X-Men Origin Wolverine -Kathys Sicht-

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12 Kapitel - 16.390 Wörter - Erstellt von: Lucy-Lou - Aktualisiert am: 2012-09-01 - Entwickelt am: - 4.219 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.5 von 5.0 - 12 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hallöchen miteinander!
Nur einmal so am Anfang, wenn ihr die Fanfiction lesen wollt, lasst euch Zeit und gebt mir ein ehrliches Feedback! okay, genug davon, kommen wir zum Inhalt:
Logan, Wolverine, hat hier eine Tochter. Ihr Name ist Kathy, doch alle nennen sie nur Cat, weshalb, das werdet ihr später erfahren. Kathy ist 15 Jahre jung, hat wunderbare rote Haare, leuchtend grüne Augen und ist dementsprechend super frech und vorlaut.
Die Story ist am Film angelehnt, da ich diesen einfach super fand.

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    „Wir fahren dann los, Cat.“, sagte mein Vater. Ich hörte ihn nicht, da ich angestrengt einen langen Text eintippte. Ein paar Momente wartete mein Vater auf eine Antwort, doch als keine kam machte er einfach den PC aus. „Hey! Was soll das! Ich war gerade mitten beim Chatten!“ Wütend drehte ich mich zu Logan herum. „Zur Abwechslung könntest du doch auch mal raus gehen.“, meinte er mit dem typischen Vaterton. Ich verdrehte die Augen. Super, fängt schon wieder diese Diskussion an. „Klaro, ich gehe wie IMMER einfach nach draußen und was dann? Ich habe weder Freunde, die ich treffen könnte, noch kann ich an meinen Fähigkeiten feilen.“ Logan seufzte. Er kannte meine Situation ja selber. Seit ein paar Jahren haben sich meine Fähigkeiten besonders bemerkbar gemacht. Statt normaler Ohren wuchsen mir Katzenohren oben auf dem Kopf, meine Fingernägel konnte ich nach Bedarf ausfahren und lang und scharf werden lassen. Dazu kann ich die Sehkraft meiner Augen schlagartig verbessern. So war es also kein Wunder, dass all meine damaligen Freunde Angst vor mir bekommen haben und nichts mehr mit mir zu tun haben wollten. So muss ich mich auf meine Digitalen Freunde im Internet verlassen. Da unser Häuschen mitten im Nirgendwo liegt, kann ich mich draußen frei bewegen, ohne mich verstecken zu müssen. Jeden Tag probte ich an meinem Schleichen und angreifen. Doch auf Dauer immer denselben Vogel zu beobachten ist durchaus langweilig. Logan beugte sich zu mir herunter und gab mir einen Kuss auf den Scheitel.
    „Ich weiß, jetzt mag dir alles noch unfair erscheinen, doch schon bald wirst du verstehen, warum wir dich nicht zur Schule schicken können.“, flüsterte er in mein Ohr. Wütend schaute ich ihn an. „Das alles irgendwann verstehen?“, sagte ich mit unterdrücktem Zorn. „Was ist denn daran zu verstehen, dass ich mit allem alleine dastehen muss? Ich versuche mich hier irgendwie zurechtzufinden, doch ohne deine Hilfe schaffe ich das nicht. Wenn du ein wenig öfter mit mir zusammen üben würdest, oder mir zeigst, wie man kämpft…“ Logans Miene wurde auf einem Mal ernst. Immer wenn es um die Frage `Kämpfen' geht, schaltet er auf stur und behauptet, dass es keinen Grund gäbe, jemanden anzugreifen. Egal was ich auch sage, er will es mir einfach nicht beibringen. „Ich habe früher genug gekämpft und besiegt und es gibt nichts, was ich toll daran fand. Ich will dir nicht zeigen, was du tun könntest. Was für eine Gefahr du sein könntest. Was es heißt zuzuschlagen und was du dann sehen wirst. Wenn die Zeit reif ist, werde ich dir ein paar Verteidigungstricks zeigen, doch noch nicht jetzt.“ Jede weitere Argumentation währe pure Atemverschwendung. „Schatz, wir müssen los. Oder soll ich ohne dich zur DEINER Arbeit fahren?“, rief Kayla. „Ich komme gleich.“, antwortete Logan. Er sah mir noch ein letztes Mal tief in die Augen. „Versprich mir, dass du nichts Dummes machst und du auf dich aufpasst, okay?“ Brav nickte ich und umarmte ihn noch mal.
    Es war ein warmer Tag. Meine Eltern waren arbeiten und ich streunte durch den Wald. Eigentlich müsste ich zur Schule gehen, doch das tat ich schon seit Jahren nicht mehr. Seit mein Äußeres immer katzenähnlicher wurde, weigerte ich mich strikt dagegen unter die Leute zu gehen. Zu gut (oder auch nicht) das meine Mutter Lehrerin war. Sie hatte meinen Dad zur Arbeit gebracht und ist danach direkt weiter zur Schule gefahren. Nun war ich schon seit gut drei Stunden unterwegs und beschloss langsam wieder nach Hause zu gehen, als mich ein Geräusch in der Bewegung erstarren ließ. Es war ein Geräusch, das ich vorher noch nie gehört hatte. Es hörte sich an, als würde etwas, oder jemand, ein Auto zerkratzen. Hin und her gerissen überlegte ich mir, was ich tun sollte. Schließlich siegte meine Neugier und ich schlich mich an das Geräusch heran. Gut hinter einem Baum versteckt konnte ich zwei Menschen erkennen. Doch ich war zu weit weg, um zu sagen, um wen es sich handelte.
    „Endlich ist meine Fähigkeit mal zu was gut.“, murmelte ich und schaltete meine Katzenaugen ein. Ich konnte viel besser und schärfer sehen, doch was es da zu bestaunen gab, ließ mich fast aus der Haut fahren. Dort am Auto stand ein fremder, stark aussehender Mann und bedrohte meine Mutter! Auf leisen Sohlen schlich ich heran. (Wieder eine tolle Katzenfähigkeit) Ich spitzte die Ohren und versuchte dem Gespräch zu folgen.
    „Ah, hallo Kayla. Bist du bereit?“, fragte der Mann. Irgendetwas an seiner Stimme ließ mich frösteln. Sie kam mir so bekannt vor, doch auch so fern.
    „Lass es uns schnell hinter uns bringen. Doch halte dich an die Abmachung, Viktor!“, sagte meine Mutter ernst.
    Der Mann kam ihr näher und zerrte sie ein Stück weit vom Auto weg.
    „Keine Sorge, deiner Kleinen passiert nichts.“, lachte er.
    Mir klingelten alle Alarmglocken. Behändigt sprang ich auf und stürzte zu den beiden.
    „Hey, was geht hier vor?“, rief ich laut.
    Kayla warf mir einen bittenden Blick zu, doch Viktor sah sehr amüsiert aus. Ich stellte mich beschützend vor meiner Mutter und ließ sicherheitshalber meine Krallen ausfahren. (Nicht solche Krallen wie bei Logan, eher so wie bei Viktor, nur besser und schicker ;p)
    „Wenn das mal nicht die kleine Kathy ist. Als ich dich das letzte Mal gesehen habe, lagst du noch in den Windeln.“, lachte der Typ. Oh, ich mochte ihn schon jetzt überhaupt nicht…
    Um nicht wie ein Trottel da stehen zu müssen, fragte ich eine Spur zu scharf: „Ist ja entzückend, dass Sie mich kennen. Wirklich ganz wunderbar. Und wer sind Sie?“
    Ich spürte die Hand meiner Mutter auf der Schulter. „Geh nach Hause, Liebling. Warte dort auf deinen Vater.“ Ein Teil von mir wollte sich schon in Bewegung setzen, doch der andere Teil von mir blieb eisern stehen.
    Der Mann wirkte leicht beunruhigt. Nervös sah er zum Himmel hinauf. „Los, mach das, was deine Mutter dir sagt.“, fuhr er mich barsch an. Wenn ich etwas weniger leiden konnte, als wenn mich Leute für doof halten, dann ist es, wenn irgendwelche Leute mir Befehle erteilen. Also noch ein weiterer Grund an Ort und Stelle zu bleiben. Viktor wandte sich an meine Mum und sagte beinah entschuldigend: „Tja, ich hab es mit Höflichkeit versucht.“ Ohne ein weiteres Wort stürzte er auf mich zu. Es ging so schnell, dass ich keine Zeit zum Überlegen hatte. Kayla jedoch stieß mich zur Seite. Ich hörte nur noch einen schwachen Schrei.
    Da lag ich nun. Auf dem sandigen Boden. Ich wollte mich nicht umdrehen. Wollte nicht sehen, dass ich versagt habe. Wollte meine Mutter nicht am Boden, blutüberströmt sehen.
    Doch ich war ja kein kleines Mädchen, das sich ängstlich und heulend vor den Tatsachen versteckte. Oh nein. Ich war ein 15 Jähriger Teenager, der einen geballten Zorn auf den Fremden hegte, der eine solche Schande begannen hatte.
    So sprang ich auf und vergrub meine Krallen in dessen breite Schultern. Der Typ schrie kurz auf und wirbelte mich dann herunter. Behändigt landete ich und zerschnitt ihm das Gesicht. Vier fette und vor allem tiefe Kratzer zogen sich über sein Gesicht. Doch es schien ihm nichts auszumachen. Und ich sah auch warum. Kaum hatte ich ihm diese hässliche Wunde zugefügt, verheilten die Risse. Mit offenem Mund starrte ich ihn an. So eine Fähigkeit hatte ich bisher nur bei einem Mann gesehen. Meinem Vater. „Wie zum Teufel-?“, brachte ich lahm heraus. Er schnappte sich mein Handgelenk und musterte meine Krallen.
    „Ah, du kommst nach mir.“

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    „Zum Glück nicht, sonst würde ich ja auch so derbe hässlich sein wie du.“
    Bevor ich mich versah hatte der Typ mich am Kragen gepackt und starrte mich fast irre an. Bedrohlich flüsterte er: „Böses Kätzchen!“ Damit schmiss er mich durch die Luft. Ich muss zugeben, der Typ war extrem stark, denn ich flog mehrere Meter weit. Doch mein kostenloser Flug dauerte nicht lang, denn ich verfing mich in einer Baumgablung. Vor Schmerzen ächzend richtete ich mich auf. Im Gegensatz zu ihm oder Logan hatte ich nicht diese tolle Schnell-Heilungs- Dings Fähigkeit. Vor mir stand bereits Viktor und grinste mir blöd entgegen.
    „Kommt das kleine Miezekätzchen nicht mehr vom Baum?“, erkundigte er sich.
    Um etwas mehr Zeit zu schinden und um den nächsten Schritt zu planen fragte ich ihn genervt: „Jetzt mal im Ernst, wer bist du?“
    „Haben deine Eltern dir nichts von mir erzählt?“
    „Na anscheinend nicht. Oder würde ich sonst fragen!“
    Wie dumm war der Typ?
    „Ich bin dein Onkel, kleines Kätzchen. Der Bruder deines Vaters.“
    Was? Logan hatte mir noch nie von einem Bruder erzählt. Um genau zu sein, hatte er mir noch nie etwas von seiner Familie erzählt… Doch wenn Viktor mein Onkel sein sollte, warum hat er meine Mutter umgebracht? Wenn Dad nach Hause kommt, wird Viktor allerdings Blut spucken müssen.
    Tolles Familientreffen!
    Viktor schüttelte mich vom Baum. Zu meinem Glück landete ich sanft auf den Füßen (den Katzen sei Dank) Schnell wich ich vor ihm zurück. „Na warte, wenn Logan nach Hause kommt…!“, versuchte ich ihn zumindest ein wenig einzuschüchtern. Drohend kam Viktor mir näher. „Das ist doch genau der Sinn.“ Damit fesselte er mich. Ich wehrte mich mit Händen und Füßen, aber Viktor verpasste mir ordentlich eine und alles um mich herum wurde schwarz…
    Langsam blinzelte ich ins helle Tageslicht. Ich lag auf weichem Boden und der Geruch von Moos stieg mir in die Nase. Die Bäume über mir wirkten nahezu angsteinflößend groß. Alles wirkte so ruhig und friedlich. Doch irgendetwas stimmte hier nicht. Eine Weile starrte ich die Bäume an. Stück für Stück kehrten plötzlich meine Erinnerungen wieder. Hastig richtete ich mich auf und sah mich um. Hinter mir stand ein kleines Zelt aufgebaut. Ein Topf voll dampfender Suppe köchelte über einem Feuer. Eine Flasche Wasser stand daneben. Ich wollte aufstehen, doch zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass ein paar Fesseln, gut verbunden an einem Baum mich daran hinderten. Ich versuchte gar nicht erst sie zu lösen, denn es wäre aussichtslos gewesen. „Okay Kathy, keine Panik. Du kommst hier schon irgendwie wieder raus.“, versuchte ich mich selbst zu beruhigen.
    Eine tiefe Stimme riss mich aus meinen Gedanken: „Endlich bist du wach. Komm wir besuchen jetzt jemanden.“ Viktor löste die Fesseln und wollte mich mit zerren. „Hey, Moment mal Onkelchen, nicht so schnell.“, sagte ich bestimmt und blieb stehen. „Erst bist du mir noch ein paar Antworten schuldig. Warum bist du hier? Was hast du vor? Und wann hast du dir zum letzten Mal die Krallen gepflegt? Also echt, die sehen schrecklich aus.“
    Zwar war ich etwas verpeilt und mein Kopf wummerte immer noch von seinem Schlag und die ganze Situation schien vollkommen auf dem Kopf zu stehen, doch echt, diese Krallen… Da fehlen mir die Worte.
    Ruckartig zog er mich hoch. Während er mich nach vorne stieß, immer Richtung Irgendwo, fragte er mich in einem ganz neuen Tonfall: „Bist du immer so frech, Kätzchen?“ Fast konnte ich ihn grinsen hören. „Du hast ja keine Ahnung.“, war meine schlichte Antwort.
    Während er mich immer weiter schubste, versuchte ich ihm doch ein paar erklärende Worte zu entlocken. Doch nach zwei Stunden langsamen und holprigen Fußmarsch, wusste ich immerhin, dass er für einen Typ namens Stryker einen Teil einer Abmachung erfüllt. Besonders viel konnte ich damit nicht anfangen und Viktor sah auch nicht danach aus, als würde er mir noch weiteres verraten. Aber weiterhin wortlos laufen wollte ich auch nicht und da es mir als unklug erscheint mit ihm auf Konfrontation zu gehen, fragte ich ihn nach seinem Leben aus.
    „Eltern?“
    „Mutter und Vater“
    „Ja, schon klar, aber ihr Verhältnis zueinander und zu dir?“
    „Angespannt. Bin früh abgehauen.“
    „Mit Logan?“
    „Ja, ich nahm Jimmy mit.“
    „Jimmy? Süß. Warum?“
    „Weil sie ihn sonst getötet hätten. Mutanten waren auch zu der Zeit nicht angesehen. Außerdem halten Brüder zusammen.“
    „Ehrenwert. Hast du eine Freundin?“
    „Du nervst.“
    „Ich weiß. Und? Hast du eine?“
    „Argh, hältst du auch einmal den Mund?“
    „Nope.“
    „Argh…“
    So ging das noch eine Weile weiter. Plötzlich blieb er stehen. Vor uns stand eine Scheune, umfunktioniert zur Kneipe. Ich zog mir die Kapuze über den Kopf und versteckte so meine gewöhnungsbedürftigen Ohren.
    Draußen wurde es schon dunkel, doch im Inneren der Scheune war es schön warm. Während Viktor bizarre Smileys in den Tisch ritzte, trank ich meine Milch. Der Barmann schaute nervös zu Viktor hinüber. (wer könnte es ihm verdenken) „Kommst wohl nicht von hier, was?“, fragte er mit zittrigen Unterton. Viktor gab sein etwas gruseliges Lächeln zum Vorschein und verneinte. Durch all den Lärm konnte ich jemanden weit draußen laut brüllen hören. In seiner Stimme lag blanke Wut und auch ein Hauch Verzweiflung. Niemanden aus der Bar fiel es auf. Keiner von ihnen konnte auch so gut hören.

