Fühlst du dich wohl in deiner Haut 6

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1 Kapitel - 1.648 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.383 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Geschäftlicher Zwergenaufstand

    Draco hatte heut Morgen hektisch das Haus verlassen, da er spät dran war und Emily sich nicht von ihm reißen konnte.
    Deshalb war es auch kein Wunder, dass kaum eine Stunde später auch schon mein Handy klingelte.
    „Catherine Malfoy“
    „Draco hier. Sarah, du musst mir einen Gefallen tun und mir die schwarze Mappe bringen, die auf meinem Schreibtisch liegt!“, meinte er völlig aus dem Häuschen.
    „Warum apparierst du nicht schnell her und holst sie dir selbst?“, fragte ich so hilfsbereit wie immer.
    „Weil ich hier viel zu tun hab und im Moment nicht wegkann!“, erwiderte er mir gereizt.
    Zum Glück sah ich sein Gesicht jetzt nicht.
    „Ja von mir aus! Und wo soll ich sie hinbringen!“, ließ ich mich breit schlagen.
    Ich wollte sowieso noch ein paar Sachen in London besorgen.
    „Ja in die Bank natürlich!“, keifte Malfoy mich schon wieder an.
    Der konnte sich mal einen höflicheren Umgangston angewöhnen, schließlich sollte ich ihm ja seine Sachen nachtragen.
    „Frag einfach einen der Kobolde nach mir, die werden dir dann schon sagen, wo ich zu finden bin!“, antwortete er mir knapp und hatte auch schon aufgelegt.
    Sag mal geht’s noch!
    Ich seufzte und machte mich auf den Weg in sein Arbeitszimmer.
    Das würde eine lange Reise werden.
    Ich musste die Treppe hoch und dann bis zum Westflügel.
    Ich betrat das riesige Zimmer, das bis ins letzte pikfein aufgeräumt war.
    Kein Staubkorn ließ sich hier nieder und wenn, dann war auch schon eine Armee von Hauselfen da, um den Fussel zu entfernen.
    Ich durchquerte den Raum und steuerte den Schreibtisch an, auf dem auch schon gut sichtbar die besagte Mappe lag.
    Ich nahm sie mit und suchte Elidora, um ihr Bescheid zu geben, dass sie für ein paar Minuten auf John und Emily aufpassen sollte, länger würde diese Angelegenheit ja nicht dauern.
    Schließlich musste ich nur kurz hinapparieren, die Mappe abgeben meine Besorgungen in London machen und dann wieder zurückapparieren. Eine Sache von höchstens einer halben Stunde.
    Ich zog mir meinen Mantel an, da es inzwischen draußen wieder kühler wurde und verließ das Haus.
    Ich ging die 20 Pflichtmeter von dem Anwesen entfernt ab und apparierte mich von dieser Stelle in die Londoner Innenstadt.
    Natürlich in eine versteckte Gasse.
    Die Gringottsbank, in der Draco als Fluchbrecher arbeitete, war die einzige britische Zauberbank, die mir einfiel.
    Harry tauschte dort immer seine, beziehungsweise unsre Galleonen in Pfund um.
    Die Bank wurde von den griesgrämigen Kobolden geführt, mit denen ich nicht allzu viel anfangen konnte.
    Die Koboldaufstände hatte ich schon in Geschichte nicht haben können, und meine Einstellung von damals hatte sich bis heute nicht geändert.
    Ich nahm die U-Bahn, da ich mir ja nicht zu schade für so ein unnötiges Muggelzeugs, wie Draco es immer zu nennen pflegte, war.
    Innerhalb kurzer Zeit hatte ich meine Haltestelle erreicht und suchte die Geschäfte, die ich mir beim letzten Einkaufsbummel gemerkt hatte.
    Ich brauchte nicht lange und ich hatte alle meine Einkäufe zusammen.
    Von dort aus apparierte ich zu Dracos Arbeitsplatz.
    Nach ein paar Sekunden stand ich vor dem großen schneeweißen Haus mit dem einprägsamen Bronzetor, das über die sonstigen Läden der Winkelgasse hinausragte.
    Ich schritt die weißen Steinstufen zu dem Bronzeportal hoch, in dem mich schon ein Kobold mehr oder weniger freundlich begrüßte.
    Er hatte eine scharlachrote, goldbestickte Uniform an und verbeugte sich vor mir, als ich an ihm vorbeischritt.
    Ich betrat die riesige Marmorhalle und sah mich unwillkürlich um.
    An langen Schaltertresen saßen die kleinen Kobolde auf hohen Schemeln, damit sie einem wenigstens in die Augen schauen konnte, wenn man mit ihnen sprach.
    Dafür, dass sie so klein waren, spielten sie sich definitiv zu sehr auf und behandelten uns Zauberer nicht besonders freundlich.
    Was mir schon jetzt auf den Keks ging, als ich mich einem der kleinen Kerle zuwendete und der mich genervt ansah.
    Der wusste doch noch nicht mal, was ich überhaupt wollte.
    Ich stahl ihm schon nicht seine kostbare Zeit.
    „Entschuldigen Sie, ich würde gerne zu Mister Malfoy, ich muss ihm nur schnell was geben! Könnten Sie mir sagen, wo er sich gerade aufhält und wie er zu finden ist?“, fragte ich ihn in meinem freundlichsten Ton.
    „Soso, Mister Malfoy also suchen Sie! Und wer sind sie bitte?“, er schob seine Brille auf seiner Nase bis fast an die Spitze und beäugte mich herablassend.
    Was ging den das an?
    „Ich bin seine Frau!“, entgegnete ich ihm gereizt.
    Es schüttelte mich innerlich.
    „Soso, können Sie das beweisen!“, anscheinend glaubte er mich nicht, oder er wollte mich unnötig aufhalten.
    „Sie müssen verstehen, wir legen hier einen großen Wert auf Sicherheit!“, fügte er erklärend hinzu, offenbar sah man mir an, dass ich nicht mehr Zeit als nötig hier verbringen wollte.
    Vielleicht hatten diese Kerlchen doch ein Herz.

