Springe zu den Kommentaren

Kampf um Himmels Willen 38

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 3.170 Wörter - Erstellt von: Potterprodg - Aktualisiert am: 2012-07-15 - Entwickelt am: - 1.255 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mein Profil: http://www.testedich.de/profil/showprofil.php


Kommentare sind wie immer gern willkommen!


Neue Freunde ebenfalls!

    1

    Sonnabendwende


    „Du hast ja keine Ahnung, was ich hier für Opfer bringe, obwohl ich überhaupt nicht weiß, was ich hier soll, was wir alle hier sollen, ihr ja wohl auch nicht!“, Diggory sah uns wissend an.
    Ich verdrehte die Augen.
    „Was verpasst du denn so spannendes?“, ich wandte den Kopf zu ihm.
    „Gilmore Girls!“, kicherte Ginny und ich warf ihr kritische Blicke zu.
    „Ich hatte ein Date!“, antwortete Diggory beleidigt.
    „Mit deinem Teddybär oder was?“, kam es sarkastisch von Malfoy, der voranging.
    „Hier ist ja einer witziger als der andre!“, knurrte Diggory und holte einen Handspiegel hervor.
    Er strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und McMillan musterte ihn argwöhnisch.
    Ich sah zu Hermine rüber, die bis jetzt ungewohnt still gewesen war.
    „Wann sind wir denn endlich da?“, nörgelte Ginny.
    „Dauert noch!“, erwiderte Malfoy.
    „Aber ich hoffe, diese komische Mission dauert nicht allzu lange. In einer Woche muss ich spätestens wieder bei Harry sein!“, fuhr sie fort.
    „Wird schon nicht so lange dauern!“, antwortete ich giftig.
    Musste sie mir unter die Nase reiben, dass sie mit meinem Freund unterwegs war und ich nicht?
    Zumindest war es mal mein Freund.
    Naja, bei Harry hatte ich nichts zu befürchten, er liebte mich, er hatte wohl eher bei mir Angst.
    „Und zu wem gehen wir jetzt eigentlich?“, fragte MacMillan.
    „Könnt ihr nicht einfach mal die Klappe halten?“. Murmelte Malfoy entnervt gerade so laut, dass es jeder verstehen konnte.
    „Ist ja schon gut!“, trollten sich die anderen.
    Wir stapften noch eine Weile durch den nassen Waldboden und schließlich fanden wir uns auf der Lichtung wieder.
    Dort standen Leo und Gabriel.
    „Einen schönen guten Abend!“, sagte Letzterer bedächtig und starrte in den dunkelblauen Himmel.
    „Ebenfalls!“, sagte ich und lächelte Leo verlegen an.
    „Wer sind Sie?“, fragte Granger.
    „Willst du dich nicht zuerst vorstellen, junge Dame?“, entgegnete Gabriel
    „Ich bin Hermine Granger und Sie sind jetzt…?“, sie musterte ihn argwöhnisch.
    „Gabriel!“
    „Aha!“
    „Mehr musst du nicht wissen. Ich bin ohnehin gleich weg, ich wollte euch nur fragen, ob ihr auch alle aus freien Stücken hier seid und bereit für das seid, was auch immer auf euch zukommen mag.“, sagte er langsam.
    „Wie, das ist hier keine Pflichtveranstaltung? Wir müssen nicht mitkommen?“, fragte Diggory hoffnungsvoll.
    Er hoffte wohl doch noch auf seine Bad-Tatse Party zu kommen.
    Oder sich in seinem eigenen Antlitz stundenlang spiegeln zu können.
    „Wenn euch das Schicksal aller guten Magie und aller unschuldigen Lebewesen in dieser Welt egal sind, dann steht es euch jederzeit frei zu gehen!“, erwiderte Gabriel.
    „Na toll, nicht auf diese Tour!“, stöhnte MacMillan.
    „Ich habe Leo erklärt, wie der Weg ist. Ich hatte eine längere Unterrede mit dem Zentaur und Leo ist über alles im Bilde.
    Er wird euch führen und euch beistehen, wenn ihr seine Hilfe benötigt.“
    „Und wo ist der Stein nun?“, fragte Malfoy unwirsch.
    „Wie gesagt, Leo wird euch hinbringen!“
    „Welcher Stein?“, mischte sich Hermine ein.
    „Der Sapientesstein!“
    „Sie meinen den Stein der Weisen?“, fragte sie ungläubig nach.
    „Ja, du kennst ihn?“
    „Natürlich, aber den hat Nicolas Flamel doch schon vor Jahren vernichtet!“, wandte sie ein.
    „Nicht diesen Stein!“, antwortete Gabriel gelassen.
    „Ich kann seine Existenz spüren!“, behauptete er.
    „Aja!“, Hermine klang wenig überzeugt.
    „Glaub mir, junges Fräulein oder nicht, aber langsam drängt die Zeit, ihr müsst aufbrechen! Geht nun!“, befahl Gabriel und verschwand in kleinen blauen Funken.
    „Na dann werden wir mal!“, sprach Leo, der bis jetzt keinen Ton gesagt hatte.
    Er ging zu mir und nahm meine Hand.
    „Schön, dass wir uns wiedersehen!“, flüsterte er und gab mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
    Ginny warf mir verächtliche Blicke zu, doch ich ignorierte sie einfach.