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    Wie ich- oder Viktor. „Ist dein Laden versichert?“, fragte Viktor. Diesmal war es der Barmann, der verneinte. Er schien noch viel nervöser zu werden. „Schade.“, meinte Viktor und wandte sich wieder seinen Ritzereien zu. Plötzlich flog die Tür auf. Draußen hatte es angefangen zu regnen.
    Ein Mann stand da mit zorngeballten Fäusten. „VIKTOR!“, brüllte er. Ich hatte meinem Vater noch nie so außer sich gesehen. Seine Knochenkrallen waren ausgefahren und sein Körper bebte vor Wut. Er hatte erstaunliche Ähnlichkeit mit einem wilden Tier. Beide Männer stürmten aufeinander zu und begannen sich wie wild zu schlagen. Die Gäste der Bar machten rasch Platz, um nicht in den Kampf mit hinein zu geraten. Viktor und Logan waren kräftemäßig fast von gleicher Stärke. Mit aufgerissenen Augen starrte ich den beiden hinterher. Endlich riss ich mich aus meiner Starre und folgte den beiden hinaus. Hilflos musste ich mit ansehen, wie sich beide in Stücke rissen und dabei wieder verheilten. Einfach beide auseinander treiben konnte ich nicht, da ich ja leider nicht so eine tolle Erneuerungskraft besitze. So versuchte ich vom Rand aus die beiden zu beruhigen.
    „Hey! Stopp! Wartet! Halt!“ Keiner hörte auf mich. Ich versuchte näher hinzugehen, doch ich musste immerzu den scharfen Krallen beiderseits ausweichen. „Die töten sich noch gegenseitig!“, schimpfte ich. Schließlich nahm ich mir zwei Steine und warf sie den beiden auf den Kopf. Endlich schauten sie auf. Schnell ergriff ich die Chance und rief: „Jetzt benehmt euch mal wie erwachsene Männer und klärt das ohne Gewalt!“
    In den Augen meines Vaters lag etwas Fremdes. Nichts von seiner Liebe war darin zu finden. Auch das freundliche glänzen war verschwunden. Es tat mir fast weh ihn so zu sehen. Aber ich meinte seinen Blick ein wenig aufklärender zu sehen. „Los, verschwinde Kathy! Lauf!“, kam es von ihm. „Du musst nicht auf ihn hören, kleines Kätzchen. Er hält dich für Schwach. Für ein kleines schwaches Mädchen. Er will deine Fähigkeiten unterdrücken. Komm mit mir und ich werde dir zeigen, wie man sie richtig einsetzt.“, versprach mir Viktor.
    Also damit hätte ich nie im Leben gerechnet.
    „Was?“, fragte ich irritiert. Schnell schüttelte ich den Kopf. Das war jetzt nicht der passende Augenblick, um über dieses wirklich faszinierende und attraktive Angebot nachzudenken. Oder?
    Logan musste meine Zwiegespalltenheit bemerkt haben, denn er kam einen Schritt auf mich zu. „Kathy, hör nicht auf ihn! Er ist ein Monster, was das angeht!“, versuchte er mir verzweifelt zu erklären. Ich nickte und wollte etwas sagen, doch Viktor kam mir zuvor. Mit seiner tiefen Stimme meinte er zu mir: „Siehst du, er will über dein Leben bestimmen, traut dir nichts zu. Jetzt entscheidest du. Du bist alt genug.“ Viktor kam mir näher und streckte mir seine Hand entgegen. „Nein!“, schrie Logan. „Bleib weg von ihr!“ Damit begann der Kampf von vorne.
    Wieder versuchte ich einzugreifen, doch nicht einmal meine Steine halfen mir. Viktor warf Logan gegen einen Laster voller Baumstämme. Die Sekunden vergingen für mich ewig lange, als ich sah, wie viele schwere Stämme auf meinen Vater rollten. „Nein!“, schrie ich erschrocken auf. Mit ausgestrecktem Arm eilte ich nach vorne. Plötzlich durchfuhr es mich wie ein Blitz. Eine gewaltige Kraftwelle durchströmte meinen Körper und entfloh über meinem Arm. Aber es war nicht dieses neue und sonderbare Gefühl, dass mich stehen bleiben ließ. Es war der Anblick, der sich mir bot. Die Baumstämme, die meinen Vater eigentlich unter sich begraben sollten, prallten, nur wenige Zentimeter von ihm entfernt, ab. Grund dafür war ein durchsichtiges und blaublitzend durchschlagendes Kraftfeld. Es umfasste Logan wie eine riesige Seifenblase. Sofort krabbelte Logan unter den Stämmen weg, doch nicht ohne den Blick von der seltsamen Kuppel zu lösen.
    Während der ersten paar Sekunden, in denen ich die Kuppel heraufbeschworen hatte, fühlte ich mich unendlich stark. Doch nun, beanspruchte sie meine gesamte Kraft und Energie. Ich konnte sie grade noch lange genug aufrechterhalten, bis Logan in Sicherheit war, doch dann brach ich in mich zusammen. Hart schlug ich mit den Knien auf und war einfach zu schwach den Kampf weiter zu verfolgen, geschweige denn einzugreifen. Mit aller Macht versuchte ich bei Bewusstsein zu bleiben. Wage hörte ich die Schreie der beiden Kontrahenten. Schließlich wurde es still. Eine schwere warme Hand legte sich auf meine Schultern. Ich betete innig, dass es die meines Vaters war. „Komm, kleines Kätzchen. Wir haben noch viel vor.“, sagte Viktor. Er zog mich hoch und führte mich weg. Grade noch konnte ich Logan sehen, wie er besiegt am Boden lag. Ich wollte zu ihm gehen, sichergehen, dass es ihm gut ging, doch ich konnte einfach nichtmehr. Mit letzter Kraft versuchte ich mich gegen Viktors führender Hand zu stemmen. „Lass mich!“, wollte ich ihm entgegen schreien, doch heraus kam nur ein heiseres Flüstern. Kurz sammelte ich all meine Energie und stieß hart seine Arme weg. Auf unsicheren Beinen stolperte ich zu meinem Vater. Doch ich kam nicht weit. Schon nach ein paar Schritten hatte ich kein Gefühl mehr in den Knien und fiel zu Boden. Stumme, hoffnungslose Tränen rannten mir die Wangen hinab. Wieder half Viktor mir hoch und trug mich weg. „Lass mich runter… Lass mich runter…“, murmelte ich, bevor mich wohltuende Schwärze umhüllte.
    Mein Kopf brummte wie verrückt, ich fühlte mich wie gerädert und meine aufgeschlagenen Knie schmerzten fürchterlich. Das war der schlimmste Morgen, den ich je hatte. Eigentlich hätte ich noch so schön schlafen können, doch Viktor musste mich ja aus meinen süßen Träumen reißen. „Wach auf. Wir müssen trainieren.“, sagte er barsch. „Ich bin nicht in Form, um jetzt zu trainieren.“, gähnte ich. Mit einem feuchten Tuch säuberte ich meine Wunden. Viktor baute sich vor mir auf und sah streng auf mich herab. Argh, wie ich es hasse, wenn jemand auf mich herab blickt…!
    Mit einem echt bösen und respekteinflößenden Unterton knurrte er: „Hör mir jetzt mal genau zu. Wenn ein Gegner vor dir steht, dann fragt er dich auch nicht, ob du `in Form' bist. Und schon bald wird einer vor dir stehen, der dich umbringen will. Also beweg dich jetzt!“ Ich wog die Situation ab. Schließlich richtete ich mich doch auf und sah Viktor fragend an. Doch bevor ich ihn fragen konnte, womit wir nun anfangen sollten, schmiss er mich schon Meter weit durch den Wald. Hart landete ich auf dem Rücken. Für einen Moment blieb mir die Luft weg. „Spinnst du!“, japste ich. Schon stand er über mir und hob mich (mit Leichtigkeit!) am Kragen hoch. „Verteidige dich, kleines Kätzchen!“, fuhr er mich an. Und schon wieder warf er mich umher, als wäre ich leichter als ein Blatt Papier. Doch diesmal war ich besser vorbereitet und landete auf den Füßen. Zwar etwas wackelig, doch ich stand. Wieder stürmte Viktor auf mich zu. Geschickt wich ich zur Seite hin aus. Er hob die Faust, bereit zum Schlag, aber gerade noch rechtzeitig konnte ich mich ducken. Schnell registrierte ich, dass dies nun der perfekte Moment zum Zuschlagen war. Mit dem bisschen Kraft, was ich in den Armen hatte, schlug ich zu. Genau unter die Gürtellinie. Ich hörte von ihm ein unterdrücktes „autsch“, doch das war es auch schon. Er packte mich am Nacken und drückte mich wieder zu Boden. „Nicht schlecht, doch auch noch nicht gut.“, waren seine Worte. Und so ging es weiter.
    Und weiter…und weiter… und weiter…
    Als es anfing zu dämmern, hörten wir auf. Ich war vollkommen ausgepowert. Mein Rücken war voller blauer Flecken und ich spürte weder Arme noch Beine.
    Das Feuer, welches Viktor zum Lodern gebracht hat, knisterte und die Suppe darüber duftete verführerisch lecker. (Kaum zu glauben, doch Viktor konnte tatsächlich etwas kochen, dass man auch essen konnte) Wortlos gab er mir eine Schüssel. Wie ich schon nach kurzer Zeit feststellen konnte, sprach er nicht viel. Leider. Schweigend aßen wir. Die Suppe schmeckte köstlich. Genauso hatte Mum

