Springe zu den Kommentaren

Fühlst du dich wohl in deiner Haut 10

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 3.410 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.762 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mein Profil: http://www.testedich.de/profil/showprofil.php


Kommentare sind wie immer gern willkommen!


Neue Freunde ebenfalls!









    1
    „Kinder achten mehr darauf, was Eltern tun,
    als was sie sagen. “

    „Hast du alles, James?“, rief ich durch die Wohnung in Richtung James Zimmer.
    Das war echt praktisch. Bei uns daheim konnte ich mir die Seele aus dem Leib schreien und man würde es trotzdem nicht im ganzen Haus hören.
    „Ja Mama!“, kam es aus seinem Kinderzimmer.
    „Komm gleich!“, fügte der Kleine schreiend hinzu.
    Langsam fing ich an, den kleinen richtig in mein Herz zu schließen.
    Natürlich hatte ich ihn davor auch sehr gemocht, schließlich war ich ja immerhin seine Patentante, aber ich hatte ihn inzwischen richtig lieb.
    Sarah hatte da wirklich einen prächtigen Sohn groß gezogen.
    Der kleine Wuschelkopf kam mit seinem bunten Rucksack auf mich zugelaufen und ich fing ihn auf.
    „So dann können wir ja gehen!“, meinte ich und er nickte begeistert.
    Harry war immer noch bei der Arbeit, er war nicht mal mittags daheim gewesen.
    Anscheinend hatte er viel zu tun.
    Ich hatte James vor einer halben Stunde vom Hort abgeholt, mit einem Auto, wohl gemerkt und hatte glücklicherweise keinen Unfall gebaut.
    Wie auch, ich ließ das Auto ja durch einen Zauber lenken.
    Wieso muss man Auto fahren können, wenn man fliegen und apparieren kann?
    Naja, jedenfalls hatte ich ihn nach Hause gebracht und dann mit ihm zu Mittag gegessen.
    Er hatte die ersten Spaghetti im Mund und schaute mich dann verwundert an.
    „Mami, die Soße schmeckt irgendwie anders!“, bemerkte er mit wachen Augen.
    Was war denn mit der Soße? Schmeckte sie nicht?
    Ich probierte sie vorsichtshalber, konnte aber keinen Unterschied zu sonst bemerken.
    Das war eine stinknormale Tomatensoße.
    Da fiel mir ein, dass Sarah ja ganz anders kochte, als ich und ihn das wohl stutzig machte.
    „Das ist ein neues Rezept! Ich wollte mal was anderes ausprobieren!“, erklärte ich ihm.
    „Hat die Maggi auch gekocht!“
    Jetzt verstand ich überhaupt nichts mehr.
    „Nein, die hab ich gekocht!“
    „Achso!“, meinte er irritiert.
    Ich ließ die Sache auf sich beruhen.
    Allerdings war es der helle Wahnsinn, dass die Wohnung immer so sauber war.
    Ich mein, bei uns war das auch nicht anders, aber wir hatten eigens Hauselfen fürs Putzen und Sarah schaffte alles allein. Die Hausarbeit, Putzen, Kochen, Waschen und Bügeln, das war ja der helle Wahnsinn. Und auch noch nebenbei Arbeiten…
    Wie schaffte sie das alles nur?
    Kein Wunder, dass sie nicht so viel Zeit für ihre Familie hatte.
    Wenn ich so viel zu tun hätte, hatte ich bestimmt keine ruhige Minute.
    Naja, ich setzte James wieder auf den Boden und nahm ihn bei der Hand.
    Ich apparierte mit ihm zu einem nahen Feldweg, da man nicht direkt in unser Haus gelangen konnte.
    Draco hatte unser Haus mit einigen Schutzzaubern belegt, na gut was heißt einigen, einigen hundert und die Bannmeile war einer davon.
    Aber das war in diesem Moment nicht schlimm, wir spazierten die paar hundert Meter zu meinem Haus und James erzählte mir die neusten Klatsch und Tratschgeschichten aus dem Kinderhort.
