Ränder!“ rief ich erstaunt. Er lachte, zwar nur leise aber es war rauchig und tief. Ich streckte meine Hand aus, stoppte aber kurz vorher. Ich wusste nicht ob man Engelsflügel berühren durfte. Das von gestern Abend war etwas anderes, außerdem war er bewusstlos. Michael nahm meine Hand und legte sie sanft auf seinen Flügel.
    „Wow.“ sie waren weich, super weich und doch stark. Ich strich über den Flügelrücken und ließ meine Hand über den Innenspann fahren. Michael erschauderte.
    „Oh! Tut mir leid! Ich wusste nicht das es so schlimm ist.“ ich nahm meine Hand sofort zurück.
    „Nein, nein.“ er nahm meine Hand in seine. Gott, war sie groß. „Flügel sind empfindlich. Noch empfindlicher als die Haut auf deiner Wange . Du hast mir nicht weh getan.“ Ich atmete erleichtert aus. Er ließ meine Hand los, griff nach vorn und riss sich eine Feder aus. Ich zuckte zusammen.
    „Keine Angst, es tat nicht weh.“ deshalb sah es nicht weniger schmerzhaft aus.
    Er strich mir mit der Feder über die Wange und steckte sie mir ins Haar. Automatisch tastete ich danach. So weich und so zerbrechlich.
    „Wolltest du nicht essen machen?“ fragte er belustigt.
    „Ach ja! Hawaii oder Salami?“
    „Wie bitte?“ ich drehte mich aus seiner Umarmung und sah ihn an.
    „Die Pizza. Welche Geschmacksrichtung? Hawaii oder Salami?“ er sah zu mir herunter.
    „Welche nimmst du?“
    „Hawaii!“ keine Frage, sie beste Pizza aller Zeiten. „Dann nehme ich das selbe.“
    „Na gut.“ ich wollte gehen. Doch er hatte die Flügel immer noch um mich herum geschlossen. Ich schaute ihn an. Es begann ein internationaler anstarr Wettbewerb. Nach ungefähr fünf Minuten nahm er die Flügel hinunter. Ich konnte mir ein kleines Siegerlächeln nicht verkneifen. Na gut! Es war eher ein breites Siegergrinsen. Ich ging in die Küche und schmiss drein Pizzen in den Ofen, eine Salami und zwei Hawaii. Während sie ausbackten deckte ich schon einmal den Tisch. Michael war nirgends zu sehen. Vielleicht ist er ja los, eine kleine Runde fliegen. Es muss ja total bescheuert sein, wenn man als Engel in so eine kleinen Wohnung festsitzt. Ich starrte auf die dunkle Wolkendecke. Was ist wenn die Typen, die ihn gestern abgeschossen haben, noch da draußen auf ihn lauern? Melody! Entspann dich! Er ist ein Engel. Die können auf sich selbst aufpassen. Ich versuchte ruhig in die Küche zu gehen. Ich holte die Pizzen und brachte die Salami Pizza zu Tony ins Zimmer. Mit einem geschrienen „Danke!“ und einem Tinitus brachte ich die zwei anderen Pizzen ins Wohnzimmer.
    Ich stellte mich auf den Balkon. Ich würde mich total zum Deppen machen aber egal. Ich wurde geboren um peinlich zu sein.
    „Michael? Essen ist fertig!“ ich verließ schnell den Balkon. Erstens um ihm beim Landen nicht im Weg zu sein und zweitens damit niemand sieht, dass sich grade geschrien habe. Einmal geblinzelt da landete er auch schon. Knapp, wirklich ganz knapp, landete er vor der Wand. Mein Herz blieb stehen. Michael kam herein geschlendert.
    „Alles gut?“ ich merkte, dass ich schon seit einer Minute keine Luft mehr geholt hatte. Schnappatmend setzte ich mich.
    „Das ist also eine Tiefkühlpizza?“ ich nickte. Er probierte.
    „Nicht schlecht. Keine Originale aus Italien aber nicht schlecht.“
    „Du warst mal in Italien?“
    „Ja aber dass ist eine andere Geschichte.“ ich verstand den Wink, dass er nicht drüber reden wollte. Um das Thema zu wechseln fragte ich: „Wer war eigentlich der Kerl mit dem ich gestern telefoniert habe?“
    „Kommt drauf an. Wen hast du denn angerufen?“
    „Sire...“
    „Dann war es vermutlich mein Boss Lucien.“
    „Der war extrem unfreundlich.“ sagte ich.
    „Er hat sich vermutlich nur Sorgen um mich gemacht.“ versuchte er einen Chef zu verteidigen.
    „Er hat „Mensch“ zu mir gesagt und das in einen sehr unfreundlichen Ton! Ich finde das ziemlich unfreundlich.“ ich stocherte mit der Gabel in meiner Pizza herum. „Was ist ER denn, wenn ich ein Mensch bin?“
    „Ein ziemlich unfreundlicher Engel.“ schmatzte er. Ihm schien die Pizza echt zu schmecken.
    „Also gibt es mehr Engel als gedacht?“ es wird im Moment geschätzt, dass rund fünfhundert Engel leben. Die Engel haben vor langer Zeit die Erde untereinander aufgeteilt. Die mächtigeren Engel herrschen und die unteren Engel sind ihre Bodyguards, Kuriere und so weiter. Michael schaute hoch und mir in die Augen. Das tat er so lange biss mein Gehirn praktisch geschmolzen war.
    „Dazu kann ich dir leider nichts sagen.“ ich blinzelte und begann wieder zu denken.
    „Wozu?“
    „Zu deiner Frage mit der Anzahl von uns.“
    „Ach so...“ inzwischen interessierte es mich auch nicht mehr. Oder eher, es interessierte mich nichts mehr, wenn er mich so ansieht. Diese Wahnsinns Augen... Er beugte sich langsam zu mir.
    „Wer ist Steve?“ Hä?
    „Woher kennst DU denn Steve?“ Oh mein Gott! Oh mein Gott! Oh mein Gott!
    „Deine Mutter und ich haben uns vorhin unterhalten. Und sie hat mir von ihm erzählt.“
    „Sie hat dir von ihm erzählt aber nicht erwähnt wer er ist?“
    „Nein, sooft ich auch nach gefragt habe, sie wollte es mir nicht sagen.“
    „War vielleicht auch ganz gut so.“ nuschelte ich in mein nächstes Stück Pizza hinein.
    „Was?“
    „Er ist mein Exfreund.“ murmelte ich, auf den Boden schauend. Als ich hoch blickte hatte sich Michaels Gesichtsausdruck komplett verändert. Vorher wirkte er interessiert aber jetzt war er zornig. Todbringend zornig.
    „Michael? Du machst mir angst...“ Das tat er wirklich.
    „Wie lange?“ knurrte er.
    „Wie lange was?“ langsam setzte er sein Pokerface auf. Ich hasste das! So konnte ich seine Reaktionen nicht absehen.
    „Wie lange ward ihr zusammen?“ Oh Gott!
    „Mein Gott! Du bist nicht mein Vater und auch nicht mein Freund! Du hast nicht das Recht mich das zu fragen und es geht dich auch überhaupt nichts an!“ wurde ich ein wenig laut. Jetzt wurde er kalt.
    „Das kann man vielleicht ändern.“ sagte er ohne Emotionen.
    „Wir leben hier nicht in der dritten Welt! Frauen können hier selbst bestimmen ob und was sie sagen!“
    „Wie lange?“
    „Fast ein Jahr...“ ich fühlte mich als würde ich meinen Eltern einen Regelverstoß gestehen.
    „Fast ein Jahr.“ sagte er nachdenklich. „Liebst du ihn noch?“
    „Was? Nein!“
    „Hängst du an ihm?“
    „Nein!“
    „Kommt er manchmal her?“ schweigen meinerseits. „Aha. Wann?“
    „Oh nein! Bei meinem Glück wirst du ihn pulverisieren!“
    „Ich mag ihn nicht!“ stellte er fest.
    „Du kennst ihn doch gar nicht!“ wir hatten uns beide ein wenig von unseren Sitzen erhoben.
    „Also hängst du doch an ihm!“
    „Nein! Tu ich nicht. Und außerdem geht es dich nichts an!“ in dem Moment klingelte es an der Tür.
    „Oh nein!“ Michael wurde ganz still und ernst. Ich stand aus.
    „Ich geh dann mal kurz.“ Ich rannte zur Tür. „Bitte, bitte, bitte, bitte.“ betete ich. „Bitte lass es nicht Steve sein! Bitte lass es nicht Steve sein!“ Ich machte die Tür auf und... Natürlich war es Steve.
    „Was machst du denn hier?“ er schaute verwirrt.
    „Äh... dich besuchen?“
    „Das ist grade ganz schlecht.“
    „Ach komm schon, Mel!“ er war der einzige der mich so nannte. „Dein Vater macht mir schon lange keine Angst mehr.“
    „Mein Vater ist gar nicht da! Nein, es passt grade wirklich nicht.“ Ich versuchte die Tür zu schließen aber Steve hielt sie auf.
    „Ach, ein neuer Typ? Den werde ich mir mal anschauen.“
    „Nein! Ich habe keinen neuen Typen... Lass es doch einfach.“ Steve hatte sich jeden Kerl, mit dem ich fast zusammen gekommen bin, „angesehen“. Dementsprechend hatte ich, seitdem er mit mir Schluss gemacht hatte, keine Beziehung mehr, weil er alle eingeschüchtert hatte. Er aber lief jeden zweiten Tag mit einer neuen Tussi durch die Gegend, was mir jedes Mal das Herz brach.
    „Keiner ist gut genug für dich!“
    „Also du auch nicht?“ Er sah mich an. Doch da lenkte etwas hinter mir seine Aufmerksamkeit auf sich.
    „Oh nein.“ sagte ich als Steve sich an mir vorbei drängte. Ich schüttelte den Kopf und schloss die Tür. Als ich mich umdrehte stockte mir der Atem. Da stand Michael, aber ohne Flügel in Jogginghose, Barfuß und Oberkörper frei. Nachdem ich aufhören konnte ihm auf sein Sixpack zu starren versuchte ich Steve aufzuhalten, der auf ihn zuging.
    „Was hast du denn gemacht?“ rief ich entsetzt. Gott, die Flügel sind weg!
    „Mich angezogen.“ entgegnete er mit einem lässigen Schulterzucken. Oh Mist! Das wird Steve völlig falsch auffassen.
    „So und du bist?“ Steve baute sich vor Michael auf. Das Problem war nur dass Michael größer war als er. Ich stellt mich zwischen die beiden und legte Steve die Hände auf die Brust.
    „Steve, bitte. Es ist nicht so wie es aussieht. Bitte geh, dann ersparen wir uns allen Ärger.“ Steve sah zärtlich zu mir runter und legte mir einen Arm um die Schulter. Ich wurde ein wenig rot und das schien Michael gar nicht zu gefallen.
    „Lass die Hände von ihr!“ er zog mich hinter sich. Ich stöhnte leise auf, weil Steve mir ein paar Haare ausriss.
    „Du hast ihr weh getan.“ Wir alle wusste das er nicht meine Haare meinte.
    „Ich wüsste nicht ob es dich etwas angeht.“ Steve blieb hart.
    „Michael, bitte...“
    „Ah! Michael! Komischer Name für einen Kerle der ein Mädchen ausnutzt, der klingt so nett.“ Steve lächelte süffisant.
    „Ich nutze sie nicht aus. Ich bin hier, weil ich ihr etwas Schulde. Sie hat mir nämlich das Leben gerettet und mir ohne Grund die Klamotten vom Leib gerissen.“ Jetzt grinste Michael.
    „O Gott, du hast das mitbekommen?“ jetzt wurde ich rot.
    „Natürlich bekomme ich es mit wenn mir jemand über den Bauch streichelt.“ sagte er über die Schulter zu mir und sein Lächeln wurde noch eine Spur breiter.
    Ich stöhnte und vergrub mein Gesicht in seinem Rücken.
    „In Ordnung, du kannst mich jetzt umbringen. Gott, ist das peinlich!“ nuschelte ich. Michael hatte es wohl mitbekommen, denn er nahm meine Hände und legte sie sich um seinen Bauch. Ich schielte an seinem Sixpack vorbei, grins, und schaute Steve an. Der starrte wiederum zu unseren Händen und dann zu mir.
    „Steve...“ begann ich doch ich wurde von Michael unterbrochen.
    „Es ist besser wenn du gehst.“
    „Also wurde aus dem kleinen, süßen Mädchen, dass ich einmal mochte, eine Schlampe.“ mir klappte die Kinnlade runter. Bevor Michael sich bewegen konnte war ich schon vorgesprungen und hatte ihm eine geknallt.
    „Ich eine Schlampe, ja? Wer hat denn alle zwei Tage ein neues Mädchen im Arm?“
    „Ich reiße ihnen wenigstens nicht gleich die Klamotten vom Leib!“ schrie er zurück.
    „Zu deiner Information, er war verletzt! Ich habe ihm die Klamotten aufgeschnitten um zu überprüfen ob er verletzt ist! Aber weißt du was? Warum erzähl ich dir das eigentlich?“ ich begann zu weinen. Dieser Idiot!
    „Du brichst mir seit sechs Monaten jeden Tag das Herz. Ich kann nicht mehr Steve. Ich kann nicht mehr. DU hast MICH betrogen. DU hast mit MIR Schluss gemacht! Also verschwinde!“ Michael bewegte sich. Viel schneller als ein normaler Mensch. Er knallte Steve an die Wand.
    „Du hast sie betrogen? Du mieser...“ „Michael!“ schrie ich. Er hatte schon die Faust erhoben. Michael hielt inne und schaute mich an. Ich konnte kaum etwas sehen, wegen der Tränen.
    „Er ist es nicht wert! Lass ihn gehen. Steve...“ ich wand mich an ihn. „Ich will dich nie wieder sehen, nie wieder!“ Michael lockerte seinen Griff etwas und beugte sich vor. Ich dachte schon er wolle ihm ein Ohr abbeißen doch er flüsterte nur: „Sie ist viel zu gut für dich! Man sollte einen Stern niemals gehen lassen!“ und er ließ ihn los. Steve strich sein T-Shirt glatt. Dann wirbelte er herum und knallte die Tür hinter sich zu. Ich brach zusammen. Schlampe! Ich? Wie konnte er nur so gemein sein? Er war früher total nett. Hat mir alles Wünsche von den Lippen abgelesen. Michael kniete sich vor mir nieder und streichelte mein Gesicht. Dann nahm er mich in den Arm und trug mich in mein Bett. Er blieb stundenlang an meinem Bett sitzen und brachte mir Taschentücher und versuchte verzweifelt mich dazu zubringen etwas Wasser zu trinken. Irgendwann schlief ich ein. Ich träumte von Engel die Steve verkloppten während ich auf einer riesen Pizza saß und zusah.