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    Sie immer gemacht. …Bevor Viktor sie umgebracht hatte. „Warum hast du es so auf meine Familie abgesehen?“, fragte ich ihn. „Das geht dich nichts an.“, grummelte er. Natürlich gab ich mich mit so einer lahmen Ausrede nicht zufrieden. Ich stellte die leere Schüssel beiseite und rückte näher an ihn an. „Du hast meine Mutter getötet und meinen Vater vor meinen Augen total KO geschlagen. Jetzt will ich wissen warum.“ Mit seinem seltsamen Blick sah er mich an. „Du würdest das nicht verstehen.“, sagte er. „Vielleicht ja doch. Hilf mir doch einfach dabei.“, wiedersprach ich ihm sofort. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. „Lass uns später darüber reden. Dann erzähle ich dir alles.“, versprach er mir. „Und wann ist später?“, wollte ich wissen. Statt einer Antwort seufzte er. Es wurde wieder still. „Wie hast du das gestern mit den Kraftfeld gemacht?“, fragte er mich. Kurz dachte ich darüber nach. „Keine Ahnung. Ich wusste vorher nicht, dass ich so etwas kann.“, antwortete ich. „Als ich sah, dass Logan fast von den Baumstämmen überrollt wurde, sammelte sich eine ungeheure Kraft in mir. Und diese wich dann aus meinem Arm. Doch danach fühlte ich mich unheimlich schwach.“, erklärte ich ihm.
    Wieder schwiegen wir. Als ich merkte, wie meine Augen immer schwerer wurden, sagte ich ihm schließlich, dass ich nun schlafen gehen würde. Er nickte nur. Ich fuhr meine Krallen aus und kletterte geschwind auf einen Baum. In einer breiten Gablung machte ich es mir bequem und schlief ein.
    Am nächsten Morgen weckte Viktor mich wieder viel zu früh. Noch bevor es etwas zum Frühstücken gab, machten wir uns ans Training. Dieses Mal sollte ich ihn ohne Unterbrechung angreifen. Nach drei Stunden lag Viktor zwar nicht am Boden, doch wenn er nicht diese schnelle Heilungskraft hätte, dann würde er nicht mehr so locker flockig dastehen. (Meiner Meinung nach zumindest ;P )
    Natürlich hatte ich Dad nicht vergessen. So schnell wie möglich wollte ich wieder zurück zu ihm. Bei Viktor war es zwar auch nicht schlecht, (Mal abgesehen davon, dass er meine Mutter umgebracht und meinen Vater besiegt hatte) doch ich wollte und musste einfach zurück. Sicherlich würde Logan sich schon Sorgen machen. Kurz war Viktor außer Sicht und ich machte mich so schnell wie möglich aus dem Staub. Bedacht darauf auf dem welken Laub nicht allzu laut zu sein rannte ich immer weiter. Ich übersah einen kleinen Ast und trat darauf. Sofort zerbrach er unter meinen Schuhen und knackte laut. Mit angehaltenem Atem lauschte ich. Aus nicht allzu weiter Entfernung waren Schritte zu hören. Sofort versteckte ich mich hinter einen breiten Baum. Mir war, als könnte man meinen Herzschlag meilenweit hören. Wie aus dem Nichts ertönte plötzlich die Stimme meines Onkels direkt neben mir. „Hast du wirklich gedacht, du könntest vor mir fliehen?“ Hart schluckte ich. Das ist nicht ganz nach Plan gelaufen. „Ein Versuch war es wert.“, meinte ich tonlos. Damit folgte ich ihm wieder, jedoch spürte ich ständig seinen Blick im Nacken.
    Wir zogen weiter. Wohin wusste ich nicht (und erfuhr ich auch nicht), doch ich hoffte, dass es nicht ganz so weit sein würde, denn wir wanderten zu Fuß! Während der Reise warf Viktor einen Ast, oder großen Stein weit weg. Ich sollte genau hinhören, wo das jeweilige Objekt landete und wie weit es entfernt war. Anfang lag mein Urteilsvermögen erstaunlich falsch, doch mit der Zeit wurde ich immer besser. Meine Ohren zuckten bereits bei jedem fragwürdigen Geräusch, egal wie leise es war. Doch so gegen Mittag hörte ich etwas, was nicht in einem Wald gehörte. Das Brummen eines Motors. Es kam immer näher. Auch Viktor hörte es. Zufrieden lächelte er. „Wer kommt da?“, fragte ich. Keine Antwort. Ich schnupperte. Meine Nase war feiner als die der Menschen. Es roch leicht nach Gefahr. Ich legte die Ohren an. Vor uns tauchte schließlich ein großer Geländewagen auf. Mit quietschenden Reifen kam er zum Stehen. Die Türen knallten auf und heraus trat ein Mann. Er sah ein bisschen chinesisch/ japanisch aus. (Ich kenn mich da nicht so gut aus. Sorry)
    „Hallo Viktor. Ich dachte ich hole dich mal ab, sonst kommst du lahmer Esel ja nie zur Station.“, sagte der Typ. Viktor ignorierte die Beleidigung. Stattdessen sagte er: „Stryker wird verstehen, warum ich nicht pünktlich komme. Ich bin dabei ihm sein Geschenk zu bringen.“ Stirnrunzelnd blickte ich zu Viktor hinüber. Was sollte das denn heißen? Und wer ist der Mann? Ich beschloss mir den Fremden mal genauer anzusehen. Er schien noch nicht so alt zu sein, doch das war bei Mutanten generell schwer zu sagen, da diese ja sehr langsam altern. Zwei glänzende Pistolen steckten an seinem Gürtel. Ein bisschen sah er aus wie ein Agent. „Das ist Agent Zero, Cat.“, stellte Viktor mir den Mann vor. Jetzt erst schaute Zero mich an. „Logans Tochter?“, fragte er meinen Onkel geringschätzig. „Sieht ihm aber nicht besonders ähnlich.“, meinte er. Seine Augen blieben an meinen Ohren hängen. Mist! Warum nur habe ich meine Kapuze nicht auf? Die erspart mir immerhin die dummen Blicke und Sprüche. Böse schaute ich den Möchtegernagenten an. Ohne viele Worte stieg Viktor ins Auto. Auch Zero stieg ein. Doch ich blieb stehen. Auf gar keinen Fall würde ich in dieses Auto steigen. Nicht zu diesen komischen Typ. „Jetzt komm schon, kleines Kätzchen!“, rief Viktor. Ich stemmte die Arme in die Hüfte und blieb mit eiserner Miene stehen.
    „Also eins ist mal klar, ich werde nicht, ich wiederhole: NICHT in dieses Auto steigen. Eigentlich sollte ich schon längst wieder auf dem Weg zurück zu Logan sein. Denn immerhin ist er mein Vater. Und er braucht jemanden, der erst denkt, dann handelt. Klar soweit? Also, auf nimmer wiedersehen.“, beendete ich meine Aussage. Dramatisch machte ich auf dem Absatz kehrt und lief in die entgegengesetzte Richtung. „Du willst zu deinem Daddy? Komm ich bringe dich zu ihm.“, rief Zero mir hinterher. Abrupt blieb ich stehen. „Na klar. Sicher doch.“, meinte ich ironisch. „Und am Ende lande ich als Sensation im Zoo.“ Ich setzte meinen Weg fort. Wieder ertönte Zeros Stimme hinter mir: „Glaubst du im Ernst, dass dein Vater noch zu Hause sitzt und brav auf dich wartet?“ Er machte mich nachdenklich.
    Es war wirklich unwahrscheinlich. So drehte ich mich zu den beiden um. „Und ihr wollt wissen, wo er sich aufhält?“, fragte ich argwöhnisch. Beide warfen sich vielsagende Blicke zu. „Wir wissen es. Deswegen wollen wir dich auch zu ihm bringen.“, war Zeros Antwort. Natürlich musste ich seine Aussage sofort hinterfragen: „Und das aus reiner Nächstenliebe?“ Er zuckte nur mit den Schultern. „Du musst uns vertrauen. Ich verspreche dir, dass ich dich zu ihm bringen werde.“, versprach Zero mir. Ich war zwar nicht vollkommen überzeugt, doch was hatte ich für eine andere Wahl? So stieg ich nach hinten in den Wagen, genau hinter Zero. „Nur eine falsche Bewegung und ich kratz dir die Augen aus!“, warnte ich ihn vorsichtshalber. „Sie hat ja doch Ähnlichkeit mit Logan.“, grinste Zero und gab Gas.
    Die Fahrt dauerte knapp drei Stunden. Währenddessen versuchte ich mir den Weg gut einzuprägen und auch auf jegliche Fluchtwege zu achten. Wir fuhren an einem wunderschönen Wasserfall vorbei, hinein in einem unterirdischen Tunnel. Als wir austeigen mussten, nahm ich eine sehr angespannte Atmosphäre wahr. Mit großen Augen blickte ich mich um. Wir waren in einer Art Tiefgarage, in der viele echt coole Autos und noch coolere Motorräder standen. Viktor sah sich kurz um und entschied sich für ein schwarzglänzendes. Er fischte die Schlüssel aus einer seiner vielen Taschen und ließ den Motor starten. „Was ist denn jetzt los?“, fragte ich ihn. „Ich habe einen Auftrag, doch wir werden uns schon bald wiedersehen, kleines Kätzchen.“, sagte er und fuhr los. „Halt! Warte! Du kannst jetzt nicht einfach so wegfahren!“, rief ich ihm hinterher, aber er war schon weg.
    „Komm, Kleine.“, sagte Agent Zero und ging vor. Sehnsüchtig blickte ich Viktor hinterher. Zwar hatte er viele Macken, an denen man noch arbeiten könnte, doch ich fühlte mich mit ihm verbunden. Jetzt, wo er einfach so weg war, fühlte ich mich seltsam allein und hilflos. Schließlich beeilte ich mich Zero hinterher zu kommen. „Nur so zur Info, ich lasse mich nur mit `Cat' ansprechen.“, sagte ich zu ihm. Er sollte sich ja nicht einbilden, dass ich ein kleines schutzloses Mädchen bin. „Aber sicher doch.“, seufzte er.

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    Zero führte mich einige Gänge entlang. Alle zehn Meter mussten wir an einer gewaltigen und vor allem massiven Stahltür stehen bleiben. Rasend schnell gab Zero den Zahlencode ein. Endlich blieben wir an einer wirklich gewaltigen Tür stehen. Dahinter musste sich wohl etwas ganz besonderes verbergen. „Bleib hier. Du kannst gleich zu ihm.“, wies Zero mich an. Er selbst öffnete die Tür einen Spalt breit (Ich konnte natürlich nichts sehen…) und schlüpfte hindurch. Wie ich schon einmal ganz am Anfang angedeutet habe, wenn ich etwas weniger leiden konnte, als wenn mich Leute für doof halten, dann ist es, wenn irgendwelche Leute mir Befehle erteilen. Also suchte ich etwas, wodurch ich ein wenig mehr erfahren konnte.
    Ich lief den Gang ein Stück weiter zurück und fand eine Treppe, die nach oben führte. Die Tür war unverschlossen und so öffnete ich sie und sah mich in dem kleinen Raum um. Es war ein bisschen wie ein Versuchslabor aufgebaut. An der langen Seite der Wand war die übliche Mauer durch panzerfesten Fenster eingetauscht worden. Soweit ich zu schätzen wagte, sollte ich einen Blick in den geheimen Raum werfen dürfen, in den Zero zuvor verschwunden ist. Doch leider war ich nicht allein dem `Labor'. Am Fenster saß eine streng aussehende Frau, ganz in weiß gekleidet und musterte mich mit ihren zu engstehenden Augen.
    „Hey! Du darfst hier nicht rein!“, fuhr sie mich an. Ich setzte mein liebenswürdiges Lächeln auf und machte ein paar Schritte auf die Frau zu. „Sie verstehen nicht.“, begann ich zu flunkern. „ Ich bin die Nichte von Agent Zero. Später möchte ich genauso sein wie er, daher erlaubte er mir, von hieraus zusehen zu dürfen. Sie werden damit ganz bestimmt kein Problem haben, nicht wahr?“, setzte ich drohend hinzu. Fast konnte ich hören, wie die Frau angestrengt nachdachte. Vorsichtig schaute ich aus dem Fenster. Noch war da unten nicht viel los, so konzentrierte ich mich wieder auf die Frau. „Nun, ich werde den Agent fragen, ob das stimmt.“, teilte sie mir mit. Ich konnte sie ja schlecht gehen lassen, also warf ich schnell ein: „Nur mal unter uns, dass würde ich jetzt nicht machen. Er hat heute fürchterliche Laune. Selbst ich musste heute aufpassen, was ich sage. Aber ich werde Ihnen versichern, dass ich hier nichts anfassen werde.“ Die Frau schaute zu Zero herunter, der zu meinem Glück, wirklich unruhig umher ging. „Na schön. Du kannst bleiben.“, willigte sie schließlich leicht genervt ein. Immer noch lächelnd schaute ich mich in dem Labor um.
    Neben mir stand eine Glasvitrine, in der ein paar seltsame Tabletten lagen. „Was ist das?“, fragte ich. Die Frau war mit Papierkram beschäftigt. Sie richtete sich nicht einmal auf, sondern erklärte nur abweisend: „Das sind Ligormatel Tabletten. Die verstärken die Kräfte der Mutanten ungemein. Doch lass lieber die Finger davon.“ Stirnrunzelnd sah ich mir die Tabletten genauer an. Pillen, die die Kräfte verstärken? Klingt ja nicht schlecht. Vielleicht kann ich dann meine Kraftfelder heraufbeschwören, ohne dass ich danach total ausgelaugt bin…
    „Was sind denn die Nebenwirkungen?“, fragte ich so beiläufig wie nur irgend möglich. Nun richtete sich die Frau auf. „Du verlierst für unbestimmte Zeit deine Fähigkeiten. Nimmst du zu viele, dann kann es sogar sein, dass du dein Gedächtnis verlierst.“ Stumm nickte ich. Die Frau machte sich wieder an ihre Schreibarbeiten. Die Risiken waren enorm und das Opfer wäre groß, doch könnte es schaden, sich ein paar von diesen Dingern selbst anzueignen? Ich muss sie ja nicht gleich alle auf einmal nehmen, aber sie als Sicherheit für den Fall der Fälle in der Tasche zu haben, kann ja auch nicht ganz verkehrt sein. Darauf bedacht so lautlos wie möglich zu sein, kratze ich ein mittelgroßes Loch in die Glasscheibe. Leise nahm ich sie entgegen und griff in die Vitrine. Nicht viele Tabletten würde ich stehlen. Drei Stück sollten genügen. Das fiele auch nicht gleich auf, dass ein paar fehlten. Ohne große Hast steckte ich sie mir in die Hosentasche.
    Unten im Raum kam endlich Bewegung rein. Aufmerksam verfolgte ich, wie die eiserne Tür vom neuem Aufging. Doch zu meinem Entsetzten kam Logan herein. Vollkommen unbekleidet ließ er sich an der Trage über dem Wasserbecken fixieren. Ein etwas rundlicher Mann (Es ist Stryker, nur mal so am Rande) redete mit Logan. Am liebsten würde ich nach unten zu meinem Vater rennen, doch das würde alles reichlich wenig bringen, da ich noch nicht einmal durch die Tür gelangen würde. Auch durch das Fenster konnte ich nicht auf mich aufmerksam machen, da Logan mich erstens nicht durch das dicke Glas hören konnte und ich zweitens Gefahr laufe, dass Zero auf mich zuerst aufmerksam wird und mich langfristig wegsperren würde. So musste ich mit ansehen, wie ein paar echt spitze Nadeln ihn irgendetwas einflößten. Mir tat es im Herzen weh, als Logan sich vor Schmerzen krümmte. Warum unternahm keiner etwas? Er wird sterben, wenn keiner eingreift! Aber plötzlich wurde er ganz ruhig. Zu ruhig. Der rundliche Mann schüttelte traurig den Kopf und auch die ganzen anderen Leute wirkten betrübt. Mir schossen die Tränen in die Augen. Sie hatten es geschafft. Diese verdammten Arschlöcher haben Logan ermordet! Logan, der eigentlich durch nichts sterben kann!
    Fast schon wäre ich nach unten gerannt, hätte diese dumme Tür eingerannt und jedem einzelnen die Augen ausgehackt, als alle Anwesenden da unten wieder aufmerksam wurden. Und ich sah auch warum. Logan bewegte sich! Verzweifelt versuchte er sich von den Fesseln zu befreien. Er schaffte dies erstaunlicherweise auch. Voller Zorn stand er auf. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, doch anstatt der üblichen Knochenkrallen ragten dort rasiermesserscharfe Klingen heraus. Alle schrien aufgebracht herum und Zero versuchte sogar auf ihn zu schießen.
    Das war mein Stichwort. Ich stieß die Frau neben mir beiseite und stürmte die Treppe herunter. Im Laufen fischte ich eine Tablette aus meiner Tasche und schluckte sie herunter. Ich wusste nicht, wann die Wirkung einsetzte, doch hoffentlich schnell. Unten angekommen bot sich mir ein seltsamer Anblick. Die sonst so massive Tür wurde von innen zerkratz. Zweimal drei scharfe Klingen zerschnitten die Tür. Dadurch gab es einen kleinen Durchgang. Zum Vorschein kam Logan. Mal abgesehen davon, dass er komplett unbekleidet war, tropfte er beinah vor Wut und Zorn. Ohne mich anzusehen rannte er an mir vorbei. Wahrscheinlich hatte er mich gar nicht wahrgenommen. Ihn verfolgten einige Männer, die ein paar ziemlich übel aussehende Pistolen bei sich trugen. Sie alle feuerten was das Zeug hält. Rein aus Instinkt ließ ich mein Kraftfeld erscheinen. Die unzähligen Kugeln prallten davon ab. Schnell machte ich mich daran, Logan einzuholen. Draußen fand ich ihn vor dem Wasserfall. Er war kurz davor abzuspringen. „Hey, warte auf mich!“, rief ich durch das Tosen des Wassers. Verwirrt drehte er sich zu mir um. „Kathy? Was machst du denn hier?“, fragte er mich irritiert. Strykers Männer kamen immer näher. Viel Zeit zum Reden blieb also nicht mehr. „Hauptsächlich ums Überleben kämpfen!“, rief ich ihn entgegen. Ich ließ mein Kraftfeld auflösen und sprang hinein in den nassen Fall. Logan sprang mir hinterher. Und schon begann die wilde Flucht vor der Regierung.
    Die Möglichkeiten, die mir die Tabletten lieferten waren unglaublich. Obwohl ich eine Schutzkuppel erschaffen hatte, war ich immer noch nicht vollkommen KO. Eine ganz neue Art von Energie schoss mir durch die Venen. Ich konnte so schnell rennen wie noch nie und das noch extrem lange. Ich spürte keine Müdigkeit oder Erschöpfung. Obwohl ich echt froh war, dass es Logan gut geht und dass ich ihn endlich wieder in die Arme schließen konnte, redeten wir wenig, wenn überhaupt nicht miteinander. Wir konzentrierten uns nur darauf zu fliehen. Nur weg. Weg von diesen merkwürdigen Laboren. Ich muss gestehen, ich war nicht ganz abgeneigt von dem wenigen Kontakt, denn so konnte ich zumindest auf den entblößten Anblick meines Vaters verzichten.
    Plötzlich beschleunigte Logan sein Tempo. Er steuerte eine abgelegene Scheune an. Ein Auto kam die einsame Landstraße heruntergefahren. Ein älteres Paar saß darin. Kurz blieb ich stehen. Doch nach

