Findet Anna die Liebe?

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3 Kapitel - 1.944 Wörter - Erstellt von: Silvia - Aktualisiert am: 2012-08-15 - Entwickelt am: - 1.376 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier eine kleine Fanfiktion zu meiner Lieblingsserie!

    1
    Ich wurde durch das laute Hämmern an meiner Zimmertür grob aus dem Schlaf getrieben. Unwillig öffnete ich noch meine müden Augen und warf die warme Decke von mir. Langsam schlüpfte ich in meine klammen Pantoffeln und schlurfte träge auf die, von folgenden Erschütterungen bebende Tür zu.
    Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wer mich schon so früh am Morgen, so grob aus den Federn holte. Als ich den Schlüssel langsam im Schloss drehte und die Klinge nach unten drücken wollte, stürmte auch schon meine Schwester Katja wild gestikulierend in mein Zimmer. Jeden Abend schloss ich vorsorglich meine Tür ab, damit so etwas wie gerade eben, nicht mitten in der Nacht geschehen konnte.
    "Anna, ich brauche unbedingt ein gutes Logo für C&A- Kampagne und schnell wenn's geht. Jonas will es schon heute mittag auf seinem Tisch liegen haben." Ich rieb mir den letzten Schlaf aus den Augen und setzte mich noch vom Schlaf erschöpft aufs Bett. "Katja, ich bin gerade erst aufgewacht, habe noch nicht gefrühstückt und bin nicht einmal angezogen und du willst jetzt ein Logo von mir wissen. Glaubst du, ich sauge mir das mal gerade eben so aus den Fingern? Wir haben außerdem abgemacht, dass ich dir nicht mehr helfe, es ist aus, du hast schon genug ideen von mir bekommen. Sei selber kreativ und zeige ein wenig Eigeninitiative." Perplex von meinen harten Worten schob ich sie zur tür hinaus und schloss sie hinter mir. Doch hätte ich gedacht, dass sie kampflos das Schlachtfeld verlassen würde, hatte ich mich grüdlich getäuscht. Sogleich drang nämlich Protest an mein Ohr, der aber zum Glück von der Tür ein wenig gedämpft wurde. Sie tobte noch eine Weile vor meiner verschlossenen Zimmertür und rannte dann in ihr Zimmer, was von der zuschlagenden Tür nicht zu überhören war.
    jetzt endlich hatte ich meine Ruhe und konnte mich entspannt auf den heutigen Tag in der Agentur Broda&Broda vorbereiten. So richtig freuen konnte ich mich nicht auf den heutigen Tag, ich hatte die ewigen Kleinkriege in der Familie Broda so satt. Oft musste ich mich dafür hinhalten, auch wenn Katja die Schuld mal wieder auf mich wälzte. Leider war ich so schüchtern, dass ich mich meistens nicht währen konnte und alles über mich ergehen lassen musste. Erst seit kurzem hatte Jonas erst erkannt, dass in mir wirklich was steckt, nur aus diesem einzigen Grund blieb ich noch in der Agentur. Tief in mir drinnen, verbargen sich noch immer Hoffnungen auf ein Leben mit Jonas Broda. Auch nur wegen ihm, arbeitete ich spät in die Nacht hinein und verbrachte meine halbe Freizeit in der Agentur.
    Ich hatte sogar schon eine tolle Idee für das Logo für C&A, die ich natürlich jonas selbst vorlegen wollte und diesmal wird mir Katja ganz bestimmt nicht dazwischen funken.
    Gut gelaunt machte ich mich auf zum gut gefüllten Frühstückstisch und schenkte meiner Mutter eine liebevolle Umarmung. Dabei trafen mich die mürrisch gelaunten Augen von meiner Schwester Katja, die mir wärend ich aß, immer wieder kalte Blicke zuwarf. Doch daraus machte ich mir nichts, ich hatte den Entschluss gefasst, Katja vor den Brodas auflaufen zu lassen, wenn sie ohne Idee dort ankam.
    Pfeifend beschmierte ich mir mein Brötchen mit reichlich Marmelade und biss herzhaft davon ab.
    Dieser Tag sollte aber nicht so verlaufen, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