    Ich wurde sanft mit einem Kuss auf die Stirn geweckt. Ich stöhnte und versuchte meine zugeklebten Augen zu öffnen. Als ich es endlich geschafft hatte sah ich wie Michael mich ansah. Er hatte sich umgezogen. Er trug ein T-Shirt und eine ausgeblichene Jeans.
    „Ich muss furchtbar aussehen.“ murmelte ich. Er streichelte mir über die Wange.
    „Nein, du bist wunderschön.“ ich kicherte und merkte das mein Hals vom Weinen völlig trocken war. Dankbar nahm ich ein Glas Wasser von ihm an und stürzte es hinunter.
    „Kommst du ins Wohnzimmer?“
    „Lässt du mir die Wahl?“
    „Nein!“ er grinste.
    „Gib mir zwei Minuten.“ ich ging schnell aufs Klo und kämmte meine Haare, die mittlerweile trocken waren. Als ich ins Wohnzimmer kam staunte ich nicht schlecht. Überall standen Kerzen, überall lagen Kissen und es war total gemütlich.
    „Ou.“ seufzte ich. Womit hatte ich denn das verdient?
    „Wieso?“ ich schaute zu ihm hinüber. Michael griff sich eine Wolldecke und hielt sie mir, wie ein Gentleman, auf. Ich ging zu ihm und drehte ihm den Rücken zu. Er wickelte sie mir um den Körper und hielt mich eine Weile fest.
    „Du hast es verdient und ich dachte mir, dass wir uns einen schönen Abend machen.“
    „Was ist mit meinen Eltern?“
    „Die schlafen heute im Hotel.“
    „Hä? Wie das denn?“
    „Sagen wir es mal so. Sie haben ein nettes Angebot von einem Sparhotel bekommen und sich entschieden das Angebot anzunehmen.“
    „Hast du deine Hände im Spiel?“ grinste ich ihn über meine Schulter an.
    „Im Moment haben meine Hände etwas anderes zu tun.“ sagte er und begann mich zu massieren. Ich stöhnte. Gott, konnte er das gut!
    „Komm, setz dich.“ ich wehrte mich.
    „Aber dann hörst du auf!“ piepte ich.
    „Ich mache gleich weiter. Ich mache nur schnell den Film an.“ Film? Egal, ich würde alles schauen, Hauptsache der massierte mich weiter! Michael ging zur Anlage und schmiss einen Film ein. Als er sich neben mich setzte und mich weiter massierte lief die Anfangsmelodie von Star Wars.
    „Du musst das nicht schauen, wenn du nicht willst.“
    „Spinnst du? Star Wars sind die besten Filme der Welt!“ ich schaute zu ihm hinauf.
    „Ich glaube du wärst der perfekte Mann für mich.“ nachdem ich erst realisiert habe, was ich sagte, lächelte er mich an.
    „Und du die perfekte Frau.“ Oh Gott! Ich wurde so was von rot.
    „Lass uns den Film schauen.“ ich drehte mich wieder zum Fernseher und kuschelte mich an ihn. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass er mich immer noch ansah. Ich glaub es nicht. Ich schaue mit einem Typen, den ich erst seit vierundzwanzig Stunden kenne, Fernsehen und kuschel mich auch noch an ihm. Dann hab ich ihm fast nackt gesehen, er hat mich weinen sehen, er hat sich um mich gekümmert, Besitzansprüche geltend gemacht, mich beschützt und mehr oder weniger angedeutet, dass er mich mag.

    Nach dem dritten Teil stellte ich den Antrag auf eine Pinkelpause. Michael drückte auf Pause und öffnete die Decke, in der er uns, nach der ersten Stunde eingewickelt hatte. Ich ging langsam in den Flur und sobald er mich nicht mehr sah, rannte ich los. Ich musste ganz dringend.
    Es war mittlerweile schon ziemlich spät. Ich schaute noch einmal bei Tony ins Zimmer. Er war vor seinem PC eingeschlafen. Ich lehnte mich an den Türrahmen und schaute ihn dabei zu. Er war so niedlich wenn er schlief. Keine Ahnung wie lange ich dort stand, doch auf einmal stand Michael hinter mir und schlang mal wieder seine Arme um mich.
    „Wird das zur Gewohnheit?“ flüsterte ich.
    „Vielleicht...“ sagte er und zog mich an seine Brust.
    „Hm... Wir sollten ihn ins Bett bringen.“ Michael seufzte, drückte mich noch einmal kurz an sich und trat zu Tony. Er hob ihn vorsichtig auf und trug in ihn seine Bett. Mir kam plötzlich eine typische Familienszene in den Sinn. Die Mutter steht in der Tür und sieht ihrem Mann zu wie er ihren Sohn ins Bett bringt. Ich schüttelte den Kopf. Michael war ein Engel. Engel verliebten sich nicht, sie spielten. Auch diese ganzen Umarmungen... alles nur Spiel. Ich drehte mich um und ging ins Wohnzimmer und setzte mich auf die Couch. Ich legte mein Gesicht in meine Hände. Oh, nein! Ich war dabei mich in einen Engel zu verlieben, der bald abreisen würde und sich nicht mal mehr an meinen Namen erinnern würde. Der umgeben wäre von Schönheiten mit Flügeln die ewig leben würden und nicht wie ich elender Mensch. Aber es war mir egal. Ich wollte wissen ob er wirklich so gut zu mir passte. Ich sah hoch. Michael stand, wie ich vorher, an den Türrahmen gelehnt und schaute mir beim verzweifeln zu.
    „Wie alt bist du?“
    „Ich versteh die Frage nicht. Ich bin zwanzig Jahre alt.“
    „Dein Körper vielleicht. Ich meine in Engelsjahren!“
    „Warum interessiert dich das?“
    „Weil es widerlich ist, wenn ich mit einem Kerl kuschel der zweihundert Jahre älter ist als ich!“ er wurde stumm und sah mich nur an. Nach einer Weile beschloss er, mir zu antworten.
    „Gehe ich richtig in der Annahme, dass du darüber nachdenkst mit mir zusammenzukommen?“ er grinste. Dieser dämliche Idiot grinste mich doch tatsächlich an!
    „Nein, das tue ich nicht! Wer hat sich denn als mein fester Freund ausgegeben?“
    „Es war notwendig.“ er war wieder Mr. Pokerface.
    „Was es nicht und das weißt du.“ sagte ich an die Tischplatte gewand.
    „Nein, war es nicht.“
    „Sag ich doch.“ plötzlich stand er vor mir und hielt mein Kinn hoch.
    „Aber ich wollte es wäre so.“ und damit beugte er sich hinunter und küsste mich. Er war zärtlich und nicht sehr lang. Als er sich von mir löste blickte ich zu ihm hoch.
    „Warum tust du mir das an?“ fragte ich ihn. Er sah mich fragend und etwas bestürzt an.
    „Warum küsst du mich, wenn du morgen schon wieder weg sein könntest?“ mir kamen die Tränen und ich begann zu heulen. „Du wirst gehen und mich vergessen, tausende von Jahren weiterleben und mit, was weiß ich, wie vielen anderen Engeln zusammenkommen. Wie lange kennst du mich schon? Vierundzwanzig Stunden? Denkst du wir machen uns eine schöne Zeit und dann gehst du einfach und ich komme damit klar? Gott verdammt!“ ich ließ mich zurück sinken. Jetzt heulte ich Rotz und Wasser. Michael behielt auch in dieser die Nerven. Er setzte sich einfach neben mich und nahm mich in den Arm, schon wieder. Nach einer gefühlten halben Stunde hörte ich endlich auf. Ich hatte das Gefühl, das Michael mich noch fester an sich drückte.
    „Ich weiß das du mir nicht glaubst, aber ich will dich nicht verlieren. Es gab noch nie jemanden der mir nach so kurzer Zeit so viel bedeutet hat oder überhaupt so viel bedeutet hat.“ ich lachte.
    „Wie kann ich dir nach schon so kurzer Zeit, so viel bedeuten?“
    „Ich weiß es nicht.“ flüsterte er. Die Kerzen waren mittlerweile runter gebrannt und es war Stock finster im Raum. Ich weiß nicht wie lange wir dort saßen und schwiegen, doch irgendwann bin ich eingeschlafen.

