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Woher, wohin 3

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1 Kapitel - 3.269 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-08-01 - Entwickelt am: - 2.210 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier der nächste Teil! Ich hoffe, er gefällt euch!
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Kommentare sind wie immer gern willkommen! Schreibt mir doch eine kurze Kritik, dann weiß ich, ob ihr überhaupt neue Geschichten lesen wollt oder nicht!


Neue Freunde sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

    1
    Das fängt ja gut an

    Harry


    Die große Halle war wie jedes Jahr prunkvoll geschmückt. Die Tische waren blitzblank geputzt worden und die Banner der verschiedenen Häuser glänzten über den Tischen.
    Die Tische waren reichlich gedeckt und Rons Augen glänzten als er die leckeren Torten, Puddings und all die zahlreichen Speisen sah, die nur darauf warteten, von ihm verschlungen zu werden.
    Ich schmunzelte und steuerte mit Ron, Hermine und Neville im Schlepptau den Gryffindortisch an.
    „Auch endlich da.“, sagte Fred grinsend.
    Hey, so spät waren wir doch gar nicht.
    „Ich freu mich auch, dich wieder zu sehen, Fred.“, sagte ich gereizt und setzte mich auf meinen Platz.
    „Hey, was ist dir denn über den Weg gelaufen?“ Fred sah mich beleidigt an.
    „Tut mir leid, ich bin einfach nur schlecht gelaunt, okay?“, sagte ich.
    „Naja, das sollte deine Laune eigentlich heben.“, meinte George grinsend.
    Ich drehte mich um und folgte seinem Blick und sah Sarah, die eilig auf uns zukam.
    Ich lächelte sie an und sie ließ sich auf den Platz neben mich fallen.
    Ich küsste sie zur Begrüßung und sie nahm meine Hand.
    „Hey, was hab ich verpasst?“, fragte sie dann und ließ ihren Blick über das Essen schweifen.
    „Ne, Dumbledore ist noch nicht einmal da.“, erwiderte ich und blickte zum immer noch leeren Platz des Schuldirektors.
    Sarah nickte und tat sich ein großes Stück Kuchen auf ihren Teller.
    „Da hat aber jemand Hunger.“, sagte George grinsend und erntete dafür bitterböse Blicke von meiner Freundin.
    Ich schmunzelte, was Sarah natürlich nicht entging.
    „Findest du das etwa lustig?“, keifte sie mich an.
    „Nein, natürlich nicht.“, sagte ich grinsend und erntete dafür nur noch mehr böse Blicke.
    Doch dann musste sie selber lachen und ich gab ihr einen Kuss auf die Wange.
    Ich liebte sie einfach über alles, besonders wenn sie lachte.
    Plötzlich rülpste Ron neben mir und riss mich damit aus meinen Gedanken.
    Hermine sah ihn angeekelt an und meine Freundin legte ihre Gabel nieder.
    Ron sah die beiden verwundert an, zuckte dann mit den Schultern und aß unbeirrt weiter.
    „Der lernt es auch nicht mehr.“, murmelte Sarah und fing an zu essen.
    „Wer ist eigentlich Vertrauensschüler dieses Jahr?“, wollte Neville wissen.
    „Also aus unserem Jahrgang sind es Hermine-“
    „und unser Ronilein.“, unterbrach George mich.
    „Was du?“ Sarah sah Ron erstaunt an.
    „Ja, ich.“, meinte dieser eingeschnappt.
    „Und wer ist es aus den anderen Häusern?“, erkundigte sich George.
    „Also, in Hufflepuff sind es Ernie Macmillan und Theresa Niebler und in Ravenclaw John Gildert und Catherine Kensick.“, sagte Hermine wichtigtuerisch.
    „Catherine?“ Ich sah meine Freundin an.
    „Ja. Ich denke, sie ist die richtige dafür.“, sagte diese.
    „Das denken aber nicht alle.“, meinte Hermine.
    Ich sah sie fragend an und sie meinte:
    „Naja, Padma Partil wollte auch Vertrauensschülerin sein, aber jetzt ist‘s Catherine.“
    „Sie hat die ganze Zugfahrt über Catherine gelästert, diese falsche Schlange.“, sagte Sarah.
    „Sag mal Harry, warst du mit der nicht letztes Jahr auf dem Ball?“, fragte Fred.
    Ich nickte und Sarah sah mich entrüstet an.
    „Was? Mit DER?“, meinte sie.
    „Hey, da warn wir doch noch nicht einmal zusammen.“, sagte ich.
    Ich verstand gar nicht, wieso das so ein großes Problem für sie war.
    „Darum geht es doch gar nicht.“, meinte sie, „ich mein Padma. Die ist doch die Lästertante Nummer 1 in Hogwarts.“
    Ich zuckte mit den Schultern.
    „War klar, dass du das wieder nicht mitbekommen hast.“, sagte Hermine.
    „Was soll das denn jetzt heißen?“, fragte ich aufgebracht.
    Und wieso mischte sich jetzt Hermine da ein?
    „Du bist einfach viel zu gutmütig für diese Welt Harry.“ George grinste mich süffisant an.
    „Du siehst immer nur das Gute in den Menschen.“, meinte Fred sarkastisch.
    Hermine warf den beiden böse Blicke zu, aber das störte sie wenig.
    „Ratet mal, wer der Vertrauensschüler in Slytherin ist.“, schmatzte Ron mit vollem Mund.
    „Malfoy.“, sagte ich sofort.
    „Klar.“, meinte Ron bitter.
    Malfoy würde sein Amt bestimmt nur Missbrauchen, wieso zum Henker war der denn Vertrauensschüler geworden? Ach ja, Snape war ja der Hauslehrer der Slytherins.
    „Wer vertraut sich denn bitte Malfoy an?“, meinte Sarah.
    „Niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat.“, kam es von Ron.
    „Ich wette, da hatte Snape seine Finger im Spiel.“, sagte ich und ließ meinen Blick zu dem Slytherintisch schweifen.
    Da saß Malfoy und er starrte wie gebannt zum Ravenclawtisch.
    Wieso das denn? Der hatte bestimmt wieder irgendetwas vor.
    „Und wer ist die zweite?“, fragte Sarah.
    „Pansy Parkinson, diese blöde Kuh.“, antwortete Hermine böse.
    „Wie die Vertrauensschülerin geworden ist, obwohl sie dümmer ist als ein Troll mit Gehirntrauma…“
    „Ist das nicht die, die immer so an Malfoy klebt?“ Sarah sah mich fragend an.
    Ich nickte.
    „Ist er jetzt nicht sogar mit ihr zusammen?“, meinte Ginny.
    Ich zuckte mit den Schultern und Ginny sah nachdenklich zum Slytherintisch.

