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Woher, wohin 37

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1 Kapitel - 3.806 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.591 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


Hier der nächste Teil! Mein Profil: http://www.testedich.de/profil/showprofil.php


Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1
    Problem gelöst


    Lucas

    Sie blieb abrupt stehen und sah mich entgeistert an.
    Sie wollte wohl erst schnell in einen Seitengang einbiegen, doch sie sah ein, dass es zu spät war.
    Ich hatte sie bereits gesehen und ich würde sie auch nicht so schnell davonkommen lassen. Und das wusste sie.
    Sie war mein Eigentum und wenn es darum ging, mein Eigentum einzufordern war ich unerbittlich und schnell. Sehr schnell.
    Sie seufzte und kam auf mich zu. Ich verfolgte voller Faszination jeden einzelnen ihrer Schritte, was ich mir allerdings nicht anmerken ließ.
    Von außen wirkte ich gefasst. Kühl.
    Ich konnte sehen, wie sie nach ihrem Zauberstab griff und diesen so fest umklammerte, dass ihre Handknöchel schon ganz weiß wurden.
    Sie kam zögernd, aber dennoch bestimmt auf mich zu und ich richtete mich zu meiner vollen Größe auf.
    Ihr Schritt verlangsamte sich und sie fixierte jede meiner Bewegungen.
    Ich schob meine Jacke ein kleines Stück beiseite und gewährte ihr so einen Blick auf meinen Zauberstab.
    Damit sie auf keine dummen Gedanken kam.
    Schließlich war sie nur noch wenige Meter von mir entfernt und blieb stehen.
    „Was willst du hier?“, meinte sie forsch und ich lächelte kurz.
    „Bonjour Catherine“, sagte ich und sie sah mich misstrauisch an.
    „Was willst du?“, wiederholte sie ihre Frage und ich bemerkte, wie sie mit jeder Sekunde ein wenig unruhiger wurde und kurz an mir vorbei in den Gang lugte.
    „Wir sind allein“, meinte ich und sie wandte sich wieder mir zu.
    Ich sah sie spöttisch an und sie starrte finster zurück.
    „Ich möchte mir holen, was mir zusteht“, antwortete ich schließlich bestimmt und sie verengte ihre Augen zu Schlitzen.
    „Dann bist du hier wohl an der falschen Adresse“, fauchte sie und ich zog meine Brauen hoch.
    „Hör zu, wir können es auf die sanfte oder harte Tour machen.“, sagte ich ruhig.
    „Ich gehe nicht mit dir“, meinte sie und drückte ihre Bücher fester an ihren Oberkörper, so als ob sie sie vor mir schützen würden.
    „Wenn du dich da mal nur nicht irrst, mon chérie.“
    „Ich muss morgen wieder in den Unterricht“, sagte sie forsch und wich zurück. Nur ein paar Zentimeter, so dass es kaum auffiel.
    Doch ich bemerkte es und machte einen Schritt auf sie zu.
    Sie sah mich erschrocken an und ich lächelte zufrieden.
    „Bis dahin sind wir wieder zurück“, sagte ich dann.
    „Außerdem ist alles mit deiner Schulleiterin abgeklärt.“
    Catherine lachte bitter und ich warf kurz einen Blick über meine Schulter.
    „Hier sind überall Leute“, meinte Catherine und ich drehte mich schnell wieder zu ihr um.
    „Ich kann mich beherrschen“, erwiderte ich und sie sah mich kritisch an.
    Sie wollte ihre Angst verbergen und das schaffte sie bis jetzt relativ gut, doch ich wusste, dass ihr äußeres Bild trog.
    Sie war bei weitem nicht so gefasst, wie sie tat.
    Ich bemerkte wie sie nach ihrem Zauberstab griff und gerade in diesem Moment kam eine Gruppe Schüler um die Ecke.
    Ich sah zu ihnen rüber, doch Catherine ließ mich nicht aus den Augen.
    „Sind das deine Freunde?“, wollte ich dann wissen und sie warf einen kurzen Blick auf die Schüler.
    „Möglich“, meinte sie dann und sah mich herablassend an.
    „Möchtest du mich ihnen nicht vorstellen?“
    Catherine schüttelte den Kopf und die Schüler musterten mich argwöhnisch und warfen mir erstaunte Blicke zu.
