Naruto Story 8

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1 Kapitel - 1.330 Wörter - Erstellt von: Chilo - Aktualisiert am: 2012-08-15 - Entwickelt am: - 1.860 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ich hoffe, auch dieses Kapitel gefällt euch!

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    Wie er es vorausgesehen hatte, erwachte er am nächsten Morgen allein im Bett. Er öffnete mühsam die Augen und als er seinen Bruder nirgends entdecken konnte, kämpfte er gegen das bittere Gefühl der Enttäuschung an. Er hatte sich nicht einmal verabschiedet.

    Sehr zu seiner Überraschung hörte er Schritte und als er aufsah, stand sein Bruder an seinem Bett und knöpfte sich seinen Mantel zu. Sasuke wusste plötzlich nicht mehr, ob er sich darüber freuen sollte oder nicht. Die letzte Nacht hätte es nie geben dürfen und trotzdem wollte er ihr Zusammensein um keinen Preis missen.

    Itachi kam zu ihm und nahm seine Hand. Verwundert schaute Sasuke zu, wie sein Bruder den Verband löste. "Was tust du da?"

    "Dafür sorgen, dass die Anbu dich wieder nach Hause bringen."

    Nach und nach entfernte Itachi sämtliche Verbände und Pflaster und Sasuke wunderte sich, wie gut die Wunden bereits verheilt waren. Trotzdem sah er immer noch ziemlich mitgenommen aus, wenn man sich all die heilenden Verletzungen und blauen Flecke so ansah.

    Als Itachi fertig war, fragte Sasuke: "Und was soll das ganze jetzt bringen? Ich habe dir doch gesagt, dass ich nie mehr nach Hause zurückkehren kann. Die Dorfbewohner wissen, dass ich sie verraten wollte."

    "Sie wissen nur, dass du nicht mehr im Dorf bist", gab Itachi zurück und legte einen der Verbände mehrmals zusammen und band ihn um Sasuke’s Handgelenk. "Sie werden dich hier finden, gefesselt und schwer misshandelt und sie haben mich mit dir fliehen sehen. Was werden sie wohl denken?"

    "Ich verstehe...", murmelte Sasuke.

    "Ich habe dafür gesorgt, dass sie meine Spur aufnehmen können. Spätestens heute Abend wird ein ganzer Haufen Anbu hier auftauchen und dich ‚retten’. So kannst du ins Dorf zurückkehren... vorausgesetzt du erzählst niemand, was wirklich passiert ist."

    "Schon klar..." Sasuke sah seinem Bruder nachdenklich zu. "So ist es immer, was?", fragte er.

    Itachi sah auf.

    "Du triffst die Entscheidungen und ich muss mich fügen. Du hast damals entschieden, dass ich zu einem Rächer werde, du hast entschieden dass wir uns wiederbegegnen, und heute entscheidest du schon wieder für mich. Hast du dich mal gefragt, ob ich das überhaupt will? Ich bin nicht deine Marionette, Itachi." Irgendwie machten ihn seine eigenen Worte traurig. "Vielleicht möchte ich nicht zurück nach Konoha. Nicht nach allem, was geschehen ist. Was würdest du tun, wenn ich dich bitte, mich mitzunehmen?"

    "Sasuke." Der Klang seines Namens aus dem Mund seines Bruders ließ ihn wieder erschaudern. Itachi nahm Sasuke’s Kinn in seine Hand und sagte ernst: "Ich kann dich nicht mitnehmen. Selbst wenn ich das wollte."

    Er senkte den Kopf, obwohl er diese Antwort erwartet hatte. Itachi ließ ihn los und fuhr fort, seine Hand am Bettpfosten festzubinden. Sasuke zuckte zusammen, als sein Bruder den Knoten eng um sein Handgelenk schnürte, sagte aber keinen Ton. Damit der Plan funktionierte, musste es aussehen, als wäre er ein Gefangener gewesen.

    Als Itachi fertig war, kam der Moment, vor dem Sasuke sich gefürchtet hatte. Traurig sah er seinen Bruder an. "Werde ich dich wieder sehen?"

    Sein Bruder kam ganz nah ans Bett und stupste Sasuke vor die Stirn. "Ein anderes mal, vielleicht."