    „Hagrid ist ja gar nicht da.“, meinte Ron plötzlich.
    Ich sah zum Lehrertisch, tatsächlich. Hagrids Platz war leer.
    „Ist mir gar nicht aufgefallen.“, sagte ich nachdenklich.
    Hagrid war normal immer da. Seltsam.
    „Der ist doch eigentlich nicht zu übersehen.“, sagte George.
    Haha, war der heute wieder witzig.
    „Was glaubt ihr, wo ist er?“, fragte ich.
    „Vielleicht ist er ja einfach nur krank.“, meinte Sarah.
    Das glaubte ich nicht. Hagrid ließ sich das Festessen am ersten Abend nie entgehen, selbst wenn er noch so krank gewesen wäre. Außerdem war er noch nie krank gewesen. Jedenfalls nicht, soweit ich wusste.
    „Der taucht schon wieder auf. Du wirst sehen, morgen steht er pünktlich auf der Matte, um uns mit seinem Fach zu Tode zu langweilen.“, meinte Ron.
    „Ronald!“ Hermine sah ihn empört an.
    „Pflege Magischer Geschöpfe ist bestimmt kein langweiliges Fach, vielleicht nicht immer sinnvoll, aber nicht langweilig. Außerdem, Hagrid ist unser Freund.“
    „Meiner nicht.“, murmelte Sarah.
    „Wie kannst du da nur so etwas sagen?“
    Ron sah Hermine eingeschüchtert an und meinte: „Er hat es doch nicht gehört.“
    Hermine warf ihm noch ein paar böse Blicke zu, bis sie sich wieder ihrem Essen zuwendete.
    Ich schüttelte meinen Kopf und sah zum Slytherintisch. Malfoy unterhielt sich gerade mit diesem Zabini, schaute aber immer mal wieder zum Ravenclawtisch.
    Was zum Henker war denn da?
    Ich folgte seinem Blick, sah aber nichts Außergewöhnliches.
    „Wer ist das denn?“, fragte Hermine plötzlich und deutete zur Mitte des Lehrertisches. Ich folgte ihren Augen und sah eine Frau, die aussah wie eine alte Jungfer.
    Sie hatte kurze, mausgraue Locken, in die sie einen fürchterlichen rosa Haarreif gesteckt hatte, passend zu der flaumigen rosa Strickjacke, die sie über ihrem Umhang trug. Sie wandte leicht den Kopf, um an ihrem Trinkkelch zu nippen, und erschrocken erkannte ich es wieder. Dieses fahle, krötenartige Gesicht mit den hervorquellenden Triefaugen.
    „Das ist Umbridge!“
    „Wer?“, sagte Neville.
    „Dolores Umbridge. Sie arbeitet für Fudge und wurde vom Ministerium hier hergeschickt. Sie soll die Geschehnisse in Hogwarts überwachen.“, meinte Hermine.
    „Sag mal, lest ihr eigentlich keine Zeitung?“, fügte sie dann spitz an Neville gewandt hinzu.
    „Hübsche Strickjacke.“, meinte Fred grinsend.
    „Die war bei meiner Anhörung dabei.“, sagte ich.
    „Sie ist die erste Untersekretärin von Fudge, nicht?“, meinte George.
    Ich nickte und wendete meine Blicke wieder von ihr ab.
    „Dumbledore wird das sicher nicht gefallen.“, meinte Sarah.
    „Ich glaube nicht, dass sie hier viel zu sagen hat.“, warf ich ein.
    Dumbledore würde sich sicher nichts von einer Marionette von Fudge sagen lassen.
    „Naja, sie unterrichtet hier und Fudge hat sie hergeschickt. Sie wird sicher einige Rechte haben.“, meinte Fred.
    „Sie unterrichtet hier?“ Neville sah Fred überrascht an.
    „Was unterrichtet sie denn?“
    „Ich hab keine Ahnung.“, erwiderte Fred.
    „Ich glaube nicht, dass Dumbledore ihr ein wichtiges Fach überlässt.“, meinte Sarah.
    „Naja, er muss tun, was Fudge sagt.“, warf Ron ein.
    „Sie wird bestimmt einiges verändern.“, sagte Hermine nachdenklich.

