Woher, wohin 27

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1 Kapitel - 4.290 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.622 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1
    Wenig später in der ersten Ferienwoche

    Eine böse Überraschung


    „Was ist los?“ Ich sah meine Eltern misstrauisch an, doch sie wichen meinen Blicken aus.
    „Mama?“
    „Hör zu Catherine, deine Mutter und ich haben eine wichtige Entscheidung für dich getroffen.“, meinte mein Vater mit ruhiger Stimme. Oje, das hörte sich gar nicht gut an.
    Er nahm meine Hand und fuhr fort.
    „Du wirst dich verloben, mit Lucas De Maquière.“
    Was?
    „Das ist nicht dein Ernst!“, sagte ich entsetzt.
    „Doch Catherine. De Maquière ist ein angesehener Mann und er wird gut für dich sorgen.“, meinte mein Vater.
    Das konnte er doch nicht tun. Ich war entsetzt, damit hatte ich bestimmt nicht gerechnet. Doch in diesem Moment wurde mir klar, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit gewesen war. Wir waren Reinblüter und da ist es nun mal üblich verheiratet zu werden. Aber ich hatte trotzdem irgendwie gehofft, meine Eltern wären anders.
    „Ich werde De Maquière nicht heiraten, Papa.“, sagte ich und verschränkte meine Arme.
    „Es tut mir leid Catherine, ich weiß wie du dich jetzt fühlen musst, aber Lucas De Maquière ist ein angesehener und gutmütiger Mann, der dich auf Händen tragen wird.“
    „Das macht es auch nicht besser.“, sagte ich trocken.
    „Du kannst uns vertrauen, wir haben den Richtigen ausgesucht.“, meinte meine Mama. Sie sah mich immer noch nicht an.
    Den Richtigen? Woher wollen meine Eltern wissen wer der Richtige für mich ist? Ich mein, wo waren wir denn? Im Mittelalter!
    „Ich kenne diesen De Maquière doch überhaupt nicht!“, warf ich ein.
    „Er arbeitet im Ministerium. Er hat eine sehr hohe Position in der Abteilung für Strafverfolgung und ist sehr einflussreich.“
    „Darum geht es also. Er hat Geld!“, sagte ich aufgebracht.
    „Das ist nicht wahr!“ Mein Vater sah mich verärgert an.
    „Wir wollen nur das Beste für dich und Lucas De Maquière genießt einen sehr guten Ruf.“, sagte meine Mutter.
    Ich war immer noch fassungslos und starrte die beiden wütend an.
    „Wie alt?“, fragte ich dann.
    „Catherine, ich-“, fing mein Vater an.
    „Wie alt?“
    „Er ist ein wenig älter als du.“
    Ich sah meinen Vater finster an.
    „32.“
    32? Ich war gerade mal 15!
    „Ich heirate doch keinen 32- jährigen!“
    „32 ist ein gutes Alter, Catherine.“
    Ich sah meinen Vater fassungslos an.
    „Aber ich-“
    „Keine Widerrede! Du wirst De Maquière heiraten!“, meinte meine Vater energisch.
    „Das kannst du vergessen!“, sagte ich und stapfte wütend aus dem Raum.
    Ich ging die Treppe hoch und schlug meine Zimmertür hinter mir zu.
    Ich heirate doch keinen Mann, den ich noch nie gesehen habe!
    Was dachten sich meine Eltern überhaupt dabei?
    Außerdem war der Kerl viel älter als ich.
    Er hatte Geld, toll, ich konnte mir aber schon genau vorstellen, was er sonst noch zu bieten hatte: einen Bierbauch, ein immer kahler werdender Kopf,… pah!
    Ich legte mich in mein Bett und verschränkte meine Arme hinter meinem Kopf.
    So gern ich meine Eltern auch hatte, ich würde bestimmt nicht einer Zwangsehe zustimmen.

    Ein lautes Klopfen lies mich hochschrecken. Ich musste wohl eingeschlafen sein.
    Ich setzte mich auf und mein Vater kam in mein Zimmer.
    Er setzte sich neben mich auf mein Bett und sah mich einfühlsam an.