    Ich wurde sanft an der Schulter gerüttelt.
    „Hm?“ ich schlug die Augen auf und versuchte mich nicht zu bewegen. Irgendjemanden wollte ich nicht aufwecken, doch wer war das noch mal? Vor mir stand Tony.
    „Hey, wollt ihr mit frühstücken?“ fragte er. Ich sah nach oben. Michael lag mit den Kopf an der Sofalehne und schlief. Ich schüttelte den Kopf.
    „Nein, danke. Lass uns noch ein wenig schlafen.“ flüsterte ich. Tony lächelte traurig. Er fuhr mir mit dem Finger über die getrockneten Tränenspuren von gestern Abend.
    „Steve war gestern da, oder?“ Tony dachte wohl ich sah wegen Steve so aus. Ich ließ ihn in dem Glauben. Ich nickte. Er schüttelte den Kopf und ging. Ich rieb erst einmal meine Augen. Sie waren völlig verklebt. Ich drehte mich zu Michael um. Er schlief immer noch. Ich strich ihn über die Wange. Wenn ich mich nicht täuschte waren seine Augen auch etwas verklebt. Ich musste lächeln. Der Engel hatte wegen mir geweint. Das klang so absurd! Ich kuschelte mich noch enger an ihn und zog die Decke, die er wohl mitten in der Nacht um uns legte, hoch und schloss meine Augen. Ich wusste mir würde nicht viel Zeit mit ihm bleiben aber ich würde die Zeit, die mir blieb, ausnutzen. Und zwar in vollen Zügen.




    Ich rekelte mich ein wenig. Michael wurde davon wohl wach, denn er nahm mich noch fester in den Arm.
    „Guten Morgen.“ sagte er.
    „Guten Morgen.“ ich schaute zu ihm hinauf. Ich hob meine Hand und strich ihm den Schlaf aus den Augen. Danach lege ich ihm die Hand auf die Wange. Er schloss die Augen und schmiegte sich in die hinein.
    „Du hast wegen mir geweint.“ stellte ich fest. Er lächelte.
    „Nein hab ich nicht, ich bin männlich.“ Dieser Kommentar brachte mich zum lachen.
    „Du sollst nicht wegen mir weinen müssen.“ Michael nahm meine Hand von seiner Wange und vergrub seinen Kopf an meinem Hals. Falz es überhaupt möglich war drückte er mich noch fester.
    „Ich habe eine Idee.“ er hob den Kopf und sah mich mit diesem Hundeblick an, den manche Kerle drauf haben. „Lass uns doch einfach von vorne Anfangen.“ sein Lächeln wurde breiter und er hielt mir die Hand hin. Ich schüttelte diese.
    „Hallo, ich bin Melody, Gattung Mensch und achtzehn Jahre alt.“
    „Hallo auch, mein Name ist Michael, Gattung Engel und ich bin, ungefähr, zwanzig Jahre alt, im Menschenalter.“
    „Aha, ein Engel. Wo sind dann deine Flügel?“
    „In Disneyland!“ ich bekam einen Lachflash. Zum tausendsten mal innerhalb von vierundzwanzig Stunden weinte ich, doch dieses mal vor lachen.
    „Nein, ich meine das ernst. Wo sind sie?“ statt einer Antwortet schob er mich ein wenig nach vorne, beugte sich vor und auf einmal brachen seine Flügel aus seinem Rücken. Ich konnte mir ein: „Autsch!“ nicht verkneifen. „Tut das nicht weh?“
    „Nein.“ und er bot mir die Flügel zum berühren da. Ich streichelte über sie hellblauen Spitzen. „Wunderschön!“ murmelte ich. Typisch Mann musste er natürlich angeben und breitete sie auf ihre volle Größe aus und schloss uns ein.
    „Wollen wir noch etwas liegenbleiben?“
    „Mhmh...“ ich hatte die Augen auch schon wieder geschlossen. Michael strich mir sanft über den Rücken. Doch etwas in meinem Gehirn wollte nicht zur Ruhe kommen. Ach ja!
    „Wann kommen meine Eltern zurück?“
    „Nächste Woche.“ Er war schon fast wieder eingeschlafen?
    „Nächste Woche?“ Michael gähnte. Moment! Er gähnte?
    „Ich dachte Engel werden nicht müde?“ Ich grinste.
    „Engel müssen auch schlafen. Oder dachtest du ich liege die Nacht wach?“
    „Ehrlich gesagt dachte ich, dass du die ganze Nacht daliegst und mich verträumt ansiehst!“ ich lächelte schelmisch. Als ich zu ihm hoch sah, grinste er mich verschwörerisch und auch ein wenig verführerisch an. Wow, mir wurde heiß.
    „Das tue ich ja auch jede Nacht.“ er meinte das ernst. Ich fühlte förmlich wie mir die Röte ins Gesicht stieg. Ich versuchte davon abzulenken.
    „Und deshalb musst du jetzt schlafen?“ ich schaute auf den Boden.
    „Ja.“ er nahm mein Kinn und zwang mich ihn anzusehen. „Damit ich dich heute Nacht wieder betrachten kann.“ wir sahen uns in die Augen. Dieses grün...
    „Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich deine Eltern ein wenig überredet habe, länger weg zu bleiben.“ das riss mich aus meinem Schlaraffenland.
    „Du hast meine Eltern verzaubert?“ rief ich entsetzt. Michael lachte nur.
    „Verzaubert? Das klingst wie aus einem alten Disney Film.“
    „Halt die Klappe! Hast du sie verzaubert oder verhext oder was auch immer?“
    „Ich habe nur ein wenig... ähm...“ er dachte hohl über den genauen Wortlaut nach. „Überzeugungsarbeit geleistet. Eventuell mit ein wenig Hypnose.“
    „Du hast meine Eltern hypnotisiert? Und was hast du ihnen ins Gehirn gepflanzt?“
    „Nur, dass sie schon sehr lange keinen Urlaub mehr gemacht haben.“ ich sah ihn wieder an.
    „Warum hast du das getan?“
    „Ich wollte in Ruhe Zeit mit dir verbringen.“





    „Warum? Ich meine ich finde dich total nett und süß. Aber du wirst doch niemals für immer hierbleiben, bei mir. Ich denke, du hast in den vergangenen vierundzwanzig Stunden genug Andeutungen gemacht, dass selbst ich es verstanden habe. Aber wenn ich mich täusche, sag es mir.“ ich sah ihn an. „Ich würde es nicht ertragen wenn ich dir erst mein Herz schenke und du nach einer gewissen Zeit darauf herum trampeln würdest... Ich wüsste nicht wie ich das überstehen sollte.“ Michael wollte etwas sagen, doch ich hielt ihn zurück und stand auf.
    „Nein, bitte. Du hast mich beschützt, mich verletzt, mich zum lachen und zum weinen gebracht. Ich brauche Zeit und du auch. Bitte überlege dir genau ob du hierbleiben willst oder nicht. Besser jetzt als später.Ich gehe spazieren.“ ich ging in mein Zimmer, holte meine Jacke und ging hinaus.

    Ein paar hundert Meter von Zuhause war hinter dem Hundepark der Wald. Es war Abend und die Dämmerung setzte ein. Es war sau kalt und erst jetzt bemerkte ich, dass ich noch meine Jogginghose trug. Ist doch egal! Mich sieht doch sowieso niemand! Ich stand an der Gabelung im Wald. Die rechte war nur eine kurze Runde, die linke konnte schon eine halbe Stunde dauern. Ich musste nachdenke also schlug ich den linken Weg ein.
    Ich war im Begriff mich in einen unsterblichen Engel zu verlieben! Ich hatte zwei Optionen. Entweder ich ließ mich darauf ein und verbrachte eine schöne Zeit. Aber das würde mir das Herz brechen und ich weiß nicht wie ich das verkraften könnte. Die zweite wäre mich abzuschotten, die Gefühle runter zu fahren und hoffen das er einfach abreist.
    Ich kann mich nicht entscheiden! Er ist so lieb und süß und wenn ich mal ehrlich bin, hat mir der Anblick seinen freien Oberkörpers den Rest gegeben.
    „Grrrr!“ schrie ich in den Wald. Hoffentlich hörte das niemand. Leise begann es zu schneien.

    Michael saß auf dem Sofa und hatte das Gesicht in die Hände gelegt. Er wusste doch auch nicht was sie mit ihm machte. Er hatte letzte Nacht geträumt. Engel träumen nicht. Doch jedes mal wenn er sie in den Armen hielt schweiften seine Gedanken ab. Er hat von einer Zukunft mit Melody geträumt.
    „Grrrr!“ er hob ruckartig den Kopf. Dieser Schrei! Er kam unverkennbar von Melody! Michael sprang auf. Sollte er ihr hinterher fliegen?