    „Liebe Schülerinnen und Schüler.“
    Ich sah zum Podest und erblickte Dumbledore, der dort mit weit ausgebreiteten Armen und einem strahlendem Lächeln auf den Lippen stand.
    „Willkommen! An unsre alten Hasen – willkommen zurück!“, fuhr er mit schallender Stimme fort.
    „Nun, jetzt, da wir alle ein weiteres herrliches Festessen verdauen, bitte ich für einige Momente um eure Aufmerksamkeit für die üblichen Bemerkungen zum Schuljahresbeginn. Die Erstklässler sollten wissen, dass der Wald auf dem Schlossgelände für Schüler verboten ist – und einige unserer älteren Schüler sollten es inzwischen auch wissen. Mr. Filch, der Hausmeister, hat mich, wie er sagt, zum vierhundertzweiundsechzigsten Mal gebeten, euch daran zu erinnern, dass Zauberei zwischen den Unterrichtsstunden auf den Gängen nicht erlaubt ist, ebenso wenig wie eine Reihe anderer Dinge, die alle auf der erschöpfenden Liste nachzulesen sind, die jetzt an Mr. Filchs Bürotür hängt. Dieses Jahr haben wir ein neues Mitglied im Kollegium. Wir freuen uns sehr, Professor Umbridge vorstellen zu können, unsere neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste.“
    Es gab höflichen, wenn auch kaum begeisterten Beifall und ich warf Sarah leicht panische Blicke zu.
    Dumbledore fuhr fort: „Die Bibliothek ist im-“
    Er unterbrach sich und sah Professor Umbridge fragend an. Da sie im Stehen nicht viel größer war als im Sitzen, begriff einen Moment lang niemand, warum Dumbledore aufgehört hatte zu reden, doch dann räusperte sich Professor Umbridge, „chrm, chrm,“ und es war klar, dass sie aufgestanden war und die Absicht hatte, eine Rede zu halten.
    Dumbledore wirkte nur einen Moment lang verdutzt, dann setzte er sich munter und sah Umbridge aufmerksam an, als ob er sich nichts sehnlicher wünschte, als ihrem Vortrag zu lauschen.
    Die anderen Lehrer waren ziemlich überrascht. Niemals zuvor hatte ein neuer Lehrer Dumbledore unterbrochen. Viele Schüler grinsten; diese Frau wusste offensichtlich nicht, wie es in Hogwarts zuging.
    „Danke, Direktor“, sagte Umbridge geziert, „für diese freundliche Willkommensworte.“
    Sie hatte eine hohe, hauchzarte Kleinmädchenstimme, und ich spürte eine mächtige Woge der Abneigung.
    „Nun, es ist wunderbar wieder in Hogwarts zu sein, muss ich sagen! Und solch glückliche kleine Gesichter zu mir aufblicken zu sehen!“
    Ich ließ den Blick umherschweifen. Keines der Gesichter, die ich sehen konnte, wirkte glücklich. Im Gegenteil. Sie wirkten eher verblüfft, wie Fünfjährige angesprochen zu werden.
    „Ich freue mich sehr darauf, Sie alle kennen zu lernen, und ich bin sicher, wir werden sehr gute Freunde werden!“
    Das glaubte ich kaum.
    „Das Zaubereiministerium hat der Ausbildung junger Hexen und Zauberer immer die größte Bedeutung beigemessen. Die seltenen Gaben, die Sie von Geburt an besitzen, könnten verkümmern, wenn wir sie nicht durch sorgfältige Anleitung fördern und hegen würden. Die uralten Fähigkeiten, die in der Gemeinschaft der Zauberer vorbehalten sind, müssen von Generation zu Generation weitergegeben werden, wenn wir sie nicht für immer verlieren wollen. Der Schatz magischen Wissens, den unsere Vorfahren zusammengetragen haben, muss bewahrt, erweitert und vertieft werden von jenen, die zum ehrenvollen Dienst des Lehrers berufen sind. Alles…“