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    Kurzem Zögern beschloss ich Logan zu folgen. Er hatte sich in der Scheune hinter einer Tür versteckt. Da wir sowieso gesehen worden waren, blieb ich vor der Tür stehen und versteckte schon mal meine Ohren. Der ältere Mann kam herein, bewaffnet mit einer Pistole. Stirnrunzelnd sah er mich an, sagte aber nichts. Stattdessen stieß er die Tür auf und sprach kurz mit Logan. Schließlich bat der Mann uns an mit ins Haus zu kommen. Sehr freundlich, wie ich empfand.
    Während Logan im Bad war und sich etwas anzog, wartete ich mit dem alten Pärchen in der Küche. „War wohl nicht eure beste Nacht, was?“, fragte der Mann mich. Sein Stimme war kein bisschen ruppig. Dazu strahlte er eine gewaltige Welle fürsorgliches Verhalten aus. Alles im allen fand ich ihn sehr sympathisch. „Nein, es hätte besser laufen können.“, lächelte ich schwach. Die Wirkung der Tablette ließ langsam nach. Nun fingen meine Beine an zu schmerzen. Die alte Frau bot mir einen Platz am Tisch an. „Ich danke Ihnen sehr.“, sagte ich. „Mein Name ist übrigens Cat.“, stellte ich mich vor. „Cat? Ein seltsamer Name. Kind, willst du nicht die Kapuze abnehmen?“, fragte mich die Frau. Entschuldigend lächelte ich. „Mich nennen alle Cat. Es passt zu mir. Unter anderen Umständen würde ich nicht in Kapuze hier sitzen, doch ich habe eine üble- nennen wir es mal Verletzung, die ich Ihnen nur zu ungern zeigen möchte.“, erklärte ich. Das Pärchen fragte nicht weiter, doch als Logan mit den zerstörten Waschbecken ankam, konnte ich mir ein Lachen kaum verkneifen. Während die Männer sich über Motorräder unterhielten, erzählte die Frau mir von ihrem Sohn. Aufmerksam hörte ich zu. Es tat gut mal ganz normal zu Abend zu essen und dabei belanglos zu reden. Nach dem Essen bot uns das Ehepaar einen Platz für die Nacht an. Dabei sollte Logan lieber in der Scheune schlafen, da er dort weniger kaputt machen konnte. Mir wurde angeboten im Haus zu schlafen, doch ich lehnte dankend ab. „Ich weiß Ihre Gastfreundschaft wahrhaft zu schätzen, doch wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich es vorziehen bei meinem Vater zu bleiben.“ Sie respektierten meinen Wunsch und gaben Logan und mir Decken und Kissen.
    Im Stroh machten wir es uns bequem. Mit einem langgezogenen Seufzer ließ ich mich in die weiche Matte gleiten. „Tut das gut.“, sagte ich. Gedankenversunken starrte Logan gegen die Wand. „Was ist mir dir passiert, Dad?“, fragte ich ihn. Er schaute mich an. „Ich weiß nicht genau.“, antwortete er. „Aber ich hoffe, dass es das wert war.“ Er fuhr seine neuen Krallen aus. „Was ist das für ein Zeug?“, fragte ich und deutete auf die glänzenden Messer. „Adamantium. Ein unzerstörbares Metall. Mein ganzes Skelett wurde damit überzogen. Jetzt bin ich praktisch unzerstörbar.“, erklärte er mir. „Cool.“, meinte ich nur. Ich unterdrückte ein gähnen. „Was wird jetzt passieren?“, wollte ich wissen. Kurz dachte Logan nach. „Zuerst werde ich die beiden (das alte Ehepaar) bitten, dass sie dich hierbehalten. Ich werde mich auf die Suche nach Viktor machen und ihn endgültig töten, als Rache dafür, was er Kayla angetan hat.“ Hastig richtete ich mich auf. „Was?“, sagte ich erschrocken. „Du willst mich hierlassen? Und wer passt dann auf dich auf? Ich werde garantiert nicht hier bleiben und nichts machen. Ich komme mit. Und kein Widerspruch!“ Ich stand auf und setzte mich neben ihn. „Ich bin so froh wieder bei dir zu sein. Wirklich. Lass mich dich nicht noch einmal verlieren. Bitte Dad, noch einmal halte ich das nicht aus. “, flüsterte ich. Er nahm mich in den Arm. „Wir werden morgen darüber reden. Jetzt schlaf erst mal. Das hast du dir verdient, meine kleine Kampfkatze.“, hauchte er mir ins Ohr. Und wirklich. In weniger als zehn Minuten war ich schon tief am Schlafen, während Logan um Kayla trauerte.
    Der Staub, den man bei den einzelnen Sonnenstrahlen sehen konnte, weckte mich. Ich lag angelehnt an Logan. Dieser schlief noch. Ich musste grinsen. Er sah beim Schlafen immer so süß aus. Vorsichtig löste ich mich von ihm und ging in der Scheune umher. Leise knisterte das Stroh unter meinen Füßen. Behändigt kletterte ich auf einen hohen Heuballen, ohne auch nur ein Geräusch zu machen. Oben legte ich mich hin und verschränkte die Arme hinterm Kopf. Zum ersten Mal hatte ich wirklich Zeit, an meine Mutter zu denken. Erst eine, dann immer mehr Tränen liefen mir stumm die Wange herunter. Das war nicht fair. Einfach nicht fair. Wieder musste ich an den Tag denken, der mein Leben total veränderte:
    Ich war gerade mal zwölf Jahre alt, als mich in der Nacht ein stechender Schmerz weckte. Ohren, Augen und Hände taten mir extrem weh. Noch mit Müdigkeit in den Augen schlurfte ich zum Lichtschalter. Ich betätigte ihn und lief zum Spiegel, um nachzusehen, was da war. Als ich das erste Mal hinein blickte, dachte ich, meine Augen spielen mir einen Streich. Meine normalen Ohren waren verschwunden. Gerade noch konnte ich sehen, wie sich zwei Fremdartige Dinger oben an meinem Kopf herauswuchsen. Sie waren überzogen mit rotem Fell- die gleiche Farbe wie meine Haare. Meine Augen wechselten zwischen meiner normalen Färbung zu einem unheimlichen gelb. Immer wieder. Grün-Gelb, Grün-Gelb. Mit Schrecken musterte ich meine Fingernägel. Sie wurden seltsam lang und spitz. Wie Krallen. „Was passiert mit mir?“, fragte ich mich selbst. Meine Stimme zitterte. Allmählich ließ der Schmerz nach. Starr schaute ich wieder in den Spiegel. Meine Verwandlung war vollendet. Ich war nicht mehr das normale Mädchen, das am Abend zuvor ins Bett gegangen ist. Jetzt war ich ein Monster. Ein katzenähnliches Monster. Meine Eltern schliefen ein paar Zimmer weiter weg. Sie würden mich hassen, mich loswerden wollen, wenn sie mich so sehen würden. Mit tränenverschleierten Blick schnappte ich mir einen Rucksack und stopfte nur die nötigsten Sachen herein. Auf viel zu leisen Sohlen schlich ich aus dem Haus. Die Eingangstür knallte hart, als ich sie zuschlug. So schnell meine Beine mich trugen, rannte ich. Rannte weg von meiner Familie. Im Haus hinter mir gingen Lichter an. Nur in einer Schlafhose stand Logan an der Tür. Er rief mir etwas nach, doch ich wollte es nicht hören, sondern lief immer weiter. Mein Vater folgte mir und holte schnell auf. Weinend blieb ich stehen, als ich seine warme Hand auf der Schulter spürte. „Warum läufst du denn weg?“, fragte er mit seiner wunderbaren beruhigenden Stimme. „Sieh mich nicht an Dad. Du würdest mich hassen.“, schniefte ich. Langsam drehte ich mich zu ihm um. „Was ist denn passiert?“, fragte er. In seiner Stimme klang keine Abscheu. Das gab mir wieder ein bisschen Mut. So erzählte ich ihm, was geschehen war und was für eine Angst ich nun hatte. Fest nahm er mich in den Arm. „Kathy, deine Mutter und ich, wir werden dich immer lieben, egal was für besondere Merkmale du hast.“, beruhigte er mich. Zusammen gingen wir wieder ins Haus. Und tatsächlich. Auch Kayla verzog keine Miene, sondern nahm mich fest in den Arm. Sie versprach mir, dass alles wieder gut werden würde und dass es ein Geschenk, kein Fluch war. Ich glaubte ihr und es war auch nur ihren Worten zu verdanken, dass ich nicht aufgab und mich selbst hasste.
    Meine Mutter hatte mir damals alle Angst vor der Zukunft und mir selbst genommen. Doch jetzt war ist sie für immer weg und kann mir nie wieder helfen. „Cat? Bist hier irgendwo?“, hörte ich die Stimme von meinem Vater. „Ich bin hier.“, murmelte ich und sprang vom Ballen herunter. Fragend sah er mich an. „Ich habe gerade an sie gedacht.“, sagte ich leise. Ich brachte es nicht über mich, ihren Namen zu sagen. Doch Logan verstand es. Nach einiger Zeit kam der alte Mann, der uns unter anderem so freundlich aufgenommen hatte. Er schenkte Logan eine Lederjacke, die vorher seinem Sohn gehört hatte. Wenig später kam die Frau herein und brachte ein paar Gläser mit frisch gepressten Saft mit. Gerade noch erklärte sie uns, von welcher Frucht er stammte, als plötzlich ein Schuss zu hören war. Er verfehlte die alte Lady nur um wenige Zentimeter. Doch der nächste Schuss folgte sogleich und traf diesmal sein Ziel. Sie kippte nach vorne hin um. Der dritte Schuss kam fast gleichzeitig mit dem