    „Hör zu Catherine. Deine Mutter und ich wollen nur das Beste für dich und wir hätten De Maquière nicht ausgesucht, wenn er nicht geeignet für dich wäre.“
    „Aber ihr könnt mich doch nicht einfach verheiraten! Ich bin doch noch viel zu jung, um zu heiraten.“
    „Was redest du denn da? Du bist genau im richtigen Alter. Außerdem müsst ihr euch ja erst einmal verloben, es wird noch einige Zeit dauern, bis er dich ehelichen wird.“, erwiderte mein Vater.
    „Aber ich kenne diesen De Maquière doch nicht mal.“, warf ich ein.
    „Er wird uns morgen einen Besuch abstatten. Er will dich kennen lernen. Warte doch erst einmal ab, wie du morgen von ihm denkst und dann können wir noch einmal darüber reden. Das heißt aber nicht, dass ich meine Meinung ändern werde.“
    Ich nickte widerwillig und mein Vater ging wieder.
    Ich stand auf und beschloss zu Sarah zu apparieren, um ihr von dem Plan meiner Eltern zu erzählen.


    Ich klingelte an der Tür meiner besten Freundin und es dauerte nicht lange, da machte mir ihr Vater auch schon auf.
    „Hallo, ich würde gerne zu Sarah.“, sagte ich und lächelte ihn freundlich an.
    „Sie ist in ihrem Zimmer.“
    Ich trat ein und ging die Treppe hoch. Schon auf der ersten Stufe konnte ich laute Stimmen vernehmen.
    Als ich im Flur war konnte ich erkennen, dass sie Sarah und ihrer Schwester gehörten. Sie schienen sich wohl über irgendetwas zu streiten.
    „Maaaan, du bist voll doof.“, sagte Sandra gerade.
    „Aja, könntest du jetzt bitte mein Zimmer verlassen.“, erwiderte Sarah etwas gelangweilt.
    „NEIN!“, schrie Sandra, „ich gehen nicht vor du mir gesagt, wo Film ist.“
    „Ich gebe dir diesen Film nicht, okay? Und jetzt geh endlich.“
    „Woah, nein! Ich will aber haben!“
    „Gib es uns!“, sagte eine dritte Stimme. „Sandy und ich wollen jetzt Film schauen!“
    „Ich wüsste nicht, warum ich dir meine Sachen geben sollte, Anna-Lena.“, kam es von Sarah.
    „Jetz gib!“, schrien die beiden im Chor.
    „Du dummer Kuh!“, fügte Sandra noch hinzu.
    „Du bin genauso doof als deine Freund Hally.“, meinte Anna-Lena.
    „Erstens heißt er Harry und zweitens RAUS.“, meinte Sarah jetzt schon ein wenig energischer.
    „Nein!“, kreischten die beiden. „Jetz geb hier, du Hure!“
    „Jetz reicht es aber!“, kam es von Sarah.
    „Mein Freund wird dich weh tun.“
    Jetz kam mir endgültig das Lachen aus.
    „Welcher denn?“, meinte Sarah.
    „Murat.“ In Anna-Lenas Stimme schwang großer Stolz mit.
    „Ach, Fabi hat dich schon wieder verstoßen oder was?“
    „Maan, das is ja schon ewig her.“, meinte Sandra.
    „Fabi war nach der Leni mein Freund, aber jetzt nicht mehr.“
    „Aja.“, kam es von Sarah.
    „Ja. Nach dem Fabi kam der Chris, dann kam der Ali. Der Ali hat mich sitzen lassen, genau wie der Chris, aber das macht nichts, weil ich dann den Markus kennen gelernt hab. Nachdem mich der Markus nicht mehr wollte, bin ich zu dem Kevin gegangen und dann wollte der Andi mal ran.“, erklärte Anna-Lena.
    „Also wird Andi dir hauen!“, sagte Sandra.
    „Ne, Andi hat mir vorhin geschrieben, dass er mich nicht mehr will.“
    „Oh.“, meinte Sandra mitfühlend.
    „Aber das macht nichts.“
    „Wieso?“
    „Weil ich jetz mit Ladimir zusammen bin.“
    Sie meinte wohl Wladimir.
    „Cool.“, sagte Sandra ehrfürchtig.
