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Woher, wohin 7

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1 Kapitel - 4.892 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 1.790 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


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Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1

    „Bin müde“, meinte ich und trank einen Schluck Kürbissaft aus meinem Becher.
    „Ja, so siehst du aus. Es gibt da so ne Creme von Nivea for men. Wenn du die jeden Morgen drauf tun würdest, dann würdest du nicht immer aussehen, wie jemand der gerade von den Toten zurückgekehrt ist. Ist zwar Muggelzeug, aber es ist echt wirksam. Ich kann dir ne Tube besorgen, wenn du willst. Zu halben Preis, versteht sich.“
    Zabini sah mich mit leuchtenden Augen an, doch ich schüttelte nur den Kopf.
    „Nein, ich komm auch ganz gut ohne diesen Muggelkram zurecht. Wenn ich eine Creme bräuchte, würde ich mir einen Trank braun.“, meinte ich mürrisch.
    Ich weiß ja nicht, ob mein bester Freund die besagte Creme benutzte oder nicht, aber auf jeden Fall sah er mich ziemlich gekränkt an und meinte schnippisch:
    „Gut, dann lauf eben weiter wie ein Zombie durch die Gegend.“
    Ich verdrehte die Augen und Zabini ordnete Crabbe an, ihm ebenfalls Saft in seinen Becher zu schütten.
    Der konnte auch nichts selber machen!
    Ich sah Crabbe zu, wie er die halbe Kanne über Zabinis Hemd verschüttete und als dieser verärgert aufsprang grinste ich amüsiert.
    Ich sah zum Ravenclawtisch und erblickte Catherine, die das Spektakel anscheinend mitbekommen hatte und mit ihrer Freundin Zabini auslachte.
    Ich wandte mich wieder Zabini zu. Er tupfte sein Hemd mit einer Serviette ab und betrachtete den Fleck auf seinem Hemd.
    „Ich geh mich mal kurz umziehen.“, meinte er zu mir und verschwand dann vor sich hin fluchend durch die Tür der großen Halle.
    Ich lachte noch und sah dann zu Crabbe, der mich demütig ansah.
    Was wollte der denn jetzt?
    Ich sah ihn erwartungsvoll an und er starrte zurück.
    „Ich glaub er will wissen, wieso du ihn so ansiehst“, raunte Goyle ihm schließlich zu und Crabbe stotterte daraufhin: „Naja… ich … ich… also das mit Zabini… das war keine Absicht… also… ich…“
    „Was genau ist jetzt eigentlich dein Problem?“, meinte ich ärgerlich, da ich dieses Rumgestottere hasste.
    „Ich glaub er hat Angst vor Zabini“, meinte Goyle und grunzte daraufhin los.
    „Und du nicht, oder was?“, meinte ich und sah ihn eindringlich an.
    Goyles Grinsen verschwand und er sah mich vorsichtig an.
    „Naja, ich weiß nicht. Wieso?“
    „Nur so.“, meinte ich belustigt und sah amüsiert dabei zu, wie sein Erbsenhirn zu arbeiten begann und er versuchte sich darauf einen Reim zu machen.
    Dann wandte ich mich wieder Crabbe zu, dessen Gesicht mittlerweile ganz rot geworden war.
    „Also Crabbe, was ist jetzt?“
    „Weiß nich…“, meinte er und sah betrübt zu Boden.
    Oman.
    Ich seufzte und meinte: „Wieso entschuldigst du dich nicht einfach bei ihm, vielleicht geht’s dir ja dann wieder besser.“
    Crabbe nickte und machte sich wieder an seinem Toast zu schaffen.