    2
    Ich schnappe mir meine Tasche und die Mappe mit demLogo für die Kampagne und reiße meine Jacke vom Hacken. Jonas wird Augen machen, wenn er das Logo sieht.
    Als ich einen Blick auf meine Uhr werfe, bemerke ich mit Entsetzen, dass es schon höchste Zeit ist, in der Agentur aufzutauchen.
    Die Tür fällt hinter mir ins Schloss und ich eile auf direktem Weg in die Agentur.
    Mein Herz schlägt Purzelbäume, so aufgeregt bin ich.
    "Komm Anna, reiß dich zusammen, das schaffst du. Du musst ihm nur die Mappe in die Hand drücken, dass war es dann auch schon. Sei nicht so ein Feigling."
    Schneller als gedacht, erreiche ich das Gebäude von Broda&Broda und ich drücke zögernd den Knopf im Fahrstuhl, der mich auf direktem Wege zu Jonas bringt. Im Geiste gehe ich noch einmal alles durch.
    Zuerst Jacke und Tasche ablegen, dann zum Büro von Jonas Broda gehen und anklopfen und dann nur noch die Mappe mit dem C&A Logo auf seinen Tisch legen und wieder abhauen. Das wäre doch gelacht, wenn du das nicht schaffst, Anna Polauke.
    Die Fahrstuhltüren gleiten leise zu beiden Seiten auseinander und ich trete in das geschäftige Treiben der Agentur. Steffi, die Empfangsdame von Broda&Broda begrüßt mich mit einem freundschaftlichen Lächel, welches ich ebenso erwiedere. Natascha Broda schreitet hochmütig an mir vorbei und quittiert mich von oben bis unten mit einem missbiligenden Blick.
    Wie unterschiedlich können doch die Charaktere einzelner Personen sein, überhaupt in dieser Werbeagentur.
    Mit der Mappe unter dem Arm gehe ich zu meinem Arbeitsplatz und hänge meine Jacke über den Stuhl. Mein Blick schweift durch den belebten Raum und erfasst Jonas, wie er gerade wild gestikulierend mit Jannik, dem Werbefotografen die Treppe von der oberen Etage herrunter kommt.
    Ich umschließe die Mappe mit beiden Armen und eile auf Jonas Broda zu. Als die beiden mich erblicken bleiben sie stehen und schauen mich erwartungsvoll an. Schweißperlen bilden sich auf meiner Stirn, als ich Jonas die Mappe überreichen möchte, doch ganz plötzlich erfasst mich ein Schwindelgefühl und ich kann nur noch aus den Augenwinkeln erkennen, wie meine Schwester Katja aus dem Fahrstuhl tritt, bevor mir schwarz vor Augen wird ...

    3
    Langsam erlange ich das Bewusstsein wieder und öffne zaghaft meine Augen.
    Anfangs nehme ich nur schemenhafte Umrisse um mich herum wahr, doch nach und nach wird meine Umwelt immer schärfer und ich kann auch Rufe vernehmen, die aber noch sehr bruchstückhaft an mein Ohr dringen.
    Ich betrachte meine Umgebung und bemerke zwei starke Hände, die meinen Oberkörper umfassen. Jetzt erst erkenne ich, dass ich in den Armen von Jonas Broda liege und er mich, aus seinen blau-grünen Augen besorgt mustert. Ich gewinne so langsam meine Erinnerung wieder und fahre erschrocken hoch.
    Für einen Betrachter macht es bestimmt ein komisches Bild her, wie ich umringt von einem Dutzend Mitarbeiter von Broda&Broda mit ausgestreckten Beinen dahocke und erschrocken in die Runde starre. Ich blicke bemüht lässig um mich und sehe in Jonas Gesicht, dass noch immer ein wenig verdattert zu mir hin sieht.
    Nur sehr zaghaft bringe ich ein paar Worte über meine Lippen. "Ich, ... ich, .. mir geht es gut, mir war es nur für einen kurzen Moment schwarz vor den Augen, ihr könnt ruhig wieder an Eure Arbeit gehen. ..."
    Als ich versuchen will, mich wieder aufzurappeln, knicken meine Beine wieder zusammen. Doch plötzlich fassen mich zwei starke Arme unter den Achseln und hieven mich in die Höhe. Ich drehe mich um und erkenne zu meinem Bedauern Yannik, der mich mit einem strahlenden Lächeln ansieht. Wie kann ich auch so blöd sein und denken dass Jonas, mir Anna Polauke, die soeben aus seinen Armen regelrecht erschrocken entfahren ist, hilft.
    "Na, noch etwas wackelig auf den Beinen, komm wir gehen jetzt erst einmal zum Arzt. Der soll dich erst einmal gründlcih durchchecken und sagen, was mit dir los war." Ich schenke Jannick ein schüchternes Lächeln und lasse mich willenslos, von besorgten blicken folgend aus der Agentur führen.
    Als ich in den nach Leder riechenden Autositzen von Jannicks Cabrio sitze, fährt auf einmal, wie ein Blitz ein Gedanke durch meinen Kopf, "Wo ist meine Mappe, mit dem C&A Logo" Wird die noch in der Agentur auf dem Boden liegen? Aber die hätte mir doch jemand geben müssen, als ich wieder einigermaßen bei Verstand war? Wenn die Mappe in die Hände von Gerrit fallen sollten, wäre das für Jonas kein Zuckerschlecken, vorrausgesetzt die Idee wäre gut. Noch schlimmer wäre es, wenn die Mappe in Katjas Hände geraten sind, der konnte ich es zutrauen, dass sie wieder meine Idee als die ihre ausgeben wird. Ich muss unbedingt zurück in die Agentur.

