Fühlst du dich wohl in deiner Haut 21

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1 Kapitel - 1.765 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.175 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    1
    Abflug



    Als wir endlich beim Flughafen angekommen waren, war es mittlerweile schon kurz vor vier. Blöderweise ging schon um 6 Uhr der Flieger und es war ratsam zwei Stunden früher da zu sein.
    Allerdings hatte mein Sohn wieder eine halbe Ewigkeit gebraucht, um alle seine Sachen zusammen zu haben.
    Allein das Duschgel und das Haargel hatten schon mindestens seinen ganzen Rucksack eingenommen. Den durfte er dann als Handgepäck nehmen und mit sich rumschleppen. Ich gab bestimmt nicht noch einen Koffer bei dem Flughafen auf, sonst müssten wir bei der Kofferausgabe wieder ewig warten.
    Emilys und Johns Sachen hatte ich in meinem Koffer untergebracht, der schon gestern fertig gepackt war.
    Wir nahmen ganz muggelgetreu das Taxi zum Flughafen und stiegen dort aus.
    Ich zusammen mit den verschlafenen Zwillingen, die die Augen kaum aufbekamen, einem missgelaunten Draco und einem bockigen Scorpius.
    Aber das musste schließlich sein. Die waren alle dermaßen verwöhnt und es war sicher eine gut Erfahrung mal auf die ganze Zauberei zu verzichten und einen normalen Muggelurlaub zu machen.
    Schließlich machten die Potters das auch schon seit Jahren, dann konnte das ja wohl nicht so schwer sein.
    Wir machten uns auf den Weg zu dem Schalter unsrer Fluggesellschaft und reihten uns in die Schlange ein.
    „Na toll. Jetzt darf man sich hier auch noch anstellen!“, meckerte mein Mann schon wieder munter drauf los.
    „Wird schon nicht so lange dauern!“, entgegnete ich ihm und nahm meinen Ausweis schon mal raus.
    Glücklicherweise war ein Personalausweis das einzige Muggelding, was Draco hatte, allein schon wegen seinem Beruf.
    Das Problem hatte ich dann wenigstens nicht mehr.
    Wir legten der freundlich wirkenden Angestellten unsere Pässe vor und gaben unser Gepäck auf.










    „Hier sind ihre Bordkarten!“, informierte uns die Blonde und streckte uns unsere Tickets hin.
    Anschließend mussten wir uns noch ein wenig gedulden, da das Gate erst in einer Dreiviertelstunde zugänglich war.
    Wir setzten uns auf die dazu vorgesehenen Sitze und stellten unser Handgepäck ab.
    Und da ging es auch schon los.
    „Mama, ich hab Durst!“, meinte John und rieb sich die müden Augen.
    „Scorpius, sei doch mal so lieb und geh zu dem Automaten und hol was zum Trinken!“, wandte ich mich meinem Ältesten zu und gab ihm Geld.
    Bevor er noch irgendwas einwenden konnte, schob ich ihn auch schon in die Richtung des Getränkeautomaten und er machte sich wiederwillig auf den Weg.
    „Jetzt müssen wir uns schon Flaschen aus dem Automaten holen!“, sagte Draco neben mir empört.
    Ehe ich ihm antworten konnte, meldete sich auch Emily, die bisher ungewohnt ruhig gewesen war, zu Wort.
    „Ich muss aufs Klo!“
    Omann, das konnte was werden.
    Ich nahm sie bei der Hand und suchte mit ihr die nächste Toilette auf.
    Das war schneller erledigt, als gedacht und die restliche halbe Stunde ging auch recht schnell um.
    Also begaben wir uns zu der Kontrolle.
    Die Kinder mussten nur ihre Jacken ablegen und kamen auch problemlos durch. Anders war das bei meinem Mann, der sich erst mal weigerte, seinen Mantel und seinen Kaschmirschal abzulegen.
