Woher, wohin 13

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1 Kapitel - 4.168 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.618 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


Hier der nächste Teil! Mein Profil: http://www.testedich.de/profil/showprofil.php


Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1
    Eine runde Angelegenheit



    Haley

    Ich hatte gestern noch Ewigkeiten auf John gewartet und war dann schließlich zu meinen Freunden gegangen, um mit ihnen den Rest der Party zu verbringen.
    Ich war gestern so glücklich gewesen, endlich war ich mit ihm zusammen. Ich war schon seit über einem Jahr in ihn verliebt und er hatte sich nun endlich auch in mich verliebt.
    Aber jetzt war ich echt sauer.
    Er hatte mich gestern einfach stehen lassen. Vielleicht gab es ja einen Grund dafür, aber er hätte mir ja wenigstens Bescheid sagen können.
    Jedoch wusste ich irgendwo tief in mir drin, dass es keinen Grund geben musste.
    John liebte mich nicht, das wusste ich.
    Er liebte immer noch seine Exfreundin und daran konnte ich nichts ändern. So sehr ich es mir auch wünschte.
    Ich seufzte und stand dann auf, um mich an zu ziehen und dann in den Gemeinschaftsraum zu gehen, wo schon reges Treiben herrschte.
    Doch von John war keine Spur.
    Ich packte meine Bücher für die ersten Stunden zusammen und ging dann in die große Halle, um zu frühstücken.
    Ich setzte mich auf meinen Platz neben Luna Lovegood und die begrüßte mich mit einem freundlichen Lächeln.
    „Hi Luna.“, meinte ich und goss mir dann ein Glas Kürbissaft ein.
    „Haley, schön dich zu sehen. Du wirkst traurig, ist alles in Ordnung?“
    Luna sah mich mitfühlend an und biss in meinen Bagel.
    Eigentlich war ich ja nicht so eng mit ihr befreundet, aber sie war ganz okay, was aber nicht hieß, dass ich ihr gleich von meinen Problemen erzählen wollte.
    „Klar.“, meinte ich deshalb und Luna sah mich schief an.
    „Du bist jetzt mit John zusammen, oder?“, fragte sie dann.
    Ich nickte. „Woher weißt du das?“
    „Ich habe euch gestern auf der Party gesehen.“, meinte Luna.
    „Hm.“, machte ich und schlug mein Pflege magischer Geschöpfe - Buch auf, um das Kapitel über die Einhörner noch einmal schnell zu überfliegen.
    „Wieso ist er gestern schon so früh gegangen?“, fragte Luna weiter.
    „Er hatte noch etwas zu erledigen.“, meinte ich knapp und Luna nickte.
    „Hey.“ Ich blickte von meinem Buch auf und sah John, der sich gerade auf den Platz mir gegenüber fallen lies.
    „Hi.“, meinte ich und lächelte ihn kühl an.
    „Es tut mir leid wegen gestern, aber wir müssen reden.“, sagte er dann und sah mich traurig an.
    „Das denke ich auch.“, meinte ich und sah ihn unsicher an.
    „Hi John, wie geht’s deiner Tante?“, fragte Luna plötzlich und sah John besorgt an.
    Dieser sah sie überrascht und verwirrt zugleich an und meinte: „Gut, wieso.“
    „Ich dachte, sie hatte einen Unfall?“, sagte Luna und sah John aus ihren großen Augen an.
    „Ja, ist aber nicht weiter schlimm, sie hat sich nur die Hand verstaucht.“, sagte John verwirrt.
    „Woher wusstest du das?“, wollte er wissen.
    „Ach, da war nur so etwas in deinen Augen. Außerdem reden deine Lignusse die ganze Zeit davon.“, erklärte Luna.
    „Aja, und was sind Lignusse?“, fragte John und sah Luna zweifelnd an.
    „Naja, sie schwirren um Leute herum, die besonders aufgewühlt sind. Und bei dir sind es hunderte.“
    Luna sah John mitleidig an und dieser blickte kurz um sich, als ob er sich vergewissern wollte, dass keine von diesen Lignussen um ihn herumflogen.
    „Ah, da ist ja einer.“, meinte sie plötzlich und langte auf meine Schulter.
    Sie tat, als ob sie etwas kleines behutsam in ihre Hand nehmen und es auf Johns Schulter setzten würde.
    „So, hast dich wohl verirrt, was? Du kleines Ding...“, murmelte sie und John sah sie entgeistert an.
    „Lass uns gehen.“, meinte ich und John nickte.
    Wir standen auf und ich folgte John aus der großen Halle in ein leeres Klassenzimmer.

