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Woher, wohin 39

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1 Kapitel - 2.194 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.517 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!


    1
    Ein Baum bleibt daheim

    „Tracey, bitte bleib!“
    „Ich kann nicht, Oliver. In New York-“
    „Vergiss New York doch einfach.“
    „Nein!“, ihre Stimme klang scharf.
    „Ich werde mir diese Chance nicht einfach entgehen lassen.“
    Wie konnte sie mir das antun!
    „Was macht schon eine Chance? Du wirst noch so viel mehr Chancen in deinem Leben bekommen.“
    „Aber nicht von einem der größten Quidditchvereine in der Zauberwelt und das kann ich durch dieses Jahr erreichen!“
    „Natürlich, und ob!“
    „Nein. Dazu bin ich nicht gut genug.“
    „Aber wenn du überzeugt bist, dass du nicht gut genug bist, warum gehst du dann überhaupt?“, fragte ich ärgerlich.
    „Um besser zu werden. Ich will besser werden und ich denke, dass ich das schaffen kann. Aber wenn ich dieses Mal absage, werden sie mich nie wieder fragen.“
    „Aber es gibt doch noch so viele andere Vereine!“
    „Ich will für das Team spielen, seit ich acht bin. Und jetzt haben sie mich gefragt. Sie haben mich gefragt! Ich musste nicht einmal an ihre Tür klopfen, da haben sie mir die schon aufgehalten. Und wenn ich nicht schnell genug hindurchschlüpfe, dann fällt sie mir vor der Nase zu!“
    Ich lachte leise.
    „Seit wann benutzt du Metaphern?“, fragte ich sie und blickte in ihre blauen Augen.
    Eine Weile schwiegen wir und ich starrte sie nur traurig an.
    „Bitte!“, flüsterte sie leise. „Bitte versteh mich!“
    Das konnte ich beim besten Willen nicht.
    Wie konnte sie unsere Beziehung so hinschmeißen?
    „Ich kann es nicht! Ich würde sofort absagen und zwar nur deinetwegen!“
    „Du bist so gut, dass du dir das leisten kannst. Sie würden dir ewig die Tür aufhalten. Und wenn du nicht bei ihnen bekannt wirst, dann bei einem anderen Verein. Aber der Punkt ist, dass du es mit Sicherheit schaffen wirst. Bei mir ist das anders. Ich liebe Quidditch, bin aber nicht so gut, dass ich es ohne zu kämpfen schaffen kann.“
    „Liebst du Quidditsch mehr als mich?“
    „Tust du nicht dasselbe?“, fragte sie, ohne mich anzusehen.
    „Nein!“
    Die Antwort kam schneller über meine Lippen, als ich vermutete hätte.
    Quidditsch war für mich immer mein ein und alles gewesen, aber seit ich mit Tracey zusammen war, hatte sich vieles bei mir geändert.
    Anscheinend auch meine Prioritäten.
    „Wie kannst du dir da so sicher sein?“, riss sie mich aus meinen Gedanken.
    „Ich weiß es einfach.“
    „Du bist siebzehn, Oliver! Niemand weiß da schon, welche Frau er für immer und ewig lieben wird.“
    „Ach nein?“
    „Nein!“
    „Ich würde für dich sterben!“, ich schaute ihr in die Augen.
    Sie lachte auf.
    „So? Beweis es mir!“
    Ich sah weg.
    „Wenn es nötig sein sollte, dann sterbe ich für dich.“, murmelte ich.
    „Würdest du Quidditsch für mich aufgeben?“
    Ich schwieg betreten.
    Sie hatte mich.
    „Nein. Noch nicht. Noch bist du nicht so weit.“, ihre Stimme klang kühl, als sie das sagte.
    „Aber ich doch auch nicht“, wisperte sie dann nahezu unhörbar, ich hörte es trotzdem. Und ich wusste, dass sie Recht hatte. Aber noch, noch wollte ich nicht aufgeben.
    „Wenn du dich zwischen Geld und Liebe entscheiden müsstest-“, startete ich einen erneuten, verzweifelten Versuch.
    „Das beschreibt unsere Situation nicht“, unterbrach sie mich.
    Doch ich fand irgendwie schon.
    „Ich musste mich zwischen meiner Zukunft und unserer Zukunft entscheiden...“
    „Und wie hast du dich entschieden?“, fragte ich, ohne sie anzusehen.
    Ich blickte an ihr vorbei, als würde dort jemand sitzen, der mir die Antwort geben konnte.
    Aber leider sah ich nur ins Leere.
    Wieso tat sie mir das an?
    Sie konnte mich doch nicht alleine lassen.
    „Für meine Zukunft.“
    Drei Wörter.
    Ein Satz.
    Ein zersplittertes Herz.
    Mein zersplittertes Herz, das sie soeben gebrochen hatte.
    Unendlich viele Scherben.
    „Schreibst du mir?“, ich merkte, dass meine Stimme brüchig klang.
    Sie nickte wortlos.
    „Ich liebe dich, Tracey!“, flüsterte ich und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
    Ich sah meine Freundin an und die starrte auf den Boden.
    Erst nach einer Weile erwiderte sie meinen Blick.
    „Ich glaube, ich liebe dich auch...“
    Das sagte mehr als tausend Worte.
    „Tschüss, Oliver!“, sagte sie nachdem wir wieder schwiegen.
    „Tschüss, Tracey, hol dir den Sieg!“, ich lächelte sie traurig an.
    Die Floskel, die wir uns so oft zugeraunt hatten, bevor wir ein Quidditschspiel bestritten, nicht selten gegeneinander, entlockte ihr ein kleines Lächeln, bevor sie sich umdrehte und davonging.
    Und mich stehen ließ.
    Ich lehnte mich gegen die Wand und sank langsam die kalte Steinmauer hinab.
    Ich hatte nie gedacht, dass mich ein Mädchen so verletzten könnte.
    Was war nur aus mir geworden.
    Ich dachte immer, das einzige, was mich jemals verletzen würde, wäre ein Klatscher, doch da hatte ich mich getäuscht.
    Inzwischen war mir ein Mädchen mehr ans Herz gewachsen, als mein absoluter Lieblingssport.
    Obwohl Quidditsch für mich nie nur ein Sport gewesen war, es war mehr gewesen, es war eine Leidenschaft.
    Wenigstens konnte mir diese Leidenschaft helfen.
    Vielleicht über den größten Verlust meines Lebens.
    Ich legte den Kopf in meine Knie.