    Als wir endlich vor unserem Anwesen ankamen, wollte ich in meiner Tasche nach dem Schlüssel kramen, da fiel mir wieder ein, dass ich ja gar keinen hatte.
    Ich war das von dem Penthouse in London noch so gewohnt.
    Unser Gartentor, sowie unsere Haustür waren jeden Tag mit einem anderen Zauber verschlossen, in den man ein Passwort integrieren musste.
    Das war die neueste Erfindung von meinem paranoiden Mann.
    Seit er vor ein paar Jahren angefangen hatte, als Flüchebrecher in der Bank zu arbeiten, hatte er noch mehr Angst um sein Geld, als vorher.
    Er hatte zwar kein Problem damit, wenn ich unser Geld aus dem Fenster warf, aber ein Einbrecher sollte das nicht tun.
    Also klingelte ich und wartete geduldig bis Deffkus, der Hauself, der zum Empfangen der Gäste zuständig war, schnarrend den Zauber von dem Tor nahm.
    Ich schritt mit James an der Hand den Weg zu unserer Haustür und begrüßte den Hauself.
    „Hallo Deffkus, na hast du heute Glück bei Elidora gehabt?“, ich schmunzelte ihn an.
    Er sah mich verwundert an.
    „Guten Tag Misses Potter, woher wissen Sie meinen Namen?“, fragte er mich verdutzt.
    Ich zuckte bei dem Namen Potter zusammen, ich war einfach meinen Nachnamen gewohnt und Potter mochte ich ganz sicher nicht heißen.
    Oh Mist, ich sollte in Zukunft wohl eher Denken als Reden, auch wenn es mir schwer fiel, ich brachte mich sonst noch in Schwierigkeiten.
    „Catherine hat einfach schon so viel von dir erzählt!“, ich grinste ihn an.
    Er wurde rot, nickte und ließ mich bereitwillig eintreten.
    Ich betrat unsere Eingangshalle und machte mich auf den Weg zum Wohnzimmer, in dem ich Sarah vermutete.
    Ich hatte sie heut Morgen angerufen um das mit heute zu klären.
    Sie saß im Wohnzimmer und las gerade Emily ein Buch vor, während John auf dem Boden saß und mit seinen Legosteinen spielte.
    Es war ein komisches Gefühl sich selbst zu sehen und nicht in seinem Körper zu stecken.
    John blickte auf und lief auf James zu.
    Emily strahlte mich an.
    „Hallo Tante Sarah!“, sagte sie freudig und rannte auf mich zu, um mich zu umarmen.
    Das war meine Tochter.
    „Mama, dürfen ich und James noch schnell in mein Zimmer, ich will ihm mein neues Rennauto zeigen!“, wandte sich John Sarah zu und sah sie bittend an.
    Schön war es nicht, wenn die eigenen Kinder jemand anderen, Mama nannten, aber schließlich war ich für sie ja noch in meinem Körper.
    Sarah nickte und wurde bevor sich James mit John verzog, noch mal von ihrem Sohn gedrückt.
    „Hallo Tante Catherine, geht es dir gut?“, fragte er sie.
    „Ja, alles okay!“, lächelte sie ihn freundlich an.
    Dann verschwand er mit seinem Freund in Johns Zimmer.
    Ich sah meinem Sohn hinterher.
    Emily folgte ihnen, anscheinend wollte sie nichts verpassen.
    Ich sah Sarah, die mich angrinste.
    „Und wie geht’s dir so? Wie lebt es sich so in meiner Rolle?“, fragte ich sie.
    „Alles bestens, ich habe schon mehr eingekauft, als in den letzten 10 Jahren!“
    Das konnte ich mir vorstellen, war ja auch meine Platinkarte.
    Ich grinste sie an.
    „Das glaub ich gleich! Wahrscheinlich steht schon der ganze Keller voll von neuen Schuhen und Schmuck!“
    „Könnte man so sagen!“, meinte sie verschmitzt.
    „Ich soll dir übrigens 1000 Küsse von deinem Mann ausrichten und dass er dich über alles liebt und er dich wahnsinnig vermisst und so weiter und sofort! Ich wiederhol jetzt nicht jedes Wort von der halbstündigen Ansprache!“
