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Fühlst du dich wohl in deiner Haut 19

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1 Kapitel - 2.099 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.456 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Neue Freunde ebenfalls!

    1
    Irgendwann kommt alles raus



    Zabini saß mir gegenüber in unserem großen Wohnzimmer und blickte mich erwartungsvoll an.
    Hatte er gerade was gesagt?
    „Warum hörst du mir eigentlich nie zu?“, fragte er mich in diesem Augenblick ärgerlich, als ich ihn fragend angesehen hatte.
    „Tut mir leid, ich war gerade mit meinen Gedanken ganz woanders!“, entschuldigte ich mich.
    Es lag nicht in meiner Absicht, ihn zu ignorieren, aber ich war einfach so froh, meine Frau wieder um mich zu haben.
    Die letzte Nacht war einfach…
    „Au! Sag mal spinnst du?“, fuhr ich ihn an. Er hatte mir mit der Flasche Wein fast den Kopf zertrümmert.
    „So, jetzt hörst du mir endlich zu. Ich hatte dir gerade lang und breit erklärt, dass ich ab jetzt…“
    In diesem Moment kam Catherine ins Zimmer und sah uns dort sitzen.
    „Na Catherine? Alles klar?“, fragte Zabini und grinste sie verschmitzt an.
    Diese zog die Augenbrauen hoch.
    „Ähm ja, alles klar!“, antwortete sie und setzte sich zu mir.
    Ich legte ihr den Arm um die Schultern, während ich Zabini einen warnenden Blick zuwarf.
    Der würde doch nicht etwa…
    „Und? Hast du mich vermisst?“, fuhr er fort und lachte sie wissend an.
    „Ja, unbeschreiblich, wie immer!“, entgegnete sie gelassen, sah mich dennoch fragend an.
    Ich zuckte die Schultern und blickte Zabini finster an, doch der dachte gar nicht daran, aufzuhören.
    „Ich hoffe, du hast inzwischen bemerkt, dass dein Mann nicht unbedingt der beste Küsser ist!“, plauderte er locker flockig weiter.
    Catherine musterte ihn skeptisch.
    „Wie sollte ich das? Schließlich renn ich nicht rum und küsse jeden, der mir über den Weg läuft!“, meinte sie nun schon ein wenig genervter.
    „Nicht jeden!“, sagte er und sah sie anzüglich an.
    „Kannst du mal bitte aufhören mich so anzuschauen, und deine Andeutungen sein lassen!“, herrschte sie ihn ärgerlich an.
    „Zabini weiß nicht, was er redet! Er hat heut einfach schon zu viel den Luxus des reichseins genossen. Bestimmt war die ein oder andere bunte Smiley-pille dabei!“
    Jetzt bekam auch ich ihren prüfenden Blick ab.
    „Draco, was ist hier los!“, fuhr sie jetzt auch mich an und musterte mich argwöhnisch.
    Ich vergaß immer, dass sie das beinahe so hinkriegte, wie ich.
    Aber nur beinahe.
    Meine Blicke toppt niemand.
    „Naja, jetzt haben deine Lippen wenigstens schon andere als Malfoys und natürlich Johns berührt!“, mischte sich Zabini nun wieder schadenfroh ein.
    Ich würde diesen Kerl…
    „Wie meinst du das?“, funkelte meine Frau meinen „Freund“ an.
    „Ich dachte, wir hatten uns darauf geeinigt ihr nichts zu sagen!“, zischte ich ihn an.
    „Mir WAS nicht zusagen!“, sie blieb noch gefährlich ruhig.
    „Dass du mich geküsst hast!“, grinste Zabini sie breit an.
    „Ich hab WAS?“, sie schnappte empört nach Luft „Ich soll dich geküsst haben? Nie im Leben!“
    „Oh doch, du konntest nicht mehr an dich halten und warst meinem unwiderstehlichem Charme unterlegen!“
    Ich versuchte gerade, ihn mit meinen Blicken zu erdolchen, als Catherine mit ihrer Befragung fortfuhr.
    Naja, irgendwann würde es eh rauskommen.
    „Sarah hat Zabini ein bisschen angeflirtet, als sie in deinem Körper war und dann hat er schamlos“, ich warf Zabini einen bösen Blick zu „die Situation ausgenutzt und dich, also sie geküsst!“, erklärte ich ihr.
    „Ein bisschen!“, hackte sie nach.
    „Ja nur ganz leicht und nur spaßeshalber!“, antwortete ich ihr mit meinem unschuldigsten Lächeln.