    Ich sah sie bedrohlich an und sie suchten schnell das Weite.
    „Du verschreckst meine Freunde“, meinte Catherine und ich wandte mich wieder ihr zu.
    „Wir wollen eh lieber allein sein“, erwiderte ich und sie hob ihren Zauberstab leicht an.
    „Wage es ja nicht“, zischte ich und Catherine hielt kurz inne.
    „Was sollte mich davon abhalten?“, meinte sie und ich kam einen Schritt auf sie zu.
    Sie ließ vor Schreck die Bücher fallen und ich sah sie herablassend an.
    „Es ist zwecklos.“
    Catherine schluckte und atmete ein paar Mal tief ein.
    Sie hatte sich ein wenig beruhigt, zitterte aber am ganzen Leib.
    „Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich freiwillig mit dir ko… komme?“, sagte sie und zum Schluss brach ihre Stimme.
    „Das ist auch nicht nötig“, erwiderte ich schroff und ging noch ein paar Schritte auf sie zu.
    Sie wich hastig zurück und drückte sich mit dem Rücken an die kalte Steinwand.
    Sie hob ihren Zauberstab und sprach einen Schockzauber, doch ihre Hand zitterte so sehr, dass er mich verfehlte.
    Zwar nur haarscharf, aber ich stand immer noch auf beiden Beinen und packte jetzt ihre Hand.
    „Den überlässt du wohl lieber mir“, sagte ich und Catherine sah mich verzweifelt an.
    Ihre Hände zitterten so sehr, dass ich ihren Griff mit Leichtigkeit lösen konnte und sie mir so widerstandslos ihren einzigen Schutz überlassen musste.
    „Merci“, meinte ich und presste meine Lippen auf die ihren.
    Meine Arme stützte ich an die Wand und so war sie in meinem Griff gefangen.
    Ich konnte sie aufschluchzen hören und spürte auch bald ihre Tränen auf meiner Haut.
    Ich ließ von ihr ab, trat einen Schritt zurück und sah sie bestimmt an.
    Sie hob leicht ihren Kopf und ich konnte die Verzweiflung in ihren wässrigen Augen sehen.
    „Weine nicht“, meinte ich mit sanfter Stimme, doch ihre Tränen liefen unaufhaltsam weiter über ihre Wangen.
    „Arrête!“, sagte ich lauter und Catherine unterdrückte ihr Schluchzen.
    Ich betrachtete sie zufrieden und drehte dann ihren Zauberstab in meinen Händen.
    „Wir sollten langsam gehen“, meinte ich dann und Catherine schüttelte energisch den Kopf.
    „Nein, bitte“, brachte sie mit heißerer Stimme hervor und ich seufzte.
    „Ne fais pas la tête. Und jetzt komm“, meinte ich und packte sie unsanft am Arm.
    Catherine keuchte auf und wehrte sich.
    „Hör zu, so kann ich dich nicht durchs ganze Schloss schleppen. Also benimm dich, verstanden!“, keifte ich sie an, doch sie zerrte an meinem Arm und versuchte meinen Griff zu lockern.
    „Du lässt mir keine andere Wahl“, seufzte ich und richtete den Zauberstab auf sie.
    Catherine warf mir hasserfüllte Blicke zu und ich sprach einen einfachen Zauber.
    Augenblicklich hörte sie auf zu weinen und ging einen Schritt auf mich zu.
    „Was ist los?“, meinte sie verwirrt und ich lächelte zufrieden.
    „Du hast dich gestoßen“, erwiderte ich und wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht.
    Catherine rieb sich ihren Kopf und ich nahm sie in meine Arme.
    „Ich bin froh, dass jetzt alles gut ist“, meinte ich und sie nickte.
    „Seltsam. Es fühlt sich gar nicht so schlimm an“, sagte sie und gab mir einen Kuss auf die Wange.
    „Es ist schon spät, lass uns jetzt gehen“, meinte ich und sie nickte.
    Ich gab ihr ihren Zauberstab zurück und sie schenkte mir ein glückliches Lächeln.
    Wir verließen unter den verwirrten Blicken der Schüler das Schloss und machten uns dann auf den Weg nach Hogsmeade, um von dort aus zu apparieren.
    „Wohin gehen wir?“
    Catherine sah mich neugierig an und ich lächelte.
    „Paris“, erwiderte ich und legte meinen Arm um sie.
    „Dort wird uns diesmal niemand stören“, murmelte ich und sie sah mich verträumt an.