    Dort setzte ich mich auf einen Tisch und John setzte sich neben mich.
    „Wo warst du gestern?“, fragte ich und sah John von der Seite an.
    Er starrte auf die Tafel und schien von seinem schlechten Gewissen gequält zu werden.
    „Es tut mir leid, dass ich nicht mehr gekommen bin.“, sagte er und wir schwiegen.
    „Und nicht nur das.“, seufzte er schließlich.
    Er stand auf und stellte sich vor mich hin.
    „Ich muss dir etwas sagen, Haley.“, meinte er dann und nahm meine Hand.
    Ich drückte sie und er fuhr fort:
    „Du bist echt ein tolles Mädchen und ich hab dich wirklich gerne. Aber es war falsch von mir, dir zu sagen, ich würde dich lieben.“
    „Du liebst Catherine, nicht wahr? Du wirst sie immer lieben.“, sagte ich tonlos.
    John sah mich traurig an und nickte dann und ich entzog meine Hand der seinen.
    „Ich weiß, ich hab es eigentlich von Anfang an gewusst. Es wäre einfach zu schön gewesen um wahr zu sein.“, flüsterte ich.
    „Haley, ich-“
    „Schon gut.“, unterbrach ich ihn.
    Wir standen eine Weile einfach nur so da und sahen uns an und ich spürte, wie sich meine Augen mit Tränen füllten.
    Ich stand auf und John legte seine Arme um mich und wir umarmten uns.
    „Du weißt, dass ich eigentlich nicht so bin.“, meinte John leise und ich nickte.
    „Das tue ich John. Sonst würde ich dich nicht so sehr lieben.“, meinte ich und mir liefen Tränen über die Wangen.
    John legte seine Arme fester um mich und das tröstete mich ein wenig.
    Nach ein paar Minuten hatte ich mich wieder einigermaßen beruhigt und ich löste die Umarmung, hielt aber immer noch Johns Hand.
    „Ich werde darüber hinwegkommen.“, meinte ich und versuchte zu lächeln.
    John wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und sah mich gequält an und ich beugte mich zu ihm hinauf, um ihn ein letztes Mal zu küssen.
    Er erwiderte meinen Kuss zögerlich und schließlich löste ich meine Lippen von den seinen und trat einen Schritt zurück.
    „Machs gut, John.“, sagte ich und blickte ihm in seine grünen Augen, die mich schuldbewusst ansahen.
    Ich ließ langsam seine Hand los und kehrte ihm dann den Rücken zu.
    An der Tür drehte ich mich noch einmal um und sagte leise: „Ich liebe dich“, bevor ich das Zimmer verließ.

    Ich spürte noch Johns Blicke in meinem Rücken und hastete ein paar Gänge weiter, wo ich auf ein paar Leute aus meinem Haus traf.
    „Hey Haley. Gehst du nicht zu Wahrsagen?“, meinte Rachel.
    „Doch, klar. Ich hab euch nur gesucht.“, sagte ich und versuchte zu lächeln.
    „Ist alles in Ordnung?“ Charlie sah mich besorgt an.
    „Sicher, lasst uns gehen.“, sagte ich schnell und ging voraus.
    Die anderen warfen sich verwirrte Blicke zu und folgten mir dann zum Klassenzimmer, wo Trelawney schon auf uns wartete.