    Ich ließ meinen Blick erneut durch die Halle schweifen und blieb erneut bei Malfoy hängen.
    Er schien Umbridge ebenfalls nicht zuzuhören und starrte gedankenverloren in die Ferne.
    Und wieder zum Ravenclawtisch. Verdammt, was war denn da?
    „… um zu säubern, wo wir Verhaltensweisen finden, die verboten gehören.“
    Mit diesen Worten beendete Umbridge ihre Rede und setzte sich wieder.
    Dumbledore klatschte und die Lehrer folgten seinem Beispiel.
    Dann ergriff der Schulleiter wieder das Wort.
    „Ich danke Ihnen vielmals, Professor Umbridge, das war eine höchst aufschlussreiche Rede. Nun, wie gesagt…“
    „Ja, das war wirklich aufschlussreich.“, meinte Hermine gedämpft.
    „Tatsächlich?“, sagte ich überrascht. „Mir kam’s vor wie ein Haufen Geschwafel.“
    „In dem Geschwafel waren einige wichtige Hinweise versteckt.“, sagte Sarah grimmig.
    „Wirklich?“, meinte Ron mit ratloser Miene.
    „Was ist mit: >Dem Fortschritt um des Fortschritts willen muss eine Absage erteilt werden< Oder noch deutlicher > Säubern, wo wir Verhaltensweisen finden, die verboten gehören<?“, meinte Sarah ungeduldig.
    „Naja, und was soll das heißen?“ Ron sah meine Freundin fragend an.
    „Na, dass sich das Ministerium in Hogwarts einmischt.“, meinte sie.
    Ringsum begann ein großes Stühlerücken und Fußgetrappel; offenbar hatte Dumbledore die Feier aufgelöst, denn alle standen auf und machten sich bereit, die Halle zu verlassen. Hermine sprang hoch, in heller Aufregung.
    „Ron, wir müssen den Erstklässlern den Weg zeigen!“, sagte sie enthusiastisch.
    „Ach ja“, sagte Ron, der es offensichtlich vergessen hatte.
    „Hey – hey, ihr da! Ihr Knirpse!“
    „Ron!“
    „Na ja, das sind sie doch, Winzlinge…“
    „Das weiß ich, aber du kannst sie nicht Knirpse nennen! – Erstklässler!“, rief Hermine gebieterisch über den Tisch hinweg.
    „Hier lang, bitte!“
    Eine Gruppe von Neulingen ging schüchtern auf Hermine zu und musterte sie neugierig.
    „Bis später dann“, sagte ich zu Ron und Hermine und verließ mit Sarah die große Halle.
    Viele Schüler starrten mich an und tuschelten dann miteinander.
    Ich warf ihnen eisige Blicke zu und beschloss nach einer Weile, sie einfach nicht mehr zu beachten.
    Es war dumm von mir gewesen, nicht mit so etwas zu rechnen. Natürlich starrten mich alle an; ich war zwei Monate zuvor aus dem Trimagischen Irrgarten aufgetaucht, mit dem verletzten Cedric Diggory an meiner Seite und hatte behauptet, ich habe Lord Voldemort und die Macht zurückkehren sehen.
    „Hey Harry!“ Ich sah auf und erblickte Wood, der mir entgegenkam.
    „Hattest du schöne Ferien?“
    Ich hatte noch nicht einmal meinen Mund zu einer Antwort öffnen können, da fuhr er auch schon fort.
    „Also, ich hab ein paar neue Spielzüge. Die sind echt klasse. Ich bin mir sicher, ich kann das Quidditchfeld für die nächste Woche buchen.
    Oh, da ist McGonagall. Ich muss los!“
    Wood eilte geschwind zu Professor McGonagall, die ihre Augen verdrehte, als sie ihn sah.
    Wahrscheinlich war sie es leid, dass er sie Jahr für Jahr schon am ersten Schultag belästigte, um ja als Erster das Quidditchfeld zu buchen.
    Ich beschloss eine Abkürzung zu nehmen, um dem Gedränge zu entgehen und bog in einen verlassenen Seitengang ein.