    Vielleicht würde sie das milder stimmen, aber irgendwie schien das heute nicht zu klappen, denn sie musterte sowohl mich, als auch Zabini kalt.
    „Ach, hab dich nicht so. Ich bin mir sicher, wenn du in deinem Körper gewesen wärst, hättest du’s genossen!“, grinste Zabini sie dreist an.
    „Bestimmt, insgeheim verzerr ich mich nach dir!“, konterte Catherine, schüttelte meinen Arm ab und erhob sich.
    „Und du hast das zugelassen!“, fauchte sie nun auch mich an.
    Was konnte ich denn bitte dafür, wenn sich ihre Freundin an meinen Freund ranschmiss?
    Aber das war ihr anscheinend egal.
    „Ich muss mal kurz telefonieren!“, meinte sie und würdigte uns keines Blickes mehr.
    „Super, Zabini. Ganz große Klasse! Musste das jetzt sein!“, schnauzte ich ihn an.
    „Ach komm, die soll sich nicht so haben! War doch lustig!“, er grinste immer noch.
    „Dann hab ich noch was wahnsinnig Lustiges für dich!“, meinte ich und fing nun an seiner Stelle an zu grinsen.
    „Was?“, fragte er ahnungslos.
    „Du hast doch heut sicher noch nichts vor, oder?“
    „Doch, eigentlich schon. Ich hab heut eine Verabredung mit Sophilia!“
    Wer war das schon wieder!
    „Muss ich die neuste Eroberung kennen?“, ich sah ihn skeptisch an.
    Hatte er nicht letzdings wieder irgendwas von Lebenswandel erzählt?
    „So ne Yoga-Lehrerin, die ich letztens irgendwie kennen gelernt hab!“, antwortete er mir stolz wie ein kleiner Junge.
    „Ich dachte, die hieß Henriette?“
    Jedenfalls war das eine der Yoga-Lehrerinnen, die er in der letzten Zeit flachgelegt hatte.
    „Wer?“
    Er sah mich fragend an.
    Ich zog die Augenbrauen hoch und wollte gerade etwas erwidern, als er sich zu erinnern schien.
    „Achso die! Das ist doch schon 2 Woche her!“
    Aja, wie konnte ich das nur vergessen.
    „Naja, jetzt hast du auf jeden Fall nichts vor. Sophilia kann warten, der heutige Abend ist für dich schon verplant!“, meinte ich entschlossen.
    Wenn der wüsste, was ihm blühte.
    „Wollen wir endlich wieder zusammen um die Häuser ziehen? Die ein oder andere Braut aufreißen?“, fragte er mich hoffnungsvoll und sah mich freudig an.
    „Knapp daneben!“, sagte ich und stand auf.
    „Ich komm gleich wieder“, verkündete ich und verließ das Wohnzimmer.
    Ich ging zum Zimmer meiner Jüngsten und betrat es.
    Die beiden waren gerade dabei, irgendein Puzzle zu lösen, dass Hermine ihnen letztens mitgebracht hatte.
    Wahrscheinlich dachte sie, meine Kinder würden intellektuell zu kurz kommen und zu wenig gefördert werden.
    Sollte die mal hoffen, dass Hugo und Rose wenigstens die Intelligenz und Lernbereitschaft mütterlicherseits geerbt hatten und nicht von ihrem Proll von Vater.
    Wenn ich den Namen Weasley schon hörte.
    Omann, warum musste sich meine Frau nur mit so einem Gesindel in ihrer Schulzeit anfreunden?
    Ich mein, Harry und Sarah waren ja noch in Ordnung, mit denen hielt man es ja aus, aber die beiden waren manchmal echt anstrengend und vor den Pflichtbesuchen ihrerseits graute mir schon immer ein paar Wochen vorher.
    Naja, man musste wohl in einer Ehe Kompromisse eingehen, das hatte ich nach 12 Jahren Ehe verstanden.
    Auch wenn ich einige Zeit dafür gebraucht hatte, aber man bekam ja schließlich zurück, was man gab.
    Wenigstens bekam ich das.
    Ich ging zum Schrank und holte den Koffer runter, den die beiden benutzten, wenn wir wegfuhren.
    Ich hätte ja Deffkus drum gebetene, die Sachen zusammenzurichten, aber das dauerte mir jetzt zu lange.
    Ich packte die nötigen Dinge, die die beiden Kinder für eine Nacht brauchten zusammen und wandte mich dann an meine Tochter.
    „Emily, wo ist denn dein Bär?“
    Ich wusste, dass sie ohne ihn kein Auge zu machen würde.

