Kampf um Himmels Willen 37

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1 Kapitel - 1.377 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.195 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    1
    Schlafen wollen


    Verschlafen rieb Ginny sich die Augen. Ihr Blick wanderte zu dem gegenüberliegenden Bett und alarmiert sah sie zu Harry, der sich abermals im Schlaf von einer Seite auf die andere warf. Heute war der Albtraum wohl schlimmer als seine Vorgänger.
    Seit Ginny sich Ron und Harry angeschlossen hatte, hatte es nur wenige Nächte gegeben, in denen sie durchschlafen konnte. Viel zu oft wurde sie von einem leisen und meist zunehmenden Wimmern des Auserwählten geweckt. Dann stand sie schlaftrunken auf, rüttelte ihren Freund sanft an den Schultern wach, bis dieser seine Augen aufschlug. Kurze Zeit später lagen beide wieder in ihren Schlafsäcken und Harry schlief die restlichen Stunden dann meistens zum Glück durch.
    Aber heute war es kein Wimmern, das sie aus dem Schlaf geholt hatte – nein, Harry hatte aufgeschrien!
    Eilig raffte sich Ginny auf, schlüpfte unter der warmen Bettdecke hervor und bewegte sich tastend durch die Dunkelheit, bis zu Harry.
    „Harry, wach auf!“
    Leicht schüttelte sie den Schlafenden an der Schulter.
    „Du träumst wieder schlecht.“
    Benommen und schweißgebadet schreckte Harry auf und öffnete die Augen. Er zitterte am ganzen Körper und nahm nur ganz langsam wahr, wo er sich befand.
    Schließlich klammerte er sich an Ginny fest und fing laut an zu schluchzen. In seinem Inneren wuchs von Sekunde zu Sekunde ein ungutes Gefühl heran und für einen Moment glaubte er, er stünde wieder allein auf dem Friedhof.
    Dieselbe Empfindung hatte er vor gar nicht so langer Zeit in der Nähe seines dieses einen Ortes gespürt und zu Harrys zunehmendem Unglück, intensivierte sich diese beängstigende Sinneswahrnehmung zusehends.
    „Was ist denn so Schreckliches passiert? Von was träumst du jede Nacht? Harry, sag doch was!“, versuchte Ginny ihn aus seiner Hoffnungslosigkeit zu reißen. Aber je mehr sie auf ihren weinenden Freund einredete, desto lauter schluchzte dieser auf. Tränen rannen ihm nun übers Gesicht und sie wusste nicht, was sie tun sollte. Unbeholfen fing sie an, Harry über den Rücken zu streicheln. Harry klammerte sich daraufhin noch stärker an Ginny und diese verstärkte den Händedruck, und zog den Schluchzenden dann schlussendlich in ihre Arme.
    So saßen sie beide eine Weile schweigend auf dem Bett, bis Ginny es einfach nicht mehr aushielt. „Harry, rede endlich mit mir. Du vertraust mir doch ... dann sag’ mir doch, was passiert ist. Bitte …“
    Unter den bebenden Bewegungen konnte sie ein leichtes Kopfschütteln ausmachen, aber Ginny wollte nicht so einfach aufgeben. „Bitte, Harry. Fast jede Nacht hast du Albträume. Ich bin doch deine Freundin.“

    Langsam schien Harry sich schließlich doch zu beruhigen und seufzte auch mehrmals auf.
    Dann erzählte er Ginny endlich von den Inhalten seiner Träume.
    Seinen Ängsten, dass er versagen würde.
    Seinen Ängsten vor Voldemort.
    Und seinen Ängsten, dass er Sarah für immer verlieren würde.
    Er sah den Schmerz in Ginnys Gesicht, als er ihr erzählte, wie sehr er Sarah liebte.
    Dennoch hielt sie ihn fest, streichelte ihm immer weiter über den Rücken.
    Nun strömten aus Harry die Tränen nur noch schneller hervor und Ginny war plötzlich total überfordert. Sie saß jetzt einfach nur noch da, hielt Harry weiterhin in ihren Armen und versuchte ihm etwas Trost zu spenden.
    Dabei verging die Zeit wie im Fluge und keiner der beiden nahm die dahinstreichenden Minuten wahr, während sich der Weinende nur allmählich beruhigte und Ginny nicht loslassen konnte.
    Langsam überkam Ginny allerdings die Müdigkeit und ihr fiel auf, dass Harry nur schwer die Augen offen halten konnte und so drückte sie ihn in sein Kissen zurück und wartete, bis der schwarzhaarige junge Mann eingeschlafen war. Als sie aufstehen wollte, bemerkte sie jedoch, dass Harrys Finger noch immer ihre Hand fest umklammert hielten und obwohl sie versuchte, sie vorsichtig zu lösen, gelang es ihr nicht.