    Ich war mittlerweile bis auf die Knochen durch gefroren und ich hatte echt Probleme meine Beine zu bewegen. Langsam bekam ich echt Panik denn es wurde langsam spät. Und zu allem Überfluss hörte ich das die nächste Bahn einfuhr, der Bahnhof war hinter dem Wald. Jetzt war die Zeit in der die ganzen Betrunkenen Männer durch den Wald torkelten und ich hatte echt Angst. Ich versuchte schneller zu gehen und da hörte ich auch schon die schlurfenden Schritte der Kerle. Mein Atem ging schneller und ich versuchte schnell nach Hause zukommen. Da hörte ich ein komisches Geräusch. So etwas wie Rauschen...
    Da kam ein heftiger Wind auf und ich kniff die Augen zusammen. Als ich sie wieder öffnete stand Michael vor mir, wieder mit ausgebreiteten Flügeln. Ich sah hinter mich. Ich drehte mich um. Ganz am Ende des Weges sah man leichte Silhouetten der Männer. Ich spürte das Michael sich bewegte und sah wieder zu ihm. Er hielt mir seine Hand hin. Er hatte mir seine Hand hingestreckt und schaute mich etwas flehentlich an. Die Schritte kamen näher. Mir war zu kalt und ich hatte zu viel Angst um sein Angebot nicht anzunehmen. Ich nahm seine Hand. Sie war schön warm. Michael zog meine Hand an seine Lippen und küsste sie. Wir standen eine Weile so dar und ich konnte oder eher wollte mich nicht bewegen. Der Schnee fiel und die Zeit schien stehen zu bleiben. Die Geräusche der Betrunkenen wurde lauter. Michael atmete tief ein und aus und ich hatte das Gefühl er atmete meinen Geruch ein. Er zog mich an seine Brust und lege seine Arme um mich. Er ging etwas in die Knie und stieß sich kräftig ab. Mir blieb die Luft weg. Wir flogen!



    Oh mein Gott! Ich klammerte mich an Michael und ich hätte schwören können, dass er lachte. Dieser Idiot! Machte er sich doch tatsächlich über mich lustig! Er drückte mich fester an sich und mir wurde langsam wärmer. Ich hörte Michael husten. Er hatte sich an meinen Haar verschluckt! Das versaute die ganze Stimmung... Als ich fertig war ihn böse anzuschauen, er hat so getan als ob er mich ignoriert aber ich habe das Lächeln gesehen, schaue ich wieder nach vorn... Und sehe, dass er genau auf eine Wand zufliegt und merke erst nach meinem Schrei, dass es die Wand unseres Balkons ist! Grade noch rechtzeitig schlug er noch mal mit den Flügeln und landete sanft und leise. Ich war so steif gefroren, dass ich mich nicht von ihm lösen konnte. Ihn schien das nicht zu stören. Grade wollte ich ansetzten etwas zu sagen, da ging das Licht in Tony's Zimmer an, das am Balkon liegt. Michaels Kopf schoss hoch und ich starrte ihn an. Ich hatte ihn noch nie so wütend und in sich gekehrt gesehen, obwohl ich ihn noch nicht so lange kenne. Dann schloss er, mal wieder, die Flügel um uns und schnitt uns von der Außenwelt ab. Er starrte zu mir herunter. Ich konnte mich nicht bewegen, geschweige denn denken...
    „Warum bringst du dich in Gefahr?“ seine Stimme war ausdruckslos.
    „Ich habe mich nicht in Gefahr gebracht! Ich war nur im Wald spazieren um den Kopf frei zu bekommen. Das solltest du auch...“
    „Du willst mir weiß machen, dass betrunkene Männer nicht gefährlich sind?“ er wurde langsam wütend. Das schüchterte mich ein. Ich sah wieder auf meine Schuhe, soweit das möglich war. Wir standen ziemlich nah bei einander.
    „Ich wollte ja weg, ich war nur festgefroren...“ nuschelte ich.
    „Warum gehst du auch nur mit einer Jogginghose bekleidet hinaus?“ langsam wurde ich auch wütend.
    „Was war denn der Grund das ich raus gegangen bin?“ Er sah mich verblüfft an.
    „Jetzt gibst du mir auch noch die Schuld?“
    „NATÜRLICH! Du bist doch durch mein Fenster gefallen. Und hast meines Kopf verdreht! Ich muss auch an mein Her denken!“ Michael schaute verdutzt und dann breitete sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht aus.
    „ICH habe DIR den Kopf verdreht?“ Ich konnte ihn nur ungläubig anstarren.
    „Hast du das etwa nicht mitgekriegt?“ jetzt war es an ihm betreten auf den Boden zu schauen.
    „Ich wusste das du mich magst, dachte aber, dass du es nur als Zeitvertreib siehst und ich wollte einfach nur die Zeit genießen, bis du mich nicht mehr willst.“ ich begann zu zittern. Wir standen immer noch auf den Balkon. Aber als ich ihn ansah wurde mir warm und ich musste lächeln. Er schaute hoch, mit diesem Blick den nur kleine Jungen haben wenn sie beim Klauen erwischt wurden. Ich ging auf ihn zu und legte meine Hand an seine Wange.
    „Engel sind genauso unsicher wie Menschen.“ sagte ich leise. Er schloss die Augen und schmiegt sein Gesicht an meine Hand.
    „Wusstest du das ich genau das gleiche über dich dachte?“ er schaute mich an.
    „Das meinst du nicht ernst.“ ich lachte.
    „Natürlich meine ich das ernst. Hast du mir vorhin nicht zugehört?“
    „Ehrlich gesagt nein. Ich war zu geschockt von deinem Gefühlsausbruch.“ mir kamen fast die Tränen, doch ich wusste nicht ob vor Trauer oder Glück.
    „Du frierst.“ das stellte er fest.
    „Tu ich irgendwie öfter in letzter Zeit.“ er trat näher an mich heran. Er öffnete seine Arme und ließ mir die Möglichkeit mich hinein zu stellen oder nicht. So komisch es klingt, ich sehnte mich nach ihm. Ich trat einen Schritt vor und lehnte mich an ihn. Michael schlang, mal wieder, die Arme um mich. Meine Wange lag an seiner Brust und ich atmete seinen Duft ein.
    „Warum musstest du gehen? Ich habe mir Sorgen gemacht!“ murmelte er. Dies wunderte mich. Er hatte sich Sorgen um mich gemacht? Wow, ein Engel...
    „Das musstest du nicht.“ murmelte ich zurück. „Ich lebe schon mein ganzes Leben hier. Ich kenne den Wald und die Straßen. Und ich kenne die Zeiten, wann es wo gefährlich wird, wenn man es so bezeichnen kann.“ Er vergrub sein Gesicht in meinem Haar.
    „Du hast geschrien.“ Ich spürte wie mir die Röte ins Gesicht stieg. Ich versuchte es zu erklären.
    „Ja, das hab ich. Aber das war ein Schrei der Verzweiflung, kein Angstschrei.“
    „Verzweiflung?“ er klang entsetzt.
    „Ja, aber nur wegen meiner Situation. Es lag nicht an dir.“
    „Welche Situation?“ ich wollte nicht antworten. Ich hatte es zwar angedeutet, dass ich ihn mag, doch ich hatte die Worte nie richtig ausgesprochen. Ich hatte Angst, dass er davon eingeschüchtert wäre. Oder, dass er nicht so empfindet.
    „Warum antwortest du mir nicht?“ ich schüttelte den Kopf und vergrub ihn tiefer in seine Brust.
    „Bitte?“ flüsterte er. Ich holte tief Luft und sah ihn an.
    „Ich habe mich in einen Engel verliebt.“ ich konnte ihn nicht mehr ansehen. Ich hörte ihn keuchen. Da spürte ich seine Hand an meinem Kinn. Es legte seine Finger darum und versuchte es hoch zudrücken. Ich versuchte mich dagegen zu stemmen. Michael drückte noch mehr, aber ohne das es weh tat. Irgendwann konnte ich nicht mehr dagegen ankämpfen, ich wette ich habe morgen einen Muskelkater, Gott funktioniert das überhaupt? Kann man einen Muskelkater im Kinn bekommen? Während ich darüber nach grübelte zwang Michael mich ihn anzusehen. Doch diese Gedanken verschwanden sofort als ich in seine Augen sah. Diese wunderschönen Augen... Er lächelte mich warm an.
    „Du bist bereit mir ein Herz zu schenken?“ ich zog die Augenbrauen hoch.
    „So hätte ich es nicht ausgedrückt aber ja, so ungefähr. Aber nur wenn du nicht drauf herum trampelst.“ versuchte ich es sarkastisch zu sagen. Doch es kam leider nicht so rüber. Er strich mir über die Wange.
    „Falz du dies wirklich vorhast will ich dir sagen, dass ich dein Herz mit alles mir nur erdenklichen Mitteln verteidigen und beschützen würde. Du verdienst einen Sternenhimmel und ich würde gern mit dir in den Himmel tanzen.“ ich sah ihn an und versuchte zu lächeln.
    „Ich kann nicht tanzen.“ Er grinste.
    „Du weichst mir aus, Melody. Beantworte meine Frage.“ ich trat einen Schritt zurück, näher zur Wand, und spürte schon seine Flügel in meinem Rücken.
    „Ja2 Mein Gott, ich würde dir nur allzu gern mein Herz schenken, damit du es in einem altmodisches Schloss stecken und mit Ketten umspannen, wenn du willst. Aber ich weiß auch, dass das mit einen sehr, wirklich, sehr großen Risiko verbunden ist. Und das könnte sehr schmerzhaft für mich enden und...“
    „Melody!“ er unterbrach mich und überbrückte die Leere zwischen uns. Sogar die kleinen Luftpölzterchen. Er drückte mich förmlich an die Wand. Ich hoffte inständig, dass Tony nicht auf die Idee kommt, einfach mal heraus zu sehen.
    „Sei doch einfach still!“ grinste er und schon lagen seine Lippen auf meinen. Sie waren weich und warm und ich konnte einfach nicht anders als den Kuss zu erwidern. Er schlang die Arme um mich und hob mich ein Stück hoch. Man, war der Kerl stark! Ich fuhr ihn die Arme hinauf und durch wühlte sein rabenschwarzes Haar. Wir standen nur Minuten da doch es fühlte sich an wie Stunden. Da brach seine Zunge durch meine Lippen und ich wurde etwas unsicher. Ich wurde noch nie so geküsst. Noch nie mit Zuge. Zögerlich versuchte ich mit der Situation klarzukommen und antwortete mit einem stöhnen. Ich stockte ein wenig. Huch! Wo kam der denn her? Dieser Typ stellte Sachen mit mir an, die gab es gar nicht! Als würde er mein Zögern spüren, drosselte Michael sein Tempo. Aber ich wollte nicht aufhören und zog ihn noch näher an mich heran. Ich fühlte sein Lächeln an meinen Lippen und er zog seine Zunge zurück. Ich hatte ein wenig Angst, dass er aufhören würde. Und das tat er auch!
    „Du denkst zu viel nach.“ er lächelte sein Charming-Lächeln. Ich wurde rot.
    „Das war mein erstes Mal...“ er riss die Augen auf.
    „Hat Steve denn nicht...?“
    „Doch, doch!“ Ups! Da verdunkelte sich sein Blick. Ich sollte das Thema Exfreund in seiner Gegenwart vermeiden. „Ich meine mit Zunge. Das war mein erstes Mal mit Zunge.“ er atmete aus. Puh, gefahren Zone verlassen.
    „Aha. Und wie sieht es sonst aus?“ ich riss die Augen auf.
    „Du willst mich doch jetzt nicht ehrlich nach meinen Sexualleben fragen, oder?“ Mein Gott! Konnte es noch peinlicher werden!
    „Ich wollte dir nicht zu nahe trete!“
    „Nein, ist schon gut. Tut mir leid. Ich bin es nur nicht gewohnt darüber zureden.“ und schon hatte ich wieder etwas falsches gesagt... Michael sah wütend aus.
    „Hat Steve irgendetwas getan, was du nicht wolltest?“ wenn ich jetzt etwas falsche sage, gibt es morgen die Schlagzeile: Junger Mann vom Engel erschlagen oder Liebesrache eines Engels!
    „Nein, nein! Gottes Willen, nein! Ich bin noch Jungfrau!“ Irre ich mich oder sah Michael etwas erleichtert aus. „Warum, zum Teufel, interessiert dich das?“
    „Wenn ich ehrlich sein soll ging es bei meiner Frage gar nicht um dein Sexualleben, wie du es nennst.“ das verblüffte mich wiederum.
    „Ach nein? Worum dann?“
    „Ob es noch andere gab außer Steve.“
    „Nein, Steve war der erste.“ und einzige... Aber das sagte ich ihm lieber nicht. Es hieß nicht, dass ich Steve immer noch liebe. Es heißt, dass er der einzige war der mich auf diese Weise bemerkt hat, der mich als Frau sah und nicht nur als Kumpel oder Klassenkamerad.
    „Er hatte dich nicht verdient.“ er sah mir tief in die Augen.
    „Aber du tust es?“ an dieser Antwort hing viel.
    „Das wirst du entscheiden, wenn du dir sicher bist.“ Jetzt kam ich ins Grübeln. Er hatte nicht direkt gesagt das es mich liebt. Hieß das jetzt, dass wir zusammen waren? Ich war verwirrt! Und das ziemlich!
    „Melody, ich weiß, wir kennen uns erst...“ er überlegte kurz. „48 Stunden aber ich fühle mich mit dir verbunden und ich muss gestehen du hast mich komplett verzaubert. Das mit Steve hat mich rasend gemacht, vor allem die Art wie er dich behandelt hat. Und die Vorstellung, dass er dich küssen durfte, in deiner Nähe sein durfte macht mich fertig. Grade als du weg warst konnte ich nicht klar denken. Ich habe dich vermisst, obwohl ich wusste wo du warst. Und dann dein Schrei! Ich dachte du wärst verletzt! Ich wollte nicht eine Minute ohne dich sein, selbst wenn wir uns streiten bin ich glücklich. Du bist der Grund, dass ich mir wünsche als Mensch geboren worden zu sein. Und ich hoffe inständig, dass du mich so nimmst wie ich bin, selbst mit Flügeln!“ das brachte mich zum lachen und er lächelte. Dann verschwand langsam sein Lächeln und er vertiefte sich in meinen Augen.
    „Melody.“ hauchte er. Dann küsste er mich wieder und ich konnte nur festellen dass seine Lippen genau auf meine passten. Waren sie noch weicher geworden? Auf jeden Fall waren sie etwas angeschwollen und sie schmeckten gut! „Würdest du gern meine Freundin sein? Ich weiß ich bin nicht der Durchschnittsfreund und ich hatte noch nie eine feste Beziehung, doch ich würde es gerne mit dir versuchen. Ich würde es gern wegen dir versuchen! Und wenn ich dir das mal so sagen darf, deine Lippen machen mich verrückt!“ mein Gott, mein Herz legte einen flotten Salsa aufs Paket. Ich fasste mir automatisch an die Lippen. Sie machten ihn verrückt? Ich hatte ihnen nie so viel Bedeutung beigemessen und er fand sie toll! Ich wurde rot. Fehlte nur noch, dass er einen Kniefall hinlegt. Ich versuchte einen Ton aus meinem Mund zu zaubern, der nicht quiekte. Beim vierten Anlauf klappte es endlich.
    „Ja, ich wäre gern deine feste Freundin, selbst mit Flügeln.“ er lachte, schlang seine Arme um mich und wirbelte mich herum. Ich quietschte!
    „Aaaa, Michael, hör auf! Mir ist schwindelig!“
    „So!“ er setzte mich ab. „Und wie bringen wir es deinen Eltern bei?“ mir fiel die Kinnlade runter.
    „Oh mein Gott! Wie machen wir das? Was sagen wir ihnen. Gott, wie sage ich das Papa? Wann kommen sie eigentlich wieder? Was erzähl ich meinen Freundinnen? Was machst du eigentlich? Fliegst du immer hin und her oder wie? Ich kriege die Krise.“ während dieser Rede bin ich, Hollywood reif, hin und her gelaufen. Das habe ich wohl von meiner Mutter.
    „Melody?“ ich laufe weiter von A nach B.
    „Melody.“ ich bin panisch am überlegen wie ich mit dem größte Problem fertig werde: kann ich ihn fragen ob er heute bei mir schlafen will, natürlich ohne Sex! Ja, Michael ist heiß und extrem sexy, doch DIESES Thema braucht noch eine Menge Zeit. Im Hinterkopf keimte die Frage auf. Was war mit ihm? War er noch Jungfrau? Ich traute mich nicht zu fragen.
    „Melody!“ Michael packte mich an den Händen und drehte mich zu ihm um. „Ganz ruhig! Atme! Das alles wird sich schon klären. Wir haben ja noch etwas Zeit bis deine Eltern wiederkommen. Ruhig, ganz ruhig. Wir sollten lieber rein gehen. Ich glaube dein Bruder steht schon seit zehn Minuten vor dem Fenster.“ Oh Mein Gott! Ich wirbelte herum. Da stand er und grinste. Ich riss die Augen auf und was machte Tony? Er winkte und formte mit den Lippen: ICH HABE ES GEWUSST!
    „Halt die Klappe!“ ich packte, ja anders konnte man es nicht sagen, Michaels Handgelenk und zerrte ihn in die Wohnung.