    Ich kramte in meinem Geldbeutel und zog meinen Ausweis hervor und streckte ihn dem kleinen Gnom hin.
    „Überzeugen Sie sich selbst!“
    Er starrte gefühlte 10 Minuten meinen Ausweis an und schien jeden Buchstaben einzeln zu überprüfen.


    Zum Schluss blieb sein Blick noch an meinem Bild hängen und er schaute geschätzte 20 Mal von mir zum Foto und wieder zurück.
    Wollte er jetzt auch noch jeden Pixel eigen für sich kontrollieren?
    „Sie sahen auch schon mal besser aus!“, meinte er mit hämischem Grinsen.
    Ich funkelte ihn böse an.
    Der hatte kein Herz, höchstens einen Eisblock.
    „Ich muss mir hier nicht ihre Beleidigungen anhören, dass das mal klar ist. Ich will lediglich zu meinem Mann und ihm seine Unterlagen bringen!“, schnauzte ich ihn an.
    Der verzog keine Miene und sah mich nur noch abschätziger an.
    „Ich kann sie nicht zu ihm lassen, ich muss ihn herholen und das könnte eventuell ein paar Minuten dauern!“, gab er mir herablassend endlich die gewünschte Auskunft.
    „Sie können dahinten Platz nehmen, während sie warten! Außer Sie wollen hier noch weiter dumm im Weg rumstehen und den Durchgang blockieren.
    Ich glaubte, ich hörte schlecht.
    Was bildete sich dieser hässliche, winzige Fratz eigentlich ein?
    Ich nickte und durchbohrte ihn mit einem eisigen Blick, doch den störte das nicht im Geringsten.
    „Übrigens waren sie letztes Mal freundlicher!“, fügte er noch mit süffisantem Grinsen hinzu.
    Also war Catherine schon öfter hier gewesen.
    Ich würde diesen Kerl umbringen, er hatte ganz genau gewusst, wer ich war und mich umsonst zappeln lassen.
    Kobolde, solche Sadisten.
    Ich ließ mich auf einem der roten Samtstühle nieder und wippte ungeduldig mit dem Fuß.
    Ich hätte schon längst wieder daheim sein können, wenn die hier nicht alle so unfähig wären.
    Der Kobold schaute mich immer noch mit einer Mischung aus Verachtung und Belustigung an.
    Ph, was konnte mir dieser kleine Pfimpf schon anhaben.
    Solle er sich ruhig über mich lustig machen, wenigstens war ich nicht klein und verschrumpelt.
    Gut, vielleicht im Moment ein bisschen klein, aber trotzdem ließ ich mich doch von dem Zwerg nicht unterkriegen.
    Der würde sich noch umschauen.
    Blöderweise war das ja nicht mein Körper, sondern der von Dracos Frau und wenn ich mich jetzt aufführte, würde das auf Draco zurückfallen und Malfoys Zorn wollte ich nun wirklich nicht auf mir wissen.
    Ich klopfte unruhig mit den Fingern auf die Lehne und schaute mich in der Bank um.
    Es herrschte unruhiges Treiben und jeder Kobold war mit seiner Aufgabe beschäftigt außer meiner. Anscheinend faszinierte ich ihn so, dass er mich permanent mustern musste.
    Ich warf ihm ein paar vernichtende Blicke zu, blieb aber sitzen und wartete.
    Und das die nächsten 10 Minuten.
    Und die nächsten 5 Minuten.
    Und weiter 10 Minuten.
    Wenn er nicht gleich hier auftauchen würde, würde ich…
    Doch da sah ich auch schon Draco auf mich zu hetzen.
    „Hallo Sar..äh Schatz. Danke, dass du hergekommen bist, aber ich hab meine Unterlagen doch noch gefunden. Sie waren gar nicht in der Mappe. Aber trotzdem danke!“, er sah mich entschuldigend an.
    „Ganz große Klasse. Jetzt durfte ich mir hier umsonst die Beine in den Bauch stehen!“
    Ich platzte gleich vor Wut.
    Ich holte tief Luft, zerfetzte Malfoy in Gedanken und funkelte Real-Draco böse an.
    Ich machte auf dem Absatz kehrt, warf ihm noch einen finsteren Blick zu und stolzierte, bevor mein „Mann“ noch was sagen konnte, aus der Bank.
    Der konnte was erleben, wenn er nach Hause kam.
    Als ich endlich wieder draußen auf der Straße war, bildete ich mir sogar noch ein, immer noch das hämische Lachen des Kobolds zu hören.

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