Woher, wohin 30

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1 Kapitel - 2.250 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.421 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


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Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1
    Ein unerwünschter Gast

    Catherine

    Ich sah überrascht von meinem Buch auf. Wer kam denn jetzt noch?
    Meine Eltern waren nicht da, meine Geschwister auch nicht und ich hatte keinen eingeladen.
    Ich stand auf und ging in den Flur. Wahrscheinlich war es Sarah, die mal vorbeischauen wollte.
    Hokey, eine unserer Hauselfen, war schon auf dem Weg zur Tür und ich ging wieder in mein Zimmer.
    Ich legte mich wieder auf mein Bett und las mein Buch weiter.
    Slyclaw, eins meiner Lieblingsbücher.

    Plötzlich hörte ich Hokeys aufgebrachte Stimme.
    „Nein, tut mir leid. Wenn Sie sich nicht angekündigt haben, kann ich sie auch nicht rein lassen, Sir.“
    „Jetzt lass mich schon durch, du kleiner, dreckiger Hauself.“
    Ich stand auf, zog mir einen Bademantel über mein Nachthemd an und ging zur Treppe.
    „Was ist hier los, Hokey?“ Ich sah die kleine Hauselfe fragend an.
    „Dieser Herr hier meinte, er will zu Ihnen.“
    Ich sah zur Tür und starrte geschockt auf den Mann, der da ungeduldig mit dem Fuß wippend stand.
    „Was machst du denn hier?“, fragte ich und sah Lucas kühl an.
    „Na was wohl! Ich will zu dir, aber diese unwürdige Kreatur-“
    „Das ist Hokey und sie ist bestimmt keine unwürdige Kreatur.“, unterbrach ich ihn wütend.
    „Wie auch immer. Und jetzt lass mich bitte rein.“, sagte Lucas freundlich lächelnd.
    „Meine Eltern sind nicht da.“, sagte ich.
    „Ich wollte auch zu dir. Ich hab dich vermisst.“
    Das konnte er sich jetzt auch sparen. Er hatte mich schon zweimal hinter seine Fassade blicken lassen und das würde ich mit Sicherheit so schnell nicht mehr vergessen.
    „Miss?“, Hokey sah mich unsicher an.
    „Lass ihn rein Hokey.“
    Die Hauselfe nickte und Lucas trat in die Eingangshalle.
    Ganz wohl war mir dabei nicht, aber diesmal hatte ich meinen Zauberstab griffbereit.
    Lucas kam lächelnd die Treppe rauf, doch ich bedeutete ihm stehen zu bleiben.
    „Wir gehen ins Wohnzimmer.“, sagte ich bestimmt und ging die Treppe runter.
    „Geh in die Küche. Ich rufe, wenn ich dich brauche.“, sagte ich zu Hokey gewandt, als ich an ihr vorbeiging.
    Ich ging ins Wohnzimmer und bedeutete Lucas sich zu setzen.
    „Warte hier, ich bin gleich wieder da. Willst du etwas trinken?“, meinte ich.
    Lucas nickte und ich rief nach Hokey.
    „Mach uns doch zwei Kaffee.“, sagte ich zu ihr.
    Hokey nickte und verschwand wieder in der Küche.
    Ich ging die Treppe rauf, in mein Zimmer und zog mir schnell was an.
    Im Nachthemd würde ich mich Lucas bestimmt nicht präsentieren.
    Ich nahm noch schnell meinen Zauberstab und versteckte ihn unter meinem Shirt, dann ging ich wieder ins Wohnzimmer. Lucas saß in einem Sessel und auf dem Tisch standen bereits zwei Tassen Kaffee.
    „Ich hab dir was mitgebracht.“ Er stand auf und überreichte mir einen riesigen Strauß Rosen.
    „Danke.“, sagte ich und nahm den Strauß. Lucas wollte mich küssen, doch ich stieß ihn weg.
    „Entschuldige.“ Er sah betreten zu Boden und ließ sich dann wieder in den Sessel fallen.
    „Wieso tust du das?“, fragte ich und setzte mich in den Sessel gegenüber von ihm.
    Wieso war er abwechselnd so nett, das ich ihn beinahe mochte und dann wieder so… so beherrschend.
    „Was?“ Lucas sah mich fragend an.
    „Ach nichts.“
    Ich nahm meine Tasse und trank einen Schluck daraus.
    Lucas starrte an mir vorbei und rührte gedankenverloren in seinem Kaffee.
    Wieso war er nur so still? Nachdem was letztes Mal passiert war, hatte ich mit einem Ausraster gerechnet.
    Aber vielleicht war das hier ja nur die Ruhe vor dem Sturm?
    Irgendetwas war in der Luft, da war ich mir sicher.
    Ich blickte vorsichtig zu Lucas, der jetzt wie gebannt in seine Tasse starrte.