    Sie hob ihren Lockenkopf und schaute mich erstaunt an.
    „Warum?“, fragte sie mich mit großen Augen.
    „Ihr werdet heute Nach bei Onkel Zabini schlafen! Das wird ganz toll, er kauft euch, was ihr wollt und liest euch solange vor, bis ihr eingeschlafen seid. Und wenn ihr ganz lieb und brav sei, singt er euch bestimmt auch was vor!“, versprach ich ihnen und ihre Augen begannen zu strahlen.
    Sie gab mir ihren Teddy und ich legte ihn auf den Koffer.
    Ich ging aus dem Zimmer und besuchte meinen Sohn.
    Ich drückte die Türklinke runter und betrat den Raum.
    Scorpius saß mit dem Zauberstab auf dem Boden und blickte zu mir hoch.
    „Dad! Du störst! Was ist denn?“, maulte er mich an.
    Diese Pubertät begann langsam mir auf die Nerven zu gehen.
    „Sag mal wie redest du denn mit mir? Wendet man so einen Ton bei seinem Vater an!“, herrschte ich ihn an.
    Das musste ich mir nicht bieten lassen und von meinem eigenen Sohn schon gar nicht.
    „Pack deine Sachen, du und deine Geschwister werdet heute bei Onkel Zabini schlafen! Beeil dich, er will gleich los!“, informierte ich ihn kurz und warf ihm einen auffordernden Blick zu.
    „Ja, wird’s bald?“, fügte ich noch hinzu, als ich sah, dass er sich noch keinen Zentimeter bewegt hatte.
    „Das soll Deffkus machen!“, meinte er schon wesentlich kleinlauter als vorher, aber den Trotz konnte man trotzdem raushören.
    „Nein, das macht jetzt nicht Deffkus. Das machst jetzt du und wenn du nicht sofort aufstehst, dann darfst du die Sache gern mit deiner Mutter ausdiskutieren und die ist ohnehin schon schlecht gelaunt, also überleg dir gut, wie du vorgehst!“, entgegnete ich ihm und verließ auch sein Zimmer.
    Dann machte ich mich wieder auf den Weg zu Zabini, den ich ja noch über sein Glück in Kenntnis setzen musste.
    Er sah mich immer noch erwartungsvoll an.
    „Du wirst heute den Abend und die Nacht auf meine Kinder aufpassen, damit ich das ausbügeln kann, das du mir eingebrockt hast!“, trug ich ihm bestimmend auf.
    „Aber…!“, wollt er ansetzen, doch ich ließ ihn nicht ausreden.
    „Du musstest unbedingt damit anfangen, also löffelst du das jetzt so wieder aus!“
    „Aber…!“
    „Nein Zabini! Du hattest deinen Spaß, jetzt will ich auch meinen haben!“, schnitt ich ihm das Wort ab und warf ihm einen unnachgiebigen Blick zu.
    „Pass auf sie auf und bring sie heil wieder!“, sagte ich nachdrücklich und da kamen auch schon meine drei die Treppe runter.
    Ich stand auf, verabschiedete mich von ihnen und hatte gerade noch Emily auf dem Arm, als Zabini sich ebenfalls erhob.
    Ich drückte sie ihm auf den Arm und er nahm sie ohne Widerworte.
    Anscheinend hatte ich ihn so überrannt.
    Ich begleitete den schmollenden Scorpius und die anderen drei noch zur Tür und blickte ihnen erleichtert nach.
    Endlich.
    Zabini drehte sich noch einmal zu mir um und sah mich missmutig an.
    „Du bist unerbittlich!“, rief er mir noch zu, als er mit meinen Kindern weit genug weg war, um zu apparieren.
    Emily und John winkten mir ein letztes Mal zu, bevor sie auch schon verschwunden waren.
    Ich schloss die Tür und drehte mich um.
    Ich sah in das Gesicht meiner Frau, die mich kritisch musterte.
    „Wo sind die Kinder? Ich wollte sie gerade zum Essen holen, aber sie sind nicht da!“, meinte sie und wandte ihren Blick nicht von mir ab.
    Ich hasste das, wenn sie mich so durchdringend anstarrte.
    „Die hat Zabini gerade eben mitgenommen! Er wollte unbedingt Zeit mit seinem Paten und den Zwillingen verbringen, er hat sich förmlich drum gerissen!“, antwortete ich und grinste sie an.
    „Soso!“, sie zog noch einmal kritisch die Augenbraue in die Höhe, ließ sich dann aber ohne Widerstand von mir mitziehen.
    „Und was ist mit dem Essen?“, wollte sich noch einwenden, als ich sie bereits geküsst hatte.
    „Das können die Hauselfen essen, die haben auch eine Belohnung verdient!“, entgegnete ich ihr und lächelte sie an.
    „Du glaubst aber nicht, dass damit wieder alles gut ist, oder?“
    „Nein, aber ich bin auf dem besten Weg dazu!“, erwiderte ich und zog sie in meine Arme.
    „Na dann wünsch ich dir viel Erfolg!“

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