    2
    Zum Glück war die Tür nicht zugeschlossen und ich frage mich warum? Als wir endlich drinnen waren wurde mir erst bewusst wie kalt mir war. Ich wollt
    Zum Glück war die Tür nicht zugeschlossen und ich frage mich warum? Als wir endlich drinnen waren wurde mir erst bewusst wie kalt mir war. Ich wollte weiter gehen doch Michael zog mich an seiner Hand zurück. Wieder stand ich da, meine Brust an seine gepresst. Er lächelte mich an.
    „Du bist wunderschön!“ er strich mir über die Wange. „Darf ich die Nacht bei dir verbringen?“ mein Herz machte einen Hüpfer. Er hatte mich gefragt!
    „Warum?“ ich lächelte und hoffte dass er mich nicht falsch verstehen würde. Er sah mir so tief in die Augen, dass ich das Gefühl hatte, er würde auf den Grund meiner Seele blicken.
    „Ich habe die letzten tausend Jahre ohne dich verbracht. Ist es so abwegig, dass ich jetzt, wo ich endlich gefunden habe, was ich all die Jahre gesucht habe, jetzt so viel Zeit mit dir verbringen will wie nur möglich?“
    „Du hast nach mir gesucht?“ ich legte die Arme um seinen Hals.
    „Damals wusste ich es nicht. Ich habe nach irgendetwas gesucht. Ich fühlte mich so leer!“ er schloss seine Augen und legte seine Stirn gegen meine. Auch ich schloss die Augen und genoss seinen Geruch.
    „Und jetzt fühlst du dich nicht mehr leer?“ er atmete tief ein.
    „Ich weiß noch als ich dir das erste Mal in die Augen sah. Du hattest Angst vor mir.“ ich lachte.
    „Kein Wunder, du hast mir die Luft abgedrückt!“
    „Ich habe ein wenig überreagiert. Und du hattest eine kleine Maßregelung verdient, nach dem du mich halbnackt ausgezogen und angestarrt hast...“ nuschelte er. Ich wollte lieber das Thema wechseln, es war mir immer noch peinlich.
    „Woher hast du eigentlich die Klamotten?“ er runzelte die Stirn. Ja! Ich hatte ihn verwirrt! „Na, die Klamotten um dich umzuziehen. Du hattest andere Hosen an nachdem Steve da war.“ Autsch! Schmerzhaftes Thema! Und da kam mir der Gedankenblitz.
    „Du hast Klamotten mitgebracht!“ rief ich empört. „Woher hast du die? Sag schon!“
    „Ich... ich habe eine Tasche voller Klamotten von meinem Boss bekommen.“ er legte seinen Kopf an meine Schulter und nuschelte den letzten Teil in mein Haar hinein. Sein Boss! Was? Wie?
    „Wann?“
    „Als du geschlafen hast, nachdem Steve hier war.“
    „Moment! Soll das heißen, dass du schon da vorhattest länger zu bleiben?“ er nickte, den Kopf immer noch an meiner Schulter. Unerwartet breitete sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht aus. Er wollte bleiben! Die Tatsache, dass er mich angelogen hatte, blieb erst einmal im Hintergrund.
    „Bist du sauer?“ ich kicherte. Er hob verwundert den Kopf und sah mich an.
    „Nein, ich bin nicht sauer. Komischerweise finde ich das ziemlich süß. Und romantisch bist du auch das haben die Kissen und Kerzen bewiesen. Du hast sogar einige meiner Lieblingsfilme mit mir angesehen und tu nicht so! Ich habe bemerkt das du zwischen durch eingenickt bist!“ Er lächelte schuldbewusst.
    „Du findest mich süß?“
    „Hey!“ ich fuhr ihm durch sein Haar, legte meine Hand in seinen Nacken und drückte seine Stirn wieder an meine. „Natürlich bist du süß. Allein schon deine Haare machen mich ganz wuschig!“ lachte ich.
    „Wuschig?“ er grinste.
    „Ach... Ist egal.“ ich drehte mich aus seiner Umarmung und ging ins Badezimmer. Es mag komisch klingen aber ich habe mir schon viel zu lange nicht die Zähne geputzt. Im Bad putzte ich fleißig, kämmte mir die Haare und zog mich um. Meine Jogginghose war irgendwie klamm. Am Ende hatte ich meinen Lieblingsflanell Pyjama an. Mir war wieder warm und ich fühlte mich gut. Ich ging ins Wohnzimmer und lehnte mich an den Türrahmen. Michael stand mit dem Rücken zu mir, ich konnte den Blick einfach nicht von ihm wenden. Er stand über das Sofa gebeugt. Seine Rückenmuskeln stachen hervor. Gott, wie gern ich ihn berühren würde! Ich muss irgendein Geräusch gemacht haben, denn er stoppte und drehte mich zu mir um. Jetzt hatte ich freien Blick auf das Sofa. Darauf lag eine Sporttasche. Er bemerkte meinen Blick. Da nahm er sie hoch und sah mich fragend an.
    „Weißt du, wo ich mein Zeug unterbringen vom Rahmen ab und ging auf ihn zu.
    „Dann willst du länger bleiben?“ ich stand genau vor ihm.
    „Natürlich, war das nicht klar?“ er nahm mein Kinn und streichelte darüber. „Ich habe es dir schon gesagt. Ich werde dich nicht verlassen, jetzt wo ich dich gefunden habe.“ er legte seine Hand an meine Wange und ich schmiegte mich hinein.
    „Wer hat dich gejagt?“ dieser plötzliche Themenwechseln schien ihn vor den Kopf zu stoßen.
    „Ich kann es dir nicht sagen.“ seine Augen verdunkelten sich und er wurde deutlich wütender.
    „Aber warum...“
    „Schon meine bloße Anwesenheit bringt dich in Gefahr!“ ich runzelte die Stirn.
    „Wieso? Hast du etwas angestellt?“ seine Augen weiteten sich.
    „Ich sollte gehen.“
    „Nein!“ ich warf mich in seine Arme. Überrascht fing er mich auf und schlang die Arme um mich. „Ich habe dich grade erst kennengelernt! Du hast mir mehr geholfen als alles andere.“ mir stiegen die Tränen in die Augen und ich konnte nur noch schluchzten. „Bitte geh nicht!“ er drückte mich fest an sich und vergrub das Gesicht in meinem Haar.
    „Sie werden kommen und dich mir wegnehmen.“
    „Und was wäre, wenn sie kommen würden, wenn du nicht hier wärst?“ er keuchte und pressen sich an mich. Oh! Das war wohl ein wunder Punkt.
    „Sie würden dir nichts tun. Sie wollten ja mich.“
    „Wer sind sie?“
    „Diener eines Rivalen von meinem Chef.“
    „Bist du so wichtig für ihn?“
    „Ich bin noch zu jung um wichtig zu sein, es geht eher um Freundschaft.“
    „Zu jung? Und du bist mit deinem Chef befreundet.“ Michael nickte. „Wie ist er denn so?“ Dankbar für den Themenwechsel begann er zu erzählen. Sein Chef, David, scheint ein netter, kluger Mann zu sein. Er ist die rechte Hand des Engels der über New York herrscht. Soweit ich es verstehe besitzt David sogar ein Fünkchen Humor. Michael mag ihn, dass kann man heraus hören.
    „Klingt nett.“
    „Er ist auch ziemlich nett.“
    „Und wegen seiner Freundschaft wurdest du abgeschossen.“ stellte ich fest. Er starrte mich an.
    „Es war doch nicht seine Schuld!“
    „Das hab ich ja auch gar nicht behauptet. Es war eher eine Feststellung.“
    „Lass uns das Thema wechseln.“ ich runzelte die Stirn. Na gut. Meinet wegen. Ich habe keine Lust mich zu Streiten.
    „Würdest du gern meine Freunde kennenlernen?“ Sein Gesicht begann zu strahlen.
    „Ja, total gern. Wann denn? Und was machen wir?“
    „Hm... Wie wäre es mit Eis essen und danach vielleicht bei uns übernachten.“
    seine Augen weiteten sich.
    „DVD Abend? Habe ich noch nie gemacht!“ jetzt war ich dran, die Augen aufzureißen und die Kinnlade fiel auch.
    „Noch nie? Was macht ihr Engel eigentlich an einem Freitagabend? Kegeln? Da fällt mir ein, ich muss die Mädels anrufen. Wir wollten noch mal bowlen gehen und in den Zoo!“
    „Ganz schön viel, für ein Menschenmädchen.“ ich schlug ihn leicht auf die Schulter. Er tat als würde es schrecklich wehtun.
    „Weißt du, Menschenmädchen haben eine Menge Power! Außerdem haben wir dafür eine Menge Zeit.“
    „Ja, Zeit.“
    „Davon hast du ja genug!“ hups! Da habe ich wohl wieder etwas falsches gesagt.
    „Weißt du...“ fing er leise an. „Manchmal habe ich mir gewünscht ein Mensch zu sein.“ ich musste schmunzeln.
    „Wie Arielle?“
    „Wer ist Arielle?“ Oh mein Gott!
    „Du weißt nicht wer Arielle ist? Arielle die Meerjungfrau? Disney Film?“ er schüttelte den Kopf. „Oh mein Gott! Nachholbedarf. Wir zwei und alle Disney Filme die es gibt.“ Michael lächelte.
    „Ist das ein Date?“ ich drehte mich um und tat gleichgültig.
    „Nenne es wie du willst.“ da umschlang er meinen Bauch mit seinen Armen, hob mich hoch und wirbelte mich herum. Ich kicherte.
    „Gut, dann nenne ich es das Beste, erste, super Traumdate!“
    „Sind alle Engel so stark?“
    „Nein, nur die gutaussehenden.“ ich lachte.
    „Also gehörst du zu den schwachen Engeln.“
    „Ok, das bedeutet Rache!“ er schmiss mich auf das Sofa und kitzelte mich. Ich schrie und wand mich, doch er hörte nicht auf. Irgendwann begann ich zurück zu kitzeln, was er, komischerweise, auch zuließ. Wir drehten uns. Jetzt saß ich auf ihn drauf und kitzelte ihn. Er wehrte sich nicht.
    „Gnade! Gnade! Ich gebe auf!“
    „Natürlich tust du das. Frauen sind einfach stärker als Männer!“
    „Ach ja?“
    „Ja!“ da rollte er sich herum und wir landeten beide auf den Boden, ich kreischend, er lachend. Nachdem meine Bauchschmerzen verschwunden waren setzte ich mich auf.
    „Ich werde langsam müde. Ich geh ins Bett.“
    „Ich komm mit.“ ich sah ihn an.
    „In mein Bett?“ er grinste verschmitzt.
    „Wieso nicht?“
    „Hm... Ich glaube meinen Eltern würde es nicht gefallen.“
    „Es passiert ja nichts. Nur ein bisschen kuscheln?“ er umarmte mich von hinten.
    „Ich glaub... ein bisschen kuscheln wäre in Ordnung. Dann müssen wir aber mein Bett ausziehen.“ als ich nach hinten sah, bemerkte ich seinen verzweifelten Blick.
    „Äm... was ist?“
    „Ich habe noch nie ein Bett ausgezogen.“
    „Wie jetzt? Du hast noch nie wo anders übernachtet?“
    „Das schon, aber überall wo schlafe gibt es riesen Doppelbetten.“ ich schüttelte den Kopf.
    „Ach ja, ganz vergessen. Du bist ja ein Engel!“
    „Das hast du vergessen?“ raunte er mir in mein Ohr.
    „Tja ohne Flügel ist es nicht schwer. Für mich bist du ein ganz normaler Typ. Also ohne Flügel.“ seine Augen leuchteten.
    „Wirklich? So etwas hat ein Mensch noch nie zu mir gesagt.“
    „Du kennst ja auch nicht besonders viele.“ scherzte ich.
    „Na ja, so ganz stimmt das nicht...“ ich sah ihn fragend an. „Als Engel habe ich viel mit menschlichen Verbrechern zu tun. Mörder, meistens. Aber manchmal auch Diebe oder schweren Körperverletzung.“
    „Oh mein Gott! Ist das nicht gefährlich?“
    „Für mich ist nichts gefährlich!“ ich verdrehte die Augen.
    „Ach nee. Du bist nur zum Spaß, blutüberströmt, durch mein Fenster gerauscht!“ er schaute betreten zu Boden.
    „Das war etwas anderes.“
    „In wie fern?“
    „Das war Engel gegen Engel.“ Aha.
    „Also weißt du wer dich angegriffen hat?“
    „Ich weiß nicht genau wer. Ich weiß nur das es Engel waren.“
    „Engel mit einem Maschinengewehr? Klingt irgendwie suspekt.“ er schnaubte verächtlich.
    „Engel benutzen keine Schusswaffen, sondern Schwerter.“ Das war jetzt nicht sein ernst!
    „Soll das heißen, Engel gehen mit Schwertern aufeinander los, wie im finsteren Mittelalter?“
    „Wenn sie damals Schwerter aus purer Macht hatten, kann man es so sagen.“
    „Schwerter aus purer Macht? So wie in Star Wars?“ er sah mich an und lächelte.
    „Hm, klingt da ein wenig Wehklagen in deiner Stimme mit? Vermisst du etwa den gemütlichen DVD Abend?“ ich kicherte.
    „Nein, nur den Abend mit dir.“ ich wackelte mit den Augenbrauen.

