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Kampf um Himmels Willen 39

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1 Kapitel - 2.194 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.187 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Neue Freunde ebenfalls!

    1
    Trauer!


    Heute war es soweit.
    Die Beerdigung von Ginny, Cedric und MacMillan sollte heute stattfinden.
    Man hatte nur den Leichnam von Ernie geborgen, die anderen waren verschollen.
    Seit Leo mich verlassen hatte, lief ich rum wie ein Wrack.
    Ich öffnete meinen Kleiderschrank und zog mir eine schwarze Hose und einen schwarzen Pullover raus.
    Rasch zog ich mich an und eine Viertelstunde später fand ich mich in der großen Halle wieder.
    Sie war voll besetzt, überall hingen schwarze Schleier von der Decke und Kerzen brannten langsam ab und spendeten gedämpftes Licht.
    Der Chor sang eine Arie und ich suchte mir einen Platz.
    Catherine hatte mir einen frei gehalten und ich setzte mich neben sie und Malfoy, der ihre Hand hielt.
    Ich sah kurz hin, versuchte mir ein Lächeln abzuringen, doch der Schmerz über den Verlust von Leo nagte zu sehr an meinem Herzen.
    Catherine nahm mich kurz in den Arm und dann wendeten wir uns dem Geschehen vor uns zu, da sich Dumbledore gerade erhoben hatte.
    Neben ihm konnte ich Gabriel ausmachen.
    „Siehst du denn Mann da vorne auch?“, fragte ich Catherine und die nickte.
    „Der neben Dumbledore?“, fragte sie nach.
    Warum konnten nun alle Gabriel sehen?
    Wie als hätte Malfoy meine Frage gehört, drehte er sich zu mir und erklärte:
    „Gabriel hat es sich nicht nehmen lassen, hier als Gottesgesandter aufzutauchen. Anscheinend steht es ihm zu eine menschliche Gestalt anzunehmen, so ist er für alle sichtbar!“, flüsterte und Catherine sah ihn verwundert an.
    „Erklär ich dir später!“, meinte er nur und gab ihr einen Kuss, um sie wohl auf später zu vertrösten.
    So war das also.
    Und warum konnte Leo keine menschliche Gestalt annehmen?
    Ich sah aus den hohen Fenstern und konnte sehen, wie der Regen gegen die Glasscheiben peitschte.
    Es regnete schon den ganzen Morgen und dichte schwarze Regenwolken verdunkelten den Tag draußen, als wollte auch der Himmel um die drei gestorbenen Menschen trauern.
    Ich ließ meine Blicke durch die Halle schweifen und suchte sie nach meinen anderen Freunden ab.
    Ich konnte Harry neben Hermine ein paar Reihen vor uns ausmachen, die sich wohl gegenseitig zu trösten schienen.
    Hermine weinte unaufhörlich und auch Harry konnte sich schwer die Tränen verkneifen.
    Ron strich seiner Freundin beruhigend über den Rücken, doch auch er kämpfte mit sich, schließlich war es seine kleine Schwester, die hier und heute beerdigt werden sollte.
    Wo ich auch hinschaute trauernde Gesicht, die sich kaum beherrschen konnte.
    Ich hatte keine Tränen mehr für die Toten übrig, ich hatte sie selber wahrscheinlich schon die letzten Tage verbraucht.
    Da trat plötzlich Dumbledore an das Rednerpult und die Menge verstummte augenblicklich.
    „Meine lieben Schüler und Schülerinnen. Wir haben uns heute zu einem wenig erfreulichen Anlass zusammengefunden. Wir erstatten heute drei jungen Schülern die letzte Ehre.
    Ginevra Weasley, Ernie MacMillan und Cedric Diggory waren tapfere und selbstlose Menschen, die sich dem Schicksal für uns aufgeopfert haben, die…“ und so fuhr er in getragener Stimme fort und zählte Eigenschaften auf, die die drei umschreiben sollten.
    Ich hörte nur mit halbem Ohr zu.
    Dann schien Gabriel Dumbledore abzulösen und trat an seine Stelle ans Pult heran.
    „Wir betrauern heute den Tod von drei Mitmenschen, drei fantastischen Zauberern, die uns allen sehr nahe gestanden sind. Sie waren Freunde und Geschwister von euch und es wird nicht leicht sein, den Schmerz, der tief in eurem inneren wurzelt zu überwinden. Doch gemeinsam sind wir stark.
    Nichtsdestotrotz, jeder Tod, selbst da, wo er Erlösung bedeutet, schreckt uns. Wir müssen ja, immer wenn er uns berührt, daran denken, dass auch wir einmal sterben müssen. Selbst wo wir vom Sieg Jesu Christi über den Tod gehört haben - und es ja auch glauben wollen - wir haben unsere Not damit. Wer wie wir gerade erst Abschied nehmen musste, kann wohl dem Leben und der Hoffnung so schnell nicht recht geben.
    Wir bemühen uns zwar jetzt, nicht allzu sehr in die Gedanken an den Tod hineinzugeraten. Am liebsten wäre es uns, wenn wir ihn vergessen könnten, ihn und all die Schrecken, die er bedeutet. Aber es wird uns nicht gelingen. Nicht nur heute bringt er sich ja in unsere Erinnerung. Jeden Tag lesen wir von seiner Macht. Oft hören wir davon, wo er in der Welt oder in unserer ferneren Umgebung seine Gewalt geübt hat. Jetzt, bei dieser Beerdigung, kommt er uns ganz nah, so nah, dass wir ihn nicht verdrängen können. Nein, wir können den Tod nicht aus unserem Denken verbannen. Seine Macht ist zu groß! Was wird die Macht des Todes bei uns bewirken - außer der Angst?
    Ich glaube, wir müssen etwas gegen die Angst tun. Und wir können - Gott sei Dank - etwas gegen sie tun! Und ich will jetzt hier nicht den Kopf ansprechen und theologische Gedanken sagen. Ich will die Herzen erreichen, denn unser Herz ängstigt sich ja und ist unruhig und zutiefst verunsichert durch diesen Abschied.
    Ich will die Worte sagen und selbst zu uns sprechen lassen, die wie nichts anderes in der Heiligen Schrift geeignet sind, ganz tief in unsere Seele zu fallen und dort zu wirken, uns gefasst und getrost zu machen.
    Ich durfte mit diesen Worten schon viele wunderbare Erfahrungen haben.
    In dieser Stunde des Abschieds, werden wir auch gewiss zuallererst ein Wort des Trostes erhoffen. Es sind mächtige Worte! Ebenso mächtig ganz gewiss, wie der Tod. Sie sind uns von dem gesagt, der allemal auch den Tod in seiner Hand hat. Vielleicht achten wir einmal darauf, wie diese Worte auch bei uns wirken, uns vielleicht ruhig werden lassen, uns ein wenig Trost ins Herz senken und uns die Kraft geben, die wir jetzt brauchen.