    Nach einer Weile waren wir im Gemeinschaftsraum angekommen und ich stieg die Treppe zum Jungenschlafsaal hoch, um meine Koffer auszupacken.
    Dean Thomas und Seamus Finnigan waren schon im Schlafsaal und waren gerade dabei, Poster und Fotos an die Wände neben ihren Betten zu hängen. Sie hatten sich unterhalten, aber als ich die Tür öffnete verstummten sie, kaum dass sie mich sahen.
    Ich fragte mich, ob sie über mich geredet hatten, oder ob ich jetzt schon unter Verfolgungswahn litt.
    „Hi.“, sagte ich und ging hinüber zu meinem Koffer und öffnete ihn.
    „Hey Harry.“, sagte Dean, der sich gerade seinen Pyjama anzog.
    „Wie waren deine Ferien?“, fragte Dean.
    „Ging so.“, murmelte ich. „Und bei dir?“
    „Ja, war okay.“, kicherte Dean. „Besser als bei Seamus jedenfalls, er hat’s mir gerade erzählt.“
    „Warum, was ist passiert Seamus?“, fragte ich.
    „Meine Mum wollte nicht, dass ich wieder zurückkomme.“, sagte er und drehte mir den Rücken zu, um sein Poster aufzuhängen.

    „Was?“, sagte ich und hielt beim Ausziehen meines Umhangs inne.
    „Sie wollte nicht, dass ich nach Hogwarts zurückkomme.“
    „Aber, wieso?“
    „Nun ja, ich vermute wegen dir.“, sagte er kühl.
    „Was soll das denn heißen?“, fragte ich überrascht.
    „Nun ja es ist nicht nur wegen dir. Auch wegen Dumbledore.“, meinte er zögernd.
    „Sie glaubt dem Tagespropheten? Sie denkt, ich sei ein Lügner und Dumbledore ein alter Narr?“
    Seamus blickte zu mir auf.
    „Ja, so ungefähr.“
    Ich schwieg. Ich warf meinen Zauberstab auf den Nachtisch, zog meinen Umhang aus und stopfte ihn zornig in den Koffer.
    Ich hatte es satt, der zu sein, der angestarrt wurde und über den man die ganze Zeit redete. Mrs. Finnigan, die hatte doch keine Ahnung.
    „Hör mal…“ Seamus sah mich vorsichtig an, „was ist denn jetzt in dieser Nacht passiert, als… du weißt schon, als…?“
    Er klang nervös und wissbegierig zugleich.
    Auch Dean sah mich gespannt an.
    „Was willst du von mir?“, erwiderte ich.
    „Warum liest du nicht einfach den Tagespropheten wie deine Mutter? Da steht alles drinnen, was du wissen musst.“, sagte ich zornig und ohne von meinem geöffneten Koffer aufzublicken.
    „Hör auf, meine Mutter zu beleidigen.“, fauchte Seamus.
    „Ich beleidige jeden, der mich einen Lügner nennt.“, entgegnete ich wütend.
    „So redest du nicht mit mir!“
    „Harry, was ist hier los?“
    Ich sah zur Tür und erblickte Sarah, die mich fragend ansah.
    „Nichts.“, sagte ich und sah Seamus wütend an.
    „Dean?“, meinte Sarah.
    Doch der antwortete ihr nicht und beugte sich wieder über seinen Koffer.
    „Boah, das ist vielleicht anstrengend, ich sags dir.“
    Ron kam durch die Tür und ließ sich in sein Bett fallen.
    „Diese Erstklässler sind,… hab ich was verpasst?“
    Er sah mich fragend an.
    Ich schüttelte den Kopf und verließ mit Sarah den Schlafsaal.
    Wir setzten uns auf das Sofa vor dem Kamin und ich erzählte ihr, was eben vorgefallen war.
    „Hör doch nicht auf die. Die haben doch keine Ahnung.“, meinte sie und nahm meine Hand.
    „Du glaubst mir doch, oder?“ Ich sah sie durchdringlich an.
    „Natürlich Harry. Natürlich glaube ich dir.“, sagte sie.
    Ich lächelte und küsste sie.