    Unser Trupp setzte sich in Bewegung und wir schritten weiter in den dusteren und unheimlichen Wald hinein.
    Zum Glück hatte ich Leo an meiner Seite.
    „Mist, jetzt hab ich mir den Fingernagel abgebrochen!“, fluchte Cedric neben mir.
    „Du wirst es überleben!“, sagte ich und blickte ihn abfällig an.
    „Weißt du mehr darüber, warum ausgerechnet wir hier sind?“, fragte Hermine gerade John, aber der schüttelte nur den Kopf.
    „Ist was?“
    „Phoebe hat sich von mir getrennt!“, sagte er nur kurz und ich beobachtete die beiden ungeniert weiter.
    „Wieso denn das?“
    „Sie unterstellt mir immer irgendwelche Sachen. Dass ich sie nicht lieben würde und ach keine Ahnung, ist ja auch nicht so wichtig!“, brach er ab.
    „Hm! Das tut mir leid!“, Hermine legte die Hand auf seine Schulter.
    „ich weiß auch gar nicht, warum ich dir das erzähl…!“
    Das fragte ich mich aber auch.
    Was hatte den John mit Granger zu schaffen?
    „Naja, es wird schon wieder!“, tröstete diese ihn.
    „Da müssen wir eigentlich weiter, das ist wohl die erste Aufgabe!“, sagte Malfoy, der an der Spitze gegangen war, nachdem er eine Weile mit Leo gesprochen hatte.
    Ich hob den Kopf, da ich die ganze Zeit aufpassen musste, wohin ich trat und konnte eine Steinmauer direkt vor uns erkennen.
    Sie war Teil eines Bergs und wir waren in einer Art Sackgasse.
    Ginny, die anscheinend voll in Gedanken war, merkte nicht, dass wir alle stehen blieben und ging einfach weiter.
    „Aua!“, schrie sie, als sie gegen den Wiederstand prallte.
    Ich lachte laut auf.
    Sie starrte mich böse an.
    „Und wie kommen wir jetzt dadurch?“, fragte MacMillan und trat von einem Fuß auf den andern.
    „Sag mal, musst du aufs Klo?“, fragte ihn John belustigt.
    „Vielleicht!“, murmelte dieser.
    „Dann verschwind in den Büschen!“, sagte Malfoy nur kurz.
    Das tat MacMillan dann auch.
    Plötzlich konnten wir einen Aufschrei hören und wandten uns dahin, wo MacMillan vorhin verschwunden war.
    „Alter, ich piss dir doch auch nicht ins Wohnzimmer!“, konnten wir aus einem der Büsche fluchen hören und wir hörten, wie sich MacMillan so schnell wie möglich seine Hose hochziehen versuchte und dabei aus dem Gleichgewicht kam und rücklings aus dem Wald stolperte und unsanft auf seinem Hosenboden auf der Lichtung landete.
    Erschrocken sah er sich nach uns um und wir konnten uns das Lachen einfach nicht verkneifen.