    Hören wir diese wunderbaren, mächtigen Worte. Ich will hernach nicht mehr tun, als die Bilder, die sie bei uns aufrufen, noch ein wenig auszumalen:
    Der Herr ist mein Hirte,
    mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue
    und führet mich zum frischen Wasser.
    Er erquicket meine Seele;
    er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück;
    denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
    Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
    Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
    und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
    Der Herr ist mein Hirte... Nicht mehr oft sehen wir heute einen Schäfer mit seiner Herde. Und doch weiß jeder, was gemeint ist. Da ist einer, der hat uns im Auge, der sieht nach uns, der ist immer in unserer Nähe, solange wir leben - und wenn wir sterben müssen erst recht. Er ist da - auch wenn wir ihn nicht sehen. Er sorgt für uns, gibt uns zu essen und zu trinken, achtet darauf, dass uns nichts fehlt.
    Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen... Er zeigt uns den Weg. Wenn wir richtig gehen wollen, dann ziehen wir ihm nach. Er geht uns voraus. Er ist auch schon einmal durch alles gegangen, was uns schrecken könnte. Was uns auch begegnet, zustößt, widerfährt - er ist da, ganz in der Nähe...immer auf Rufweite, du streckst nur deine Hand aus.
    Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück... Nichts kann uns geschehen, was uns ängstigen müsste. Auch in den Tiefen des Lebens ist er dabei. Gerade da lässt er uns nicht im Stich. Ein "guter Hirte" ist er, der weiß, wo sein Platz ist: Bei den Seinen, bei denen, die sich in seine Obhut flüchten. Für sie nimmt er selbst Leiden auf sich. Für sie gibt er sogar sein Leben.
    Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich... Ja, unser Hirte wird uns verteidigen gegen alle Angriffe, gegen Anschläge auf unser Leben, unsere Unversehrtheit an Leib und Seele. Alles will er für uns tun. Alles wird er für uns tun.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang... Wovor also Angst haben? Was sollte uns schrecken? Der Tod? Die dunkle Schwelle, über die wir einmal gehen müssen? Hören wir doch:
    Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar... Immer! Ewig! Ohne Ende! Wie soll auch die Beziehung dieses Herrn zu den Seinen je abreißen? Was hat er nicht alles für sie auf sich genommen. Doch nicht, um sie dann an den Tod zu verlieren! Er ließ sich verhöhnen für sie, geißeln für sie, bespucken und schlagen für sie. und schließlich ging er ans Kreuz - für sie. Für dich und mich.
    Der Herr ist mein Hirte... Der erste Beter dieses wunderbaren Psalms vor rund 3000 Jahren wünschte sich einen solchen Hirten. Jesus war noch nicht gekommen. Wir kennen den Hirten, er ist unser Herr. Auf ihn berufen wir uns im Leben und im Sterben. Auf ihn können wir uns verlassen. Er hat unserem Leben einen Sinn gegeben und unserem Sterben auch. Er hat dem Tod den Schrecken genommen, denn hinter der dunklen Schwelle geht es mit uns und seiner Liebe zu uns weiter: Wir bleiben im Hause des Herrn - immerdar! Warum also noch ängstigen? Wovor denn? Wir müssen also auch die Gedanken an Tod und Sterben nicht mehr verdrängen. Wir dürfen ganz getrost ins Auge fassen, dass wir sterblich sind, dass es ein Ende mit uns haben wird und wir davon müssen. Wir wissen wohin!
    Alle Rätsel um Tod und Vergehen sind jetzt nicht gelöst. Mancher frühe Abschied von einem Menschen, manches plötzliche Sterben, warum einer so früh gehen muss und ein anderen in hohen Alter nicht sterben darf... alles das werden vielleicht für immer Geheimnisse bleiben. Halten wir doch aber fest, was doch auch tröstlich ist und bleibt: Cedric, Ginevra und Ernie haben den guten Hirten gekannt. Ihr Leben hat ihnen nicht ein blindes Schicksal, sondern der Wille Gottes zugemessen. Wie für sie der Anfang dieses so wunderschönen Psalms ein Leben lang gegolten hat, so wird jetzt das Ende gelten: Der Herr ist mein Hirte... und ...ich werde bleiben Im Hause des Herrn immerdar.
    Wir dürfen diese Verstorbenen jetzt ganz getrost loslassen. Sie sind und bleiben an der Hand des guten Hirten. Flüchten doch auch wir uns in seine Obhut. Bei ihm ist Trost, bei ihm ist Geborgenheit und ein gutes, geführtes Leben.“, so schloss Gabriel seine Predigt und der ganze Saal schwieg bedächtig.
    Ab und zu konnte man Taschentusch rascheln und einen leisen Schluchzer vernehmen.
    Nach und nach standen ein Schüler nach dem anderen auf, schritten nach vorne und legten die Blume, die jeder bei seiner Ankunft in der großen Halle bekommen hatte, nach vorne auf den Boden, vor MacMillans Sarg und vor die drei großen Holzgerahmten Porträts von den drei vermissten Schülern.
    Auch ich drehte die Geranie zwischen meinen Fingern.
    Ich hatte zu keinem der drei ein engeres Verhältnis gehabt und mich quälte ein schlechtes Gewissen, dass ich um keinen der drei eine große Trauer spürte.
    Trotzdem schritt ich zusammen mit Catherine und Draco nach vorn, um den dreien die letzte Ehre zu erweisen.
    Ich legte sanft meine Blume in die Mitte der drei Bilder und sah mir eins nach dem anderen an.
    Ich sah in Ginny glänzende Augen, in Cedrics breites Grinsen und in MacMillans Gesicht, dessen Augen seine Aufrichtigkeit wiederspiegelten.
    Ich erhob mich wieder und ging dann schweren Schrittes auf Harry zu, den ich ein paar Meter weiter erblickt hatte.
    Als ich vor ihm stand, rang er sich ein Lächeln ab und ich nahm ihn in den Arm.
    „Schön, dass du hier bist!“, flüsterte er und ich nickte.
    „Ich habe dich vermisst!“
    „Ich dich auch!“