    Ich lachte immer noch und klopfte an die Tür.
    „Ist er das etwa schon?“, meinte Sarah spöttisch.
    „Jaha. Er ist ein Medium. Er kann dunkelsehen.“, sagte Anna-Lena.
    „Boah Alter!“, sagte Sandra.
    Ich öffnete die Tür und betrat Sarahs Zimmer.
    „Ist er das?“ Sandra sah mich fragend an.
    „Ich bin mir nicht sicher.“, kam es von Anna-Lena, „aber ich glaube auf dem letzten Bild von ihm sah er anders aus.“
    „Das ist meine Freundin, ihr Idioten.“, meinte Sarah.
    „Stimmt, das nicht können gar Ladimir sein.“, meinte Anna-Lena.
    „Waso?“
    „Boah, Alte, der is voll definitiv, ich sags dir.“
    „Definitiv was?“, fragte Sarah.
    „Ja, definitiv halt.“
    Anscheinend hielten die beiden definitiv für ein Adjektiv.
    „Raus jetz.“, meinte Sarah und die beiden verließen schimpfend das Zimmer.

    „Was war denn das gerade?“, meinte ich und machte mich auf Sarahs Bett breit.
    „Die wollten sich einen Film ausleihen.“, sagte Sarah.
    „Und du willst ihn ihnen nicht ausleihen?“
    „Nachdem was sie mit meinem letzten Film gemacht haben, nicht.“
    Ich sah sie fragen an.
    „Sie haben die DVD in die Mikrowelle, weil sie dachten, man müsse sie erst warm machen.“
    Okay.
    „Und, was gibt’s?“, meinte Sarah.
    „Meine Eltern wollen mich verheiraten.“
    „Was?“
    „Ja. Ich soll Lucas De Maquière heiraten.“
    „Wen?“
    „Er arbeitet im Ministerium in der Abteilung für Strafverfolgung.“
    „Wie alt ist der denn bitte?“
    „32.“, sagte ich trocken.
    „32? Meinen deine Eltern nicht, dass das ein wenig zu alt ist?“
    „Im Gegenteil. Und dass ich erst 15 bin, scheint sie auch nicht zu interessieren.“
    „Aber sie können dich doch nicht einfach verheiraten!“, sagte Sarah aufgebracht.

    „Silivia!“, kam es von Gang. Die Tür wurde aufgerissen und Sandra mit Anna-Lena im Schlepptau standen im Zimmer.
    „Kannst uns zeigen, wie man Muffeln macht?“, fragte Sandra.
    „Muffeln?“ Ich sah Sarah fragend an.
    „Waffeln.“, übersetzte sie.
    „Nein, jetzt nicht.“
    „Schlambe!“, schrie Sandra und die beiden verließen wütend das Zimmer.
    „Komm, wir gehen ins Wohnzinimmer und machen überall die Loros zu.“, sagte Anna- Lena noch.
    Das war wohl ihr Masterplan, den sie verfolgten.

    „Ich werde diesen Kerl nicht heiraten!“, sagte ich und sah Sarah an.
    „Deine Eltern müssen doch einsehen, dass sie das nicht bringen können.“
    „Das glaube ich kaum. Sie haben ihn eingeladen. Er kommt morgen vorbei, damit ich ihn kennenlernen kann.“
    „Du kannst gern bei mir bleiben. Deine Eltern müssen ja nicht wissen, dass du hier bist.“, sagte Sarah.
    „Nein, ich werde morgen da sein und ihn mir mal anschauen. Vielleicht ist er ja gar nicht so schlimm. Aber ich werde ihn trotzdem nicht heiraten! Und das werden meine Eltern einsehen müssen.“
    Sarah nickte und ich stand auf.
    „Ich geh dann mal wieder.“
    Sarah begleitete mich zur Tür und ich zog meine Jacke an.
    „Wir sehen uns dann morgen.“, sagte ich.
    Ich wollte gerade die Tür öffnen, als plötzlich Sandra und Anna- Lena aus dem Flur gestürmt kamen.
    „Was machst du denn noch hier?“, meinte Sarah an Anna-Lena gewandt.
    „Ich unternachte hier.“, erklärte sie.