    „Et comme nous ouvrons la mûr?“, fragte Leo, nachdem wir uns alle wieder beruhigt hatten.
    „Seht doch nur, da an der Seite steht etwas geschrieben!“, machte uns Gildert auf die Inschrift versteckt unter ein paar Efeuranken aufmerksam.
    „Eher eingemeißelt!“, korrigierte ihn Granger,
    „Sieht auf jeden Fall alt aus!“, kam es von Ginny.
    „Gar antik!“, steuerte auch Diggory bei.
    Nachdem alle nun ihren Senf dazugegeben hatten, kümmerte sich Malfoy lieber stillschweigend um die Sache.
    Er trat an die Mauer und strich mit den Fingern über das Eingeritzte.
    „Es ist Latein. Granger komm mal her!“, bestimmte er.
    „Eligies facultatem porta patefacere habent. Coniugium clavis est.“, las sie vor.
    „Ihr wisst alle, was das heißt?“, wandte er sich an uns.
    „Ähm,…nein?“, sagte MacMillan und die anderen nickten bestätigend.
    Ich verstand auch kein Wort.
    „Die Auserwählten haben die Möglichkeit, das Tor zu öffnen. In ihrer Verbindung liegt der Schlüssel.“, übersetzte Hermine runter.
    Klar, dass die das alles konnte.
    „Was soll das bedeuten? Wie kommen wir denn jetzt weiter?“, fragte Ginny und auch ich sah fragend in die Runde.
    „Wer sollen denn diese Auserwählten sein?“, fragte auch Diggory.
    „Sarah und ich!“, klärte ihn Malfoy knapp auf.
    „Das erklärt aber immer noch nicht, was ihr beiden tun müsst! Weißt du weiter?“, wandte sich Hermine an Leo.
    Der schüttelte nur den Kopf.
    „Die Verbindung ist der Schlüssel. Entweder ist es die mentale oder physische Verbindung. Die physische können wir ausprobieren, bei der mentalen wird es schwieriger!“, stellte Gildert fest.
    „Vielleicht müsst ihr die Wand berühren.“
    „Und euch dabei verbinden!“, vollendete MacMillan Hermines Ansatz.
    „Nous essayons ça. C’est la clé.“, meinte auch Leo.
    „Malfoy, nimm Sarahs Hand und die jeweils freie Hand legt ihr an die Mauer!“, ordnete Gildert an und ich trat zögerlich zu Malfoy.
    Der nahm entschlossen meine Hand und wir taten wie geheißen.
    Ich spürte den kalten Stein unter meinen Fingern und plötzlich sahen wir grelles Licht erscheinen, als käme es direkt aus der Wand.
    Es wurde immer heller und wir sahen einen Riss, der sich entlang der Mauer hinab zog und mit einem lauten Grollen öffnete sich langsam aber sicher die Wand.
    „Wouh!“, rief Macmillan und die anderen, wie auch wir, traten ein paar Schritte zurück.
    Und da war das Tor auch schon offen, aber statt mehr Licht kam nun eine dunkle Höhle zum Vorschein.
    Na toll, wer weiß, wie viele eklige Spinnen sich da drinnen aufhalten mochten.
    Eher widerwillig folgte ich Malfoy, der schon in dem dunklen Loch verschwunden war.
    Davor packte ich aber noch Leos Hand und der drückte sie und strich mir noch einmal zärtlich über die Wange.
    „On y va!“, sagte er und die anderen und wir betraten die Höhle.
    „Ich weiß nicht, ob das richtig ist, hier rein zugehen! Außerdem wird man hier nass!“, nörgelte Diggory, während meine Augen versuchten, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
    „Meine Haare!“, schrie er auf, als mehrere Tropfen auf seinem Haupt gelandet waren.
    Ich sah nach oben und auch mich traf einer auf der Nasenspitze.
    Leo strich sie mir weg und lächelte mich an.
    „Mir gefällt das Ganze auch nicht. Wer weiß, wo wir noch landen!“, meinte nun auch Granger.
    „Das werden wir dann sehen, wenn wir da sind!“, erwiderte Malfoy.
    Wir gingen also weiter und der Weg wurde nicht weniger steinig, je weiter wir vorankamen.
    „Ich glaub, hier ist der Weg zu Ende, irgendwie verschüttet!“, konnten wir es von vorne vernehmen.
    „Ach doch nicht, da oben geht’s weiter!“, korrigierte sich Malfoy selbst.
    „Da müssen wir aber erst mal hochkommen!“, stellte ich fest.
    Es ging sicher 10 Meter in die Höhe und es lag ein riesiger Berg mit Steinen und Felsbrocken vor uns.
    „Es gibt keinen anderen Weg!“, sagte John bestimmt und versuchte sich als erster.
    Da hatte er leider Recht.
    Ich sah ihm dabei zu, wie er über den ersten kleineren Stein stieg und dann weiter und weiter kletterte.
    Irgendwie sah das nicht so vertrauenserweckend aus.
    „Los komm!“, forderte mich Leo auf und schob mich weiter.
    „Du gehst voran und ich halte dich, wenn du fällst!“, versicherte er mir mit einem Lächeln.
    Ich seufzte und setzte einen Fuß auf den Stein vor mir.
    Er sah glitschig und feucht aus und leider war er das auch.
    Bevor ich aber rutschen konnte, hatte mich Leo schon fest im Griff.
    „Es gibt doch sicher irgendeinen Zauber!“, wiederholte Granger immer wieder, doch ihr schien keiner einzufallen.
    „Arefacio!“, rief sie plötzlich.
    Sie sprach den Zauber noch einmal ihren Zauberstab auf den Weg vor uns gerichtet.
    Beim genaueren Hinsehen konnte man nun erkennen, dass die Feuchtigkeit fast ganz verschwunden war.
    In diesem Moment hörte ich einen kurzen Aufschrei und ich konnte sehen, wie John sich an einen Steinvorsprung klammerte.
    Plötzlich schien ihn die Kraft zu verlassen und seine Finger, die den Stein noch eng umkrallt hatten, lösten sich.
    Aber ehe er in die Tiefe stürzen konnte, hatte ihn Draco gepackt und rutschte dennoch mit ihm ein paar Zentimeter weiter runter.
    „Ist euch was passiert, geht’s euch gut?“, rief Ginny entsetzt und beide nickten erschöpft.
    „Ja, noch mal gut gegangen, danke!“, sagte John an Malfoy gewandt, aber der nickte nur.
    „Pass das nächste Mal besser auf!“, sagte er schließlich und ich hoffte, dass keiner von den beiden verletzt war.
    Nach einem ewigen Procedere hatten wir den Berg endlich erklommen und befanden uns wieder auf einem gefestigteren Weg.
    „Na, viel besser als unten sieht es hier auch nicht aus!“, äußerte MacMillan argwöhnisch und keiner konnte ihm wiedersprechen.
    „Außerdem sind meine Klamotten völlig dreckig geworden, wer ersetzt die mir denn bitte?“
    „Die waren ohnehin hässlich!“, sagte Malfoy nur und musterte Diggory abfällig.
    „Du hast ja keine Ahnung!“, giftete der ihn an und ich verdrehte die Augen.
    Wenn Diggorys schmutzige Kleidung unser einziges Problem war, konnten wir ja froh sein.
    Doch meine Hoffnung wurde kläglich zerstört.