    Ich sah zur Tür, um zu sehen wo Zabini so lange blieb und sah plötzlich ein Mädchen mit giftgrünen Strähnen in den Haaren.
    Ich wusste zwar, dass sie in meinen Jahrgang war, jedoch hatte ich nicht den blassesten Schimmer wie sie hieß oder in welchem Haus sie war.
    Sie stolzierte selbstbewusst durch die Halle und in ihrem hautfarbenen Kleid sah sie aus wie eine übergroße Fleischpastete.
    Sie bemerkte meine Blicke wohl (war ich denn wirklich so auffällig!) und lächelte mich nett an. Als sie mir dann auch noch freundlich zuwinkte und ihr extrem fettiges Haar über ihre breiten Schultern warf, musste ich mich beherrschen nicht laut loszulachen. Sie dachte wohl ich würde sie attraktiv finden.
    Die einzige Erklärung dafür war, dass sie wohl keine Spiegel zu Hause hatte.
    „Huhu“, trällerte sie und machte Anstalten in meine Richtung zu gehen.
    Oh nein, sie hatte doch nicht vor, sich an meinen Tisch zu setzten.
    Ich bemerkte, dass sie den leeren Platz neben mir fixierte.
    „Bleib bloß weg von mir.“, zischte ich und sah sie kalt an.
    Das schien sie aus der Fassung zu bringen und sie machte auf dem Absatz kehrt und eilte hastig davon.
    Da ihr Kleid viel zu eng war, stolperte sie und fiel wie ein Sack Mehl um.
    Ich lachte und als ich kurz zum Ravenclawtisch rübersah, sah ich Catherine und ihre Freundin, die sie schamlos auslachten.
    „Sag mal, was starrst du denn so zum Ravenclawtisch?“
    Ich drehte mich um und sah Zabini, der mit frischem Hemd hinter mir stand und angestrengt zum Tisch der Ravenclaws schaute.
    Er ließ seine Blicke über den Tisch schweifen und entdeckte schließlich Sabrina, die sich gerade wieder aufrappelte und am Ravenclawtisch vorbeihastete um sich schließlich auf den äußersten Platz am Hufflepufftisch zu setzten.
    Hufflepuff- das war ja klar.

    Zabini sah zu Sabrina und lachte ungehalten drauf los.
    Dann setze er sich neben mich und sah Crabbe finster an.
    „Du… Zabini… ich..“, stammelte dieser.
    „Es… tut mir Leid, also 'tschuldigung.“, nuschelte er.
    Zabini tat seine Entschuldigung mit einer lässigen Handbewegung ab und meinte nur:
    „Kein Problem, Crabbe. Ich schick dir die Rechnung.“
    Crabbe schluckte und Zabini nahm sich einen Pfannkuchen.
    „Weißt du eigentlich zufällig wie die heißt?“, fragte ich meinen Freund, obwohl es mich eigentlich nicht wirklich interessierte. Mich interessierte viel mehr, was Catherine gerade mit John besprach.
    Ich beobachtete sie aus dem Augenwinkel und sie sagte gerade etwas zu diesem John und der starrte traurig an ihr vorbei.
    „Die Pastete? Ne, keine Ahnung.“, erwiderte Zabini
    „Du kennst doch sonst alle Mädchen in Hogwarts.“, meinte ich.
    „Ja, die gutaussehenden und vielleicht noch die, die passabel sind. Aber mit der Unterschicht hab ich nichts zu tun.“, sagte er und klang fast schon beleidigt.
    „Hm.“, machte ich.
    Zabini drehte sich noch einmal um, um das Mädchen genauer zu betrachten.
    Er musterte sie von oben bis unten und verzog dann das Gesicht, als ob er auf eine Zitrone gebissen hätte.
    „Ne, alter. Die würde ich nicht mal flachlegen, wenn sie das letzte weibliche Wesen im gesamten Universum wäre.“
    Das glaubte ich ihm aufs Wort.
    Er wandte sich wieder seinem Frühstück zu und ich überflog noch schnell ein Kapitel im Verwandlungsbuch, das wir bis heute lesen sollten.

    „Du Vince?“, raunte Crabbe Goyle zu.
    „Ja Greg?“, kam es von Goyle zurück.
    „Was hat er denn jetz eigentlich gemeint?“
    „Hä?“
    „Na, ob ich denn keine Angst vor Zabini hab.“
    „Wer hat das denn gemeint?“ Goyle sah Crabbe ratlos an.
    Offensichtlich dachten sie wir würden sie nicht hören.
    „Na, Draco.“
    „Achso. Ja, keine Ahnung. Frag ihn doch.“
    „Ne lieber nich…“
    „Okay.“
    Es war ein paar Minuten still und dann fing Goyle wieder an.
    „Du Vince?“
    „Ja Greg?“
    „Hab ich Zabini jemals was getan?“
    „Hm… glaub nich. Wieso?“
    „Naja, ich glaube, dass Draco glaubt, dass ich lieber Angst vor Zabini haben sollte.“
    „Ich glaube eher, dass er glaubt, dass du Angst vor ihm hast.“, sagte ich ohne von meinem Buch aufzusehen.
    Ich konnte Goyle hören, wie er nach Luft schnappte und blätterte eine Seite weiter.