    „Aja.“, sagte Sarah alles andere als erfreut.
    „Viel Spaß dann noch.“, sagte ich und ging.



    Am nächsten Abend kam, wie angekündigt, Lucas.
    Ich wartete schon seit einer gefühlten Ewigkeit im Wohnzimmer, als es endlich klingelte.
    Ich erhob mich von meinem Sessel und da schritt auch schon Lucas durch die Tür.
    Ich hatte beschlossen fürs erste Mal freundlich zu ihm zu sein, also lächelte ich ihn an.
    Er ging auf mich zu und nahm meine Hand. Er hauchte einen Kuss auf meinen Handrücken und stellte sich freundlich lächelnd vor:
    „Hallo. Ich bin Lucas De Maquière.“
    „Catherine Kensick.“
    „Sehr erfreut.“, meinte er.
    Ich bot ihm einen Platz an und er ließ sich in einem der großen Sessel nieder.
    Meine Eltern setzten sich zu uns und meine Mutter lächelte mich aufmunternd an.
    Da ich immer noch sauer war, warf ich ihr finstere Blicke zu und wendete mich dann Lucas zu.
    Ich musterte ihn verstohlen und musste zugeben, dass er echt nicht schlecht aussah. Im Gegenteil. Er war groß, breitschultrig und er hatte braune Haare, die ein wenig vom Wind zerzaust waren. Seine Augen waren dunkelbraun, so dunkel, dass sie fast schwarz zu sein schienen.
    Er sah unheimlich gut aus, auch wenn er schon 32 war.
    Doch irgendwie machte er mir ein wenig Angst. Er lächelte mich zwar nett an, jedoch hatte er irgendetwas Bedrohliches an sich, das sich vor allem in seinen dunklen Augen widerspiegelte.
    Aber ich verwarf diese Gedanken, schließlich hatte Lucas einen sehr guten Ruf und schien auch wirklich nett zu sein.
    Er unterhielt sich gerade mit meinen Eltern über meine Noten, meine Schulfächer und meine späteren Absichten.
    Nach der zweiten Tasse Tee stand er auf und hielt mir seine Hand hin.
    „Ich denke es ist Zeit, dass wir mal ein wenig allein sind und uns besser kennen lernen.“, meinte er.
    Ich stand auf und nahm seine Hand, auch wenn es mir ein wenig wiederstrebte, da wir uns seit gerade mal einer Stunde kannten.
    „Zeig Lucas doch das Haus.“, meinte mein Vater.
    Ich nickte und wir gingen die Treppe hoch.
    Obwohl eigentlich ich ihm das Haus zeigte, ging er voraus und bestimmte die Richtung.
    Wiederstrebend folgte ich ihm.
    Wir folgten den langen Flur und er öffnete eine Tür zu unsrer rechten.
    Wir traten ein und er sah sich um.
    „Das ist das Kaminzimmer.“, sagte ich.
    Lucas nickte und zog mich in das nächste Zimmer.
    „Was machst du eigentlich so in deiner Freizeit Catherine?“, fragte er als wir in einem der Gästezimmer waren.
    „Naja, ich unternehme viel mit meinen Freunden. Wir gehen oft nach Hogsmeade.“, sagte ich.
    „Deine Freunde, wer ist das?“
    „Ich denke nicht, dass du die kennst.“, sagte ich etwas unsicher.
    „Wie heißen sie?“ Lucas sah mich ungeduldig an.
    „John, Sarah, Tracey,…“, zählte ich auf.
    Lucas nickte und meinte: „Was machst du sonst noch?“
    „Ich spiele Quidditch.“, antwortete ich nach kurzem Überlegen.
    „Welche Position?“, fragte er weiter.
    Ich kam mir vor, wie bei einem Verhör.
    „Treiber.“
    „Es gehört sich nicht für eine junge Dame einen solchen Sport zu treiben.“, sagte er und zog mich wieder in den Flur.
    Ich sah ihn aufgebracht an und wollte gerade etwas erwidern, als er meine Hand los ließ und mich fragte, in welchem Zimmer wir uns jetz befänden.
    „Äh, Arbeitszimmer.“, sagte ich.
    Lucas stand mit dem Rücken zu mir und sah sich interessiert um.