    Ich setzte mich an meinen Tisch in der dritten Reihe und Rachel setzte sich neben mich.
    „Liebe Schüler! Ein neuer Tag ist angebrochen und ich habe mir gedacht, dass wir heute mal eine Tagesvorhersage machen sollten, um in den neuen Tag zu starten. Und da wir heute die erste Stunde haben, passt das so schön.
    Also, bei einer Tagesvorhersage hält man morgens, kurz nach dem aufstehen, erst einmal für ein paar Minuten inne und versucht in seinem Kopf den Tag zu erleben, so als würde man einen vergangen revue passieren lassen.
    Um eine möglichst genaue Vorhersage zu erzielen, legt man sich erst einmal einen Leitfaden zurecht. Rein gedanklich, versteht sich.
    Das ist nicht ganz einfach und für Schüler, deren inneres Auge nicht so sehr ausgeprägt ist, fast unmöglich. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, jeder von Ihnen wird es versuchen!
    Also, der eben genannte Leitfaden besteht aus den Ereignissen, die sehr wahrscheinlich eintreffen werden.
    Ich kann so etwas vorhersagen, aber Sie können ja dazu die Ereignisse nehmen, die sie fest geplant haben und höchstwahrscheinlich eintreffen werden.
    Haben Sie zum Beispiel eine Verabredung mit Professor McGonagall gehen Sie in Gedanken in ihr Büro und überlegen Sie, was auf dem Weg dorthin passieren könnte.
    Sie müssen Sich keine Geschichten ausdenken, lassen Sie einfach Ihre Fantasie das machen.
    Wählen Sie dann das wahrscheinlichste Ereignis aus und konzentrieren Sie sich auf Ihr inneres Auge.
    Das wird Ihnen dann mitteilen, ob das Ereignis morgen eintritt oder nicht.
    Wenn ja, schreiben Sie es auf ein Stück Pergament und geben Sie es am Ende der Stunde ab.
    Das ist aber freiwillig, denn wenn Ihnen morgen etwas widerfahren wird, das sehr privat ist, möchte ich mich natürlich nicht einmischen.
    Nun gut, haben Sie alle verstanden, wie das funktioniert?“
    Trelawney sah uns durch ihre riesigen Brillengläser fragend an und einige Schüler starrten kritisch zurück.
    „Sie dürfen beginnen.“; meinte Trelawney und setzte sich an ihr Pult, wo ihr Gesicht hinter der riesigen Glaskugel, die man kaum von ihrem Brillenglas unterscheiden konnte, verschwand.

    Ich seufzte und schloss meine Augen und versuchte das zu tun, was Trelawney eben beschrieben hatte, hatte jedoch keinerlei Erfolg.
    Den meisten anderen ging es auch nicht besser und sie gaben früh auf oder versuchten es erst gar nicht.
    Charlie legte seinen Kopf in seine Arme und es dauerte nicht lange, da konnte man auch schon ein leises Schnarchen von seinem Platz vernehmen.
    Ich seufzte und lehnte mich zurück, als Trelawney plötzlich „Vorsicht!“ rief.
    Charlie schreckte aus seinem Schlaf und sah mich verwirrt an.
    „Ich sehe...“, meinte Trelawney und riss ihre Augen weit auf, „wir sind nicht vollzählig, kann das sein?“
    Sie sah in die Runde und ihr Blick blieb an der leeren Bank in der zweiten Reihe hängen.
    „Aaah“, machte sie dann.
    „Das war jetzt auch sehr anspruchsvoll, in Anbetracht der Tatsache, dass die zwei Plätze leer sind.“, spottete jemand hinter mir.
    Trelawney ignorierte ihn einfach und meinte dann: „Etwas oder jemand ist im Anmarsch.
    Es wird nicht lange dauern und wir sind nicht mehr... allein!“
    Trelawney hielt sich an ihrem Stuhl fest und starrte ins Leere, während es Charlie sich wieder bequem machte und die meisten anderen einfach ihre Unterhaltungen fortsetzten.
    Ich sah in die Kristallkugel, die vor mir auf dem Tisch stand und beobachtete, wie das Licht in ihr reflektierte und sie matt glitzern ließ.
    Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und ich blickte erschrocken hoch.
    Trelawney grinste triumphierend und ich sah John und Catherine, die schwer atmend in der Tür standen.
    „Tut uns leid, Professor.“, keuchte John.
    Trelawney nickte und meinte: „Ich weiß, ich habe es vorhergesehen.“
    John sah sie schief an und setzte sich dann an den freien Tisch und Catherine folgte ihm.
    Ihre Haare waren ziemlich zerzaust und John sah auch nicht besser aus.
    „Ich hab dir ja gesagt, dass wir zu spät kommen.“, raunte Catherine ihm zu.
    John sah auf die Uhr; der Unterricht hatte vor einer Viertelstunde begonnen.
    „Und? Seit wann kümmert dich es, wenn du zu spät zu wahrsagen kommst?“, flüsterte John zurück und Catherine lächelte ihn verliebt an.
    Sie unterhielten sich noch eine Weile, ich konnte allerdings nicht mehr verstehen, was sie sagten und schließlich war die Stunde dann aus und wir konnten endlich diesen stickigen Turm verlassen.
    Trelawney sah enttäuscht auf ihr Pult, wo nur 3 Blätter lagen und verkroch sich dann wieder hinter ihrer Kristallkugel.