    Als ich wieder aufsah konnte ich vor uns zwei Trolle erkennen, die uns hämisch anzugrinsen schienen.
    „Mon Dieu!“, rief Leo aus und zog mich schützend in seine Arme.
    „Die sind ja widerlich!“, schrie auch Ginny.
    Die Trolle liefen auf uns zu und schlugen mit ihren großen Pranken nach uns.
    „Macht doch was!“, quietschte Diggory panisch auf.
    Einer der beiden hatte ihn in seiner großen Hand gefangen und er zappelte wild rum.
    „Er macht mich ganz dreckig!“, jaulte er hysterisch.
    „Stupor!“, schrie ich und der Troll erstarrte.
    Der andere hatte es nun auf mich abgesehen und bevor ich reagieren konnte, hatte er mich schon mit seiner Pranke gegen die Wand geschleudert.
    Leo kam auf mich zu gerannt und nahm meinen Kopf vorsichtig in seine Hände.
    „Geht es dir gut, mon amour. Sag doch was.“, redete er unaufhörlich auf mich ein.
    Ich rieb mir den Kopf.
    „Es geht schon, danke!“, sagte ich dann und er gab mir vor Freude einen Kuss auf die Stirn.
    „Dieu soit loué!“, seufzte er und nahm mich in den Arm.
    Ich schloss kurz die Augen und als ich sie wieder öffnete, hatte Malfoy bereits auch den zweiten Troll erledigt.
    Sie lagen aufeinander und wir machten, dass wir wegkamen.