    Dann drehte er sich plötzlich um und sah mir tief in die Augen.
    „Du bist sehr hübsch, Catherine.“, sagte er und lächelte mich an.
    Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und erwiderte einfach nur sein Lächeln.
    Er ging zum Fenster und bedeutete mir, ihm zu folgen. Ich stellte mich neben ihn und wir blickten in den dunklen Himmel.
    Es war inzwischen schon dunkel geworden und der schwarze Himmel war mit Sternen übersäht.
    „Die Nacht ist schön nicht wahr?“, sagte Lucas ohne seinen Blick vom Fenster abzuwenden.
    „Ja“, antwortete ich stockend und sah ihn vorsichtig von der Seite an.
    Lucas starrte immer noch in den dunklen Nachthimmel, drehte dann aber seinen Kopf zu mir und lächelte mich freudig an.
    „Dürfte ich denn die anderen Zimmer auch noch sehen?“
    „Ähm, ja. Natürlich.“
    Ich ging aus dem Zimmer und er folgte mir.
    Ich ging zur übernächsten Tür und öffnete sie.
    Doch Lucas blieb vor einer anderen stehen und sah mich fragend an.
    „Was ist das für ein Zimmer?“, wollte er wissen.
    Es war mein Zimmer und ich hatte es bewusst ausgelassen, da ich nicht wollte, dass er es sah. Darin waren einfach all meine persönlichen Sachen und wir kannten uns noch nicht gut genug, als dass er diese sehen sollte.
    „Ach, das ist nur-“, fing ich an, doch Lucas öffnete die Tür und trat ein.
    Ich schloss ärgerlich die Tür, vor der ich gerade stand und folgte ihm in mein Zimmer.
    Lucas stand in der Mitte des Raums und sah sich gründlich um. Er beäugte jede einzelne Sache und es schien, als wollte er nichts übersehen, auch wenn es noch so unbedeutend war.
    „Was ist das?“, fragte er schließlich.
    Ich folgte seinem Blick.
    „Ach das, das ist mein Handy.“, sagte ich.
    Lucas sah mich fragend an.
    „Das ist eine Muggelerfindung, die aber ziemlich praktisch ist, da ich damit mit meiner Freundin reden kann.“, erklärte ich.
    „Ist diese Freundin etwa … ein Muggel?“
    „Nein, aber ihr Vater.“
    „Sag, wie heißt diese Freundin?“, meinte Lucas und seine Stimme hatte einen abfälligen Unterton.
    „Sarah.“
    „Ist das etwa die Sarah, die du vorhin schon einmal erwähnt hast?“
    Ich nickte. Wenn er ein Problem mit Halbblütern hatte, dann würde er auch ein Problem mit mir haben, das konnte ich ihm gleich sagen.
    Doch ich beschloss erst einmal abzuwarten, was er jetzt sagen würde.
    Ich sah ihn gespannt an, doch er sagte gar nichts.
    Er ging zu dem Tisch, nahm das Handy und warf es in den Müll.
    „Wenn du mit mir zusammen bist, brauchst du so etwas nicht.“, meinte er dann bestimmt.
    Ich sah ihn wütend an, doch er ignorierte meine Blicke einfach und ließ sich auf einem Stuhl nieder.
    „Ich wüsste nicht, dass ich dir einen Platz angeboten hätte.“, sagte ich kühl.
    Lucas stand wieder auf und meinte dann: „Dürfte ich mich denn auf diesen Stuhl setzen?“
    Ich nickte kühl.
    „Möchtest du mir denn nicht Gesellschaft leisten?“
    Ich setzte mich ihm gegenüber und vermied es, ihn anzusehen.
    „Schön habt ihr es hier.“, meinte er dann.
    Ich nickte und er ließ seinen Blick erneut umherschweifen.
    „Ein Familienfoto, nehme ich an.“, sagte er dann und starrte auf das Foto auf meinem Tisch.
    „Ja, es wurde vor zwei Jahren aufgenommen.“, antwortete ich.
    „Dürfte ich es mir genauer ansehen?“, fragte Lucas höflich.
    Ich stand auf, nahm das Foto von meinem Tisch und gab es ihm.