    Eine Hand legte sich auf meine Schulter. Ich hob den Kopf und sah Sarah, wie sie auf mich herabblickte.
    „Was ist los?“, fragte sie und sah mich mit ihren unschuldigen Augen an.
    Warum sollte ich ihr das erzählen?
    Sofern ich wusste, hatte sie noch nie sonderlich viel von ihr gehalten.
    Das konnte man ihr auf 2 km ansehen.
    Aber das war ja ihr ja nicht zu verübeln, schließlich ersetzte Tracey den Posten als beste Freundin bei Catherine, seit sie mit Malfoy zusammen war und so der Kontakt zwischen ihr und Catherine mehr oder weniger auf Eis gelegt.
    Naja, aber immerhin war sie in meinem Haus, das machte sie schon ein wenig sympathisch.
    Und letztes Mal, naja gut, s ist schon länger her, bestimmt war das noch vor der Zeit als ich mit Tracey zusammen war, fand ich sie hübsch, vor allem ihre Augen und ihre Art.
    Naja, als ich noch nicht mit Tracey zusammen gewesen war.
    Ach Tracey.
    Naja, aber jetzt war ja Sarah da.
    „Sarah, was machst du hier?“
    „Keine Ahnung, bin einfach so rumgegangen und dann hab ich dich hier sitzen sehen…“
    Ich nickte mit dem Kopf.
    „Was ist denn jetzt los?“, wollte sie immer noch wissen.
    „Wenn du es unbedingt wissen willst: Tracey hat mit mir Schluss gemacht!“, gab ich zu und sah weg.
    Es war eine viel zu große Niederlage, die ich mir hier eingestand, als dass ich Sarah hätte in die Augen schauen können.
    „Oh“, stieß Sarah aus.
    Anscheinend wusste sie nicht so genau, wie sie reagieren sollte, geschweige denn, was sie sagen sollte.
    Sie strich mir über die Schulter und gab sich große Mühe, mich zu trösten, was sie zugegebener Maßen auch ganz gut hinbekam.
    Ich glaube, wir saßen da mindestens noch eine halbe Stunde und Sarah tat alles menschenerdenkliche, um mich zu aufzumuntern.
    Schließlich war ich sogar so weit, ihr meine Sorgen zu erzählen.
    „Sie geht ein Jahr auf dieses Internat…“, setzte ich an.
    „Was ist das für ein Internat?“, anscheinend schien es sie wirklich zu interessieren.
    „Da kommt man dann in die Jugendmannschaft der Holyhead Harpies und sie meint, sie müsste diese Chance nutzen und damit unsere Beziehung zerstören!“, meinte ich erschüttert.
    „Was sind die Holyhead Harpies?“, fragte Sarah und sah mich zerknirscht an.
    „Eine Quidditschmannschaft, in der ausschließlich Frauen spielen!“, gab ich ihr bereitwillig Auskunft.
    „Spielen sie gut?“
    „Sogar sehr gut!“, antwortete ich.
    Dafür, dass es nur Frauen waren, ohnehin.
    Sarah nickte leicht mit dem Kopf.
    Gut, dass sie keine Gedanken lesen konnte.
    Zwar glaubte ich nicht, dass Sarah so eine Feministin war, aber wer konnte sich schon überall so hundertprozentig sicher sein.
    Außerdem war sie mit Potter zusammen.
    Da musste man ja die Hosen anhaben.
    „Dann verlässt Tracey also Hogwarts? Für immer?“
    „Ja. Für immer.“, bestätigte ich.
    Sarah nickte wieder nur.
    Ich konnte ihr nicht ansehen, was sie dachte.
    „Dann ist es also eine Mädcheninternat?“, fragte sie.
    „Jap.“
    „Naja, dann sind da wenigstens keine Jungen!“
    „Das ist dann wohl der letzte Silberstreifen am Horizont!“, murmelte ich in meinem nicht vorhandenen Bart rein.
    „Und außerdem könnt ihr euch doch schreiben und Eulen schicken!“, versuchte Sarah mich aufzuheitern, ihre Hand ruhte immer noch auf meiner Schulter.
    „Hm“, machte ich nur und kratzte mich am Kopf.
    „Und ferner gibt es einige Beziehungen über weitere Distanzen, also Fernbeziehungen, die gut gehen!“
    Sie nickte bestätigend mit dem Kopf.
    Für wie dumm hielt sie mich denn?
    Sehe ich aus wie ein Baum?
    Hält sie mich für einen Holzkopf?
    Ich machte wieder nur „hm“.
    Was sollte ich auch schon groß sagen?