    Ich öffnete die Haustür und Catherine schritt auch gleich in den Wohnbereich meines Lofts.
    Auf der Stelle kam ein Hauself, der die Tür wieder schloss und uns unsere Mäntel abnahm.
    „Bonsoir Monsieur et Mademoiselle“, meinte er und Catherine nickte.
    Sie sah sich die ganze Wohnung an und ich betrachtete sie amüsiert.
    „Es ist wunderschön“, meinte sie dann und umarmte mich.
    Ich legte meine Arme um sie und küsste sie.
    Sie erwiderte meinen Kuss und ich konnte es kaum erwarten, bis wir alleine waren.
    „Freut mich, dass es dir gefällt“, sagte ich und sie strahlte.
    „Das Dinner ist bald fertig, möchtest du dich nicht schon einmal umziehen?“, meinte ich schließlich und musterte sie.
    Sie hatte noch immer ihre Schuluniform an und außerdem waren ihre Augen immer noch ein wenig vom Weinen verschmiert.
    „Sie nickte und steuerte auf die Treppe zu.
    „Im Schlafzimmer liegt etwas für dich, ich bin mir sicher, es wird dir gefallen“, sagte ich und Catherine verschwand im oberen Geschoss.
    Ich ging in der Zwischenzeit in die Küche, um zu sehen, ob alles so vorbereitet wurde, wie ich es angefordert hatte.
    Alles war zu meiner Zufriedenheit und so verließ ich sie wieder und kam gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie Catherine elegant die Treppe herunterschritt.
    „Magnifique“, meinte ich und musterte sie fasziniert.
    Sie sah einfach umwerfend aus und das Kleid, das ich für sie ausgesucht hatte, war wie gemacht für sie.
    „Kannst du mir vielleicht mit dem Verschluss helfen?“, fragte Catherine und hielt mir lächelnd das Diamantenarmband hin, das ich ihr ebenfalls gekauft hatte.
    „Bien sûr“, sagte ich und machte den Verschluss zu.
    Catherine drehte sich einmal und lächelte mich glücklich an.
    „Du bist wirklich wunderschön“, meinte ich und küsste sie.
    „Ich liebe dich“, sagte sie und ich blickte sie zufrieden an.
    Ihre braunen Augen strahlten mich an und ich erwiderte ihr Lächeln.
    „Je t’adore, aussi“, sagte ich und sie küsste mich erneut.

    Schließlich hatten die Hauselfen alles bereitgestellt und ich führte sie an den Tisch.
    Ich schob ihren Stuhl zurück und sie setzte sich.
    Ich nahm gegenüber von ihr Platz und die Hauselfen servierten die Vorspeise.
    Das Essen war vorzüglich und schließlich waren wir beim Nachtisch angelangt.
    „Cassez-vous, nous voulons être seules“, befahl ich und der Hauself verbeugte sich und verschwand dann eilig.
    „Enfin“, meinte ich und Catherine lächelte.
    „Was hältst du davon, wenn wir die Nachspeise stehen lassen und gleich nach oben gehen?“, schlug ich vor und sie stand zu meiner großen Genugtuung auch sogleich auf.
    Ich nahm ihre Hand und zog sie hinter mir die Treppe rauf.
    Wir gingen ins Schlafzimmer und Catherine ließ sich auf das Bett fallen, wodurch ihr Kleid ein wenig verrutschte.
    „Tu es parfait“, meinte ich und ging zu ihr.