    Ich stieg die Stufen runter und machte mich dann auf den Weg zum Muggelkunde-Klassenzimmer.
    Unterwegs traf ich noch Luna und wir gingen zusammen zum Unterricht.
    Im Klassenzimmer angekommen setzte ich mich auf meinen Platz und Luna ließ sich neben mir nieder, da mein Banknachbar Tom heute krank war.
    Burbage betrat das Zimmer und ich holte mein Buch raus.
    „Was wollte denn John jetzt eigentlich?“ Luna sah mich fragend an.
    „Ich weiß nicht, was du meinst.“, flüsterte ich und sah in mein Buch.
    Ich war mal richtig gut mit Luna befreundet gewesen, doch dann hatten wir uns gestritten und es hatte ziemlich lange Funkstille zwischen uns geherrscht.
    Doch mittlerweile verstanden wir uns schon wieder besser, obwohl wir nicht mehr viel miteinander zu tun hatten.
    „Jetzt sag schon, Haley.“, meinte Luna und sah mich neugierig an.
    „Na gut, ich hab mit ihm Schluss gemacht.“, seufzte ich.
    Okay, das war nicht ganz richtig so, aber es war einfach zu erniedrigend.
    Luna würde mich bestimmt nicht so schnell in Ruhe lassen und ich wollte nicht, dass das ganze Schloss davon erfuhr, also musste ich mich wohl auf diese kleine Notlüge einlassen.
    Luna sah mich mit großen Augen an: „Wieso denn das?“
    Oh nein.
    „Sag mal, musst du denn alles wissen!“, keifte ich Luna an, doch diese sah mich nur wissbegierig an.
    „Er...er... äh“, stotterte ich.
    „Er hat dir doch nichts getan?“
    „Er hat mich geschlagen“, sagte ich und dankte Luna innerlich für diesen Vorschlag.
    „Was!“ Luna sah mich entsetzt an.
    „Ehm, ja. Ich... wir haben uns gestritten und da ist ihm wohl die Hand ausgekommen.“, sagte ich und Lunas Augen weiteten sich.
    „Auch wenn ihr euch gestritten habt, das ist noch lange kein Grund dich zu schlagen.“, meinte Luna energisch.
    Ich nickte und Luna legte ihre Hand auf meine Schulter.
    „Es ist gut, dass du es mir gesagt hast, Haley. Du musst nicht alleine damit fertig werden.“
    Ich starrte die Zeichnung eines Dings namens Fön in meinem Buch an und Luna fuhr fort:
    „Wie oft hat er es denn getan? Ich meine, was hat er denn gemacht, als du mit ihm Schluss gemacht hast?“
    „Nichts, ich... ich bin gleich weggegangen.“, flüsterte ich.
    Luna nickte verständnisvoll und meinte dann: „Wie fühlst du dich denn jetzt?“
    „Naja, ich versuche ihm aus dem Weg zu gehen, ich habe Angst vor ihm, Angst er könnte es noch einmal tun...“, erwiderte ich.
    Luna sah mich mitfühlend an und ich sagte:
    „Ich kann einfach nicht verstehen, wieso er das getan hat. Er schien immer so verständnisvoll und ein guter Kerl zu sein.“
    „Das tun sie alle.“, sagte Luna abfällig.
    „Du solltest zu Sprout gehen.“, schlug sie plötzlich vor.
    „Zum Schulpsychologen?“ Ich sah sie entgeistert an.
    „Ja, dir wurde weh getan, sowohl physisch als auch psychisch. Und wir sollten zu McGonagall gehen.“
    „Was!“ Ich sah Luna entgeistert an.
    „Wir dürfen diesen Mistkerl nicht so einfach davonkommen lassen!“, meinte Luna.
    „Luna, ich, nein... also ich“, fing ich an doch Luna unterbrach mich.
    „Deine Reaktion ist ganz normal, aber John muss seine gerechte Strafe bekommen!“, sagte sie energisch.
    Ich nickte nur und überlegte mir, wie ich aus der Sache wohl am besten wieder raus kam.