    Seufzend blieb sie auf der Kante sitzen und überlegte, was sie nun tun sollte. Da Harry sie sprichwörtlich nicht losließ, musste sie wohl oder übel hier bleiben, wenn sie ihn nicht wecken wollte – und das wollte sie keinesfalls! Also musste sie entweder im Sitzen schlafen, oder sich zu Harry ins Bett legen. Nach einiger Zeit des Überlegens, entschloss sie sich für die zweite Möglichkeit, legte sich vorsichtig neben Harry und deckte sich ebenfalls mit dessen Deckbett zu.
    Ginny schloss die Augen und versuchte zu schlafen, was ihr aber einfach nicht gelingen wollte, da sie viel zu aufgewühlt war. Sie fühlte sich plötzlich sehr aufgeregt und durcheinander.
    Langsam nahm sie den Duft Harrys wahr und zog ihn unbewusst ein. Warum fühlte sie sich neben Harry so wohl? Warum kribbelte es schon wieder in ihrem Bauch?
    Sie wusste doch, dass das zwischen ihm und ihr nie was werden würde…
    Warum, verdammt, wollte sie hier liegen bleiben und Harry in den Arm nehmen?
    Weil sie ihn liebte.
    Sie wusste, sie liebte Harry, aber dessen Herz gehörte einer anderen.
    Sarah.
    Die hatte sie noch nie leiden können.
    Sie hatte ihr ihren Harry weggenommen.
    Ihren Harry?
    Verwirrt schüttelte sie den Kopf.
    Ihr stockte der Atem, da Harry sich gerade umdrehte und einen Arm über Ginnys Brust legte.
    „Verdammt, warum fühlt sich das so gut an?“, wisperte sie zu sich selbst und erschauderte, als sie plötzlich auch noch Harrys Atem streifte. Unbewusst kuschelte sich Ginny dabei an Harry und genoss die Nähe und die Geborgenheit, welche sie bei ihm empfand.
    Gemächlich dämmerte sie so schließlich in den Schlaf, um nur kurz darauf wieder sanft geweckt zu werden. So kam es ihr zumindest vor.


    „Ginny. Hey du Schlafmütze. Wach auf, wir müssen aufstehen“, vernahm sie leise Harrys Stimme und wunderte sich, warum diese so nah war. Wahrscheinlich hatte sie wieder ihren Wecker nicht gehört und verschlafen, dachte sie und streckte sich. Jeden Moment würde sie Harry, oder Ron ihr Prolet von Bruder, sicherlich unsanft an der Schulter wach rütteln, doch stattdessen bemerkte sie eine vorsichtige Bewegung neben sich und schlug sofort ihre Augen auf. Augenblicklich erstarrte sie und blickte in smaragdgrüne Augen, die sie augenblicklich gefangen nahmen.
    „Warum liegst du in meinem Bett?“, fragte sie sogleich verwundert und bekam prompt von Harry ein Grinsen zurück.
    „Würde wohl eher behaupten, dies ist mein Bett, Ginny“, lachte Harry scherzhaft auf und Ginny erschrak, da sie erkannte, dass es der Wahrheit entsprach. Dann kam ihr die Nacht in den Sinn und sie wusste wieder, warum sie bei Harry im Bett lag.
    „Entschuldige“, murmelte Ginny verlegen. „Du hattest ... deine Finger in meiner Hand festgekrallt“, versuchte sie zu erklären, „... und ich hätte dich wecken müssen ...“, stammelte sie in Richtung Harry und wusste nicht so genau, wie sie reagieren sollte.
    „Schon gut ...“, erwiderte Harry, „und jetzt steh endlich auf, sonst kommen wir zu spät!“, forderte er erneut, da er wohl nicht über die Nacht nachdenken wollte.

    Harry verschwand, eine perplexe und sprachlose Ginny im Zimmer zurücklassend, die völlig durcheinander war. Eigentlich müsste sie sich traurig fühlen, wenn sie daran dachte, was sie erfahren hatte, oder Mitleid mit Harry wegen seinen Träumen, aber das Gefühl neben Harry aufzuwachen war so schön gewesen, dass sie sich wünschte, es jeden Morgen erleben zu können.












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