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Der namenlose Tote und der Mann, der ihm folgte

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1 Kapitel - 844 Wörter - Erstellt von: Friederike - Aktualisiert am: 2012-08-15 - Entwickelt am: - 1.917 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Sein Herz schlug immer langsamer und unregelmäßiger.
Es blieben ihm noch maximal ein, zwei Minuten, dann würden ihm die Augen zufallen und er würde sie nie wieder öffnen.

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    Sein Herz schlug immer langsamer und unregelmäßiger.
    Es blieben ihm noch maximal ein, zwei Minuten, dann würden ihm die Augen zufallen und er würde sie nie wieder öffnen.
    Ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
    Er würde alleine, ohne Madara, in dieser dunklen Gasse verrecken.
    Am Morgen würde ihn irgendein Passant bemerken und die Polizei anrufen, damit diese einen anonymen Toten finden würde, der nur etwas Bargeld und ein kleines Foto mit Madara und sich bei sich trug.
    Ob sie nach seinem Mörder suchen würden?
    Wahrscheinlich nicht.
    Ob Madara je herausfinden würde dass er tot war?
    Nein, von wem denn auch, obwohl die Nachrichten würden vielleicht, aber nur vielleicht über den Tod eines anonymen Mannes berichten.
    Tränen füllten auf einmal seine Augen und tropften auf die kalten Steinpflasterungen.
    Er wollte nicht sterben!
    Nicht jetzt!
    Nicht hier!
    Nicht alleine!
    ,, Es..tut..mir Leid..Madara..vergib mir!,, presste er noch leise hervor, dann schloss er die Augen und atmete ein, doch ausatmen war nicht mehr.
    Sein Brustkorb ruhte und sein Herz hatte aufgehört Blut durch seine Adern zu pumpen.


    Deidara hatte recht behalten.
    Ein junger Mann hatte ihn früh am Morgen gefunden und sofort die Polizei alarmiert die nach wenigen Minuten eintraf und den Tatort absperrte und die Leiche versuchte zu identifizieren.
    Sie stellten seine Todesursache fest, befragten Anwohner, aber sie fanden keine Hinweise zu seinem Mörder, weder zu seiner Identität.
    Am Ende entschied der dortige Polizist erst einmal die Identität zu klären indem man den Fall durchs Fernsehen publik machen wollte.
    Und so kam es dass verschiedene Nachrichtensender über Deidaras Tod berichteten.

    Tobi saß auf seinem Sofa und sah gelangweilt Two and a Half Man, als ihn das klingeln des Telefons störte.
    ,, Ja? Hallo Madara hier!,,
    Itachi war an der anderen Leitung.
    ,, Schalt sofort deinen Fernseher an und schalt auf das Sechste Programm!,,
    Madara tat es gelangweilt.
    ,, Von mir aus. Was ist es denn was so be-….,, er stockte.
    Der Hörer fiel ihm aus der Hand.
    Ein Bild von Deidara und sich wurde mitten in den Nachrichten ausgestrahlt, dort drüber stand in schwarzen Buchstuben.
    ,, Der namenlose Tote!,,
    Er machte den Fernseher lauter und lauschte zitternd der Fernsehsprecherin.
    ,, Ein Junge zwischen 17 und 20 wurde am heutigen Tag um 9:12 Uhr tot in einer Gasse von einem Anwohner aufgefunden. Am Körper des Toten wurde eine Schusswunde an der rechten Brusthälfte gefunden die seinen Tod erklärte. Die Polizei konnte keinerlei Papiere oder andere Spuren für seine Identität finden, bis auf das Foto was er bei sich trug. Wir zeigen es ihnen noch einmal und bitten sie anzurufen falls sie Hinweise zu seiner Identität haben sollten.
    Die Nummer wird nun unten Rechts eingeblendet.,,
    Madara fing plötzlich an zu lachen, doch Tränen schossen ihm in die Augen.
    Das konnte doch nur ein Scherz sein.
    Deidara und tot?
    Das passte einfach nicht zusammen!
    Er hatte doch noch angerufen!
    Er würde etwas später kommen, da er noch etwas zu Essen holen wollte.
    Er hielt sich den Kopf.
    Das war doch alles nicht wahr!
    Es durfte nicht wahr sein.
    Er wollte seinen geliebten Deidara nicht verlieren.
    Er hatte ihm doch versprochen ihn nie zu verlassen und er hatte ihm versprochen ihn für immer zu…beschützen….
    Wieso hatte er es nicht halten können.
    Doch er könnte es halten!
    Er richtete sich auf und schritt zielsicher zum Schlafzimmer.
    Vor seinem Nachtschränkchen blieb er stehen und zog die dritte Schublade heraus.
    Eine Schusswaffe kam zum Vorschein und Madara griff zielsicher nach ihr.
    Zuerst entsicherte er sie, dann setzte er sich aufs Bett und hielt sie sich mit einem Lächeln an den Kopf.
    Er würde sein Versprechen halten und wenn er es im Jenseits tat.
    Ein Schuss ertönte.
    Blut spritzte gegen die Zimmerwand.
    Ein dumpfer Fall war zu hören.
    Ein Wegschliddern von etwas Metallischem.
    Dann war Ruhe…..
    Die Lichter im Wohnblock gingen teilweise an und hysterische, ruhige, unsichere und panische Stimmen ertönten.
    Madara spürte es nicht mehr.
    Er war weg.

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