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    Zweiten. Diese Kugel traf den Mann. „Nein!“, schrie Logan. Aus der Scheunentür konnten wir einen Helikopter sehen, der auf uns zuflog und eine Rakete abschoss! „Komm Cat!“, wies Logan mich schnell an und sprang auf das Motorrad. Flink setzte ich mich hinter ihm und hielt mich mit aller Kraft fest. Und schon begann die Tortur.
    Mit vollem Karacho fuhr Logan aus dem Hinterausgang der Scheune. Gerade noch rechtzeitig, denn diese explodierte direkt hinter uns. Logan raste durch den Wald, damit man keine freie Sicht auf uns hatte. Viele Schüsse hagelten auf uns herunter. Ich erschreckte mich bei jedem erneut, denn wenn mich eine Kugel traf, war das weniger lustig, als bei Logan. „Cat, kannst du dieses Schutzdingens noch einmal machen?“, rief Logan mir entgegen. Er fuhr eine scharfe Kurve, die mich fast vom Motorrad schmiss. „Kommt drauf an, wenn du willst, dass ich dann bewusstlos im Staub liege, dann ja!“, rief ich ihm gegen den Wind zu. Statt einer Antwort kamen von vorne und von hinten jeweils zwei Geländewagen. „Ähm, da kommt was von hinten.“, schrie ich ihm durch den ganzen Lärm ins Ohr. Kurz schaute Logan sich um und gab dann noch mehr Gas. Wenn er nicht bald abwenden würde, dann würden wir voll in den Wagen vor uns knallen! „Oh, ich kann da nicht hinsehen.“, murmelte ich und drückte mein Gesicht in den Rücken meines Vaters. Doch dieser dachte gar nicht daran abzuwenden. Stattdessen fuhr er nur ein wenig zur Seite und zerstörte mit Hilfe seiner neuen Superkrallen den Wagen. Das vollkommen kaputte Gefährt schlug kopfüber auf den Wagen hinter uns. Es gab eine gewaltige Explosion, die Logan und mich vom Rad warf. Ich versuchte so gut wie möglich auf den Beinen zu landen, doch durch den Schwung rollte ich immer weiter.
    Erneut hörte ich einen ohrenbetäubenden Lärm (für meine Ohren also noch lauter als sowieso schon). Als ich mich aufrichtete, sah ich den Heli vollkommen zerschrammt am Boden liegen. Schnell richtete ich mich auf und lief zu dem brennenden Flugding, um zu sehen, wer es war, der es so auf uns abgesehen hatte. Verletzt und kopfüber saß da Agent Zero. Der Triumph hätte nicht größer für mich sein können. Aber als ich ihn gerade hämisch auslachen wollte, erklang eine leicht verzerrte Stimme aus einem Sprechgerät. „Zero, ist Logan tot? Zero bitte kommen.“ Der Angesprochene wollte antworten, doch ich nahm ihm das Funkgerät weg. „Hier spricht Agent Cat. Hören Sie, Sie verdammter Schweinehund, wenn ich Sie in die Finger kriege, dann zeig ich Ihnen mal, wie ich meine Fähigkeiten ganz schnell und einfach einsetzten kann!“, fauchte ich ins Funkgerät. Jetzt stand Logan hinter mir und nahm mir das Gerät aus der Hand. Logan sprach auch noch ein paar unsanfte Worte hinein und warf es dann weg.
    Nun wandte er sich an Zero: „Das waren anständige Menschen, die du erschossen hast.“, knurrte er. „Seltsam, wie die ganzen anständigen Menschen in deinem Umfeld sterben.“, waren Zeros Worte. Tja, das war ein echt dämlicher Fehler, denn Logan war ja sowieso schon wütend, doch er hätte ihn noch am Leben gelassen. Pech gehabt Zero, denn er hatte sein eigenes Todesurteil unterschrieben. Logan legte eine Spur aus Schwarzpulver und zündete sie aus einiger Entfernung an. Während mein Vater so Mega cool und lässig einfach weiterging und sich NICHT diese monströse Explosion ansah. Ich natürlich lief Rückwärts und verfolgte sie mit großen Augen.
    „Wohin geht’s jetzt?“, fragte ich Logan. „Ich werde einen alten Freund besuchen. Mal sehen, wie ich an Viktor und Stryker rankomme und dann beide töte.“, sagte er und ging zurück zu den leicht demolierten Motorrad. „Hey, was soll denn das einsame `Ich'? Denkst du, ich lass dich alleine gehen? Du brauchst mich und das weißt du Dad.“, sagte ich ihm und folgte ihm hartnäckig. „Cat, das ist kein Spiel. Keiner von denen wird dich verschonen, nur weil du ein kleines Mädchen bist.“, beharrte er auf seiner Meinung. Kurz prüfte er das Bike und stieg auf. „Entschlossen setzte ich mich hinter ihn und belehrte ihn: „Ich bin weder Klein, noch dumm. Also, ab geht’s.“ Kopfschütteln gab Dad Gas. „Dich kann man auch von keinem Abenteuer fernhalten, oder?“, fragte er brummend. Nicht böse. „Hast du das jemals gedacht?“, gab ich lachend zurück.
    Wir fuhren eine gewaltige Strecke. Ich war extrem froh, dass wir diese nicht zu Fuß laufen mussten. (Ja Viktor, damit meine unseren derbe langen Fußmarsch! ) Schließlich kamen wir in Las Vegas an. Eine mexikanische Boxarena war unser Ziel. In einem Büro saß ein Mann. Seine Haut war sonnengebräunt und sein Hut passt super zu dem ganzen Geschäft drum herum. Sein Name ist John Wraith. Ein alter Teamkollege meines Vaters. Logan erzählte ihm kurz, weshalb wir bei ihm waren. Verständnisvoll nickte John.
    „Und das ist also deine kleine Tochter?“, fragte er mit dem Blick auf mich. Die ganze Zeit über stand ich mehr in der Ecke, versteckt hinter ein paar kleineren Kakteen, die auf einem Regal platziert waren. „ja, das ist Kathy.“, antwortete mein Vater für mich. „Warum nimmst du sie mit? Ist das nicht ein bisschen zu gefährlich für ein Mädchen?“, fragte der Typ. Wie bitte! Denkt er, nur weil ich kein erwachsener Mann bin, dass ich schwach, ängstlich und nichts mit der ganzen Sache zu tun habe?
    Ich kam aus der Ecke heraus und versuchte meine Stimme unter Kontrolle zu halten. (Ja, nichts wäre schlimmer als laut herumzuschreien.) „Mal davon abgesehen, dass Sie mich nicht kennen und so unmöglich über mich urteilen können, bin ich weder zu jung, noch zu schwach, um euch allen einzuheizen.“, sagte ich ganz ruhig. (Wow, ich bin ja so etwas von gut) Um noch mehr zu punkten fügte ich hinzu: „Außerdem muss ja zumindest einer von uns denken. Das sinnlose prügeln überlasse ich gerne euch.“ Ein zuckersüßes Lächeln noch dazu und voila, paff ist er.
    Ein kleines Grinsen huschte über Logans Lippen. Das machte mich sogar noch stolzer, denn ihn in dieser Zeit zum Lachen zu bringen ist verdammt noch einmal schwer- selbst für einen Möchtegernkomiker wie mich. „Keine Chance sie loszuwerden. Hab schon alles versucht.“, raunte Logan ihm zu. Auch dieser musste grinsen. „Aber bist du sicher, dass es Viktor war?“, fragte John nun wieder ernst. Logan bestätigte dies. John fluchte kurz auf. Er wusste, dass Viktor, wenn er erst mal angefangen hat zu kämpfen, schwer wieder aufhören konnte. Logan lief durch den Raum. Am Fenster blieb er stehen und fragte halb fluchend: „Was zum Teufel ist geschehen, nachdem ich weg war? John nippte kurz an seinem Bier, bevor er Auskunft gab: „Er war übel drauf, Mann. Er fühlte sich im Stich gelassen. Wir alle fühlten uns im Stich gelassen. Aber Viktor musste beweisen, dass er besser ist als du. Alle die er aufspüren sollte, hat er umgebracht. Hab ein paar Monate später selbst aufgehört. Ich war die Jagd leid.“ Logan dachte kurz nach, ehe er ehrfürchtig fragte: „Hinter wem ward ihr her?“
    Schon immer hatte ich liebend gerne Reportagen über die Psyche des Menschen gesehen. Mittlerweile könnte ich glatt behaupten, ich kenne sämtliche Tricks. (Oh, es waren sehr, sehr, sehr viele Reportagen!) Doch hier muss ich kein Genie sein, um zu erkennen, dass John ungern darüber sprach. Logan wurde zunehmend unruhig. Er stellte sich vor John und brüllte: „Hinter wem ward ihr her!“ Ich muss schon sagen, wenn Logan sich so aufführt, kann das schon ziemlich respekteinflößend sein. „Wir haben unsere eigenen Leute gejagt.“, beeilte sich der Mexikaner zu sagen. Logan stutze. „Mutanten?“, fragte er nach. Statt einer Antwort meinte John: „In der Hölle gibt es einen besonderen Platz für Leute wie mich, Mann. Stryker sagte, dass das den Unterschied ausmachte. Die Menschen vor dem Bösen zu beschützen.“ Es wurde still. Schon wieder ist dieser seltsame Name gefallen. Auch Viktor hatte kurz Stryker erwähnt. Damals sagte er, dass er einen Teil der Abmachung erfüllen müsse. Doch in all den Geschehnissen in der letzten Zeit hatte ich total vergessen es Logan zu sagen.
    „Wie willst du Viktor erledigen?“, fragte John. Logan hob die Hand und ließ seine neuen glänzenden Messerkrallen herausfahren. Beeindruckt pfiff John. „Zero erwähnte eine Insel. Weißt du was darüber?“, fragte Logan. John schüttelte mit dem Kopf. „Aber Dukes könnte vielleicht was wissen.“, fiel

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    Ihm ein. „Fred Dukes?“, fragte Logan. In seiner Stimme konnte ich deutlich eine Spur Verachtung heraushören. Logan stand schon auf, doch John holte ihn wieder zurück. „Wenn du mit Dukes reden willst, dann musst du noch warten. Er ist noch unterwegs.“ So mussten wir geschlagene zwei Stunden warten, bis John das Zeichen zum losgehen gab.
    Er führte uns einen Gang entlang. Hinter einer Tür konnte ich dumpfe Schläge hören. Scheint so, als würde dieser Dukes noch trainieren. Bevor John uns die Tür öffnete, sagte er eindringlich zu meinem Vater: „Wenn du mit ihm reden willst, dann sprich ihn nicht auf sein Gewicht an. Nachdem sich unsere alte Gruppe aufgelöst hatte, hat jeder das Problem auf seine Weise gelöst. Ich versuche ihn wieder in Form zu bringen.“ Damit bat er uns herein. Das erste was ich sah, war ein wahrhaft dicker Mann. Wie besessen boxte er auf einen doppelt so großen und fünfmal so fetten Haufen. Auf dem zweiten Blick erkannte ich, dass dieser monströse Haufen, gar kein Haufen, sondern tatsächlich ein Mensch war. „Ach du heilige Scheiße!“, entfuhr es mir. Wenn das Dukes war, hat John ja noch einiges zu tun, von wegen `in Form bringen'!
    Der Mann, der mit Dukes kämpfte, wurde im hohen Bogen aus dem Ring geschleudert. Auch Logan musterte diesen Dukes mit spöttisch hochgezogenen Augenbrauen. John wandte sich noch einmal zu Logan: „Du weißt, dass er dich nicht mag. Spiel ein bisschen mit ihn. Zieh die Samthandschuhe an. Dann wird er dir alles sagen was du wissen willst.“ „Okay.“, sagte Logan und ich konnte in seinen Augen lesen, dass ihm so ein kleines Kämpfchen, bei dem er sich vorstellt leicht zu gewinnen, ganz recht kommt.
    „Hey, Fetty, äh Freddy.“, grüßte Logan seinen alten Teamkollegen. „Was willst du hier?“, fragte Dukes. Seine Stimme klag ziemlich gepresst. Kommt womöglich von zu viel Gewicht auf den Stimmbändern… Logan stellte seine Frage, doch Dukes antwortete nicht. Darauf sprach Logan ihn mit `Pop'- wegen seines Getränkes- an. Dukes verstand `Blob', was er wegen seines Gewichtes Logan ziemlich übel nahm. Kurzerhand war Logan der zweite, der im hohen Bogen aus dem Ring flog.
    Wütend rappelte er sich wieder auf. „Alles in Ordnung?“, fragte ich besorgt. John jedoch verkniff sich ein Lachen. „Ich hab doch gesagt, du sollst ihn nicht auf sein Gewicht ansprechen. Warum hast du ihn Blob genannt?“, fragte dieser. Zwischen zusammengepressten Zähnen meinte Logan: „Ich hab nicht Blob gesagt, sondern Pop!“. Schon sah ich, wie Logan wieder zu dem Ring lief. Schnell rief ich ihn zurück. „Dad, Gewalt ist nicht immer die Lösung.“, redete ich ihm ein. Sachte schüttelte mein Vater meine Hand ab. Verständnisvoll sagte er: „Lass mich mal machen, Cat.“. Tja, damit ließ er mir keine andere Wahl. Ich baute mich mit voller Größe vor ihm auf und meinte eiskalt: „Pech gehabt. Jetzt wappne dich gut denn: Ladys first!“ Damit drehte ich mich auf den Absatz um und marschierte geradewegs in den Ring. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass Logan mich zurück rufen wollte, doch mit einer kurzen Handbewegung brachte ich ihn zum Schweigen. Wie ich schon sagte, mein Vater braucht jemanden, der ab und zu für ihn denkt.
    Doch als ich direkt vor Dukes stand, wurde mir leicht flau im Magen. Es ist doch schon ein Unterschied, wenn man vor einem Berg von Mann steht, der ungefähr 2 Tonnen wiegt. „Ähm, Sie müssen Fred sein.“, begann ich zögerlich. Zustimmendes Gemurmel kam von ihm. „Was willst du?“, blaffte er mich an. Ehe ich antwortete ging ich einmal um ihn herum. Abschätzend wog ich meine Chancen ab. Mit etwas Glück könnte mein Plan sogar funktionieren. „Ich bin hier, um dir zu helfen.“, sagte ich. Fred Dukes verdrehte die Augen und mache sich auf dem Weg um aus dem Ring zu steigen. „Ich brauche keine Hilfe.“, grummelte er. Schnell stand ich vor ihm und versperrte ihm den Weg. Mit glühenden Katzenaugen fuhr ich fort: „Ich werde dir helfen, abends eben nicht mehr in Fressattacken zu geraten.“ Wie erwartet wurde Fred wütend. Sein ganzer Körper zitterte schon deswegen.
    Na immerhin hat er noch Manieren und schlägt keine Teenager. „Pass auf was du sagst!“, zischte John. Gekonnt ignorierte ich ihn. Ich beschloss um ihn herum zu gehen. Langsam und ohne zu blinzeln fixierte ich Fred. Mit eindringlicher hypnotisierender Stimme sprach ich weiter: „Wie fühlt es sich an, Tag für Tag im Ring Leute KO zu schlagen? Wie fühlt es sich an, wenn man sie verletzt- oder zerquetscht am Boden sieht?“ Ich machte eine kleine Pause, um seine Reaktion abzuwarten. Zwar sah Fred mich leicht komisch an, doch er blieb stumm. (Year, alles verläuft nach Plan!)
    „Im Moment fühlt es sich toll an. Doch dann, wenn die Sonne untergegangen ist, dann denkst du: Was bin ich nur für ein Monster! Damit kommt der Frust und mit dem Frust der Hunger.“ Wie hypnotisiert nickte Dukes. Obwohl ich äußerlich die Ruhe in Person war, war ich innerlich vollkommen aus dem Häuschen. Es klappte tatsächlich! Dieses ganze Psychozeug ist anwendbar! Im Hintergrund hört ich, wie John zu Logan flüsterte: „Sie ist echt gut. So hab ich Fred noch nie gesehen.“ Auch Logan schien überrascht. „Scheint, als ob dieses Anti- Gewalt Psychospielchen funktioniert.“, sagte er anerkennend. „Und was soll ich jetzt machen?“, fragte Fred und riss mich wieder zu der gegenwärtigen Situation. Ich brauchte gar nicht lange nachzudenken. „Um heute Nacht besser- und leichter zu schlafen musst du einem unschuldigen Mädchen nur ein paar Fragen beantworten.“, sagte ich. Die Worte sprudelten einfach so aus meinem Mund. Wenn ich Recht behalten sollte, sollte ich Dukes nun so weit gebracht haben, dass er mir auf jede Frage die ehrliche Antwort gibt. Jedoch bestand das Risiko, dass er jeden Moment aus seiner Traumstarre erwacht, mir eins überbrät und Logan in den Ring steigen muss. Gespannt wartete ich auf seine Reaktion.
    Langsam nickte Fred, bereit mir alles zu sagen. Erleichterung überkam mich. Nun stand ich unmittelbar vor Logan und fragte ihn ganz leise: „Was willst du wissen?“
    „Wo ist Viktor?“, war seine erste Frage. Ich wiederholte alle Fragen, bemüht um einen ruhigen Tonfall.
    „Viktor und Stryker sind auf der Insel. Sie machen das gemeinsam.“, antwortete Fred. Sein Blick ging ins Nichts. Er war vollkommen weg.
    „Viktor macht gemeinsame Sache mit Stryker?“, fragte Logan überrascht.
    „Hast du das nicht gewusst?“, fragte Fred seelenruhig. Mein Vater konnte es nicht fassen. Noch nie hatte ich ihn so fassungslos gesehen.
    „Was ist das für eine Insel?“, fragte er weiter, als er sich gefasst hatte.
    „Da werden sie von Stryker festgehalten, nachdem Viktor sie gefangen hat.“, gab Fred zurück.
    Diesmal war ich diejenige, die eine eigene Frage stellte. „Ich verstehe nicht. Wer wird festgehalten?“
    „Mutanten.“, meinte Fred gelassen. „Man erzählt sich, dass Stryker dort irgendwelche Experimente mit ihnen macht.“ Logan starrt auf seine Faust, aus der seine Krallen kommen. Auf einmal wirkte er noch fassungsloser, als vorher schon.
    „Sie haben sie getötet, damit ich mich auf das Adamantium Experiment einlasse. Sie haben sie wegen einem scheiß Experiment umgebracht.“ Er redete mehr mit sich selbst. Plötzlich flammte Wut in ihm auf.
    „Wo ist sie? Wo ist die Insel!“, brüllte er Fred an. Einen Moment lang dachte ich, dass Dukes aus seiner Hypnose erwachen würde, doch das tat er zum Glück nicht.