    Ab da waren die beiden still und der nächste, der etwas sagte, war Zabini.
    „Heiße Braut auf 3 Uhr“, meinte er und grinste mich an.
    Ich drehte mich um und sah Catherine, die gerade an unserem Tisch vorbeiging und die Halle verließ.
    Ich nickte und Zabini starrte ihr auf den Hintern, was mir sehr missfiel.
    „Lass uns gehen. In zehn Minuten fängt Zaubertränke an.“, meinte Zabini schließlich und wir standen auf und gingen durch die Tür, Richtung Kerker.

    Als wir im Klassenzimmer ankamen, waren fast schon alle da und ich setze mich auf meinen Platz in der Slytherinecke und Zabini ließ sich neben mir nieder.
    Es dauerte nicht lange, da kam auch schon Snape mit wehendem Umhang ins Klassenzimmer.
    Er sah uns abfällig an und schwenkte seinen Zauberstab, woraufhin ein Rezept auf der Tafel erschien.
    „Das ist der Feliatus-Trank. Die Zutaten stehen auf der Tafel, genaueres über die Wirkung finden Sie in Ihren Büchern. Wer nicht bis zur Ende der Stunde einen korrekt gebrauten Trank aufweisen kann, wird bis nächsten Dienstag sechs Seiten Pergament über die Entwicklung dieses Tranks schreiben. Anfangen!“, bellte er.
    „Der ist aber nicht sehr gesprächig heute.“, murmelte Zabini und musterte mit besorgtem Blick die Zutatenliste auf der Tafel.
    „Was zum Henker ist denn Affodill?“, meinte er schließlich und sah mich ratlos an.
    „Ein Kraut.“, meinte ich und machte mich dicht gefolgt von Zabini auf den Weg zum Zutatenschrank.
    Ich holte mir die Zutaten und Zabini sah mir zu und nahm sich dann alles was ich auch hatte.
    Dann gingen wir wieder zurück und ich fing an die Zutaten so zu präparieren, wie es in der Anleitung stand.
    Ein Kinderspiel.
    Zabini fand das anscheinend nicht, denn er war kurz davor eine Donnerrebe in seinen Kessel zu schmeißen. Wo hatte er die denn her?
    „Was machst du denn da?“, fragte ich und er hielt erschrocken inne.
    „Das gehört da definitiv nicht rein.“, sagte ich und er sah irritiert in sein Buch.
    Dann zeigte er auf ein Bild und meinte: „Aber das ist doch da abgebildet.“
    „Nein, das ist was anderes. Tu das wieder weg, oder willst du uns alle in die Luft sprengen!“
    Zabini sah mich entschuldigend an und legte die Pflanze wieder weg.
    Der bekam auch keinen einzigen Trank hin!
    „Mister Zabini.“, sagte Snape, der plötzlich vor unserem Tisch stand und Zabini abschätzig musterte.
    „Es scheint mir, als würden Sie ohne Ihren Banknachbarn ziemlich nutzlos sein.“, meinte er kalt.
    „Das kommt ihnen nur so vor.“, meinte Zabini und warf eine weitere Zutat in seinen Topf. Dann rührte er dreimal um und Snape war offenbar zufrieden, denn er ging weiter zu der Gryffindorecke. Doch als er kurz einen Blick in meinen Kessel warf, sagte er: „Sehr gut, Mr. Malfoy. 10 Punkte für Slytherin.“
    Ich grinste selbstgefällig und erntete dafür empörte Blicke von den Gryffindors.