    Als wir dreisig Minuten später vor der Arztpraxis stehen, habe ich ein mulmiges Gefühl in der Mangengegend. Mir wurde strengst Bettruhe verordnet, da ein Rückfall nicht ausgeschlossen sei. Angeblich hätte ich in letzter Zeit zu viel gearbeitet und wäre übermüdet. Das kann doch nicht sein.
    Tröstend legt mir Jannick einen Arm und die Schulter und sieht mir mitleidig in die Augen. "Hey, nicht traurig sein, das wird schon wieder. Eine kleine Auszeit und du bist wider ganz fit auf den Beinen. Sieh es doch mal so, wenigtsen s bist du jetzt für kurze Zeit mal weg von diesem Familienkrieg bei Broda&Broda." "Ja, aber..." Beruhigend legt mir Jannick seinen finger auf meine Lippen. " Tzz, tzz nicht aber, jetzt wird sich erst einmal ausgeruht. Du hast gehört was der Arzt gesagt hat, du bist überarbeitet, zu viel Stress in der Agentur. Das solltest du nicht auf die leichte schulter nehmen. Ok?" Fragend blickt er mich an und ich gebe ein zaghaftes Nicken von mir. Wovon er aber im Moment leider nichts weiß, ist ddas verschwundene Logo von C&A. Ich musste noch einmal in die Agentur und nach der Mappe suchen.
    Jannick bietet mir an, mich nach Hause zu fahren, was ich dankend annehme.
    Kurz darauf, sitze ich schmollend auf der Küchenanrichte von Mamas Restauranteküche und sehe Paloma bei der Arbei zu. Meine Mutter und Armin machen einen kleinen Urlaub an den Starnberger See und gönnen sich eine kleine Auszeit, welcher meiner Mutter bestimmt gut tun wird.
    "Paloma, was sol ich denn jetzt machen, wahrscheinlich präsentiert Katja gerade in diesem Moment Jonas meine Idee und heimst ein dickes Lob ein."
    Paloma schneidet gerade eine knallrote Paprika klein und sieht zu mir auf, als ich ein unzufriedenes Grummeln von mir gebe. Sie legt das Messer beiseite und setzt sich zu mir auf die Anrichte. "Hey Süße, mach dir keinen Kopf, das wird schon alles wieder. Aber jetzt geht nun mal deine Gesundheit vor. Lass doch Katja deine Idee Jonas verkünden, du wirst aber sehen, dasssie irgendwann vor ihm auflaufen wird, wenn sie mal keine Idee ein mehr von dir ergattern kann. Hmm?" Tröstend nimmt sich mich in ihre Arme und es bilden sich auf einmal Tränen in meinen Augen, die nicht zurückhalten kann, damit sich nicht über meine Wangen fließen. Kann mir in meinem Leben nicht einmal etwas gelingen?

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