    Ich drehte mich um und erblickte Catherine, die noch tief und fest schlief.
    Ich strich ihr eine Strähne aus ihrem Gesicht und sie drehte sich in meine Richtung.
    Ich rutschte näher zu ihr hin und legte meine Arme um sie.
    Catherine murmelte irgendetwas im Schlaf und ich hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.
    Sie schlief noch eine Weile und ich schlief ebenfalls wieder ein, bis ich von einem unsanften Stoß geweckt wurde.
    Catherine war aufgestanden und sah mich erschrocken an.
    Ich richtete mich langsam auf und sie blickte mich zum zweiten Mal verwirrt an.
    „Was ist passiert? Was hast du getan!“, rief sie und ich lächelte sie hämisch an.
    „Ich habe nichts getan, was du nicht auch wolltest, mon amour“, meinte ich und sie sah sich panisch um.
    „Dein Zauberstab liegt dort“, meinte ich und deutete auf den Tisch.
    Catherine eilte zum Tisch und ich beobachtete sie amüsiert.
    „In diesem Haus kannst du nicht zaubern. Außerdem brauchst du das jetzt gar nicht mehr. Ich habe was ich wollte. Es steht dir frei, zu gehen“, meinte ich und Catherine musterte mich ungläubig.
    „Wie konntest du das nur tun?“, meinte sie fassungslos und in ihren Augen sammelten sich erneut Tränen.
    Sie wischte sie schnell weg und sammelte ihre Kleider ein und sperrte sich dann im Badezimmer ein.
    Ich zog mich an und ging nach unten, um mir das Frühstück servieren zu lassen.
    Kurz danach hörte ich Catherine die Treppe herunterkommen und sie rauschte wortlos an mir vorbei und knallte die Haustür hinter sich zu.
    Ich sah ihr unbekümmert hinterher und schlug dann meine Zeitung auf.


    Draco

    Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg zum Unterricht.
    Ich hoffte Catherine war mir nicht mehr sauer und noch mehr hoffte ich, sie würde ihren Gefallen bald bei mir einlösen.
    Ich hatte seit gestern ununterbrochen an sie gedacht.
    Nach Nachhilfe war ich in den Schlafsaal verschwunden und hatte mich dort verkrochen.
    Ich dachte es hätte ihr etwas bedeutet.
    Mir hatte es das und zwar eine Menge.
    Ich war ziemlich niedergeschlagen und ließ mich missgelaunt auf meinem Platz fallen.
    Zabini hatte mich den ganzen Morgen nicht angesprochen und bei meiner Laune konnte man ihm das auch nicht verübeln.
    Snape schritt mit wehendem Umhang durch die Tür und verkündete, was wir heute brauen würden.
    Ich blickte auf Catherines leeren Platz und fragte mich, wo sie war.
    Gestern war wieder alles in Ordnung gewesen, aber ich machte mir dennoch Sorgen.
    Was, wenn der Zauber doch irgendwelche Nebenwirkungen hatte?
    Ich war schuld, wenn es ihr schlecht ging.
    Ich beschloss, dass ich nach ihr sehen musste.
    Jetzt sofort.
    „Professor?“
    Snape hob langsam seinen Kopf und starrte mich finster an.
    „Ja?“
    „Könnte ich vielleicht… naja, mir geht’s nicht so gut. Ich glaube ich sollte mich noch einmal hinlegen“, meinte ich und Snape warf mir misstrauische Blicke zu.
    „Glauben Sie das?“
    Ich nickte matt und er seufzte.
    „Gut, dann gehen Sie und es wäre vermutlich eine gute Idee bei Madam Pomfrey vorbeizusehen.“
    Ich nickte und sammelte meine Bücher zusammen.
    „Selbstverständlich müssen Sie das Kapitel nachholen, aber ich denke ein Aufsatz darüber wird nicht nötig sein.“
    Ich hörte meine Mitschüler wütend schnaufen und warf Potter ein arrogantes Grinsen zu.
    Der starrte nur finster in seinen Kessel, der gefährlich brodelte.
    Ich verließ den Raum und ignorierte die besorgten Blicke, die Zabini mir zuwarf.