    Als Snape weg war atmete Zabini neben mir erleichtert auf und ich sah ihn erstaunt an.
    „Woher wusstest du, was du tun musstest?“
    „Ich hab improvisiert.“, meinte der nur und fragte mich dann, wie es denn jetzt weiterginge.
    Ich erklärte ihm was er tun musste und Snape war nun an Potters Tisch angekommen.
    Voller Vorfreude sah ich zu ihm rüber.
    Er starrte Snape hasserfüllt an und dieser beugte sich vorsichtig über seinen Kessel, so als könnte er jeden Moment explodieren.
    Naja, bei dem konnte man sich da nie so sicher sein.
    „Mr. Potter. Haben Sie das Kapitel gelesen, dass ich Ihnen letzte Stunde aufgegeben habe?“, fragte Snape.
    „Ja, aber nicht ganz.“, meinte Potter.
    „Und wieso halten Sie es nicht für nötig, es ganz zu lesen?“, fauchte Snape.
    „Dachte wohl, das Wichtigste würde am Anfang stehn.“, meinte Potter und ein paar Schüler lachten.
    „Siehst du“, meinte Granger.
    „Nicht, dass ich geglaubt hätte, Sie würden diesen Trank hinbekommen, aber wenn Sie das Kapitel nicht gelesen haben, dann ist das kein großes Wunder.“
    Snape wandte sich von ihm ab und schritt wieder zum Pult.
    „Brauen Sie weiter, außer natürlich Sie sind Sich zu Schade dafür, meine Anweisungen zu befolgen, wie Mr. Potter hier.“, meinte Snape und warf Potter noch einen spöttischen Blick zu.
    Ich grinste und bemerkte, wie Catherine mich kritisch ansah.
    Was erwartete die denn?
    Ich grinste sie selbstgefällig an und sie wandte sich von mir ab.
    „Draco!“ Ich sah zu Zabini, der mich hilflos ansah.
    „Hilf mir.“, sagte er mit flehenden Ton.
    Ich sah in seinen Kessel, in dem eine graue, klumpige Brühe vor sich hin dampfte.
    Wie konnte er denn seinen Trank auf eine so kurze Zeit so verunstalten?
    Ich seufzte und sagte Zabini, was er mir vom Zutatenschrank holen solle, damit ich seinen Trank noch retten konnte.
    Doch als er mich nur ratlos ansah und ich merkte, dass er mit den Namen nicht viel anfangen konnte, beschloss ich, sie lieber selbst zu holen.
    Als ich gerade wieder bei unserem Tisch angekommen war, ging plötzlich die Tür auf und Dumbledore kam herein.
    „Hallo, liebe Schüler.“, meinte er und lächelte in die Runde.
    Was machte der denn hier?
    „Sir?“ Snape sah ihn fragend an.
    „Ich müsste Sie mal kurz sprechen, Severus. Wenn Sie bitte mitkommen würden. Eine Vertretung ist schon unterwegs.“
    Snape nickte und sagte zu uns gewandt: „Brauen Sie Ihre Tränke fertig und fertigen Sie bis zur nächsten Stunde ein Gegenmittel dazu an.“
    Dann verschwand er durch die Tür.