    Sarah lächelte verträumt und freute sich anscheinend wie ein Honigkuchenpferd.
    „Sag ihm, dass ich ihn auch liebe!“
    Das war kurz und knapp, das konnte ich mir merken.
    „Das kann ich mir gerade noch merken!“
    Ich grinste.
    „Ach übrigens, Draco müsste in ein paar Minuten kommen!“, fügte sie noch hinzu.
    „Warum? Der kommt normal nie mittags heim!“, fragte ich verwundert.
    „Naja, als ich ihm erzählt habe, dass du nachher kommst und die Kinder abholst, um mit ihnen zum Spielplatz zu gehen, meinte er, das könne er sich nicht entgehen lassen und er nimmt sich für eine Stunde frei!“
    Ich brach innerlich in Jubel aus. Ich hatte ihn schon unheimlich vermisst, selbst sein arrogantes Grinsen fehlte mir.
    Man sah mir das wohl an, denn Sarah lachte, als die Tür geöffnet wurde und ich sie freudig strahlend anblickte.
    Ich drehte mich um und sah auch schon Draco, wie er sorgsam wie immer seinen Mantel ablegte und ihn Deffkus in die Hand drückte.
    Er würde niemals seinen Mantel selbst auf einen Bügel hängen.
    Da kamen Emily mit den beiden Jungs an ihrer Seite ins Wohnzimmer gestürzt.
    Anscheinend hatten auch sie die Tür gehört.
    Emily lief auf ihren Vater zu und der fing sie auf und nahm sie auf den Arm.
    Sie schlang ihre Ärmchen um ihn und schmiegte den braunen Lockenkopf an seinen Hals.
    „Hallo Daddy!“
    „Hallo mein Schatz!“, meinte Draco und gab ihr eine Kuss auf ihr Haar.
    Dann wanderte sein Blick zu mir und er lächelte mich freudestrahlend an.
    Es war furchtbar, dass ich nicht einfach wie immer zu ihm gehen konnte und mich von ihm zur Begrüßung küssen lassen konnte.
    Aber das ging ja nicht vor den Kindern.
    Stattdessen ging er zu Sarah hin und küsste sie auf die Wange.
    Naja, wenigstens nicht auf den Mund, Glück für ihn, sonst konnte er noch was erleben.
    Ich beobachtete ihn mit Argusaugen und er wusste das ganz genau.
    „Hallo, meine Liebe!“, begrüßte er sie und drehte sich dann zu mir um und grinste mich schelmisch an.
    Das würde mich doch nicht reizen.
    Blöderweise tat es das aber doch und ich verzog mich lieber in die Küche, das musste ich ja nicht mit ansehen.
    „Ich hol mir mal was zu trinken!“, verkündete ich und machte mich auf den Weg dahin.
    Draco sprang wider Erwarten sofort von der Couch auf und bot großzügig an, mir dabei zu helfen.
    Kurz nachdem ich die Tür hinter uns geschlossen hatte, spürte ich schon seine Arme um meine Taille.
    „Draco, hier kann jederzeit jemand reinkommen!“, versuchte ich ihm klar zu machen.
    „Ja und, niemand kann mir vorschreiben, wann ich meine Frau zu küssen habe und wann nicht!“
    „Doch, wenn sie im falschen Körper steckt, dann schon!“, grinste ich ihn an.
    „Du spielst ja deine Rolle ganz gut!“, stellte ich fest.
    Wohl ein bisschen zu gereizt.
    Er merkte das sofort und setzte wieder sein arrogantes Grinsen auf.
    „Ist da jemand eifersüchtig?“, fragte er mich, während er mir die Haare aus dem Gesicht strich.
    „Nie im Leben!“, meinte ich kaltschnäuzig.
    „Ich habe bei Sarah daheim mit Potter genug Spaß!“
    Das schockierte ihn anscheinend und er sah mich perplex an, bevor er die Augen verdrehte.
    „Das würde sich Potter nie trauen!“, fügte er dann selbstsicher hinzu.
    „Nein, wahrscheinlich nicht!“, antwortete ich ihm und erwiderte endlich seinen Kuss.