    „Nun komm schon!“, fauchte Granger und zog Diggory an der Hand.
    „Nein. Ich will nicht weiter gehen. Schau wie ich aussehe. Diese Reise zerstört mich. Stell dir vor, wenn ich nie wieder so aussehe wie früher! Ich bin jetzt schon entstellt!“, antwortete er und fuhr immer wieder durch das zerzauste Haar.
    „Außerdem hat der prollige Troll meinen Spiegel kaputt gemacht, bevor ich mein Aussehen nicht kontrolliert habe, gehe ich nirgendshin!“, er schien wohl hart zu bleiben.
    „Na dann bleibst du eben hier!“, sagte Malfoy kühl und ging einfach weiter.
    Wir folgten ihm ohne Widerworte und Diggory starrte uns fassungslos an.
    „Ihr könnt mich doch nicht hierlassen!“, schrie er aufgeregt.
    „Wenn du nicht mitkommst, musst du eben allein zurückbleiben!“, erklärte auch ich.
    Der ging mir sowieso auf den Keks.
    Ich glaubte kaum, dass der uns noch von großem Nutzen sein würde.
    Ich konnte ihn laut schnauben hören und letztendlich trollte er sich doch und stieß wieder zu uns.
    Wir verkniffen uns unsere bissigen Kommentare und so ging unsere Gruppe schweigend weiter.
    Es sah nicht so aus, als würden wir bald wieder an Tageslicht kommen.
    Allerdings überkam mich nun das ungute Gefühl, das demnächst schon wieder irgendwas passieren würde.