    Zabini war sichtlich erleichtert, dass Snape nicht mehr da war und lehnte sich auch gleich auf seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf.
    „Oman, dieses Fach macht mich fertig.“, murmelte er.
    Ich braute weiter an meinen Trank und gerade als ich Goyle erblickte, der kurz davor war seinen Trank zu trinken, ging die Tür auf.
    „Nein, nicht!“, rief ich und schlug Goyle den Löffel aus der Hand.
    „Das ist hochgiftig, du Idiot. Wenn du das trinkst bist du binnen weniger Sekunden tot!“
    Goyle sah mich erschrocken an und meinte nur: “Wieso hat Snape das denn nicht gesagt?“
    „Weil du das wüsstest, wenn du das Kapitel im Buch gelesen hättest.“, fauchte ich.
    „Chrm chrm.“Ich sah nach vorne und sah unsere Vertretung, die vor dem Pult stand.
    Es war Umbridge.
    „Dürfte ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten.
    Oh nein, nicht die!
    „Ich bin Ihre Vertretung, da Professor Snape verhindert ist. Aber lassen Sie sich durch meine Anwesenheit nicht von Ihrer Arbeit abhalten. Brauen Sie einfach weiter.“
    Wir wandten uns wieder unseren Tränken zu und Umbridge setzte sich hinters Pult.
    „Fürchterlich. Absolut fürchterlich!“
    Ich sah irritiert nach vorne wo Umbridge saß und uns entsetzt musterte.
    „Miss Granger, was treiben Sie denn da?“
    Ich drehte mich um und sah Granger, die Umbridge erschrocken ansah.
    „Was ich? Habe ich einen Fehler gemacht? Ich bin mir sicher, dass alles korrekt ist.“, murmelte sie und sah angestrengt in ihren Kessel.
    „Mit Ihrem Trank ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Aber Ihr Benehmen ist unakzeptabel.“
    Was hatte sie denn getan?
    „Komisch, sonst krieg ich das immer zu hören…“, meinte Zabini neben mir.
    „Ich fürchte, ich weiß nicht wovon Sie reden.“, meinte Granger.
    „Sie haben Mr Weasleys Hand gehalten. Und das in der Öffentlichkeit.“, meinte Umbridge und sah Granger mit ihrem Krötengesicht entrüstet an.
    „Was? Ich habe ihm doch nur gezeigt, wie er das auspressen muss.“, stammelte Granger.
    „Es ist ja schon widerlich, dass Sie in Ihrem Alter nichts anderes im Kopf haben als Männer, aber das auch noch so in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen. Widerlich. Absolut widerlich.“
    Weasley war inzwischen total rot geworden und Granger sah Umbridge verwirrt an.
    „Aber bei dieser Sitzordnung ist das ja kein Wunder. Stehen Sie mal alle auf.“
    Erst bewegte sich keiner, doch langsam stand einer nach dem anderen auf.
    Als wir schließlich alle standen, ließ Umbridge ihren Blick über die Runde schweifen und sagte dann schließlich:
    „Sie da, Sie setzen sich da drüben hin, neben sie.“
    Ein Mädchen aus Hufflepuff stand auf und setzte sich neben ein Mädchen aus Ravenclaw, mit der Catherine oft unterwegs war.
    Sie wies jedem einen neuen Platz zu, Mädchen neben Mädchen und Junge neben Junge.
    „Mr. Zabini, richtig?“, meinte sie schließlich.
    „Ja.“, meinte mein Freund neben mir und grinste.
    „Ihr dämliches Grinsen können Sie sich sparen. Sie setzten Sich in die erste Reihe, wo sie die Mädchen nicht im Blick haben. Hier neben den hier.“
    Sie deutete auf den äußersten Platz in der ersten Reihe.
    „Aber-“, protestierte Zabini.
    „Kein Aber. Ich beobachte Sie schon länger und sie sind eine Schande für diese Schule und Ihr Geschlecht. Sie haben überhaupt keinen Respekt vor den Mädchen und sehen sie immer an, als ob Sie ein ausgehungertes Tier und die Mädchen ein Stück Fleisch wären.“, fuhr Umbridge fort und meinem Freund klappte die Kinnlade runter.
    „Das ist-“
    „Keine Widerworte! Oder wollen Sie zukünftig jeden Mittwoch Nachmittag nachsitzen! Es wäre vermutlich eh das Beste, wenn man sie in Quarantäne schicken würde!“
    Zabini schwieg und ich konnte mir ein kleines Lächeln einfach nicht verkneifen.
    „Na also.“, meinte Umbridge und lächelte zufrieden.
    Zabini setzte sich auf seinen Platz.
    „ Und Sie brauchen gar nicht so zu grinsen, Sie kommen auch noch dran.“
    Umbridge sah mich an und deutete dann auf einen Platz in der zweiten Reihe.
    „Sie setzen sich dort hin und….“ Sie sah sich um. „Sie werden ihm Gesellschaft leisten.“
    „Was? Sie können mich doch nicht neben den da setzten.“, meinte John aufgebracht.
    „Das sehe ich genauso, das können Sie mir doch nicht antun.“; meinte ich.
    John ignorierte mich und Umbridge sah uns beide mit einem kalten Lächeln an.
    „Wenn Sie wüssten, was ich alles kann. Sie setzen Sich jetzt sofort auf diesen Platz, oder ich werde wohl gezwungen sein, Sie nachsitzen zu lassen.“
    „Sie haben-“, fing John an, doch Umbridge schnitt ihm das Wort ab.
    „Verraten Sie mir doch gleich mal Ihren Namen, junger Mann.“, meinte sie und lächelte ihn zuckersüß an.
    „John Gildert“, knurrte John nach ein paar Sekunden.
    „Gildert, soso. Ich denke, wir werden uns in nächster Zeit jeden Donnerstag Abend sehen. 8 Uhr in meinem Büro.“, flötete Umbridge.
    John starrte sie wütend an und ließ sich dann auf den Platz neben mir fallen.
    Oman, musste sie mich denn ausgerechnet neben den setzten?
    Ich konnte diesen Kerl überhaupt nicht leiden. Er war zwar nicht mehr Catherines Freund, aber er klebte immer noch an ihr, auch wenn er zurzeit eher Abstand von ihr hielt.
    Ich kannte Catherine eigentlich schon seit der ersten Klasse, doch da konnte ich sie noch nicht besonders gut leiden. Ich sah sie außerhalb der Schule öfter auf Veranstaltungen, zu denen ich immer von meinen Eltern mitgeschleift wurde. Ich merkte aber schnell, dass sie nicht besonders viel Wert darauf legte, ob jemand Reinblüter war oder nicht und das empfand ich damals als Verrat.
    Ich war zwar immer noch der Meinung, dass wir was besseres waren- insbesondere wenn ich mir Weaslbe mal so ansah- aber ich konnte bei ihr inzwischen ganz gut drüber hinwegsehen.
    In der dritten Klasse hatte ich mal beobachtet, wie sie einen Viertklässler zur Schnecke machte, weil er ihr ihr Buch geklaut hatte. Der war zwar ein Jahr älter gewesen, war aber dennoch so eingeschüchtert nach Catherines Vortrag, dass er in Zukunft weite Kurven um sie machte.
    Das war der Moment, an dem sie mir zum ersten Mal positiv aufgefallen ist. (Sonst lästerte sie nur über mich, da sie mich anscheinend überhaupt nicht leiden konnte.)
    Seitdem habe ich sie im Auge behalten und in der vierten habe ich mich wahrscheinlich ein wenig in sie verliebt. Sie war einfach wunderschön und auf den Mund gefallen war sie auch nicht. Und sie war eine Reinblüterin.
    Ich hätte sie einmal fast gefragt, ob sie nicht mit mir ausgehen wollte, doch dann war mir dieser dämliche John zuvorgekommen. Normalerweise ließ ich mich ja von so etwas nicht davon abhalten, mir das zu hohlen, was ich wollte, doch als ich am nächsten Tag erfuhr, dass sie eine von denen gewesen war, die am lautesten lachten, als dieser dämliche Moody mich in ein Frettchen verwandelte, war ich extrem wütend auf sie und ließ es sein.
    Mittlerweile bereute ich das ein wenig, doch da sie jetzt eh nicht mehr mit diesem Idioten zusammen war, war das nicht so tragisch.
    Ich sollte mir ja eigentlich eine Freundin suchen, die ihren gesellschaftlichen Status mehr schätzte, so eine wie Pansy zum Beispiel, aber Catherine gefiel mir wahrscheinlich am meisten, von all den Mädchen hier in Hogwarts.
    Ich wusste auch nicht, wieso sie. Sie hatte einfach etwas, was die anderen nicht hatten, etwas, dass sie besonders machte.
    Ach ich weiß auch nicht.

