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Die einsame Geisha

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2 Kapitel - 1.246 Wörter - Erstellt von: FickleCat - Aktualisiert am: 2012-09-01 - Entwickelt am: - 1.045 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Geschichte einer besonderen Geisha

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Kapitel I

Die Blütezeit der Geishas war im 18. und 19. Jahrhundert. Die Dienste der Unterhaltungskünstlerinnnen waren in dieser Ära überaus gefragt sowie erschwinglich. Die Geschichte begann im Jahre 1753 mit der Geburt eines Mädchens in einem alten Stall - hergerichtet als Arztpraxis. Aufgrund einer Knochenkrankheit hatte die Mutter einen sehr schwachen Körper, sodass sie die Geburt nicht überlebte. Der Vater wurde in etwa eine Stunde bevor das Kind das Licht der Welt erblickte in einen Streit verwickelt - als er versuchte diesen zu schlichten - und erstochen. Dabei wollte der Täter seinen Konfliktpartner mit dem Messer treffen, doch der Vater stellte sich schützend vor diesen und bekam dieses so direkt ins Herz. Seine letzten Worte waren eine Entschuldigung, gerichtet an seine Frau und sein Kind. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen sein würde, aber es war ihm egal, wenn das Kind nur gesund sei. Als der Arzt das Kind in den Händen hielt und dieses seine ersten Laute: „Mama, Papa" von sich gab, wusste er, es war gesund und Würde leben. Er gab es in die Obhut seines Helfers mit dem Auftrag sie zu ihrem Vater zu bringen. Nach langem Suchen und umherfragen kam der Helfer schließlich zu dem Ort an dem der Vater starb. Die Leiche lag noch da - blutend mit einem traurigen Lächeln in das treu aussehende Gesicht mit offenen Augen. Niemand schien sich dafür zu interessieren, sie alle, die dort spazierten gingen stumm, mit kalt aussehenden blicken vorüber. Vorsichtig stellte er den Todeszeitpunkt fest und schloss die Augen der Leiche. Dann sah er sich um, legte das Kind daneben und rannte davon. Der Helfer war kein schlechter Mensch. Seine Gedanken waren die, dass es ohne Eltern ohnehin in ein Arbeitshaus kommen würde und das wäre das Ende dieses Kindes. So könnte es sofort sterben und bei seinen Eltern sein oder von einer reichen Familie gefunden und aufgenommen werden. Diese Chance bestand und sie war gar nicht so gering, da das Mädchen überaus schön war. Sie hatte kurzes schwarzes Haar, makellose fast schneeweise Haut und große dunkelbraune Augen mit dichten schwarzen Wimpern umzogen. Auch hatte sie ein strahlendes, kindliches Lächeln, das jeden für sich einnehmen hätte können, so dachte der Helfer. Doch es kam anders:
Das Kind lag dort fast eine ganze Nacht lang sich instinktiv an der Schulter des Vaters kuschelnd und überlebte, fast wie durch ein Wunder. Heute erzählen sich manche, dass die Leiche des Vaters, als man sie im Morgengrauen fand warm war und das Kind nur durch diese Körperwärme neben sich überlebte. Dann zwischen dem Ende dieser Nacht und dem Beginn des Morgens wurde das Kind von einer alten Geisha gefunden und mitgenommen.

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