    Er betrachtete es kurz und hielt es mir dann wieder hin.
    Ich stand auf und stellte es wieder auf den Tisch und als ich mich gerade umdrehen wollte, spürte ich wie sich plötzlich zwei Arme von hinten um meine Taille schlangen. Lucas streichelte mit seinen Fingern über meinen Unterleib und hob eine Hand an um meine Haare beiseite zu streichen. Ich wollte mich aus seiner Umarmung befreien, doch er hielt mich weiterhin fest.
    „Ich bin ein wohlhabender, erfolgreicher Mann, wie du sicher weißt.“, sagte Lucas, „das einzige, was mir noch fehlt, ist eine hübsche Frau an meiner Seite.“
    Er fing an meinen Hals zu küssen, und obwohl er total zärtlich und vorsichtig war, war es mir unangenehm.
    „Lucas, bitte.“, meinte ich, doch er machte unbeirrt weiter.
    „Nicht.“, sagte ich energisch und versuchte ihn mit aller Gewalt von mir wegzudrücken.
    Doch Lucas ließ nicht von mir ab.
    Irgendwie schaffte ich es doch, mich zu befreien und ich drückte ihn nicht gerade sanft von mir weg.
    „Was soll das?“ Ich sah ihn aufgebracht an.
    „Was ist mit dir?“, fragte Lucas und sah mich verärgert an.
    Was mit mir war? Das meinte der doch jetz nicht ernst oder!
    „Was mit mir ist?“, sagte ich und funkelte ihn böse an.
    „Ich bin dein Verlobter, ich habe das Recht auf dich.“, keifte er mich an.
    Was für einen Freak hatten denn da meine Eltern aufgegabelt!
    „Du hast gar kein Recht!“, sagte ich aufgebracht.

    „Es… es tut mir leid.“, sagte Lucas schließlich nach einem kurzen Moment des Schweigens.
    Er senkte seinen Kopf und starrte auf den Boden.
    Ich sah ihn erstaunt an, ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit.
    „Ich… ich hab nicht nachgedacht. Bitte, verzeih mir.“
    Er hob seinen Kopf und sah mich endschuldigend an.
    „Schon gut.“
    Er hatte mir zwar gerade einen großen Schrecken eingejagt und irgendwie traute ich ihm nicht so ganz, aber es schien ihm wirklich Leid zu tun.
    Er lächelte mich an und ich erwiderte sein Lächeln unsicher.
    Dann kam er zu mir, blieb aber ein paar Meter vor mir stehen.
    „Ich will dir keine Angst einjagen.“, sagte er leise.
    „Ich hab keine Angst vor dir.“, sagte ich mit fester Stimme.
    „Gut. Das ist sehr gut.“, sagte Lucas und lächelte erfreut.
    „Catherine, ich möchte dir gerne ein Angebot machen.“, meinte er immer noch lächelnd.
    „Ich denke, du wirst mir eine gute Frau sein und mit dir an meiner Seite werde ich mich bestimmt sehr wohl fühlen.“, fuhr er fort.
    Er holte aus seinem Jackett ein kleines viereckiges Kästchen, das tief azurblau blau war. Er öffnete es langsam und sah mich dabei an. Er schien kurz mit sich zu ringen und kniete sich dann vor mich hin. „Willst du mich heiraten?“, fragte er und sah zu mir hinauf.
    Ich wusste nicht, was ich jetzt sagen sollte.
    Lucas sah gut aus, war ein angesehener Mann und war auch eigentlich relativ nett.
    Aber ich wollte ihn nicht heiraten. Er war viel zu alt und irgendwie machte er mir Angst.
    Aber ich konnte jetzt schlecht ablehnen.
    „Ja“, sagte ich deshalb zaghaft.
    O Gott, wie kam ich da wieder raus.
    Lucas lächelte mich glücklich an und steckte mir den Ring an den Finger.
    Dann zog er mich in seine Arme und küsste mich.
    Ich ließ es geschehen und erwiderte seinen Kuss sogar.
    Schließlich lösten wir uns wieder voneinander und er sah mich zufrieden an.
    Ich betrachtete den Ring genauer. Er hatte eine silberne Prägung, in die ein funkelnder Diamant eingelassen war. Er musste ziemlich wertvoll sein.