    Vielleicht war das das Problem gewesen.
    Vielleicht hatte ich nie genug mit Tracey gesprochen.
    Vielleicht hatte ich ihr nicht oft genug erzählt, dass ich sie liebte?
    Über alles?
    !
    „Wollt ihr nicht zum Essen?“, unterbrach mich eine hohle Stimme, während ich so über mein Leben sinnierte.
    Crabe stapfte um die Ecke und Goyle, der seinem Kumpanen anscheinend ein paar Meter voraus war, hatte mich aus meinen philosophischen Gedankengänge gerissen.
    In diesem Moment sah ich auch Malfoy, der zu uns herab sah.
    Und das wortwörtlich.
    Und auch eben nicht.
    Also er sah mich sowohl von oben herab, als auch von oben herab an.
    „Könnt ihr euch nicht ein Zimmer nehmen?“, stieß er angewidert aus, als Sarah erschrocken den Arm von meiner Schulter gelöst hatte.
    „Draco, sei still!“, fauchte ihn Catherine an, die an seiner Hand hing.
    Ach die war ja auch noch da.
    Na die fehlte mir gerade noch.
    Die hatte Tracey bestimmt dazu angestiftet.
    Oder gar ermutigt.
    Der würde ich jetzt aber mal gehörig die Meinung sagen!
    Ich stand auf und bäumte mich vor ihr auf.
    Die kleine Catherine starrte verwundert zu mir auf und ich musterte feindselig von oben.
    „Du!“
    „Ich!“, antwortete sie.
    Hallo?
    Wieso war sie bitte nicht eingeschüchtert!
    Sie war mindestens einen Kopf kleiner als ich, wenn nicht gar 10!
    Naja, sie hatte auch einen Typen an ihrer Seite, der mich mit eisigen Blicken durchbohrte, sodass meine Baumkrone bald meiner Wurzel Gesellschaft leisten würde.
    „Du hast sie dazu angestachelt! Du hast doch das alles erst angezettelt! Schließlich bist du ihre Freundin!“
    „Jetzt mach mal halblang, Witzfigur! Deine Äste vernebeln dir bestimmt schon die Sicht!“, kam es von Malfoy.
    „Wen?“
    „Und was?“, kam es von den beiden Baumstumpfen neben Malfoy.
    „Das würde mich auch mal interessieren!“, kam es von 30 Zentimeter weiter unten.
    Da unten war es bestimmt wärmer.
    Kein Wunder, dass es mich immer zuerst fror.
    „Na Tracey. Bestimmt hast du sie dazu überredet auf dieses Internat“, ich spukte das Wort förmlich aus „zu gehen!“
    Catherine sah mich verständnisvoll an.
    Na das konnte sie sich auch sonst wo hinstecken.
    Zumindest sparen.
    „Naja, aber es ist doch wirklich eine große Chance für sie und ich dachte, du als Quidditschkapitän würdest das verstehen!“, sagte sie langsam.
    „Könnte mich mal jemand aufklären?“, kam es von Malfoy.
    Der interessierte doch niemanden.
    Selbst Catherine ignorierte ihn.
    „Nicht wirklich!“, sagte ich kühl.
    „Komm, wir gehen essen!“; sagte ich an Sarah gewandt und zog sie mit in die große Halle und ließ die vier Schwachköpfe ganz weit hinter mir zurück.

Kommentare (12)

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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️)
vor 97 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo (98044)
vor 235 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter (28646)
vor 407 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 (83036)
vor 424 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 (68191)
vor 492 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 (68191)
vor 492 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy (82755)
vor 495 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange (13869)
vor 705 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana (42077)
vor 740 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀 8512;😀😀😊
Angel 😇 (54442)
vor 741 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili (41624)
vor 885 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich (27335)
vor 1193 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!