    Für den Rest der Stunde ließ mich Luna in Frieden, doch ich befürchtete, dass sie in Gedanken schon bei McGonagall war und ihr alles schilderte.
    Als die Stunde aus war verließ ich eilig das Klassenzimmer, doch Luna heftete sich an meine Fersen und hielt mich am Gang zurück.
    „In der vierten hab ich eine Freistunde, da können wir zu McGonagall gehen.“
    O nein, was hatte ich da nur wieder angestellt. Aber es war mir einfach so raus gerutscht und John konnte ja schließlich auch einmal ein bisschen leiden.
    Ich nickte und vermied es John anzusehen, der gerade nichtsahnend den Gang entlang kam.
    Luna warf ihm eisige Blicke zu und John sah mich irritiert an.
    „Hey.“, sagte er und lächelte mich freundlich im Vorbeigehen an.
    „Dass du es wagst! Du Mistkerl!“, schrie Luna und verpasste John eine Ohrfeige.
    Dieser sah sie irritiert und wütend zugleich an. „Sag mal, wie bist du denn drauf!“, rief er und ich starrte auf den Boden.
    „Das wird noch Folgen haben, so leicht kommst du nicht davon!“, fauchte Luna und starrte John erbost an.
    Dann nahm sie meine Hand und zog mich hinter ihr her, bis wir schließlich vor dem Zauberkunst-Klassenzimmer standen.

    „Musste das sein?“, fragte ich und sah Luna gereizt an.
    Jetzt kam alles raus und dann würde mich John bestimmt nicht mehr leiden können.
    Na toll, das war ja wohl voll nach hinten losgegangen.

    Ich brachte die Stunde Zauberkunst hinter mich und wurde dann von Luna Richtung McGonagalls Büro geschleift.
    Auf dem Weg dorthin trafen wir zufällig noch John, dessen Wange immer noch leicht rosa war.
    „DU!“, rief Luna und John wich einen Schritt zurück.
    „Du kannst auch gleich mitkommen! Sofort!“, schrie sie und packte John am Arm.
    Der stieß Luna unsanft bei Seite und genau in diesem Augenblick kam Umbridge um die Ecke.

    „Mr. Gildert! Was ist denn in Sie gefahren! Sie können doch keine körperliche Gewalt gegenüber einer jungen Dame anwenden!“, rief sie und sah John empört an.
    „Körperliche Gewalt? Ich habe diese Verrückte lediglich weggestoßen!“, meinte John aufgebracht.
    „Wir wollten gerade zu Professor McGonagall. Es gehst um einen Vorfall zwischen den beiden hier.“, erklärte Luna und Umbridge sah sie freundlich an.
    „Nun, dann sollte ich Sie wohl begleiten, damit Sie da auch unversehrt ankommen.“
    John starrte Umbridge fassungslos an und folgte uns dann in McGonagalls Büro.