    Nach einer ewigen Prozedur ließ er sich dann dennoch dazu herab und schritt durch den Bogen.
    „Piep, Piep, Piep!“, machte das Ding und Draco zuckte zusammen.
    „Was soll denn das!“, empörte sich der dann auch schon.
    Da kam auch schon die Zuständige und fuhr mit ihrem Metalldetektor, oder wie man dieses Ding auch immer nennen mag, an meinem Mann hoch und runter.
    Allerdings war das noch nicht genug.
    Sie legte das Ding weg und tastete Draco auch noch ab.
    „Fuß hoch!“, schnauzte sie ihn an.
    Der ließ sich das natürlich nicht bieten.
    „Hören Sie sofort damit auf, mich anzutatschen!“, herrschte er die griesgrämige Dame an, die ihn nun überrascht ansah.
    „Ist ja gleich vorbei!“, schnauzte sie ihn nur gleichgültig an.
    Irgendwann hatten wir dann auch das hinter uns, aber Draco hörte immer noch nicht auf zu schimpfen.
    „Das ist doch wohl unerhört! Die sollen gefälligst ihre Griffel bei sich behalten. Niemand tatscht mich an!“, wandte er sich nun mir zu.
    Ich zog die Augenbrauen hoch und er sah mich an.
    „Außer natürlich von meiner Frau!“, grinste er, zog mich in seine Arme und Scorpius verdrehte neben uns demonstrativ die Augen.
    „Ihr seid so peinlich!“, konnten wir noch vernehmen, bevor er sich wieder auf einem der Stühle fallen gelassen hatte.
    Nach einer weiteren Stunde Wartezeit konnten wir endlich zum Gate, nachdem wir erneut unsere Ausweise vorgezeigt hatten.
    „Am besten leg ich den gar nicht mehr aus der Hand!“, maulte Scorpius.
    Dort stiegen wir in den Shuttlebus, der brechend voll war, was natürlich meinem Mann schon wieder nicht gepasst hatte.
    Nach etwa fünf Minuten hielt der Bus an und wir stiegen aus und folgten der Menge zu der Treppe, die ins Innere des Airbusses führte.
    Wir bahnten uns einen Weg und Draco nahm sich die neusten Muggelezeitungen mit. Obwohl er sie nicht leiden konnte, wollte er wenigstens gut informiert sein.
    Wir nahmen auf den vorgeschriebenen Sitzen Platz.
    Scorpius hörte missgelaunt Musik. Anscheinend hatte der die alten Nu Metal Cds von seinem Vater damals ausgekramt und sie auf seinen iPod geladen, das war das einzige Muggelding, das er benutzte.
    Ein Wunder, dass der Bass und das dröhnenede Gegröhle seinen kleinen Bruder nicht weckten.
    Nach einer kurzen Weile kam die Stewardess auch schon mit dem Servicewagen und bot uns zu trinken an.
    Scorpius wollte Wasser und für John und Emily bekamen wir Saft. Draco wurde mit schwarzem Tee versorgt und war dann auch zufrieden.
    Mein Ältester meckerte noch ein bisschen rum und beschwerte sich darüber, dass er Wasser aus Plastikbechern trinken musste.
    Das würde er schon überleben.
    „Du bist sowieso viel zu verwöhnt! Deine Eltern möchte ich mal kennen lernen!“, meinte ich und grinste ihn an.
    Der wiederum setzte wieder seine Kopfhörer auf, konnte sich ein kleines Grinsen aber doch nicht verkneifen.
    So cool war er eben doch nicht.
    Ich sah aus dem Fenster und die ersten Sonnenstrahlen blendeten mich schon fast.
    Mittlerweile war die Sonne schon fast aufgegangen und Stimmgewirrwarr machte sich im Flugzeug breit und John hörte auf, mit dem Fenster rumzuspielen. Er hatte es besonders lustig gefunden, die Jalousie immer hoch und runter zu ziehen. Dafür hatte er schon einige böse Blicke von seinem Vater geerntet.