    „Weswegen bist du hier?“, ergriff ich schließlich das Wort.
    Lucas antwortete nicht gleich, sagte dann aber schließlich:
    „Ich wollte dich sehen. Mit dir reden.“
    Ja dann, schieß los.
    Ich sah ihn erwartungsvoll an und er fuhr fort.
    „Es… Ich wollte mich entschuldigen. Ich weiß, es ist nicht leicht für dich. Du sollst einen völlig Fremden heiraten. Und noch dazu tut dieser Fremde nicht gerade alles, um dein Herz für sich zu gewinnen.“
    In mir keimte ein kleiner Funke Hoffnung auf, dass Lucas sich vielleicht noch ändern würde. Aber das hieß nicht, dass ich ihn heiraten würde!
    „Aber du musst mich doch verstehen. So geht es nun mal zu in unseren Kreisen, das müsstest du doch eigentlich wissen.
    Du bist meine Frau, du musst mir gehorchen. Ich kann nicht zulassen, dass du mich in der Öffentlichkeit blamierst. Versteh das doch.
    Benimm dich doch einfach entsprechend. Das würde einiges leichter machen, du wirst sehen.
    Ich werde dir ein guter Ehemann sein; ich kann dir viel bieten.
    Vorausgesetzt du erfüllst deine Pflichten.
    Es ist doch so einfach.
    Ich biete dir ein gutes Leben. Es wird dir an nichts fehlen und du wirst den Einfluss meines Namens genießen.
    Du musst mir nur eine gute Frau sein. Und dazu gehört auch, mir nicht deine körperlichen Dienste zu verweigern.“
    Ich konnte nicht glauben, was er da sagte!
    Er glaubte doch nicht wirklich, dass ich sein braves Ehefrauchen spielen würde, ihm alles hinterhertragen würde und er nebenbei auch noch regelmäßig mit mir schlafen könnte.
    Das konnte er vergessen! Und ich glaubte, das wusste er genauso gut wie ich.
    Ich stellte meine Tasse auf den Tisch und legte meine Hand schon mal vorsichtshalber in die Nähe meines Zauberstabes.
    „Ist dir eigentlich klar, was du da gerade gesagt hast?“
    Ich stand aufgebracht auf.
    Lucas erhob sich ebenfalls und es erschreckte mich jedes Mal wieder wie groß dieser Kerl war.
    Ich blickte zu ihm hinauf und er sah mich durchdringlich an.
    „Bitte, mach es mir doch nicht so schwer. Ich bin eigentlich nicht so, aber du zwingst mich dazu.“, sagte er kühl.
    „Ich zwinge dich dazu!“
    Ich war außer mir, wusste dieser Kerl eigentlich was er da gerade sagte?
    „Jetzt hör mir mal zu! Wenn du mich schon so unbedingt heiraten willst, dann solltest du nett zu mir sein. Aber ich werde dich nicht heiraten! Das kannst du vergessen! Ich war von Anfang an dagegen und du hast auch nichts unternommen, um meine Meinung zu ändern. Im Gegenteil!“, fuhr ich ihn an.
    Lucas sah mich ungläubig an wurde mit jedem Wort, das ich sagte wütender.
    „Und jetzt geh!“
    „Ich werde nicht gehen.“, sagte Lucas bedrohlich leise und funkelte mich mit seinen schwarzen Augen zornig an.
    Ich wich einen kleinen Schritt zurück und versuchte, mich zu beruhigen.
    Es gab keinen Grund Angst zu haben. Ich hatte meinen Zauberstab bei mir.
    Ich atmete tief durch und blickte ihm dann direkt in seine Augen.
    „Ich gehe nicht.“, wiederholte er jetzt schon ein wenig lauter.
    „Ist alles in Ordnung?“
    Ich drehte mich um und erblickte Hokey, die in der Tür stand und mich besorgt musterte.
    „Ja, Lucas wollte gerade gehen. Du kannst wieder in die Küche gehen. Aber bleib in der Nähe, falls ich dich noch einmal brauche.“
    Sicher war sicher.
    „Sehr wohl, Miss.“, sagte Hokey und verschwand im Flur.
    Ich wendete mich wieder Lucas zu.
    „Du bist mir versprochen. Du tust gefälligst, was ich sage!“, keifte er mich an.
    Pah!
    „Ich werde dich nicht heiraten!“, fauchte ich.
    Ich nahm meinen Verlobungsring vom Finger und schmiss ihn ihm entgegen.
    „Und den kannst du auch wieder haben.“
    „Wie kannst du es wagen…“ Lucas war außer sich vor Wut.
    Sag mal, war der denn von allen guten Geistern verlassen?
    Ich wusste ja nicht, was der meinen Eltern vorgespielt hatte, aber mir konnte er nichts vormachen.
    „Sag mal, was geht denn mit dir? Du führst dich auf wie der letzte Freak!“