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    „Stryker hat das streng geheim gehalten.“, wich Fred aus. Bevor Logan tat, was er sonst getan hätte, redete ich mit eindringlicher, dennoch ruhiger Stimme auf ihn ein: „Fred, du wirst mir sagen was du weißt. Nur dann kannst du heute Nacht gut schlafen.“ Es schien zu wirken, denn Fred antwortete mir:
    „Naja, einmal ist ein Gefangener entkommen. Sein Name war Remy LeBeau. Er war ein Zocker. Die Wachen dort nannten ihn Gambit, weil er ihnen beim Pokern das ganze Geld abnahm.“ Nun mischte sich John mit ein, der fragte:
    „Was hat Stryker vor? Was will er wirklich?“
    „Er nimmt ihnen ihre Fähigkeiten. Er Versucht sie irgendwie zu kombinieren.“, antwortete Fred. Mehr kam von Fred nicht und er starrte weiterhin in die Ferne. Sanft fragte ich, ob er uns noch etwas sagen will, doch Fred verneinte. Logan kletterte vom Rand des Rings und ging in Richtung Tür. Ehe ich ihm und John folgte, wandte ich mich noch einmal Fred zu. „Wenn die Uhr zwölf schlägt, wirst du in dein Bett gehen und schlafen, ohne etwas davor zu essen. Mein Gesicht wirst du jedoch vergessen. Du wirst dich nicht mehr an mich erinnern.“, sagte ich in aller Eile. Grade noch sah ich wie er nickte, doch dann musste ich mich wirklich sputen um die beiden einzuholen.
    Draußen ließen John und Logan bereits die Motoren ihrer Motorräder starten. „Ihr wollt doch nicht ohne mich losfahren.“, lachte ich kurz und schwang mich hinter Logan. Ohne ein Wort fuhren die beiden los. Los zu Remy LeBeau.
    Die Fahrt dauerte knapp eine Stunde, als wir durch eine breite Fußgängerzone voller Leute fuhren. Die beiden Jungs hielten vor einem Club namens `Rue Bourbon'. Doch vor der Tür erwartete uns –beziehungsweise mich eine böse Herausforderung. Der Türsteher beharrte darauf, dass meine Wenigkeit KEINEN Einlass erhält. Weil ich Minderjährig bin. So ein Mist… Logan zuckte nur mit den Schultern und ging hinein. Mich ließ er draußen stehen, unter den wachsamen Augen des Türstehers. „Sie sind gemein.“, sagte ich zu dem Typ. Dieser zuckte ebenfalls nur mit den Schultern und ließ andere Gäste herein. Geschlagen setzte ich mich an die Mauer und wartete, während ich der heraus wummernden Musik lauschte, wartend auf ein Zeichen…
    Kaum zehn Minuten waren vergangen, als ich einen lauten Knall hörte. Endlich! Hastig sprang ich auf die Beine und entwischte nur knapp den Händen des Türstehers. Ich musste mich kaum umsehen, denn das große Loch in der Wand des Clubs deutete darauf hin, wo sich mein Vater aufhalten musste. Schnell durchquerte ich den Raum und sprang dabei über zahlreiche umgekippte Stühle und Tische, oder auch Personen. (Das ist wirklich witzig, müsst ihr unbedingt mal selbst probieren!)
    Draußen angekommen bot sich mir ein seltsamer Anblick. Logan kämpfte (schon wieder, wohlgemerkt) gegen Viktor, während ein wirklich gut aussehender junger Mann von hinten über die Dächer auf die beiden zu rannte. Sicherlich konnte es nicht schaden ihn aufzuhalten. Mit ausgefahrenen Krallen kletterte ich die Wand hinauf und versuchte dem Typ den Weg abzuschneiden. Tatsächlich gelang es mir, denn er blieb zwei Meter vor mir stehen. „Immer schön langsam.“, rief ich ihm zu. „Da würde ich jetzt nicht dazwischen funken.“
    Anstatt irgendetwas zu machen, dass in meinem Sinne stand, lächelte er kurz spöttisch, nahm Anlauf und wollte über mich hinwegspringen. Allerdings waren seine Absichten so absehbar, dass ich ihn locker aufhalten konnte. Während er sprang, sprang auch ich und hielt ihn an den Beinen fest. Zusammen stürzten wir zu Boden. Mit einigen Schwierigkeiten unterdrückte ich den Schmerz in meinem Fußgelenkt und grub stattdessen meine Krallen in seine Arme, um ihn am Fliehen zu hindern. „Autsch! Argh, lass mich los!“, schnauzte er mich an. „Ganz ruhig, Hübscher. Auch wenn es nicht so aussieht, ich bin eine von den Guten.“, sagte ich nur. Verdammt tat mir das Bein weh! Kurz war ich abgelenkt, um nachzusehen, wie es mit Viktor und Logan stand. Logan war Viktor überlegen und kurz davor ihn zu eliminieren. So bemerkte ich nicht, dass Remys Augen rot wurden. Zu spät wandte ich mich wieder zu ihm, denn mit einer gewaltigen Kraftwelle stieß er mich von sich. Ich rollte vom Dach, das zum Glück nicht allzu hoch war. Allerdings war es so hoch, dass es mir erst mal den Atem raubte. Mit voller Konzentration versuchte ich ruhig zu atmen und nicht die Ohnmacht über mich herfallen zu lassen. Kaum bemerkte ich, dass es noch eine Explosion gab. So gut es mir in diesem Zustand gelang drehte ich mich zur Seite und versuchte mein Gesicht vor Glasscherben, Holzsplittern, Steine und dem ganzen anderen Zeug zu schützen. Halb richtete ich mich wieder auf, als ich Viktor an mir vorbeistürmen sah. „Hey! Bleib hier und stirb.“, sagte ich matt. Aber er rannte weiter, jedoch nicht ohne sich ganz kurz zu vergewissern, dass es mir einigermaßen gut geht. (Soll heißen, ob ich noch lebe oder nicht) Ächzend stand ich auf und humpelte zu Logan. Dieser hatte gerade mit Remy zu tun, der ihn immer wieder mit dieser Kraftwelle weggeschleudert wurde. Zu gerne hätte ich meinem Vater geholfen, doch in dem Augenblick kam er ganz gut allein zurecht, was mir gelegen kam. An einer Wand abgestützt schaute ich den beiden zu. Letztendlich hat Logan den Kampf für sich entschieden und einen Deal mit Remy abgeschlossen. Dieser stimmte zu, meinen Dad (und mich natürlich) zu der Insel zu bringen.
    „Alles in Ordnung?“, fragte Remy mich. Ohne eine Miene zu verziehen sagte ich ganz cool und lässig: „Klaro. Nur ein paar Schrammen. Hab doch gesagt ich bin eine von den Guten.“ Remy lächelte ziemlich süß und stützte mich so gut es ging. Ich machte mir nicht weiter Sorgen. Mein Fußgelenk war wahrscheinlich nur angeknackst. Nur mein Vater tat mir leid. Wie sehr muss es ihn schmerzen, wenn er so kurz davor war seine Rache zu bekommen?
    Remy führte uns zu einem kleinen, ziemlich ramponierten Flughafen. Dort stand eine nicht weniger verbeulte Maschine. Remy stieg ein. Logan und ich sahen uns skeptisch an. Ich wusste, das Logan ungern flog. In stiller Hoffnung, ich hätte wie Katzen auch neun Leben, machte ich den ersten Schritt und stieg ebenfalls ein.
    Es war windig und das Flugzeug schaukelte hin und her. Das einzige was mich beruhigte war, das Remy so zuversichtlich war. Logan jedoch schien das sogar noch nervöser zu machen. Remy bemerkte dies und fragte sogleich: „Du fliegst nicht so gerne, he?“ Extrem gereizt erwiderte Logan: „Mir geht’s gut. Konzentrier dich lieber!“ Davon ließ Remy sich nicht abschrecken und scherzte: „Sicher? Du hast da ein paar Schweißtropfen auf der Stirn.“ Ich unterdrückte ein kichern. Meinetwegen konnte die Reise ewig so weiter gehen! „Haha, sehr witzig.“, meinte Logan. Mit einem Kopfnicken wies er nach vorn und sagte: „Los konzentrier dich-“ „Auf die was? Die Wolken?“, unterbrach ihn Remy. „Du meinst ich soll auf die Wolken achten?“ Durch seine Angst zu fliegen meckerte Logan: „Wie fliegst du überhaupt? Du eierst hier ja rum wie ein Jo-Jo. Wo hast du das Ding überhaupt her?“
    Während Remy erklärte von welchem Spiel er die Maschine gewonnen hat, schaute ich an Logan vorbei aus dem Fenster. (Die Maschine ist klein. So saß ich eingequetscht zwischen Remy und Logan.) Es wurde langsam Zeit, dass Logan ausstieg. Er schnallte sich ab und begab sich nach hinten in Richtung Tür. Wir flogen mitten über den riesigen Kanal, der an der Three Mile Island (Unser Ziel) grenzte. Logan machte die Türen auf und herein kam ein eiskalter Wind. Bevor er sich bereit machte ins kalte Nass zu springen, sagte er noch zu Remy: „Hey, falls es dich freut zu hören, das hier wird wirklich wehtun!“ Zur Antwort rief Remy durch den Wind: „Tja naja, das will ich doch schwer hoffen!“ Kurz grinsten sich beide an, ehe sie sich beide Glück wünschten. Damit sprang Logan. Sorgevoll sah ich ihm nach und schloss die Türen. „Dann einmal auf zur Landung.“, meinte Remy und setzte einen Sinkflug an. „Wenn wir das überleben, dann schwöre ich dir, dass ich mich nie wieder über ein zu langweiliges