    „Gefällt er dir?“, fragte Lucas.
    „Ja, er ist… er ist wunderschön.“, antwortete ich und lächelte ihn zaghaft an.
    Lucas schmunzelte und kam auf mich zu. Ich ging einen Schritt zurück, doch er kam immer näher. Jeden Schritt denn er auf mich zumachte ging ich zurück bis ich mein Bett spürte.
    Ich wusste, wenn ich jetzt nachgab, dann war alles vorbei.
    Doch das musste ich gar nicht, denn Lucas nahm mir alles ab, drückte mich ins Bett und wenige Millisekunden später war er über mich gebeugt.
    Seine schwarzen Augen sahen mich bedrohlich an und mein Herz begann wie wild zu pochen. Ich sah mich nach meinem Zauberstab um, der auf meinem Schreibtisch lag.
    „Geh runter“, meinte ich ernst, klang dabei jedoch leicht ängstlich was Lucas nicht entging. Er drückte mich mit seinen Handflächen auf meinen Schultern mehr in die weiche Matratze und begann abermals meinen Hals zu küssen.
    „Nein, bitte Lucas.“, sagte ich flehend, doch er ignorierte mich einfach.
    Ich versuchte ihn wegzudrücken, doch er war mir eindeutig überlegen.
    Er machte sich an den Trägern meines Kleides zu schaffen und zog es ein Stück weit runter.
    „Ich muss sagen, mir gefällt was ich sehe.“, sagte er und musterte mich zufrieden.
    Ich wehrte mich, doch er umklammerte meine Handgelenke mit einem festen Griff.
    Ich war ihm absolut ausgeliefert.
    Lass es schnell vorbei sein, dachte ich während er wieder meinen Hals küsste.
    „Lucas, hör auf!“, sagte ich energisch, doch er presste seine Lippen auf die meinen und umklammerte meine Handgelenke noch fester.
    Als er gerade dabei war, meinen BH zu öffnen, klopfte es plötzlich an meiner Tür.
    Lucas sah erschrocken auf und ich atmete erleichtert aus.
    „Ja bitte?“, sagte ich und ein Hauself kam in das Zimmer.
    „Oh, entschuldigen Sie bitte.“, stammelte er und sah verlegen zu Boden.
    Wenn er nur wüsste, wie froh ich über seine „Störung“ war.
    „Ihre Eltern schicken mich. Sie fragen, wann sie mit der Hausführung fertig sind.“
    „Wir sind eigentlich schon fertig, nicht wahr? Sag, wir kommen gleich.“, sagte ich schnell, bevor Lucas auch nur seinen Mund öffnen konnte.
    „Worauf wartest du denn noch?“, sagte Lucas wütend.
    Der Hauself verbeugte sich und verschwand dann eilig aus meinem Zimmer.
    Lucas wendete sich wieder mir zu und musterte mich noch einmal von oben bis unten.
    Dann ließ er mich endlich los und stand auf.
    Bevor er durch die Tür verschwand, drehte er sich noch einmal zu mir um und starrte mich an. "Ich muss deinen Körper kennen um ihn zu beherrschen.“, sagte er bestimmt und ging dann schließlich.
    Ich blickte ihm fassungslos hinterher und rieb meine schmerzenden Handgelenke, die schon ganz blau waren.
    Nach einer Weile zog ich mich wieder an und ging nach unten, Lucas war aber glücklicherweise schon gegangen.
    Ein paar Tage später

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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️ )
Abgeschickt vor 40 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo ( 98044 )
Abgeschickt vor 178 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter ( 28646 )
Abgeschickt vor 350 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 ( 83036 )
Abgeschickt vor 367 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 ( 68191 )
Abgeschickt vor 435 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 ( 68191 )
Abgeschickt vor 435 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy ( 82755 )
Abgeschickt vor 438 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 648 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana ( 42077 )
Abgeschickt vor 683 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀 8512;😀😀😊
Angel 😇 ( 54442 )
Abgeschickt vor 684 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili ( 41624 )
Abgeschickt vor 828 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich ( 27335 )
Abgeschickt vor 1136 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!