    Ich machte mich auf den Weg zum Ravenclawturm und überlegte mir, wie ich da reinkommen sollte.
    Ich beschloss, einfach mal anzuklopfen, doch – wie erwartet- öffnete natürlich niemand.
    „Der Anklopfende darf nur eintreten,
    wenn er ein Rätsel oder eine philosophische Frage
    zu beantworten vermage.
    Es sei denn er wird hereingebeten.“
    Ich blickte kritisch den bronzefarbenen Türklopfer an.
    Er hatte die Gestalt eines Adlers, der mich jetzt erwartungsvoll ansah.
    „Aja. Dann schieß mal los“, meinte ich und verschränkte meine Arme.
    "Wenn in einem Wald ein Baum umfällt, und keiner da ist der es hören könnte, gibt es dann ein Geräusch?"
    Ich sah den Adler kritisch an und überlegte dann kurz.
    „Es spielt keine Rolle“, sagte ich schließlich und der Adler nickte zufrieden.
    „Diese Eingebung soll nicht umsonst gewesen sein. Alles im Leben hat seinen Preis, auch wenn man denkt, man kriegt sie geschenkt.“
    Ich sah ihn genervt an und schließlich ging die Tür auf.
    „Fontane“, meinte ich abfällig und betrat den Gemeinschaftsraum der Ravenclaws und sah mich um.
    Es war niemand hier also ging ich zum Mädchenschlafsaal.
    Ich klopfte an die Tür, doch niemand antwortete.
    Ich öffnete sie trotzdem und betrat den Raum.
    Alle Betten waren leer und ich sah mich ratlos um.
    Irgendwo musste Catherine doch sein.
    Ich wollte gerade wieder gehen, um im Krankenflügel nach ihr zu sehen, als ich plötzlich ein leises Weinen hörte.
    Ich blieb abrupt stehen und ging ein paar Schritte weiter.
    Schließlich sah ich Catherine, die vor ihrem Bett auf dem Boden saß und ihr Gesicht in ihren Armen verborgen hatte.
    Ich ging zögernd auf sie zu und blieb dann vor ihr stehen.
    Catherine sah langsam zu mir hoch und ich sah sie besorgt an.
    „Ist alles in Ordnung?“, meinte ich und Catherine sah mich verärgert an.
    „Verschwinde!“, rief sie, doch ich bewegte mich nicht vom Fleck.
    „Es tut mir leid. Was ist denn los?“, meinte ich und musterte sie verwirrt.
    Mit ihren Händen schien alles in Ordnung zu sein und sonst war auch alles da.
    Catherine antwortete nicht, sondern vergrub ihr Gesicht wieder und ich setzte mich neben sie.
    „Es ist nicht wegen gestern?“, meinte ich und sie nickte.
    „Was ist passiert?“, fragte ich.
    „Lucas“, war alles, was Catherine sagte ich und richtete mich wütend auf.
    „Ist er hier?“, meinte ich, doch Catherine schüttelte den Kopf.
    „Er war hier“, sagte sie und ich setzte mich wieder.
    „Was hat er getan?“, meinte ich und hatte Mühe meine Wut zu unterdrücken.
    „Er… naja, ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr Draco“, schluchzte sie und ich legte meinen Arm um sie.
    Catherine vergrub ihr Gesicht in meinem Pullover und ich hielt sie fest und strich ihr sanft über den Rücken.
    Ihr ganzer Körper zitterte und ich schloss mit einem Schlenker meines Zauberstabes die Tür des Schlafsaals ab, damit keiner reinplatzte.
    „Wie du weißt es nicht?“ fragte ich dann vorsichtig nach und strich Catherine die Haare aus dem Gesicht.
    „Er hat mich abgeholt… und am nächsten Morgen bin ich neben ihm aufgewacht. In seinem Haus… in Paris“, meinte Catherine und ich sah sie betroffen an.
    „Dieses Schwein!“, knurrte ich.
    Das würde Konsequenzen haben. Dieses Mal würde er nicht so leicht davonkommen. Ich würde ihn umbringen!
    „Es tut mir so leid, Catherine.“, meinte ich und ärgerte mich über mich selbst.
    Wieso hatte ich das nur nicht mitbekommen!
    „Ich hätte besser auf dich aufpassen müssen, es tut mir so leid“, meinte ich und Catherine hob ihren Kopf und sah mich verwundert an.
    „Es ist doch nicht deine Schuld. Niemand konnte wissen, dass er plötzlich hier auftaucht“, sagte sie und ich wischte ihr die Tränen aus ihrem Gesicht.
    „Das wird er büßen, das schwöre ich dir“, meinte ich ernst und Catherine legte ihren Kopf an meine Brust.