    Die Lautsprecher fingen an zu rauschen und man konnte eine nuschelnde Stimme vernehmen. Die erklärte lang und breit die Sicherheitsbedienungen und dann war anscheinend der Kapitän dran. Der erläuterte wiederum seinerseits, wer er war, wann wir starten würden und was unsere Ankunftszeit war. Die Flugdauer, die Höhe und die Geschwindigkeit erwähnte er auch noch, allerdings tat man sich schwer, alles zu verstehen. Es rauschte dermaßen und der Kerl murmelte anscheinend in seinen mehr oder weniger vorhandenen Bart hinein.
    Kurze Zeit später hoben wir ab.
    John saß am Fenster, dann ich und Scorpius.
    Draco saß mit Emily auf der anderen Seite und die löcherte ihn die ganze Zeit mit Fragen.
    „Papa, wie hoch fliegen wir?“, „Daddy, wann sind wir da?“ und „Wo sind wir grad?“, waren nur ein paar davon.
    Da war ich mit dem stillschweigenden Scorpius und dem schlafenden John schon besser bedient.
    Mein Jüngster hatte den Kopf an meine Schulter gelegt und schlummerte friedlich vor sich hin.
    Eineinhalb Stunden später landeten wir auch bereits wieder und zeigten das letzte Mal für Heute unseren Pass vor.
    Wenigstens war der Kontrolleur hier wesentlich netter.
    Wir warteten geschlagene 20 Minuten auf unsere Koffer und Draco und sein Ebenbild wurden immer ungeduldiger.
    Anschließend nahmen wir den Zug und kamen in der Eingangshalle des Flughafens Stansted an.
    „Auch wieder einer der billigen Flughäfen!“, meinte mein Mann abfällig und musterte seine Umgebung kritisch.
    Ich verdrehte die Augen und nahm meinen Trolli.
    Draco, der auf so ein Muggelzeugs natürlich verzichten wollte, hatte es mit seinem Koffer wesentlich schwerer.
    Während ich meinen Trolli hinter mir herzog, musste Draco sich mit dem Tragen abmühen. Selbst Scorpius hatte sich nach etlichem Zureden dazu durchgerungen.
    „Ich kann deinen Koffer auch ziehen!“, bot mir John mit lieben Augen an.
    Selbst jetzt war mein Sohn schon ein Gentleman.
    „Danke, Schatz, das ist doch nicht nötig. Pass du nur auf, dass du deinen Rucksack bei dir behältst und nebenbei kannst du noch auf deine Schwester achten!“, meinte ich und strich ihm übers dunkle Haar.
    Jetzt mussten wir nur noch in den Bus, der uns in die Stadt brachte.
    Unser Fahrer begrüßte uns in undeutlichem Englisch, aber ziemlich freundlich.
    Er hätte als perfektes Double von Bob Marley durchgehen könne, die gleiche Hautfarbe und die gleichen Dreadlocks hatte er schon mal.
    „Wer weiß, was der alles auf seinem Kopf züchtet…!“, raunte mir Draco zu.
    Immer diese Vorurteile. Ich hatte jedenfalls nichts gegen Dreadlocks.
    Mit dem Bus brauchten wir ungefähr eine Stunde und kamen dann endlich im Stadtzentrum an.
    In der Nähe lag glücklicherweise die nächste U-bahnstation. Wir kramten unsere Fahrkarten raus und kamen auch problemlos durch die Schranken in dem Bahnhof.
    Außer natürlich Draco. Dessen Karte streikte natürlich wieder. Was ihn erneut dazu veranlasste, sich aufzuregen. Dass ihm hier auch am laufenden Band Gründe dafür geliefert wurden, war wirklich nicht sonderlich perfekt. Hätte auf jeden Fall besser laufen können.

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