    3
    Michael begann breit zu grinsen. „Wirklich?“ er kam immer näher bis sich unsere Lippen berührten. Der Kuss wurde immer tiefer und endete schlie
    Michael begann breit zu grinsen.
    „Wirklich?“ er kam immer näher bis sich unsere Lippen berührten. Der Kuss wurde immer tiefer und endete schließlich damit, dass Michael auf mir lag. Es klingt bestimmt komisch, aber ich konnte nicht aufhören zu lächeln.
    „Bin ich so lustig oder kitzele ich dich?“ fragte er, ich kicherte.
    „Es ist nicht deine Schuld. Ich finde nur deine wilde, animalische Seite so... Wie soll ich sagen... toll.“
    „Meine wilde, animalische Seite?“ knurrte er. Er rollte sich über mich und am Ende lagen wir am anderen Ende es Zimmers. Ich quietschte.
    „Wahnsinnig wild!“ ich sah in seine wahnsinnig, tiefen, wundervollen Augen. Wow... Ich kann nur jedes Mal staunen. Dieses grün!
    „Hab ich dir schon mal gesagt wie schön deine Augen sind?“ fragte ich.
    „Nein, hast du nicht.“
    „Deine Augen sind wunderschön!“
    „Das sagtest du schon.“ er lächelte.
    „Ich dachte du könntest es nicht oft genug hören.“
    „Ich hör das gern!“ sagte er und beugte sich zu mir hinunter und drückte mir sanft einen Kuss auf die Lippen. Auf einmal klopfte es gegen das Fenster. Ich sah hinaus und schrie leise auf. Oh Gott! Da draußen flog ein Engel mit pechschwarzen Flügeln. Der sah total böse aus. Er starrte mich aus, ich schwöre es euch, roten Augen an. Michael sah ihn auch, sprang auf, breitete seine Flügel aus und zog mich hinter sich.
    „Wer ist das?“ schrie ich. Michael begann förmlich zu glühen.
    „Melody, geh!“
    „Was?“
    „Geh jetzt, sofort!“
    „Aber ich kann dich doch nicht alleine lassen!“ er sah mich über seine Schulter an und sein Blick hatte nichts Menschliches mehr an sich.
    „Nimm deinen Bruder und geh!“ sobald er Tony erwähnte, brannte bei mir etwas durch. Er wusste, dass ich ihn niemals in Gefahr bringen würde.
    „Aber...aber...“
    „Lauf!“ schrie er mich an. Ich stand auf und lief in Tonys Zimmer. Tony drehte sich zu mir um, nahm seine Kopfhörer ab und sah mich an. Ich packte seine Hand und riss ihn mit mir.
    „Was ist denn los?“ rief er.
    „Wir müssen hier weg!“
    „Was warum denn?“ da liefen wir am Wohnzimmer vorbei.
    „Oh mein Gott!“ das Wohnzimmer war total zerstört und die zwei Engel standen sich mit Schwertern in den Händen gegenüber. Die Schwerter glühten. Sie bestanden wirklich aus Macht, wie Michael es gesagt hatte.
    „Wir müssen hier weg!“ rief ich und riss Tony mit mir zum Ausgang. Ich riss die Tür auf und sprang zurück. Schnell stieß ich Tony in mein Zimmer und schlug die Tür zu. Vor der Eingangstür stand auch ein Engel. Ich lief einige Schritte zurück und hoffte das er Tony nicht finden würde.
    „Michael! Hier ist noch einer!“ und da wurde auch schon unsere Tür aufgetreten.
    „Oh Mist.“ der Kerl war groß und Muskelbepackt. Und er sah mich nicht grade nett an. In meinem Kopf wurde ich ganz klein und quiekte: „Bitte tu mir nichts!“
    In dem Moment krachte etwas und Michael kam um die Ecke geschossen. Gott er sah aus wie ein Rache Engel! Ein sexy Rache Engel aber trotzdem gruselig! Michael kam langsam auf mich zu, packte mich an der Schulter und schmiss mich praktisch aus dem Weg, in mein Zimmer. Was er wohl übersehen hatte war, dass die Tür geschlossen war, da ich Tony kurz davor dort rein geschubst hatte.
    „Autsch! Tony lass mich rein!“ schrie ich. Die Tür wurde aufgerissen und ich reingezogen. Ich fiel auf den Boden und knallte mit meinen Kopf auf den Boden.
    „Aaaa! Nicht gut!“ Tony kniete neben mir nieder.
    „Alles in Ordnung?“
    „Jaa... Aua...!“ ich hielt mir den Kopf. Warum musste ich mir eigentlich immer weh tun. Ich musste über mich selbst lachen. Michael kämpfte grade draußen um unser Leben und ich beklagte mich über Kopfschmerzen! Tony half mir auf.
    „Was ist denn da draußen los?“
    „Keine Ahnung. Irgendwelche Engel greifen uns wohl an.“
    „Engel greifen uns an? Wieso das denn bitte?“ ich verdrehte die Augen.
    „Keine Ahnung, ich bin nicht allwissend!“ Tony schaute mich verwirrt an.
    „Aber das bist du doch sonst auch.“
    „Sehr nett!“ sagte ich sarkastisch.
    „Ich weiß.“ Tony nahm meinen Kopf in seine Hände und schaute sich meine Stirn an. Anscheinend hatte ich mir eine Wunde zugezogen, als ich hingefallen war.
    Da fasste der Idiot genau drauf!
    „Au!“ in dem Moment knallte etwas gegen meine Tür und ich schrie auf. Und dann tat Tony etwas, dass ich von ihm nie erwartet hätte. Er zog mich hinter sich, um mich zu beschützen. Wer war hier die große Schwester?
    „Was war das?“