    „Julie Miller. Sie setzten sich hier neben Granger. Ganz weit weg von Mr. Weasley.“, meinte Umbridge.
    Julie Miller war in meinem Haus und sozusagen die Konkurrenzstreberin von Granger.
    „Was!“Granger sah angewidert zu Julie und dann geschockt zu Umbridge.
    „Aber... ich...“, stotterte sie.
    Ich wusste ja nicht, was ihr mehr ausmachte. Dass sie neben Julie sitzen musste, oder dass sie einem Platz in der hintersten Reihe zugewiesen wurde.
    „Miss Granger. Ich musste Sie schon vorhin wegen Ihres Benehmens tadeln und jetzt
    weigern Sie sich, sich auf Ihren Platz zu setzen. Wir werden uns zukünftig wohl auch jeden Donnerstag sehen. Acht Uhr. Sie können ja mit Mr. Gildert zusammen kommen.“, sagte Umbridge und Granger sah sie entsetzt an.
    „W-was? Nachsitzen... ich?“, stotterte sie.
    „A..aber ich musste noch nie nachsitzen.“
    „Es gibt immer ein erstes Mal, Miss Granger.“, sagte Umbridge.
    „Aber... was, wenn das jemand herausfindet...“
    Granger war völlig aufgelöst und Tränen stiegen ihr in die Augen.
    „Hey, wir mussten doch schon alle mal nachsitzen.“, meinte Weasley und sah Granger tröstend an.
    „Na toll, das hilft ihr jetz viel weiter.“, meinte das Mädchen, das heute morgen mit Catherine die Pastete ausgelacht hatte.
    „Miss Meier! Habe ich Sie aufgefordert zu Sprechen?“
    Umbridge sah sie scharf an.
    „Sie und Mr. Weasley dürfen Mister Gildert ebenfalls Gesellschaft leisten und Mr. Potter, nicht zu vergessen, der sich ja bereits gestern eine Stunde eingehandelt hat. Ebenfalls Donnerstag, 8 Uhr.“, sagte Umbridge und sah Potter herablassend an.
    „Wenn das so weitergeht, sitzen wir gleich alle nach.“, murmelte Zabini.
    Umbridge wandte sich ihm zu und meinte: „Haben Sie etwas zu sagen?“
    „Ja allerdings. Wenn wir nicht bald mit dieser Umsetzerei fertig sind, haben wir nicht mehr genügend Zeit für die Tränke und Snape wird darüber nicht sehr erfreut sein.“, erklärte mein Freund und setzte sein charmantestes Lächeln auf.
    „Sie werden schon noch fertig werden und Professor Snape wird am Ende der Stunde sicher zufrieden sein, es sei denn Sie versagen aufgrund Ihrer schlechten Kenntnisse in diesem Fach.Wir sehen uns ebenfalls donnerstags, Mr. Zabini.“
    „Ist das etwa ein Date?“, meinte Zabini und grinste süffisant.

