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Fühlst du dich wohl in deiner Haut 22

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1 Kapitel - 1.591 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.378 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Unendliche Schmerzen


    Nach einem ewigen Procedere kamen wir schließlich im Hotel an. Unsere drei Kinder bezogen ihr Zimmer und wir gaben ihnen erst mal eine Stunde Zeit, sich zurechtzufinden.
    Draco konnte sich allerdings nicht ausruhen.
    Erst musste er sich mit dem Typen an der Rezeption rumstreiten, weil der anscheinend unfähig war, ein Doppelzimmer vorreserviert zu haben.
    Anstatt dessen hatten wir ein Zimmer mit zwei getrennten Betten, was meinem Mann nicht sonderlich zu passen schien.
    Mir natürlich auch nicht, aber es war ja nur für zwei Nächte, aber Draco war der Meinung, wenn wir hier schon zahlten, sollten wir gefälligst das Zimmer, dass wir bestellt hatten, bekommen.
    Irgendwann wurde es ihm aber anscheinend doch zu blöd und er gab nach einer weiteren hitzigen Diskussion schließlich auf.
    Wir bezogen ebenfalls unser Zimmer und lüfteten erst mal durch.
    Ich fing an meinen Koffer auszupacken und Draco sah mir dabei zu.
    „Das könntest du im Übrigen auch tun!“, bemerkte ich und sah ihn vorwurfsvoll an.
    Der musste hier wirklich nicht so faul rumsitzen.
    Doch der grinste mich nur an und stand auf.
    Er schlenderte auf mich zu und legte seine Arme um meine Taille.
    „Ich denke, ich kann meine Sachen auch später auspacken!“, meinte er und küsste mich.
    In diesem Moment platzten auch schon unsere Kinder rein.
    Wie immer.
    Warum hatten wir uns die nur zugelegt.
    Ein süßer Welpe hätte es doch auch getan.
    So wendeten wir uns wieder unseren Kindern zu und machten uns auf den Weg zu den ersten Sehenswürdigkeiten, die für heute auf meinem Plan standen.