Kommentare (2)

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Amy Potter (68775)
vor 634 Tagen
Ich habe deine Ff jetzt ganz gelesen und echt SUPER
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
1. Es kommen Personen vor, die in den Büchern längst tot sind.
(Sirius ,Dumbeldore, Moody ...)
Wenn du dich nicht an das Buch hältst, schreib es dazu.
2.Du lässt Leute nochmal auftauchen, die du umgebracht hast.
( Diggory stirbt, aber danach wird er irgendwann noch einmal erwähnt. )
3. Das mit Ginny s "Wiederauferstehung" ist unlogisch.
4. Es wird immer unlogischer und schwerer zu verstehen.
5. (Ich weiß, dass ich das schonmal geschrieben habe)
Bitte schreib dazu, wessen Sicht es ist, man kommt echt durcheinander.
6. Deine ff verdient ein Ende.
Ich wusste am Ende gar nicht mehr, wer von deinen Charakteren eigentlich noch lebt. Wäre auch toll, wenn du erzählst, wie es mit den
(Haupt- ) Personen weitergeht.
z.B. Was wird aus Sarah und Harry/Oliver
Draco und Catherine
Amy Potter (29223)
vor 729 Tagen
Zwei Kritikpunkte:
1 Hermine und Ron sind mit Harry weg.
2 Es wäre toll wenn du Zeitpunkt und Sicht
hinschreibst ( 7. Jahr, VgddK. ... Sicht )
Ansonsten ♥♥♥