    „Und freitags. Sieben Uhr.“, sagte Umbridge und drehte sich dann wieder den paar Schülern zu, die noch keinen Platz hatten.
    „Mr. Potter und Sie da ( sie deutete auf Goyle) Sie sitzen hier und Mr. Weasley und Sie (Crabbe) setzen Sich hier hin.
    Miss Kensick Sie setzten sich hier in die 2. Reihe, neben... Miss Parkinson.“
    Catherine starrte Umbridge entsetzt an, setzte sich dann aber auf ihren Platz.
    Pansy setzte sich neben sie und sah sie finster an.
    „Blutsverräterin!“, raunte sie ihr zu.
    „Jetzt hör mir mal zu, du-“, fing Catherine an- klar, dass sie sowas nicht auf sich sitzen ließ- doch sie wurde unterbrochen.
    „Miss Kensick! Haben Sie einen vernünftigen Grund meinen Unterricht zu stören?“ Umbridge sah sie erwartungsvoll an.
    „Unterricht? Welcher Unterricht?“, meinte Catherine und warf Umbridge abfällige Blicke zu.
    „Sie stellen doch nicht gerade meine Methoden in Frage? Denn sollten Sie das tun, stellen Sie auch das Ministerium und den Minister selbst in Frage.“
    Umbridge sah sie gespielt entsetzt an.
    Catherine starrte finster zurück und schwieg.
    „Ich denke es ist das beste wenn Sie auch zu unserer kleinen Arbeitsgruppe dazustoßen würden. Donnerstag 8 Uhr.“
    „Was? Sie haben keinerlei Grund dafür mich nachsitzen zu lassen.“, meinte Catherine wütend.
    „Doch, den habe ich Liebes. Sie haben meinen Unterricht gestört.“
    „Und Parki-“
    „Miss Parkinson stellte nicht meinen Unterricht in Frage. Außerdem brauchen Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen und Ihrer Familie so etwas hinterher gesagt wird, wenn ich mir mal Ihren Umgang so ansehe.“, meinte Umbrige.
    Pansy kicherte vergnügt und Catherine warf ihr giftige Blicke zu.
    „Lassen Sie meine Fam-“, fing Catherine an, doch sie wurde abermals unterbrochen.
    „Miss Kensick. Wenn Sie nicht Mr. Zabini auch noch freitags Gesellschaft leisten möchten, dann seien Sie jetzt lieber still!“
    Catherine rang noch kurz mit sich, beschloss aber dann, lieber nichts mehr zu sagen und starrte wütend die Wand an.
    Umbrige wies noch den letzten Schülern Plätze zu und lächelte dann zufrieden.