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    Leben beschweren werde.“, sagte ich und grinste. Die Insel stellte als ein riesiges Gelände für Atomkraftwerke heraus. Verwundert blickte ich zu Remy. „Das ist das sicherste Versteck. Bei Atomkraftwerken schnüffelt niemand herum. Die haben Angst sich in Freaks zu verwandeln.“, beantwortete er mir meine unausgesprochene Frage. „So wie du?“, fragte ich nicht böse. „Ja, ganz genau.“
    Im Gegenteil zu Logan landeten wir sanft auf der Erde. Sofort machte ich mich daran Logan zu suchen. Remy hatte mir zuvor erklärt, wo ich ihn am wahrscheinlichsten finden würde. Ich grinste ihn kurz an und machte mich dann schleunigst auf den Weg. Leicht humpelnd und mit einem Stich Angst im Bauch.
    Früher als erwartet traf ich auf meinen Vater. Zusammen schlichen wir uns in das Gebäude, darauf bedacht nicht entdeckt zu werden. Weiter oben war eine Wand durch Glas ersetzt worden, durch die Logan Stryker erkannte. Um hinauf zu gelangen mussten wir Treppen steigen, VIELE Treppen!  Oben angekommen gab es wieder ein Labor. Ein paar Frauen in weiß arbeiteten beschäftigt. Ohne Deckung zu suchen ging Logan den Gang entlang, bis ein Mann uns entgegentrat. Es war Stryker. „Logan, willkommen im Krieg.“, begrüßte Stryker meinen Vater. Er ließ sich davon nicht ablenken, sondern verlangte nur mit unverhohlenen Hass: „Bevor ich Sie aufschlitze, will ich wissen wieso.“ Ich konnte meinem Vater nicht verübeln, dass er so zornig auf diesen Mann war. Auch ich musste mich beherrschen meine Krallen nicht sofort auszufahren und mich auf diesen Idioten zu stürzen. Doch diesem Stryker schien so viel Hass nichts auszumachen. Gleichgültig sagte er nur: „Ich brauchte deine Kräfte für Deadpool.“ „Für was?“, fragte ich. Zuerst sagte Stryker nichts. Ich dachte schon, er hätte mich nicht gehört, oder würde absichtlich keine Antwort geben. Doch dann sagte er, dass Deadpool ein Killermutant ist. „Jahre aufwändigster Forschung um die passenden Fähigkeiten zu finden und sie in einem Körper zu ergänzen, ohne dass sie ihn zerreißen.“ Erzählte er. Ich konnte es kaum glauben. Da war dieser widerliche Typ, der aus mehreren Mutanten praktisch einen super Mutanten machte? Was für eine wahnsinnige Idee war das denn. Und woher bekommt er sein Personal? Ich meine diese Frauen und Männer konnten sie doch nicht einfach so auf der Straße fragen. Verrückt. Vollkommen verrückt und das kommt aus meinem Mund! Das muss also schon was heißen…
    Stryker redete noch mit Logan, über irgendein Zeug aus seiner Vergangenheit, wie ich annahm. Doch dann schaute Stryker über Logans Schulter hinweg. Ehe ich hinsah, konnte ich den süßen vertrauten Geruch erkennen, denn ich seit meiner Geburt eingeatmet hatte. Hinter Logan stand Kayla. Meine eigentlich tote Mutter! Überrascht machte ich ein paar Schritte rückwärts. Mir verschlug es die Sprache. Logan schien es genauso zu gehen. „Wer bist du?“, brachte er mühevoll heraus. „Sie ist es wirklich.“, war Strykers Beitrag dazu. Doch das setzte zu unserem Schock noch mehr zu. Logan musste sich hinknien, ich jedoch war außerstande auch nur irgendetwas zu machen. Auch hörte ich kaum zu, als Stryker weiterredete. Ich konnte nur auf die Frau starren, um die ich doch so getrauert hatte. Als Logans ehemaliger Chef sie aufforderte von ihrem Tod zu erzählen, horchte ich auf.
    Kayla erzählte davon, dass sie eine Injektion gespritzt bekommen hatte und dann mit Blut bespritzt wurde. Durch die Spritze konnte man keinen Puls mehr spüren. Mein Magen krampfte sich zusammen, als ich daran dachte, dass ich sie damals vor einem Angriff von Viktor beschützen wollte. Stattdessen war das alles geplant!
    Und wieder musste ich aufhorchen, als Stryker ansprach, dass Kayla auch ein Mutant war. Ihre Kraft war Taktilhypnose. Durch eine Berührung konnte sie Leute dazu bringen, das zu machen, was sie wollte.
    War also alles nur Show? Die Liebe zu Logan, meine Geburt? Alles nur Mittel zum Zweck?
    Wut drohte mich zu überwältigen. So von Gefühlen abgelenkt entging mir, wie traurig sie war.
    „Für mich war alles echt.“, sagte Logan. Zum ersten Mal sah ich Tränen in seinen Augen. „Doch es ist schlimm, da ich es hätte wissen müssen. Ich habe ignoriert wer ich bin. All die Jahre. Aber das wird mir nicht noch einmal passieren.“ Und damit ging er. Ich schaute zu meiner Mutter. Ich blieb vor ihr stehen. „Wie konntest du nur? Wie konntest du uns nur so etwas antun. Wie- wie konntest du all die Jahre mit uns lachen und ruhig schlafen?“, warf ich ihr vor ohne laut zu werden. „Oh Kathy…“, schluchzte sie. Kayla machte einen Schritt auf mich zu, doch ich wich angeekelt vor ihr zurück und ging.
    Voller Zorn brach Logan jede Tür auf, die ihm in den Weg kam. Stumm folgte ich ihm, außerstande etwas zu sagen, was ihn aufbauen würde. Wir waren schon draußen, als wir einen entsetzlichen Schrei hörten. Kurz warfen wir uns Blicke zu und eilten mit stiller Einverständnis wieder ins Gebäude zurück um Kayla zu retten. Wir waren wieder in dem Labor und das genau zur richtigen Zeit. Viktor war kurz davor meine Mutter erneut zu töten und diesmal richtig. Mit ausgefahrenen Krallen stürzte sich Logan auf Viktor. Mein Onkel ließ Kayla auf den Fußboden fallen. Sofort rannte ich zu ihr und zog sie rasch beiseite.
    Logan griff Viktor erneut an und beförderte beide aus dem Fenster. Zusammen fielen sie recht tief. Sofort lief ich zu dem Loch, um nichts zu verpassen und um sofort eingreifen zu können, sollte etwas nicht ganz nach Plan verlaufen. Auch Kayla stand neben mir. „Logan!“, rief sie herunter. „Du bist kein Tier!“ Kurz verharrte mein Vater in der Bewegung. Er war kurz davor seinen Bruder zu töten. Doch stattdessen fuhr er die Krallen ein, schlug Viktor jedoch total und knallhart KO. Kayla und ich rannten so schnell wir konnten die Treppen hinunter zum Hof, bei dem sich Logan aufhielt. „Eilig versuchte sie ihm klar zu machen, dass Stryker ihre Schwester gefangen hielt und dass auch sie in immer geliebt hatte. Vielleicht lag es an meinem weichen Herzen in solchen Momenten, doch ich glaubte ihr aufs Wort. Auch Logan schien es so zu gehen. Zu dritt und als Familie machten wir uns auf den Weg die anderen Jungmutanten zu retten.
    Wir kamen in einen großen Raum, wo dicht an dicht Käfige standen. Darin waren Mutanten gefangen. Direkt machte ich mich ans erste Schloss. Ich zückte eine meiner Krallen und stocherte darin herum. „Die kann ich knacken. Wartetet nur ab, die knack ich alle…“, murmelte ich. „Lass mich mal machen Cat.“, meinte Logan zu mir. „Jetzt lass mich und hetz mich nicht so!“, fuhr ich ihn an. Gerade wollte er wieder den Mund öffnen, als es klickte. Ich hatte das erste Schloss geöffnet. Triumphierend hielt ich das geöffnete Schloss in die Höhe. „Ich hab doch gesagt ich kann das knacken.“, sagte ich stolz lächelnd. „Lass mich mal machen, meine Kleine.“, meinte Logan erneut. Ich ging zur Seite und beobachtete, wie mein Vater seine Adamantiumkrallen ausfuhr und mitten beim Laufen sämtliche Schlösser zerstörte. „Wenn ich so steinharte Krallen hätte, hätte ich das auch schnell geschafft.“, murrte ich vor mir hin. Kayla legte den Arm um mich und strahlte mich einfach nur an. „Du hast das auch so ganz ausgezeichnet gemacht.“, lächelte sie.
    Alle Gefangenen rannten aus ihren Käfigen. Gegenseitig halfen sie sich. Kayla rannte auf eine blonde Frau zu, die wahrscheinlich ihre Schwester war. Ich stellte mich neben Logan und genoss den Augenblick des glücklichen Zusammenseins. Kayla kam auf Logan zu. Zum ersten Mal sah ich ihn wieder lächeln, als er ihr seine Hand reichte. Zusammen mit allen anderen flohen wir Richtung Ausgang. Gerade hatten wir das Tor erreicht, als es sich öffnete und ein sehr merkwürdiger Mutant vor uns stand. Seine Haare waren wegrasiert, sein Mund zugenäht und auf seiner Brust gab es noch Zeichnungen, die oft bei Operationen gesehen werden. Sofort war mir klar, wer da vor uns stand. Es musste dieser Killermutant sein. Deadpool.

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    Logan fuhr seine Krallen aus und auch der Killermutant fuhr ein paar Schwerter aus seinen Händen heraus. „Kayla, schaff die Kinder hier raus.“, wies Logan sie an. „Such einen anderen Ausgang.“ Zusammen mit Kayla lief ich in die andere Richtung. Nur widerstrebend ließ ich Logan alleine zurück.
    Wir kamen nicht weit, als plötzlich jemand das Kommando erteilte auf uns zu schießen. Sofort suchten wir eine Deckung. Ein Junge meinte, er könnte helfen. Dank Kaylas Schwester, deren Mutation eine diamantharte Haut ist, konnte der Junge nah genug an die feindlichen Männer heran. Er nahm seinen Augenschutz ab. Aus seinen Augen kamen rote Laserstrahlen. Die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung. Kayla sagte zu ihrer Schwester, dass sie noch einmal zurück müsse. Die Schwester sollte die anderen nach draußen führen. Auch ich blieb zurück. Während ich mich umsah, ob irgendwo noch Leute waren, die scharf darauf waren uns umzubringen, bemerkte ich nicht, das Kayla angeschossen worden war.
    Kurz wandte ich mich an sie. „Mum, ich muss los. Ich muss mich um Viktor kümmern.“, sagte ich kurz und sah sie an. Wieder schwammen Tränen in ihren Augen. „Dich davon abzubringen ist unmöglich, oder?“, fragte sie mit brüchiger Stimme. Schwach lächelnd nickte ich. „Wann war es schon jemals möglich? Du, ähm, es- es tut mir leid, was ich vorhin gesagt habe. Ich konnte es da noch nicht ganz verstehen.“, entschuldigte ich mich. Kayla nickte nur schnell und schloss mich in ihre Arme. „Mir tut es leid, mein Schatz. Ich liebe dich und habe dich immer geliebt.“, sagte sie. Nun überkamen auch mich die Tränen. Schnell wischte ich sie weg. Ich musste mich nun beeilen.
    Ich stand wieder draußen auf dem Hof, wo Viktor gerade wieder zu Bewusstsein kam. Feuriger Zorn überkam mich. Zum zweiten Mal hatte er versucht meine Mutter umzubringen. Mal ganz davon abgesehen von den etlichen Kämpfen mit meinem Vater. „Oh, mit dir bin ich noch nicht fertig!“, knurrte ich. Ohne weitere Hast fischte ich die zwei Tabletten aus meiner Tasche. Die Superdinger, die es mir ermöglichten, ungeheure Kräfte freizusetzen. Kurz nach Einnahme fühlte ich stärker. Mit der rechten Faust schlug ich auf ihn ein.
    „Du! Ich hatte angefangen dir zu vertrauen!“ Ich zerkratze ihm das Gesicht. Immer und immer wieder. Noch war Viktor benebelt von Logans Schlag, so hatte ich leichtes Spiel. „Und was machst du!“ Erneut schlug ich mehrmals und immer heftiger auf ihn ein. Viktor versuchte mich abzuwehren und festzuhalten, doch rasend schnell entwischte ich ihm. „Lass es mich erklären!“, bat Viktor mich, während er versuchte mich abzuwehren. „Nicht, dass du nur fast meine Eltern mehrmals umgebracht hast, du wolltest mich auch noch an dieses widerlichen Stryker verkaufen!“ Vor lauter Verzweiflung stiegen mir Tränen in die Augen. Ich hatte ihm teilweise wirklich vertraut. Hatte wirklich gedacht, ihm würde etwas an mir liegen. Doch dann verriet er mich so gewaltig. In meinem nächsten Schlag legte ich all meine hoffnungslose Verzweiflung. Viktor konnte ihn gut abfangen. Er hielt mich fest und hob mein Kinn, sodass ich ihn mitten in die Augen sehen musste. „Das mit deinen Eltern ist eine andere Geschichte. Aber dich wollte ich nie an Stryker übergeben.“ Ein leichter Hoffnungsschimmer überkam mich, doch er wurde von noch anhaltender Wut überschattet. „Ach und was dann?“, fragte ich ihn bissig. Kurz schaute Viktor weg. Dann wählte er seine Worte. „Ich wollte dich bei mir aufnehmen. Dich richtig ausbilden und vor allem auf dich aufpassen.“ Nun war ich nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich total gerührt. Es war natürlich nicht gut, was er alles gemacht hatte, doch es zeigt sich doch, dass ein guter Mann in ihm steckt. „Ähm okay, das ändert die Lage natürlich. Zumindest ein bisschen.“
    Plötzlich hörten wir einen fernen Wutschrei. Wir blickten uns an und rannten Logan zur Hilfe. Logan und Deadpool waren auf einen Atomschornstein. Verbissen kämpften beide, wobei mein Vater mir immer schwächer vorkam. „Schnell! Du musst ihm helfen!“, schrie ich Viktor an. Zumindest jetzt musste er ihm helfen. Immerhin waren sie Brüder! Viktor war schon auf dem Weg. „Warte hier!“, rief er mir über die Schulter zu.
    Gebannt schaute ich ihm nach, wie er mit ausgefahrenen Krallen den Turm nach oben kletterte. Plötzlich wurde es in meinem Kopf ganz nebelig. Es kam einfach so. Verärgert versuchte ich ihn loszuwerden. Dann wurde es in mir wieder klar. Verwundert blickte ich mich um. Wo bin ich? Was mache ich hier? Und -> WER bin ich? dachte ich. Alles schien ausgelöscht zu sein. Einfach weg. Mein Blick wanderte nach oben, wo drei Männer kämpften. Irgendwie kamen sie mir bekannt vor. Langsam begann mein Gehirn zu arbeiten. Plötzlich fiel es mir wieder ein. „Oh nein!“, schluchzte ich. „Was waren noch einmal die Nebenwirkungen? Fähigkeits- und Gedächtnisverlust?“ Das war nicht gut. Überhaupt nicht gut. Ganz schlecht.
    Aber jetzt war nicht die Zeit um mich selbst zu bedauern. Ich musste irgendwie meinem Vater und meinem Onkel helfen. Ich schaltete meine Katzenaugen ein und versuchte so besser zu sehen, was oben passierte. Doch seltsamerweise flackerte meine Sehkraft. Wenn ich mich ein wenig mehr konzentrierte konnte ich meine Katzenaugen im Stand halten, doch ich hatte schon eine bessere Qualität…
    Allerdings konnte ich noch so gut sehen, dass ich zu meinem Bedauern feststellen musste, dass Logan und Viktor schon fast am Ende ihrer Kräfte waren. Der Killermutant war kurz davor beide zu enthaupten. In letzter Sekunde schaffte ich es ein schützendes Kraftfeld um die beiden aufzubauen, was einiges schwieriger war, als ganz normale in meiner Nähe. Wütend blickte Deadpool auf mich herab. Ich musste grinsen. Ehe er hier unten war, würde es den beiden Männern meiner Familie wieder besser gehen. Doch plötzlich war der böse Mutant weg. Einfach wie vom Erdboden verschluckt. Verwirrt blickte ich mich um. Fast hätte ich einen Herzinfarkt bekommen, als ich ihn hinter mir stehen sah. Böse schaute er mich an. So aus der Nähe betrachtet sah er noch unheimlicher aus, so mit dem zugenähten Mund und so…
    „Oh. Hätte mir nicht jemand sagen können, dass du dich wegbeamen kannst?“, meinte ich matt. Er schaute nur komisch, als würde er sagen: „Tja, jetzt bin ich hier und mach dich fertig“ Schon hob er seine Adamantiumschwerter und stürzte auf mich. Dank der Super-Pillen die ich noch innehatte, konnte ich einen mächtigen Schutzschild aufbauen. Überglücklich, dass meine Kräfte mich nicht vollkommen im Stich ließen, führte ich einen Freudentanz auf. „Haha, du kommst hier nicht rein, du Möchtegernmutant!“ Doch leider in diesem Augenblick kamen die Nebenwirkungen zum Vorschein. Mein Kraftfeld löste sich im Nichts auf. Triumphierend blickte Deadpool mich an, der zuvor versucht hatte in meinem Schutzschild einzudringen. Geschockt erwiderte ich seinen Blick. „Sieht so aus, als würdest du hier doch reinkommen.“, sagte ich, versucht durch ein wenig Humor die Lage zu entschärfen. Aber Stryker musste in seinem Hirn wohl sämtliche witzige Funktionen ausgeschaltet haben. Zu schade.
    Es kam wie es kommen musste, Deadpool stürmte auf mich zu und versuchte mich auf vielerlei Arten möglichst schwer zu verletzen. Ich hingegen versuchte ihm so gut wie möglich auszuweichen, was mir noch gelang. Ein stilles Dankeschön schickte ich an Viktor, der mir einige Kniff und Tricks beibrachte, wie man richtig kämpft und ausweicht. Doch anscheinend wärmte sich der Killermutant erst auf, denn jetzt legt er erst richtig los. Nur dank kleinerer schwacher Schutzschilder konnte ich seine gröbsten Schläge abwehren. Schließlich hatte er mich in eine Ecke gedrängt. Mehrere Tritte von ihm (Es waren wirklich heftige Tritte!) zwangen mich in die Knie. Gerade erhob er sein Schwert, als Logan von oben rief: „Hey Wade! Sie hat damit nichts zu tun. Komm her und bring zu Ende, was du angefangen hast!“ Deadpool hielt in der Bewegung inne. Langsam drehte er sich um und blickte zu Logan hinauf. Dann