    Ich strich ihr sanft über die Haare und langsam beruhigte sie sich wieder.
    Sie hörte auf zu zittern und ihr Körper entspannte sich ein wenig.
    Nach einer Weile war sie eingeschlafen und ich hob sie in ihr Bett.
    Ich deckte sie vorsichtig zu und verweilte dann noch ein paar Minuten an ihrer Bettkante, bevor ich das Zimmer verließ.
    Ich holte meinen Besen und stieg zur Eulerei hoch, um von dort aus ungesehen nach Hogsmeade fliegen zu können.
    Von dort aus apparierte ich zu einem Bekannten von meiner Familie, der ich Stockholm wohnte.
    Er war in der Wirtschaftsbranche tätig und hatte gute Connections.
    Außerdem hatte ihn mein Vater mal finanziell aus der Patsche geholfen und seitdem tat er meiner Familie öfter mal einen Gefallen. Freiwillig oder nicht, es war auf jeden Fall sehr praktisch und mehr als nützlich für mein Vorhaben.
    Ein Hauself öffnete mir die Tür und sah mich fragend an:
    „Ja?“
    „Jag heter Draco Malfoy“, meinte ich und erklärte dem Geschöpf, dass ich zu Olaf wollte.
    Der Hauself nickte und führte mich zum Büro.
    „Draco. Was machst du denn hier?“, meinte Olaf überrascht und bot mir einen Platz an.
    „Ich müsste dich um einen Gefallen bitten“, sagte ich und er stöhnte.
    „Du weißt, was mein Vater für dich getan hat? Ohne ihn wärst du jetzt im finanziellen Ruin“, sagte ich und er nickte schnell.
    „Natürlich, natürlich. Wie könnte ich das jemals vergessen?“
    Ich sah ihn zufrieden an und er seufzte.
    „Nun, was kann ich für dich tun?“
    „Du hast doch gute Beziehungen mit den ganzen Bankenmanagern, nicht wahr?“, meinte ich und Olaf nickte misstrauisch.
    „Nun, dann könntest Du ja ein paar Informationen für mich besorgen“, sagte ich.
    „Über wen denn?“, wollte Olaf wissen und sah mich nicht gerade begeistert an.
    „Lucas DeMaquiére“, antwortete ich und Olaf verzog sein Gesicht.
    „Der ist ein hohes Tier im Ministerium, das ist dir doch bewusst, oder?“
    „Mein Vater hat einen höheren Status, aber das ist dir ja bewusst, oder irre ich mich da?“, meinte ich und warf Olaf bedrohliche Blicke zu.
    „Natürlich nicht“, sagte dieser schnell.
    „Gut, wenn du was Verwertbares gefunden hat, dann gib mir Bescheid“, sagte ich und Olaf nickte.
    Ich verabschiedete mich und machte mich dann eilig wieder auf den Rückweg nach Hogwarts.
    Glücklicherweise war meine Abwesenheit unbemerkt geblieben und ich legte mich in mein Bett und dachte über Lucas nach.
    Dieser Mistkerl hatte es tatsächlich gewagt Catherine etwas anzutun. Ich würde am liebsten sofort nach Frankreich apparieren und diesen Mistkerl eigenhändig umbringen!
    Ich seufzte und machte mich dann auf den Weg in die Bibliothek.
    Zu Catherine konnte ich jetzt nicht mehr, da der Gemeinschaftsraum jetzt wohl total voll war.
    Und ich konnte da ja nicht einfach freundlich winkend durchgehen.
    Außerdem war da ja Gildert. Hoffentlich kümmert der sich gut um Catherine, dachte ich und betrat die Bibliothek.

Kommentare (12)

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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️)
vor 97 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo (98044)
vor 235 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter (28646)
vor 407 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 (83036)
vor 424 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 (68191)
vor 492 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 (68191)
vor 492 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy (82755)
vor 495 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange (13869)
vor 705 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana (42077)
vor 740 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀 8512;😀😀😊
Angel 😇 (54442)
vor 741 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili (41624)
vor 885 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich (27335)
vor 1193 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!