    Die nächsten Wochen würden bestimmt nicht leicht werden, aber ich war es ja schon gewohnt; diese ganze Anstarrerei und das Getuschel in den Gängen, wenn ich vorbeiging.


Kommentare (12)

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Miriam Malfoy ❤️ ( von: Miriam Malfoy ❤️)
vor 185 Tagen
Richtig schöne Geschichte (Sry aber da hängt jetzt gleich der Nerd raus) abgesehen von ein oder zwei Rechtschreibfehler alles top:-)
Jojo (98044)
vor 323 Tagen
@emy 2.0 das ist eine Fanfiction!
LilyPotter (28646)
vor 495 Tagen
Die Geschichte ist toll, aber ich würde
nicht fast nur in Harry's Sicht schreiben.
Lg LilyPotter
ginnyharry007 (83036)
vor 512 Tagen
Ist die Zeugin bei Harrys Anhörung nicht eine Squib?? Muggel können Dementoren doch gar nicht sehen
emy 2.0 (68191)
vor 580 Tagen
An Bella lestrange: Sarah ist glaube ich eine fiktive Person die Nicht in den HP-Bänden/Filmen vorkommt, sondern von @potterprodg ausgedacht wurde.
emy 2.0 (68191)
vor 580 Tagen
Ähm ja an sich ist die Story wirklich gut, doch eine Frage habe ich an dich. Wie kann Cedric im 5.Jahr Schülersprecher sein, wenn er doch im 4.Jahr auf dem Friedhof getötet wurde???? Bitte um eine Antwort
Ansonsten ist dir dein FF gut gelungen
Carina Malfoy (82755)
vor 583 Tagen
Schreib bitte weiter.
Bella Lestrange (13869)
vor 793 Tagen
Wer ist Sarah? So eine ist mir noch nie aufgefallen.
Loana (42077)
vor 828 Tagen
Cool geschrieben, würde mir wünschen ohne den Englischen Text sonst mach weiter so 😇😁😀😀😀😀😀😊
Angel &#128519; (54442)
vor 829 Tagen
Haammmer!!! Nur blöd für Leute die es nicht verstehen 😉!
Do You understand?
Lg Angel 👼
Sili (41624)
vor 973 Tagen
Muss das auf Englisch sein!
Das ist doch blöd
Grace Belle Goodrich (27335)
vor 1281 Tagen
Einfach der HAMMER!!!!!!!!!!!