    Und da war es auch schon.
    Vor uns lag ein großer See und ich konnte keinerlei Mittel erkennen, wie wir ihn überqueren sollten.
    Das einzige, was ich erkennen konnte, war ein kleiner Altar, inmitten eines Steinkreises.
    Darauf lag eine Steintafel und ein Dolch.
    Es war wieder Malfoy, der als erstes an den Altar rantrat.
    „Sanguinem amici condonare vitam repperi et progredies debes.“, flüsterte er.
    Anscheinend wusste er, was der Spruch bedeutete.
    „Hermine, übersetzt du das bitte?“, wandte ich mich an meine Freundin, die nur sprachlos dastand.
    Sie zögerte und dann sagte sie schließlich:
    „Du musst das Blut eines Freundes opfern, um den Weg zu finden und ihn weiterzugehen!“
    „Oh Gott!“, schrie Ginny.
    Wir schwiegen betreten und sahen uns einander bestürzt an.
    „Es steht ein Zauber drunter, der wahrscheinlich gesagt werden muss. Und eine Anweisung, das man sich in die Hand schneiden muss!“, durchbrach Hermine die Stille.
    „Und wer macht es?“, wagte ich mich zu fragen.
    „Freiwillige vor!“; antwortete Malfoy sarkastisch.
    „Isch werde es tun. Isch bin der älteste!“, sagte Leo traurig, aber bestimmt.
    Ich sah ihn entsetzt an.
    „Das darfst du nicht!“, schrie ich ihn an.
    "Mors certa, hora incerta. La mort est sûr, seulement l’heure est incertaine.“, flüsterte Leo und nahm meine Hand.
    „Aber ich liebe dich!“, erwiderte ich drückte seine Hand.
    Ich sah die Verzweiflung unter die sich nun ein Anflug von Freude mischte in seinen Augen.
    „Es muss sein! Je t’adore! Isch liebe disch!“, antwortete er trotzdem und seine Stimme bebte.
    Ich merkte, wie mir eine Träne die Wange herunterlief.
    „Du darfst mich nicht alleine lassen!“, sagte ich noch einmal und sah ihm tief in die Augen.
    Die anderen waren mucksmäuschenstill.
    Plötzlich konnte ich eine Stimme vernehmen, die etwas lateinische vorlas.
    „Vita decedere mei amici vivere debeo!”
    Ich schaute schnell zum Altar und sah MacMillan, wie er gerade den Dolch zur Hand nahm und sich zwischen den Zeigefinger und den Daumen schnitt.
    „Nein!“, konnte ich Ginny schreien hören.
    „Ich bin der, der am wenigsten zu unserem Schicksal beitragen kann! Ich werde mich opfern, damit ihr weiterkommt. Ich habe meinen Beitrag zu einer besseren Welt geleistet und nun lege ich das Schicksal in eure Hände. Lasst meinen Tod nicht umsonst sein, vollendete, was wir gemeinsam begonnen haben!“, sprach er und verzog das Gesicht wegen dem Schmerz und stöhnte kurz auf, nachdem er den Spruch das zweite Mal gelesen hatte.

Kommentare (2)

autorenew

Amy Potter (68775)
vor 723 Tagen
Ich habe deine Ff jetzt ganz gelesen und echt SUPER
Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
1. Es kommen Personen vor, die in den Büchern längst tot sind.
(Sirius ,Dumbeldore, Moody ...)
Wenn du dich nicht an das Buch hältst, schreib es dazu.
2.Du lässt Leute nochmal auftauchen, die du umgebracht hast.
( Diggory stirbt, aber danach wird er irgendwann noch einmal erwähnt. )
3. Das mit Ginny s "Wiederauferstehung" ist unlogisch.
4. Es wird immer unlogischer und schwerer zu verstehen.
5. (Ich weiß, dass ich das schonmal geschrieben habe)
Bitte schreib dazu, wessen Sicht es ist, man kommt echt durcheinander.
6. Deine ff verdient ein Ende.
Ich wusste am Ende gar nicht mehr, wer von deinen Charakteren eigentlich noch lebt. Wäre auch toll, wenn du erzählst, wie es mit den
(Haupt- ) Personen weitergeht.
z.B. Was wird aus Sarah und Harry/Oliver
Draco und Catherine
Amy Potter (29223)
vor 817 Tagen
Zwei Kritikpunkte:
1 Hermine und Ron sind mit Harry weg.
2 Es wäre toll wenn du Zeitpunkt und Sicht
hinschreibst ( 7. Jahr, VgddK. ... Sicht )
Ansonsten ♥♥♥