    „Dolores, was kann ich für Sie tun?“, fragte sie kühl und Luna trat vor und erklärte:
    „Professor Umbridge hat uns begleitet, damit dieser gemeingefährliche Widerling uns nichts mehr tun kann!“
    „Was! Sag mal, was haben denn deine Eltern falsch gemacht?“, meinte John wutentbrannt, doch Luna ignorierte ihn einfach und fuhr fort:
    „John hat meine Freundin Haley geschlagen!“, rief Luna.
    „Ich hab was! Sag, mal wie kommst du denn auf so einen Schwachsinn?“, meinte John empört.
    „Halt die Klappe!“, wies ihn Luna zurecht.
    „Miss Lovegood, sind Sie sich sicher, dass diese Aussage der Wahrheit entspricht? Das ist ein schweres Vergehen und Mr. Gildert scheint mir nicht gerade der Typ für so etwas zu sein.“, sagte nun McGonagall.
    „Verbrecher kann man nicht am Aussehen festmachen, Minerva.
    Ich wurde vorhin Zeuge, wie dieser junge Mann Miss Lovegood gegenüber handgreiflich wurde.“, sagte Umbridge und musterte John abfällig.
    „Ist das wahr Mr. Gildert?“ McGonagall sah John scharf an und dieser meinte:
    „Ja, aber nur weil diese hysterische Wahnsinnige mich schon den ganzen Tag verfolgt.
    Und was glauben Sie, wieso meine Wange so rot ist?“
    „Waren Sie das Miss Lovegood?“, wollte McGonagall wissen und Luna nickte.
    „Ich wollte meine Freundin verteidigen.“, sagte sie dann.
    McGonagall nickte und Umbridge mischte sich wieder ein:
    „Für mich ist die Situation klar, Minerva. Dieser junge Mann hier gehört bestraft, für das, was er diesem armen Mädchen angetan hat.“
    „Es wäre wohl das beste, wenn wir die ganze Sache weiter vor dem Direktor austragen würden.“, meinte McGonagall.
    „Aber... Haley, sag ihnen doch, dass das nicht wahr ist.“, meinte John flehend und ich sah betreten zu Boden und schwieg.
    „Es tut mir leid, John.“; sagte ich schließlich und John sah mich fassungslos an.
    „Nun gut, dann lassen Sie uns zum Schulleiter gehen.“, sagte McGonagall.
    „Es scheint mir, als würden alle Entscheidung hier zu sehr von Professor Dumbledores Meinung abhängen. Wenn es um das Wohl eines Schülers geht, dürfen Sie nicht so lange zögern!“, meinte Umbridge und sah McGonagall kritisch an.
    „Ich bin jetzt schon weiß Gott wie viele Jahre an dieser Schule und denke, dass ich weiß wie man mit so einer Situation umgeht, Dolores.“, sagte McGonagall kühl und schritt dann durch die Tür.
    Luna folgte ihr und Umbridge schubste John vor sich her und ich folgte ihnen.

    Wir eilten durch die Gänge und viele Schüler blieben verdutzt stehen und musterten uns irritiert.
    Auch Catherine sah uns und sie sah John fragend an.
    „Erklär ich dir später“, flüsterte er ihr im Vorbeigehen zu und sie nickte.
    Schließlich standen wir vor dem Wasserspeier und McGonagall sprach: „Zitronenbrausebonbons“ und die Statue drehte sich.
    Wir sprangen auf die Stufen und ließen uns eine Etage höher befördern.
    McGonagall klopfte an die Tür und von drinnen kam ein leises: „Herein.“
    Sie öffnete die Tür und ich betrat hinter John Dumbledores Büro.