    Ich riss die Tür auf, die zum Glück nicht verschlossen war. Anscheinend war der Zauber heute schon ein paar Mal gebrochen beziehungsweise aufgehoben worden.
    Mir sollte das recht sein.
    Ich ging in unsre Eingangshalle und schmiss meinen Koffer in die Ecke.
    Diese dummen unfähigen Hornochsen an meiner Schule, was konnte ich denn dafür, wenn ich nicht so gut in Verwandlung war.
    McGonagall hätte mich ja nicht gleich suspendieren müssen.
    Auch wenn es nur für einen Tag war.
    Bestimmt fragten sich Gordy und Selectus schon, wo ich abgeblieben war, ich hatte keine Zeit mehr gehabt, ihnen Bescheid zu sagen.
    Adams Eltern hatten mich nach Hause mitgenommen, schließlich war das ja auch seine Schuld gewesen und er durfte deswegen morgen auch nicht in die Schule.
    Ich konnte McGonagall überreden vorläufig nichts meinen Eltern zu erzählen, wenn ich versprach, sofort wenn ich daheim war, mit ihnen zu reden und morgen mit ihnen bei ihr erscheinen würde.
    Jetzt würde mich meine Mum extra selbst nach Hogwarts bringen müssen.
    Und mein Dad musste auch mitkommen.
    War das ein Scheiß.
    Allerdings nur, wenn ich die Standpauke von ihnen überleben würde.
    Wahrscheinlich war da Dad noch das geringere Problem, schließlich war nur das blöde Fach Verwandlung Schuld und ich wusste ganz genau, dass er das zu seiner Schulzeit auch nicht gekonnt hatte, auch wenn er das nie zugeben würde.
    Mum würde sich bestimmt ewig aufregen und mir sonst was verbieten.
    Bevor ich mich meinen Eltern, beziehungsweise meiner Mum, da Dad bestimmt noch in der Arbeit war, im Wohnzimmer stellte, wollt ich mir erst noch was zum Trinken holen.
    Ich musste mir schließlich Mut antrinken.
    Ich machte die Tür zur Küche auf und riss meine Augen auf.
    Ich sah, wie Dad und Tante Sarah wild miteinander knutschten.
    Sie waren anscheinend so mit sich beschäftigt, dass sie mich nicht mal bemerkten.
    Naja, wenigstens hatten sie noch ihre Sachen an.
    Das war mit Abstand die beste Ablenkung für mein Versehen.
    Mum würde so fertig sein, wenn sie erfuhr, dass Dad sie betrog, dass sie garantiert vergessen würde, mich zu bestrafen.
    Allerdings würde sie das auch wahnsinnig traurig machen und so berechnend, dass mir das egal war, war ich dann doch nicht.
    Sie tat mir jetzt schon Leid, aber sie müsste die Wahrheit erfahren.
    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende und Scheidungskinder waren bekanntlich nicht schlecht dran.
    Obwohl, ich glaubte kaum, dass ich ein Scheidungskind werden würde, davor würde meine Mum meinen Dad noch umbringen.
    Obwohl ich das alles ziemlich komisch fand, schließlich liebte mein Dad meine Mum.
    Naja, egal.
    Ich ging ins angrenzende Wohnzimmer und sah dort meine Mum auf der Couch sitzen.
    Ich hörte Kinderlachen aus Johns Zimmer.
    Anscheinend vergnügten sich meine Geschwister mit James, während dessen Mutter das ebenfalls tat.
    Mum schaute mich fragend an.
    „Lucas, was machst du denn hier?“, fragte sie mich perplex.
    „Erklär ich dir später! Ich wurde suspendiert“
    Ihr Blick ruhte immer noch auf mir und doch nun zog sie kritisch die Augenbrauen hoch.
    Ich beschloss es ihr schonend beizubringen.
    „Mum, Dad vögelt in der Küche mit Tante Sarah!“
    Ein bisschen Dramatik schadete nie, obwohl sie sich ja nur geküsst hatten.
    Komischerweise erreichte selbst die überflüssige Dramatik nicht die erwartete Reaktion.
    Anscheinend schien Mum zu überlegen, was sie sagen sollte.
    Wusste sie etwa schon von der Affäre?
    Vielleicht war das ja für sie in Ordnung, wenn sich Dad Abwechslung holte…
    Aber das konnte ich mit bei meiner Mum nicht vorstellen, das würde sie nie zulassen.
    Ich betrachtete sie skeptisch.
    Warum hatte sie vorher überhaupt so gelassen reagiert? Sie würde doch normal total ausflippen, wenn ich ihr erzählte, dass ich suspendiert worden bin…
    Das war alles schon sehr komisch.
    In diesem Moment kamen Dad und Tante Sarah ins Zimmer, unschuldig lächelnd.
    Was bildeten sich die eigentlich ein.
    Das war eindeutig zu viel, niemand verarschte meine Mutter und schon gar nicht so dreist und offensichtlich.
    Und schon gar nicht mein Dad und meine Tante.