    „Aber mir tut alles weh! Ich spüre meine Füße schon fast gar nicht mehr!“, wollte ich erneut anmerken.
    Meine Mutter verdrehte die Augen.
    „Na ist doch gut, wenn du sie nicht mehr spürst, dann können sie auch nicht weh tun!“
    Haha, sehr witzig.
    Wieso nahm mich hier eigentlich nie einer ernst!
    „Gleich fallen sie ab!“
    Wenn ich noch weiter laufen muss, dann streike ich.
    Ich wollte gerade meine Einstellung vor meiner Familie verkünden, da blieb meine Mum stehen und drehte sich triumphierend zu uns um.
    Toll, sie hatte es geschafft, dass niemand gegen eine Laterne gekracht ist. Super!
    „So, wir sind da. Jetzt können wir reingehen!“, meinte sie noch und setzte sich in Bewegung.
    „Du willst aber nicht da hochgehen, oder?“, meinte nun auch mein Dad, der sich vorher fein rausgehalten hatte.
    „Das pack ich nämlich nicht mehr!“
    "Jetzt fängst du auch noch an!", herrschte Mutter ihn an und musterte ihn finster.
    Tja, mein Dad und ich sind eben auf derselben Wellenlänge.
    Ich grinste zufrieden.
    "Doch tu ich. Ich bin fix und fertig, ich fall gleich tot um!"
    "Siehst du, den Drang zur Übertreibung hat er von dir!"
    Mein Dad starrte sie böse an.
    "Und vorlaut und frech ist er wie du!"
    "Wenigstens für das wehleidige Gejammer sind meine Gene nicht Verantwortlich!", konterte sie und wendete sich wieder der Broschüre zu, die sie vorher aus ihrer Tasche geholt hatte.
    "Siehst du, jetzt streiten wir schon wieder wegen diesem blöden Muggelurlaub! Weil du den so wolltest!", setzte Dad noch eins drauf.
    "Jetzt bin ich also Schuld, dass dein Sohn eine verwöhnte Memme sein kann!", fauchte Mum ihn an.
    "Mein Sohn..aja, es ist auch dein Sohn und somit auch deine Schuld!"
    "Mama, warum trägst du Papa nicht, wenn seine Füße auch wehtun? Mich trägt er immer wenn mir was weh tut!", mischte sich jetzt Emily, wie immer ungefragt, ein.
    Oman, jetzt wo es gerade spannend wurde...
    Mum wandte sich von Dad ab und sah meine Schwester an.
    "Es ist die Aufgabe eines Mannes, eine Frau auf Händen zu tragen und nicht umgekehrt!"
    "Aha. Warum? Und warum trägt er dich nicht jeden Tag?"
    „Er trägt mich doch auf Händen, aber nur symbolisch. Mit seiner Liebe und seinem Geld!", erklärte sie ihr und lächelte Dad an.
    Anscheinend waren alle Streitigkeiten vergessen.
    Schade, da wäre noch echt lustig geworden...
    Meine Schwester hatte natürlich wie immer nichts kapiert und sah meine Eltern immer noch fragend an.
    Na gut, sie war ja erst 5, aber da sollte sie das schon kapieren und nicht so verdutzt in der Gegend rumschauen. Völlig verpeilt dieses Mädchen! Genauso wie mein Bruder, der sich gerade auf den Boden gesetzt hatte.
    "John, was wird das?", fragte Dad ihn und musterte ihn kritisch.
    "Ich hab keine Lust mehr!", meinte er und fing demonstrativ an, Grashalme aus der Wiese zu zupfen.
    Ohoh, das wird der Parkgärtner bestimmt nicht gut heißen...
    Und meine Eltern sowieso nicht.
    "John, lass die Finger von dem Gras, wer weiß wessen Dreckstöle hier schon hingeschissen hat!", befahl ihm Dad aufgebracht.
    "Nein!", John schien standhaft zu bleiben.
    Auch gut, dann konnte ich mir ja die nächste Bank suchen, um meine müden und schmerzenden Glieder auszuruhen.
    Was aber nicht lange anhielt, da meine Eltern, beziehungsweise meine Mutter John anscheinend dazu überredet, weiterzugehen.
    Ich will gar nicht wissen, was sie ihm wieder versprochen hat.
    Solang sie ihm nicht versichert hat, er dürfte auf meinem Rücken durchs Hotel getragen werden, war mir das auch relativ egal.
    Wir betraten die Kirche St. Paul und ich sah mich um.
    Na toll und was war daran jetzt so besonders!
    In der Kathedrale waren mehrere Skulpturen ausgestellt und meine Eltern mussten natürlich wieder jede einzelne anschauen.
    Besonders vor einer blieb mein Dad besonders lange stehen.
    Es war eine Statue von einer Frau, die nur so ein zerrissenes Ding anhatte.
    „Warum liegt bei den Engeln hier eigentlich immer eine Brust frei?“, fragte er und legte den Kopf schief.
    „Damit Männer wie du was zum Schauen haben!“, meinte meine Mum und gesellte sich neben ihn.
    Er grinste sie schelmisch an.
    „Ich schau lieber andre Dinge an!“, erwiderte ihr mein Dad, zog sie zu sich ran und küsste sie.
    Oh mein Gott, waren die peinlich.
    Konnten die sich nicht einmal wie ein altes Ehepaar verhalten?
    Immerhin waren sie schon seit 10 Jahren verheiratet, da musste man nicht so offensichtlich seine Liebe zur Schau stellen.
    Naja, wenigstens das Streiten bekamen sie schon ganz gut hin.
    Mum hetzte uns ernsthaft die Stufen zur Whispering Gallery hoch.
    Na gut, sie hetzte uns nicht, sie meinte nur, das könnten wir uns nicht entgehen lassen.
    Als wir unser Ziel endlich erreicht hatten, erklärten uns meine Eltern endlich den Sinn dieser Gallery.
    Wenn man auf der gegenüberliegenden Seite von dem jeweils anderen stand, und ihm was zuflüsterte, konnte er es trotz der großen Distanz verstehen. Das probierten meine Geschwister auch so gleich aus. Mir war das natürlich zu blöd und ich ließ mich lieber auf den nächsten freien Platz nieder, der sich mir bot.
    Meine Mum gesellte sich zu mir, während mein Dad den begeisterten Zwillingen folgte.
    „Hallo Scorpius!“, kam es dann auch schon geflüstert.
    Ich war so überrascht, dass das wirklich funktionierte, dass es mir fast Spaß machte, mich mit Emily und John quasi über die Wand zu unterhalten.
    Anschließend mussten wir noch mal unzählige Treppen in die Höhe steigen und ich hatte schon Angst, dass ich einen Herzinfarkt bekommen würde.
    Meine Mum meinte wieder, dass ich unglaublich übertreiben würde, aber die hatte ja keine Ahnung.
    Aber selbst ich musste zugeben, dass man von dort ganz oben einen atemberaubenden Blick über London hatte.
    Mum holte schon wieder diese Muggelkamera raus, die sie erworben hatte und schoss ein Foto nach dem anderen.
    Auch wenn ich mit diesem Muggelkram genauso wenig anfangen konnte, wie Dad, wollte ich das Ding auch mal haben.
    Meine Mum erklärte mir die verschiedenen Dinge, die ich zu beachten hatte, als ob ich das nicht selbst wüsste und ließ mich dann gewähren.
    Ich nahm das Teil vorsichtig in die Hand und erschrak, als plötzlich das eine Ding rausgefahren kam.
    „Das ist doch nur der Blitz!“, erklärte meine Mum und lachte.
    Ich hasste es, wenn mich jemand auslachte.
    Vor allem für Sachen, für die ich nichts konnte.
    Kann ich ja nichts dafür, wenn bei denen die Sachen immer so kompliziert sein müssen.

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