    4
    „Zu deiner Information, ich kann nicht durch Türen schauen! Ich bin kein gottverdammter Superheld!“ Wieder knallte etwas gegen die Tür und wir sprangen zurück. Wie es nicht anders kommen konnte sprang Tony direkt auf meinen Fuß. Ich biss mir auf die Zunge um nicht los zuschreien. Stattdessen antwortete ich auf seine Frage. „Ich würde auf einen Engel tippen der gegen die Tür geschleudert wurde oder es war Mama's heißgeliebte Leder Truhe!“ eine riesige Dekotruhe die im Flur stand.
    „Hoffen wir für die Engel das es einer von ihnen war. Mama würde den Kerl, der ihrer Truhe etwas tut, ungespitzt in den Boden rammen!“ Das stimmt allerdings. Müsste ich zwischen meiner wütenden Mutter oder eine Rache Engel wählen, würde ich meine Mutter nehmen. Und zwar mit Abstand!
    Tony und ich sahen zur Tür, die alle paar Sekunden erschüttert wurde.
    „Wenn das so weiter geht klingeln noch die Nachbarn um sich zu beschweren.“ Ich schüttelte den Kopf.
    „Michael kämpft da draußen um unser Leben und du denkst an unsere Nachbarn!“ aber ich musste auch zugeben, dass ich mir auch schon Gedanken gemacht hatte. Was wenn wirklich einer klingeln würde und zwischen die Engel geraten würde? Mir lief ein Schauer über den Rücken. Und zu allem Überfluss machte ich mir auch noch Sorgen um Michael. Natürlich fand ich es ritterlich und heldenhaft von ihm um uns zu beschützen, aber der Gedanke daran, dass es nicht um unsere Leben geht sondern nur um sein's, ließ mich nicht los. Nein! Er hatte mir gesagt das er mich liebt und ich glaubte ihm! Tat ich das? Leise Zweifel schlichen sich in mein Gehirn und ich begann an meiner Lippe zu kauen. Tony schlug mir auf die Finger.
    „Hört auf, du beißt sie nur wieder auf!“ Gott! Ich brauch etwas um mich abzulenken! Ich war grade drauf und dran anzufangen an Tony's Fingernägeln zu kauen als der Lärm plötzlich aufhörte. Wir schauten beide zur Tür.
    „Glaubst du, dass sie fertig sind?“ ich nickte.
    „Und wer hat gewonnen?“ ich sah Tony an und wieder zur Tür. Ich fasste den Entschluss nachzuschauen.
    „Du bleibst hier!“ sagte ich und drückte mich an ihm vorbei. Tony wollte nach meinem Arm greifen doch ich wich aus und schlich zur Tür. Langsam und vorsichtig öffnete ich die Tür und linste hindurch. Was ich sah war schockierend. Der Flur war zerstört, das Laminat eingedellt und die Tapeten in Fetzen gerissen. Mich wunderte es, dass noch keiner unserer Nachbarn sich beschwert hatte. An der Wand lehnte Michael. Er war schwer verletzt und atmete schwer.
    „Michael!“ ich hockte mich vor ihm hin. Seine Augen waren geschlossen. Als er sie öffnete sah ich nicht das schöne grün, das ich so liebe. Michaels Augen waren schwarz!
    „Michael? Was ist mit dir los?“ als ich das sagte zuckten seine Augen zu mir. Mir lief ein Schauer über den Rücken, aber kein guter. Michael hob seine Hand. Ich zuckte zurück. Mitten in der Bewegung hielt er inne. Seine Augen veränderten sich, sie wurden langsam wieder grün. Langsam legte ich meine Wange an seine Hand. Michael schloss die Augen und atmete laut aus. Ich ging auf die Knie und lehnte mich langsam an ihn, um seine Geruch einzuatmen. Michael schloss seine Arme um mich.
    „Ich blute dich voll.“ murmelte er in mein Haar.
    „Ist mir egal, Hauptsache es geht dir gut. Geht es dir gut? Keine Schmerzen?“
    „Ich heile schon wieder.“ ha ha. Der Humor eines Engels. Trocken und im Abgang sarkastisch! Ich sah ihn in seine schönen Augen und suchte nach Schmerz. Doch finden konnte ich keinen. Aber ich konnte auch keine anderen Gefühlsregungen in seinem Blick erkennen.
    „Du lügst! Du zeigst keinen Schmerz aber auch nichts anderes. Lüge mich nicht an! Du hast Schmerzen!“ er seufzte.
    „Okay, okay! Ich habe, glaube ich, eine angeknackste Rippen.“



    Kapitel 4.

    Eine halbe Stunde später saßen Michael und ich auf dem Sofa im Wohnzimmer und ich versuchte die Glassplitter aus seinem, langsam verheilenden, Arm zu entfernen.
    „Du musst schneller machen. Gleich wachsen sie zu!“ ich war schon etwas genervt, wie ihr euch sicher denken könnt, und starrte ihn wütend an.
    „Sei ruhig und halt still, sonst rutsch ich aus und ramme sie dir noch tiefer in die Haut! Außerdem ist Geduld eine Tugend die nur wenige besitzen.“ ich zuckte mit den Schultern und konzentrierte mich wieder auf seinen Arm. „Und wenn die Wunden zuwachsen schneide ich sie wieder auf.“ jetzt sah ich in die Augen und grinste fies. „Du bist doch ein Engel, dir macht das doch bestimmt nichts aus, oder?“ Michael hatte mich während meines Vortrags fassungslos angestarrt.
    „Das würdest du nicht tun!“ rief er und fuchtelte mit seinem Arm umher.
    „Doch ich kann und ich werde wenn du nicht sofort still hältst! Oder muss ich Tony rufen damit er dich festhält?“ Tony war im Flur mit einem Besen unterwegs. Wir hatten geknobelt, doch Tony hat freiwillig den Besen gewählt, da er kein Blut sehen konnte.
    Kapitel 5


    Es war ziemlich knifflig die Scherben aus seinen Arm zu entfernen. Und es wurde nicht einfacher durch den Blick mit dem er mich anstarrte. Prompt lief mir ein kalter Schauer über den Rücken und mein Gesicht wurde heiß.
    "Bitte hör auf damit." ich schaute nicht hoch, aus Frucht mich wieder in seinen Augen zu verlieren.
    "Womit?" keuchte er. Ich schluckte.
    "Mich so anzusehen."
    Michael entzog mir seinen Arm, nahm mein Kinn in seine Hand und zwang mich ihn anzusehen.
    "Bitte tu das nicht." flüsterte er.
    "Was?" fragte ich ebenso leise.
    "Sperr mich nicht aus!" er klang so verzweifelt, dass ich ihn einfach in den Arm nehmen musste. Michael drückte sein Gesicht an meine Brust und schloss seine Augen. Er kam mir vor wie ein Kind, dass Trost suchte. Ich weiß nicht wie er aufgewachsen ist. Ob er je jemanden hatte der ihm Trost spendete. Hatte er eine Mutter? War sie gut zu ihm gewesen? Was ist mit seinem Vater? Hatte er einen. Aber nein! Die Fragen waren mir im Moment egal. Ich wollte Michael einfach nur festhalten und ihm das geben, was er braucht. Und jetzt brauchte er Wärme und Liebe.
    "Was macht dir solche Angst?" ich strich ihn über die Haare. Michael holte tief Luft.
    "Das du mich ausschließt."
    "Wie meinst du das?" er kuschelte sich an mich.
    "Weich meinem Blick nicht aus, bitte! Ich verlange nicht von dir, dass du mich in dein Leben einbindest aber bitte lass mich dich ansehen, deine Gedanken erahnen, deine Stimme hören. Nein! Das ist mir auch egal. Das einzige worum ich dich bitte: lass mich in deine Augen sehen! Strafe mich nicht mit Ablehnung! Das könnte ich nicht ertragen!" jetzt warf er sich auf mich, vergrub sich fast in mir.
    "Ich habe so lange auf dich gewartet!" ich musste lächeln. Es war das schönste das er mir gesagt hatte.
    "Bitte verlass mich nicht!" da zerfloss ich.
    "Michael, ich werde dich nicht verlassen. Ich werde solange bei dir sein, wie du es zulässt. Du bist mir wichtig! Und ich werde nicht zulassen das dir irgendetwas oder irgendjemand weh tut..." ich strich ihn über seinen Rücken und versuchte ihn so viel Wärme zugeben wie ich nur konnte.
    "Was ist mit dir passiert?" er verstand meine Frage, dass merkte ich dadurch, dass er sich noch enger an mich schmiegte.
    "Ich... ich hatte nicht grade die schönste Kindheit..." ich ließ ihn weitersprechen
    "Meinen Vater habe ich nie kennengelernt und meine Mutter..." er stockte.
    "Ja?"
    "Meine Mutter war nie Zuhause. Ich hab mich selbst versorgt. Ich...ich glaube, sie liebt mich nicht." Ich riss die Augen auf.