    12
    War er weg und tauchte bei meinem Onkel und Vater wieder auf. Erleichtert musste ich ausatmen. Fast wäre ich Geschichte gewesen! Als ich aufstand spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Fuß. Der Kampf mit Logans alten Teamkammeraden Wade Wilson hatte es verschlimmert.
    Oben hatten die Männer ihren Kampf wieder aufgenommen. Deadpool erzeugte mit seinen Augen Laserstrahlen. Während Viktor Wade ablenkte, kam Logan von hinten und schlug ihm den Kopf ab. Deadpool fiel in den Atomkraftwerkschornstein, doch da er keine Augenlieder mehr besaß zerstörte er das gesamte Ding. Der Turm fiel in sich zusammen. Viktor sprang als erster ab und verschwand. Logan sprang hinterher, doch ein gewaltig großes Stück flog ihm hinterher. Ehe ich weiter nachdenken konnte, rannte ich so schnell wie irgend möglich zu ihm hin. Logan war am Boden und starrte mit großen Augen auf den herabfallenden Brocken. Schon war ich bei ihm und erzeugte mit wirklich letzter Kraft und eisernem Willen eine Schutzkuppel. Das riesige Stück blieb in der Luft stehen, getragen von meinem immer schwächer werdenden Schutz. „Los! Lauf!“, presste ich zwischen zusammengebissenen Zähnen heraus. „Komm mit, Cat!“, bat er mich. Mein Schild wurde immer schwächer. Kurz flackerte er auf und verschwand. Sekunden später konnte ich ihn wieder heraufbeschwören. „Jetzt hau schon endlich ab!“, schrie ich Logan fast an. Doch dieser bewegte sich keinen Millimeter. Wieder erlosch mein Schild, doch diesmal kam Remy LeBeau und dank einer seiner Kraftwellen konnte er das Ding vollkommen zerstören.
    „Hast du mich vermisst?“, fragte Remy frech grinsend. Logan war viel zu erleichtert und fluchte erst mal. (ich zitiere jetzt mal nicht) Remy stieß sein Stab weg und ging auf Logan zu. „Weißt du, als du sagtest, dass du alle umbringen wirst, da hab ich gedacht, dass du ein klein bisschen übertreibst.“ Damit half er Logan auf. „Klar.“, erwiderte Logan. „Sehe ich vielleicht aus wie jemand, der übertreibt?“ „Hab gern geholfen“, meinte Remy. Meine Ohren zuckten, als ich jemanden leise rufen hörte. Es war meine Mutter! „Dad! Kayla ist da irgendwo!“, rief ich ihm zu. Auch Logan hörte sie. Rasch sagte er zu Remy, dass ein paar Kinder von der Insel versuchen zu fliehen und dass er ihnen helfen soll. Remy nickte und machte sich auf den Weg.
    Als sich der Staub um uns sich langsam legte konnten wir Kayla sehen, wie sie auf dem Boden hockte. Logan war zuerst bei ihr und sah sich ihre Wunde an. Tief schaute Kayla ihm in die Augen. „Ich liebe dich.“, flüsterte sie. Als sie sich küssten wandte ich mich ab, um die beiden ein wenig in Ruhe zu lassen. Erst als Logan Kayla tragend an mir vorbei lief, ging ich neben sie her. Sachte versuchte ich ihre Blutungen mittels eines kleinen Schutzschildes zu stillen. Wir liefen als Familie weiter. Bloß weg von dieser Ruine, als plötzlich ein Schuss ertönte. Logan wurde von hinten zweimal angeschossen und sank in die Knie. Kayla schrie kurz vor Schmerzen auf.
    Mit einem lauten Brüllen drehte Logan sich um und rannte auf den Mann mit der Pistole zu. Es war Stryker. „Dad, nicht!“, schrie ich ihm nach. Vergeblich. Immer wieder schoss Stryker auf meinen Vater ein. Als Logan auf ihn zusprang, feuerte Stryker eine Kugel nach der anderen in den Kopf von ihm. Bewegungslos blieb Logan liegen. Dann kam Stryker auf uns zu. Doch bevor er auch nur daran denken konnte meine Mutter und mich zu erschießen rannte ich auf ihn zu und vergrub meine Krallen in seine Arme. Schreiend ließ er die Waffe fallen. „Sie! Sie haben all das Unheil über meine Familie gebracht!“, zischte ich und spuckte ihm jedes Wort ins Gesicht. „Ich sollte sie töten. Und das ganz langsam.“ Durch meine Krallen bewegungsunfähig starrte er mich an. Außerstande etwas zu sagen. Meine rechte Hand zog ich aus seinem Unterarm heraus und setzte zum Schlag an, als ich die Hand meiner Mutter am Fuß spürte. „Nicht Cat. Wenn du ihn umbringst bist du nicht besser als er. Lass ihn laufen.“, sagte sie. Wiederstrebend tat ich was sie mir sagte. „Wenn ich Sie noch einmal sehe, dann werde ich ihnen jeden verdammten Finger einzeln ausreißen.“, fauchte ich ihn an. Bevor Stryker abhaute holte ich noch einmal aus und versetzte ihm vier dicke Kratzer von seiner rechten bis zur linken Gesichtshälfte. „Damit Sie mich nie vergessen.“, fauchte ich nur. Damit ließ ich ihn wegrennen. Wieder beugte ich mich über Kayla, doch ihr Ausdruck war starr geworden und ihre Augen blickten leer. Mit stark zitternder Hand fühlte ich nach ihrem Puls. Es war keiner da. „Nein! Bitte nicht!“, weinte ich. Mir fiel wieder Logan ein. Für Kayla konnte ich nichts mehr tun, so rannte ich zu ihm. Immer noch lag er Bewusstlos da, mit zwei Kugeln in der Stirn. Durch sanftes Schütteln versuchte ich ihn wachzubekommen. Erst als ich ihm leicht eine klatschte öffnete er die Augen. Fragend und stark atmend blickte er sich um. Dann blieb sein Blick an mir kleben. Sofort sprang er auf und packte mich mit irrem Blick am Kragen.
    „Wer bist du?“, fragte er mich. „Was? Wie meinst du das?“, fragte ich zurück. War er wirklich so hart angeschossen worden? „Ich bin es, Cat.“, gab ich irritiert Antwort. Mit seinem Blick jagte er mir Angst ein. Es sah so aus, als hätte er kein Problem damit mich locker umzubringen. „Wo bin ich hier?“, fragte er weiter. Mit offenem Mund starrte ich ihn an. Unsanft schüttelte er mich. „Nicht! Ich bin eine von den Guten!“, versuchte ich schnell klar zustellen, außerstande klar zu denken. „Jaja, wie lautet mein Name?“, fuhr er mich an. „Wie lautet mein Name!“, schrie er mich an. Fester packte er mich am Kragen. Ich bekam richtige Angst. „Logan. Dein Name ist Logan.“, versuchte ich schnell zu sagen. „Komm, wir müssen hier weg, vertrau mir. Ich werde dir alles erzählen.“, wollte ich ihn beruhigen. Er stieß mich von sich weg. „Lass mich. Ich finde schon meinen eigenen Weg.“, meinte er nur kurz und rannte weg. „Nein! Warte!“, rief ich ihm nach. Doch er hörte nicht auf mich. Ohne einen Blick auf Kayla zu werfen rannte er einfach an ihr vorbei. Und weg war er.
    Ein zittern durchfuhr meinen Körper und wollte nicht mehr aufhören. Eine Welt war für mich zusammengebrochen. Er war weg. Hatte mich vergessen. Mein eigener geliebter Vater. Hemmungslos fing ich an zu weinen. Nie könnte ich seinen Blick vergessen. Wie er mich angesehen hat. Wie eine Fremde. Er ist weg. Er ist weg. Er ist weg. Sagte eine kleine Stimme in mir. Vor lauter Trauer und Tränen spürte ich nicht, wie meine Katzenkrallen von selbst verschwanden und auch meine Ohren sich zurück zogen und dafür ganz normale Menschenohren wuchsen.
    Zum zweiten Mal wurde es in meinem Kopf ganz nebelig. Als der Nebel verschwand, nahm er auch sämtliche Erinnerungen mit. Nach einer kleinen Ewigkeit hörte ich auf zu weinen. Sirenengeheul war hinter mir zu hören. Langsam stand ich auf. Ein paar Männer kamen mir entgegen und stellten mir Fragen. Doch ich konnte keine beantworten. „Ich weiß nicht, was geschehen ist und ob ich etwas gemacht habe.“, sagte ich zittrig. „Ich weiß nicht, um wen ich weine. Ich weiß nichts mehr.“, antwortete ich auf weitere Fragen.
    Eine Trage wurde gebracht und man legte mich hinauf. „Kathy- Cat. Kathy- Cat. Kathy-Cat.”, flüsterte ich immer wieder, wie eine Beschwörung. Mehr wusste ich nicht. Damit wurde ich weggefahren.
    Weg von allem.
    ENDE

    So, ich hoffe es hat euch gefallen. Wenn ihr wollt, lest euch noch andere Story von mir durch. Und vergesst BITTE nicht das Feedback!

Kommentare Seite 1 von 1
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Kathi ( 84240 )
Abgeschickt vor 440 Tagen
Ich fand die Geschichte zwar interesant nur ist die figur von
Wolverine nicht gut getroffen ich kann ihn mir zwar als liebevollen
Vater vorstellen doch diese kommplett väterliche rolle passt nicht
Genau wie Kathy sie ist wolverines tochter demnach sollte sie auch
nicht ein typisches teenagerleben führen so mit chatten und allem
Nani ( 27089 )
Abgeschickt vor 815 Tagen
Ich fand die Geschichte nicht schlecht,nur das ende war zusehr auf den film basiert das hätt ich noch anders gemacht aber sonst echt toll
dinana ( 87165 )
Abgeschickt vor 1001 Tagen
Tja das War die längste Geschichte die ich je gelesen
Habe ..nur leider War der Schluss nicht so verlokend .
Ich hab mir eh vor gestellt das er sich wider erinnert
....und mich onhe Mutter groß auf zieht und ich danach
Mein eigene Wege gehe ...und von liebe War ja auch
Nichts da leider ..