    „Was geht denn mit euch bitte?“, wandte ich mich den beiden zu, die mich verblüfft anstarrten.
    „Wie kannst du es wagen, Mum zu betrügen!“, wandte ich mich nun meinem Dad zu und durchbohrte ihn mit eisigen Blicken.
    Und ich hatte immer zu ihm aufgeblickt.
    „Jetzt beruhige dich doch erst mal, Scorpius!“, versuchte Tante Sarah, mich zu beruhigen.
    Die konnte mich mal.
    „Halt du dich da raus, du blöde Schlampe! Reicht dir Onkel Harry nicht, brauchst du jetzt auch noch Dad! Du dämliche Hurre, du bist dir wohl für nichts zu schade!“
    Die hatte mich heut in der Schule schon genug bloß gestellt.
    Und so was war meine Patentante.
    „Lucas Scorpius Phineas Zabini Malfoy! Überlege dir gut, wie du mit mir redest! Das hat mir heute Morgen schon gereicht. Wie kommst du dazu mir einen Vogel zu zeigen. Du entschuldigst dich jetzt sofort, und das wird Konsequenzen haben, mein Sohn. Und von diesen schleimigen Typen hältst du dich gefälligst fern, sonst verlässt du dein Zimmer bestimmt nicht mehr!“, sie funkelte mich wütend an.
    Moment mal…Sohn!
    Irgendwas lief hier gewaltig schief.
    Draco legte Tante Sarah, oder wem auch immer, beruhigend die Hand auf die Schulter.
    „Er weiß es doch nicht! Er wollte doch nur seine Mum verteidigen!“, flüsterte er ihr sanft zu und kam dann auf mich zu.
    Was zur Hölle war hier los.
    „Scorpius, es ist nicht so, wie es aussieht!“
    Das sagten die Typen in den Hollywood Filmen auch immer.
    Ich musterte ihn argwöhnisch.
    Kurz bevor sie dann ihre Frau verließen…
    „Hör zu, deine Mum und Tante Sarah haben aus Versehen vor ein paar Tagen einen Trank zu sich genommen, der sie die Körper tauschen hat lassen!“
    Ich sah ihn immer noch misstrauisch an.
    Wollten die mich hier verarschen?
    „Wir wollten das nicht an die große Glocke hängen und ihr Kinder solltet nichts davon erfahren!"
    Soso.
    „Und wer sagt mir, dass das nicht nur eine schlechte Ausrede ist und du in Wirklichkeit einfach Tante Sarah liebst und dich von Mum scheiden lässt!“, ich glaubte nichts ohne Beweise.
    „Aber Scorpius, ich liebe deine Mutter und würde sie nie verlassen. Frag sie was, was nur sie wissen kann, dann hast du deinen Beweis!“, erklärte er mir.
    Na toll. Jetzt durfte ich auch noch überlegen.
    Was wusste nur meine Mum…
    Glaubwürdig klang es ja irgendwie, jedenfalls war es logisch…
    Ich würde sie einfach testen.
    „Ach übrigens Mum, ich werde zu Lucius und Narzissa ziehen!“
    Während meine scheinbare Mum auf der Couch saß und uns gespannt musterte, sie hatte übrigens noch keinen Mucks gesagt, was sehr untypisch für meine Mum war, fing Tante Sarahs Körper bereits an zu schimpfen.
    „Das wirst du garantier nicht tun, bevor das passiert, häng ich mich lieber selbst im Garten auf und wenn du noch einmal mit so einer absurden Idee ankommst, dann wirst du dein Zimmer bestimmt nicht mehr verlassen, jedenfalls nicht bevor du 29 bist, und dann wird das so peinlich für dich werden, dass du freiwillig nie wieder das Haus verlassen wirst!“
    Ich grinste.
    Dad auch.
    Das war ganz klar meine Mum.
    Ich war überzeugt.
    Warum hatte ich das nicht schon früher bemerkt. Beispielsweise gestern oder vorgestern!
    „Aber sag deinen Geschwistern nichts davon, die würden das noch nicht verstehen!“
    Nach etlichen Fragen meinerseits, wie, wo, wann und warum, war das Thema endlich vom Tisch und ich war so müde von dem ganzen Stress, dass ich hoch ging und mich freiwillig vor 10 Uhr abends schlafen legte.
    Morgen würde noch ein langer Tag werde, unter anderem auch, weil ich meinen Eltern ja erst beibringen müsste, dass sie morgen mit nach Hogwarts kommen mussten.
    Jedenfalls meinem Dad.
    Dann musste ja morgen Tante Sarah mitkommen,
    statt meiner Mum.
    Das hatte ich ja noch gar nicht bedacht.
    Das würde ein Spaß werden, wenn sich meine Tante vor ihrer Chefin wegen ihrem Sohn rechtfertigen musste.
    Ich mein, für meine Mum war das ja schon Standard, die war ja gewohnt, ständig wegen mir in die Schule zitiert zu werden, aber für Tante Sarah war das Neuland.
    Naja, wir werden sehen, wie sie sich dabei anstellen wird.
    Hoffentlich würde sie das Beste für mich rausholen.

Kommentare (0)

autorenew