    "Meine Mutter war nie Zuhause. Ich hab mich selbst versorgt. Ich...ich glaube, sie liebt mich nicht." Ich riss die Augen auf.






    Kapitel 6


    Ich war zu geschockt um irgendetwas zu sagen. Es ist schlimm genug wenn Eltern ihre Kinder nicht umsorgen aber wenn die Kinder selbst das Gefühl haben nicht geliebt zu werden läuft etwas falsch. Ich strich ihm über die Haare.
    "Wie kommst du darauf?" flüsterte ich.
    "Sie...sie hat es mir gesagt." ich keuchte. "Ich habe immer versucht ihr alles Recht zumachen, habe den Haushalt geführt und für die Miete gejobbt und alles getan was sie von mir verlangt hatte." Blöderweise kam mir ein Gedanke dazwischen, Mitgefühl für ihn zu empfinden. Als was jobben den bitte Engelkinder? Das würde mich echt mal interessieren! Ich schüttelte den Kopf und kam wieder ins hier und Jetzt zurück.
    "Du musstest die Miete ganz allein beschaffen? Hat den der Vermieter nichts gemerkt? Hat dir niemand geholfen?"


    "Du musstest die Miete ganz allein beschaffen? Hat den der Vermieter nichts gemerkt? Hat dir niemand geholfen?"

    Kapitel 7


    Michael setzte sich auf und strich sich die Tränen aus den Augen. Sofort war er wieder der männliche Kerl. Ich vermisste die Nähe und ein wenig auch die Verletzlichkeit die er bis eben ausgestrahlt hatte. Also kuschelte ich mich näher an ihn und er nahm mich bereitwillig in seine Arme. Er legte sein Kinn auf meinem Kopf.
    "Weißt du, bei Engeln läuft es anders als bei euch Menschen. Bei uns ist es so dass jede Familie ihre eigenen Angelegenheiten hatte. Meine Familie gehört zu den ältesten und wohlhabendsten unter den Engeln..."
    "Wowowowow! Moment, willst du mir grade sagen das du steinreich und berühmt bist?" Michel grinste.
    "Steinreich ja. Berühmt nein! Aber um fortzufahren: Ich habe das gesamte Vermögen verwaltet aber ich habe nicht so herum geprahlt wie andere Engel in meinem Alter. Meine Mutter hat das Geld nur aus dem Fenster geworfen für Schminke und Schmuck. Also habe ich ihr eine Villa auf den Malediven geschenkt. Ich habe sie praktisch abgeschoben."
    "War sie denn glücklich?"
    "Ja das war sie..." flüsterte er. Ich hob sein Kinn und zwang ihn mich anzusehen.
    "Dann war es in Ordnung. Sie hat dich bestimmt auf eine Weise geliebt. Vielleicht war es ihr nur nicht klar. Lebt sie noch?" jetzt sah er mir in die Augen.
    "Ja sie lebt noch."
    "Dann musst du sie mal besuchen. Du bist gewachsen, körperlich und geistlich. Vielleicht versteht ihr euch jetzt besser."
    "Würdest du mitkommen?" diese Frage verblüffte mich.
    "Wohin?"
    "Na zu meiner Mutter..."


    Kapitel 8

    „Du willst mich mit zu deiner Mutter nehmen?“
    „Willst du nicht?“ Michael klang ein wenig verletzt.
    „Nein, nein, dass meine ich nicht. Es ist nur so... Wir kennen uns nicht einmal eine Woche und du willst mich deiner Mutter vorstellen. Das ist bei Menschenjungen nicht so üblich, da wartet man noch ein wenig. Ist es bei den Engeln anders?“
    „Engel binden sich nur einmal und normalerweise hält diese Verbindung für immer. Die Fälle in denen sich Engel trennen sind sehr selten. Bei meinen Eltern war es anders. Es gibt ein Gerücht dass mein Vater bereits eine Partnerin hatte, diese war jedoch verschwunden und mein Vater war wohl am Boden zerstört. Dann kam meine Mutter und baute ihn wieder auf. Manche Engel sagen, dass diese Verbindung von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Ich habe nie erfahren wer die andere Frau war.“
    „Du willst deine Mutter stolz machen. Du hast jemanden gefunden mit dem du dein Leben verbringen willst, davon gehe ich mal stark aus, und du willst ihr zeigen das du eine vernünftige Beziehung hast. Oder du willst deine Mutter für deine nicht vorhandene Kindheit bestrafen indem du ihr zeigst, dass du fähig bist dein eigenes Leben zu führen.“ Michael schüttelte den Kopf.
    „Ich will doch meiner Mutter nichts beweisen.“
    „Oh doch! Ich schaue vielleicht zu viel Criminal Minds aber dadurch lernt man auch was. Du bist in einem geringen Alter zum Verwalter eines ganzen Vermögens geworden. Du bist der beste Freund und rechte Hand von dem Engel der wiederum die rechte Hand des Erzengels von New York ist. Du bist ein wichtiger Engel und das aus eigener Kraft. Du hast diesen Weg freiwillig gewählt um dir selbst und deiner Mutter etwas zu beweisen.“ Michael setzte den Gesichtsausdruck eines bockigen Kindes auf.
    „Und was will ich deiner Meinung nach beweisen?“ jetzt wurde er zickig.
    „Das du dein eigenes Leben in Griff hast und das dein Leben besser ist als ihres.“ Michael schien nachzudenken. Ich wollte ihm Zeit lassen. Jetzt erst wurde mir bewusst was ich da gesagt hatte. Ich hatte Behauptungen in Bezug auf sein Leben gestellt.
    „Michael, es tut mir leid! Ich weiß doch gar nichts über dich und dein Leben und noch weniger über deine Gründe. Es geht mich nichts ein was zwischen dir und deiner Mutter war oder noch ist. Bitte vergiss meinen Vortrag von eben. Mein Gott ich schaue wirklich zu viel Fernsehen!“ ich lies meinen Kopf in die Hände sinken. Klasse Melody! Hast du toll gemacht!

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1349115482
Der Engel der mich liebte.
Der Engel der mich liebte.
Wie reagiert Frau darauf, dass ein super süßer Engel durch ihr Fenster fliegt? Und das auch noch mitten in der Nacht? Das wirst du hier erfahren. Genauso den Grund warum mein Vater mir einen Mord zutraut und mein Bruder zu viele Pillen schluckt^^.Ich h...
http://www.testedich.de/quiz31/quiz/1349115482/Der-Engel-der-mich-liebte
http://www.testedich.de/quiz31/picture/pic_1349115482_1.jpg
2012-10-01
40A0
Liebesgeschichten

Kommentare Seite 1 von 1
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Princess Moon⌒.⌒ ( 8.237 )
Abgeschickt vor 13 Tagen
Schreib weiter biiiitttteee. Die Ist so super ♡.♡
Stella ( 4.255 )
Abgeschickt vor 446 Tagen
Ja schreib bitte weiter
Swity ( 1.135 )
Abgeschickt vor 525 Tagen
Die Story is der Hammer. Wie bist du nur
darauf gekommen? Bitte einen 2Teil schreiben.
DANKE;-)!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!
Nanami Kurusake ( 9.193 )
Abgeschickt vor 575 Tagen
Das ist wirklich super gut geschrieben ich konnte gar nicht mehr aufhören und manche Stellen waren echt urkomisch bitte schreib weiter
sunny ( 5.191 )
Abgeschickt vor 605 Tagen
für alle die es interessiert wie es weiter geht geht auf fanfiktion.de und sucht nach der engel der mich liebte
alegssa ( 74.68 )
Abgeschickt vor 643 Tagen
Die Story ist so süß. Ich sas bis kurz nach 12 in der nacht da und habe deine Story gelesen
Talia ( 5.212 )
Abgeschickt vor 682 Tagen
Halli du musst weiter
Schreiben bitttttteeee
Die Story ist echt der Hammer

LG Talia
Lisa ( 9.228 )
Abgeschickt vor 731 Tagen
Bitte bitte.bitte schreib weiter die.geschichte ist einfach zu krass
DarkAngel2 ( 0.112 )
Abgeschickt vor 882 Tagen
Bitte schreibe weiter! Eine Fortsetzung ! Deine Geschichte hat mich fasziniert bitte schreib noch ein Teil !!!!!!!!!!!!
Annilotte ( 0.213 )
Abgeschickt vor 888 Tagen
Liebe Erstellerin,
Ich habe diese Story aus zufall gefunden und dir begonnen zu lesen. In diesem Moment saß ich in meinem Bett im 11 Uhr nachts. Ich habe das erste und längste Kapitel gelesen und somit läger als eine Stunde gelesen.Ich fühlte mich wirklich wie in einer anderen Welt als ich die Geachichte gelesen habe. Mir kam es vor als wäre ich wirklich Melodie und würde das alles miterleben. Storys die diesen Effekt erziehlen sind perfekt. Großen Kompliment für diese tolle Arbeit. Noch ein paar Fragen: Hast du dir diese Geschichte selbst ausgedacht? Wenn ja dann solltest du drüber nachdenken Schriftstellerin zuwerden. Ich würde deine Bücher kaufen. Bitte bitte bitte schreib eine Fortsetzung. Ich würde mich sehr freuen. . Ich wünsche dir noch viel Spaß beim schreiben. Lg ;)
clary ( 66.17 )
Abgeschickt vor 935 Tagen
Die geschichte is der hammer!!! Bitte bitte schreib weiter :)
lura ( 45.27 )
Abgeschickt vor 979 Tagen
Wirklich tolle story, an manchen stellen erinnert es mich jedoch ziemlich stark an das buch : Gilde der Jäger =P
Katha ( 6.202 )
Abgeschickt vor 1060 Tagen
Die geschichte ist toll! kannst du weiter schreiben und wenn ja schreibst du es in die kommentare? würde mich sehr freuen!