    Mit einem Lächeln rieb Sasuke sich die Stirn. "Das sagst du jedes mal. Erst schubst du mich und dann sagst du ‚ein anderes mal’. Du hältst deine Versprechen sowieso nie."

    Itachis Mund war bereits von seinem hohen Kragen verdeckt, aber Sasuke glaubte es an seinen Augen zu sehen, dass er lächelte. "Sayounara, Sasuke."

    Noch bevor Sasuke antworten konnte, war er mit den Schatten verschmolzen und der jüngere Uchiha war allein im Raum. "Auf Wiedersehen, Aniki", murmelte er und schloss die Augen, um sich nicht einzugestehen, dass er den Tränen nahe war.




    Wie Itachi es versprochen hatte, tauchten nicht einmal zwei Stunden später die Anbu auf. Sie entdeckten Sasuke, der verwundet und noch etwas fiebrig auf dem Bett lag, und zogen genau den Schluss, den Itachi prophezeit hatte. Man machte Sasuke los und er rieb sich schweigend sein schmerzendes Handgelenk.

    Jemand legte eine Decke um ihn und man fragte ihn, ob das Itachi gewesen sei, der ihn hier festgehalten hatte. Er antwortete nicht sondern starrte auf den Boden. Er hörte, wie die Anbu mitleidig über ihn sprachen, zwar mit gedämpften Stimmen, aber doch laut genug, dass er sie verstehen konnte. "Der arme Junge. Er hat schon seine Familie an Itachi verloren und jetzt wurde er vom eigenen Bruder gefangengehalten und misshandelt." Keiner schien mehr daran zu denken, dass er ja aus freien Stücken und gegen die ausdrückliche Anordnung der Hokage das Dorf verlassen hatte. Auch wenn er es nicht genau wusste, hatte er das Gefühl, dass Itachi da noch mehr beeinflusst hatte, als seinen Bruder nur "passend zum Szenario" hier zurückzulassen.

    Nur Kakashi, den Sasuke erst gar nicht bemerkt hatte, legte ihm irgendwann die Hand auf die Schulter und sagte ganz leise: "Dafür, dass du misshandelt wurdest, sind deine Wunden erstaunlich gut versorgt worden." Sasuke wusste nicht, wie viel sein ehemaliger Lehrer wirklich wusste oder was er vermutete, aber er war sich sicher, dass Kakashi niemandem etwas verraten würde.

    Sasuke zog sich die Decke enger um die Schultern und erst als jemand anbot, ihn nach Hause zu tragen, sagte er heiser: "Ich kann alleine laufen." Also machte man sich auf den Weg zurück nach Konoha und Sasuke war mit einem mal rehabilitiert. Niemand schien an der Geschichte zu zweifeln.

    Als sie sich dem Dorf näherten, warteten dort schon seine Freunde. Sakura fiel ihm weinend um den Hals und Naruto schenkte ihm ein aufrichtiges Lächeln und ein lautes: "Willkommen zu Hause, Sasuke!" Sasuke antwortete nicht. Er hatte das alles noch nicht wirklich verdaut. Er musste jetzt erstmal allein sein und über alles nachdenken. Aber ein Entschluss hatte sich bereits in seinem Herzen festgesetzt. Eines Tages würde er losziehen und Itachi finden. Irgendwann, wenn er alt genug war, um seinem Bruder in jeder Hinsicht die Stirn zu bieten. Dann würde er ihn noch mal herausfordern und der Kampf würde anders ausgehen. Und dann würde er das zu Ende bringen, wovon Itachi ihn in der letzten Nacht abgehalten hatte. Er wollte nicht länger Itachis Marionette sein. Er wollte eigene Entscheidungen fällen. Aber vielleicht war es auch gerade das, was Itachi von ihm erwartete. Irgendwie war sein Bruder ihm immer mindestens einen Schritt voraus gewesen.

    Aber er hatte Zeit, zu wachsen und diese Pläne zu durchschauen. Irgendwann würde er Itachi überraschen. Eines stand jedenfalls fest, er würde seinen Bruder wieder sehen. Und bis dahin würde er hier in Konoha aufwachsen, bei seinen Freunden, um zum ersten Mal frei sein von seinem glühenden Wunsch nach Rache.

    Er lächelte und drückte Sakura an sich. "Schön, wieder zu Hause zu sein."

    ENDE!

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