    „Besser. Schon viel besser. Recht und Ordnung, so muss es sein. Liebe Schüler, Sie können sich jetzt wieder Ihrem Trank widmen, bedenken Sie aber, dass Sie nur noch 15 Minuten Zeit haben.“
    „Wusste ichs doch“, murmelte Zabini und ich beeilte mich, damit ich meinen Trank rechtzeitig fertig bekam.

    Ich rührte gerade das letzte Mal um, als die Tür aufging und Snape hereinkam.
    Er bleib auf halben Wege stehen und musterte verdutzt seine Schüler.
    „Sie fragen Sich sicher, warum ich die Sitzordnung geändert habe.“, meinte Umbridge dann auch gleich und lächelte Snape freundlich an.
    „Allerdings.“, knurrte der.
    „Die Schüler können sich so besser konzentrieren, außerdem bringt diese neue Sitzverteilung mehr Ordnung in die Klasse.“, erklärte Umbridge.
    „Das ist immer noch mein Klassenzimmer.“, sagte Snape und sah Umbridge finster an.
    „Natürlich, ist es das. Doch ich komme vom Ministerium und wurde hergeschickt, da der Minister höchstpersönlich meine Methoden für sinnvoll hielt und mich auserwählt hat, um diese Schule, die sich schon viel zu lange gehen lässt, wieder auf Vordermann zu bringen. Sie wollen doch nicht an den Entscheidungen unseres Ministers zweifeln, Professor?“
    Umbridge sah Snape eindringlich an, doch der starrte nur aus seinen schwarzen Augen zurück.
    „Das würde mir nicht einmal im Traum einfallen.“, meinte er dann.
    Umbridge nickte zufrieden und sagte dann: „Nun, gut. Einige von Ihnen sehe ich noch heute Vormittag und den Rest spätestens beim Nachsitzen.“
    Bei diesen Worten musterte sie vor allem Potter, was Snape bemerkte. Er grinste voller Genugtuung und als Umbride aus der Tür war meinte er:
    „Alle außer Mr. Malfoy schreiben die vorhin besagten Seiten Pergament bis zur nächsten Stunde.“
    „Aber Professor, ich habe den Trank auch korrekt gebraut.“
    Granger sah Snape erwartungsvoll an.
    „Dann müssen Sie den Aufsatz auch nicht schreiben.“, meinte Snape.
    Granger lächelte zufrieden und Snape meinte: „10 Punkte Abzug für Gryffindor wegen Ihres vorlauten Verhaltens. Wie oft habe ich Ihnen schon gesagt, dass Sie sich melden sollen, wenn Sie etwas zu sagen haben!“, Snape sah Granger gehässig an und diese sah aus, als ob sie gleich vor Wut platzen würde.
    Ich hätte nichts dagegen.
    „Sie dürfen jetzt gehen und wer in der nächsten Stunde, nicht wieder auf seinem alten Platz sitzt, wird sich auf ein paar Nachmittage Kesselschruppen freuen können.“
    Ich sammelte meine Bücher zusammen und verließ mit Zabini und Goyle, Crabbe und Pansy im Schlepptau das Klassenzimmer.

    „Die hat sie doch nicht mehr alle!“, schimpfte Zabini.
    „Als ob ich donnerstags und vor allem freitags nichts besseres zu tun hätte.“
    „Tja, das hast du dir selbst eingebrockt.“, meinte ich und klang dabei fast schadenfroh.
    Zabini starrte mich finster an und wir machten uns auf den Weg zum Arithmatikklassenzimmer.

Kommentare (12)

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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️)
vor 93 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo (98044)
vor 232 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter (28646)
vor 403 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 (83036)
vor 421 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 (68191)
vor 489 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 (68191)
vor 489 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy (82755)
vor 492 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange (13869)
vor 702 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana (42077)
vor 736 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀 8512;😀😀😊
Angel 😇 (54442)
vor 738 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili (41624)
vor 882 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich (27335)
vor 1190 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!