    Dumbledore saß hinter seinem Schreibtisch und starrte uns über seine Halbmondbrille hinweg an.
    „Minerva, Dolores.“, meinte er und McGonagall nickte ihm zu.
    „Wir haben hier ein kleines Problem, Albus.“, meinte sie dann schließlich und Dumbledore meinte:
    „Nun, ich nehme an, es wird etwas mit diesen jungen Leuten zu tun haben.“ und musterte uns dabei.
    Sein Blick blieb an mir hängen und er sah mich eindringlich an und ich schaute weg.
    „Dieses Schwein hat meine Freundin geschlagen!“, fing Luna auch schon gleich wieder an.
    John seufzte und McGonagall erzählte dem Schulleiter alles.
    Dieser hörte aufmerksam zu und machte ab und zu „ah!“ und nickte mit dem Kopf.
    Als McGonagall fertig war meinte er: „Ja ja, die Jugend. Egal wie vorbildlich unsere Moralvorstellungen sind Liebe überschreitet alle Grenzen.“
    „Sie müssen etwas gegen diesen jungen Mann unternehmen, bevor er sich noch an mehr Mädchen vergreift!“, meinte Umbridge energisch.
    Dumbledore sah John an und meinte dann: „Mr. Gildert, haben Sie diesem jungen Mädchen etwas getan?“
    „Nein!“, rief John.
    „Hmm...“, machte Dumbledore und schwieg dann.
    „Und was gedenken Sie jetzt zu tun?“, wollte Umbridge wissen.
    „Sie müssen etwas gegen dieses Monster unternehmen!“, meinte Luna mit einem Seitenblick auf John.
    „Jetzt mach mal halblang!“, meinte der.
    „Junge Dame“, wandte sich Dumbledore an mich, „was haben Sie denn dazu zu sagen?“
    „Ich.. naja ich...“, stotterte ich.
    Es machte einfach keinen Sinn mehr.
    „Ich denke ein Verweis wäre ein guter Anfang.“, warf Umbridge ein.
    „Was!“ John sah sie entsetzt an.
    „Die Liebe lässt einen manchmal dumme Sachen machen, nicht wahr?“
    Dumbledore sah mich freundlich an und ich nickte betreten.
    Luna sah mich fragend an und ich meinte:
    „Es tut mir leid. John, ich wollte dich nicht in was reinziehen.
    Ich... es ist alles gelogen.“
    „Sie meinen, Mr. Gildert hat Sie überhaupt nicht geschlagen?“
    Umbridge sah mich fassungslos an.
    „Naja.. nein.“, gab ich zu und konnte meinen Blick immer noch nicht von meinen Füßen abwenden.
    „Aber wieso hast du das getan?“, fragte Luna.
    „Das würde ich auch gerne wissen.“, meinte John.
    „Haley. Ich weiß, dass ich dich nicht gerade fair behandelt hab, aber musste das wirklich sein?“
    Er sah mich finster an und ich senkte meinen Blick wieder.
    „Das sind schwere Anschuldigungen, die Sie da in die Welt gesetzt haben.“, meinte McGonagall.
    „Das wird natürlich Folgen haben.“, fügte sie dann hinzu.
    Ich nickte und wollte am liebsten sofort im Boden versinken.
    „Jetzt können Sie aber erst einmal gehen.“, sagte Dumbledore und John verließ das Büro.
    „Das du so weit gehen würdest, hätte ich echt nicht von dir gedacht.“, sagte John noch, bevor er durch die Tür verschwand und ich blickte ihm beklommen hinterher.


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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️ )
Abgeschickt vor 33 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo ( 98044 )
Abgeschickt vor 172 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter ( 28646 )
Abgeschickt vor 343 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 ( 83036 )
Abgeschickt vor 361 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 ( 68191 )
Abgeschickt vor 429 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 ( 68191 )
Abgeschickt vor 429 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy ( 82755 )
Abgeschickt vor 432 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 642 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana ( 42077 )
Abgeschickt vor 676 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀 8512;😀😀😊
Angel 😇 ( 54442 )
Abgeschickt vor 678 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili ( 41624 )
Abgeschickt vor 822 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich ( 27335 )
Abgeschickt vor 1130 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!