    Auch wenn Lucas drei Köpfe größer war als ich, jetzt reichte es mir endgültig.
    Ich stemmte meine Hände in meine Hüften und starrte ihn wutentbrannt an.
    „Dass du es wagst, so mit mir zu reden! Ich sollte dir mal ein bisschen Respekt einflößen, was!“, sagte Lucas und schien fast belustig zu sein.
    Ich starrte ihn ungläubig an und er kam langsam auf mich zu.
    Er hob den Ring auf und packte meine Hand. Er steckte mir den Ring wieder an den Finger und holte seinen Zauberstab raus.
    Er tippte den Ring an und steckte ihn wieder weg.
    Dann ging er ein paar Schritte zurück und musterte mich zufrieden.
    Doch nach wenigen Sekunden kam er wieder auf mich zu.
    „Wage es ja nicht.“, sagte ich bedrohlich leise, doch er ließ sich nicht einschüchtern.
    Im Gegenteil.
    Er belächelte mich nur und nahm mich dann in seine Arme.
    Ich drückte ihn weg, aber er presste seine Lippen auf die meinen.
    Ich griff nach meinem Zauberstab, aber ehe ich auch nur daran denken konnte „Stupor“ zu sagen, riss er mir ihn schon aus der Hand.
    „Was haben wir denn da schönes?“
    Er drehte den Zauberstab in seinen Händen und richtete ihn dann auf die Tür.
    „Claudio!“
    Die Tür schloss sich und ich blickte ihn panisch an.
    Er lächelte und warf dann meinen Zauberstab auf den Boden.
    „Der wird dir nicht viel nützen.“, sagte er und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
    Er küsste meinen Hals.
    „Damit dein Freund nicht auf dumme Gedanken kommt.“, sagte er dann.
    Ich sah in den Spiegel, der an der gegenüberliegenden Wand hing und betrachtete entsetzt den Knutschfleck an meinem Hals.
    Ich fühlte mich wie ein Vieh, das gebrandmarkt worden war.
    Ich schubste ihn von mir weg und er sah mich amüsiert an.
    „Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich den Auftritt deines Freundes einfach so vergesse.“, meinte er.
    „Er ist nicht mein Freund.“, sagte ich.
    „Lüg mich nicht an!“ Lucas sah mich zornig an.
    „Wie heißt er?“
    „Draco Malfoy.“, sagte ich trotzig.
    „Malfoy… Das habe ich mir schon fast gedacht. Wenn er dich noch einmal anfasst-“
    „Er ist nicht mein Freund, also brauchst du ihm auch nicht zu drohen.“, unterbrach ich ihn.
    „Lüg mich nicht an!“, schrie er und gab mir eine Ohrfeige.
    Ich taumelte ein paar Zentimeter nach hinten und sah ihn dann fassungslos an.
    „Was erlaubst du dir eigentlich?“, fuhr ich ihn an.
    „Ich nehme mir nur das, was mir zusteht.“, sagte er und zog mich zu sich hin.
    Ich hob mein Bein und traf ihn genau da hin, wo’s am meisten wehtat.
    Lucas keuchte auf und ging zu Boden.
    Doch wenige Sekunden später hatte er sich schon wieder aufgerichtet und sah mich wütend an.
    Ich warf ihm eisige Blicke zu und richtete meinen Zauberstab, den ich inzwischen aufgehoben hatte, auf ihn.
    „Tu das Ding weg!“, brüllte Lucas mich an.
    „Nein!“, sagte ich und lächelte ihn zuckersüß an.
    „Was grinst du denn so dämlich?“, fragte Lucas aufgebracht.
    „Ich freu mich nur auf das, was gleich passieren wird.“, sagte ich immer noch lächelnd.
    „Was?“, meinte Lucas verwirrt.
    „Was ha-“
    Doch weiter kam er nicht.
    Ich rief „Stupor!“ und Lucas wurde an die Wand geschleudert.
    „Und wenn du jetzt bitte gehen würdest.“, sagte ich.
    Lucas rappelte sich auf, sah mich wütend an und verließ das Zimmer.
    „Das wirst du mir büßen!“

    Ich ging in mein Zimmer und legte mich in mein Bett.
    Ich hätte ihn nicht reinlassen dürfen.
    Plötzlich klopfte jemand an meine Tür und ich fuhr erschrocken hoch.
    „Ja, bitte?“, sagte ich und griff nach meinem Zauberstab.
    Hokey kam in den Raum und sah mich besorgt an.
    „Ist alles in Ordnung, Miss? Ich wollte vorhin nach Ihnen sehen, aber die Tür war abgeschlossen.“, sagte sie.
    „Alles in Ordnung.“, meinte ich.
    Hokey nickte und verließ das Zimmer.
    Es war alles in bester Ordnung. Zumindest fürs Erste.





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